Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:27 Zahl der Virus-Toten in USA überschreitet Marke von 400.000 +++

In den USA haben die Behörden binnen eines Tages mindestens 2770 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 401.823. Am 12. Januar war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 185.070 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 24,3 Millionen.

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+++ 08:11 Verkehrsunternehmen regen Telefonierverbot in ÖPNV an +++
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wäre zur weiteren Bekämpfung der Pandemie in Deutschland offen für ein Telefonierverbot im öffentlichen Nahverkehr. "Das würden wir sehr stark unterstützen", sagte Verbandspräsident Ingo Wortmann im Deutschlandfunk. Denn es gebe Fahrgäste, die in Fahrzeugen und U-Bahnhöfen zum Telefonieren den Mund-Nasen-Schutz herunterzögen. Ein Telefonierverbot im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es bereits in Spanien.

+++ 08:00 Kanzleramt-Chef zu Schulschließungen: "Es ist uns nicht leicht gefallen"
Kanzleramtschef Helge Braun hat in einem Interview mit der RTL/ntv-Redaktion die anhaltende Maßnahme verteidigt, Schulen geschlossen zu halten: "Wir müssen mit den Neuinfektionszahlen so schnell wie möglich runter, und deshalb müssen wir so viele Maßnahmen gleichzeitig durchhalten. Dazu gehört auch, dass die Schulen bis auf weiteres geschlossen bleiben", sagte Braun. Zur weiteren Begründung führte Braun die in Großbritannien aufgetretene mutierte Virusvariante an. Es gäbe Hinweise, dass das mutierte Virus sich bei Kindern ähnlich ausbreite wie bei Erwachsenen. Laut Braun gab es während der Ministerpräsidentenkonferenz beim Thema Schulschließung viel Diskussion: "Das ist uns nicht leicht gefallen, weil wir ganz genau wissen, was das für Eltern und Familien heißt, aber wir müssen jetzt daran arbeiten, dass diese Virusmutation in Deutschland nicht Platz greift."

+++ 07:43 Weil: Neue Maßnahmen reichen aus +++
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil geht davon aus, dass die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus genügen. "Nach allem, was wir sehen, ja", sagt er in der ARD auf eine entsprechende Frage. Es gebe eine "stetig reduzierte Zahl der Infektionen", begründet er seine Einschätzung. Zugleich gebe aber es mit den Varianten des Coronavirus eine "große Unbekannte". Beim Homeoffice setze er auf die Einsicht der Arbeitgeber. "Es ist am Ende des Tages auch für die Wirtschaft das Beste, wenn wir den Rückgang der Infektionen möglichst schnell beschleunigen können." Ein staatliches Eingreifen werde nur in Ausnahmefällen notwendig sein.

+++ 07:18 Steuererleichterung für Unternehmen verlängert +++
Bund und Länder verlängern wegen der anhaltenden Corona-Pandemie eine steuerliche Erleichterung für Unternehmen. Die Sondervorauszahlung zur Umsatzsteuer kann demnach auch für das Jahr 2021 ausgesetzt werden, wenn das jeweilige Unternehmen stark von der Krise betroffen ist. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen. Die Verlängerung sei ein deutliches Zeichen zur Unterstützung von Unternehmen und ihrer Liquidität, hieß es. Die Vorauszahlung muss ein Unternehmer als eine Art Pfand leisten, wenn er seine Umsatzsteuer-Voranmeldungen später als vorgeschrieben abgeben will. Da die Frist für diese Voranmeldungen sehr kurz ist, machen viele Unternehmen von der Regelung Gebrauch. Bereits im vergangenen Jahr war die Sondervorauszahlung wegen der Krise ausgesetzt worden.

+++ 06:45 Mediziner fordern mehr Kapazitäten für Intensivstationen +++
Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) pocht auf eine schnelle Senkung der Infektionszahlen, um die Kapazitäten der Intensivstationen zu entlasten. "Aktuell sind wir bei knapp unter 5000 Intensivpatienten in Deutschland - da müssen wir noch deutlich runter. Es geht auch darum, wieder aufnahmebereit zu sein, falls die Virus-Mutation sich in Deutschland trotz aller Maßnahmen verbreitet und zu mehr Infektionen und damit auch mehr Intensivpatienten führt", sagt DIVI-Präsident Gernot Marx der "Rheinischen Post".

