Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 09:23 Sozialverband: Staat soll Ärmeren FFP2-Masken zahlen +++

Der Sozialverband VdK fordert, dass der Staat für Wenigverdiener in der Corona-Pandemie die Kosten für FFP2-Masken übernimmt. Die Benutzung dieser sichereren Masken ist wegen der Ausbreitung der Virusvariante Omikron etwa in einigen Bundesländern inzwischen wieder Pflicht im öffentlichen Nahverkehr. "Für diejenigen, die kaum über die Runden kommen, wie Pflegebedürftige, Menschen mit kleinen Renten und Grundsicherungsbezieher, sind regelmäßig frische FFP2-Masken zu teuer. Selbst beim Discounter haben die Preise für Masken in den letzten Wochen extrem angezogen", erklärt VdK-Präsidentin Verena Bentele in einer Mitteilung.

+++ 09:05 Intensivmediziner: "Mehr Sorge um Normalstationen als Intensivstationen" +++
Weil die Omikron-Variante wohl mildere Corona-Verläufe zur Folge hat, propagieren auch viele Experten bereits eine Entspannung und Entwarnung. Doch der Intensivmediziner Uwe Janssens warnt eindringlich vor zu früher Sorglosigkeit. Daraus könnten neue Gefahren erwachsen.

+++ 08:43 Bremen will Kitas trotz Inzidenz von 1297,4 möglichst offen halten +++
Bremen verzeichnet mit einem Wert von 1297,4 bundesweit die höchste Sieben-Tage-Inzidenz. Dennoch möchte Bildungssenatorin Sascha Aulepp laut Radio Bremen "möglichst vielen Kindern" eine Betreuung ermöglichen. "Wir wissen aus allen Studien und aus dem, was uns die Kinder- und Jugendärzte ins Stammbuch schreiben: Die gesundheitlichen Risiken und Beeinträchtigungen, die sich aus sozialer Isolation ergeben, übersteigen bei Weitem die Risiken einer Corona-Erkrankung", sagt die Politikerin auf Anfrage des Senders. Zwei Kitas sind aufgrund der Pandemie-Entwicklung im Bundesland bereits komplett geschlossen, in mehr als 40 städtischen Kindertagesstätten ist der Betrieb eingeschränkt.

+++ 08:26 Lauterbach warnt vor Einführung von Impfregister +++
In der Diskussion über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht spricht sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach gegen ein Impfregister aus. "Wir können die Impfpflicht monitorieren auch ohne Impfregister", sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. "Ich warne davor, ein Impfregister zu nutzen. Der Aufbau eines Impfregisters dauert lange und ist auch datenschutzrechtlich nicht unumstritten." Lauterbach kündigt zudem an, PCR-Tests für Menschen aus kritischen Infrastrukturen vorzuhalten, vor allem für die, die in der Pflege arbeiten. Die PCR-Test-Kapazität sei begrenzt. "Wir müssen dazu übergehen, die PCR-Tests zu priorisieren."

+++ 08:07 Baden-Württemberg will Corona-Alarmstufe wegen Omikron anpassen +++
Das Land Baden-Württemberg will sein Stufensystem der Anti-Corona-Maßnahmen wegen der Omikron-Variante überarbeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart erfährt, will das Sozialministerium die Regeln in der neuen Corona-Verordnung Ende Januar anpassen. Dann könnte es dem Vernehmen nach voraussichtlich in einigen Bereichen auch leichte Lockerungen geben. Minister Manne Lucha wolle am heutigen Dienstag im Kabinett erste Vorschläge dazu machen, hieß es. Zurzeit gilt im Südwesten weiter die Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte, obwohl auf den Intensivstationen der Krankenhäuser längst nicht mehr so viele Covid-19-Patienten liegen wie noch vor Weihnachten.

+++ 07:39 Experte: Deutschland wird nicht als erstes Land Endemie erreichen +++
Die Rolle der Omikron-Variante für die Corona-Situation wird derzeit heiß diskutiert. Ist sie Höhepunkt der Pandemie oder ihr Ende? Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht erklärt die Unterschiede zwischen Pan- und Endemie und lobt den Vorschlag eines Virologen. Er rechnet mit einem Ende der Pandemie in diesem Jahr. Allerdings werde Deutschland "nicht eines der ersten Länder sein", die in die endemische Phase übergehen.

+++ 07:09 Australien meldet Rekordwert bei Todesfällen +++
Australiens drei bevölkerungsreichste Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Queensland melden zunächst 74 weitere Todesfälle und damit so viele wie noch nie. Der bisherige landesweite Höchststand wurde am Donnerstag mit 57 verzeichnet. In Australien breitet sich Omikron rapide aus.

+++ 06:32 Kündigungswelle in Kliniken wegen Impfpflicht bleibt aus +++
Die ab Mitte März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht führt nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) bislang zu keinen gestiegenen Kündigungszahlen in Kliniken. "Aktuell haben uns noch keine Meldungen aus den Krankenhäusern zu möglichen Kündigungen aufgrund der ab 15. März geltenden Impfpflicht erreicht", sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der "Rheinischen Post". Die Impfquote in den Krankenhäusern sei bundesweit mit mehr als 90 Prozent sehr hoch. "Aber es gibt regionale Unterschiede, und wir können nicht ausschließen, dass es an einzelnen Standorten auch zu Problemen kommen kann."

