Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 11:50 Vodafone: Handydaten zur Pandemiebekämpfung nutzen +++

Der Deutschland-Chef des Telefonkonzerns Vodafone schlägt vor, Mobilfunkdaten stärker zur Pandemiebekämpfung einzusetzen. "Mobilitätsdaten können helfen, die Krise schneller und besser zu bewältigen - man sollte also überlegen, ob man sie nicht besser nutzen könnte", sagte Hannes Ametsreiter dem "Spiegel". Aktuell gestatte das der Datenschutz nicht, sagte der Manager. Er frage sich angesichts der aktuellen Fallzahlen aber, "ob wir jetzt nicht mal über unseren Schatten springen sollten".

+++ 11:21 Schwere allergische Reaktion auf Moderna-Impfstoff "selten" +++
Schwere allergische Reaktionen auf den Impfstoff des US-Unternehmens Moderna sind nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC "selten". Nach Verabreichung von mehr als vier Millionen Dosen des Vakzins seien nur bei zehn der Impfstoff-Empfänger sogenannte anaphylaktische Schocks aufgetreten, teilt die CDC mit. Keine der allergischen Reaktionen habe zum Tod geführt. Die CDC stützt sich bei ihrer Einschätzung auf die Dokumentation von insgesamt 4.041.396 Impfstoff-Dosen, die zwischen dem 21. Dezember 2020 und dem 10. Januar dieses Jahres verabreicht worden waren. Insgesamt wurden dabei 108 allergische Reaktionen festgestellt. Bei zehn Impfstoff-Empfängern, alle von ihnen Frauen zwischen 31 und 63 Jahren, waren diese Reaktionen demnach schwerwiegend.

+++ 10:49 Norwegen verschärft Lockdown in der Hauptstadt +++
Norwegen hat die Beschränkungen in der Hauptstadt Oslo und neun angrenzenden Gemeinden verschärft. Grund sei der Ausbruch der in Großbritannien entdeckten, möglicherweise besonders ansteckenden Covid-Variante, erklärt die Regierung. Einkaufszentren und andere nicht dringend notwendige Läden müssten ab Samstagmittag bis mindestens 1. Februar schließen. Auch Restaurants dürfen nicht öffnen, organisierte Sportveranstaltungen fallen aus, private Haushalte sollen keine Besucher empfangen.

+++ 10:22 Experten verwundert über Aussage zu Sterblichkeit bei Mutation +++
Britische Experten haben sich verwundert gezeigt über die Aussagen von Premierminister Boris Johnson zu einer womöglich höheren Sterblichkeit bei der in Großbritannien nachgewiesenen Virus-Variante. Derzeit liefen mehrere Untersuchungen. Es sei "nicht vollständig klar", dass die Mutante tödlicher sei, sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle, dem Sender BBC Radio 4. "Es ist zu früh, das zu sagen." Es gebe zwar Hinweise. Aber: "Es handelt sich nur um eine kleine Zahl von Fällen, und es ist viel zu früh, um zu sagen, was tatsächlich herauskommen wird", sagte Doyle. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:50 Russland meldet 20.921 neue Fälle +++
In Russland haben sich nach offiziellen Angaben 20.921 Menschen neu mit Corona angesteckt. Die Zahl der Infektionsfälle stieg damit auf 3,698 Millionen. Die Behörden meldeten 559 zusätzliche Todesfälle, insgesamt steigt die Opferzahl damit auf 68.971.

*Datenschutz

+++ 09:18 DGB warnt vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice +++
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vor "Lohndiebstahl" im Homeoffice gewarnt und auf klare Regeln für das Arbeiten von zu Hause aus gedrängt. "Wir erleben aktuell, dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel überhaupt nicht erfasst werden. Dabei leisten die Beschäftigten in Deutschland heute schon jährlich eine Milliarde Überstunden, die nicht bezahlt werden", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Das ist Lohndiebstahl. Und der wird verstärkt, wenn es keine vernünftigen Regeln für die digitale Arbeitswelt gibt", erläuterte Hoffmann und forderte erneut ein Recht auf Homeoffice.

+++ 08:43 Unberechenbare Mutation: Laschet hält langfristiges Konzept für schwierig +++
Der neue CDU-Chef Armin Laschet hat Hoffnungen auf ein langfristiges Corona-Konzept gedämpft. "Ein langfristiges Konzept ist schwierig, da sich die konkrete Entwicklung der Pandemie gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen lässt", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aktuell sinkt die Inzidenz zwar. Aber das neue mutierte Virus ist unberechenbar. Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen." Deshalb sei äußerste Vorsicht geboten, sagte Laschet.

