Panorama
Samstag, 20. Januar 2007

Hauptbahnhof in Nöten: 100 nicht befestigte Träger

Nach den Orkanschäden am Berliner Hauptbahnhof will die Bahn die markante Fassade jetzt mit Blechplatten sichern. Die Arbeiten begannen am Samstag, sagte ein Bahnsprecher. Die Bleche sollen auf das gesamte Stahlgerüst an der Außenseite des Bahnhofs geschweißt werden, um die mehr als 100 nicht befestigten Träger zu verdecken und vor Wind zu schützen. In der Nacht zu Freitag war durch den Orkan "Kyrill" ein tonnenschwerer Stahlträger aus der Fassade in 40 Meter Tiefe in den Eingangsbereich des Bahnhofs gestürzt. Verletzt wurde niemand.

"Wir hoffen, dass wir den Bahnhof dann auch bei einer Windstärke 8 und mehr in Betrieb lassen können", sagte der Sprecher weiter. Die Arbeiten sollen in der kommenden Woche abgeschlossen werden. Das rund eine Milliarde Euro teure Vorzeigeobjekt der Bahn war erst vor rund acht Monaten eröffnet worden. Die Fassade mit dem Stahlgerüst prägt den Bau.

Durch den Orkan hatten sich zwei weitere Träger gelöst, waren aber nicht heruntergefallen. Sie wurden inzwischen entfernt. Dabei wurde bekannt, dass alle Stahlträger nicht festgeschweißt sind, sondern aus architektonischen Gründen nur wie Regalbretter lose auf Verstrebungen liegen.

Quelle: n-tv.de