Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:47 Verfahren gegen mutmaßlichen 9/11-Drahtzieher wegen Infektion ausgesetzt +++

Das Verfahren gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed, im US-Gefangenenlager Guantanamo ist erneut unterbrochen worden. Der vorsitzende Richter setzt die Vorverhandlungen am Freitag aus, nachdem eine Corona-Ansteckung unter den anwesenden Journalisten festgestellt wurde, wie das Gericht mitteilt. Ein weiterer Anwesender während der Anhörungen zeigte demnach Symptome, eine Ansteckung ist bislang aber nicht erwiesen. Die Anhörung am Freitag sollte die letzte der zweiwöchigen Sitzung sein, nachdem das Verfahren nach rund eineinhalbjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden war.

+++ 08:05 Kanzler Kurz: Bei steigenden Fallzahlen Après-Ski nur für Geimpfte +++
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigt er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe an. Sowohl 70 Prozent der über Zwölfjährigen in Österreich als auch die überwiegende Masse der Touristen seien geimpft. "Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege." Der österreichische Party- und Skiort Ischgl war voriges Jahr zum Corona-Hotspot geworden. Am Freitag wurde in Wien ein Schadenersatz-Prozess gegen den Staat Österreich verhandelt. Die Kläger sind Hinterbliebene eines Corona-Toten, der in Ischgl geurlaubt hatte.

+++ 07:31 Nationalspieler Ginter: Impfung hat Schlimmeres verhindert +++
Sein Impfschutz hat Fußball-Nationalspieler Matthias Ginter bei seiner Corona-Infektion nach eigener Aussage vor einem noch heftigeren Verlauf geschützt. Dennoch gab der 27 Jahre alte Abwehrspieler zu, von der Infektion heftig getroffen worden zu sein. "Ich hatte Fieber, Geschmacksverlust, war völlig fertig, allein der Weg vom Bett bis ins Badezimmer erwies sich als wahre Kraftanstrengung", erzählt Ginter im "Express". "Der Sonntag und Montag nach dem Leverkusen-Spiel hatten es in sich. Das war schon krass." Der doppelt geimpfte Innenverteidiger von Borussia Mönchengladbach war vor einem Monat im Spiel bei Bayer Leverkusen vorzeitig ausgewechselt worden. Er ging zu dem Zeitpunkt noch von einem einfachen Infekt aus. Ein anschließender Corona-Test war dann aber positiv.

+++ 06:58 US-Kliniken kämpfen mit Personalnot und Ausrüstungsengpässen +++
In den USA sehen sich viele Krankenhäuser wegen des Anstiegs von Coronavirus-Fällen immer mehr mit Personal- und Ausrüstungsengpässen belastet. Lieferprobleme würden dazu führen, dass einige Krankenhäuser nicht mehr genügend Sauerstoff für die Patienten hätten, sagt Nancy Foster, Vizepräsidentin für Qualität und Patientensicherheit der American Hospital Association. "Es gibt einen Mangel an Fahrern, die für den Transport von Sauerstoff qualifiziert sind und einen Mangel an den dafür benötigten Tanks. "Einige Krankenhausmitarbeiter seien von der neuen Welle von Coronavirus-Fällen so überfordert, dass sie Jobs im Einzelhandel und anderen nicht-medizinischen Bereichen angenommen hätten, so Foster.

+++ 06:22 Corona-Ausbruch bei 2G-Party: Keine schweren Verläufe +++
Nach dem Corona-Ausbruch in Münster bei einer 2G-Party mit über 80 Infizierten unterstreichen Experten dennoch die Bedeutung der Schutzimpfung. Unter Extrembedingungen eines Clubs mit Hunderten Besuchern, Enge und dicht geführten Gesprächen bei lauter Musik seien Infektionen auch für Geimpfte und Genesene nicht völlig auszuschließen, sagt Bernd Salzberger, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie. Die Impfung schütze in diesen Fällen aber offensichtlich trotzdem: Die Betroffenen in Münster hätten durchweg keine schweren Verläufe.

