Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:25 Studie: Mehrheit der Deutschen würde sich impfen lassen, Hälfte befürwortet Impfpflicht +++

Etwa 70 Prozent der Deutschen würden sich laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gegen das Corona-Virus impfen lassen, wenn ein Impfstoff vorliegt. Dies ergebe sich aus einer Befragung im Juni und Juli. Rund die Hälfte wäre auch für die Einführung einer Impfpflicht. Viele Experten gehen davon aus, dass ein wirksamer Impfstoff im Laufe des nächsten Jahres vorliegen wird. "Damit ist die Hoffnung verbunden, dass sich wieder so etwas wie Normalität im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben einstellt", schreibt das DIW, "und Einschränkungen beispielsweise des internationalen Handels, Kontaktbeschränkungen und Reiseverbote vermieden werden können, die mit enormen ökonomischen wie sozialen Kosten verbunden waren und sind.

+++ 11:04 Einbruch in der Gastronomie: Bars und Kneipen leiden am meisten +++
Die Gastronomie in Deutschland hat seit dem Corona-Lockdown im Frühjahr beträchtlich an Umsatz eingebüßt. Zwischen März und August nahmen Restaurants, Cafés, Caterer und Bars preisbereinigt 40,5 Prozent weniger Geld ein als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im kompletten Lockdown-Monat April fielen die Umsätze mit einem Minus von gut 68 Prozent demnach am stärksten. Mit der Öffnung im Mai erholten sich die Geschäfte zwar kontinuierlich. Im August lag der Erlösrückgang aber immer noch bei gut 22 Prozent, so die Wiesbadener Statistiker. Innerhalb der Branche besonders betroffen waren Lokale, die ihr Geld mit Getränkeausschank verdienen: Dort, etwa bei Kneipen und Bars, fiel der Umsatz von März bis August um mehr als 45 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

+++ Merkel: "Es zählt jetzt jeder Tag" +++
272 Regionen gelten aufgrund eines hohen 7-Tage-Inzidenzwertes als Corona-Brennpunkte, die Zahl der Neuinfektionen erreichte am Samstag einen Höchststand: Das Infektionsgeschehen in Deutschland soll Kanzlerin Merkel gegenüber den CDU-Gremien zu deutlichen Worten gezwungen haben: "Die Lage ist bedrohlich" und "es zählt jeder Tag" habe sie laut Informationen der "Bild"-Zeitung verkündet. "Hochdynamisch" sei die Situation, "dramatisch". Deutschland könne bald in "eine schwierige Lage" kommen, wenn es um Intensivbetten ginge, erklärte Merkel den Parteikollegen. Die Kanzlerin gehe von weiter stark steigenden Infektionszahlen aus und rechne damit, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien. Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz, die am Freitag unter Vorsitz Berlins geplant ist, zeigte sich Merkel laut "Bild" besorgt. Sie habe "kein so gutes Gefühl", sagte die Kanzlerin demnach. Merkel hatte am Wochenende erneut betont, Gebot der Stunde sei für alle, die Zahl der Kontakte zu reduzieren.

+++ 10:15 Kurz stellt neuen Lockdown für Österreich in Aussicht +++
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hat einen zweiten Lockdown in den Raum gestellt. Sollte es nicht gelingen, den aktuell starken Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen zu stoppen, dann wäre das die Ultima Ratio, sagte Kurz. Kriterium dafür sei die Lage in den Kliniken. "Kein Land der Welt wird es zulassen, dass die Intensivmedizin überfordert wird," so Kurz. In Österreich ist der drohende Zusammenbruch des Gesundheitssystems gesetzliche Voraussetzung für einen Lockdown. Jüngst hatte sich Gesundheitsminister Rudolf Anschober noch sehr zuversichtlich gezeigt, dass die bisher eingeleiteten Maßnahmen ausreichen würden, die Entwicklung unter Kontrolle zu bringen. Dazu zählt seit Sonntag eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Feiern in Innenräumen und von zwölf Menschen im Freien. Zuletzt waren in Österreich praktisch täglich Rekordwerte bei den Neuinfektionen verzeichnet worden. Die Entwicklung ist aktuell deutlich schlechter als in Deutschland.

