Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:47 Polizei ermittelt nach "Corona-Spaziergang" in Plauen wegen Landfriedensbruchs +++

Mehrere hundert Menschen haben in Plauen an einem ungenehmigten "Corona-Spaziergang" teilgenommen. Rund 900 Menschen zogen am gestrigen Sonntagabend aus Protest gegen die Kontakteinschränkungen durch die Innenstadt, wie ein Polizeisprecher sagt. Bei einer Personenkontrolle wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt, an einer anderen Stelle hätten neun Menschen versucht, eine Absperrung zu durchbrechen. Nach den Angaben vom Montag ermittelt die Polizei nun wegen Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie in 33 Fällen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Notverordnung.

+++ 11:34 SPD-Co-Chefin Esken: Krisenstab soll bereits zu Wochenbeginn starten +++
Der von der künftigen Ampel-Regierung geplante Corona-Krisenstab soll bereits "zu Beginn dieser Woche" starten. Das kündigte SPD-Chefin Saskia Esken im Bayerischen Rundfunk an. Es müsse jetzt alles getan werden, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Intensivstationen zu entlasten, so Esken. Auf Nachschärfungen des gerade erst von den Ampel-Parteien durchgesetzten Infektionsschutzgesetzes legt sich Esken jedoch nicht fest. Stattdessen verwies sie auf die Verantwortung der Bundesländer. Es gehe nun darum, dass die Länder die mit der jüngsten Novelle des Infektionsschutzgesetzes ermöglichten Maßnahmen, "also vor allem 2G und 2G plus [...], dass die auch überall umgesetzt werden." Vor allem auf Druck der FDP waren mögliche Maßnahmen wie Ausgangssperren oder generelle Geschäftsschließungen aus dem Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene gestrichen worden.

+++ 11:19 Bestatter: Krematorien in Sachsen sind ausgelastet +++
Die sächsischen Bestatter blicken angesichts dramatischer Corona-Infektionszahlen mit Sorge in die Zukunft. "Derzeit ist die Lage noch entspannt und überhaupt nicht vergleichbar mit der Situation im vergangenen Jahr", sagt Tobias Wenzel, Innungsobermeister der Bestatterinnung Sachsen. Dennoch könne es wegen der dynamischen Entwicklung zu Überlastungen kommen. "Wenn eine Infektionswelle beginnt, landet sie 14 Tage später auf den Intensivstationen. Nach weiteren zwei Wochen bekommen wir sie zu spüren." Wenzel zufolge gibt es in jedem November eine steigende Zahl von Todesfällen und damit auch mehr Einäscherungen als sonst. Nun würden aber vermehrt Corona-Tote hinzukommen. Die Krematorien seien deshalb ausgelastet. Problematisch sei die Lage aber vor allem in zweierlei Hinsicht: Zum einen stellten die Standesämter wegen Personalmangel nur sehr schleppend die erforderlichen Dokumente aus. "Kapazitäten in den Krematorien sind da. Wir können aber nicht handeln, weil die Bestattungsscheine nicht vorliegen", so Wenzel. Im Ergebnis würden sich die Kühlhäuser immer mehr füllen. Das zweite Problem betreffe das Personal der Krematorien und Bestattungsunternehmen selbst. Da immer mehr Schulkinder in Quarantäne kämen, müssten Eltern zu Hause bleiben, weil es für Kinder von Bestattern keine Notbetreuung gebe. "Deshalb fällt mittlerweile viel Personal aus", sagt Wenzel.

+++ 11:08 Meiste Neuinfektionen an einem Sonntag seit Pandemie-Beginn +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatorinnen Anne-Kathrin Cyrus und Nele Balgo zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:01 Südafrikanischer Virologe: Bis Ende der Woche 10.000 Neuinfektionen +++
Der südafrikanische Virologe Salim Abdool Karim erwartet in dem Kap-Staat bis zum Ende der Woche einen Anstieg der landesweiten Corona-Infektionen um rund 10.000 neue Fälle. Dennoch bestehe kein Grund zur Panik, sagt er am heutigen Montag. Er erwartet auch für Dezember ein schnelles Ansteigen der Fallzahlen und mehr Druck auf die Krankenhäuser. Das Auftauchen der neue Omikron-Coronavariante ist nach seiner Ansicht kaum überraschend: "Wir hatten das erwartet - wir wussten nur nichts über das Wie und Wann", sagt er. Die neue Omikron-Coronavariante sei relativ einfach nachzuweisen und es gebe kaum Anlass, bisherige Behandlungsmethoden zu ändern. Auch wenn es fraglich bleibe, ob bisherige Impfstoffe nun genügend Schutz böten, dürfte er weiterhin hoch sein. Die frühe Entdeckung der Variante durch südafrikanische Experten sei somit kein Grund zu Überreaktionen wie Grenzschließungen, so Karim.

