Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:42 Hunderte Stuttgarter verstoßen gegen Corona-Regeln +++

Mehrere Hundert überwiegend junge Menschen haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt gegen die Corona-Regeln verstoßen. Sie trafen sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Polizeisprecher mitteilt. Da auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, forderte die Polizei die Menschen auf zu gehen. Etliche wurden dabei den Angaben zufolge aggressiv und warfen Flaschen und Steine in Richtung der Polizisten.

+++ 11:02 "Vollkommen neuer Trend" beunruhigt Indien +++
Im Kampf gegen das Coronavirus sieht sich Indien mit steigenden Fallzahlen konfrontiert. Die Behörden des knapp 1,4 Milliarden Einwohnern zählenden Vielvölkerstaats verzeichneten zuletzt wieder ein deutlich verstärktes Infektionsgeschehen. Die Gründe für den neuerlichen Anstieg sind noch vollkommen unklar. Das Land ist den offiziellen Meldedaten zufolge bislang vergleichsweise glimpflich davongekommen. Indien erlebte bisher nur eine große Ansteckungswelle, die im vergangenen September ihren Scheitelpunkte erreichte. Seitdem gingen die Fallzahlen zurück. Seit Mitte Februar jedoch zeichnet sich auch in Indien eine neue Pandemiephase ab. "Wir wissen wirklich nicht, was der Auslöser des Anstiegs ist", zitierte die britische BBC einen indischen Behördensprecher. "Beunruhigend ist, dass sich komplette Familien anstecken. Das ist ein vollkommen neuer Trend."

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+++ 10:07 Nur 56 Städte und Kreise erfüllen 35er Inzidenz +++
Die Mehrheit der Regionen in Deutschland verzeichnet noch immer ein viel zu hohes Fallaufkommen. Kurz vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zeichnet sich ab, dass die neue Zielmarke einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen aus sieben Tagen je 100.000 Einwohnern bis zum Stichtag 3. März nur in einzelnen Gegenden erreicht sein wird. Aktuell liegen 252 der 401 Kreise in Deutschland über der im Frühjahr vereinbarten Obergrenze von 50. Zehn Regionen bewegen sich mit ihrem Fallaufkommen sogar über der 200er-Marke. Nur 56 Städte und Landkreise konnten das Infektionsgeschehen bisher soweit eindämmen, dass bei der örtlichen Sieben-Tage-Inzidenz Werte unter 35 erreicht werden. Kein einziges der 16 Bundesländer hat dieses Ziel bereits erreicht. Am besten schlägt sich derzeit noch Rheinland-Pfalz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 48,8.

+++ 09:36 Drei Länderchefs wollen Impfreihenfolge lockern +++
Unter den Ministerpräsidenten mehren sich die Stimmen für eine Verwendung des Astrazeneca-Impfstoffs unabhängig von den bisherigen Prioritätengruppen. "Die Priorisierung ist ein Mittel der Mangelverwaltung" und solle für dieses Vakzin "zügig aufgehoben werden", sagte der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann plädierte in der "Welt am Sonntag" ebenfalls für eine Lockerung der Prioritäten-Vorgabe. Man könne es sich nicht leisten, "dass Impfstoff herumsteht und nicht verimpft wird, weil Teile der Berechtigten ihn ablehnen". Ähnlich hatte sich auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in der "Bild am Sonntag" geäußert.

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+++ 08:58 Trendumkehr: Fallzahlen in USA steigen wieder +++
In den Vereinigten Staaten zeichnen sich neue Probleme ab: Der stark rückläufige Trend der vergangenen Wochen ist zum Erliegen gekommen, die Fallzahlen stiegen wieder leicht an. Wie aus der Zählung der "New York Times" hervorgeht, kommen derzeit pro Tag rund 68.000 neue Coronavirus-Infektionen hinzu. Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 28,572 Millionen, die Zahl der Toten auf 511.850.

+++ 08:08 Schwesig unterstützt Einkauf mit Terminvergabe +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch ihre Forderung nach einem Ausstiegsszenario aus dem Lockdown erneuert. "Wir brauchen dringend einen Perspektivplan für ganz Deutschland. Wir müssen den Menschen sagen, in welchen Schritten wir vorangehen wollen", sagte sie in Schwerin. Schwesig sprach sich auch dafür aus, dem seit Monaten geschlossenen Einzelhandel schrittweise wieder die Öffnung der Geschäfte zu erlauben. "Ich habe der Wirtschaft schon vor 14 Tagen vorgeschlagen zu schauen, ob wir Einkaufen per Terminvergabe in Mecklenburg-Vorpommern möglich machen können. Das würde insbesondere ganz kleinen Geschäften helfen", sagte Schwesig. Ein solches Modell könne auch bundesweit zur Anwendung kommen.

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+++ 07:26 Fast 20 Millionen Briten mindestens einmal geimpft +++
In Großbritannien sind bereits knapp 20 Millionen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Aus von der britischen Regierung bereitgestellten Daten geht hervor, dass bis zum 26. Februar insgesamt 20,5 Millionen Dosen verimpft wurden. 19,6 Millionen Briten haben demzufolge eine Impf-Dosis erhalten. In 770.000 oder vier Prozent der Fälle wurde bereits die zweite Dose verabreicht, die für einen vollständigen Schutz notwendig ist.