+++ 09:59 Ein Viertel hat schon andere Pläne: Viele Studierende fürchten um ihre Berufschancen +++
Viele Studierende in Deutschland fürchten als Folge der Corona-Krise um ihre beruflichen Chancen und planen ihren Einstieg ins Arbeitsleben neu. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle "Studierendenstudie" des Beratungsunternehmens EY. So gehen mehr als 40 Prozent davon aus, dass sich ihre Berufsaussichten in den vergangenen Monaten verschlechtert haben. Ein gutes Viertel hat seine Pläne schon geändert und will nun zum Beispiel länger studieren, die Branche wechseln oder sich doch lieber nicht selbstständig machen. Zwar seien 79 Prozent der Befragten trotz allem immer noch zufrieden oder gar sehr zufrieden mit ihrer aktuellen persönlichen Situation, heißt es in den Ergebnissen. Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung 2018 sei das aber ein deutlicher Rückgang.

+++ 09:44 Studie zum Astrazeneca-Impfstoff verläuft offenbar erfolgreich +++
Tests einer von der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca entwickelten Corona-Schutzimpfung sind nach einem Bericht der "Financial Times" erfolgversprechend verlaufen. Bei älteren Menschen, der Gruppe mit dem höchsten Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sei eine "robuste Immun-Reaktion" entstanden, berichtet das Blatt. Astrazeneca hatte angekündigt, seinen potenziellen Impfstoff gegen Corona zum "Selbstkostenpreis" abzugeben - allerdings offenbar zeitlich begrenzt. Zum "Selbstkostenpreis" soll eigentlich heißen, dass es dem Unternehmen nicht um Profite geht. Wie die "Financial Times" (FT) jetzt jedoch unter Berufung auf ein internes Dokument berichtet, verfällt dieses Angebot - zumindest im konkreten Fall von Brasilien - im Juli 2021. Ein kleiner, aber wichtiger Zusatz des Gelübdes von Konzernchef Pascal Soriot im Sommer hatte eigentlich darauf hingedeutet: Der Preis gelte, "solange die Pandemie andauert".

+++ 09:15 Regierungsberater warnen vor 100.000 Neuinfektionen in Frankreich - pro Tag +++
In Frankreich könnte die Pandemie bis auf 100.000 Neuinfektionen pro Tag anwachsen, warnt der Leiter des wissenschaftlichen Ausschusses, der die französische Regierung berät. "Es wird wahrscheinlich mehr als 50.000 Fälle pro Tag geben", sagt Jean-François Delfraissy dem Sender RTL. "Wir vermuten (...) , dass es mehr in die Richtung von 100.000 pro Tag gehen wird." Die Marke von 50.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden war bereits am Wochenende übertroffen worden.

+++ 08:43 21 Regionen mehr: Zahl der deutschen Hotspots auf neuem Höchststand +++
Die Zahl der deutschen Coronavirus-Brennpunkte ist abermals auf einen neuen Höchststand geklettert. Dem jüngsten Datenstand (26. Oktober, 0 Uhr) des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge überschreiten 272 Regionen die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Regionen im Vergleich zum Vortag. Damit gelten 66 Prozent der 400 Städte und Landkreise sowie der vom RKI separat ausgewiesenen zwölf Berliner Bezirke als Corona-Hotspot. Aktuell am stärksten betroffen ist der bayerische Landkreis Rottal-Inn mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 260,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

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+++ 08:23 "Wir appellieren eindringlich": SPD-Prominenz ruft zu mehr Homeoffice-Arbeit auf +++
Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sowie der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rufen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen zu verstärkter Arbeit im Homeoffice auf. "Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und sich an die bekannten Hygienemaßnahmen zu halten", erklärten die drei Politiker in einem gemeinsamen Statement gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir müssen vor allem die Schulen und Kitas sowie Betriebe in Deutschland offen halten." Damit das gelinge, müssten auch hier die Kontakte so weit wie möglich begrenzt werden, in den Schulen durch reduzierte und entzerrte, digital gestützte Unterrichtsmodelle und im Beruf durch verstärktes Homeoffice.

+++ 08:05 "Für Israel und unsere engen Nachbarn": Israel startet klinische Impfstoff-Studie +++
In Israel beginnen in der kommenden Woche die ersten klinischen Studien für einen Corona-Impfstoff. Die "notwendigen Bewilligungen" zur Aufnahme klinischer Tests mit dem Stoff "BriLife" seien erfolgt, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Die klinischen Studien sind auf mehrere Monate angesetzt. "Unser Ziel ist, 15 Millionen Dosen für die Einwohner Israels und unsere engen Nachbarn zu produzieren", erklärte IIBR-Chef Schmuel Schapira. Trotz strenger Alltagsbeschränkungen hat sich das Coronavirus in Israel stark ausgebreitet. 2372 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion, bei mehr als 300.000 Menschen wurde der Erreger nachgewiesen.