+++ 10:47 Mittelstandsverband legt Zehn-Punkte-Plan vor - MPK muss schnell stattfinden +++
Mit einer Vorschlagsliste zur schnelleren Bewältigung der Corona-Pandemie wendet sich der Mittelstandsverband BVMW an die amtierende und die künftige Bundesregierung. Die Zehn-Punkte-Agenda sieht unter anderem eine Impfpflicht und eine zügig einberufene Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vor, wie der Verband mitteilt. "Es ist nicht nachvollziehbar, warum nicht längst für den Wochenbeginn eine (digitale) Not-MPK unter Einbeziehung der Vertreter der Wirtschaft anberaumt ist", lautet der erste Punkt. An einer Impfpflicht führe kein Weg vorbei, heißt es außerdem in der Vorschlagsliste. Alle verfügbaren Betriebsärzte müssten zudem in die Impfkampagne eingebunden werden. Für Veranstaltungen empfiehlt der Verband 2G plus, also Zutritt nur für Geimpfte und Genesene zusätzlich mit Test. In allen anderen "gesellschaftlichen Bereichen sollte vom zwölften Lebensjahr an ab sofort die 2G-Regelung gelten". Bei 2G haben Geimpfte und Genesene auch ohne Test Zutritt.

+++ 10:35 Strafrechtler: Impfverweigerer haben kein Recht, andere Menschen zu gefährden +++
Das Grundgesetz gibt nach Auffassung des Strafrechtlers Gunnar Duttge Impfverweigerern nicht das Recht, andere Menschen durch uneinsichtiges Verhalten zu gefährden. Duttge, Leiter der Abteilung für Medizin- und Biorecht an der Universität Göttingen, äußert sich in einem Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Dass das Grundgesetz eine Impfpflicht nicht zulasse, ist ein weit verbreiteter Irrtum", so Duttge. "In Wirklichkeit kann der Staat unter Wahrung des Ordnungsrahmens der Grundrechte sehr viel machen." Die Angst vieler Politiker vor ablehnenden Urteilen aus Karlsruhe sei übertrieben. "Das Menschenbild des Grundgesetzes war nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nie das eines isolierten souveränen Individuums", erklärt Duttge. Stets habe Karlsruhe von der "Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit" des Einzelnen gesprochen. Der juristische Maßstab bleibe - in welcher Lage auch immer - die Frage der Verhältnismäßigkeit: "Der Staat darf sukzessive eskalieren, um Leib und Leben von Menschen zu schützen." Wenn in der Pandemie eine Situation erreicht werde, in der aus medizinischer Sicht jeder mitwirken muss, um eine Gefahr für alle abzuwenden, "dann muss man es machen".

+++ 10:23 Hotspot Bayern: Inzidenz sinkt dritten Tag in Folge +++
In Bayern gibt es eine leichte Trendumkehr: Im Freistaat sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit leicht, aber bereits den dritten Tag in Folge. Aktuell liegt sie bei 627,6. Vor drei Tagen liegt sie dagegen noch bei 652,5. In Bayern gelten neben Sachsen derzeit die gravierendsten Einschränkungen.

Allerdings steigt die Zahl der Covid-Patienten auf bayerischen Intensivstationen weiter an. Aktuell liegen 1047 Covid-Patienten auf einer Intensivstation des Freistaats. Vor einer Woche sind es nur 965. Covid-Patienten machen in Bayern 37 Prozent aller Intensivpatienten aus.

+++ 10:12 Krankenhauschef Gaß: Haben schon eine Art Triage +++
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, warnt vor harten Triage-Entscheidungen in Krankenhäusern. Mit Blick auf die zahlreichen Covid-Patienten auf den Intensivstationen sagt er im Deutschlandfunk: "Das findet jetzt auch aktuell statt, um sich auf noch schwierigere Lagen vorzubereiten. Wir laufen langsam, aber sicher in eine Art Katastrophen-Medizin hinein." Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, welchen Patienten sie zuerst helfen. Schon jetzt würden Intensiv-Patienten früher "als medizinisch vertretbar" auf Normalstationen verlegt werden, erklärt Gaß. "Man weiß: Wir können nicht mehr allen Patienten die bestmögliche Behandlung ermöglichen, (...) die wir im Regelfall zur Verfügung haben." Das sei schon eine Art von Triage. "Wenn wir von Triage sprechen, ist das ein schleichender Prozess, der nach und nach immer härter Realität wird", so Gaß. So müssten sich Patienten und Kliniken darauf einstellen, dass auch "medizinisch kompliziertere Fälle" beispielsweise mit einer Verschiebung ihrer Operationen rechnen müssten.

