Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 09:39 Angst vor Ansteckung am Arbeitsplatz wächst +++

Nach einem vergleichsweise sorgenfreien Sommer nimmt unter den Beschäftigten die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu. Im November machte sich jeder Dritte Sorgen, sich bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin zu infizieren, geht aus einer Umfrage des Portals Lohnspiegel.de hervor. Trotz Lockdowns ist der Wert damit fast so hoch wie im Oktober (34 Prozent), aber deutlich höher als im Juni und Juli mit 25 Prozent. An der Befragung von Lohnspiegel.de, das vom gewerkschaftsnahen WSI-Institut der Hans-Böckler-Stiftung wissenschaftlich betreut wird, beteiligten sich seit April 26.500 Beschäftigte.

+++ 09:23 Höchststand in Russland - allein Moskau meldet 7750 neue Fälle +++
In Russland melden die Behörden 28.145 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie nie zuvor. Allein in Moskau wurden demnach 7750 nachgewiesene Ansteckungsfälle verzeichnet - insgesamt sind es seit Ausbruch der Pandemie mehr als 2,37 Millionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 554 auf 41.607.

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+++ 09:08 Altmaier: Wirtschaftliche Probleme erst 2022 überwunden +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert einen "realistischen Blick" auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Zwar hätten er und Bundesfinanzminister Olaf Scholz ihr Versprechen der "Finanz-Bazooka" eingehalten, damals sei es aber auch um Kredite der KfW an mittelständische Unternehmen gegangen. "Das, was einige daraus verstanden haben, nämlich, dass der Staat in unbegrenztem Maße Geld für alle Wünsche ausgeben kann, das hat sich als nicht darstellbar erwiesen. Das war von vorneherein klar", sagt der CDU-Politiker in der ntv-Sendung "Frühstart". Altmaier betont, dass man den Rückgang der Wirtschaftstätigkeit in Deutschland nicht einfach so auffangen könne und so tun könne, "als wäre nichts geschehen. Das gehört zur Realität mit dazu. Ich empfehle uns allen einen realistischen Blick auf die Situation." Mit Blick auf die Zukunft und die wirtschaftliche Lage in Deutschland, sagt er: "Wir werden, bis wir die wirtschaftlichen Probleme alle überwunden haben, sicherlich noch brauchen bis in die erste Jahreshälfte 2022."

+++ 08:47 Roter Vorhang über Deutschland hebt sich etwas: Mehr Regionen unter Grenzwert +++
In Deutschland sind nach aktuellem Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) 36 Regionen unterhalb der kritischen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Neu hinzugekommen sind der Landkreis Bernkastel-Wittlich bei Trier, die Stadt Ansbach in Bayern und der Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg. Das bedeutet allerdings immer noch, dass 376 Regionen eine Inzidenz über 50 ausweisen. Vor einer Woche waren es noch 383. Die höchsten Werte weisen derzeit Passau (458,3), die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (451,6) und der bayerische Landkreis Regen (450,8) auf.

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+++ 08:31 Nach schrittweisen Lockerungen: Zahl der Neuinfektionen in Israel steigt +++
Die Zahl der Neuinfektionen nimmt in Israel weiter zu und liegt auf dem höchsten Stand seit Wochen. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilt, wurden binnen 24 Stunden 1523 neue Fälle registriert. Mehr Infektionen an einem Tag waren in dem Neun-Millionen-Einwohner-Land zuletzt am 15. Oktober mit 1612 vermeldet worden. Nach den Zahlen des Ministeriums wurden am Mittwoch jedoch mit fast 69.000 auch sehr viele Tests gemacht. Von diesen fielen 2,2 Prozent positiv aus. Dies liegt in etwa auf dem Niveau der Vortage, allerdings auch etwas höher als in den Vorwochen. Auf ihrem bisherigen Höhepunkt hatte die Zahl der Neuinfektionen in Israel mehr als 9000 Fälle an einem Tag betragen. Nach einem zweiten landesweiten Lockdown sank sie auf mehrere Hundert. Nach schrittweisen Lockerungen nimmt die Zahl nun aber wieder zu. Zuletzt gab es Spekulationen über einen Teil-Lockdown während des jüdischen Lichterfestes Chanukka Mitte Dezember.