+++ 07:39 "Können es ja drauf ankommen lassen": Kubicki droht AfD-Maskenmuffeln +++
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki hat die AfD davor gewarnt, gegen die im Bundestag geltende Maskenpflicht zu verstoßen. "Die Abgeordneten der AfD können es gerne darauf ankommen lassen", sagte Kubicki dem "Handelsblatt". "Im Zweifel drohen ihnen allerdings Ordnungsruf, Ordnungsgeld in Höhe von 1000 Euro oder gar der Sitzungsausschluss bei hartnäckiger Weigerung, eine Maske zu tragen." Seit dem 6. Oktober gilt eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble: In allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, muss demnach ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Abgeordnete können diesen aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen. Eine Aufforderung von 19 Abgeordneten und neun Mitarbeitern der AfD an Schäuble, eine dahingehende Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung zu unterschreiben, wies das Justiziariat des Bundestags zurück.

+++ 07:03 Ohoven: Zweiter Lockdown wäre "wirtschaftlicher GAU für unser Land" +++
Der deutsche Mittelstand erwartet spätestens nach der kommenden Bundestagswahl infolge der steigenden Corona-Infektionen eine Pleitewelle. Er erwarte eine starke Zunahme der Unternehmensinsolvenzen und einen "massiven Verlust von Arbeitsplätzen", sagte der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft, Mario Ohoven, der "Augsburger Allgemeinen". Er warnte zudem vor einem zweiten Lockdown: "Das wäre der wirtschaftliche GAU für unser Land." Der Mittelstand erwarte einen "klaren Maßnahmenplan" zur Entlastung der Unternehmen, um Investitionen und damit Wachstum zu fördern. Im Klartext heißt das laut Ohoven: Abschaffung des Soli für alle, Senkung der teuersten Stromsteuer auf EU-Niveau und ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent auf Dauer.

+++ 06:31 RKI meldet 8685 Neuinfektionen +++
In Deutschland meldet das Robert-Koch-Institut 8685 Neuinfektionen. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 437.866. Zwar ist die Zahl der Neuinfektionen wieder auf einen vierstelligen Wert gesunken. Allerdings werden am Sonntag in der Regel nicht alle neuen Fälle erfasst. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden noch bei 4325 gelegen. Nach RKI-Angaben steigt die Zahl der tödlichen Verläufe um 24 auf 10.056. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

+++ 06:25 Israel lockert Maßnahmen wieder +++
Israel wird seine Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus weiter lockern und wieder mehr Kinder zum Präsenzunterricht schicken. Wie die Regierung mitteilte, sollen ab 1. November Erst- und Zweitklässler wieder für einige Stunden in den Schulgebäuden unterrichtet werden. Die Klassen werden dabei in zwei Gruppen geteilt. Dritt- und Viertklässler sollen, in Gruppen, wieder vollständig in den Schulgebäuden unterrichtet werden. Die älteren Schüler bleiben im Homeschooling. Ende September hatte die Zahl der Ansteckungen in Israel mit mehr als 9000 ihren bisherigen Höchststand erreicht. Seit Beginn der Pandemie sind 2372 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

+++ 05:34 Studie: Trotz ständiger Kontakte kein erhöhtes Risiko für Zugbegleiter +++
Obwohl sie ständig in direktem Kontakt mit zahlreichen Kunden sind, haben Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn offenbar kein erhöhtes Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken. Das geht aus einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verkehrsministerium auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Demnach führe die DB AG gegenwärtig gemeinsam mit der Berliner Charité eine Studie durch, für die mehr als 1000 Mitarbeiter auf aktuelle und vergangene Infektionen getestet würden. "Erste Zwischenergebnisse zeigen, dass Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter, die in den Zügen permanent in Kundenkontakt stehen, kein erhöhtes Infektionsrisiko haben." In dem Zusammenhang wird auf die Maßnahmen der Bahn verwiesen, wie etwa mehr Reinigungen, häufigeres Lüften, Maskenpflicht und weiträumigere Verteilung der Fahrgäste.