+++ 09:59 WHO stuft Risiko durch Omikron-Variante als "sehr hoch" ein +++
Von der neuen Coronavirus-Variante Omikron geht nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein weltweit insgesamt "sehr hohes" Risiko aus. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren globalen Ausbreitung sei groß, warnt die WHO in einem Schreiben an ihre 194 Mitgliedstaaten. Es sei mit steigenden Covid-19-Fallzahlen zu rechnen. In einigen Gebieten drohten ernsthafte Folgen. Auch bei geimpften Personen dürfte es Infektionen und Covid-19-Erkrankungen geben, "wenn auch in einem kleinen und vorhersehbaren Verhältnis". Die WHO rief dazu auf, das Impftempo bei Hoch-Risiko-Gruppen zu beschleunigen und sicherzustellen, dass Pläne zur Eindämmung in Kraft seien, um wesentliche Teile des Gesundheitssystems aufrecht zu halten. "Omikron hat eine beispiellose Anzahl von Spike-Mutationen, von denen einige wegen ihrer potenziellen Auswirkungen auf den Verlauf der Pandemie besorgniserregend sind", befindet die WHO.

+++ 09:43 Künftige Bildungsministerin Stark-Watzinger: Weihnachtsferien nicht vorziehen +++
Die designierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger lehnt ein Vorziehen der Weihnachtsferien wegen der Corona-Lage ab. Forderungen dieser Art seien "immer sehr plakativ und sehr einfach", sagt sie im "Frühstart" von ntv. Durch andere Bekämpfungsmaßnahmen wie Masken, Hygieneregeln, Impfen und Auffrischungsimpfungen könne verhindert werden, "dass eben solche Maßnahmen getroffen werden müssen". Schulschließungen halte sie "Stand heute" für unangebracht, fügt die künftige Ministerin hinzu. Sie betont aber zugleich, dass die Entwicklung wegen des Auftauchens der neuartigen Corona-Variante Omikron aktuell noch nicht absehbar sei. "Sie dürfen nicht das Erste sein, sondern müssen das Letzte sein", sagt Stark-Watzinger mit Blick auf etwaige neuerliche Schulschließungen in Deutschland.

+++ 09:31 Leopoldina-Vize: Mit Krisenstab endlich "Kakophonie" beenden +++
Der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält bundeseinheitliche Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung für "extrem wichtig". Mit einem Krisenstab, wie ihn die neue Regierung plant, könne die "Kakophonie" im Umgang mit dem Virus beendet werden, sagt Robert Schlögl im Inforadio vom RBB. Außerdem müssten die Kontakte schnellstmöglich reduziert werden. Zu einem möglichen Lockdown sagte Schlögl: "Das Wort darf man nicht sagen, aber natürlich ist die erste Maßnahme, wenn man sich überlegt, die jetzige Pandemie einzudämmen, einfach Kontaktreduktion, denn Impfen wirkt nicht sofort." Wichtig sei auch eine sofortige Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen, betont Schlögl. Außerdem müssten die Boosterimpfungen effizient organisiert werden. Dabei dürfe es nicht passieren, dass an irgendeiner Stelle der Impfstoff fehle, so Schlögl. Probleme in der Verwaltung müssten beseitigt werden.

+++ 09:22 Dahmen fordert Notbetrieb in allen Kliniken +++
Angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen fordert der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen einen Stopp von planbaren medizinischen Eingriffen in allen Bundesländern. "In den Ländern, wo noch planbare Operationen stattfinden, muss jetzt das Regelprogramm gestoppt werden, um Kapazitäten zu schaffen für Patienten aus den Regionen, in denen das System bereits an der Grenze ist", sagt Dahmen den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir müssen jetzt überall umstellen auf Notbetrieb." Es sei offensichtlich, dass die Infektionsdynamik ungebremst dazu führe, dass die Belastung im Gesundheitswesen und die Zahl der erkrankten und sterbenden Menschen viel zu schnell zunehme, so Dahmen. Er fordert die Verantwortlichen deshalb dazu auf, die rechtlichen Möglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie auszuschöpfen: "Dort, wo weitergehende Maßnahmen möglich sind, müssen sie jetzt durchgesetzt werden", betont Dahmen, der selbst Arzt ist.

+++ 09:15 Söder: Impfrecht für Apotheker und Pflegekräfte muss kommen +++
Angesichts der dramatischen Coronalage fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine Gesetzesänderung, um Apotheker, Pflegekräfte sowie alle Ärzte an der Impfkampagne beteiligen zu könne. Die rechtliche Möglichkeit dazu müsse schnell und "am besten diese Woche" geschaffen werden, sagt er im ZDF-"Morgenmagazin". Dadurch werde das Boostern "einen neuen Schub bekommen". Das sei auch die beste Strategie gegen die neuartige Omikron-Variante des Coronavirus. "Wir müssen boostern, boostern, boostern", so Söder. Zugleich spricht sich der CSU-Vorsitzende auch für Kontaktbeschränkungen auf nationaler Ebene aus. So müssten die Clubs und Diskotheken geschlossen werden, da dort viele Ansteckungen passierten. Die vierte Corona-Welle sei kein regionales Phänomen, sie werde "ganz Deutschland" treffen. Es müsse auch mehr 2G-Plus geben. Auch ein Lockdown für Ungeimpfte sei letztlich nicht seriös auszuschließen, fügt Söder an. Bayern mache dies bereits in Hotspot-Regionen.

