Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:41 Außenhandel erwartet auch 2021 "massive Folgen" +++

Trotz anziehender Geschäfte wird die Corona-Krise die Exportwirtschaft nach Einschätzung des Außenhandelsverbands BGA noch länger in Atem halten. "Auch im kommenden Jahr werden wir noch massiv mit den Folgen der Krise beschäftigt sein", sagt der designierte BGA-Präsident Anton Börner der Deutschen Presse-Agentur. Eine Export-Prognose für das laufende Jahr wagt der Verband nicht. "Wir fahren auf Sicht", so Börner. Die Exporte waren im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich gab es aber erneut ein Minus.

+++ 07:55 China meldet wenige Neuinfektionen +++
China weist für Freitag 31 Neuinfektionen aus, nachdem es am Tag zuvor noch 37 waren. Die Gesamtzahl liegt damit bei 84.596 Fällen. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus bleibt bei 4634.

+++ 07:11 Weniger Teilnehmer bei Demo in Stuttgart erwartet +++
Nach der großen Berliner Demonstration gegen die Corona-Auflagen rechnet die Initiative "Querdenken 711" mit deutlich weniger Zuspruch bei einem neuen Protest in Stuttgart. Für eine heutige Demonstration sowie eine Kundgebung wurden jeweils 500 Teilnehmer angemeldet, wie ein Stadtsprecher sagte. In den vergangenen Wochen hatten die Stuttgarter Proteste zunehmend weniger Menschen angesprochen. Bei einem "Fest für Frieden und Freiheit" waren nur einige Hundert Besucher gezählt worden. Zu der mehrstündigen Kundgebung im Schlossgarten waren laut Stadt 5000 Teilnehmer angemeldet. Eine weitere Veranstaltung von Kritikern der Corona-Verordnungen ist für den Sonntag in Dortmund geplant. Dort werden rund 1500 Menschen erwartet.

+++ 05:37 Kein Ende der steigenden Fallzahlen in den USA +++
In den USA steigen die Corona-Zahlen weiter deutlich. Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben sich am Freitag mindestens 59.955 Personen angesteckt, wodurch die Gesamtzahl der Fälle nun bei 4,96 Millionen liegt. Die Zahl der Todesfälle steigt um mindestens 1318 auf 161.097.

+++ 04:59 Experten rechnen mit Einbruch argentinischer Wirtschaft +++
Die Coronavirus-Pandemie dürfte die ohnehin schon gebeutelte argentinische Wirtschaft noch etwas härter treffen. Laut einer Umfrage der Notenbank des Landes unter 44 Ökonomen wird das Bruttoinlandsprodukt dieses Jahr um 12,5 Prozent einbrechen. Vor einem Monat waren die Experten noch von einem Minus von zwölf Prozent ausgegangen. Das einst reichste Land Südamerikas hatte sich bereits im Mai zum neunten Mal in seiner Geschichte für zahlungsunfähig erklärt.

+++ 04:02 Trump verteidigt Maskenverweigerer: "friedlicher Protest" +++
US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für "politische Aktivitäten", sagte Trump am Freitagabend in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey.

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Die Teilnahme an seiner offiziellen Pressekonferenz als US-Präsident sei auch ein "friedlicher Protest", behauptete Trump unter dem Jubel der Gäste weiter. Mitglieder des Golfclubs waren eingeladen worden, der Pressekonferenz des US-Präsidenten beizuwohnen. Die Gäste wüssten, dass die Medien nur Falschinformationen verbreiteten, ihre Anwesenheit stelle daher einen politischen Protest dar, sagte Trump weiter - unter großem Jubel.

+++ 02:53 Hausärtzteverband hält Testpflicht für "wahnwitzig" +++
Der Deutsche Hausärzteverband übt Kritik an der Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten. "Viel zu testen ist an sich vernünftig, die Testpflicht ist aber Aktionismus, von dem ich wenig halte", sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Welt". Die Risikogebiete seien "viel zu pauschal" eingeteilt worden und viele Hausärzte nicht für einen riesigen "Ansturm von Testwilligen" ausgestattet.

Weigeldt bezeichnete es zudem als "absurd", dass Reiserückkehrer dem Arzt glaubhaft machen müssten, tatsächlich im Ausland gewesen zu sein - etwa durch einen Boarding-Pass oder eine Hotelrechnung. "Wir sind Ärzte, die dafür da sind, Menschen zu behandeln und nicht die Außenstelle des Bundesgesundheitsministeriums. Wie soll ich denn auch überhaupt eine Hotelrechnung überprüfen? Wer da wann genau wo gewesen ist?", sagte Weigeldt. "Das ist doch wahnwitzig."

+++ 02:17 Bayern-Trainer Flick hält nichts von Lockerungen +++
Hansi Flick, Trainer des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München sagt, es sei "leider einfach noch nicht an der Zeit, die Vorschriften zu lockern. Eine Maske zu tragen und Abstand zu halten, muss weiterhin selbstverständlich sein. Darauf muss man achten. Menschenansammlungen oder Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen der Politik und Empfehlungen der Gesundheitsbehörden kann ich daher aktuell nicht nachvollziehen", so Flick gegenüber Sport1.

+++ 01:24 Ärzteverband warnt vor nachlässigem Umgang mit Virus +++
Der Ärzteverband Marburger Bund hat vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie in Deutschland gewarnt. "Wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen - er ist flach, aber er ist da", sagte die Vorsitzende Susanne Johna. Gleichzeitig scheine die Bereitschaft zum Einhalten der Schutzregeln bei einem kleineren Teil der Bevölkerung abzunehmen. "Man muss also von einem Trend sprechen, der uns klarmacht, dass es so nicht weitergehen kann." Abstandsregeln, Hygiene und die Maskenpflicht müssten wieder konsequenter eingehalten werden.

Johna mahnte, es gebe Dinge, die man sich jetzt nicht leisten sollte. "Dazu gehört, es zu tolerieren, wenn Menschen im öffentlichen Nahverkehr die Maske als Kinnschutz tragen. Das ist auch schnell eine Großveranstaltung, wenn in einem vollen Waggon viele Menschen eng beieinanderstehen." Vielleicht müsse man manche auch wieder damit konfrontieren, dass die Covid-19-Erkrankung nach wie vor gefährlich sei. "Viele empfinden das nicht mehr als Realität, weil sie in ihrem Bekanntenkreis niemanden kennen, der relevant erkrankt ist."

+++ 00:32 Italien verlängert Corona-Maßnahmen bis September +++
Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Abend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten.

Regierungschef Conte sprach von "ausgewogenen Maßnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden". Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Maßnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/AFP