Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 09:02 Hotel- und Flugbuchungen im Oktober gesunken +++

Wegen der steigenden Infektionszahlen geht die Zahl der Hotel- und Flugbuchungen einem Zeitungsbericht zufolge wieder zurück. Seit Anfang Oktober sinken in Deutschlands Großstädten die Hotelbuchungen, gleichzeitig steigen die Stornierungen, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf Daten des Hotelportals HRS berichtet. Auch die Flugbuchungen gingen weiter zurück und seien in der Woche vom 12. bis 18. Oktober um 14 Prozent zur Vorwoche gesunken, schreibt die Zeitung auf Grundlage einer Auswertung der Preissuchmaschine Idealo. Das sei ein Einbruch zum Vorjahr von 73 Prozent.

+++ 08:26 Mexiko meldet mehr als 6000 neue Corona-Fälle +++
Die Zahl der Corona-Infektionen ist in Mexiko um 6025 auf 886.800 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Gemeldet wurden zudem weitere 431 Todesfälle. Insgesamt zählt das Land damit 88.743 Corona-Tote.

+++ 07:37 Fast 89.000 Neuinfektionen in den USA +++
Anderthalb Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA ist im Land erneut ein Rekordwert bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität am Samstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 88.973 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde der am Vortag bekanntgegebene Rekordwert von knapp 80.000 Neuinfektionen nochmals deutlich übertroffen. Derzeit breitet sich das neuartige Virus vor allem im Norden und Mittleren Westen der USA stark aus. Die Gesamtzahl der verzeichneten Ansteckungsfälle in den Vereinigen Staaten stieg nach Angaben der Universität inzwischen auf knapp 8,57 Millionen. Die Zahl der Todesopfer wuchs um weitere 906 auf mehr als 224.000. In absoluten Zahlen sind die USA das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

+++ 06:45 Bahn meldet Rückgang der Passagierzahlen im Fernverkehr +++
Angesichts rapide steigender Infektionszahlen und neuer politischer Gegenmaßnahmen in der Corona-Krise verzichten wieder mehr Menschen aufs Bahnfahren. "Seit Anfang Oktober registrieren wir eine zunehmende Verunsicherung unserer Kunden im Fernverkehr, während das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr stabil geblieben ist", teilte ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage mit. "Besonders betroffen sind im Fernverkehr vor allem Geschäftsreisen sowie längerfristige Buchungen, was angesichts der aktuellen Entwicklungen und Diskussionen nicht verwunderlich ist." Im Frühjahr, als bundesweit erhebliche Reise- und Ausgehbeschränkungen galten, war die Nachfrage bei der Deutschen Bahn nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

+++ 06:37 Fetischparty mit 600 Gästen in Berlin aufgelöst +++
Eine Fetischparty mit etwa 600 Gästen in einer angesagten Location in Berlin-Mitte hat am Samstagabend ein jähes Ende gefunden. Beamte der Berliner Polizei und der Bundespolizei lösten die Veranstaltung in der Alten Münze auf. "Es waren einfach zu viele für zu wenig Platz", hieß es bei der Polizei am späteren Abend. Die Veranstalterin erwartet demnach ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung. Der Mindestabstand habe wegen der Vielzahl der Personen nicht eingehalten werden können. Die Veranstalterin habe die Party nach Aufforderung durch die Beamten beendet. Die Gäste wurden in die Berliner Nacht entlassen und nach Hause geschickt.

+++ 06:09 RKI meldet mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland +++
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat innerhalb eines Tages 11.176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429.181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10 032. Die Marke von 10.000 war am Vortag überschritten worden. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,36 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass zehn Infizierte knapp 14 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

*Datenschutz

+++ 05:26 Stabschef von US-Vizepräsident Pence positiv getestet
Der Stabschef von US-Vizepräsident Mike Pence ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Test bei Pence selbst sei negativ ausgefallen und er wolle an seinem Programm unter anderem mit Wahlkampfauftritten festhalten, teilte Pence' Sprecher mit. Sein Stabschef Marc Short sei jetzt in Quarantäne.