+++ 08:13 Lauterbach gratuliert Briten zu schneller Impfstoff-Zulassung +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht von einer raschen Zulassung der Impfstoffe von Biontech-Pfizer und Moderna in Deutschland aus. "Wir müssen mit Hochdruck die Impfung vorbereiten, damit wir die Bevölkerung in Deutschland in Rekordzeit impfen können", sagt Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sollte es genug Impfstoff geben, müsse es gelingen, alle impfbereiten Deutschen "innerhalb weniger Monate" zu impfen. Lauterbach gratulierte den Briten zur schnellen Zulassung des Biontech-Impfstoffs. "Das ist eine respektable Leistung der Prüfbehörde", sagt der SPD-Politiker. Er gehe davon aus, dass dieser Impfstoff sowie der Kandidat des US-Unternehmens Moderna auch in Deutschland schnell zugelassen würden - "etwa per vorläufiger oder eingeschränkter Zulassung". Diese beiden Impfstoffe seien nach seiner Einschätzung "absolut zulassungswürdig".

+++ 07:55 Italiens Regierung schränkt Reisen über Weihnachten stark ein +++
Die italienische Regierung schränkt im Anti-Corona-Kampf die Bewegungsfreiheit über Weihnachten bis ins neue Jahr stark ein. Den Beschluss fasste das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht. Mit den verschärften Reisesperren bis 6. Januar will Rom einen Wiederanstieg der Infektionszahlen verhindern. Die 60 Millionen Italiener sollen davon abgehalten werden, in großer Zahl in den Weihnachtsurlaub aufzubrechen oder entfernte Verwandte zu besuchen. Konkret beschloss das Kabinett, vom 21. Dezember an das Reisen zwischen den Regionen Italiens zu verbieten. Die Menschen dürfen dann auch nicht in ihre Ferienwohnungen an der Küste oder in den Bergen fahren. Die Sperre gilt bis 6. Januar. Ausnahmen sind für die Arbeit, aus gesundheitlichen Gründen und in anderen Notlagen möglich. Die Rückkehr an den Hauptwohnort bleibt erlaubt.

+++ 07:40 Knapp 200.000 Neuinfektionen in den USA registriert +++
In den USA verzeichnen die Behörden 199.988 neue Infektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Erhebung der "New York Times". Insgesamt steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf mehr als 13,9 Millionen. Die Zahl der Menschen, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, steigt um mindestens 2885 auf 273.518. Die USA sind das am stärksten von der Pandemie betroffene Land weltweit.

+++ 07:24 UN: Langzeitfolgen der Pandemie könnten massive Armut bringen +++
Die Langzeitfolgen der Pandemie könnten den Vereinten Nationen zufolge die Zahl der in extremer Armut lebenden Menschen bis 2030 auf mehr als eine Milliarde bringen. Diese Entwicklung könne aber noch abgewendet werden, hieß es in einer vom UN-Entwicklungsprogramm UNDP veröffentlichten Studie. Das Papier skizziert drei mögliche Zukunfts-Szenarien: Im schlimmsten Fall würden bis 2030 mehr als 200 Millionen Menschen zusätzlich unter extremer Armut leiden - und damit weltweit mehr als eine Milliarde. Im "Basis-Szenario" wären es 44 Millionen Menschen. Es gebe aber auch ein positives Szenario, wonach bis 2030 über die derzeitigen Pläne hinaus zusätzlichen 146 Millionen Menschen aus der extremen Armut hinaus geholfen werden könne. Dafür müsse unter anderem in soziale Programme, Digitalisierung und den Kampf gegen den Klimawandel investiert werden.

+++ 07:05 Unions-Kommunalpolitiker drängen auf Gastronomie-Öffnung spätestens ab Januar +++
Nach der Entscheidung von Bund und Ländern, den Teil-Lockdown bis zum 10. Januar zu verlängern, drängen Unions-Kommunalpolitiker auf eine Öffnungsperspektive für Restaurants und Gaststätten. "Spätestens ab Januar sollte die Gastronomie wieder öffnen dürfen", sagt der Vorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung von CDU und CSU (KPV), Christian Haase, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es ist sicherer, wenn man abends mit wenigen Leuten dort zum Essen geht, wo es gute Hygienekonzepte gibt, als wenn man sich in einer kleinen Küche zusammensetzt. Die Verlagerung solcher Treffen in den Privatbereich verringert das Infektionsrisiko nicht." In dem seit November geltenden Teil-Lockdown dürfen Restaurants und Gaststätten lediglich Außer-Haus-Verkauf anbieten.