+++ 09:00 Wochenvergleich: leichter Rückgang bei Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 29.364 Neuinfektionen. Das sind 1279 weniger als in der Vorwoche. Das ist der erste Rückgang im Wochenvergleich seit längerer Zeit. Das RKI meldet zudem, dass binnen 24 Stunden weitere 73 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus versterben. Das sind wiederum 11 mehr als in der Vorwoche und 30 mehr als vor 14 Tagen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner steigt derweil weiter und überschreitet erstmals die Marke von 450. Konkret liegt der Wert bei 452,4.

Die Zahl der Regionen, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1000 ausweisen, liegt konstant bei 31. Zehn dieser Regionen befinden sich in Sachsen, neun in Thüringen, sieben in Bayern, vier in Brandenburg und eine in Sachsen-Anhalt.

+++ 08:48 Saarland beschließt wohl Lockdown für Ungeimpfte +++
Ministerpräsident Tobias Hans wird heute um 9 Uhr eine Regierungserklärung abgeben. Demnach soll im Saarland im Landtag die epidemische Lage festgestellt werden und es soll zu einem Lockdown für Ungeimpfte in allen Bereichen außer Grundversorgung kommen. Zudem solle harte Kontaktbeschränkungen erlassen werden – Haushalte Ungeimpfter dürfen sich demnach nur mit einer weiteren Person treffen.

+++ 08:44 Mehr als 100 Ermittlungen wegen gefälschter Impfpässe in Brandenburg +++
In Brandenburg laufen aktuell nach Angaben der Polizei in 106 Fällen Ermittlungen in Zusammenhang mit gefälschten Impfausweisen. Bislang seien in diesem Jahr derartige Sachverhalte im unteren dreistelligen Bereich polizeilich bekannt geworden, sagt Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums. Dabei gehe es unter anderem um den Verdacht der Urkundenfälschung beziehungsweise des Ausstellens unrichtiger oder gefälschter Gesundheitszeugnisse. Die meisten Fälle wurden im September (33), Oktober (30) und November (17) registriert. Die Zahlen könnten sich aber noch verändern durch später erfasste Strafanzeigen.

+++ 08:22 Sieben-Tage-Inzidenz in Österreich sinkt weiter +++
Zeigen die Corona-Maßnahmen in Österreich langsam Wirkung? Nachdem in Österreich ein Lockdown und die allgemeine Impfpflicht gelten, scheint die Sieben-Tage-Inzidenz ihren Höchstwert überschritten zu haben und langsam wieder zu fallen. Aktuell melden die Behörden einen Inzidenzwert von 979,2. Der Höchstwert wird am 22. November – also vor genau einer Woche – mit 1108,1 erreicht. Die Werte sinken zudem in nahezu allen Landesteilen.

+++ 08:07 Weltweit mehr als 261 Millionen Infektionen seit Pandemie-Beginn +++
Weltweit haben sich bislang rund 261,09 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 5,45 Millionen Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde.

+++ 07:47 Ermittlungen gegen 50 Ärzte in Niedersachsen - Falsche Atteste ausgestellt? +++
Wegen einzelner Fälle von Corona-leugnenden Ärzten und Ärztinnen ziehen Verbände arbeitsrechtliche Schritte in Betracht. So ermittelt die Ärztekammer Niedersachsen gegen knapp 50 ihrer 43.000 Mitglieder im Zusammenhang mit Corona-Leugnungen oder dem Ausstellen falscher Atteste, wie ein Sprecher mitteilt. Für Aufsehen sorgte zuletzt der Fall einer Ärztin aus Duderstadt im Landkreis Göttingen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Frau wegen des Verdachts auf Ausstellung falscher Corona-Atteste in mehreren Fällen. Die Ärztin soll Kindern zudem bescheinigt haben, dass sie von sämtlichen von der Ständigen Impfkommission empfohlenen Impfungen freizustellen seien.

+++ 07:32 Japan schließt Grenzen für Ausländer wegen Omikron +++
Nur wenige Wochen nach einer Lockerung der strengen Corona-Einreisebestimmungen schließt Japan wegen der Omikron-Variante erneut seine Grenzen für Ausländer. "Wir werden die Einreise von Ausländern aus der ganzen Welt ab dem 30. November untersagen", sagt Ministerpräsident Fumio Kishida. Die Grenzen Japans waren seit Pandemiebeginn fast vollständig für Besucher aus dem Ausland geschlossen. Selbst ausländische Einwohner konnten zeitweise nicht ins Land einreisen. Anfang November kündigte die Regierung dann an, sie werde einigen kurzfristigen Geschäftsreisenden, ausländischen Studenten und anderen Visuminhabern die Einreise gestatten, Touristen jedoch weiterhin nicht einreisen lassen. Wegen der Omikron-Variante hatte Japan bereits Quarantäne-Maßnahmen für Reisende aus neun Ländern des südlichen Afrikas verhängt. Bislang wurden keine Omikron-Fälle festgestellt.