+++ 06:36 Auckland beginnt zweiten Lockdown des Monats +++
In der neuseeländischen Metropole Auckland hat der zweite Lockdown des Monats begonnen. Der Auslöser für den Schritt ist der Nachweis einer einzelnen Infektion in der Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern. "Es ist mehr als wahrscheinlich, dass es weitere Fälle im Umfeld gibt", sagt die neuseeländische Regierungschefin Jacinda Ardern vor Journalisten. Der Inselstaat im Südpazifik ist mit seinen strengen Maßnahmen vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen: Bei fünf Millionen Einwohnern verzeichnet Neuseeland bisher etwas mehr als 2000 Infektionsfälle und 26 Verstorbene.

+++ 05:17 RKI: Zahl der Corona-Toten übersteigt 70.000 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet innerhalb eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen und 157 weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle auf 70.045. Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz liegt laut RKI weiter bei 63,8 und damit auf demselben Niveau wie am Vortag. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie steigt auf 2.442.336.

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+++ 04:14 Großbritannien stellt ab Montag Schnelltests für Schüler bereit +++
Die britischen Behörden wollen allen Haushalten mit Schülern oder Studenten pro Woche zwei Schnelltests pro Person anbieten. Gesundheitsminister Matt Hancock weist in einer Erklärung auf das vordringliche Ziel der Regierung hin, wieder die Klassenräume zu füllen. Ab Montag sollen Schnelltest-Kits an mehr als 500 Orten abgeholt werden können. Großbritannien will die Schulen am 08. März wieder öffnen.

+++ 03:13 Söder will Astrazeneca-Vakzin umgehend für alle freigeben +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will für den Astrazeneca-Impfstoff die Impfreihenfolge lockern. "Bevor er liegen bleibt, impfen, wer will", sagt Söder der "Bild am Sonntag" zufolge. "Denn jeder Geimpfte schützt sich und andere." Der Impfstoff soll daher bundesweit für alle Menschen, die eine Impfung wünschen, freigegeben werden, unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Alters- oder Risikogruppe. Bayern plant laut Söder jedoch keinen Alleingang, sondern strebt eine bundeseinheitliche Lösung an.

+++ 02:09 Kretschmann: Corona-Warn-App "nur eine Krücke" +++
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die hohen Anforderungen an den Datenschutz für hinderlich im Kampf gegen die Pandemie. "Es kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, dass wir uns in einer Pandemie so einmauern beim Thema Datenschutz, dass wir lieber massiv in andere Grundrechte und die Lebensverhältnisse der Bürger eingreifen, und das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung völlig unangetastet lassen", sagt der Grünen-Politiker der "Welt am Sonntag". Aufgrund des Datenschutzes sei etwa die Corona-Warn-App "nur eine Krücke". In einer solch schweren Krise müsse es doch möglich sein, ein "schnelles, schlagkräftiges, umfassendes Steuerungsinstrument" zu entwickeln und "dafür auch mal an den Datenschutz zu gehen".

+++ 01:10 Bundesärztekammer: Ergebnisse von Schnelltests zentral erfassen +++
Die Ergebnisse von Corona-Schnelltests sollten nach Ansicht der Bundesärztekammer zentral durch das Robert Koch-Institut (RKI) erfasst werden. "Mit der wachsenden Bedeutung der Antigen-Schnelltests in Deutschland sollten die Ergebnisse dieser Testverfahren detailliert ausgewertet werden", sagt Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Unkomplizierte digitale Meldeverfahren und eine zentrale Erfassung der Testergebnisse durch das RKI würden das Dunkelfeld nicht registrierter Infektionen aufhellen und ein umfassenderes Lagebild der Pandemie in Deutschland ermöglichen.

+++ 23:58 Bericht: Briten starten in Kürze Zulassungsprozess von J&J-Impfstoff +++
In Großbritannien will die dortige Arzneimittelbehörde nach Informationen des "Telegraph" "sehr wahrscheinlich" in der anstehenden Woche mit dem offiziellen Zulassungsprozess des Impfstoffs von Johnson & Johnson beginnen. Die Zeitung beruft sich auf einen Regierungsvertreter. Damit werde es womöglich nur noch Wochen dauern, bis ein Vakzin zur Verfügung stehe, das nur ein einziges Mal verabreicht werden müsse. Von bereits zugelassenen Impfstoffen wie denen der Hersteller Biontech/Pfizer und Astrazeneca müssen je zwei Dosen gespritzt werden.

+++ 22:28 13 von 16 Bundesländern melden steigende Inzidenzen +++
Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den Bundesländern auf Basis der Länderdaten: 13 von 16 Bundesländern melden steigende 7-Tage-Inzidenzen. Baden-Württemberg liegt nach 14 Tagen unter 50 nun wieder exakt bei 50,0 und damit wieder auf der Obergrenze. Unter der Obergrenze liegt aktuell nur noch Rheinland-Pfalz.

+++ 22:05 Nur noch 55 Regionen liegen unter 35er-Grenze +++
In Deutschland liegen den Länderangaben zufolge nur noch 55 Regionen bei einer 7-Tage-Inzidenz von maximal 35. Gestern waren es noch 58 und in der Vorwoche waren es schon einmal 78 Regionen.

+++ 21:27 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 8909 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.437.924 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8909 neue Fälle hinzu. Am Samstag vor einer Woche waren es noch 8149 neue Fälle, am Samstag vor zwei Wochen waren es 7538.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 254 auf 69.983. Als aktuell infiziert gelten rund 123.360 Personen. Am Samstag vor einer Woche waren 266 neue Todesfälle gemeldet worden.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,12 angegeben (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 112 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,11 (Vortag: 1,08). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 2827 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1656 davon werden beatmet. Rund 4789 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/rts/dpa/AFP