Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 10:00 Inzidenz bei Fünf- bis 14-Jährigen zehn Mal so hoch wie bei über 80-Jährigen +++

Momentan infizieren sich in Deutschland vergleichsweise wenig ältere Menschen, die besonders anfällig für schwere Verläufe sind. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei Menschen ab 80 Jahren laut RKI zuletzt bei rund 115 - mit leicht steigender Tendenz. Sollten sich deutlich mehr Ältere infizieren, könnte das Experten zufolge zu einem deutlichen Anstieg bei der Zahl der Schwerkranken führen. Bei den Fünf- bis 14-Jährigen liegt die Inzidenz nun rund zehn Mal so hoch wie bei den Älteren und hat sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. Das dürfte auch mit dem Ende der Weihnachtsferien zusammenhängen. Schüler werden regelmäßig getestet.

+++ 09:30 Tschechien verzeichnet Rekord bei Neuinfektionen +++
Die Omikron-Welle hat in Tschechien für eine Rekordzahl von Neuinfektionen gesorgt. Am Mittwoch melden die Gesundheitsbehörden 28.469 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Nach früheren Angaben dürften mehr als 80 Prozent der Neuinfektionen auf die ansteckendere Omikron-Variante zurückgehen. Die Zahl der Tests ist zuletzt gestiegen. Seit Montag müssen sich alle Beschäftigten in Firmen und Behörden zweimal die Woche einem Selbsttest unterziehen. Bei einem positiven Ergebnis folgt umgehend ein PCR-Nachweis. Zudem finden an den tschechischen Schulen regelmäßige landesweite Massentests statt. Innerhalb von sieben Tagen gab es nach den aktuellen Zahlen 950 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist derzeit deutlich niedriger als bei früheren Wellen.

+++ 08:56 Omikron-Welle in den USA könnte Höhepunkt überschritten haben +++
Die Omikron-Welle könnte in den Vereinigten Staaten ihren Höhepunkt überschritten haben. Wie aus den von der "New York Times" gesammelten Daten hervorgeht, ist die landesweite Anzahl an Neuinfektionen zuletzt leicht zurückgegangen. Der Durchschnitt sinkt demnach aktuell auf rund 756.000 neu gemeldete Fälle pro Tag. Vergangene Woche lag das mehrtägige Mittel zeitweise jenseits der Marke von 800.000 Neuinfektionen pro Tag. Insgesamt scheint sich das Infektions-Geschehen zunehmend in die Bundesstaaten im Süden und im Mittleren Westen zu verlagern. Rekordhohe Tageszuwächse meldeten zuletzt unter anderem die Behörden in North Carolina, South Carolina, Illinois, Tennessee und Utah.

+++ 08:22 Virologe: Rate der Neuinfektionen spielt keine Rolle mehr +++
Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr hat davor gewarnt, die Infektionszahlen überzubewerten. "Wenn ich normale Pandemiebekämpfung mache, dann möchte ich, dass die Intensivstationen, Krankenhäuser und Friedhöfe leer sind", sagt Stöhr in einem in der Sendung "Guten Morgen Deutschland" ausgestrahlten Interview mit RTL/ntv. Aus diesem Grund seien die Hospitalisierungsrate und die Belegung der Intensivstationen passendere Parameter als die Neuinfektionsrate, um Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung abzustimmen. "Und die Schere zwischen Neuinfektionen – dieser Schenkel ja klar nach oben weist – und der andere Schenkel, der horizontal oder nach unten weist, deutet ja schon darauf hin, dass diese Parameter sich voneinander abgekoppelt haben", sagt Stöhr zu den Statistiken. Deswegen spiele die Neuinfektionsrate aus seiner Sicht praktisch keine Rolle mehr.

