Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 09:52 Erste englische Pubs machen nach Infektionen wieder dicht +++

Drei Tage nach der Wiedereröffnung der Pubs in England müssen einige Lokale wegen Coronavirus-Infektionen wieder schließen. Betroffen sind mindestens drei Kneipen in Burnham-on-See an der Südwestküste, in Batley im Norden und in Alverstoke im Süden, wie die BBC berichtet. Die Pubs seien gründlich gereinigt und die Mitarbeiter getestet worden, teilen die Betreiber in sozialen Medien mit.

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+++ 09:00 Schweizer Masken fallen beim Tüv durch +++
Atemschutzmasken der Schweizer Firma Flawa sind bei einer ersten Prüfung des Tüv Nord durchgefallen. Es sei kein formaler, sondern ein technischer Grund gewesen, sagte der Leiter des Labors bei Tüv Nord, Dirk Grenschen, dem Schweizer Sender SRF. Welche Mängel das Institut beanstandete, sagte er nicht. Es müssten Verbesserungen an der Maske vorgenommen werden. Verbessertes Material sei bereits eingereicht worden. Die Prüfung inklusive Bericht braucht nach Angaben von Grenschen etwa zwei Wochen.

+++ 08:13 Sechswöchige Ausgangssperre in Melbourne +++
Wegen der anhaltend stark wachsenden Zahl von Coronavirus-Infektionen gilt eine sechswöchige Ausgangssperre für Melbourne. Mehr als fünf Millionen Bewohner der zweitgrößten Stadt Australiens müssen zu Hause bleiben, wie der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, mitteilt. Bereits gestern wurde die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Victoria und New South Wales geschlossen.

+++ 07:49 Wert in Gütersloh sinkt: Kein Kreis mehr über "Obergrenze" +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist keinen roten Fleck mehr auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge liegt der bislang kritische Kreis Gütersloh mit einem Wert von 35,4 (Wert gestern: 50,5) nun deutlich unter der zwischen Bund und Ländern vereinbarten "Obergrenze" von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Der Kreis in Nordrhein-Westfalen ist schwer von den Fällen in der Causa Tönnies betroffen. Die dort geltenden Einschränkungen hatte das Oberverwaltungsgericht Münster gestern vorzeitig gekippt.

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+++ 06:40 China meldet acht Neuinfektionen +++
In China bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen neuesten Angaben zufolge weiter auf niedrigem Niveau. Die chinesische Gesundheitsbehörde meldet binnen 24 Stunden acht neue Coronavirus-Fälle, wobei es tags zuvor allerdings nur vier gegeben hatte. Insgesamt sind in China nach offiziellen Angaben 83.565 Fälle bestätigt. Die Zahl der Todesopfer verharrt seit mehreren Wochen auf dem Stand von 4634.

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+++ 05:44 Barley sieht in Corona-Krise auch Chance für Europa +++
Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, sieht in der Corona-Krise auch eine Chance für Europa. Im Europäischen Parlament und im Rat, wo die Atmosphäre in den Jahren seit der Finanzkrise sehr verhärtet gewesen sei, gebe es inzwischen "mehr Vertrauen und einen neuen Geist der Kooperation", sagt die SPD-Politikerin der "Passauer Neuen Presse". "Die Fronten sind aufgebrochen.» Damit bestehe nun «die große Chance, Europa wieder mehr zusammenzuführen. Die sollten wir nutzen", fordert Barley. "Das Wichtigste ist jetzt, dass die Corona-Hilfen schnell auf den Weg gebracht werden."

+++ 05:26 NRW-Innenminister Reul: Corona ist nicht vorbei +++
Mit Blick auf Menschenansammlungen in Partyzonen von Großstädten appelliert NRW-Innenminister Herbert Reul an die Vernunft der Bürger. "Wenn ich mir die Bilder vom Wochenende anschaue, dann sehe ich mancherorts Gruppen von Menschen, die sich benehmen, als wenn nichts wäre. Corona ist aber noch nicht vorbei, und es gibt weiterhin Regeln, an die man sich halten muss", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Das Ordnungsamt habe mit Unterstützung der Polizei eine Menge Verstöße festgestellt und die örtliche Polizei in manchen Städten die Präsenz erhöht. "Ich würde mir jedoch wünschen, dass härtere Maßnahmen und Einschränkungen nicht nötig sind, sondern die Leute sich zusammenreißen - zum eigenen Schutz und zum Schutz aller", so Reul weiter.

