Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 10:30 Russland meldet mehr als 1000 Corona-Tote - an einem Tag +++

In Russland sterben täglich immer mehr Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Am heutigen Samstag meldet die Taskforce der Regierung 1002 weitere Todesfälle, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Erstmals lag die Zahl der täglich Verstorbenen damit über der Schwelle von 1000. Den Angaben zufolge wurden zudem 33.208 Neuinfektionen gemeldet, ebenfalls ein neuer Höchststand. Insgesamt liegt die Zahl der Infektionen damit bei über 7,9 Millionen. Den Angaben der Taskforce zufolge liegt die Gesamtzahl der Todesfälle bei 222.315.

+++ 09:19 Firmen planen Weihnachtsfeiern im Freien +++
Bei der Planung der diesjährigen Weihnachtsfeier sind Veranstaltern zufolge viele Unternehmen wegen der unsicheren Corona-Lage derzeit noch zurückhaltend. Die Firmen, die hingegen schon klare Vorstellungen hätten, organisierten vielfach Events unter freiem Himmel, sagt Marketingleiter Jan Möller vom bundesweit tätigen Veranstalter Teamgeist. "Klarer Trend: Es wird in diesem Jahr deutlich mehr Outdoor-Veranstaltungen geben als etwa 2019." Aktionen wie Nachtbogenschießen, Eisstockschießen oder digitale Schnitzeljagden durch Innenstädte seien sehr gefragt. Im vergangenen Winter wurden wegen der Pandemie viele Weihnachtsfeiern abgesagt oder digital gefeiert.

+++ 08:11 Ende der kostenlosen Tests: Erste Gastronomen melden weniger Gäste +++
Erste Gastronomen signalisieren, dass mit dem Ende der kostenlosen Corona-Test auch die Zahl der Gäste sinkt. "Es haben schon Gastronomen signalisiert, dass sie weniger Gäste haben", sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Renate Mitulla. Die Gastronomen hätten berichtet, dass Gäste, die bislang mit negativem Corona-Test in die Betriebe kamen, nun fernblieben. Noch seien dies aber nur einzelne Meldungen. Ein genauer Trend lasse sich noch nicht ausmachen, sagte Mitulla. Dies sei erst in einigen Wochen möglich. Die sogenannten Bürgertests sind seit vergangenem Montag für die meisten Menschen in Deutschland nicht mehr kostenlos.

+++ 06:57 Rund sechs von zehn Impfungen in Zentren oder durch mobile Teams +++
Von den bundesweit bislang gut 109 Millionen Erst- und Zweitimpfungen sind rund 56 Prozent in Impfzentren oder von mobilen Impfteams gespritzt worden. Gut 40 Prozent der Impfdosen wurden laut Auswertung (Datenstand 12. Oktober) der Hamburger Gesundheitsbehörde in Arztpraxen verabreicht, knapp zwei Prozent von Betriebsärzten. Dies zeige, dass der Fortschritt bei den Corona-Schutzimpfungen "viele Mütter und Väter" habe. "Wichtig ist vor allem, möglichst rasch eine möglichst hohe Impfquote zu erzielen und viele Menschen zu erreichen. Deswegen war es richtig, die Impfkampagne auf mehrere Säulen zu stützen."

+++ 05:40 Handelsverband lehnt bundesweite 2G- oder 3G-Beschränkungen im Handel ab +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt bundesweite Corona-Zugangsbeschränkungen für Geschäfte ab. Gerade in Läden mit hohen Kundenfrequenzen wie dem Lebensmittelhandel, bei Möbel- oder Bekleidungsgeschäften ergebe eine 3G- oder 2G-Regelung keinen Sinn, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Kontrolle der Impfpässe und der Tests würde bei diesen Branchen zu langen Schlangen vor den Geschäften führen." Warteschlangen seien jedoch aus Pandemie-Gründen unbedingt zu vermeiden. "Die Anwendung von 2G oder 3G sollte jedem Händler selbst überlassen werden", fordert Genth. In Hessen dürfen Händler etwa auf freiwilliger Basis entscheiden, ob sie in ihre Läden nur Geimpfte oder Genesene einlassen und damit die Maskenpflicht entfällt.

+++ 05:18 RKI: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 70,8 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt auf 70,8. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilt, wurden binnen eines Tages 10.949 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 68,7 gelegen, vor einer Woche hatte sie 64,4 betragen. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 75 Fälle auf 94.601. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.365.107, die Zahl der Genesenen bei rund 4.141.500.

+++ 02:25 Arbeitgeberpräsident Dulger fordert rasches Ende der Corona-Hilfen +++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht sich für ein rasches Ende der Wirtschaftshilfen in der Pandemie aus. "Die Corona-Hilfen sollten zum Jahresende auslaufen", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Deutschland müsse zurück zur Normalität. Die Kurzarbeit allerdings würden einige Branchen "noch eine Weile brauchen - vielleicht auch über den Jahreswechsel hinaus", fügt er hinzu. "Sie ist ein gutes Instrument, um den Arbeitsmarkt stabil zu halten." Der BDA-Präsident gab einen positiven Ausblick: "Wenn wir weiter gewissenhaft impfen, kommen wir auch gut durch den Winter. Was die konjunkturelle Lage angeht, ist Corona schon jetzt nicht mehr unser größtes Problem." Die Materialverknappung und die logistischen Probleme machten den Unternehmen mehr zu schaffen.