+++ 08:03 Vorsitzender des Beamtenbundes kritisiert beabsichtigte Impfpflicht +++
Ulrich Silberbach, der Bundesvorsitzende des Beamtenbundes dbb, kritisiert die Überlegungen der Bundesregierung zur Einführung einer allgemeinen Impfpflicht. "Dass das Impfen wichtig ist, steht völlig außer Zweifel. Ich erkenne aber unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht, wie sich eine gesetzliche Impfpflicht sinnvoll umsetzen ließe", sagt Silberbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Silberbach verweist darauf, dass der Staat seine Ohnmacht vorführen würde, gäbe es eine Impfpflicht ohne Konsequenzen für jene, die sich weigern. "Oder soll etwa doch das Ordnungsamt an jeder Haustür klingeln und Impfnachweise kontrollieren? Dann will ich aber wissen, mit welchem Personalaufwand das kalkuliert wird", sagt Silberbach. Zudem sei zu klären, welche Handhabe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen, wenn ihnen die Tür nicht geöffnet wird.

+++ 07:44 Private Saunen wegen Pandemie besonders gefragt +++
Öffentliche Saunabäder mussten in der Pandemie monatelang schließen, dafür verkaufen Hersteller zunehmend Saunen an Privatleute. "Während die öffentlichen Saunabäder pandemiebedingt 30 bis 50 Prozent Umsatzeinbußen verschmerzen müssen, haben Hersteller mit privaten Saunas 15 bis 20 Prozent höhere Verkaufserlöse", sagt Rolf-Andreas Pieper, Mitglied im Präsidium des Deutschen Sauna-Bundes, der Deutschen Presse-Agentur. Den Zuwachs bei Privat-Saunas zeigten auch Daten des Statistischen Bundesamtes, sagt Thorsten Damm vom Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad. Zwar sei in Pandemiezeiten wegen der Schließungen weniger in große Saunaanlagen investiert worden, dafür hätten sich viele Nutzer zu Hause eine Sauna eingebaut. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 hätten 13 deutsche Hersteller im ersten Halbjahr 2021 bei Saunakabinen aus Holz eine Steigerung der Stückzahlen von 118 Prozent verzeichnet. Es seien deutlich mehr Kabinen eingebaut worden, aber im Schnitt weit günstigere als 2020, also eher im Privatbereich.

+++ 07:25 Leipziger Buchmesse soll 2022 wieder stattfinden +++
Nach zwei coronabedingten Absagen in Folge soll die Leipziger Buchmesse in diesem März wieder stattfinden. "Wir sind fest entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die es unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen gibt", sagt Messe-Direktor Oliver Zille. Die Branche wolle die Frühjahrsschau. Zudem müssten jetzt Lösungen für Veranstaltungen gefunden werden. Eine endgültige Garantie, dass sich die Buchbranche vom 17. bis 20. März in Leipzig treffen wird, ist das allerdings noch nicht. Bislang lassen die Corona-Regeln in Sachsen eine Messe noch nicht wieder zu. Erst in der nächsten Corona-Schutzverordnung ab 7. Februar werden Weichenstellungen erwartet.

+++ 07:06 Anträge auf Kinderkrankengeld mehr als verdoppelt +++
Die Zahl der Anträge auf Kinderkrankengeld hat sich im vergangenen Jahr bei der Techniker Krankenkasse (TK) mehr als verdoppelt. Eine Auswertung der TK, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, zeigt einen Anstieg der Anträge von 353.000 im ersten Corona-Jahr 2020 auf 786.000 im vergangenen Jahr. 2019 waren es 501 000 Anträge. Die TK geht davon aus, dass der Anstieg unter anderem mit den Corona-Sonderregeln für das Kinderkrankengeld zusammenhängt. Wegen der Pandemie war die Zahl der Kinderkrankentage im vergangenen Jahr von sonst 10 auf 30 pro Elternteil verdreifacht worden.