+++ 05:11 SPD: Spahn soll deutsche Lizenz für Remdesivir verhandeln +++
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU auf, sich um eine deutsche Lizenz für die Herstellung des Covid-19-Medikaments Remdesivir zu bemühen. "Ich rufe Gesundheitsminister Jens Spahn dazu auf, sich für Lizenzvereinbarungen deutscher Hersteller mit dem Unternehmen Gilead einzusetzen", sagt Bas der "Rheinischen Post". Deutsche Pharmaunternehmen könnten nicht nur für Deutschland, sondern auch für den Bedarf anderer Länder das Medikament produzieren und so mithelfen, die Kosten insbesondere für Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu reduzieren, so Bas.

+++ 04:57 Verdi spricht sich für Maskenpflicht im Handel aus +++
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi spricht sich gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel aus. Die Corona-Pandemie sei nach wie vor präsent, dasselbe müsse auch für die Schutzmaßnahmen einschließlich des Maskentragens gelten, sagt Stefanie Nutzenberger, die im Verdi-Vorstand für den Handel zuständig ist, der "Welt". "Deshalb gefährdet eine Aufhebung der Maskenpflicht Beschäftigte, aber auch Kundinnen und Kunden gleichermaßen. Daher macht die Beibehaltung der Maskenpflicht im Handel Sinn und ist notwendig."

+++ 04:25 Kommende Weltbank- und IWF-Treffen finden virtuell statt +++
Kurz vor dem geplanten Start schließt die MLS den FC Dallas wegen zu vieler Coronavirusfälle im Team von der Teilnahme am MLS-Turnier nach der Corona-Zwangspause aus. Das teilt die US-Profifußball-Liga mit. Die Mannschaft aus Texas, einem der inzwischen am härtesten von der Pandemie betroffenen US-Bundesstaaten, kommt derzeit auf insgesamt zehn infizierte Spieler und einen infizierten Betreuer. Dallas ist wie die anderen Teilnehmer bereits nach Florida gereist, die infizierten Personen waren auf dem Disney-World-Gelände zuletzt in Quarantäne. Der Club unterstütze die Entscheidung, heißt es in einer Stellungnahme der Texaner.

+++ 04:25 Kommende Weltbank- und IWF-Treffen finden virtuell statt +++
Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) werden ihre jährlichen Herbstsitzungen im Oktober wegen der neuartigen Coronavirus-Pandemie online abhalten, kündigt Weltbankpräsident David Malpass an. Die Entscheidung, sich virtuell und nicht persönlich in Washington zu treffen, wurde angesichts steigender Infektionszahlen in den Vereinigten Staaten und anhaltender Reisebeschränkungen allgemein erwartet.

+++ 03:57 US-Behörde genehmigt Verwendung von Lysol-Spray gegen Sars-Cov-2 +++
Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) genehmigt das Desinfektionsmittel-Spray Lysol des britischen Konsumgüterkonzerns Reckitt Benckiser beim Einsatz auf Oberflächen gegen das SARS-CoV-2-Virus. Labortests hätten die Wirksamkeit der Produkte Lysol Desinfektionsmittel Spray und Lysol Desinfektionsmittel Max Cover Mist bestätigt, erklärt die EPA. Der Konzern hatte eindringlich vor der Einnahme seiner Produkte gewarnt, nachdem US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen hatte, Desinfektionsmittel bei Corona-Infizierten zu erforschen.

+++ 03:36 Japan: Medizinisches Personal zunehmend depressiv +++
Der Kampf des medizinischen Personals in Japan gegen das Coronavirus hinterlässt zunehmend Spuren: Laut einer vom japanischen Fernsehsender NHK veröffentlichten Umfrage des Japanischen Roten Kreuzes unter Ärzten, Krankenschwestern und anderen Mitarbeitern leidet fast ein Drittel unter depressiver Stimmung. Der Umstand, dass Menschen das Virus übertragen können, auch wenn sie keine Symptome aufweisen, verursache beim medizinischen Personal zunehmend ein Gefühl der Unsicherheit und Besorgnis. Es seien Maßnahmen erforderlich, das Personal psychologisch zu unterstützen.

+++ 03:09 Restaurants und Bars in Miami erneut geschlossen +++
Im Großraum Miami im US-Bundesstaat Florida werden auf Anordnung des Bürgermeisters Restaurants und Bars wieder geschlossen. Lieferservice und Selbst-Abholung bleiben weiterhin erlaubt. Florida meldete am Montag mehr als 6000 neue Fälle.

