Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:22 Israel meldet Höchstwerte bei Neuinfektionen und Impfungen +++

Israel, das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt, meldet neue Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen. Erstmals gibt es mehr als 10.000 neue Corona-Fälle - laut Gesundheitsministerium sind es 10.021. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Menschen dürfen die eigenen Häuser oder Wohnungen nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilt, wurden 186.000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Laut Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422.000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden.

+++ 08:04 Lindner lehnt pauschales Ausgangsverbot ab +++
FDP-Chef Christian Lindner ist gegen ein pauschales Ausgangsverbot im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. "Ausgangssperren könnten ein Instrument sein, dort wo wir massiv steigende Fallzahlen haben, die Situation vollkommen aus der Kontrolle ist", sagt er im ARD-"Morgenmagazin". In anderen Regionen, wo die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sei das Mittel der Ausgangssperre unverhältnismäßig. "Ich halte die Ausgangssperre, die wirkliche Einschränkung der Freiheit, für ein unverhältnismäßig scharfes Mittel."

+++ 07:46 Japan will keine Impfpflicht für Olympia +++
Japans Regierung will auch ohne Impfungen gegen das Coronavirus die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer durchziehen. "Wir erwägen umfassende Maßnahmen, um sichere und geschützte Spiele zu veranstalten, auch ohne dass Impfstoffe zur Bedingung werden", erklärt Regierungssprecher Katsunobu Kato. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, hatte eine Impfpflicht für Athleten schon mehrere Male ausgeschlossen. Die Organisatoren werben aber dafür, dass sich möglichst viele Sportler und andere Tokio-Reisende impfen lassen. An den Spielen ab 23. Juli sollen rund 11.000 Athleten aus aller Welt teilnehmen, hinzu kommen Funktionäre, Helfer und Medienvertreter. Weiterhin offen ist die Frage, ob auch Zuschauer zugelassen werden.

+++ 07:29 Lehrerverbands-Präsident fordert Stufenplan für Schulen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Maßnahmen fordert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, klare Pläne für die Schulen. Er erwarte, "dass endlich ein an Infektionszahlen gebundener Hygienestufenplan für den Schulbetrieb vorgelegt wird", sagt er der "Rheinischen Post". Dieser müsse regeln, ab welchem Infektionsgeschehen welche Unterrichtsform für welche Altersgruppe möglich sei. Zur Auswahl stünden Präsenzunterricht, Wechselbetrieb oder Distanzunterricht, so Meidinger. "Bei der Rückkehr an die Schulen sollten die Abschlussklassen und die Primarstufe bevorzugt berücksichtigt werden", fordert er. Lehrkräfte müssten zudem frühzeitig geimpft werden.

+++ 06:56 Sollte der Lockdown verschärft werden? +++
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 40 Prozent sogar für eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind für eine Beibehaltung der bisherigen Beschränkungen. Nur 13 Prozent plädieren für ein Ende des Lockdowns, 17 Prozent für eine Lockerung. 8 Prozent machen keine Angaben. Die Zahl der Lockdown-Gegner nimmt damit im Vergleich zu Anfang Januar leicht zu. Damals waren 11 Prozent für eine Abschaffung aller Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent für eine Entschärfung.

+++ 06:36 RKI meldet fast 1000 neue Todesfälle - Zahl kann Nachmeldungen enthalten +++
Die deutschen Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem werden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgibt. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der infizierten Menschen, die gestorben sind, steigt auf 47.622. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 1.716.200 an.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 131,5. Die Zahl sinkt seit einigen Tagen wieder. Die aktuellen Zahlen können Nachmeldungen enthalten - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20:00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:22 108-Jährige überlebte Infektion - und bekommt nun Impfung +++

Sie hat eine Corona-Infektion überlebt, nun wurde eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Fatima Negrini erhielt die Impfung zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand. Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner "einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag", sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo. Wie die 108-Jährige erhielt auch der 90-jährige Holocaust-Überlebende Sami Modiano am Montag in Rom seine erste Impfdosis. Der Regionalpräsident im Latium und Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Nicola Zingaretti, veröffentlichte ein Foto von Modiano bei Twitter. Es sei "ein Bild des Vertrauens und der Hoffnung für alle", so Zingaretti.

