Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:41 Venedig buhlt verzweifelt um die Rückkehr der Touristen +++

"Wir sind wieder geöffnet", verkündete Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro. Und jetzt müssten die Grenzen wieder öffnen. Denn nur dann kann der für Venedig besonders wichtige internationale Tourismus wieder beginnen.

Venedig hat schon vor Corona bitter erleben müssen, was es bedeutet, wenn man einzig auf Touristen setzt und die plötzlich wegbleiben: Im November richtete ein Hochwasser große Schäden an und vergraulten die Besucher. Der Tourismus würde sich bis 2023 nicht vollständig erholen. Bürgermeister Brugnaro verspricht nun Klasse statt Masse. Also einen "neuen und intelligenten Tourismus". Doch was genau er dafür tun will, ist unklar.

+++ 08:02 Experte zu Aerosolen und FFP-Maske: "So kleine Teilchen lassen sich schlecht filtern" +++
Bei der Erforschung von Corona-Infektionen nehmen Wissenschaftler zunehmend sogenannte Aerosole unter die Lupe. "Wir sind ziemlich sicher, dass Aerosole einer der Wege sind, über die sich Covid-19 verbreitet", sagte der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch. Laut Scheuch könnten sie sich in geschlossenen Räumen sogar über Stunden halten und infektiös sein. Ein Atemstoß enthalte 1000 Teilchen. "Draußen ist die Verdünnung stark, innen sammelt es sich." Doch laut dem Experten könnten selbst FFP-Masken das Virus nicht stoppen: "Weil das Coronavirus nur rund 0,1 bis 0,14 Mikrometer groß sei, reichen nicht mal die sogenannten FFP-Masken. Die sind für größere Bakterien. Aber so kleine Teilchen lassen sich schlecht filtern." Schwebstofffilter seien wohl besser geeignet. Aber auch das sei noch zu erforschen.

+++ 07:20 Nach Flug von Wirtschaftsvertretern nach China: Fall mit zweitem Test bestätigt +++
Der Infektionsfall mit dem Coronavirus auf dem Sonderflug der deutschen Wirtschaft nach China hat sich bestätigt. Auch der zweite Test zur Überprüfung der Ansteckung des Passagiers auf dem Charterflug nach Tianjin war positiv, wie der Geschäftsführer der deutschen Handelskammer in China, Jens Hildebrandt, der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es handelt sich nach Angaben der Gesundheitskommission der nordchinesischen Stadt um einen 34-jährigen Ingenieur aus Blaustein im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.  Der Mann war am Freitag mit rund 180 in China tätigen Managern, Technikern und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft und Angehörigen sowie vier China-Korrespondenten nach Tianjin geflogen.

+++ 07:00 Hamsterkäufe entstanden aus Angst vor Versorgungsengpässen +++
Die Corona-Krise hat im Frühjahr bei vielen Verbrauchern in Deutschland zu Ängsten vor Versorgungsengpässen und steigenden Lebensmittelpreisen geführt. Zu diesem Ergebnis kommen unabhängig voneinander zwei Analysen aus Niedersachsen, vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in Quakenbrück und der Universität Göttingen. Beide führten im April repräsentative Befragungen in Deutschland durch. Demnach gingen die Menschen in dieser Zeit weniger oft einkaufen, kauften aber insgesamt wohl mehr Waren.

+++ 06:41 Japan will seine Grenzen für bestimmte Länder öffnen +++
Japan will Medienberichten zufolge seine Grenzen für Reisende aus bestimmten Ländern öffnen. Die Regierung erwäge, Geschäftsreisenden aus Thailand, Vietnam, Australien und Neuseeland die Einreise zu gestatten, wenn diese in zwei separaten Tests - bei Abreise aus ihrem Heimatland und bei der Ankunft in Japan - negativ auf Covid-19 testen, berichtet die Zeitung Asahi Shimbun unter Berufung auf ungenannte Quellen. Die Bewegungsfreiheit in Japan werde dem Bericht zufolge auf Bereiche wie Hotels, Firmenbüros und Fabriken begrenzt, auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel werde verboten.