+++ 06:44 Bundestag zahlt Tausenden Abgeordnetenmitarbeitern Bonus +++
Der Ältestenrat des Bundestags hat einem Medienbericht zufolge für Tausende Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten einen steuerfreien Corona-Bonus von bis zu 600 Euro beschlossen. Das Geld, das im Dezember ausbezahlt werden soll, diene der "Abmilderung der zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Krise", wie die Zeitung "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble an die rund 4500 Mitarbeiter der insgesamt 709 Abgeordneten berichtet. In dem Schreiben heißt es dem Blatt zufolge, dass der Ältestenrat beschlossen habe, die Regelungen des Tarifvertrages für Beschäftigte des Bundes über eine einmalige Corona-Sonderzahlung vom Oktober auch auf sie zu übertragen. Je nach tariflicher Eingruppierung sollen die Abgeordnetenmitarbeiter demnach zwischen 300 und 600 Euro erhalten, Auszubildende immerhin 200 Euro. Die Sonderzahlung werde steuer- und abgabefrei ausbezahlt.

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+++ 06:25 Pandemie verfestigt alte Rollenbilder - Frauen haben mehr Arbeit +++
Frauen schultern in der Pandemie weiter den größten Anteil der Arbeit in Haushalt und Familie. Auch zusätzliche Aufgaben etwa durch Homeschooling und Kinderbetreuung verteilten sich vorwiegend entsprechend klassischer Rollenbilder von Mann und Frau, berichtet die Bertelsmann-Stiftung unter Berufung auf eine von ihr in Auftrag gegebene Umfrage. So gaben 69 Prozent der Frauen an, sich überwiegend selbst um die Hausarbeit zu kümmern. Hingegen nahmen nur elf Prozent der befragten Männer dies für sich in Anspruch. Auch beim Blick auf während der Krise besonders relevante zusätzliche Bereiche wie den Fernunterricht der Kinder in den eigenen vier Wänden zeigt sich demnach ein ähnliches Bild. So sagten 51 Prozent der Frauen, dass sie sich vorrangig darum kümmerten. Bei den Männern waren es nach eigenen Aussagen lediglich 15 Prozent.

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+++ 06:01 US-Regierung kauft weitere Dosen von experimentellem Impfstoff +++
Die US-Regierung sichert sich nach Angaben des Pharmakonzerns Eli Lilly für 812,5 Millionen Dollar 650.000 zusätzliche Einheiten seines experimentellen Impfstoffkandidaten. Mehr als die Hälfte der Impfdosen sollen noch im Dezember ausgeliefert werden, der Rest bis zum 31. Januar, erklärt der Hersteller.

+++ 05:40 Australien will Ende Januar über Biontech Impfstoff entscheiden +++
Die australische Arzneimittelbehörde lässt sich bei der Prüfung des Impfstoffes der Partner BioNTech und Pfizer Zeit. Die Überprüfung sei voraussichtlich bis Ende Januar abgeschlossen, sagte der Leiter der australischen Arzneimittelbehörde TGA, John Skerritt. Impfungen würden nach erfolgreicher Zulassung wie geplant im März beginnen. Australien ist in der glücklichen Lage, den Aufsichtsbehörden ohne den Druck steigender Infektionszahlen mehr Zeit für den Zulassungsprozess einzuräumen.

+++ 05:19 RKI meldet mehr als 22.000 Neuinfektionen binnen eines Tages +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 22.046 auf über 1,106 Millionen. Tags zuvor waren 17.270 gemeldet worden. Die Zahl der gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 479 auf 17.602. Am 20. November verzeichnete das RKI mit 23.648 den bisherigen Höchststand an neuen Fällen.

+++ 04:57 Biden warnt vor 250.000 weiteren Corona-Toten in den USA +++
Der gewählte US-Präsident Joe Biden zeichnet für den Verlauf der Pandemie in den USA eine düstere Prognose. "Ich möchte hier niemanden erschrecken, aber ich verstehe die Fakten - wir werden wahrscheinlich bis Januar weitere 250.000 Menschen verlieren. Versteht ihr mich?", sagte Biden bei einem Treffen mit Arbeitern und Kleinunternehmern.

+++ 04:20 Impfkommission erwartet keine parallele Zulassung von Vakzinen +++
Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, erwartet nicht, dass mRNA-Impfstoffe und Vektorimpfstoffe parallel zugelassen werden. "Erst wird man die eine Art Impfstoff zulassen und einsetzen, später die nächste, für die dies beantragt wurde. Ein Antrag für einen Vektorimpfstoff liegt in der EU meines Wissens aktuell nicht vor", sagte Mertens der Zeitung "Rheinische Post". Astrazeneca setzt beispielweise auf einen Vektorimpfstoff, Biontech mit seinem Partner Pfizer auf einen gentechnisch hergestellten. "Gentechnik spielt ja eigentlich nur beim Herstellungsprozess eine Rolle. Im Geimpften findet ja keine Gentechnik statt. Die Messenger-RNA, die bei der Impfung eingeführt wird, hat gar nichts mit unserer DNA im Zellkern zu tun." Daher seien Spekulationen darüber, ob dadurch eine genetische Veränderung beim Menschen hervorgerufen werden könne, "ziemlich abwegig."