+++ 06:38 Insel zwei Jahre coronafrei: Flieger bringt 36 Infizierte +++
Zwei Jahre lang hat es der Südseestaat Kiribati geschafft, Corona von seinen Inseln fast komplett fernzuhalten - nun brachte das erste Flugzeug, das landen durfte, gleich 36 Infizierte in den Archipel. Die aus Fidschi kommende Maschine habe 54 vollständig geimpfte Menschen an Bord gehabt, die vor dem Abflug drei Covid-Tests gemacht hätten, die alle negativ ausgefallen seien, teilt die Regierung mit. Nach der Ankunft in Kiribati am Freitag seien dann aber 36 der Passagiere positiv auf das Virus getestet worden.

+++ 06:10 Bundesweit laufen 12.000 Ermittlungsverfahren wegen gefälschter Impfpässe +++
Das illegale Geschäft mit falschen Impfpässen floriert. Die Polizei geht Verdachtsfällen inzwischen mit bundesweit deutlich mehr als 12.000 Ermittlungsverfahren nach. Die Zahl sei vor allem im vergangenen Dezember in die Höhe geschnellt, berichten Polizeibehörden der Bundesländer bei einer bundesweiten Umfrage. Spitzenreiter ist demnach Bayern mit mehr als 4000 Verfahren und 5500 sichergestellten Impfpässen und -zertifikaten, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit mehr als 3500 Verfahren. "Wir müssen leider von einem großen Dunkelfeld ausgehen", berichtet die Landesregierung in München.

+++ 05:26 Thailand könnte Einreiseregeln im Februar wieder lockern +++
Vollständig geimpfte Urlauber können möglicherweise schon ab Februar wieder quarantänefrei nach Thailand einreisen. Grund sei, dass sich die Zahl der täglichen Neuinfizierungen im Land trotz der Ausbreitung der ansteckenden Omikron-Variante bei 7000 bis 8000 Fällen pro Tag eingependelt habe. Zudem sei die Zahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle weiter sehr niedrig, sagt Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn. Die möglichen Lockerungen für Touristen sollen am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Covid-Krisenzentrum CCSA diskutiert werden.

+++ 04:59 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 584,4 +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland übersteigt die Marke von 100.000 am Tag. Das Robert Koch-Institut (RKI) gibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden mit 112.323 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 74.405 gelegen, vor einer Woche waren es 80.430. Es handelte sich um einen neuen Tageshöchstwert. Wie das RKI weiter mitteilt, steigt die Sieben-Tage-Inzidenz auf 584,4 - ebenfalls ein neuer Rekord. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 553,2 gelegen, vor einer Woche waren es noch 407,5. Wie das RKI weiter angibt, wurden 239 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:36 Millionäre fordern globale Reichensteuer zur Pandemie-Bekämpfung +++
Mehrere internationale Organisationen und Millionäre schlagen eine Reichensteuer zur Pandemie-Bekämpfung vor. "Während Milliarden von Menschen während dieser Pandemie ums Überleben kämpfen, gerät das Vermögen der Milliardäre außer Kontrolle. Das kann nicht gerecht sein", erklärt die Koordinatorin der Aktivistenbewegung Fight Inequality Alliance, Jenny Ricks. Zusammen mit Oxfam, dem US-Institute for Policy Studies und Patriotic Millionaires, einem Zusammenschluss wohlhabender US-Bürger, fordert sie eine weltweite Vermögenssteuer. Diese sollte für Vermögen über fünf Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) zwei Prozent jährlich betragen, für Vermögen über 50 Millionen Dollar drei Prozent und für Vermögen über einer Milliarde Dollar fünf Prozent. Insgesamt könnten damit nach Schätzung der Aktivisten jährlich mehr als 2,5 Billionen Dollar eingetrieben werden.

+++ 02:22 Kassenärzte-Chef: Setzen Impfpflicht in Praxen nicht um +++
Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, will nach eigenen Angaben eine etwaige Impfpflicht nicht in den Arztpraxen umsetzen lassen. "Wir werden unseren Ärzten nicht zumuten, eine Impfpflicht gegen den Willen der Patienten zu exekutieren", sagt Gassen der "Bild"-Zeitung. "Die Praxen sind kein Ort, um staatliche Maßnahmen durchzusetzen, sondern leben vom Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient." In den Praxen würden dann keine Impfunwilligen geimpft.

