Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:46 Polens Staatschef infiziert +++

In Polen hat sich Präsident Andrzej Duda mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Dem Staatschef gehe es aber gut, und er stehe in ständigem Kontakt mit den zuständigen Medizinern, twittert Dudas Sprecher Blazej Spychalski. Auch in Polen sind die Corona-Zahlen zuletzt stark gestiegen, die Behörden meldeten am Freitag mit mehr als 13.600 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Regierung verschärfte deswegen die Schutzmaßnahmen. So dürfen sich nur noch maximal fünf Personen treffen, Präsenzunterricht an Schulen gibt es nur noch bis zur dritten Klasse, Restaurants dürfen Essen nur noch außer Haus verkaufen.

+++ 08:37 Kosten: 1 Million Euro - Berliner Schüler trainieren Lüften +++
An Berliner Schulen ist offensichtlich nicht allen Lehrern und Schülern bekannt, wie man Unterrichtsräume durchlüftet. Sie sollen das regelmäßige Öffnen und Schließen von Fenstern nun "trainieren", wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres mitteilte. An den Schulen sollen dazu 3500 CO2-Messgeräte verteilt werden, die sich das Land eine Million Euro kosten lässt. Die Vorgaben der Bildungsverwaltung für die Schulen sehen vor, Klassenräume immer vor und nach dem Unterricht und mindestens einmal in der Mitte jeder Unterrichtsstunde mehrere Minuten lang komplett durchzulüften, zudem in Pausen.

+++ 08:10 Scholz: Deutschland finanziell gut für Corona-Krise gerüstet +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst." Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß".

+++ 07:55 China meldet 28 neue Fälle +++
Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet 28 neue Coronavirusfälle nach 18 am Tag zuvor. Alle Infektionen seien eingeschleppt worden. Zudem gebe es 27 neue asymptomatische Fälle nach elf am Vortag.

+++ 07:01 Chef warnt vor Ausfall der Bundespolizei - 1500 Beamte in Quarantäne +++
Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne. "Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, "das gilt auch im privaten Bereich". Dort seien die Risiken höher als im Dienst. "Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen", appellierte er an die Beamten. An diesem Wochenende hilft die Bundespolizei mit 500 Einsatzkräften in Berlin mit bei der Durchsetzung der Corona-Regeln.

+++ 06:15 "Große Winter-Welle": 500.000 Tote in den USA befürchtet +++
Wissenschaftlern zufolge könnte die Zahl der Corona-Toten in den USA die Marke von 500.000 übersteigen, wenn nicht fast alle Amerikaner Masken tragen. "Wir steuern auf eine sehr große Herbst/Winter-Welle zu", sagte Chris Murray vom Institute for Health Metrics and Evaluation an der University of Washington zu der jüngsten Schätzung. Die Zahl der Todesfälle könne um 130.000 sinken, wenn ein Anteil von 95 Prozent der Bevölkerung einen Mund-Nasen-Schutz tragen würde. Bisher sind in den USA 222.447 Menschen mit oder infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben.

+++ 05:20 Corona dürfte Weihnachtsbäume teurer machen +++
Wegen der Corona-Krise werden die Weihnachtsbäume in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten infolge der Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

+++ 05:00 Neuer Rekordwert bei Corona-Infektionen in den USA +++
Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land ein neuer Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Laut Zählung der "New York Times", wurden binnen 24 Stunden 85.085 neue Ansteckungsfälle erfasst. Zuvor waren die USA bereits im Juli nahe an die Marke von 80.000 erfassten Infektionsfällen pro Tag herangekommen. Zuvor waren die USA bereits im Juli nahe an die Marke von 80.000 erfassten Infektionsfällen pro Tag herangekommen.

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+++ 04:51 Proteste gegen Lockdown in Neapel +++
In der süditalienischen Metropole Neapel protestieren in der Nacht Hunderte gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien. Die Demonstranten werfen Feuerwerkskörper und zünden Rauchbomben. Die Polizei setzt Tränengas gegen die Protestierenden ein.

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Neapel in der Nacht zum Samstag.

(Foto: dpa)

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+++ 04:30 Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland seit Beginn der Pandemie +++
In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Das teilt das Robert-Koch-Institut am frühen Morgen mit. Demnach wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Zuletzt starben 37 weitere Menschen im Zusammenhang mit der Infektion.

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+++ 04:25 Millionen Babys haben keine Polio-Impfung bekommen +++
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermutlich 80 Millionen Babys unter einem Jahr in diesem Jahr keine Impfung gegen Polio erhalten. 2020 dürfte das schwerste Jahr sein, das die Männer und Frauen je erlebt haben, die sich weltweit für die Ausrottung der Krankheit einsetzen, berichtet die WHO zum Welt-Polio-Tag an diesem Samstag.

Erst im August hatten die WHO und afrikanische Länder das Ende der von Wildtypen des Virus hervorgerufenen Infektionskrankheit auf dem afrikanischen Kontinent verkündet. So galt Polio nur noch in zwei Ländern als Problem: Afghanistan und Pakistan. Es gibt aber eine seltene, von Impfungen stammende Form von Polio, und davon gab es in diesem Jahr in einigen Ländern Ausbrüche, so die WHO, darunter im Jemen, in Sudan und Südsudan.

+++ 04:00 Söder will Kurs nicht ändern +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seiner Linie festhalten. "Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagt der CSU-Chef der "Augsburger Allgemeinen". "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten." Er wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen."

+++ 03:00 Weitere Schweizergardisten mit Corona infiziert +++
Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde mitteilt. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns.