+++ 02:33 Brasiliens Präsident Bolsonaro unterzieht sich Corona-Test +++
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro unterzieht sich einem Corona-Test. Bolsonaro erklärt seinen Anhängern vor dem Präsidentenpalast, dass eine zusätzliche Untersuchung seiner Lunge keine Hinweise auf Covid-19 gezeigt habe. Das Büro des Präsidenten reagiert nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme, das Ergebnis des Abstrichs steht noch aus. Lokale Medien hatten zuvor berichtet, dass der Präsident Symptome der Atemwegserkrankung zeige. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 01:57 Quarantäne-Zentren voll: Neuseeland schränkt internationale Flüge ein +++
Damit die Quarantäne- und Isolationszentren des Landes in der Corona-Pandemie nicht an ihre Kapazitätsgrenzen geraten, schränkt die neuseeländische Regierung vorübergehend die Buchung internationaler Flüge ein. Die nationale Fluglinie Air New Zealand habe einem kurzfristigen Buchungsstopp zugestimmt, teilt Wohnungsministerin Megan Woods mit. Mit der Maßnahme solle sichergestellt werden, dass für alle Heimkehrer genügend Plätze für eine geordnete Isolation oder Quarantäne zur Verfügung stünden, sagt sie zur Begründung.

Neuseeland hat seine Grenze wegen der Corona-Pandemie seit März geschlossen. Nur Bürger und Einwohner des Landes dürfen noch einreisen. Mit der Ausbreitung des Coronavirus weltweit sei die Zahl der Heimkehrer jüngst rapide gestiegen, so Woods. "Unsere erste Priorität ist es, das Virus an der Grenze zu stoppen. Deshalb muss sich jeder einer Quarantäne oder einer geleiteten Isolation unterziehen." Dafür müssten ausreichend Plätze zur Verfügung stehen.

+++ 01:20 Versorger Eni schreibt Milliarden ab +++
Der italienische Versorger Eni rechnet wegen der Corona-Krise langfristig mit niedrigeren Energiepreisen und schreibt deshalb rund 3,5 Milliarden Euro auf seine Vermögenswerte ab. Die Summe könne um 20 Prozent höher oder niedriger ausfallen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Eni folgt mit dem Schritt Konkurrenten wie BP oder Shell, die wegen der nachlassenden Öl- und Gas-Nachfrage im Zuge der Virus-Pandemie bereits neu kalkuliert haben. Auch der Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Energieversorgung führte dazu, dass die Unternehmen ihre langfristigen Prognosen für Öl- und Gaspreise senken.

+++ 00:37 Frankreichs Zentralbank erwartet fulminante BIP-Erholung +++
Die französische Notenbank rechnet nach dem Einbruch im Frühjahr im Zuge der Corona-Krise mit einer fulminanten Konjunkturerholung im dritten Quartal. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone könnte um 14 Prozent wachsen, prognostiziert die Zentralbank. Das wäre ein Rekordanstieg. Im zweiten Quartal dürfte die Konjunktur einem neuen Ausblick zufolge nur um etwa 14 Prozent eingebrochen sein. Die Notenbank hatte zuvor damit gerechnet, dass die Wirtschaft im Zeitraum von April bis Juni um 15 Prozent geschrumpft sein dürfte. Im ersten Quartal betrug der Einbruch der Wirtschaftsleistung 5,3 Prozent.

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+++ 00:02 Brasilien meldet mehr als 65.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 20.229 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 1,623 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 620 auf 65.487 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:09 Experte Fauci: USA hatten Pandemie nie unter Kontrolle +++
Einer der führenden Gesundheitsexperten der USA ist besorgt sich angesichts des raschen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes. Die gegenwärtige Lage sei "wirklich nicht gut" und erfordere "sofortiges" Handeln, sagt der Immunologe Anthony Fauci. Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht und steckten daher immer noch tief in der ersten Welle des Virus, so Fauci. Die Wiederöffnung der Wirtschaft und die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürften nicht als Widerspruch gesehen werden, mahnte er.

+++ 22:11 Landrat: "Bis Tönnies-Betrieb wieder anläuft, kann es noch dauern" +++
Am Montagmorgen haben Gespräche der Behörden mit Tönnies-Vertretern zu einem vorgelegten Hygiene- und Arbeitsschutzkonzept begonnen. Erst nach Zustimmung könnte der Betrieb in Rheda-Wiedenbrück schrittweise wieder hochgefahren werden. Bislang gilt der Produktionsstopp bis zum 17. Juli. Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer rechnet nicht mit einer kurzfristigen Lösung. "Das Konzept, das die Firma vorgelegt hat, beantwortet bei Weitem nicht alle Fragen, die geklärt werden müssen. Also bis der Betrieb wieder anläuft, kann es noch dauern", sagte der CDU-Politiker unmittelbar vor einem Treffen von Vertretern der Behörden und des Unternehmens im Kreishaus. Das Unternehmen kann einen Antrag stellen, dass die Verfügung für einzelne Bereiche aufgehoben werden soll. Voraussetzung ist ein Konzept zum Gesundheits- und Arbeitsschutz, das den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen entspricht.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, cri/bad/dpa/rts/AFP/DJ