+++ 08:16 Laschet: Pandemie-Folgen werden Land noch lange beschäftigen +++
Die Pandemie wird Deutschland nach Einschätzung des neuen CDU-Vorsitzenden und nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet noch lange beschäftigen. "Auch wenn die Pandemie überwunden ist, wird nicht alles gut sein. Denn dann kommen die finanziellen, die wirtschaftlichen und alle anderen Folgen von Corona richtig zum Vorschein", sagte Laschet im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Laschet warnte auch vor der Unberechenbarkeit von Virus-Mutanten.

+++ 07:55 Hongkong schottet ganzen Stadtteil ab +++
Aus Furcht vor einer sprunghaften Verbreitung des Coronavirus ist ein besonders dicht besiedelter Stadtteil der Millionenmetropole Hongkong im Morgengrauen abgeriegelt worden. Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Einwanderungsbehörden sind damit beschäftigt, die rund 10.000 Bewohner des Jordan-Viertels nach und nach alle auf den Erreger zu testen. Das betroffene Gebiet mit 150 Wohnblöcken werde zu diesem Zweck für zwei Tage bis voraussichtlich Montagmorgen hermetisch abgeschottet, teilt die Regierung mit. Bis dahin, so die Hoffnung der Behörden, sollen alle Testergebnisse vorliegen. Es handelt sich um den ersten derartigen Lockdown in Hongkong seit Beginn der Pandemie vor etwa einem Jahr.

+++ 07:14 Homeoffice-Quote in Bundesministerien liegt bei 85 Prozent +++
Beim Arbeiten im Homeoffice geht die Bundesregierung mit gutem Beispiel voran. In vielen Bundesministerien sind in den Gebäuden kaum noch Beamte oder Angestellte anzutreffen - die Homeoffice-Quote beträgt bis zu 85 Prozent, wie eine Umfrage ergab. Im Umweltministerium "gilt aktuell eine maximale Präsenzreduzierung", sagt ein Ministeriumssprecher. Von den aktuell 1187 Beschäftigten könnten mehr als 80 Prozent von zuhause aus arbeiten. Vor der Pandemie hätten maximal 15 Prozent dazu die Möglichkeit gehabt. Ähnlich schaut es in anderen Häusern aus.

+++ 06:46 Nachlässige Corona-Tests? Dänemark stoppt Flieger aus Dubai +++
Dänemark will vorerst keine Reisenden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Land lassen. Man habe einen konkreten Tipp von einem Bürger bekommen, der Zweifel an der Verlässlichkeit der Corona-Tests vor der Abreise in Dubai aufgeworfen habe, sagte Verkehrsminister Benny Engelbrecht im Dänischen Fernsehen DR. Der Flugverkehr zwischen Dänemark und den Vereinigten Arabischen Emiraten werde vorerst für fünf Tage ausgesetzt, bis sichergestellt sei, "dass der erforderliche negative Test tatsächlich ein echter Test ist, der ordnungsgemäß durchgeführt wurde", so Engelbrecht laut einer Mitteilung seines Ministeriums.

+++ 06:17 RKI meldet fast 16.500 Neuinfektionen +++
In Deutschland steigt die Zahl der Corona-Infizierten um 16.417 auf 2.122.679. Das Robert-Koch-Institut meldet 879 neue Todesfälle. Damit wächst die Zahl der Menschen, die nach einer Ansteckung gestorben sind, auf 51.521. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei knapp 113. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:41 Unionsfraktionsvize fordert Lockdown-Ende Mitte Februar +++
Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, fordert, den Corona-Lockdown nach Ende der bisherigen Befristung Mitte Februar definitiv zu beenden. "Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinkt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". "Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 04:35 In NRW öffnen Impfzentren wegen fehlenden Impfstoffs nur nachmittags +++
In NRW werden die Impfzentren mangels Impfstoff zunächst nur nachmittags impfen können. Das kündigte der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, Frank Bergmann, in der "Rheinischen Post" an. "Erst wenn genug Impfstoff da ist, kann ab 8 Uhr geimpft werden." Er forderte mehr Einsatz der Politik im Kampf gegen Impfstoff-Lieferprobleme.