+++ 06:25 Lehrerverband begrüßt Verlängerung von Schulschließungen +++
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands Heinz-Peter Meidinger hofft nach eigenen Worten darauf, dass Mitte Februar an den Schulen "der große Einstieg wieder gelingt". Entsprechend äußerte er sich in der "Augsburger Allgemeinen". Die Entscheidung von Bund und Ländern, die Einrichtungen bis zum 14. Februar weitgehend geschlossen zu halten, trägt der Verband demnach mit. "Schulen sind Teil des Infektionsgeschehens", sagte Meidinger. Es sei notwendig, auch dort auf die hohen Zahlen zu reagieren. "An den Schulen jetzt zu lockern und sie dann innerhalb kürzester Zeit wieder dichtzumachen, wäre das verkehrteste, was man tun kann."

+++ 05:53 RKI meldet fast 16.000 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) fast 16.000 Corona-Neuinfektionen und mehr als tausend weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden um 15.974 auf 2.068.002 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 1148 auf 48.770 Fälle. Von den mehr als zwei Millionen Menschen, bei denen in Deutschland eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde, sind laut RKI inzwischen etwa 1.741.800 genesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 102,7 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz auf unter 50 zu drücken.

+++ 05:50 Mexiko meldet Höchststand bei Todesfällen +++
Mexiko meldet mit 1584 Todesfällen die bislang größte Zahl an Verstorbenen, die an oder mit dem Virus erlegen sind. Bislang sind 142.832 Mexikaner an Lungenversagen gestorben, nachdem sie sich mit dem Erreger infiziert hatten.

+++ 05:10 Virologin Protzner: Nachlässigkeit ist die größte Gefahr +++
Die Münchner Virologin Ulrike Protzer sieht in der Nachlässigkeit der Menschen während der Corona-Pandemie eine größere Gefahr als in der neuen Virus-Variante. Dies erkläre auch die trotz Lockdowns nur langsam sinkenden Infektionszahlen, so die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München. "Die neue Variante birgt ein erhöhtes Risiko, sich im Eins-zu-eins-Kontakt anzustecken. Aber: Der Eins-zu-eins-Kontakt muss überhaupt erst mal passieren. Und er muss so passieren, dass der Abstand nicht ausreichend gewahrt wird oder dass Masken nicht getragen werden. Nur dann kann es da auch wirklich zu einer Übertragung kommen." Dann allerdings scheine das Ansteckungsrisiko mit der neuen Variante größer zu sein, so Protzner.

+++ 03:50 Verkehrsunternehmen: Verschärfte Maskenpflicht "nicht notwendig" +++
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hält die verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen für "nicht notwendig". Gleichwohl würden die Unternehmen "diesen Beschluss aber selbstverständlich unterstützen und stehen den zuständigen örtlichen Behörden bei der Durchsetzung begleitend zur Verfügung", erklärte VDV-Präsident Ingo Wortmann. "Die Verkehrsunternehmen setzen seit Beginn der Pandemie auf erhöhte Reinigung der Fahrzeuge und auf Lüftungskonzepte, die in kurzen Intervallen einen regelmäßigen Luftaustausch gewährleisten", so Wortmann weiter. Zusätzliche Kapazitäten über mehr Fahrzeuge und Personal seien aber gerade in den Hauptverkehrszeiten "nur noch sehr eingeschränkt" verfügbar, sagte er in Hinblick auf den Beschluss von Bund und Ländern, wenn möglich zusätzliche Verkehrsmittel einzusetzen.

+++ 02:56 Heil kündigt Kontrollen von Homeoffice-Verordnung an +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat Arbeitgeber davor gewarnt, die neuen Regeln zum Homeoffice zu unterlaufen. Bei "Bild live" kündigte er auch Kontrollen an. Unternehmen müssten klar sagen, wo Homeoffice geht, und auch, wo es nicht geht. "Wo es möglich ist, sollen sie es ermöglichen und das wird im Zweifelsfall auch von Arbeitsschutzbehörden überprüft", so der SPD-Politiker. Von den Beschäftigten erwarte die Regierung, dass sie das Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie in Anspruch nähmen.

+++ 02:00 WHO warnt vor Krankenhauskollaps in Amerika +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Kollaps der Krankenhäuser in Nord- und Südamerika. "In der ganzen Region arbeiten viele Kliniken an der Grenze oder nahe der Grenze ihrer Kapazitäten", sagte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Clarissa Etienne. Sorgen bereiteten ihr vor allem die hohen Belegungszahlen der Betten auf Intensivstationen und der Mangel an medizinischem Sauerstoff in bestimmten Regionen. "In der vergangenen Woche haben wir über 2,5 Millionen neue Covid-19-Fälle in der Region registriert - mehr als die Hälfte aller Fälle weltweit. Im gleichen Zeitraum haben wegen der Pandemie 42.000 Menschen in Nord- und Südamerika ihr Leben verloren", sagte Etienne. Mit den USA, Brasilien und Mexiko liegen drei der am stärksten betroffenen Länder in der Region.

