Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:03 In den USA steigen die Neuinfektionen - wieder fast 80.000 täglich +++

In den USA steigt die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Neuinfektionen weiter an. Am Dienstag meldeten die Behörden mit 77.312 neuen Fällen rund 15.000 mehr als vor genau einer Woche, wie aus Daten der "New York Times" hervorgeht. Die Anzahl der Toten mit einer bestätigten Infektion blieb vergleichsweise stabil bei 987. Am vergangenen Dienstag waren es demnach 907 gewesen.

+++ 10:32 Mehr als 530.000 Impfungen an einem Tag +++
Die täglichen Impfzahlen nehmen in dieser Woche wieder Fahrt auf: Laut dem Impfmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) haben am Dienstag 530.537 Menschen in Deutschland eine Impfdosis erhalten. Davon entfielen 464.701 auf Erstimpfungen und 65.836 auf Zweitimpfungen. Das sind insgesamt über 80.000 Impfungen mehr als am Dienstag vor einer Woche. Damit sind mittlerweile knapp über 14 Millionen Bundesbürger mindestens einmal geimpft worden. Rund 5,2 Millionen haben bereits eine zweite Impfung erhalten.

+++ 10:13 Aerosol-Forscher: Ausgangssperren sind kontraproduktiv +++
Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch warnt davor, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben. Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv, sagt der Ex-Präsident der internationalen Gesellschaft für Aerosolforschung dem WDR. "Wenn wir Ausgangssperren verhängen, dann suggerieren wir der Bevölkerung: Achtung! Draußen ist es gefährlich. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn die Leute in Innenräumen bleiben, dann ist es gefährlich." Führende Aerolsol-Forscher aus Deutschland hatten deswegen bereits in einem Offenen Brief an die Bundesregierung und die Landesregierungen einen Kurswechsel gefordert.

+++ 09:51 EU will Verträge mit J&J und Astrazeneca nicht verlängern +++
Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge die Impfstoff-Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht verlängern. Brüssel wolle sich stattdessen auf die mRNA-basierten Covid-19-Vakzine wie die von Pfizer/Biontech und Moderna konzentrieren, berichtet die Zeitung "La Stampa" mit Verweis auf das italienische Gesundheitsministerium.

+++ 09:38 Hackervereinigung kritisiert Schwachstellen bei Luca-App +++
Die europäische Hackervereinigung Chaos Computer Club hat gefordert, keine Steuermittel mehr für die Luca-App zur Corona-Kontaktnachverfolgung auszugeben. Club-Sprecher Linus Neumann verweist auf eine "nicht abreißende Serie von Sicherheitsproblemen" bei dem Luca-System. Zuvor hatten Datenschutz-Aktivisten auf Schwachstellen bei den Luca-Schlüsselanhängern verwiesen, die für Menschen ohne Smartphone gedacht sind. "Wer den QR-Code (eines Schlüsselanhängers) scannt, kann nicht nur künftig unter Ihrem Namen einchecken, sondern auch einsehen, wo Sie bisher so waren", kritisiert Neumann. Er verweist dabei auf Recherchen, die im Netz unter dem Titel "Lucatrack" veröffentlicht wurden.

+++ 09:25 Mediziner: "Wer beatmet wird, hat 50-prozentige Überlebenschance" +++

+++ 09:04 Lauterbach will mit mehr Erstimpfungen Tempo beschleunigen +++
Zur Stärkung der Impfkampagne nach dem Stopp für das Vakzin des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, die zeitliche Spanne zwischen den beiden Impfungen mit den mRNA-Mitteln von Biontech und Moderna zu verlängern. Wenn man erst nach zwölf und nicht nach sechs Wochen die Zweitimpfung spritze, könne man über drei Monate hinweg fast ausschließlich Erstimpfungen verabreichen und eine Grundimmunisierung sicherstellen. Denn nach der ersten Impfung seien die allermeisten schon nicht mehr gefährdet. So könne man eine deutliche Beschleunigung des Impftempos erreichen und auch besser Mutationen vorbeugen.