+++ 06:20 Russland startet Lockerungen trotz hoher Infektionszahlen +++
Das stark vom Coronavirus betroffene Russland lässt an diesem Montag trotz steigender Infektionszahlen erstmals größere Lockerungen zu. Nach mehr als zwei Monaten strenger Ausgangssperren dürfen etwa die Menschen in Moskau - Europas größter Stadt - an einzelnen Tagen wieder zu Spaziergängen auf die Straße. Erlaubt ist auch Sport zwischen 5.00 Uhr und 9.00 Uhr morgens. Allerdings gilt eine verschärfte Maskenpflicht. Zum ersten Mal muss der Mund- und Nasenschutz auch im Freien getragen werden - bisher nur in öffentlichen Räumen und Verkehrsmitteln. Es öffnen in Moskau auch wieder Einkaufszentren sowie Dienstleister wie chemische Reinigungen und Reparaturwerkstätten.

*Datenschutz

+++ 05:28 Ausgehverbot in türkischen Städten endet +++
Nach einer 48-stündigen weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 14 weiteren türkischen Städten und Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser wieder verlassen. Das Ausgehverbot, das am Freitag in Kraft getreten war, lief am Sonntag um Mitternacht aus.

+++ 04:45 Brasilien meldet über eine halbe Million Coronavirus-Fälle  +++
Das brasilianische Gesundheitsministerium bestätigt einen Anstieg um 16.409 neuartige Coronavirus-Fälle auf 514.849. Damit verzeichnet Brasilien nach den USA den zweitschlimmsten Ausbruch der Infektion. In den letzten 24 Stunden sind laut Gesundheitsministerium weitere 480 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Mit rund 30.000Todesfällen liegt das lateinamerikanische Land hinter den USA, Großbritannien und Italien auf dem vierten Platz.

+++ 04:05 China meldet neue Infektionen +++
Das chinesischen Festland meldet 16 neue Coronavirus-Fälle. Das ist der größte Anstieg binnen 24 Stunden seit dem 11. Mai. Die Nationale Gesundheitskommission erklärt, dass es sich bei allen Neuinfektion um sogenannte importierte Fälle handelt, an denen Reisenden aus Übersee beteiligt sind.Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt nach offiziellen Angaben nun bei 83.017, die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

+++ 03:23 Trotz Rekord-Ansteckung: Bangladesch beendet Ausgangssperre +++
Mit dem Ende der Corona-Ausgangssperre sind in Bangladesch Millionen Menschen an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt. "Wir kehren fast zu unserem normalen Leben zurück", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Nasima Sultana. Sie rief die Bevölkerung auf, bei der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und die Abstandsregeln einzuhalten. Zeitgleich mit dem Ende der Ausgangssperre verzeichnete das südasiatische Land allerdings den höchsten Anstieg bei Neuinfektionen und Corona-Todesfällen an einem Tag. Die Behörden registrierten 2545 neue Infektionen und 40 Tote.

+++ 02:26 Infektionen in Chile erreichen Hunderttausend-Marke +++
In Chile ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf fast 100.000 gestiegen. Das Gesundheitsministerium des südamerikanischen Landes teilt mit, dass sich bislang 99.688 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert hätten. Die Zahl der Toten bezifferte die Behörde auf 1054.

+++ 01:46 USA beliefern Brasilien mit umstrittenem Malaria Medikament+++
Die USA beliefern Brasilien trotz medizinischer Warnungen mit der umstrittenen Anti-Malaria-Arznei Hydroxychloroquin zur Behandlung von Covid-19-Patienten. Das teilten die Regierungen beider Länder mit. Die USA hätten Brasilien zwei Millionen Dosen des Mittels gesendet, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Erst vor ein paar Tagen hatte die Weltgesundheitsorganisation WHO angekündigt, eine große klinische Studie mit dem Mittel an Covid-19-Patienten wegen Sicherheitsbedenken zu stoppen. Die US-Arzneimittelaufsicht FDA hat bereits vor schweren Nebenwirkungen beim Einsatz von Hydroxychloroquin bei Covid-19-Patienten gewarnt.

+++ 01:19 Bundeswehr holt sechs weitere Polizeiausbilder aus Afghanistan +++
Mit einem Charterflug hat das Bundesinnenministerium sechs weitere deutsche Polizeiausbilder aus Afghanistan zurückgeholt. Die Polizisten und Polizistinnen hätten mit den Kollegen zusammengearbeitet, die an Covid-19 erkrankt seien, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Sonntagabend. Parallel dazu holte die Luftwaffe am Sonntag drei Polizisten und einen Bundeswehrsoldaten mit einem speziell ausgestatteten Airbus A400 aus Kabul zurück.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, mau/ino/dpa/rts/AFP/sid/jpe