Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:29 Rund 230.000 Verstöße gegen Maskenpflicht in Zügen +++

Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut "Welt am Sonntag" bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung. In rund 11.300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert. 745 Mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt - die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42.300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23.000.

+++ 07:46 2G-Regeln treffen arme Menschen härter +++
Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen hat vor "gesellschaftlichem Konfliktpotenzial" angesichts verschärfter 2G-Regeln gewarnt. Für Menschen mit wenig Geld oder geringer Bildung sei "zu erwarten, dass sich das negativ auswirken wird", sagte Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze der Deutschen Presse-Agentur. Armen Menschen ließen sich weniger testen, und auch die Impfquote sei unter armen Menschen Schätzungen zufolge deutlich geringer, warnte er. Das liege beispielsweise an Ressentiments gegen die Corona-Impfung und dürfte sich auf das Infektionsgeschehen auswirken, so Gleitze. Auch seien arme Menschen über die Impfung nicht ausreichend informiert, gleichzeitig hätten sie öfter Vorerkrankungen.

+++ 07:12 STIKO-Chef unzufrieden mit Verlauf der Impfkampagne +++
Der Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, ist unzufrieden mit dem Verlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus in Deutschland. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Mertens, aus seiner Sicht sei es betrüblich, dass sich gerade die entscheidende Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen im Augenblick nicht so impfen lasse, wie die STIKO das gerne sehen würde. Es sei noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. "Es ist klar aus allen mathematischen Modellierungen, dass diese Altersgruppe auch entscheidend sein wird für den Verlauf dieser vierten Welle und letztlich auch für den weiteren Verlauf der Pandemie in Deutschland", so Mertens. Ziel müsse sein, den Menschen verständlich zu machen, dass die Impfung entscheidend ist für die gesamte Bevölkerung.

+++ 06:31 Ex-Royals werben bei Konzert in New York für Impfgerechtigkeit +++
Herzogin Meghan und Prinz Harry haben beim "Global Citizen"-Konzert im New Yorker Central Park für Impfgerechtigkeit geworben. Die gegenwärtige Situation der Bevorzugung wohlhabender Länder bei Corona-Vakzinen sei eine "Menschenrechtskrise", sagte Harry vor Zehntausenden Zuschauern. Er kritisierte dabei vor allem die geltenden Patentrechte, die Produzenten in ärmeren Ländern davon abhalten, erfolgreiche Impfstoffe selbst herzustellen. Bei dem Festival treten an mehreren Orten der Welt Größen der Musikszene 24 Stunden lang auf, um Geld für das Klima und gegen Armut zusammentrommeln.

+++ 05:52 Gefälschte Impfausweise: Ermittlung in 100 Fällen in NRW +++
In mehr als 100 Fällen ermitteln die Behörden in Nordrhein-Westfalen wegen gefälschter Impfausweise. Bislang liege die Zahl der gemeldeten Fälle für den Zeitraum April bis September im "unteren dreistelligen Bereich", sagte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA). Die entsprechende LKA-Statistik werde täglich aktualisiert. Ob es eine steigende Tendenz gebe, war aber unklar. In Köln richtete die Polizei im Mai dieses Jahres eine spezielle Ermittlungsgruppe für gefälschte Impfausweise ein. Seitdem waren Beamte in über 40 Fällen tätig, berichtete ein Polizeisprecher. Bei etwa der Hälfte hätte man die Tatverdächtigen namentlich ermitteln können. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun, inwiefern Straftaten vorliegen.

+++ 04:22 RKI meldet 7774 Neuinfektionen - Inzidenz leicht erhöht +++
Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat es im Vergleich zum Vortag kaum Dynamik gegeben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 61,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 60,6 gelegen, vor einer Woche bei 70,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 7774 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 7337 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 38 Todesfälle.

+++ 02:27 Frankreich will Impfstoff-Spende verdoppeln +++
Frankreich will doppelt so viele Corona-Impfdosen an ärmere Länder spenden als bisher geplant. Insgesamt werde sein Land 120 Millionen Dosen zur Verfügung stellen, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron bei dem weltweiten Musikfestival "Global Citizen Live" an. Er bezeichnete es als "Ungerechtigkeit", dass die Impfkampagne auf anderen Kontinenten deutlich langsamer laufe als in Europa. "Wir müssen schneller und entschlossener vorgehen", betonte Macron in seiner Videobotschaft. Am Mittwoch hatten bereits die USA angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen für ärmere Länder bereitzustellen. Damit erhöhte die US-Regierung ihre Zusagen für Impfstoff-Spenden auf insgesamt 1,1 Milliarden Dosen. Weltweit gibt es massive Unterschiede beim Fortschritt der Impfkampagnen. Während in Westeuropa im Schnitt mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, liegt die Impfquote bei den in Afrika infrage kommenden Altersgruppen gerade einmal bei 3,6 Prozent.