+++ 04:53 Italien plant neue Beschränkungen – Ausschreitungen in Rom+++
Die italienische Regierung plant weitere Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus. Einem Entwurf zufolge könnten etwa Schwimmbäder und Turnhallen geschlossen werden. Bars und Restaurants müssten demnach um 18 Uhr schließen. Zudem sollten die Menschen dazu angehalten werden, ihren Bezirk nicht zu verlassen. Einige Regionen haben bereits strengere Maßnahmen mit nächtlichen Ausgangssperren beschlossen, wie etwa Kampanien, Latium und die Lombardei. In Rom kam es in der Nacht zu Ausschreitungen bei Protesten gegen Corona-Einschränkungen. Rund 200 maskierte Demonstranten der neofaschistischen Gruppierung Forza Nuova attackierten im Zentrum von Rom die Polizei mit Leuchtraketen und Knallkörpern und setzten Mülltonnen in Brand. Nach Angaben der Zeitung "La Repubblica" wurden zwei Polizisten verletzt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.

+++ 03:43 Kolumbien überschreitet Millionen-Grenze bei Infektionen +++
Kolumbien hat als achtes Land weltweit die Schwelle von einer Million Coronavirus-Infektionen überschritten. Wie das Gesundheitsministerium in Bogotá am Samstag mitteilte, wurden innerhalb eines Tages knapp 8800 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich damit auf 1.007.711. Kolumbien weist nach Brasilien und Argentinien die dritthöchsten Coronavirus-Infektionszahlen in Südamerika auf.

+++ 02:51 Lauterbach: Lockdown womöglich nur noch Frage von Wochen +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält einen erneuten Lockdown binnen Wochen für wahrscheinlich, sollte eine Eindämmung der Neuinfektionen nicht gelingen. "Wenn es uns in den kommenden zwei bis drei Wochen nicht gelingt, die persönlichen Kontakte zu beschränken, werden die Zahlen in wenigen Wochen so stark gestiegen sein, dass uns nur noch ein erneuter Lockdown bleibt", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag". "Die Einschränkungen, die jetzt beschlossen wurden, reichen leider nicht aus, um überfüllte Intensivstationen und einen deutlichen Anstieg der Todeszahlen im Dezember zu verhindern. Da müssen wir nachjustieren."

+++ 02:33 Altmaier: Ausreichend Masken vorhanden +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zufolge gibt es in Deutschland genügend Masken, wie er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte. Zum einen würden inzwischen in Deutschland ausreichend Masken produziert. "Gott sei Dank hat sich aber auch die Lage auf dem Weltmarkt entspannt, so dass wir davon ausgehen, dass genügend Masken zu jedem Zeitpunkt vorhanden sein werden." Das Ziel, in Deutschland zehn Milliarden Masken im Jahr herzustellen, werde man erreichen. Zudem rechnet er nicht mit Lieferschwierigkeiten bei einigen Produkten wie im Frühjahr. Auch bei den gebräuchlichen Arzneimitteln gebe es derzeit keine Engpässe.

+++ 02:00 Linke schließt Absage ihres Parteitages nicht aus+++
Die Linke schließt eine Absage ihres Parteitages nächste Woche in Erfurt nicht mehr aus. Angesicht des sehr dynamischen Infektionsgeschehens sei derzeit nicht abzusehen, ob das Treffen stattfinden könne, teilt Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler nach Beratungen des Parteivorstands mit. Man beobachte täglich das Infektionsgeschehen und berate in enger Abstimmung mit den lokalen Behörden. Der Parteivorstand soll nun am Dienstag erneut beraten und eine endgültige Entscheidung treffen. Momentan ist den Angaben zufolge noch geplant, dass der ursprünglich von Freitag bis Sonntag geplante Parteitag verkürzt wird. Er soll demnach am Freitagnachmittag beginnen und am späten Abend enden.

+++ 01:20 Polnische Polizei nimmt Anti-Corona-Demonstranten fest +++
Bei unangemeldeten Protesten gegen die geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Polizei in Warschau nach eigenen Angaben mehr als 100 Demonstranten festgenommen. "Die Polizisten gehen entschlossen und effektiv vor. Bisher wurden zur Vorbeugung mehr als 120 Personen festgenommen" teilt die Warschauer Polizei auf Twitter mit. Dem TV-Nachrichtensender TVN24 bestätigte ein Polizeisprecher, die Ordnungshüter hätten auch Schlagstöcke und Tränengas eingesetzt. Die teils rechtsgerichteten Demonstranten hatten sich an mehreren Orten der Stadt zugleich versammelt.

+++ 00:09 Frankfurt sagt Weihnachtsmarkt ab +++
Die Stadt Frankfurt am Main verschärft wegen des sprunghaften Anstiegs der Infektionen die Schutzmaßnahmen und hat auch den Weihnachtsmarkt abgesagt. Das hat der Verwaltungsstab der Stadt in einer kurzfristig angesetzten Sondersitzung beschlossen, wie die Pressestelle am Abend mitteilt. Damit reagiert Frankfurt auf den hohen Inzidenzwert von gut 176. Das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner gerechnet innerhalb einer Woche. Zu den weiteren Maßnahmen gehört eine Ausweitung der Maskenpflicht.