+++ 07:18 Bildungsexpertin: Zulassung von Kinderimpfstoff entlastet Eltern +++
Thüringens Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen rechnet mit einer Entlastung von Familien durch die Zulassung eines Impfstoffes für jüngere Kinder. "Ich denke, es würde die Familien vor allem dahingehend entlasten, dass sie wissen, das Kind geht stabil in die Einrichtung und wird nicht von Quarantäne betroffen sein", sagt Heesen. Auch sei denkbar, dass es den Alltag von Familien einfacher mache - etwa überall dort, wo derzeit 2G-Regeln bestehen. Noch nicht eingeschulte Kinder werden nach den Thüringer Regeln geimpften und genesenen Menschen gleichgestellt. Für alle anderen reicht bis zum 18. Lebensjahr auch ein Antigen-Schnelltest oder ein Nachweis, dass sie regelmäßig an den Schulen getestet werden. Laut Heesen gebe es aber immer wieder Unsicherheiten von manchen Betreibern im Umgang mit diesen Ausnahmeregelungen. Nach einer Impfung würden für die Familien solche Diskussionen wegfallen. Außerdem erhöhe es die Sicherheit, wenn "am Abendbrottisch alle geimpft sind". Die europäische Arzneimittelagentur EMA hatte am Donnerstag den Impfstoff der Hersteller Biontech/Pfizer für diese Altersgruppe EU-weit zugelassen.

+++ 06:57 Singapur und Malaysia öffnen gemeinsame Landesgrenze nach zwei Jahren +++
Singapur und Malaysia lockern nach fast zwei Jahren die Corona-Reisebeschränkungen an ihrer gemeinsamen Landgrenze. Seit heutigem Montag dürfen unter anderem geimpfte Staatsbürger beider Länder wieder über Grenze, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Die Grenze zwischen beiden Staaten gilt als eine der verkehrsreichsten Landgrenzen der Welt. Auch Beschränkungen im Luftverkehr werden gelockert. Vor der Pandemie pendelten täglich etwa 300.000 Menschen von Malaysia in den benachbarten Stadtstaat, um dort unter anderem im öffentlichen Nahverkehr oder der Elektronikindustrie zu arbeiten. Als im März 2020 die Grenzen geschlossen wurden, blieben viele Malaysier in Singapur, um weiterhin ihrer Arbeit nachzugehen. Zunächst können täglich etwa 3000 Menschen mit speziellen Bussen reisen und müssen sich einem Corona-Test unterziehen.

+++ 06:38 Großer Andrang bei Impfaktion in sächsischen Kirchen +++
Bei der Corona-Impfaktion der sächsischen Kirchen in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) zum ersten Advent haben sich zahlreiche Menschen am gestrigen Sonntag impfen lassen. "Es hat überall gut funktioniert, die Online-Tickets waren schon nach anderthalb Stunden weg, es gab keine Schwierigkeiten", sagt Tabea Köbsch von der evangelischen Landeskirche. An sechs kirchlichen Orten, darunter die Nikolaikirche in Leipzig und die Frauenkirche in Dresden, verabreichten Ärzte den Impfstoff von Biontech/Pfizer als Erst-, Zweit- oder Auffrischungsimpfung. Ministerpräsident Michael Kretschmer lobt beim Besuch im Bildungsgut St. Benno in Schmochtitz (Landkreis Bautzen) die Initiative der Kirchen. Das sei "großartig, sie wirken damit auch in die Gemeinden hinein", sagt er. Kretschmer kritisiert Blockaden von Klinikzufahrten oder Sabotage von Impfinitiativen als "absolut schäbig". Es gebe "militante Gegner und denen müssen wir gemeinsam die Stirn bieten".

+++ 06:19 Virologe Fickenscher: Keine Panik wegen Omikron +++
Die Omikron-Variante ist nach Einschätzung des Präsidenten der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten, Helmut Fickenscher, kein Grund zur Panik. Der Pandemieberater der schleswig-holsteinischen Landesregierung betont in einem "Welt"-Interview vielmehr die Bedeutung von Impfungen: "Die Coronavirus-Impfstoffe sind ungewöhnlich effizient, da sie nicht nur die Bildung von Antikörpern induzieren, sondern auch die zytotoxischen Killerzellen induzieren", sagt der Kieler Wissenschaftler. "Also: Kein Grund zur Panik, aber genau beobachten, wie sich diese neue Variante entwickelt."

+++ 06:02 Seit heute gilt keine Präsenzpflicht in Brandenburger Schulen +++
Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen müssen Eltern in Brandenburg ihre Kinder in einigen Klassenstufen von heute an nicht mehr zur Schule schicken. Die Präsenzpflicht wird in den Klassen 1 bis 5, 7 und 8 sowie den Jahrgangsstufen 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen und der Förderschulen aufgehoben, wie das Bildungsministerium am Freitag in einem Brief an die Eltern mitteilte. Die Präsenzpflicht gilt dagegen weiter für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6, 9 und 10 sowie für die der gymnasialen Oberstufe und der Oberstufenzentren. "Die Schulen sollen ihre Kinder am Anfang der Woche mit Lernaufgaben versorgen", hieß es in dem Schreiben vom Freitag. Ein Anspruch auf Distanzunterricht - also Lernangebote etwa per Video - bestehe aber nicht. Das Fernbleiben werde als entschuldigtes Fehlen dokumentiert, Eltern müssten die Schulleitung vorab über das Fernbleiben ihrer Kinder informieren.