+++ 08:46 Zahl der Regionen über Notbremse-Schwelle steigt +++
In Deutschland befinden sich nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 344 von 412 Regionen über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Das sind 19 mehr als noch am Vortag. Damit bewegen sich aktuell 83 Prozent aller deutschen Regionen auf oder über der Notbremse-Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

+++ 08:21 Ärzte wollen Impfen stärker in Praxen verlegen +++
Die Kassenärztlichen Vereinigungen fordern eine stärkere Einbindung von Hausarztpraxen in die Impfaktion gegen das Coronavirus. Die Praxen hätten in der kurzen Zeit, in der sie gegen Corona impften, mehr als 95 Prozent des gelieferten Impfstoffs verbraucht, berichtet die "Welt" unter Berufung auf den Chef des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung, Dominik von Stillfried. In den Impfzentren seien es nur 70 Prozent, wobei dort zum Teil auch Vorräte für Zweitimpfungen vorgehalten würden. In den Impfzentren sammelten sich dem Bericht zufolge bereits mehr als 3,5 Millionen unverimpfte Dosen. "Das bremst den Impffortschritt", kritisiert Stillfried. Um schnell mehr Menschen impfen zu können, sei es sinnvoll, zunächst nur noch die Arztpraxen mit Impfstoffen zu versorgen und die Impfzentren erst dann, wenn dort die Lagerbestände unverimpfter Dosen aufgebraucht seien. Die Bundesländer erteilen dem Vorstoß jedoch eine Absage. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 07:57 Lauterbach: J&J-Impfstopp ist kein dauerhafter Rückschlag +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürchtet wegen des Stopps für das Vakzin des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson keinen nachhaltigen Schaden für die Impfkampagne in Deutschland. "Das ist zunächst ein Rückschlag, aber ich glaube nicht, dass es ein permanenter Rückschlag ist", sagt Lauterbach im Deutschlandfunk. Die in den USA nach Impfungen aufgetretenen Thrombose-Fälle seien nach den Fällen bei dem ähnlichen Impfstoff von Astrazeneca zu erwarten gewesen. Er gehe davon aus, dass die Komplikation so rar sei, dass der Impfstoff nach einiger Zeit wieder in den USA verimpft und der Impfstart dann auch in Europa beginnen werde. Sicherlich sei dann darüber nachzudenken, den Impfstoff spezifisch bei den über 60-Jährigen einzusetzen.

+++ 07:39 Berliner Verfassungsschutz beobachtet Protestbewegung +++
Auch in Berlin werden nun Teile der Corona-Protestbewegung einem Medienbericht zufolge vom Verfassungsschutz beobachtet. Dabei gehe es insbesondere um die Anhänger der Protestbewegung, die Verschwörungsmythen und Hetze verbreiteten, berichtet die ARD unter Berufung auf Sicherheitskreise. Teile der Protestbewegung seien in einem Sammelbeobachtungsobjekt zusammengefasst worden, bei dem es sich nach Einschätzung der Verfassungsschutzbehörde um eine neue Form des Extremismus handle, die nicht zu den bisherigen Kategorien passe. Auch Rechtsextremisten seien Teil der Protestbewegung, die aber nach Ansicht der Verfassungsschützer keinen steuernden Einfluss ausübten und ohnehin schon beobachtet werden dürften. Die Corona-Protestbewegung wird bereits in mehreren Bundesländern von den Verfassungsschutzbehörden beobachtet.

+++ 07:13 Mehr als 184.000 neue Fälle in Indien - weltweiter Höchstwert +++
Indien verzeichnet mit 184.372 bestätigten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erneut einen weltweiten Höchstwert. Damit haben sich nun rund 13,9 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus angesteckt, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 1027 weitere Menschen starben mit oder an dem Virus. Insgesamt sind es damit 172.085. Indien weist nach den USA die höchste Infektionszahl weltweit auf. Seit vergangener Woche meldet das Gesundheitsministerium jeden Tag mehr als 100.000 Neuinfektionen. Die Dunkelziffer dürfte Experten zufolge in dem Land mit seinen 1,35 Milliarden Einwohnern aber deutlich höher liegen.

