Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 08:58 87 Prozent der Regionen überschreiten Inzidenz von 100 +++

Sollten Bundestag und Bundesrat in dieser Woche die bundesweite Corona-Notbremse beschließen, sind für die allermeisten deutschen Regionen keine gelockerten Pandemieregeln absehbar: Von den 412 Regionen - Landkreise, kreisfreie Städte und Berliner Bezirke - überschreiten 359, also 87 Prozent, die für die Notbremse ausschlaggebende Marke von 100 Neuninfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zu Monatsbeginn lagen noch 290 Regionen über dieser Schwelle.

+++ 08:39 Österreich will Mitte Mai alle Bereiche wieder öffnen +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigt für Mitte Mai umfassende landesweite Öffnungsschritte an. Den Öffnungsplan wolle die Regierung Ende der Woche präsentieren, sagt er im ORF-Radio. "Von Tourismus über Gastronomie, von Kultur bis Sport, denn alle Bereiche brauchen endlich wieder einen Schritt Richtung Normalität." Die Öffnungen würden mit sehr strengen Auflagen verbunden.

+++ 08:31 Ärztepräsident: Notbremse nicht nur wegen Inzidenz auslösen +++
Am morgigen Mittwoch will der Bundestag das geänderte Infektionsschutzgesetz verabschieden - und damit die Festlegung einer bundeseinheitlichen Corona-Notbremse. Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert jedoch eine Nachschärfung - und neben dem Inzidenzwert noch weitere Kriterien für die Aktivierung der Corona-Notbremse mit aufzunehmen. "Der Inzidenzwert allein sagt nichts über die tatsächliche Krankheitslast aus, da Infektionen häufig ohne oder mit nur geringen Symptomen verlaufen", sagt der Präsident der Bundesärztekammer der "Rheinischen Post". Konkret schlägt er vor, etwa die Zahl der täglichen Neuaufnahmen von Corona-Intensivpatienten sowie die Anzahl intensivpflichtiger und invasiv beatmeter Patienten der letzten sieben Tage mit aufzunehmen.

+++ 08:16 Saale-Orla-Kreis springt auf Inzidenz über 500 +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun der thüringische Saale-Orla-Kreis die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts zufolge steigt das dortige Fallaufkommen sprunghaft auf 516,7 neu registrierte Fälle je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Am Montag lag der Wert noch bei 392,2 - das entspricht einem Zuwachs von 31,7 Prozent. Damit ist die Region im Südosten Thüringens die bundesweit einzige mit einem Fallaufkommen über der 500er-Marke. Dahinter folgen der thüringische Landkreis Sonneberg mit dem unveränderten Wert 433,1 und der ebenfalls in Thüringen liegende Landkreis Greiz mit einem Wert von 371,7 - am Vortag lag er bei 396,3. Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es laut RKI-Daten weiterhin im Landkreis Nordfriesland: Die Region in Schleswig-Holstein weist einen Wert von 36,8 (Vortag: 38,6) auf.

+++ 08:04 Indien meldet neuen Höchstwert bei täglichen Todesfällen +++
In Indien bleibt die Virus-Lage dramatisch. Binnen eines Tages verzeichnen die Behörden mindestens 1761 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - das ist ein neuer Höchstwert. Die Gesamtzahl der indischen Todesopfer steigt demnach auf 180.530. Derweil sinkt die Zahl der täglich gemeldeten Infektionsfälle: Binnen 24 Stunden sind es 259.170. Nach einer Woche täglich steigender Fallzahlen könnte dieser Wert auf eine Abschwächung des Infektionsgeschehens hindeuten. Die Gesamtzahl der bisher nachgewiesenen Ansteckungen in Indien liegt nun bei mehr als 15,32 Millionen. Das rund 1,3 Milliarden Einwohner zählende Land weist damit nach den USA die weltweit zweithöchste Gesamtfallzahl an laborbestätigten Infektionen auf.

+++ 07:38 Lehrerverband fordert niedrigere Schwelle für Schulschließungen +++
Der deutsche Lehrerverband fordert, Schüler im Kampf gegen die Corona-Pandemie früher in den Distanzunterricht zu schicken als vorgesehen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 als Maßstab für Schulschließungen, wie sie ursprünglich in der Notbremse des Bundes vorgesehen war, sei viel zu hoch.

"Es ist deswegen ein Fortschritt, wenn die Grenze jetzt auf 165 gesenkt werden soll", sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Funke-Zeitungen. "Doch auch eine Inzidenz von 165 ist noch deutlich zu hoch." Man dürfe nicht vergessen, dass die bundesweite Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren bereits jetzt deutlich höher liege. "Um eine Ausbreitung des Virus in den Schulen wirksam zu stoppen, muss der Präsenzunterricht bereits ab einer Inzidenz von 100 beendet werden", fordert Meidinger.