+++ 04:39 Patientenvertreter: Ohne Kontaktverfolgung "entgleitet Pandemiebekämpfung" +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vor einer Aufgabe der Kontaktnachverfolgung durch die Gesundheitsämter in der Corona-Pandemie gewarnt. "Mit diesem Richtungswechsel entgleitet Deutschland erst recht die Pandemiebekämpfung", sagte der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). "Denn über sechs Mio. Menschen der Hochrisikogruppe leben verstreut über das ganze Land. Es sind nicht nur drei Mio. Pflegebedürftige daheim. Sondern beispielsweise auch akut Krebs- und Lungenkranke, die zu Hause leben." Brysch forderte eine Befassung des Bundestages mit dem Thema. "So muss hier auch geklärt werden, warum es nicht gelingt, den öffentlichen Gesundheitsdienst krisenfest zu machen. Das käme einem öffentlichen Offenbarungseid gleich", sagte er.

+++ 03:58 Maduro behauptet, Venezuela habe "100-prozentig wirksames" Corona-Mittel +++
In Venezuela ist angeblich ein hochwirksames Mittel gegen das Coronavirus entdeckt worden. Ein Molekül namens DR-10 vernichte Covid-19 zu hundert Prozent, ohne Nebenwirkungen zu verursachen, verkündete der autoritäre Staatspräsident Nicolás Maduro in einer Ansprache. Das habe eine sechsmonatige Studie des staatlichen Forschungsinstituts IVIC ergeben. Sowohl er als auch das IVIC per Twitter bezeichneten Covid-19 fälschlicherweise als Virus - vermutlich meinten sie das Coronavirus, das die Krankheit Covid-19 auslöst. Das Molekül sei bereits zur Behandlung von Hepatitis C, humanen Papillomviren und Ebola genutzt worden, sagte Maduro weiter. Der Prozess der Zulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um der Welt diese Behandlung anzubieten, habe schon begonnen.

+++ 02:57 Ministerium: Es gibt noch 7,4 Millionen Grippe-Impfdosen +++
Das Gesundheitsministerium unter Jens Spahn ist Beschwerden entgegengetreten, wonach akuter Mangel an Grippe-Impfstoff in Deutschland bestehe. So hatten etwa Ärzte geklagt, der Impfstoff sei vielerorts schon aufgebraucht. Ein Sprecher des Ministeriums sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", für die nun beginnende Grippesaison seien fast 27 Mio. Impfdosen beschafft worden. "Davon stehen noch 7,4 Mio. Dosen bereit, um in den kommenden Wochen ausgeliefert zu werden", sagte er. Man rechne damit, dass weitere Vorräte in Apotheken, Arztpraxen oder im Großhandel vorhanden seien. "Das sollte reichen, um die große Nachfrage nach Grippeimpfungen zu befriedigen."

+++ 01:50 Zahl neuer Azubis in Deutschland bricht ein +++
Die Corona-Krise trifft auch Schulabgänger auf der Suche nach einer Lehrstelle. Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge, die bis Ende September bei den Industrie- und Handelskammern registriert worden sind, fiel um 13,7 Prozent auf 259.837, wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) der "Frankfurter Rundschau mitteilte. Es bestehe aber die Chance, junge Menschen noch in Ausbildung zu bringen. Die Anbahnung von Ausbildungsverhältnissen habe sich vielfach nur um zwei bis drei Monate nach hinten verschoben. Seit dem Sommer verzeichneten die IHK Nachholeffekte, sagte der Sprecher.

+++ 01:02 Erste Phase von landesweitem Massentest in Slowakei beendet +++
In der Slowakei ist die erste Phase einer beispiellosen Testung fast der gesamten slowakischen Bevölkerung auf das Coronavirus zu Ende gegangen. Seit Freitag wurden unter der Regie des Verteidigungsministeriums in vier besonders stark betroffenen Bezirken an der Grenze zu Polen alle mehr als zehn Jahre alten Bewohner einem Antigen-Schnelltest unterzogen. An den beiden nächsten Wochenenden soll der Rest des Landes folgen - immerhin rund fünf Mio. Menschen. Die Regierung in Bratislava sieht dieses Projekt als Beispiel, dem auch andere Länder Europas folgen könnten.