+++ 06:00 Ryanair fordert staatliche Hilfen für Luftfahrtbranche +++
Die Fluggesellschaft Ryanair fordert einem Medienbericht zufolge staatliche Hilfe für die Luftfahrtbranche. "Wichtig ist, das Wachstum für die gesamte Branche zu fördern, um die Passagiere zurückzubringen, die verloren gegangen sind", sagt Andreas Gruber, Chef der Ryanair-Tochter Laudamotion und Deutschland-Sprecher der irischen Fluglinie, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. "Das beste Instrument dafür ist eine Unterstützung der Flughäfen durch die Regierung. Und die daraus resultierenden Kostenvorteile können an die Airlines weitergegeben werden."

+++ 05:14 Polizei findet "Schießkugelschreiber" bei Rostocker Corona-Demo +++
Bei einer Demonstration von 3000 Maßnahmen-Gegnern, Verschwörungsideologen und Rechtsextremen in Rostock wird die Polizei am Abend mit Flaschen und Böllern angegriffen. Die Beamten nehmen elf Menschen fest. Bei Durchsuchungen finden sie selbstgebaute Pyrotechnik sowie einen "Schießkugelschreiber" mitsamt Munition. Der Leiter der Polizeiinspektion Rostock, Achim Segebarth, spricht in dem Zusammenhang von einer "äußerst gefährlichen und besorgniserregenden Entwicklung".

+++ 04:19 RKI meldet 74.405 neue Fälle, Inzidenz bei 553,2 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidez klettert auf einen neuen Höchstwert. Sie liegt jetzt bei 553,2, am Vortag noch bei 528,2. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 74.405 Neuinfektionen gemeldet, 28.715 mehr als am vergangenen Dienstag. 193 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:15 Ex-Verfassungsrichter Papier bezweifelt Rechtmäßigkeit von allgemeiner Impfpflicht +++
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit einer allgemeinen Impfpflicht geäußert. "Auf der Basis des jetzigen Wissens- und Erkenntnisstands kann man meines Erachtens nicht überzeugend begründen, dass eine allgemeine gesetzliche Impfpflicht den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit entsprechen wird", schreibt Papier in einer Beurteilung, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe zitieren. In jedem Fall wäre eine Begrenzung der Impfpflicht auf die älteren Personengruppen ein milderes Mittel, schreibt Papier.

+++ 02:07 43 Prozent der Haushalte verzeichnen monetäre Verluste durch Pandemie +++
In Deutschland geben einer Studie zufolge 43 Prozent aller Haushalte an, während der Pandemie Einkommen oder Ersparnisse verloren zu haben. Jeder sechste Haushalt habe nach eigenen Angaben trotz Bedarfs keine staatliche Hilfe erhalten, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" laut unter Berufung auf eine Erhebung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Vielen fehlten Informationen oder sie scheiterten an der Bürokratie.

+++ 01:20 Pflegerat erwartet durch Impfpflicht Fluktuation von Betreuungsassistenten und Küchenkräften +++
Der Deutsche Pflegerat geht davon aus, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht ab Mitte März zu Kündigungen in der Branche führt. Dies betreffe weniger das Pflegefachpersonal, sondern unterstützende Tätigkeiten wie Betreuungsassistenten, sagte Pflegerats-Präsidentin Christine Volger den Funke-Zeitungen. Das Gleiche gelte "für Küchen- oder Reinigungskräfte in den Einrichtungen". In diesen Berufsgruppen herrsche "eine etwas geringe Impfquote". Beim Pflegefachpersonal sei die Impfquote hoch. Dies gelte generell für Gesundheitsberufe, "es gibt aber auch einen kleinen Anteil, der sich definitiv nicht impfen lassen will", so Vogler.

+++ 00:10 KBV-Chef Gassen fordert Bonus für medizinische Fachangestellte +++
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert, einen Bonus auch für medizinische Fachangestellte auszuzahlen. "Die Belastung in den Praxen der niedergelassenen Hausärzte und Fachärzte ist hoch", sagt KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Sie ist es während der gesamten Dauer der Pandemie gewesen und wir müssen damit rechnen, dass sie noch einmal deutlich steigen wird in den kommenden Wochen vor dem Hintergrund der stark zunehmenden Omikronzahlen." Vor diesem Hintergrund sollte sich die Politik laut Gassen im Sinne der Wertschätzung dieser Arbeit klar "für einen angemessenen Bonus positionieren für die Teams der medizinischen Fachangestellten".

+++ 23:15 Berliner Polizei leitet "Pandemiestufe I" ein +++
Berlins Polizei leitet die erste Stufe ihres "Rahmenplans Pandemie" ein. Damit reagiere man präventiv auf die auch polizeiintern gestiegenen Infektions- und Quarantänezahlen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Stufe I des bereits 2010 erstellten Notfallplans tritt ein, wenn 15 bis 30 Prozent des Personals krankheitsbedingt ausfallen. Aktuell seien rund 800 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen infiziert oder vorsorglich in Quarantäne, berichtet der RBB. Als Folge sollen nun innerbehördliche Maßnahmen getroffen werden. Auswirkungen für die Menschen in Berlin seien nicht spürbar, so die Polizei.