+++ 07:26 Panne in US-Werk von Johnson & Johnson - Produktionsstopp +++
Nach einer Panne bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson fordert die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Produktionsstopp in dem betroffenen Werk in den USA. Die Firma Emergent BioSolutions, die das Werk in Baltimore im Bundesstaat Maryland betreibt, erklärt in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC, die FDA habe verlangt, die Produktion bis zum Abschluss einer laufenden Untersuchung auszusetzen. Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hatte bereits Ende März bestätigt, dass eine Charge seines Impfstoffs in der Produktionsstätte in Baltimore "nicht den Qualitätsanforderungen" entsprochen habe. Laut "New York Times" waren 15 Millionen Impfdosen unbrauchbar. Der Impfstoff war Mitte März in der EU zugelassen worden. Anders als in den USA ist er in der Europäischen Union aber nach vereinzelten Fällen schwerer Blutgerinnsel noch nicht im Einsatz. Die Europäische Arzneimittelbehörde gibt heute ihre aktualisierte Einschätzung zur Sicherheit des Impfstoffs bekannt.

+++ 07:14 Pflicht für Testangebot am Arbeitsplatz tritt in Kraft +++
Seit heute müssen alle Arbeitgeber in Deutschland ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests anbieten. Für alle Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, muss es einmal pro Woche ein Testangebot geben, für besonders gefährdete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die tätigkeitsbedingt häufige Kundenkontakte haben oder körpernahe Dienstleistungen ausführen, mindestens zweimal pro Woche. Auch Beschäftigte, die vom Arbeitgeber in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, müssen zweimal wöchentlich ein Testangebot erhalten. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD hatte die Verordnung am vergangenen Dienstag vom Kabinett absegnen lassen. Die Art der Tests ist egal - es können Schnell- oder Selbsttests sein. Die Kosten tragen die Arbeitgeber. Für Arbeitnehmer ist das Testen freiwillig. Die Verordnung gilt zunächst bis Ende Juni.

+++ 07:01 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in zwölf Bundesländern +++
Weiterhin liegt nur ein Bundesland unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 und damit unter der Notbremsen-Schwelle: Schleswig-Holstein. Dort liegt der Wert bei 72,4 nach 72,0 am Montag. Das nördliche Bundesland gehört damit zu den vier Ländern mit steigendem Fallaufkommen. Besonders kräftig ist der Anstieg in Sachsen-Anhalt: von 178,3 auf 185,7. In zwölf Bundesländern schwächt sich das Fallaufkommen derzeit ab, etwa in Bayern, wo die Sieben-Tage-Inzidenz 185,3 beträgt nach 187,3 am Vortag. Zuvor war der Wert zwölf Tage in Folge gestiegen.

Im Super-Hotspot Thüringen steigt der Wert der Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen leicht an. Der Freistaat weist laut RKI mit 246,3 (Vortag: 245,8) das deutlich höchste Fallaufkommen im Ländervergleich auf. Über der 200 liegt sonst nur noch Sachsen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 220,9 (Vortag: 236,5).

+++ 06:50 Hausärzte bekommen nächste Woche mehr Impfdosen +++
Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland sollen in der kommenden Woche 500.000 Impfdosen mehr erhalten als zunächst geplant. "Ursprünglich sollten in der letzten Aprilwoche rund 1,5 Millionen Impfstoff-Dosen an die Praxen gehen, davon drei Viertel Biontech und ein Viertel Astrazeneca", heißt es einer Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) an die Praxen, aus der die "Rheinische Post" vorab berichtet. Nun würden zwei Millionen Einheiten geliefert, ausschließlich Impfstoff von Biontech/Pfizer. "Durch die höhere Liefermenge können Vertragsärzte nunmehr 24 bis 48 Dosen für die Woche vom 26. April bis 2. Mai ordern."