+++ 03:17 WHO hält Stoffmasken weiterhin für wirksam +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Stoffmasken trotz der sich ausbreitenden Corona-Mutanten weiterhin für ausreichend. "Wir haben keinen Hinweis darauf, dass sich die Art der Übertragung verändert hat", sagte die für die Corona-Pandemie zuständige WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Deshalb ändere die WHO ihre Empfehlungen derzeit nicht. Nicht-medizinische Stoffmasken könnten weiterhin "von der allgemeinen Bevölkerung unter 60 Jahren ohne gesundheitliche Vorbelastung verwendet werden", erklärte Van Kerkhove. Deutschland und Österreich haben vor kurzem eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr eingeführt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 02:20 Heil: 2021 kaum Aussicht auf Rentenerhöhungen +++
Bundessozialminister Hubertus Heil hat Aussagen der Rentenversicherung bekräftigt, dass Rentner in diesem Jahr kaum auf eine Erhöhung ihrer Bezüge hoffen können. "Wir müssen damit rechnen, dass es in diesem Jahr im Westen keine Rentenerhöhung geben wird und im Osten nur aufgrund der Angleichung eine sehr geringe", sagte Heil der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Die Rentenentwicklung folgt quasi automatisch immer der Lohnentwicklung des Vorjahrs. Im Corona-Krisen-Jahr 2020 sind die Löhne jedoch kaum gestiegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 01:10 In Panama erste Infektion mit Südafrika-Virus +++
In Panama ist der erste Fall einer Infektion mit dem hochansteckenden Erreger aus Südafrika festgestellt worden. Das Virus wurde bei einem 40-Jährigen aus Simbabwe, der aus Südafrika kam, nachgewiesen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Mann sei isoliert worden.

+++ 23:41 Belgien verbietet alle nicht notwendigen Reisen +++
Um die Ausbreitung neuer Virus-Varianten zu verhindern, verbietet Belgien ab Mittwoch alle nicht notwendigen Auslandsreisen. Das Verbot gelte vorerst bis zum 1. März, sagte Ministerpräsident Alexander De Croo am Abend in Brüssel. Ausnahmen gelten für Berufspendler sowie für Reisen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen. "Wir errichten keine Mauer um Belgien. Wir können weiter in andere Länder fahren, aber nur aus wichtigen Gründen", betonte der Regierungschef.

+++ 22:16 Spahn zuversichtlich hinsichtlich Astrazeneca-Impfungen im Februar +++
Trotz der Lieferschwierigkeiten des Impfstoffherstellers Astrazeneca ist Gesundheitsminister Jens Spahn zuversichtlich, dass im Februar viele Menschen mit diesem Vakzin geimpft werden können. Er erwarte die Zulassung des Impfstoffs in einer Woche, und es werde "dann auch im Februar Lieferungen geben von Astrazeneca, und zwar in einer Größenordnung, da bin ich weiterhin zuversichtlich, die schon im Februar einen Unterschied machen wird im Vergleich zu, wenn wir Astrazeneca nicht hätten", sagte der CDU-Politiker in den ARD-"Tagesthemen".

+++ 22:07 Sieben Bundesländer haben vierstellige Neuinfektionen +++
Von den 16 Bundesländern melden heute sieben Länder vierstellige Neuinfektionen. Mit mehr als 3000 steht Nordrhein-Westfalen ganz ander Spitze. Es folgen Bayern (2607), Hessen (1532), Baden-Württemberg (1523), Sachsen (1308), Niedersachsen (1248), Sachsen-Anhalt (1032). Am wenigsten Neuinfektionen verzeichnet Bremen (83).


+++ 21:43 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Mehr als 16.000 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.116.542 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 16.805 neue Fälle hinzu. Das sind rund 4.400 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als es 21.219 neue Fälle gewesen waren. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 882 auf 51.290. Als aktuell infiziert gelten rund 272.950 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,95 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 95 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,97 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4768 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2692 davon werden beatmet. Rund 4133 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:20 Bill Gates hat Impfung erhalten +++
Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Corona-Impfung bekommen. "Einer der Vorteile, 65 zu sein, ist der Zugang zum Covid-19-Impfstoff", schrieb Gates heute bei Twitter. Er habe diese Woche die erste der zwei Impfdosen erhalten - "und ich fühle mich großartig". Gates hat in die Entwicklung von Pandemie-Impfstoffen Milliarden investiert. Das rückt ihn in den Mittelpunkt einiger Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus.

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Quelle: ntv.de, jpe/chf/rts/dpa/AFP