Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 10:12 Jetzt live: Spahn und RKI-Chef Wieler informieren zur Corona-Lage +++

+++ 10:01 Hunderte verstoßen gegen Regeln auf Karnevalsfeiern in Israel +++
Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Corona-Regeln verstoßen. In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei mitteilt. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet. Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden.

+++ 09:45 SPD-Chef: Shutdown so schnell wie möglich beenden +++
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans plädiert angesichts drohender Insolvenzen für rasche Lockerungen des Lockdowns. Allerdings stehe der Gesundheitsschutz an erster Stelle. "Wir müssen aus dem Shutdown so schnell wie möglich heraus." Man müsse aber "Schritt für Schritt" Orientierung geben, sagt er im ZDF und dringt auf rasche Impfungen. Zu einem digitalen Impfpass und einer Reisefreiheit für Geimpfte sagt er: "Wir werden uns der Debatte in Europa nicht entziehen können." Wenn es die Gewissheit gebe, dass Geimpfte nicht ansteckend sind, es genügend Geimpfte gebe und es Techniken gebe, das nachzuweisen, dann werde man um eine Lockerung nicht herumkommen. "Wir müssen dafür sorgen, dass ... der Gesundheitsschutz an erster Stelle steht, aber die Wirtschaft so wenig wie möglich beeinträchtigt wird, weil die trifft uns am Ende ja auch alle."

+++ 09:22 Notfallmediziner: Frankreich braucht neue Lockdown-Maßnahmen +++
Frankreich wird nach Einschätzung eines leitenden Notfallmediziners in Paris nicht um neue Lockdown-Maßnahmen herumkommen. "Ich verstehe nicht, worauf wir warten", sagt Philippe Juvin, Chef der Notfallabteilung eines Pariser Krankenhauses, dem Sender BFM TV. Die Lage in Krankenhäusern in der Region Paris sei sehr angespannt.

*Datenschutz

+++ 09:09 Günther verknüpft Impfpass mit Inlandsreisen +++
Seit Monaten hängt Deutschland im Lockdown, da hoffen viele Menschen auf Urlaubsreisen, zumindest im eigenen Land. Doch ob die möglich sind, steht noch in den Sternen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther bringt jetzt diese Idee ins Spiel: Inlandsreisen jenen Bürgern zu ermöglichen, die mit einem Impfpass ihre Corona-Impfung nachweisen können. "Ich kann mir das auf jeden Fall vorstellen. Ich glaube ohnehin, dass Öffnungen in dem Bereich nur möglich sind, wenn wir bestimmte Restriktionen machen", sagt Günther im "Frühstart"bei ntv. Es habe im Tourismus schon häufiger die Auflage gegeben, einen negativen Corona-Test vorlegen zu müssen. Derzeit werde das auch bei den Grenzkontrollen so gehandhabt. Den von der EU geplanten europäischen Impfpass bezeichnet Günther als "sinnvolles Instrument". Sobald allen Bürgern ein Impfangebot gemacht worden sei, könne man mithilfe so eines Passes weitere Öffnungsschritte verantworten.

+++ 08:51 Mindestens 400 Mitarbeiter im US-Gesundheitswesen gestorben, seitdem Impfungen zugänglich sind +++
Mitte Dezember begann in den USA die Impfkampagne. Trotzdem sind seither mindestens 400 Menschen, die in Krankenhäusern oder als Rettungssanitäter und dergleichen arbeiten, an Covid-19 gestorben. Das ergibt eine Auswertung des "Guardian" und der Organisation KHN. Sie zeigt, wie gefährlich die Betreuung von Corona-Patienten nach wie vor ist. Jeder achte Verstorbene, der im Gesundheitssystem arbeitete, kam demnach nach Beginn der lebensrettenden Kampagne ums Leben. In Kalifornien sind sogar 40 Prozent der Todesfälle in diesem Bereich seit Beginn der Immunisierungen verzeichnet worden. Die Zahlen in Bezug auf die gesamten Vereinigten Staaten dürften noch wesentlich höher liegen, heißt es in dem Bericht. So sei eine genaue Statistik über die Betroffenen im Gesundheitswesen nicht in jedem Bundesstaat verpflichtend.