+++ 06:26 EU liefert mehr als 650.000 Impfdosen auf den Balkan +++
Die EU hilft den sechs nicht zur EU gehörenden Ländern des Balkans mit 651.000 Impfdosen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dies sei ein erster Schritt, dem noch weitere folgen würden, sagt Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg. Österreich koordiniere die von Mai bis August laufende Aktion im Auftrag der EU. "Als Europäische Union signalisieren wir ganz klar, wir betreiben nicht nur Nabelschau, wir schauen über den Tellerrand und uns ist ganz klar, dass wir selber erst dann in Sicherheit sind, wenn unsere engsten Nachbarn es auch sind." Die Dosen von Biontech/Pfizer seien von vorneherein für diese Art von Nachbarschaftshilfe reserviert worden. Die Hilfsaktion habe keinen Einfluss auf das Impftempo in der EU. Die Impfstoffe würden nicht pro Kopf, sondern nach Notwendigkeit verteilt. So erhielten Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Albanien, wo erst sehr wenige Menschen geimpft sind, fast 500.000 Dosen. Der Rest gehe in das Kosovo, nach Montenegro und Serbien. Die Hilfe sei vor allem für das Gesundheits- und Pflegepersonal gedacht. Das letzte Wort aber hätten die Staaten selbst.

+++ 05:31 RKI: 9609 Neuinfektionen und 297 Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle. Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben.

+++ 04:52 Aerosol-Experte: Spricht nichts gegen Sport im Freien +++
Beim kontaktlosen Sporttreiben im Freien ist das Risiko einer Corona-Ansteckung nach Ansicht des Präsidenten der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) äußerst gering. "Im Freien gibt es keine Gründe, die dagegen sprechen würden, Sport wieder zu erlauben", sagt GAeF-Präsident Christof Asbach im Interview mit der dpa. In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Gesellschaft an die Politik appelliert, aus der Erkenntnis, dass Infektionen in Innenräumen stattfinden, ein praktisches Handeln abzuleiten. "Wir haben damit einen Grundstein zum Verständnis gelegt, dass draußen sehr wenig passieren kann. Das bezieht den Sport natürlich mit ein", sagt Asbach.

+++ 03:44 Deutschland investiert knapp 1,6 Milliarden Euro in Corona-Forschung +++
Das Bundesforschungsministerium investiert in den Jahren 2020 und 2021 nach eigenen Angaben fast 1,6 Milliarden Euro in die Forschung zu Covid-19. Davon gehen rund 627 Millionen Euro an die Impfstoff-Hersteller Biontech in Mainz und Curevac in Tübingen. Im Jahr 2020 gab der Bund fast 2,9 Milliarden Euro für die Bereiche Gesundheitsforschung und -wirtschaft aus, davon 2,6 Milliarden Euro über das Forschungsministerium. Das Geld für die Corona-Forschung stellt der Bund einem Ministeriumssprecher zufolge zusätzlich zu diesen laufenden Ausgaben zur Verfügung. Zu den Hauptakteuren der institutionellen Corona-Forschung zählen demnach das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) und das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF).

+++ 02:39 Studie: Bundesbürger gaben wegen Corona deutlich weniger für Konsum aus +++
Die Verbraucher in Deutschland haben im Coronajahr 2020 nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Durchschnitt mindestens 1250 Euro weniger für den privaten Konsum ausgegeben als im Jahr vor der Krise. In der Summe entspreche das einem Rückgang der Konsumausgaben um 116 Milliarden Euro, heißt es in einer Untersuchung des arbeitgebernahen Forschungsinstituts. Im Vergleich mit dem Jahr 2019 sei der Konsum um 6,1 Prozent eingebrochen - so stark wie seit 70 Jahren nicht. Für das erste Quartal 2021 beziffern die Forscher den Konsumausfall auf weitere 40 bis über 60 Milliarden Euro.

+++ 01:35 Handwerkspräsident fordert zusätzliche Wirtschaftshilfen +++
Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, fordert zusätzliche Hilfen für die Wirtschaft, falls der Lockdown verlängert oder verschärft wird. "Wir brauchen weitere und bessere Finanzhilfen für Betriebe, die seit über einem Jahr kein Geschäft mehr machen können. Viele von denen waren kerngesund, und nun drohen sie völlig unverschuldet in die Insolvenz zu gehen", sagt Wollseifer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Möglich sei dies beispielweise über einen Verlustrücktrag, der über das Jahr 2019 hinausgehe. "Den Staat würde das auf Dauer noch nicht einmal etwas kosten."

+++ 23:52 USA weiten höchste Reisewarnstufe drastisch aus +++
Die US-Regierung kündigt eine Ausweitung der höchsten Reisewarnstufe auf etwa 80 Prozent aller Staaten an. Dem Außenministerium zufolge sollen sie wegen eines "noch nie dagewesenen Risikos für Reisende" in die vierte, rote Stufe - "Do Not Travel" - aufgenommen werden. Gegenwärtig fallen 34 der etwa 200 Länder in diese Kategorie. Um auf 80 Prozent zu kommen, müssten etwa 130 Staaten hinzugefügt werden.