+++ 06:52 Experte: Impfstoff-Typ könnte Ursache für Nebenwirkungen sein +++
Die seltenen schweren Nebenwirkungen nach der Impfung mit den Präparaten von Astrazeneca und Johnson & Johnson hängen deutschen Experten zufolge möglicherweise mit dem speziellen Typ dieser Impfstoffe zusammen. "Die Tatsache, dass beide Impfstoffe auf dem gleichen Prinzip beruhen und die gleichen Probleme verursachen, spricht meines Erachtens eher dafür, dass der Vektor selbst die Ursache ist", sagt Johannes Oldenburg vom Universitätsklinikum Bonn. Allerdings sei das zum gegenwärtigen Zeitpunkt spekulativ. In beiden Präparaten wird ein an sich harmloses Adenovirus als sogenannter Vektor genutzt, um Erbinformationen des Coronavirus in den Körper zu schleusen. Es sei theoretisch auch denkbar, dass das Spike-Protein des Virus, das in allen verfügbaren Impfstoffen dem Immunsystem zur Bildung von Abwehrstoffen präsentiert wird, die Nebenwirkungen verursacht, erklärt Oldenburg. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:12 Kassenärzte: Praxen erhalten weniger Biontech-Impfstoff +++
Die niedergelassenen Ärzte haben vor einem massiven Stocken der Impfkampagne in Deutschland gewarnt. "Den Praxen werden in den kommenden Wochen viel weniger Biontech-Dosen zugewiesen als versprochen, weil der Impfstoff offensichtlich vorrangig an die Impfzentren geht", sagt Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Die Zuteilung für die Hausärzte wurde halbiert." Zwar erhalten die Arztpraxen laut Gassen als Ausgleich mehr Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs. "Aber das wird so nicht aufgehen", warnt der Kassenärzte-Chef. "Wenn die Impfzentren komplett den vergleichsweise unproblematischen Impfstoff erhalten, die Praxen aber den umstrittenen, der zumal den unter 60-Jährigen nicht gespritzt werden darf, wird die Impfkampagne massiv ins Stocken geraten. Das darf nicht passieren."

+++ 05:35 RKI meldet 21.693 Neuinfektionen, Inzidenz über 153 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 21.693 Neuinfektionen gemeldet. 342 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben. Vor einer Woche hatte das RKI noch 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet, allerdings waren die Zahlen durch die Osterfeiertage verzerrt. Die Beurteilung des tatsächlichen Infektionsgeschehens ist noch immer schwierig. Realistische Zahlen seien wohl erst zum Ende der Woche zu erwarten, erklärte der Charité-Virologe Christian Drosten im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Das gilt folglich auch für die Sieben-Tages-Inzidenz, die aktuell bei 153,2 liegt. Am Vortag gab das RKI den Wert mit 140,9 an, vor einer Woche lag er bei 110,1. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:40 Pfizer verspricht US-Regierung schnellere Lieferung +++
Pfizer will der US-Regierung bis Ende Mai 20 Millionen Impfdosen mehr liefern als bisher vereinbart. Das sei durch eine Steigerung der Produktion möglich, erklärt der Vorstandsvorsitzende Albert Bourla bei Twitter. Die USA bekämen damit bis Ende des kommenden Monats 220 Millionen Dosen des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs. Die Gesamtmenge der bis Ende Juli vereinbarten Lieferung von 300 Millionen Dosen bleibe aber gleich, schreibt Bourla. Die vorgezogene Pfizer-Lieferung dürfte den USA auch helfen, mögliche Verzögerungen beim Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson auszugleichen.