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Die bunt uniformierten Wachen sollen Papst Franziskus und seine Residenz schützen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Ein größerer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.

+++ 02:30 Kommunen droht Steuerausfall von rund zehn Milliarden Euro +++
Einem Bericht der Rheinischen Post" zufolge werden Städte und Gemeinden nach einer neuen Prognose des Bundesfinanzministeriums im kommenden Jahr wegen der Corona-Krise rund zehn Milliarden Euro weniger aus der Einkommen- und Gewerbesteuer einnehmen als im vergangenen Jahr geschätzt. Das gehe aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, so die Zeitung. Demnach sinke der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer um 3,8 Milliarden Euro im kommenden Jahr gegenüber der früheren Prognose. Die Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer lägen bei sechs Milliarden Euro.

+++ 01:50 Altmaier relativiert BIP-Prognose +++
Angesichts des starken Anstiegs der Coronavirus-Infektionszahlen in Deutschland hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Wachstumsprognose der Bundesregierung für das kommende Jahr relativiert. Die positiven Konjunktureinschätzungen für 2021 stünden "natürlich unter dem Vorbehalt, dass es uns gelingt, die hohen Infektionszahlen wieder zu senken", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe den CDU-Politiker. Die Bundesregierung hatte Anfang September für das kommende Jahr ein Wachstum der deutschen Wirtschaft um 4,4 Prozent vorhergesagt, für das laufende Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 5,8 Prozent. Die Bundesregierung will eine neue Konjunkturprognose nächste Woche vorlegen. Eine neue Konjunkturprognose will die Bundesregierung nächste Woche vorlegen.

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(Foto: dpa)

+++ 01:20 Krankenhäuser sehen sich gut gerüstet +++
Die deutschen Krankenhäuser sehen sich für den derzeitigen starken Anstieg der Zahl von Coronavirus-Patienten gut gerüstet. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem "Mannheimer Morgen". Gegenwärtig gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten.

"Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden", so Baum. Nach seinen Angaben werden derzeit rund 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen der von dem neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 behandelt, etwa tausend von ihnen liegen auf der Intensivstation. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird", betonte der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft.

Damit die Lage in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert, sagte Baum. Jeder Bürger müsse selbst vorbeugend tätig sein und der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel folgen, nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. Baum sieht Deutschland insgesamt gut für die zweite Corona-Welle gerüstet: "Unser Gesundheitssystem schneidet bei der Bewältigung der Pandemie weltweit mit am besten ab."

+++ 01:00 Einreise nach Dänemark ab sofort begrenzt +++
Die Einreise von Deutschland nach Dänemark ist seit 0 Uhr nur noch eingeschränkt möglich. Aufgrund der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen hatte das Nachbarland im Norden Deutschland zum Risikoland erklärt. Das bedeutet, dass nur noch Einreisen kann, wer einen triftigen Grund nachweisen kann. Das kann zum Beispiel ein Verwandtenbesuch, ein Vorstellungsgespräch oder eine Beerdigung sein. Auch Berufspendler und Studenten dürfen weiter einreisen. Ausnahmen gelten außerdem für die Bewohner der Grenzregion Schleswig-Holstein und für Besitzer eines Ferienhauses. Den triftigen Grund muss man an der Grenze angeben.

+++ 00:30 Lockdown in Wales beginnt +++
Im britischen Wales ist am Freitagabend ein zweiwöchiger Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Kraft getreten. "Unser Ziel ist es, dass wir dieses Maß an Einschränkungen in Wales vor Weihnachten nicht mehr brauchen werden", so der walisische Regierungschef Mark Drakeford. 3,1 Millionen Menschen sind in dem britischen Landesteil von der Maßnahme betroffen. Seit 18.00 Uhr dürfen sie ihre Häuser nicht mehr verlassen. Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt es nach dem ersten landesweiten Lockdown im März bisher ab, erneut so weitreichende Maßnahmen zu beschließen.

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Tenby in Wales am Freitagabend.

(Foto: REUTERS)

+++ 23:15 Sloweniens Außenminister infiziert +++
Der slowenische Außenminister Anze Logar hat sich einem Medienbericht zufolge mit dem Virus angesteckt. Logar sei nach einer Reise ins Ausland positiv auf Corona gestestet worden, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur STA unter Berufung auf eine Mitteilung seines Ministeriums. Er habe bislang keine Symptome und werde sich für zehn Tage selbst isolieren.

+++ 22:50 Pharmariesen dürfen gestoppte Impfstoffstudien fortsetzen +++
Der Pharmakonzern Astrazeneca darf seine klinische Impfstoffstudie in den USA fortsetzen. Das hätten die Gesundheitsbehörden entschieden, berichtet das "Wall Street Journal". Die Studie liegt seit dem 6. September auf Eis. Sie musste nach einer ungeklärten Erkrankung bei einem Probanden unterbrochen werden. Astrazeneca gehört zum Kreis der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Auch der US-Arzneimittelhersteller Johnson & Johnson's kann seine Impfstoffstudie in Kürze wieder aufnehmen. Eine Untersuchung habe ergeben, dass eine Erkrankung bei einem Probanden nicht im Zusammenhang mit dem Impfstoff stehe, meldet die "Washington Post". J&J hatte die Phase-3-Wirksamkeitsstudie Ende September gestartet und musste sie kürzlich wegen der Erkrankung des Studienteilnehmers stoppen.

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Quelle: ntv.de, dpa/rts/AFP