+++ 23:02 Am Tag vor Kommunalwahl: Kiews Bürgermeister Klitschko infiziert +++
Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko hat sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Er sei positiv auf das Virus getestet worden, schrieb der frühere Boxweltmeister in den Online-Netzwerken. "Das Coronavirus hat mich zum ungünstigsten Zeitpunkt erwischt", fügte er mit Blick auf die für Sonntag geplante Kommunalwahl hinzu. Der seit 2014 amtierende Klitschko stellt sich zur Wiederwahl als Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt. Der 49-Jährige lag in den letzten Umfragen deutlich vor seinen Rivalen.

+++ 22:05 "Ich hatte es, hier bin ich": Trump spielt Corona-Gefahr herunter +++
US-Präsident Donald Trump spielt im Angesicht einer Rekordzahl an Neuinfektionen die Gefahren durch das Virus herunter. "Ich hatte es, hier bin ich", verkündet er in Anspielung auf seine Covid-19-Erkrankung bei einem Wahlkampfauftritt. "Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin." Bis zum Wochenende starben mehr als 224.000 Amerikaner an der Krankheit. Die Zahl der Infektionen in den USA an einem Tag stieg auf mehr als 85.000 - der bisher höchste Wert. Trump führte die Entwicklung darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. "Wenn wir halb so viel testen würden, wäre die Zahl halb so hoch." Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. "Macht man den Fernseher an: 'Covid, Covid, Covid, Covid, Covid'", beschwerte sich der Präsident.

+++ 21:39 Negativrekord in Frankreich: Mehr als 45.000 Fälle binnen 24 Stunden +++
In Frankreich ist die Zahl der Neuinfektionen so hoch wie nie: Laut Gesundheitsbehörden gibt es 45.422 neue Fälle. Am Freitag waren es knapp 3400 weniger gewesen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage stimmte das französische Parlament für eine Verlängerung des Gesundheitsnotstands bis zum 16. Februar. 71 Abgeordnete votierten in erster Lesung für den umstrittenen Gesetzentwurf der Regierung, 35 Parlamentarier lehnten ihn ab. Am Mittwoch soll im Senat über das Vorhaben beraten werden, die abschließende Abstimmung ist für Anfang November geplant. Der Gesundheitsnotstand gibt der Regierung die Möglichkeit, im Kampf gegen das Virus Maßnahmen wie etwa Ausgangssperren oder Beschlagnahmungen im Schnellverfahren umzusetzen. Sie kann zudem rasche Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Krise beschließen.

+++ 21:11 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 12.750 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 422.586 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden von 14 der 16 Bundesländer hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 12.754 neue Fälle hinzu. Sachsen und Sachsen-Anhalt veröffentlichen am Wochenende auf Landesebene keine Fallzahlen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 35 auf 10.013. Als aktuell infiziert gelten rund 100.700 Personen. Aufgrund einer Datenpanne beim Robert-Koch-Institut (RKI) sind in den aktuellen Zahlen Nachmeldungen enthalten.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom RKI mit 1,36 angegeben (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 136 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,38 (Vortag: 1,30). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1203 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 533 davon werden beatmet. Rund 7937 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:55 Nach RKI-Panne: Allein NRW meldet mehr als 4000 neue Fälle +++
Aktuell befinden sich nur noch fünf Bundesländer unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50. Dazu zählen Brandenburg (43,8), Mecklenburg-Vorpommern (28,5), Sachsen-Anhalt (28,3), Schleswig-Holstein (35,8) und Thüringen (35,1). Am höchsten ist die Inzidenz nach wie vor in den Stadtstaaten Berlin (127,9) und Bremen (114,9). Mehrere Bundesländer melden unterdessen für die vergangenen 24 Stunden einen vierstelligen Zuwachs in Bezug auf die Neuinfektionen: Baden-Württemberg (1647), Bayern (2136), Hessen (1730) und Nordrhein-Westfalen (4370). Sowohl Sachsen als auch Sachsen-Anhalt übermitteln am Wochenende auf Landesebene keine Fallzahlen. Aufgrund einer Datenpanne beim Robert-Koch-Institut (RKI) sind in den aktuellen Zahlen Nachmeldungen enthalten.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/rts/AFP