+++ 01:45 Holetschek: Corona-Maßnahmen nur noch für Ungeimpfte +++
Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek, macht deutlich, dass bei einer verschärften Pandemielage notwendige Maßnahmen nur Ungeimpfte treffen werden. "Wir müssen die Zahlen im Blick behalten, die Belegung auf den Intensivstationen etwa. Dort liegen fast nur Ungeimpfte, die drohen unser Gesundheitssystem im Winter zu überlasten, sofern die nächste Welle kommen", sagt Holetschek dem Redaktions-Netzwerk Deutschland. Er kündigt an: "Sollte es zusätzliche Maßnahmen geben, werden sich diese gegen Ungeimpfte richten." Von Geimpften gehe keine große Gefahr aus - "wir sind schon juristisch gezwungen, das zu berücksichtigen und werden es auch tun", so der Minister.

+++ 00:30 Kinderärzte raten "so dringlich wie bei Erwachsenen" zur Corona-Impfung von Kindern ++
Die Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, empfiehlt die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche "allgemein und uneingeschränkt". "Nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, empfehle ich die Impfung den über 12-Jährigen heute allgemein und uneingeschränkt, ich werbe dafür so dringlich wie bei Erwachsenen", sagt der Vorsitzende der Gesellschaft, Jörg Dötsch, dem Redaktions-Netzwerk Deutschland (RND). Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus. Dötsch rät mit Blick auf die Pandemie-Bekämpfung an Schulen zu einem "Zwischenweg": "Wir wollen weiterhin keine Durchseuchung der Kinder - aber wir wollen auch unbedingt vermeiden, dass die Jüngsten nochmal unter den Folgen der Schulschließungen und der Isolationsmaßnahmen leiden müssen."

+++ 22:25 Dehoga beklagt "Regelchaos" in den Herbstferien +++
Auch mit Blick auf die Herbstferien beklagt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Thüringen ein "Regelungschaos" bei den Corona-Vorgaben für die Branche. Wenn in den Ferien besonders Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern verreisen wollten, seien für viele Betriebe die Regeln bei der Testpflicht nicht erfüllbar, kritisiert der Branchenverband. Testzentren fehlten, die Kostenübernahme sei nicht geklärt, und Regelungen seien unklar. "Das Regelungschaos und immer wieder Einschränkungen für unsere ohnehin gebeutelte Branche sind untragbar", sagt Präsident Mark Kühnelt. Gerade in Regionen mit geringen Einwohnerzahlen seien die nächsten Warnstufen durch Sprünge bei den Inzidenzzahlen oder bei anderen Werten schnell erreicht. Bei der aktuellen Impfquote seien diese Grenzwerte höher anzusetzen, da nicht von einer Überlastung des Gesundheitssystems ausgegangen werden könne.

+++ 21:52 Saarland: Auffrischungsimpfungen in Seniorenheimen bald abgeschlossen +++
Die Corona-Auffrischungsimpfungen in saarländischen Seniorenheimen können dem Gesundheitsministerium in Saarbrücken zufolge bald beendet werden. "Bis Ende Oktober werden die Anfahrten durch mobile Teams im Zuge der Auffrischimpfungen abgeschlossen sein", teilt das Ministerium mit. Im Anschluss sollen voraussichtlich Anfang November die Anfahrten der besonderen Wohnformen in der Eingliederungshilfe starten. "Mit dem verstärkten Impfangebot soll der möglichen nachlassenden Immunität, insbesondere von vulnerablen Gruppen, entgegengewirkt werden", sagt Gesundheitsministerin Monika Bachmann einer Mitteilung zufolge. Ziel sei ein größtmöglicher Schutz für Bewohner und Bewohnerinnen sowie der Beschäftigten in den Einrichtungen der Pflege und besonderen Wohnformen. Die sogenannten Booster-Impfungen in Altenhilfeeinrichtungen hatten im September begonnen.

+++ 21:06 Neben Thüringen ein weiteres Bundesland über Inzidenz 100 +++
Die 7-Tage-Inzidenz in den 16 Bundesländern entwickelt sich sehr unterschiedlich. In 11 Bundesländern ist der Wert im Vergleich zum Vortag gestiegen - die größten Zuwächse gab es in Baden-Württemberg und Thüringen. Mit Bayern (100,5) liegt neben Thüringen jetzt wieder ein zweites Bundesland über der 100er Schwelle, Sachsen steht ganz knapp davor. In vier Bundesländern sinkt die Inzidenz, nur in Rheinland-Pfalz bleibt der Wert unverändert.

+++ 20:39 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 11.669 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.358.472 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 11.669 neue Fälle hinzu. Das sind 1495 neue Fälle mehr als am Freitag der Vorwoche (+ 14,7 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 80 (Vorwoche: 97) auf 94.548. Als aktuell infiziert gelten rund 131.984 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,06 angegeben (Vortag: 1,04).

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: hny/ino/dpa/AFP/rts

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