+++ 03:31 Gesundheitsminister Spahn: Lehrer und Erzieher sollen sich selbst testen +++
Lehrer und Erzieher sollen sich nach vorheriger Schulung in Zukunft selbst auf das Virus testen dürfen. "Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dies sei eine weitere alltagstaugliche Option, um Kindern auch in Pandemiezeiten den Kita- oder Schulbesuch zu ermöglichen.

+++ 02:42 Verdi bezeichnet Amazon-Standort in Bayern als "Hotspot" +++
Die Gewerkschaft Verdi hat laut einem Medienbericht ein Verteilzentrum des Konzerns Amazon in Bayern als "Hotspot" bezeichnet. Am Standort Graben bei Augsburg seien etwa 300 Menschen infiziert, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Verdi. Laut Unternehmensquellen seien es aber nur um die 30. Den Gesundheitsämtern falle jedoch nicht sofort auf, dass Amazon ein "Hotspot ist", sagte Gewerkschaftssekretärin Sylwia Lech der Zeitung. Auch in Koblenz gebe es mehr Fälle, als der US-Konzern einräume. Ein Konzernsprecher widersprach dem Blatt zufolge und sprach von "bewusster Täuschung der Öffentlichkeit". Verdi hingegen begründet laut dem Bericht die weitaus höhere Schätzung mit dem großen Einzugskreis des Standortes und der damit womöglich verbundenen Dunkelziffer an Infizierten. Amazon habe eingeräumt, dass bis vor Kurzem in Koblenz zwei Wochen lang die Nachtschicht ausgefallen sei und 400 Mitarbeiter in Quarantäne waren, heißt es in dem Bericht. Nach Angaben von Verdi sei die Zahl der Infizierten aber weiterhin hoch.

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+++ 02:02 Australien lässt trotz Impfstoff Grenzen dicht +++
Australien wird trotz Fortschritten bei der Impfstoffentwicklung die internationalen Grenzen weiter geschlossen halten. Die Einreise für nicht australische Staatsbürger und nicht ständige Einwohner zu ermöglichen, "davon sind wir noch einige Zeit entfernt", sagt Premierminister Scott Morrison in Canberra.

+++ 01:16 Mehr als 100.000 Covid-19-Patienten in US-Kliniken +++
Die Zahl der Covid-19-Patienten in US-Krankenhäusern hat zum ersten Mal die 100.000er-Marke überschritten. Das berichtet die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf Zahlen des Covid Tracking Projects. Die Zahl liegt demnach aktuell bei 100.226 und damit fast doppelt so hoch wie seit der ersten Welle im Frühjahr. Dem Bericht nach folgt der Anstieg in den Krankenhäusern auf einen rasanten Anstieg bei den Neuinfektionen, die zurzeit bei mehr als einer Million pro Woche liegen. Genauso ist die Zahl der Todesfälle in den USA weiter stark angestiegen und hat inzwischen die Zahl von 270.000 Toten überschritten. "Dass wir so viele Krankenhausaufenthalte haben, spricht dafür, dass wir diese Pandemie nur sehr schlecht unter Kontrolle haben. Das Virus breitet sich sehr schnell aus und an vielen Orten ist es im Grunde genommen außer Kontrolle geraten", sagte Philip Landrigan, Direktor des Global Public Health Program am Boston College.

+++ 00:53 Polizeigewerkschaft: Nicht genügend Bundespolizisten für Schutz von Impfstoff +++
Gewerkschafter bezweifeln, dass für den Begleitschutz des Impfstoffs ausreichend Bundespolizisten zur Verfügung stehen. "Einige Politiker scheinen davon auszugehen, dass die Bundespolizei ungefähr die Mannschaftsstärke der chinesischen Volksbefreiungsarmee hat. Dem ist leider nicht so", sagt der für die Bundespolizei zuständige GdP-Vize Sven Hüber der Zeitung "Rheinische Post". "Wir haben immer noch eine angespannte Grenzlage und verstärkte Fahndungskontrollen". Hinzu komme eine massive Anforderung von Kräften für die Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen. "Die Bundespolizei als Begleitschutz für den Impfstoff heranzuziehen, ist aus meiner Sicht derzeit nicht möglich."