+++ 05:28 RKI registriert 8901 neue Fälle +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am fünften Tag in Folge gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 72,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 74,4 gelegen, vor einer Woche bei 82,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 8901 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 11.214 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 45 Todesfälle gewesen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:07 Diesjähriger Tokio-Marathon wegen Pandemie offiziell abgesagt +++
Wegen der Pandemie wird der Tokio-Marathon am 17. Oktober nicht stattfinden. Wie die Veranstalter des Rennens auf ihrer Webseite bekanntgeben, wird der größte Marathon in Japan pandemiebedingt abgesagt und soll dafür am 6. März 2022 nachgeholt werden. Zu den international bedeutenden Marathonläufen, die im Herbst wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, zählen neben Tokio auch die Rennen in Prag und Frankfurt.

+++ 03:16 Slowenien führt Impfpflicht im öffentlichen Dienst ein +++
Slowenien führt eine Impfpflicht für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes ein. Die rund 31.000 Beschäftigten müssten ab 1. Oktober entweder vom Coronavirus genesen oder geimpft sein, teilt die Regierung mit. Wer eine Impfung ablehnt und nicht im Homeoffice arbeiten kann, könnte demnach seinen Job verlieren. Die slowenische Regierung hofft, auf diese Weise das Impftempo im Land zu steigern.

+++ 02:02 Discos in Belgien dürfen wieder öffnen +++
In Belgien wird bald wieder getanzt: Nach monatelanger Zwangspause in der Corona-Krise dürfen die Discos am 1. Oktober wieder öffnen. Voraussetzung sei, dass die Clubs mit dem sogenannten Covid-Ticket arbeiten, sagt Regierungschef Alexander De Croo nach Regierungsberatungen. Die Feiernden müssen also geimpft, getestet oder genesen sein. Einzelne Regionen können je nach Gesundheitslage strengere Regeln festlegen.

+++ 01:12 Regeln bei Reisen nach England werden für Geimpfte vereinfacht +++
Die britische Regierung hat die Corona-Regeln für Geimpfte bei Reisen nach England gelockert. Wer vollständig geimpft ist, muss demnach vom 4. Oktober an bei der Einreise in den größten britischen Landesteil keinen Nachweis über einen negativen Test mehr vorlegen. Auch der bislang notwendige PCR-Test am zweiten Tag nach der Ankunft soll ab Ende Oktober durch einen Antigen-Test ersetzt werden können, teilt Verkehrsminister Grant Shapps mit. Die neue Regelung gilt allerdings nur für Reisen aus Ländern, die im bisherigen Ampelsystem der britischen Regierung nicht unter die Kategorie Rot fallen. Die Kategorien Grün und Orange, unter denen bislang alle EU-Länder geführt werden, sollen zudem zu einer einzigen zusammengefasst werden.

+++ 00:01 117 Millionen Kinder gehen noch nicht wieder in die Schule +++
Eineinhalb Jahre nach den weltweiten Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie gehen 117 Millionen Kinder noch immer nicht wieder in die Schule. "Je länger die Schulen geschlossen bleiben, desto schlimmer sind die Folgen", betont die Bildungsbeauftragte der UN-Bildungsorganisation Unesco, Stefania Giannini, in einer Erklärung. Möglicherweise entstünden dadurch bleibende Schäden hinsichtlich der Gesundheit und Ausbildung der Kinder.

+++ 23:08 US-Präsident Biden lädt zu virtuellem Corona-Gipfel +++
US-Präsident Joe Biden lädt für kommenden Mittwoch am Rande der UN-Generalversammlung zu einem virtuellen Corona-Gipfel. "Bei diesem Treffen geht es darum, unsere gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung von Covid-19 zu erweitern und zu verstärken", teilt die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, mit. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzubringen, um sich auf eine "gemeinsame Vision zur Bekämpfung" von Corona zu einigen. Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff. Auch Covid-19-Tests, Behandlungsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung stünden auf der Agenda, heißt es weiter.