+++ 03:44 Komplett-Lockdown über Indiens Bundesstaat Maharashtra verhängt +++
Indiens reichster Staat Maharashtra geht für 15 Tage in einen strikten Lockdown. "Alle Fabriken und Industrien", mit Ausnahme einiger exportorientierter Einheiten und derjenigen, die für wesentliche Dienstleistungen benötigt werden, müssen ihren Betrieb einstellen, teilt die Regierung mit. Bereits seit vergangener Woche sind Restaurants, Bars, Fitnessstudios, Theater und nicht lebensnotwendige Geschäfte geschlossen. Maharashtra - Sitz der Finanzmetropole Mumbai - ist die am stärksten betroffene Region des Landes. Etwa ein Viertel der 13,5 Millionen Fälle in Indien wurden hier verzeichnet.

+++ 03:02 Moderna stuft Wirksamkeit leicht herunter +++
Moderna stuft die Wirksamkeit seines Impfstoffs leicht herab. Der Impfstoff schütze zu 90 Prozent vor einer Covid-19-Erkrankung und zu 95 Prozent vor einem schweren Verlauf, teilt das US-Pharmaunternehmen mit. In einem im Dezember im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Artikel hatte Moderna die Wirksamkeit noch mit 94,1 Prozent angegeben. Die neuen Ergebnisse stammen aus der laufenden dritten Phase einer klinischen Studie mit mehr als 30.000 Menschen in den USA. Einen Grund für die gesunkene Wirksamkeit nannte das Unternehmen nicht, sie könnte auf die inzwischen zirkulierenden neuen Virusvarianten zurückzuführen sein.

+++ 01:48 Trotz Ramadan: Türkei verschärft nächtliche Ausganssperre +++
Die Türkei verschärft während des Fastenmonats Ramadan die Corona-Beschränkungen. Die nächtliche Ausgangssperre beginne nun zwei Stunden früher um 19 Uhr, erklärt Präsident Recep Tayyip Erdogan. Restaurants und Cafés, die vergangenen Monat teilweise wieder öffnen durften, müssen schließen. Für weite Teile des Landes gelten zudem Wochenend-Lockdowns. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen nur noch von Menschen über 65 und unter 20 Jahren genutzt werden. Das Land mit seinen 84 Millionen Einwohnern befindet sich derzeit inmitten einer dritten Corona-Welle. Am Dienstag wurden mit 59.187 Neuinfektionen und 273 Todesfällen neue Höchststände gemeldet.

+++ 00:55 Norwegen erlaubt Veranstaltungen mit 100 Menschen +++
Norwegen beginnt mit der schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen. Das nationale Ausschankverbot, das über Ostern gegolten hatte, wird aufgehoben. Bei Sport- und Kulturveranstaltungen für Kinder und Jugendliche sind künftig bis zu 50 Teilnehmer erlaubt, bei Veranstaltungen mit zugewiesenen Sitzplätzen maximal 100, draußen unter bestimmten Bedingungen sogar bis zu 600. Auf lokaler und regionaler Ebene könne es jedoch weiter strengere Beschränkungen geben, sagte Regierungschefin Erna Solberg.

+++ 00:20 "Querdenker" dürfen nicht in Dresden demonstrieren +++
Die Stadt Dresden hat eine für diesen Samstag geplante "Querdenken"-Demonstration gegen Corona-Auflagen im Zentrum untersagt. Das Rathaus begründet das Verbot auch mit dem Verweis auf die jüngsten Veranstaltungen der Bewegung in Stuttgart und Kassel mit Tausenden Anhängern. Dort waren Corona-Schutzvorschriften, Auflagen der Behörden und Anweisungen der Polizei missachtet worden. Als weiteren Grund führt die Stadtverwaltung das aktuelle Infektionsgeschehen in der sächsischen Landeshauptstadt an.