+++ 01:06 Brasilien verzeichnet neuen Infektionsrekord +++
Brasilien hat mit 137.103 Fällen innerhalb von 24 Stunden laut den Zahlen des Gesundheitsministeriums einen neuen Rekord bei den Infektionen verzeichnet. Der bisherige Rekord datierte vom 23. Juni 2021, als innerhalb von 24 Stunden 115.228 neue Ansteckungen registriert wurden. Das Land mit 213 Millionen Einwohnern verzeichnete seit Pandemie-Beginn 621.517 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus - die zweithöchste Zahl nach den USA.

+++ 00:04 Impfstoff-Initiative Cepi erhält frisches Geld +++
Die hinter einigen erfolgreichen Corona-Impfstoffen stehende Impfstoff-Initiative Cepi erhält frisches Geld. Die Bill und Melinda Gates-Stiftung und die britische Stiftung Wellcome Trust haben zusammen 300 Millionen Dollar (264 Mio Euro) für weitere Covid-19-Impfforschung und die Verbesserung der Vorbereitung auf weitere Pandemien bereitgestellt, wie sie berichten. Ziel ist unter anderem eine neue Generation von Corona-Impfstoffen, die unabhängig von neuen Varianten effektiv sind. Cepi investiert auch in die Forschung an Impfstoffen gegen andere Krankheiten, etwa solche, die durch Nipah- oder Lassa-Viren ausgelöst werden.

+++ 22:16 Brandenburg erlässt erste Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte +++
In Brandenburg steigt die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Infektionen weiter stark an. Deshalb gilt in der Stadt Potsdam sowie in den Landkreisen Havelland und Teltow-Fläming ab Mittwoch 0 Uhr eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte. Sie gelte nun von 22 bis 6 Uhr. Das gibt die Potsdamer Stadtverwaltung im Amtsblatt öffentlich bekannt. Die Maßnahme werde laut Eindämmungsverordnung ergriffen, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz – die Neuinfektionen innerhalb einer Woche bei 100.000 Einwohnern – 750 übersteige, hieß es.

+++ 22:01 Italien meldet fast 230.000 neue Fälle und mehr als 400 Tote +++
In Italien meldet das Gesundheitsministerium 228.179 Neuinfektionen binnen eines Tages. Am Tag zuvor waren es noch 83.403. Allerdings wurden laut Ministerium auch deutlich mehr Menschen getestet: rund 1,48 Millionen nach gut 541.000 Tests am Vortag. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 434 (Vortag 287) auf 141.825. Das ist der zweithöchste Wert in Europa nach Großbritannien und weltweit der neunthöchste. Seit Ausbruch der Pandemie in Italien wurden 9,02 Millionen Ansteckungsfälle registriert.

+++ 21:37 Zahl der Neuinfektionen in Spanien erstmals seit 2. November gesunken +++
Erstmals seit Beginn der Omikron-Welle vor zweieinhalb Monaten sinkt in Spanien die Zahl der Neuinfektionen. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen mehr als 94.400 Ansteckungsfälle binnen eines Tages. Das sind 3306 Fälle je 100.000 Einwohner und damit etwas weniger als vor zwei Wochen, als 3397 Fälle registriert wurden. Das ist der erste Rückgang seit dem 2. November. Die Sieben-Tage-Rate geht noch stärker zurück, und zwar auf 1522 von 1657 Fällen je 100.000 Menschen. Insgesamt wurden bislang mehr als 8,5 Millionen Ansteckungs- und 91.277 Todesfälle verzeichnet. 80,5 Prozent der 47 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Spaniens sind vollständig geimpft.