+++ 00:24 Brasilien meldet fast 50.000 Neuinfektionen +++
In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 49.863 auf insgesamt 6,4 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 698 weitere Todesfälle - damit insgesamt 174.515 - bekannt.

+++ 23:45 Rund 1,1 Milliarden Euro November-Hilfen beantragt +++
Für die November-Hilfen wurden einem Überblick des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge mittlerweile knapp 68.000 Anträge im Volumen von 1,1 Milliarden Euro gestellt. Davon können Unternehmen und Selbstständige profitieren, die vom Teil-Shutdown im November betroffen sind. Bei der Überbrückungshilfe I - Fixkostenzuschüsse für die Monate Juni bis August - wurden bislang 1,4 Milliarden Euro bewilligt, durchschnittlich 12.200 Euro. Das ist allerdings nur ein Bruchteil der dafür eingeplanten Summen. Für die Überbrückungshilfe II wurden seit dem 21. Oktober rund 42.000 Anträge im Volumen von 876 Millionen Euro gestellt.

+++ 23:01 USA wollen bis Ende Februar 100 Millionen Menschen impfen +++
Die US-Regierung will bis Ende Februar 100 Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. "Zwischen Mitte Dezember und Ende Februar werden wir potenziell 100 Millionen Menschen immunisiert haben", sagte Regierungsberater Moncef Slauoi. Das entspricht rund 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung der USA. Zunächst würden Risikogruppen wie Senioren und medizinisches Personal geimpft, sagte Slauoi. In den USA haben die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer sowie das US-Unternehmen Moderna Anträge für Notfallzulassungen für ihre Impfstoffe gestellt. Eine Zulassung könnte in den kommenden Wochen erfolgen. Noch im Dezember könnten dann 20 Millionen Menschen mit einem der beiden Impfstoffe geimpft werden, sagte Slauoi, der oberste Berater der Operation Warp Speed, mit der die US-Regierung die Entwicklung von Corona-Impfstoffen fördert. Im Januar könnten dann 30 Millionen weitere Menschen hinzukommen und im Februar weitere 50 Millionen.

+++ 22:30 MV macht Verlängerung des Teil-Lockdowns nicht mit +++
Mecklenburg-Vorpommern behält sich noch vor, den derzeit geltenden Teil-Lockdown im Gegensatz zu anderen Bundesländern nicht bis zum 10. Januar fortzusetzen. Darüber werde der MV-Gipfel am 15. Dezember entscheiden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Abend in Schwerin nach den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Mecklenburg-Vorpommern gehöre mit Schleswig-Holstein zu den beiden Ländern, die dank der niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner von der bundesweiten Regelung abweichen können. Am Abend war nach einer Konferenz der Ministerpräsidenten mit Merkel bekannt geworden, dass der Teil-Lockdown in Deutschland mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen bis zum 10. Januar verlängert werden soll.

+++ 21:42 Sachsen kommt auf höchste Inzidenz aller Bundesländer +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen sechs Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 3354 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (3325), Baden-Württemberg (3160), Sachsen (2114), Hessen (1368) und Niedersachsen (1126). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen genauso wie am Vortag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen. Auch bei der 7-Tage-Inzidenz führt der Freistaat mit 319,6 Fällen je 100.000 Einwohner.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Erstmals mehr als 500 Tote gemeldet +++
Erstmals verzeichnet Deutschland mehr als 500 Tote binnen eines Tages. Mit 512 gemeldeten Sterbefällen haben die Landesbehörden heute in der Summe den mit Abstand höchsten Tageszuwachs seit Pandemiebeginn verbucht. Der bisher schlimmste Wert stammt vom vergangenen Donnerstag, als binnen eines Tages 431 Todesfälle hinzukamen. Der aktuelle Anstieg liegt auch deutlich über den 487 Todesfällen aus der Morgen-Zählung des Robert-Koch-Instituts.

Bei den Neuinfektionen verzeichnet Deutschland rund 19.000 weitere Fälle. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen binnen 24 Stunden 18.964 neue Fälle hinzu. Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist damit auf 1.096.341 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg auf 17.412. Als aktuell infiziert gelten rund 302.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,84 angegeben (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass hundert Menschen im Durchschnitt 84 weitere Menschen mit Sars-Cov-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 und hat sich im Vergleich zum Vortag nicht geändert. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Ein kleines Hoffnungszeichen auf eine Trendwende liefert der jüngste RKI-Bericht: Danach sinkt - zum ersten Mal seit August - die Quote der positiv Getesteten.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3981 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2354 davon werden beatmet. Rund 5460 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, fzö/mau/rts/dpa/AFP