+++ 05:58 Infektiologe: "Noch nicht da, wo wir es uns wünschen" +++
Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält einen strengen Lockdown trotz leicht sinkender Fallzahlen weiter für nötig. "Wir sind noch nicht da, wo wir es uns wünschen", sagt der Chefarzt für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Erfreulich ist, dass die Fallzahlen - auch stationär - leicht rückläufig sind. Ich gehe davon aus, dass es ein erster Effekt des Lockdowns ist. Aber wir kommen von einem sehr hohen Niveau." Auch bei sehr optimistischer Schätzung könne die Sieben-Tage-Inzidenz maximal binnen etwa sieben bis zehn Tagen halbiert werden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner müsse unter 50 liegen, die aus seiner Sicht anzustrebende Zielmarke sei 25. "Meine Einschätzung ist, dass wir dafür noch vier bis sechs Wochen brauchen und Mitte oder Ende Februar ein Resümee ziehen können", Wendtner.

+++ 05:05 EU-Kommission strebt 70-prozentige Impfquote bis Sommer an +++
Bis zum Sommer sollen laut der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Bis März lautet das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren. Die Ziele sind Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll.

+++ 04:14 Marburger Bund dringt auf längeren Lockdown +++
Der Ärzteverband Marburger Bund dringt auf eine weitere Verlängerung des Lockdowns, um schwere Corona-Fälle nicht nur auf Intensivstationen abzuwenden. "Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen scheinen mehr und mehr zu wirken", sagt die Vorsitzende Susanne Johna. Der eingeschlagene Weg sollte daher vorerst weiter beschritten werden, bis die Infektionszahlen ein beherrschbares Niveau erreicht hätten. "Wir brauchen in den Kliniken weiter dringend eine Entlastung." Gingen die Covid-19-Fälle zurück, helfe das Ärzten, aber auch Patienten mit verschobenen Eingriffen. "Es gibt Tausende von Patienten, die auf Normalstationen und in Ambulanzen behandelt werden und erhebliche Krankheitssymptome aufweisen", so Johna.

+++ 03:43 IW-Chef: "Homeoffice-Pflicht ist Scheindebatte" +++
Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält nichts von einer Homeoffice-Pflicht. "Dies ist eine Scheindebatte", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dass Menschen weiterhin im Büro arbeiten, hänge nicht nur mit den Arbeitsprozessen zusammen, "sondern ebenso mit den Bedingungen der Beschäftigten zu Hause und dem Wunsch nach geordneten Arbeitsmöglichkeiten", sagt er. Die Unternehmen müssten bereits seit langem die Corona-Arbeitsschutzbedingungen beachten. Viele hätten "weitreichend das Homeoffice ermöglicht", so Hüther.

+++ 02:45 Südafrika-Mutante nicht tödlicher, aber ansteckender +++
Die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante ist offenbar nicht tödlicher als die ursprüngliche Form des Virus. Entwarnung gibt es aber nicht: Die neue Variante sei 50 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus, sagt der südafrikanische Epidemiologe Salim Abdool Karim, der als Mitglied eines Expertengremiums die Regierung berät. Es gebe jedoch "keine Beweise" dafür, dass die mutierte Form auch tödlicher sei, fügt er hinzu. Eine Analyse der landesweit verbreiteten Virus-Cluster ergab, dass sich die Rate der Todesfälle in den Krankenhäusern im Vergleich zur ersten Welle nicht verändert hat. Es wurden aber mehr Menschen eingewiesen. Die mutierte Form des Virus gilt mittlerweile als der dominante Stamm in Südafrika.

+++ 02:01 Verkehrsminister gegen Herunterfahren des ÖPNV +++
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) spricht vor den Bund-Länder-Beratungen eine deutliche Empfehlung gegen das Herunterfahren von Öffentlichem Nahverkehr und Fernverkehr aus. "Mobilität ist auch in der Corona-Krise ein hohes Gut der Daseinsvorsorge, von daher sehen wir ein Herunterfahren des ÖPNV oder Fernverkehrs kritisch", sagt die VMK-Vorsitzende, Bremens Senatorin Maike Schaefer von den Grünen, nach einer Sonderkonferenz. Auf eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken konnten sich die Länderminister nicht einigen. Zu viele Dinge seien ungeklärt. Dazu gehöre die Frage, wie lange man die Masken tragen könne und ob es genügend gäbe.

+++ 01:12 Corona-Maßnahmen: FDP will Gesetz für Parlamentszustimmung +++
Die FDP will die Bundesregierung offenbar per Gesetz dazu verpflichten, die Zustimmung des Bundestags für Corona-Maßnahmen vor Beratungen mit den Bundesländern einzuholen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert aus einem entsprechenden Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion: "Kann eine Zustimmung wegen Gefahr im Verzug nicht erlangt werden, ist unverzüglich die nachträgliche Genehmigung durch den Deutschen Bundestag einzuholen", heißt es unter anderem. Die Beschlussvorschläge für die Bund-Länder-Koordination seien gerade in der Corona-Pandemie von größter Bedeutung für das Land und die Grundrechte der Bürger.

