Panorama

Update Coronavirus-Liveticker +++ 08:27 Grünen-Gesundheitsexperte kritisiert Aus der Lohnfortzahlung +++

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat die Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte im Quarantänefall kritisiert. "Als Arzt sorgt mich, dass unter Umständen Menschen dann nicht mehr angeben, wenn sie ein positives Testergebnis haben, sich nicht mehr in Quarantäne begeben und damit wieder zur Gefahr für andere werden, und wir so etwas wie eine versteckte Pandemie bekommen können", sagt der Mediziner im ZDF-Morgenmagazin. Notwendiger erster Schritt wäre gewesen, dass am Arbeitsplatz konsequenter getestet werde und 3G-Regeln am Arbeitsplatz eingeführt würden. Dahmen meint zudem, dass bei einer anhaltend niedrigen Impfquote eine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppe ein Thema werden dürfte.

+++ 07:50 Impfzentrums-Mitarbeiterin fälschte Gesundheitspässe +++
Eine Frau ist in Frankreich wegen der Fälschung von Corona-Gesundheitspässen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die 19-jährige Mitarbeiterin eines Impfzentrums in Bordeaux im Südwesten Frankreichs gestand, 24 gefälschte Gesundheitspässe an Verwandte ausgegeben zu haben. Sie wurde zu eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Ein Sanitäter hatte die Frau, die erst seit Anfang September in dem Impfzentrum arbeitete, angezeigt. Sie gab an, dass sie Freunden, Familienangehörigen oder Verwandten von Freunden einen Gefallen tun wollte. Diese hätten sich nicht impfen lassen wollen und sie wollte ihnen Kino- und Restaurantbesuche ermöglichen. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Frau für die Fälschungen Geld erhalten hat, die Verurteilte bestritt dies jedoch.

+++ 07:30 Kommunen begrüßen Ende der Quarantäne-Entschädigung +++
Die Kommunen haben sich hinter die von den Gesundheitsministern beschlossene Streichung der Entschädigung für ungeimpfte Arbeitnehmer in Quarantäne gestellt. "Es ist eine individuelle Entscheidung, sich trotz des bestehenden Angebotes nicht impfen zu lassen", sagte Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das bedeutet aber auch, dass die Konsequenzen dieser Entscheidung selbst zu tragen sind." Es gebe keinen Grund, weshalb die Allgemeinheit in diesen Fällen die Entschädigung finanzieren sollte. Deswegen halte es der Städte- und Gemeindebund "für nachvollziehbar, dass Ungeimpfte keine Lohnfortzahlung erhalten, wenn sie in Quarantäne müssen".

+++ 06:56 Brasiliens UN-Delegation nach eigenen Angaben in Quarantäne +++
Die zur UN-Generaldebatte in New York angereiste brasilianische Delegation begibt sich Angaben aus Brasilien zufolge nach dem positiven Corona-Test des Gesundheitsministers in Isolation. "Der Mitgliedstaat hat bestätigt, dass die gesamte Delegation beschlossen hat, sich für 14 Tage selbst unter Quarantäne zu stellen", teilte ein UN-Sprecher mit. Das brasilianische Nachrichtenportal "G1" berichtete unter Berufung auf den Regierungspalast, Staatspräsident Jair Bolsonaro und andere Mitglieder der Delegation würden die nächsten fünf Tage in Quarantäne bleiben und danach einen neuen Test machen. In mehreren Medienberichten heißt es, Bolsonaro sei am Mittwoch nach Brasilien zurückgekehrt, Gesundheitsminister Marcelo Queiroga sei weiterhin in New York. Queiroga hatte am Dienstag mit Bolsonaro der Generaldebatte der Vereinten Nationen beigewohnt und sich im UN-Hauptquartier aufgehalten. Zuvor war bereits ein Mitglied der Delegation positiv getestet worden. Unklar ist, wie viele Mitglieder der Delegation aus New York abgereist sind und inwiefern sie die Quarantäneregeln befolgen.

+++ 06:30 Städtetag hält Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte für richtig +++
Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, hat positiv auf den Beschluss der Gesundheitsminister zur Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne reagiert. Es gebe inzwischen ein Impfangebot für alle, sagte Jung dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Und nach dem Infektionsschutzgesetz werde bei Quarantäne nur entschädigt, wer sich nicht impfen lassen könne oder wenn keine Impfung verfügbar sei. Lohnfortzahlung sollte der Staat nur übernehmen, wenn es dafür einen guten Grund gebe, wenn sich also jemand zum Beispiel aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne.

+++ 05:38 Daten aus England: Psychische Probleme bei Kindern nehmen deutlich zu +++
Die Pandemie hat bei der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in England deutliche Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal 2021 waren mit 190.271 Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren fast doppelt so viele in psychischer Behandlung wie im gleichen Zeitraum zwei Jahre zuvor. Damals waren es 97.342 Betroffene. Das geht aus Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS hervor. Auch die Zahl sehr dringender Fälle nahm deutlich zu.

+++ 04:46 RKI meldet 10.696 Neuinfektionen, Inzidenz rückläufig +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 10.696 Neuinfektionen gemeldet. Am vergangenen Donnerstag waren es 12.925 Ansteckungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 63,1. Am Vortag lag der Wert noch bei 65,0. Die Zahl der Todesfälle steigt allerdings: 115 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Vor einer Woche gab es 68 Todesopfer. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

+++ 04:06 Deutschland hat über 5 Millionen Impfdosen gespendet +++
Die Bundesregierung hat bislang 5,3 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungs- und Schwellenländer gespendet. Davon wurden nach Angaben des Auswärtigen Amtes gut 1,7 Millionen Dosen bilateral und rund 3,5 Millionen Dosen über die internationale Impfinitiative Covax ausgeliefert. Weitere rund fünf Millionen Dosen sollen in Kürze bilateral an Vietnam, Ägypten und Ghana gehen. Weitere knapp 4,8 Millionen Dosen werde Covax bald erhalten. Deutschland will bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen direkt spenden und gehört zudem zu den Hauptfinanciers von Covax.