+++ 22:36 Besucher löst trotz negativem Test Massenausbruch in Klinik aus +++
Ein Besucher mit falsch-negativem Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen - 18 Patienten und acht Mitarbeiter - auf den Vireneintrag zurückzuführen, sagte ein Sprecher des Klinikums. Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe. Der Besucher hatte den Angaben zufolge vor mehr als einer Woche für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt, sich aber anschließend als ansteckend mit dem Coronavirus erwiesen. 300 Patienten und Mitarbeiter waren in der Folge getestet worden. Die Klinik warnt in diesem Zusammenhang davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen: "So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden", sagte der Sprecher. Es sei aber nicht immer allen Besuchern vermittelbar, dass man auch mit negativem Schnelltest durchaus infektiös sein könne und daher eben nicht Vorsichtsmaßnahmen über Bord werfen dürfe.

+++ 22:15 Griechenland setzt Einführung von Johnson&Johnson-Impfstoff aus +++
Griechenland setzt die Einführung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson aus. Es werde auf eine Stellungnahme der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA gewartet, erklärt die Leiterin der nationalen Impfkommission, Maria Theodoridou. Das südeuropäische Land wollte ursprünglich heute mit den Johnson & Johnson-Impfungen starten. Es sind aber Berichte von sehr seltenen Blutgerinnungsstörungen im Zusammenhang mit der Verwendung des Vakzins bekanntgegeben worden. Die EMA will am Dienstagnachmittag die Öffentlichkeit über den Sachverhalt unterrichten.

+++ 21:48 WHO: Pandemie hat sich dramatisch beschleunigt +++
Innerhalb einer Woche sind weltweit so viele neue Coronainfektionen gemeldet worden wie nie zuvor. Es waren 5,2 Millionen neue Fälle, der achte wöchentliche Anstieg in Folge, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle stieg auf Wochenbasis zum fünften Mal in Folge. "Es hat neun Monate gedauert, bis wir eine Million Tote erreicht haben, vier Monate, bis es zwei Millionen waren und drei Monate, bis es drei Millionen waren", sagte Tedros. Die Experten seien besonders besorgt über den Anstieg von Corona-Infektionen und Krankenhauseinweisungen unter 25- bis 59-Jährigen. Das sei womöglich auf die ansteckenderen Varianten zurückzuführen und die Tatsache, dass in diesen Altersgruppen mehr soziale Kontakte stattfänden, so Tedros.

+++ 21:22 Todesfälle in Türkei auf Höchststand +++
Die Türkei hat die höchste Zahl an Todesfällen an einem Tag im Zusammenhang mit Covid-19 seit Beginn der Pandemie gemeldet. Das Gesundheitsministerium teilte mit, 341 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden an oder mit Covid-19 gestorben. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 36.267. Die Behörden meldeten zudem rund 55.000 Neuinfektionen an einem Tag, die Gesamtzahl der Infizierten in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern stieg damit auf rund 4,3 Millionen. Die Regierung hatte die Corona-Restriktionen Anfang März zunächst gelockert, damals lag die Zahl der Neuinfektionen zeitweise unter 10.000 täglich. In den vergangenen Wochen hat das Infektionsgeschehen aber wieder stark zugenommen und neue Einschränkungen wie verschärfte Ausgangsbeschränkungen wurden erlassen. Die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen haben zurzeit die westtürkische Provinz Canakkale mit rund 963 Fällen pro 100.000 Einwohnern und die Millionenmetropole Istanbul mit rund 921 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

+++ 21:18 Indigene Gemeinden entscheiden sich gegen Impfung +++
In Mexiko haben sich 13 Gemeinden gegen die Impfung ihrer Bewohner gegen das Coronavirus entschieden. Es seien ursprünglich 14 gewesen, eine Gemeinde sei aber umgestimmt worden, erklärte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in seiner täglichen Pressekonferenz in Mexiko-Stadt. Die meisten der impfunwilligen Ortschaften liegen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in den indigen geprägten südlichen Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas. Die ablehnende Haltung gegen das Impfen beruht demnach auf kulturellen und religiösen Überzeugungen sowie auf Angst vor möglichen Nebenwirkungen. In indigenen Gemeinschaften werden oft in Versammlungen Entscheidungen getroffen, die für alle Mitglieder gelten. López Obrador kündigte auch an, sich am Dienstag öffentlich impfen zu lassen, um Ängste in der Bevölkerung zu zerstreuen. Der 67-jährige Populist war im Januar an Covid-19 erkrankt. López Obrador hat die Gefahr durch das Coronavirus seit Ausbruch der Pandemie immer wieder heruntergespielt.

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Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

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