+++ 22:19 Guterres: Ungleiche Impfstoff-Verteilung "beschämend" +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat erneut eine gerechte Verteilung der Impfstoffe angemahnt. Nur eine Impfung aller Menschen weltweit werde die Pandemie beenden, sagte Guterres in einer Video-Ansprache beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Die vergangenen zwei Jahre haben uns eine einfache, aber brutale Wahrheit aufgezeigt: Wenn wir jemanden zurücklassen, lassen wir alle zurück", sagte Gutertes. "Wenn es uns nicht gelingt alle Menschen zu impfen, entstehen neue Varianten, die sich über Grenzen hinweg ausbreiten und das tägliche Leben und die Wirtschaft zum Erliegen bringen", warnte der UN-Generalsekretär. Er verwies auf das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), 40 Prozent der Weltbevölkerung bis Ende 2021 und 70 Prozent bis Mitte 2022 zu impfen. "Wir sind bei weitem nicht in der Nähe dieser Ziele", kritisierte Guterres. Die Impfquoten in reichen Ländern seien sieben Mal höher als in afrikanischen Ländern, das sei "beschämend".

+++ 21:49 Telefonische Krankschreibungen sollen verlängert werden +++
Die Gesundheitsminister der Länder haben den niedergelassenen Ärzten mit Blick auf die schnelle Verbreitung der Corona-Variante Omikron Unterstützung zugesagt. In einer Videoschalte am Abend baten die Ressortchefs das Bundesgesundheitsministerium, die Regelungen zur telefonischen Krankschreibung bei Atemwegserkrankungen zu verlängern. Die Ärzte bräuchten diese Unterstützung, "damit sie nicht von Patienten überrollt werden", sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne nach den Beratungen. Die SPD-Politikerin ist aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Zudem soll es weiterhin möglich sein, dass ärztliche und psychotherapeutische Konsultationen digital erfolgen.

+++ 21:20 Erneut demonstrieren Tausende Menschen gegen Maßnahmen +++
Wie an den vorhergehenden Montagen haben am Abend in ganz Deutschland Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht demonstriert. Die Proteste waren von einem großem Polizeiaufgebot und vielerorts auch von Gegendemonstrationen begleitet. Es kam zunächst nur vereinzelt zu Zwischenfällen. Mehrfach wurden Versammlungen aufgelöst, weil die Polizei keinen Versammlungsleiter feststellen konnte oder etwa gegen die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht verstoßen wurde.

Unter anderem protestierten in Berlin nach Angaben der Polizei Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. In Thüringen waren nach ersten Angaben der Landespolizeidirektion an zahlreichen Orten mehr als 21.000 Menschen bei Versammlungen dabei. Hohe Teilnehmerzahlen meldete die Polizei auch aus Baden-Württemberg.

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+++ 20:30 Bundesländer melden 43.888 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf mehr als acht Millionen laborbestätigte Ansteckungen gestiegen, insgesamt 8.020.377 Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 43.888 erfassten Fällen, das sind weniger als am Sonntag gemeldet wurden (Vortag: 46.891). Hamburg meldet mit mehr als 4000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert.

Die Fallzahl liegt dennoch über dem Niveau der Vorwoche und zwar um 41,3 Prozent. Am Montag, den 10. Januar hatten die Landesbehörden in der Summe 31.067 neue Fälle registriert.

Nach Behördenangaben sind bislang mindestens 115.708 Menschen im Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Im Lauf des Montags kamen weitere 95 neu übermittelte Todesfälle hinzu. Vor einer Woche waren es 132. Der gleitende Sieben-Tage-Schnitt liegt derzeit bei 226 Verstorbenen pro Tag (Vortag: 231).

+++ 20:20 Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg übersteigt 1000er-Marke +++
Neben Bremen liegt jetzt auch die Sieben-Tage-Inzidenz für Hamburg über 1000: Der Wert im Stadtstaat liegt aktuell bei 1055,3. In Bremen ist die Sieben-Tage-Inzidenz zwar rückläufig, aber liegt immer noch bei 1295,3 - bundesweit weiterhin der Höchstwert. Berlin verzeichnet mit 947,7 einen Wert knapp unter der 1000er-Marke. Es ist möglich, dass der Rückgang in Berlin jedoch mit Meldeverzögerungen zusammenhängt. Die Mehrzahl der Berliner Bezirke hat am Wochenende keine Fallzahlen übermittelt. Zudem stößt das Test- und Meldesystem angesichts der hohen Infektionszahlen an Grenzen.

Den offiziellen Schätzungen zufolge sind derzeit mehr als 892.258 Menschen in Deutschland akut mit dem Coronavirus infiziert, also gut ein Prozent der deutschen Bevölkerung. Das sind jedoch nur die bekannten Fälle. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gelten 7.012.411 Menschen als genesen.


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Quelle: ntv.de, ino/dpa/AFP/rts

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