+++ 23:49 Brasilien: Intensivstationen voll mit Covid-Patienten unter 40 +++
In Brasilien sind zunehmend jüngere Menschen von schweren Covid-19-Verläufen betroffen. Im März lagen auf den Intensivstationen überwiegend Patienten, die 40 Jahre oder jünger waren. Insgesamt 52 Prozent der Betten waren laut Krankenhausdaten mit Menschen aus dieser Gruppe belegt. Der Grund für den Anstieg ist nicht klar. Wissenschaftler halten einen Zusammenhang mit der brasilianischen Virus-Mutation für wahrscheinlich. Andere Faktoren könnten sein, dass bislang vornehmlich Ältere geimpft wurden oder dass Jüngere sich teils womöglich sorgloser verhalten.

+++ 23:06 Tirol verlängert Testpflicht bei Ausreise +++
Das österreichischen Bundesland Tirol verlängert die Pflicht zu Ausreisetests vorerst bis zum 24. April. Das sei zur Eindämmung der Mutante B.1.1.7 sowie weiterer Varianten nötig, erklärt die Landesregierung. Die Regel, wonach man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen darf, war Ende März in Kraft getreten. Sie hätte am Mittwoch auslaufen sollen. Zusätzlich gilt eine Testpflicht für Menschen, die aus Osttirol in andere Teile Tirols fahren wollen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Osttirol betrage rund 430 und sei damit höher als irgendwo sonst in Österreich, sagt ein Gesundheitsbeamter.

+++ 22:23 EMA prüft weiter Sicherheit von J&J-Impfstoff +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA prüft eigenen Angaben zufolge nach dem Auftreten von seltenen Thrombose-Fällen weiterhin die Sicherheit des Impfstoffs von Johnson & Johnson (J&J). Es sei nicht klar, ob es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Vakzin des US-Pharmakonzerns und Blutgerinnseln gebe, teilt die Behörde mit. Die EMA wolle sich dazu wieder äußern, wenn die Bewertungen abgeschlossen seien. Der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge äußert die Erwartung, dass die EMA am morgigen Mittwoch dazu Stellung beziehen werde.

+++ 22:06 Fast alle Bundesländer melden steigende Inzidenzen +++
Wie am Vortag liegen weiterhin 15 von 16 Bundesländern bei der Sieben-Tage-Inzidenz über der 100er-Marke, ab der die Notbremse gezogen werden sollte. Einzige Ausnahme bleibt Schleswig-Holstein mit derzeit 77,7. Außerdem melden fast alle Länder steigende Werte bei den Inzidenzen. Nur in Hamburg geht der Trend nach unten. Allerdings hat die Hansestadt mit 140,9 eine außerordentlich hohe Inzidenz.

Sachsen hat die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet und liegt vor Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg. Die meisten aktiven Fälle je 100.000 Einwohner weist jetzt Hamburg auf vor Thüringen und Sachsen. Bundesweit liegt der Wert der aktiven Fälle je 100.000 Einwohner seit Sonntag bei über 300.

+++ 21:46 Beschluss: Biontech oder Moderna für Zweitimpfung nach Astrazeneca +++
Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern einstimmig geeinigt. "Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen", sagt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek. Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) von Anfang April. Bei den Beratungen, an denen auch STIKO-Chef Thomas Mertens teilgenommen hatte, sei klar geworden, dass die Zweitimpfung durch einen mRNA-Imfpstoff, also das Präparat von Biontech/Pfizer oder Moderna, eine gute Basis sei, um die Menschen wirksam zu schützen, sagt Holetschek.

+++ 21:33 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 14.652 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.031.103 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 14.652 neue Fälle hinzu. Die Osterfeiertage machen einen Vergleich zur Vorwoche immer noch schwierig. Allerdings ist es der höchste Dienstagsstand seit dem 12. Januar. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 351 auf 78.922. Das ist der höchste Wert seit 3. März. Als aktuell infiziert gelten rund 249.959 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,21 angegeben (Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 121 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,08 (Vortag: 1,09). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 4688 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2666 davon werden beatmet. Rund 3812 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/chf/dpa/AFP/rts/DJ