+++ 08:48 Ein Jahr Coronavirus-Liveticker auf ntv.de +++
Vor genau einem Jahr wurde der Coronavirus-Liveticker auf ntv.de gestartet. Seitdem bestücken ihn Dutzende Redakteurinnen und Redakteure rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche mit Nachrichten mit Bezug zur Pandemie. Dass diese Art der Berichterstattung sich nun über zwölf Monate zieht, hat zu Beginn niemand erwartet. Ein Feiertag ist dieser erste - und hoffentlich letzte -Geburtstag nicht.

Einen Überblick über bedeutsame Einträge im zurückliegenden Jahr können Sie hier nachlesen. Eine Würdigung finden Sie hier.

+++ 08:34 Weil: Mehr Freiheiten auch für Getestete +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil regt an, in der Pandemie nicht nur geimpften Menschen, sondern auch aktuell Getesteten mehr Freiheiten zu geben. "Wir können nicht nur an die einstweilen wenigen Glücklichen, die geimpft sind, denken", sagt der SPD-Politiker der "Braunschweiger Zeitung". An einer solchen Perspektive etwa für Gastronomen und Einzelhändler "müssen wir hart arbeiten". Es sei klar, dass man weiter Maske tragen, Abstand halten und Hygienekonzepte beachten müsse. Dennoch eröffne sich mit Impfen, Testen und Schutzmaßnahmen wieder deutlich mehr Spielraum, so Weil. "Das bloße Warten auf Inzidenzwerte unter 35 bringt uns nicht voran." Er verweist auf Schnelltests, die wesentlich anwendungsfreundlicher seien. Mit Hilfe der Corona-Warn-App könnten Impfung und Schnelltests gebündelt und angezeigt werden.

+++ 08:15 Mützenich verteidigt Kritik an "Ankündigungsminister" Spahn +++
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich dringt auf eine behutsame Lockerung des Lockdowns. "Das darf nicht zu groß und auch nicht zu schnell erfolgen", sagt er im Deutschlandfunk. Es werde sich in den nächsten Tagen zeigen, was man öffnen könne und was nicht. Den vom EU-Gipfel auf den Weg gebrachten digitalen Impfpass begrüßt er. Dieser könne dazu beitragen, insbesondere das "Grenzmanagement" für Berufspendler zu erleichtern. An seiner Kritik an Gesundheitsminister Jens Spahn, den er als "Ankündigungsminister" tituliert hat, hält Mützenich fest. "Wenn man drei Mal ankündigt, was alles passiert, dann fällt mir nichts anderes ein. Ich würde ihn ja einen Umsetzungsminister nennen, wenn das alles glatt laufen würde."

+++ 08:00 Fährverkehr nach Großbritannien eingebrochen +++
Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben auch starke Auswirkungen auf den internationalen Fährverkehr nach Großbritannien. Die Passagierzahl sei im Vorjahr um 63 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gesunken, teilt der britische Hafenverband British Ports Association in London mit. Demnach reisten 2020 insgesamt 6,9 Millionen Menschen mit Fähren von und nach Großbritannien. Die Zahl beinhaltet Lastwagenfahrer und Touristen. 2019 waren es noch 18,4 Millionen.

+++ 07:38 Infektionen in NRW-Pflegeheimen gehen deutlich zurück +++
Seit dem Start der Impfungen in den Altenheimen in NRW ist die Zahl der aktiven Infektionen unter Bewohnern und Mitarbeitern rapide zurückgegangen. Den jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsministerium zufolge waren zuletzt knapp 750 Bewohner und 430 Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen mit dem Coronavirus infiziert - ein deutlicher Rückgang, der auf die wachsende Zahl von Geimpften in dieser Gruppe zurückzuführen sei. Auf dem Höhepunkt der Welle an Weihnachten galten noch weit über 5000 Heimbewohner als Corona-Patienten. Schon einen Monat später war die Zahl auf unter 4000 gesunken. Am 9. Februar wurden bereits weniger als 1000 Infizierte gezählt.