+++ 22:17 US-Expertengremium gegen Drittimpfung für alle ab 16 Jahren +++
Ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich gegen Corona-Drittimpfungen für alle Menschen ab einem Alter von 16 Jahren ausgesprochen. Die Mitglieder der unabhängigen Impfkommission stimmten am Freitag gegen eine grundsätzliche Auffrischungsimpfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Sie verweisen unter anderem auf mögliche Nebenwirkungen bei jüngeren Menschen. Es dürfte aber noch eine zweite Abstimmung zu einer Booster-Impfung für ältere Menschen folgen.

+++ 21:53 Angst vor Corona führt zu mehr Unfällen in Londoner U-Bahn-Stationen +++
In Londoner U-Bahn-Stationen steigt die Zahl der Unfälle zuletzt stark an, weil viele Passagiere aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus davor zurückschrecken, den Handlauf der Rolltreppen zu berühren. Die Folge sei ein Anstieg potenziell tödlicher Stürze, zitieren britische Medien die Londoner Verkehrsgesellschaften. Zwischen April und Juni dieses Jahres gab es demnach zwölf Tote oder Schwerverletzte in den U-Bahn-Stationen der britischen Hauptstadt sowie 23 in Bussen. Das seien mehr als in den vergangenen Quartalen, berichten die Zeitungen "Daily Telegraph" und "Evening Standard".

+++ 21:16 USA wollen Millionen Biontech/Pfizer-Impfdosen kaufen und spenden +++
Die USA wollen einem Medienbericht zufolge Hunderte Millionen zusätzliche Impfdosen des Biontech-Partners Pfizer kaufen und weltweit spenden. Der Kauf solle Anfang kommender Woche anlässlich der UN-Vollversammlung verkündet werden, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen. US-Präsident Joe Biden macht sich im Kampf gegen die Pandemie für eine weltweite Impfkampagne stark. Die USA drängen andere Länder dazu, bis 2022 eine Impfquote der Weltbevölkerung von 70 Prozent anzustreben, wie aus US-Diskussionsvorlagen für einen am Rande des UN-Treffens geplanten virtuellen Corona-Gipfel hervorgeht.

+++ 20:42 Spahn: Covid-Antikörpertest soll Nachweis für unwissentlich Infizierte werden +++
Das Bundesgesundheitsministerium wertet den Corona-Antikörper-Test deutlich auf. Erleichtert werden solle so der Nachweis für unwissentlich Infizierte, die ebenfalls nur eine Impfdosis benötigen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte dem Blatt, so solle unkompliziert der Nachweis ermöglicht werden, sich nur einmal impfen lassen zu müssen. "Viele Bürgerinnen und Bürger waren infiziert, ohne es zu merken. Mit einem qualitativ hochwertigen Antikörpertest kann man das mittlerweile sicher nachweisen." Die Kosten für den Antikörper-Test würden allerdings nicht übernommen. Derzeit liegen sie bei etwa 20 bis 25 Euro.

+++ 20:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 10.429 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf 4.128.944. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kommen damit 10.429 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche verringert sich das Meldeaufkommen damit um 17,4 Prozent: Am 10. September waren noch 12.626 Fälle übermittelt worden. Es ist zudem der sechste Rückgang im Vorwochenvergleich in Folge. Als aktuell infiziert gelten rund 166.500 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 71 auf 92.872. Am vergangenen Freitag waren 56 Sterbefälle und damit weniger gezählt worden. Allerdings läuft dieser Indikator der Entwicklung bei den Fallzahlen in der Regel ein paar Wochen nach.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,94 angegeben (Vortag: 0,92). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1544 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 834 davon werden beatmet. Rund 3859 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, chf/mpe/dpa/AFP/rts

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