+++ 00:18 NRW stockt Gesundheitsämter um 2000 Mitarbeiter auf +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet will die Gesundheitsämter im Land kommende Woche mit 2000 Personen aufstocken. Die Bundeswehr werde 1000 Mann schicken, um bei der Kontaktnachverfolgung von Infektionsketten zu helfen. 1000 Mitarbeiter würden aus anderen Teilen der Verwaltung in NRW in die Gesundheitsämter geschickt.

+++ 23:08 Biden: Trump hat vor Virus kapituliert +++
US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat Amtsinhaber Donald Trump vorgeworfen, vor dem Coronavirus kapituliert zu haben. Auslöser waren Äußerungen von Trumps Stabschef Mark Meadows, aus denen hervorging, dass das Weiße Haus aktuell eher auf eine Behandlung von Erkrankten als auf Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus vertraut. Die Zahl der Neuinfektionen in den USA ist mit gut 83.700 pro Tag aktuell auf Rekordniveau. "Wir werden die Pandemie nicht kontrollieren", sagte Meadows am Sonntag in einem Live-Interview des Nachrichtensenders CNN. Das sei so, weil man es mit einem hochansteckenden Virus wie der Grippe zu tun habe, argumentierte Meadows.

+++ 22:21 Litauen vermeldet erneut Höchststand bei Neuinfektionen +++
In Litauen hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen erneut einen Höchststand erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden 603 positive Tests innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie die nationale Gesundheitsbehörde in Vilnius mitteilte. Dies ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Höchstwert lag bei 424 und wurde am Freitag registriert. Litauen mit seinen knapp drei Millionen Einwohnern verzeichnete insgesamt bislang 10.184 bestätigte Infektionen und 134 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

+++ 21:44 Merkel: Mindestens bis Februar keine größeren Veranstaltungen - auch nicht draußen +++
Es gibt weiter Details aus der Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Unions-Fraktionschefs der Bundesländer: In dieser bezeichnete Merkel die Pandemie wörtlich als eine "Heimsuchung" und "Unheil", das sich niemand vorher habe vorstellen können, berichtet die "Bild"-Zeitung. Zudem geht die Kanzlerin davon aus, dass mindestens bis Februar auch draußen keine größeren Veranstaltungen mehr möglich seien werde. Laut dem Bericht gibt Merkel insbesondere den Urlaubern die Schuld am Anstieg der Infizierten-Zahl: "Es ist passiert durch die Urlaubsreisen."

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+++ 21:17 Ein Drittel der gemeldeten Neuinfektionen aus NRW +++
Unter den Bundesländern werden erneut die meisten Neuinfektionen aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gemeldet: Mit 3141 neuen Corona-Fällen sind dies rund ein Drittel der aus 14 der 16 Bundesländer (ohne Sachsen und Sachsen-Anhalt) gemeldeten neuen Infektionen. Auch Baden-Württemberg, Bayern und Hessen melden mehr als 1000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die wenigsten Neuinfektionen werden aus Mecklenburg-Vorpommern gemeldet: 32.

+++ 20:45 Mehr als 9300 Neuinfektionen in Deutschland gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 431.903 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 9317 neue Fälle hinzu. Allerdings sind das nur die Zahlen aus 13 der 16 Bundesländer - Sachsen und Sachsen-Anhalt melden an Wochenenden keine Zahlen, die aktuellen Daten aus Schleswig-Holstein stehen derzeit noch aus. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 22 auf 10.035. Als aktuell infiziert gelten rund 106.900 Menschen.

Update 21.08 Uhr: Schleswig-Holstein hat seine Zahlen gemeldet: 115 Neuinfektionen und 3 weitere Todesfälle. In ganz Deutschland gibt es damit 9432 Neuinfektionen und 25 weitere Todesfälle binnen 24 Stunden.

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1296 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 578 davon werden beatmet. Knapp 8900 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:17 Merkel: "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor" +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor der weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie: In einer internen Schalte mit den Unions-Fraktionschefs der Bundesländer sagte die CDU-Politikerin laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung: "Es stehen uns sehr, sehr schwere Monate bevor." Sie gehe von "weiter stark steigenden Infektionszahlen aus". Über die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz am 30. Oktober zeigte sich Merkel demnach ebenfalls besorgt. Sie habe "kein so gutes Gefühl", so die Kanzlerin. So könne es nicht weitergehen.

Die wichtigsten Entwicklungen zur bisherigen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, mra/dpa/rts/AFP