+++ 07:09 Spahn nahm laut Bericht vor positivem Test an Unternehmerdinner teil +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nahm am 20. Oktober 2020, einen Tag vor seinem positiven Corona-Test, an einem Abendessen mit etwa einem Dutzend Unternehmern in Leipzig teil. Das berichtet der "Spiegel". Zu diesem Zeitpunkt stiegen die Zahlen in Deutschland wieder deutlich an, und am Morgen desselben Tages hatte Spahn im ZDF noch gemahnt: "Wir wissen vor allem, wo es die Hauptansteckungspunkte gibt. Nämlich beim Feiern, beim Geselligsein, zu Hause privat oder eben in der Veranstaltung, auf der Party im Klub." Am Abend fuhr er dem Bericht zufolge nach Leipzig, wo das Dinner in der Privatwohnung eines Bekannten von Spahn stattfand. Mehrere Gäste sollen im Zuge des Abendessens an die CDU gespendet haben, berichtet ein Teilnehmer. Alle Gäste hätten Abstand gehalten und Maske getragen, bis sie auf ihren Plätzen gesessen hätten. Einen Tag nach dem Abendessen wurde beim Gesundheitsminister die Corona-Infektion festgestellt.

+++ 06:50 Söder warnt vor "Öffnungshektik" und "Blindflug" bei Lockerungen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mahnt vor den Bund-Länder-Beratungen zur Vorsicht bei möglichen Lockerungen der Beschränkungen. "Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht. Wir dürfen angesichts der Mutation keinen Blindflug starten", sagt der CSU-Chef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren. Öffnen ja, aber klug und umsichtig." Mit Blick auf Stufenpläne aus mehreren Bundesländern mahnt Söder ebenfalls zur Vorsicht. "Bei einem Stufenplan muss man aufpassen, dass am Ende nicht ein Datum alle nächsten Schritte bestimmt." Am Ende müsse auch möglich sein, Öffnungsschritte zurückzunehmen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:38 Inzidenz in Deutschland steigt weiter an +++
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 94,4 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen. Ziel von Bund und Ländern ist es, den Wert auf unter 35 zu drücken. Am Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

+++ 06:24 RKI meldet knapp 10.000 neue Fälle +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9997 neue Fälle gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:01 Südkorea beginnt mit landesweiten Impfungen +++
Südkorea beginnt mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Als erster Impfstoff wurde das Vakzin von Astrazeneca verabreicht. Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtet der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen. Zuerst sollten mehr als 5000 Pflegekräfte und Patienten in 213 Pflege- und Reha-Einrichtungen geimpft werden. Entgegen früherer Planungen schlossen die Gesundheitsbehörden zunächst Menschen im Alter von 65 Jahren und älter von der Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin aus. Es gebe nicht genug Daten über dessen Wirksamkeit bei älteren Menschen.

+++ 05:32 Apotheken und Kommunen mahnen Schnelltest-Konzept an +++
Die Bundesregierung will Schnelltests breit verfügbar machen, doch noch sind viele Fragen offen. "Wie Schnelltests in großen Mengen künftig beschafft, bezahlt, flächendeckend verteilt werden und auch zu den Menschen kommen, dazu erhoffen wir uns nächste Woche von den Beratungen von Bund und Ländern mehr Aufklärung", sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, der "Rheinischen Post". Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände sieht noch praktische Einschränkungen. Nicht alle Apotheken könnten Corona-Schnelltests anbieten, da damit hohe Arbeitsschutzanforderungen wie extra Räume und besondere Schutzkleidung verbunden seien.

+++ 04:46 Söder: Grenzkontrollen bleiben +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol aufrecht halten. Kritik der EU-Kommission an den Maßnahmen weist er zurück: "Wenn die Kommission etwas für die Region tun will, würden wir uns über zusätzliche Impfdosen aus Brüssel freuen", sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der Bund habe Tschechien und Tirol zu Mutationsgebieten erklärt und hier sei auch die Gefahr einer Verbreitung der Virusmutationen besonders hoch.