+++ 21:08 Knapp 465.000 neue Fälle - Frankreich meldet Rekordwert +++
Frankreich verzeichnet mit knapp 465.000 gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages einen neuen Höchstwert. Wie die französische Gesundheitsbehörde angibt, wurden binnen 24 Stunden 464.769 neue Ansteckungen registriert.

Seit mehreren Wochen steigen die Fallzahlen in Frankreich rasant an. Zuletzt lag der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb einer Woche, landesweit bei 3063. In dem Land mit seinen gut 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern dominiert die Omikron-Variante.

+++ 20:36 Lauterbach: Impfpflicht muss im April oder Mai in Kraft gesetzt sein +++
Eine Impfpflicht müsste nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach spätestens im April oder Mai in Kraft gesetzt sein, um eine weitere Corona-Welle im kommenden Herbst noch abzuwenden. "Die Impfpflicht muss schnell kommen", so Lauterbach im Gespräch mit "RTL Direkt"-Moderatorin Pinar Atalay. Denn diejenigen, die noch gar nicht geimpft sind, müssten dann bis zum Herbst noch "drei Impfzyklen durchlaufen".

Allgemein sieht Lauterbach die Gefahr einer weiteren Herbstwelle alles andere als gebannt. "Die Wahrscheinlichkeit, dass wir im Herbst keine neue Variante haben, ist ja sehr gering", so der SPD-Politiker. Das Virus entwickle sich weiter. Lauterbach befürchtet eine "rekombinierte" Variante, die Eigenschaften verschiedener Varianten vereint, so etwa die Resistenz gegen Impfungen von Omikron sowie die Gefährlichkeit der Delta-Variante.

Das ganze Interview mit Lauterbach um 22.15 Uhr in einer um zehn Minuten verlängerten und dann halbstündigen Ausgabe von "RTL Direkt" zu sehen.

+++ 20:27 Bundesländer melden mehr als 90.000 Neuinfektionen +++
Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, ist die Gesamtzahl der seit Pandemiebeginn in Deutschland erfassten Corona-Fälle heute auf 8.112.246 Fälle gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit bei 91.869 erfassten Fällen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 198 auf 115.906. Als aktuell infiziert gelten rund 939.368 Personen.

Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2664 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1629 davon werden invasiv beatmet. Rund 4267 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei (17 Prozent).

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,08 angegeben (Vortag: 1,11).

+++ 20:16 Neue Tageshöchstwerte in fünf Bundesländern +++
Fünf Bundesländer - darunter auch das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen - melden neue Tagesrekorde, wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht. Daneben melden Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz ebenfalls Höchstwerte. In den letzten drei Bundesländern hat sich der Wert im Vergleich zur Vorwoche sogar verdoppelt.

+++ 20:10 Fallzahl steigt um knapp 60 Prozent im Vergleich zur Vorwoche +++
Die Fallzahl steigt mit 91.869 Neuinfektionen deutlich im Vergleich zur Vorwoche, und zwar um 59 Prozent. Das geht aus den von ntv ausgewerteten Daten der Landesbehörden hervor. Am 11. Januar hatten die Landesbehörden bundesweit 57.771 neue Fälle registriert.

Der deutliche Anstieg wird auch beim Blick auf den gleitenden Sieben-Tage-Schnitt bei den Neuinfektionen deutlich: Der Wert macht mit 72.113 Fällen einen Sprung von mehr als 5000 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortageswert (67.242).

+++ 20:05 Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen und Hamburg weiter über 1000 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bremen mit 1288,9 und in Hamburg mit 1180,6 weiterhin bundesweit am höchsten. Das geht aus Berechnungen von ntv.de auf Basis der Angaben aus den Bundesländern hervor. Während Bremen demnach erneut einen leichten Rückgang verzeichnet, steigt die Zahl in Hamburg erneut an.

Unklar ist, ob das Infektionsgeschehen in Bremen tatsächlich etwas abflaut oder ob der Rückgang mit Kapazitätsgrenzen bei den Tests zusammenhängt.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

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