+++ 01:26 Müller: Covax-Ziel ist nicht mehr erreichbar +++
Entwicklungsminister Gerd Müller warnt vor einer zunehmenden Benachteiligung armer Länder bei Corona-Impfstoffen. "Reiche Länder haben zusätzliche Impfstoffe vom Weltmarkt weggekauft, um Drittimpfungen zu ermöglichen, während über 90 Prozent der Afrikaner noch nicht einmal die erste Impfung hatten", sagt der CSU-Politiker der Funke Mediengruppe. Das Ziel der internationalen Impfstoffinitiative Covax, bis Ende des Jahres zwei Milliarden Impfstoffdosen für Menschen in armen Ländern zur Verfügung zu stellen, sei nicht mehr zu erreichen, so Müller. Bisher seien nur über 300 Millionen Impfdosen durch Covax verteilt worden.

+++ 00:32 Seehofer warnt vor Radikalisierung der "Querdenken"-Bewegung +++
Nach dem tödlichen Schuss bei einem Streit um die Maskenpflicht in Idar-Oberstein warnt Innenminister Horst Seehofer vor einer Radikalisierung der Querdenker-Bewegung in Deutschland. "Die Gruppe der Querdenker wird zwar immer kleiner, aber leider auch immer radikaler und brutaler", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag". Die politisch motivierte Gewalt in Deutschland durch Querdenker sei gefährlich für das Land. "Sie können unser Land zersetzen, wenn der Rechtsstaat sie nicht mit allen Mitteln bekämpft", so Seehofer. Er forderte, "die Täter und diejenigen, die Verbrechen wie in Idar-Oberstein unterstützen", hart zu bestrafen. Einem 49-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, in Idar-Oberstein einem 20 Jahre alten Kassierer in der Tankstelle in den Kopf geschossen zu haben. Der junge Mann hatte ihn zuvor auf die Maskenpflicht hingewiesen. Nach seiner Festnahme sagte der Täter den Ermittlern zufolge, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.

+++ 23:16 Proteste in Frankreich verlieren an Zulauf +++
Die Teilnehmerzahlen bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Frankreich sind erneut zurückgegangen. Landesweit gingen nach Angaben des Innenministeriums rund 63.700 Menschen auf die Straße. Zwei Wochen waren fast doppelt so viele Franzosen dem Protestaufruf gefolgt. Am vergangenen Wochenende waren es noch rund 80.000 Demonstranten. Die allwöchentlichen Proteste richten sich gegen die Corona-Impfpflicht für Beschäftigte des Gesundheitssektors sowie gegen die als Gesundheitspass bezeichnete Regelung, wonach für den Zugang zu zahlreichen öffentlichen Orten ähnlich wie in Deutschland der Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung, einer Genesung von Covid-19 oder eines negativen Corona-Tests vorgelegt werden muss.

+++ 22:10 Italien meldet mehr als 3500 neue Fälle +++
Italien meldet 50 Todesfälle im Zusammenhang mit Coronaviren, verglichen mit 52 am Vortag, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die tägliche Zahl der Neuinfektionen sinkt von 3797 auf 3525. Italien hat seit seinem Ausbruch im Februar letzten Jahres 130.653 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 registriert, die zweithöchste Zahl in Europa nach Großbritannien und die neunthöchste weltweit. Das Land hat bisher 4,6 Millionen Fälle gemeldet.

+++ 21:34 Nahezu alle Restriktionen in Norwegen aufgehoben +++
Nach 561 Tagen hebt Norwegen nahezu alle Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf. Nochminister­präsidentin Erna Solberg verkündet das Ende der Restriktionen, seit 16 Uhr ist das skandinavische Land weitestgehend zur Normalität vor Corona zurückgekehrt. 67 Prozent der Bevölkerung Norwegens sind nach Angaben des der Gesundheitsbehörden vollständig geimpft. Etwa 76 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

+++ 20:59 Großbritannien meldet mehr als 30.000 Neuinfektionen +++
In Großbritannien sind innerhalb eines Tages weitere 122 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, teilt die Regierung in London mit. Den neuesten Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge werden weitere 31.348 positive Fälle bestätigt.

+++ 20:20 Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter +++
In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Am Samstag betrug die Zahl der Neufälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen 30,4 - nach einem minimal höheren Wert am Freitag. Innerhalb eines Tages wurden 77 neue Corona-Fälle registriert. Tags zuvor waren es 139 Fälle gewesen.

+++ 19:38 Datenlage in Deutschland: Zahl der Todesfälle deutlich über Vorwochenwert +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.192.131 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7677 Neuinfektionen und 70 neue Todesfälle hinzu. Bei den Infektionen ist das ein Rückgang um 6,7 Prozent zum Samstag vergangener Woche, als 10.429 Fälle gemeldet worden waren.

Während der Negativtrend bei den Fallzahlen bereits seit zwei Wochen anhält, zeigt sich bei der Anzahl der übermittelten Todesfälle weiterhin keine Entspannung: Im Laufe des Tages wurden bundesweit insgesamt 70 Todesfälle an die Länder übermittelt. Die Zahl der neu übermittelten Todesfälle liegt erneut deutlich über dem Vorwochenwert. Am vergangenen Samstag hatten die Landesbehörden in der Summe 46 neu registrierte Tote gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten seit Pandemiebeginn steigt damit auf 93.376. Als aktuell infiziert gelten rund 152.139 Personen.

Die Ansteckungsrate (Sieben-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,97 angegeben (Vortag: 0,96). Damit liegt der Wert noch unter 1, was bedeutet, dass das Infektionsgeschehen abflaut.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, ses/nan/dpa/AFP/rts

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