+++ 03:40 Brasiliens Regierung sieht "neue Etappe" der Pandemie +++
Angesichts der rasanten Verbreitung der im Amazonas-Gebiet entdeckten Variante des Coronavirus warnt die brasilianische Regierung vor der "neuen Etappe" der Corona-Pandemie in dem Land. "Heute haben wir durch das mutierte Virus eine dreifach höhere Ansteckung. Und die Geschwindigkeit, mit der dies geschieht, kann überraschen", sagte Gesundheitsminister Eduardo Pazuell. Die Gesundheitssekretäre der Bundesstaaten erklärten, die Infrastruktur sei bereits am Limit. In der Hauptstadt Curitiba des südlichen Bundesstaates Paraná bildeten sich Schlangen von Krankenwagen vor den Krankenhäusern.

+++ 03:01 Hacker-Angriff auf Covid-Labor +++
Auf ein Labor der Oxford Universität, in dem zu Covid-19 geforscht wird, ist einem Medienbericht zufolge ein Cyberangriff verübt worden. Es werde befürchtet, dass eine Hacker-Bande versuchen werde, Geheimnisse an den höchsten Bieter zu verkaufen, meldet der britische "Telegraph".

+++ 02:28 Gorilla und Löwen im Prager Zoo mit Symptomen +++
Im Prager Zoo sind ein Gorilla und zwei Löwen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang wiesen sie milde Symptome auf, teilt Direktor Miroslav Bobek mit. Der Gorilla Richard sei müde und leide an Appetitlosigkeit. Die Löwen Jamvan und Suchi seien erkältet und würden husten. Wahrscheinlich hätten sich die Tiere bei Zoomitarbeitern angesteckt. Die anderen Tiere würden getestet und man stehe in Kontakt mit Zoos, in denen es bereits Covid-19-Fälle gegeben habe. In Tschechien steigt die Zahl der Corona-Fälle. Bezogen auf die Einwohnerzahl hat das Land eine der höchsten Infektionsraten weltweit.

+++ 01:54 Tschechiens Regierung will Mobilität "radikal" einschränken +++
Die tschechische Regierung will angesichts steigender Fallzahlen die Mobilität der Bürger "radikal" einschränken. Die Maßnahme müsse mindestens drei Wochen lang durchgesetzt werden, sagt Ministerpräsident Andrej Babis. Seine Minderheitsregierung braucht heute die Unterstützung des Parlaments, um den Notstand verlängern zu können - die juristische Grundlage für Einschränkungen. Tschechien hatte in den vergangenen Tagen laut der Statistikwebsite Our World in Data die weltweit höchste Infektionsrate pro Kopf.

+++ 01:15 Bouffier gibt Stiko Schuld an Astrazeneca-Skepsis +++
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier macht den Bund und die Ständige Impfkommission (Stiko) für die fehlende Akzeptanz des Astrazeneca-Impfstoffs in der Bevölkerung mitverantwortlich. Er bedauere, dass die Kommunikation insbesondere auch der zuständigen Stellen beim Bund über die Wirksamkeit des Impfstoffs zu kurz geraten sei, sagt Bouffier bei einer Pressekonferenz. Man hätte von Anfang an sagen sollen, was die Fachleute jetzt sagen: "Das ist ein sehr guter Schutz." Stattdessen sei die Entscheidung der Stiko, den Impfstoff wegen fehlender Daten zu älteren Personen zunächst nur für Menschen unter 65 Jahren zuzulassen, von vielen Bürgern so verstanden worden, dass er nicht richtig wirke.

+++ 00:30 Biden-Regierung nähert sich Impfziel mit großen Schritten +++
US-Präsident Joe Biden hat bei einer Zeremonie im Weißen Haus die Fortschritte der Corona-Impfkampagne im Land gelobt. Bei den Impfungen seien die USA dem Zeitplan um "Wochen" voraus, sagte Biden anlässlich der 50-millionsten Impfung seit seinem Amtsantritt am 20. Januar. "Wir bewegen uns trotz des Chaos, das wir von der Vorgänger-Regierung geerbt haben, in die richtige Richtung", fügte er hinzu. Biden hatte angekündigt, dass in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Impfdosen gespritzt werden sollen. Die Hälfte der Impfungen wurde nun bereits nach 37 Tagen erreicht.