+++ 05:42 EZB-Präsidentin: Euro-Zone besser auf neue Corona-Welle vorbereitet +++
Die Euro-Zone ist nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit besser auf die wirtschaftlichen Folgen einer weiteren Corona-Welle oder einer neuen Variante vorbereitet als noch zu Beginn der Pandemie. Es gebe zwar Sorgen mit Blick auf die Wirtschaftserholung im nächsten Jahr, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde dem italienischen Sender RAI. Die Euro-Zone habe aber viel gelernt. Außerdem kenne diese ihren Feind und wisse, welche Maßnahmen zu ergreifen seien. Die Krise habe gezeigt, dass das Virus Grenzen überwinden könne. Deshalb bestehe erst Schutz, wenn alle geimpft seien. Die neue Mutante des Coronavirus breitet sich immer weiter aus und taucht auch in Europa zunehmend auf.

+++ 05:37 Rund zwei Drittel befürworten 3G-Regel in Bus und Bahn +++
Die 3G-Regelung in öffentlichen Verkehrsmitteln findet großen Zuspruch in der Bevölkerung. 68 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten die Regelung, wonach Passagiere in Bussen und Bahnen entweder gegen das Coronavirus geimpft, darauf getestet oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sein müssen. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der 2167 Teilnehmer der Online-Umfrage erklärte, die Vorgabe "voll und ganz" zu befürworten, weitere 19 Prozent befürworteten sie "eher". Ablehnend äußerten sich 26 Prozent der Befragten, davon lehnten 17 Prozent die Regelung "voll und ganz" ab.

+++ 05:07 Erster Omikron-Verdachtsfall in der Schweiz +++
In der Schweiz ist ein erster Omikron-Verdachtsfall gemeldet worden. Die Schweizer Gesundheitsbehörde gab bekannt, dass in dem Alpenstaat ein "wahrscheinlicher erster Fall" der Omikron-Variante des Coronavirus bei einem Rückkehrer aus Südafrika entdeckt worden sei. Die Person war demnach vor etwa einer Woche aus dem afrikanischen Land zurückgekehrt. "Die Genom-Sequenzierung wird in den kommenden Tagen Gewissheit bringen", teilte das Bundesamt für Gesundheit auf Twitter mit.

+++ 04:21 Neuer Höchststand: Inzidenz steigt auf 452,4 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen hat wieder einen neuen Höchststand verzeichnet: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Morgen erhöhte sich der Wert auf 452,4. Am Sonntag lag er bei 446,7, am Montag vergangener Woche bei 386,5. Bundesweit wurden laut RKI-Angaben vom Montagmorgen binnen 24 Stunden 29.364 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Am Freitag war die bisher höchste Zahl von 76.414 neuen Fällen registriert worden. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 73 Todesfälle verzeichnet.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 03:47 SPD-Fraktionsvize gegen übereilte Entscheidungen über schärfere Maßnahmen +++
SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese hat sich gegen übereilte Entscheidungen über mögliche schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ausgesprochen. Wiese sagte: "Wir müssen nun erst einmal ein paar Tage sehen, ob und wie die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes wirken." Diese seien teilweise erst am vergangenen Mittwoch in einigen Ländern in Kraft getreten. "Die Union sollte zudem mit dem Fingerzeigspiel aufhören und sich endlich als verantwortungsbewusste Opposition präsentieren", sagte Wiese. "Man kann nicht immer auf Berlin zeigen und gleichzeitig im unionsgeführten NRW 50.000 Zuschauer beim Fußballspiel Köln gegen Mönchengladbach zulassen. Das passt nicht zusammen. Schon gar nicht, wenn man nach derzeitiger Rechtslage die Zuschauerzahl auch auf 0 hätte reduzieren beziehungsweise ganz verbieten hätte können."

+++ 03:03 CDU-Generalsekretär: "Scholz muss die Situation so ernst nehmen wie Merkel" +++
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak wirft dem voraussichtlich künftigen Kanzler Olaf Scholz einen zu laschen Umgang mit der Corona-Lage vor. "Olaf Scholz muss die Situation endlich so ernst nehmen, wie es Angela Merkel bisher getan hat. Das sehe ich derzeit nicht", sagt Ziemiak der "Rheinischen Post". "Die Ampel tut bei Corona nicht genug. Die Maßnahmen reichen nicht und es war falsch, die epidemische Lage auslaufen zu lassen." Für Ungeimpfte müsse es künftig heißen: Kein Kino, kein Restaurant, kein Theater. "Wir haben zu viel Rücksicht auf Ungeimpfte genommen."