+++ 02:48 USA geben grünes Licht für Auffrischungsimpfungen mit Biontech/Pfizer-Vakzin +++
Die USA lassen einen ersten Corona-Impfstoff für Auffrischungen zu. Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Personen über 65 Jahre, Erwachsene mit hohem Risiko für eine schwere Erkrankung sowie für Personen in Berufen mit hohem Ansteckungsrisiko. Sie können sich sechs Monate nach der zweiten Impfung nun eine dritte Dosis spritzen lassen.

+++ 01:31 Polen startet mit Auffrischungsimpfungen +++
In Polen können über 50-Jährige sowie medizinische Pflegekräfte eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Die Regelung gilt auch für Menschen jeden Alters mit geschwächtem Immunsystem, deren Immunreaktion auf die zunächst verabreichten Impfungen nicht ausreichend sein könnte. Sie sollen 28 Tage nach der vollständigen Impfung die Auffrischung erhalten. Über 50-Jährige und medizinisches Personal mit Patientenkontakt sollen die nächste Spritze frühestens sechs Monate nach der zweiten Dosis bekommen. Verimpft wird der Wirkstoff von Biontech/Pfizer.

+++ 00:30 DGB kritisiert Quarantäne-Entscheidung für Ungeimpfte scharf +++
Der Beschluss der Gesundheitsminister, dass Nicht-Geimpfte künftig bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen sollen, stößt beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) auf scharfe Kritik. "Es kann nicht sein, dass die Politik die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie einfach bei den Beschäftigten ablädt", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Neuregelung bedeute auch, dass Beschäftigte dem Arbeitgeber ihren Impfstatus offenlegen müssten. "Wir wollen nicht, dass Arbeitgeber ihre Machtposition über die Kenntnis der Gesundheitsdaten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbauen", so Hoffmann.

+++ 23:58 Rheinland-Pfalz stellt Impfstoff für Evakuierte aus Afghanistan +++
Das Land Rheinland-Pfalz stellt 6000 Impfdosen für von den USA aus Afghanistan ausgeflogene Menschen bereit. Die US-Luftwaffe will damit Menschen impfen, die vorübergehend auf dem US-Stützpunkt in Ramstein und den Rhine Ordnance Barracks, einer US-Kaserne im benachbarten Kaiserslautern, untergebracht sind. "Der Impfstoff von Johnson & Johnson eignet sich besonders gut für eine solch kurzfristige Impfaktion, da er nur einmal verabreicht werden muss", erklärte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch.

+++ 23:14 UK und Südkorea tauschen Impfstoff aus +++
Mit einem Impfstofftausch wollen Südkorea und Großbritannien den Kampf gegen das Coronavirus in ihren Ländern ankurbeln. Großbritannien schickt in den kommenden Wochen eine Million Dosen des Mittels von Biontech in das ostasiatische Land. Dies solle Seoul dabei helfen, das Ziel von 70 Prozent vollständig geimpfter Einwohner bis Ende Oktober zu erreichen, heißt es in der Mitteilung des britischen Gesundheitsministeriums. Südkorea wiederum soll noch vor Jahresende dieselbe Menge zurücksenden. Diese Lieferung werde dann zum Erfolg des Auffrischungsprogramms in Großbritannien beitragen, hieß es.

+++ 22:29 Inzidenz steigt nur noch in einem Bundesland +++
In nur einem der 16 Bundesländer steigt die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag an: Mit einem Wert von 108,2 liegt Spitzenreiter Bremen zugleich auch als einziges Bundesland über der 100er-Marke. In den übrigen 15 sinkt der Wert. Die geringste Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weist Mecklenburg-Vorpommern mit 27,4 auf.

+++ 22:00 Bolsonaro begibt sich in Quarantäne +++
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro begibt sich nach seiner Rückkehr von der UN-Generalversammlung in Selbstisolation. Hintergrund ist der positive Corona-Test von Gesundheitsminister Marcelo Queiroga, der Bolsonaro nach New York begleitete und dort nun in Quarantäne ist. Alle anderen Mitglieder der brasilianischen Delegation wurden nach Angaben der Regierung negativ getestet. Bolsonaro will sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen mit der Begründung, dass er wegen einer früheren Corona-Infektion besser gegen das Virus geschützt sei als durch jede Impfung.

+++ 21:20 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals wieder über 100 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.164.844 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 10.705 neue Fälle und 110 Todesfälle hinzu. Bei den Infektionen ist das ein Rückgang um 15,4 Prozent zum vergangenen Mittwoch, als 12.651 Neuinfektionen gemeldet worden waren. Bei der Anzahl der übermittelten Todesfälle geht der Trend in die andere Richtung: Zum ersten Mal seit Ende Juni gingen bei den Landesbehörden binnen eines Tages Corona-Todesfallmeldungen im dreistelligen Bereich ein. Mehr als 100 übermittelte Sterbefälle gab es zuletzt am 24. Juni. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 81 neu registrierte Tote. Die Zahl der Corona-Toten seit Pandemiebeginn steigt damit auf 93.174. Als aktuell infiziert gelten rund 155.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,86 angegeben (Vortag: 0,84). Liegt der Wert dauerhaft unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1500 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 823 davon werden beatmet. Rund 3900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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