+++ 00:13 Corona-Jahr: Berlins Schüler dürfen freiwillig sitzenbleiben +++
Viele Berliner Schüler dürfen das von Corona und Schulschließung geprägte Schuljahr 2020/21 wiederholen, wenn sie das wollen. Das Abgeordnetenhaus hat eine entsprechende Gesetzesänderung beschlossen. Sie betrifft Schüler in der Primarstufe sowie der Sekundarstufe I - also der Klassen 1 bis 10. Wenn sie das Schuljahr wiederholen wollen, müssen ihre Eltern einen schriftlichen Antrag bei den Schulleitern stellen. Verpflichtend vorgesehen ist ein Beratungsgespräch. Bisher konnten Schüler nicht freiwillig sitzenbleiben. Nachteile sollen ihnen durch eine Wiederholung der Jahrgangsstufe nicht entstehen.

+++ 23:38 USA: Biontech-Impfstoff darf in normalem Gefrierfach gelagert werden +++
Die US-Arzneimittelbehörde lockert die Logistikvorschriften für den Impfstoff von Pfizer/Biontech. Ab sofort darf das das Vakzin in den USA bis zu zwei Wochen bei Temperaturen eines normalen Gefrierfachs transportiert und gelagert werden. Das soll die Handhabung des Impfstoffs erleichtern und den Einsatz auch an Orten wie Arztpraxen oder Apotheken vereinfachen. Bislang musste der Impfstoff bei minus 80 bis minus 60 Grad Celsius transportiert und gelagert werden. Nun sollen mittelfristig minus 25 bis minus 15 Grad reichen.

+++ 22:42 Statt Priorisierung: Söder erwägt Astrazeneca-Verteilung an Hausärzte +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht angesichts der Zurückhaltung gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff Handlungsbedarf. "Wenn es so weitergeht, werden wir auf einem Berg von Astrazeneca-Impfdosen sitzenbleiben. Das kann niemand wollen bei einem Impfstoff, der gut schützt", sagte der CSU-Vorsitzende dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Natürlich sei es jetzt gut, Lehrer, Erzieher und die Polizei vorzeitig zu impfen. Aber es gebe unzählige Menschen, die sich impfen lassen wollten, jedoch noch lange nicht dran seien. "Sollte sich der Trend bei Astrazeneca fortsetzen, hat es keinen Sinn, dafür ständige neue Priorisierungen vorzunehmen. Sinnvoll wäre es dann, Astrazeneca gleich über die Ärzteschaft zu verimpfen. Denn wir sollten so rasch wie möglich alles verimpfen, was geht", sagte Söder.

+++ 22:20 Nur noch vier Bundesländer ohne steigende Inzidenz +++
Im Ländervergleich führt Nordrhein-Westfalen mit 2672 neuen Fällen, gefolgt von Bayern (1567) und Baden-Württemberg (1109). Gemessen an der Einwohnerzahl weist Thüringen mit Abstand die meisten aktiven Infektionen pro 100.000 Einwohner auf. An zweiter Stelle folgt Hamburg. Zugleich melden 12 von 16 Bundesländern steigende 7-Tage-Inzidenzen - unter 50 liegt nur Baden-Württemberg, allerdings auch nur noch knapp. Die 35er-Inzidenz, die Maßstab für Lockerungen sein soll, rückt damit in weitere Ferne.

+++ 21:55 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.585 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.419.129 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.585 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Tageszuwachs seit dem 5. Februar. Damals waren die neu gemeldeten Fälle zuletzt fünfstellig gewesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 384 auf 69.305. Am Donnerstag der Vorwoche waren 513 Tote gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 122.841 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,92 angegeben (Vortag: 0,89). Das bedeutet, dass im Durchschnitt hundert Infizierte 92 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,05 (Vortag: 9,98). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter deutlich unter die 3000er-Marke. In deutschen Kliniken werden derzeit 2898 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 57 Patienten, wie aus dem aktuellen Divi-Intensivregister hervorgeht. Demnach müssen 1707 Patienten invasiv beatmet werden, das sind 37 weniger als am Vortag. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4497 Betten in den deutschen Kliniken frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, fzö/ino/rts/dpa/AFP