+++ 02:10 Städtetag will "mit an den Tisch" des Krisenstabs +++
Der Deutsche Städtetag hat eine Beteiligung der Kommunen am geplanten ständigen Corona-Krisenstab im Kanzleramt verlangt. "Der neue Corona-Krisenstab muss sofort starten und die Städte gehören mit an den Tisch", sagte Städtetagspräsident Markus Lewe den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Mit der neuen Virusvariante Omikron spitze sich die Situation zu. Zügige Entscheidungen seien notwendig. "Die Expertise der Städte ist dafür unentbehrlich, denn dort wird die Arbeit gemacht und die Corona-Maßnahmen vor Ort umgesetzt." Lewe betonte: "Die Zeit von Bund-Länder-Gipfeln zu Corona sollte jetzt vorbei sein."

+++ 01:23 CSU-Generalsekretär Blume fordert "Vollbremsung" +++
CSU-Generalsekretär Markus Blume fordert von den Ampel-Parteien weitgehende Maßnahmen im Kampf gegen die vierte Corona-Welle. "Wir brauchen eine Vollbremsung nicht nur im Süden oder Osten, sondern in ganz Deutschland", sagt Blume der "Bild"-Zeitung. Benötigt werde rasch eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz, "um eine Bundesnotbremse zu verankern". Seiner Aussage nach sei eine 70-prozentige Kontaktreduzierung notwendig, um die Welle zu brechen. In Bayern habe man dafür regionale Lockdowns als Möglichkeit geschaffen.

+++ 00:44 Zwei Omikron-Fälle auch in Kanada entdeckt +++
Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Kanada entdeckt worden. Die Gesundheitsbehörde der Provinz Ontario teilte mit, dass in Ottawa bei zwei Infizierten die Mutante festgestellt worden sei. Beide Personen, die aus Nigeria eingereist waren, seien inzwischen in Quarantäne. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Variante als "besorgniserregend" eingestuft.

+++ 00:03 Lindner fordert Impfen auch außerhalb von Arztpraxen +++
Die Parteichefs von FDP und Grünen haben eine deutliche Ausweitung der Impfkampagne gefordert. Bis Weihnachten müssten viele Millionen Menschen Auffrischungsimpfungen bekommen und Erstimpfungen verabreicht werden, sagte FDP-Chef Christian Lindner in der ARD-Sendung "Anne Will". "Jeder, der medizinisch verantwortbar eine Spritze halten kann, um eine Impfung zu geben, soll das in den nächsten Wochen tun", sagte Lindner. Aus seiner Sicht sollte sich auch Apotheken beteiligen, wenn das medizinisch möglich und jemand ausgebildet sei. Er wisse, dass das unter Ärzten kritisch gesehen werde, das müsse aber zurückstehen.

+++ 23:31 US-Experte Fauci: Derzeit keine Verschärfungen nötig +++
Für die USA sieht der oberste Corona-Experte der Regierung, Anthony Fauci, gegenwärtig keine Notwendigkeit verschärfter Beschränkungen. Für eine Entscheidung über weitergehende Maßnahmen zur Bekämpfung der Omikron-Variante sei es zu früh, sagt Fauci dem Sender ABC. Allerdings müssten die USA "für alles und jedes" gewappnet sein.

+++ 22:51 Schwesig für bundesweite Durchsetzung 2G-plus-Regeln +++
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich dafür ausgesprochen, dass 2G-plus-Regeln auch bundesweit umgesetzt werden. In der kommenden Woche würden in dem nordöstlichen Land zudem Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte verhängt, sagt die SPD-Politikerin in der ARD.

+++ 22:22 Drosten zeigt sich besorgt wegen Omikron +++
Der Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, zeigt sich mit Blick auf die neue Omikron-Variante besorgt. "Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist", sagt Drosten im "heute-journal" des ZDF. Es gebe zudem die Sorge, dass man es mit der Omikron-Variante mit einer wirklichen "Immunescape-Variante" zu tun habe, dass man sogar die Impfungen verändern müsste. Alles das würden die nächsten zwei bis drei Wochen beantworten müssen, so Drosten weiter. Eine Anpassung der mRNA-Impfstoffe sei möglich. "Das wird man technisch relativ einfach machen können. Aber wir sprechen hier doch von Monaten", ergänzt Drosten.

+++ 22:14 Grünen-Politikerin Spiegel plädiert für mehr Kontaktbeschränkungen +++
Die designierte neue Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen plädiert für umgehend schärfere Einschränkungen. "Das Gesundheitssystem kommt ganz klar an seine Grenzen", sagt Spiegel im ARD-"Bericht aus Berlin". "Deshalb müssen wir dringend handeln." Es brauche mehr Kontaktbeschränkungen. "Meines Erachtens reichen die jetzigen Maßnahmen, die wir ergriffen haben, nicht aus", sagt die derzeitige rheinland-pfälzische Umweltministerin. Schulen und Kitas allerdings sollten so weit wie möglich offen bleiben.