+++ 01:38 Bundeswehr hilft bislang nur selten beim Testen +++
Kommunen nehmen nur zögerlich das Angebot wahr, Soldaten der Bundeswehr für Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen anzufordern. Bislang seien nur 219 Soldaten in sechs Landkreisen im Einsatz, berichtet die Funke Mediengruppe. Beide Seiten streiten über Haftung und Qualifikation des Testpersonals. Laut Städtetag sei ungeklärt, wer bei fehlerhaft durchgeführten Tests haftet.

+++ 00:42 Trotz Impferfolgen: Israel verlängert Lockdown +++
Israel hat trotz Erfolgen beim Impfprogramm seinen Lockdown bis Ende Januar verlängert. "Es braucht eine letzte, gemeinsame Anstrengung von uns allen", sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Obwohl Israel innerhalb kurzer Zeit bereits 2,2 seiner neun Millionen Einwohner geimpft hat, registrierten die Behörden zuletzt mit mehr als 10.000 Fällen neue Höchstwerte bei den täglichen Neuinfektionen. Das Gesundheitsministerium führt das unter anderem auf mutierte Varianten des Virus zurück, die sich schneller verbreiten. Israel hatte im Dezember einen dritten Lockdown beschlossen und die Maßnahmen am 8. Januar verschärft.

+++ 23:58 Günther: Kanzlerin "extrem tief" im Thema +++
Mehr als sieben Stunden haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten getagt, bevor sie am späten Abend ihre Beschlüsse präsentierten. Dass die Debatte so lange dauerte, lag laut Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther auch am Beratungsbedarf von Angela Merkel. Die Kanzlerin sei sich "nicht zu schade dafür, in jeder Detaildiskussion nicht nur eine Meinung zu haben, sondern auch in allen Themen extrem tief drin zu sein", sagte Günther. Damit habe sie auch "persönlichen Anteil" daran, dass sehr lange diskutiert werde.

Wie die Kanzlerin danach die Beschlüsse erklärte, sehen Sie hier:

+++ 23:01 Opposition unzufrieden mit Bund-Länder-Beschlüssen +++
Die Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels zu den Corona-Maßnahmen sind bei der Opposition auf Kritik gestoßen. Sie ließen soziale Aspekte der Pandemie außer Acht, kritisierte Linken-Parlamentsgeschäftsführer Jan Korte. "Der nächste Corona-Gipfel muss ein Sozialgipfel sein." Er erneuerte die Forderung seiner Partei nach finanzieller Unterstützung für den Erwerb medizinischer Masken, deren Tragen nun verpflichtend für Geschäfte und Nahverkehr vorgeschrieben wird. "Wenn man den sozialen Status am Schutzgrad der Maske erkennt, läuft etwas gewaltig schief im Land", erklärte Korte. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer warf Bund und Ländern Aktionismus vor. "Die letzte Verschärfung ist erst vor acht Tagen wirksam geworden", erklärte er. Nach einem derart kurzen Zeitraum könne "unmöglich die Wirksamkeit der Maßnahmen" abgeschätzt werden, kritisierte er.

+++ 22:46 Merkel hält Inzidenz von 50 bis Mitte Februar für erreichbar +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält es nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels für möglich, bis Mitte Februar in Deutschland die angestrebte Sieben-Tage-Inzidenz von maximal 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner zu erreichen. Es sei nicht richtig zu sagen, dieses Ziel liege außerhalb der Reichweite, sagte Merkel. "Wir würden es nicht beschließen, wenn man sagen würde, es hat überhaupt gar keine Chance." Die aktuelle Gefahr liege vor allem in der Virusmutante, die als stärker ansteckend gilt, sagte Merkel. Die zur Beratung hinzugezogenen Wissenschaftler hätten am Montag erläutert, dass bei einer sehr frühen Eindämmung der Mutante die Chance bestehe, im Februar die 50er Inzidenz zu erreichen.

+++ 22:28 Bundesländer melden 1163 Corona-Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.062.857 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.917 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1163 auf 48.449. Das ist bislang der zweithöchste Wert nach den gemeldeten Daten der Bundesländer. Am Dienstag vergangene Woche waren es 998 Corona-Tote gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 289.935 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,87 angegeben (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 87 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,89).

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Quelle: ntv.de, mli/ino/rts/dpa/AFP