+++ 00:32 Südafrika-Mutation im Kreis Gütersloh nachgewiesen +++
In Nordrhein-Westfalen ist erneut die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Familie, die sich bei privatem Kontakt zu Reiserückkehrern aus Südafrika angesteckt habe, teilt der Kreis Gütersloh mit. Die Südafrika-Variante war in der vorigen Woche erstmals in Nordrhein-Westfalen bei einer Familie aus Bottrop nachgewiesen worden. Der Kreis betont, die infizierten Personen seien keine Reiserückkehrer. Die Betroffenen befänden sich in Isolation. Bisher seien keine weiteren Fälle bekannt. Alle Kontaktpersonen seien getestet worden. Der Kreis stehe in Kontakt mit ihnen. Wie viele Menschen sich angesteckt haben, wird nicht mitgeteilt.

+++ 23:51 Neuer Lieferplan: Ab kommende Woche weniger Impfstoff +++
Biontech und Pfizer liefern vorübergehend weniger Impfdosen nach Deutschland aus als ursprünglich geplant. Jetzt liegen genauere Angaben dazu vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Statt 801.450 entnehmbare Dosen pro Ampulle kommen dann nur 485.550 an. Auch in den Wochen danach soll weniger geliefert werden. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorgestellt wurde. Für die Woche vom 22. Februar stellt Biontech dann aber insgesamt mehr Impfstoff in Aussicht als bisher geplant. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen.

+++ 23:07 Brasilien startet Impfkampagne zwei Tage früher als geplant +++
In Brasilien läuft die landesweite Impfkampagne an. Nach Beratungen mit den Gouverneuren sei entschieden worden, zwei Tage früher als geplant mit den Impfungen zu beginnen, sagt Gesundheitsminister Eduardo Pazuello. Alle 27 Bundesstaaten würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit der Verabreichung des Mittels beginnen. Zwei Impfstoffe hatten am Sonntag in Brasilien eine Notfallzulassung erhalten. Die Aufsichtsbehörde Anvisa gab grünes Licht für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel Coronavac und das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca. Vorerst ist aber nur der Coronavac-Impfstoff in Brasilien verfügbar.

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+++ 22:29 Kommission liest China und WHO die Leviten +++
Eine unabhängige Untersuchungskommission zur weltweiten Reaktion auf die Pandemie kritisiert die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schleppend. Die Regierung in Peking hätte im Januar 2020 entschlossener Maßnahmen ergreifen können, erklärt die Expertengruppe, die von der ehemaligen neuseeländischen Ministerpräsidentin Helen Clark und Liberias Ex-Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf geleitet wird. Die WHO hätte demnach ihrerseits nicht bis zum 30. Januar warten sollen, bis sie einen internationalen Notfall ausruft. Ein endgültiger Bericht soll im Mai folgen.

+++ 22:04 Bericht: Expertenrunde warnt Bund und Länder eindringlich vor Mutationen +++
Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten sind am Abend von Experten eindringlich vor der Gefahr der Coronavirus-Mutationen gewarnt worden. Nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen warnen etwa die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sowie der Helmholtz-Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann davor, dass sich die Mutationen auch in Deutschland schnell ausbreiten würden. Deshalb müssten die Infektionszahlen mit harten Maßnahmen schnell nach unten gedrückt werden. Ähnlich argumentiert Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institute Cambridge. Er warnt, dass die in Großbritannien festgestellte Virus-Variante für sechs- bis achtmal mehr Corona-Fälle im Monat sorge als das herkömmliche Virus. Er fordert einen "scharfen Lockdown", schnelles Impfen und breite Gensequenzierungen zur Erkennung der Virus-Varianten, um die Infektionszahlen schnell zu senken.

+++ 21:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7569 neue Fälle gemeldet - Aussagekraft fragwürdig +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.050.940 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7569 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober. Ob die geringe Zahl auf Meldeverzögerungen oder einen größeren Wochenendeffekt zurückzuführen ist, lässt sich derzeit nicht bewerten. In mehreren Bundesländern meldeten einzelne Kreise überhaupt keine neuen Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 465 auf 47.286. Als aktuell infiziert gelten rund 302.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5003 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2869 davon werden invasiv beatmet. Rund 4865 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mli/ino/rts/dpa/AFP