+++ 21:50 Marokko setzt wegen Omikron Flugverkehr aus +++
Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante setzt Marokko alle Flüge in das nordafrikanische Land für zunächst zwei Wochen aus. Ab kurz vor Mitternacht am Montagabend dürften vorerst keine Flüge mehr in Marokko landen, berichtet die Staatsagentur MAP. Die Flüge nach Marokko würden ausgesetzt, um bisherige Erfolge im Kampf gegen das Virus zu erhalten, heißt es.

+++ 21:36 Südafrikanischer Präsident: Reisebeschränkungen schaden dem Land +++
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kritisiert die Reisebeschränkungen zahlreicher Staaten gegen die Länder des südlichen Afrikas als ungerechtfertigt. "Diese Beschränkungen sind eine unfaire Diskriminierung unseres Landes und unserer Schwesterstaaten", sagt Ramaphosa in einer Fernsehansprache. Es handle sich um eine klare Abkehr von der Erklärung beim G20-Gipfel in Rom, den unterentwickelten Staaten bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie auf ihre Wirtschaft zu helfen. Die Beschränkungen erhöhten nur den Schaden, den die Wirtschaftssysteme im südlichen Afrika bereits genommen hätten, insbesondere im Tourismus, sagt Ramaphosa.

+++ 21:14 Verdi-Chef sieht Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen kritisch +++
Verdi-Chef Frank Werneke sieht die von der Politik geplante Impfpflicht für den Pflege- und Gesundheitsbereich kritisch. "Zu einer Impfpflicht für einzelne Beschäftigtengruppen gibt es auch bei Verdi sehr unterschiedliche Meinungen, die mit Emotionalität vorgetragen werden", sagt er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "In der Abwägung aller Argumente sehe ich dies weiterhin als kritisch an, weil es keine Auswirkung auf die Bekämpfung der Corona-Pandemie hätte." Die Impfquote sei in diesen Gruppen ohnehin schon hoch, sagt Werneke.

+++ 21:03 WHO: Analyse von Omikron kann Tage bis etliche Wochen dauern +++
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kann die Analyse der neuen Variante Omikron Tage bis etliche Wochen in Anspruch nehmen. Die WHO arbeitet derzeit nach eigenen Angaben mit technischen Partnern zusammen, um die Auswirkungen dieser Variante auf die bestehenden Gegenmaßnhamen wie Impfstoffe zu bewerten. Es sei noch unklar, ob Omikron verglichen mit anderen Varianten leichter übertragbar sei oder einen schwereren Krankheitverlauf nach sich ziehe.

+++ 20:53 Briten rufen wegen Omikron Treffen der G7-Gesundheitsminister ein +++
Angesichts der sich ausbreitenden Omikron-Variante hat Großbritannien ein außerplanmäßiges Treffen der G7-Gesundheitsminister einberufen. Die Fachminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen werden am Montag die aktuellen Entwicklungen diskutieren, wie die britische Regierung mitteilt. Großbritannien hat noch bis Ende des Jahres den Vorsitz der G7-Staaten inne. Neben Deutschland und Frankreich gehören auch Italien, die USA, Kanada und Japan zu dem Bündnis.

+++ 20:31 Wieder ein Höchststand: 406.553 Neuinfektionen innerhalb einer Woche +++
Es ist die neunte Woche in Folge mit einem Anstieg der insgesamt gemeldeten Fälle. In der nun beendeten Kalenderwoche 47 wurden von Montag bis Sonntag 406.553 Neuinfektionen registriert (Vorwoche: 337.347). Das ist der höchste Wochenzuwachs in den von ntv.de ausgewerteten Länderdaten und ein Plus von 20,5 Prozent. 1817 Todesfälle kamen hinzu (Vorwoche: 1401) - einen höheren Wochenzuwachs hatte es zuletzt in der Kalenderwoche 9 (bis 7. März 2021) gegeben. Damals waren es 1860 weitere Todesfälle.

+++ 20:03 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 40.123 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 5.775.894 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 40.123 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Sonntagswert in den Länderdaten. Im Vergleich zum vorigen Sonntag bedeutet das ein Plus von 5,1 Prozent. Damals waren 38.162 Neuinfektionen gemeldet worden. In der laufenden Woche kam es somit an jedem Tag zu einem Höchststand für den jeweiligen Wochentag.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 91 auf 100.894. Am vergangenen Sonntag waren es 77 neu gemeldete Todesfälle gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 836.700 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,08). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 4459 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2282 davon werden invasiv beatmet. 3312 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:45 Südafrika führt Impfpflicht für bestimmte Bereiche ein +++
Nach der Entdeckung der Omikron-Virusvariante sowie einem ungewöhnlich starken Anstieg der Neuinfektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Maßnahmen. Präsident Cyril Ramaphosa stellt in einer TV-Rede unter anderem eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche vor, die aber noch bestimmt würden.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, fzö/mau/dpa/AFP/rts

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