Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:09 Australien schließt Grenze zwischen zwei Bundesstaaten +++

Wegen einer steigenden Zahl von Corona-Fällen wird in Australien die Grenze zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Bundesstaaten geschlossen. Die Schließung des Verkehrs zwischen Victoria und New South Wales tritt am Mittwoch in Kraft, wie der Premierminister von Victoria, Daniel Andrews, mitteilt. Mit der Schließung kommt auch der Verkehr zwischen den beiden größten Städten Australiens, Sydney (New South Wales) und Melbourne (Victoria), zum Erliegen.

+++ 11:14 Söder: Ende der Maskenpflicht wäre falsches Signal +++
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder verteidigt das Festhalten an der Maskenpflicht im Freistaat. Bayern werde "auf keinen Fall die Maskenpflicht lockern oder abschaffen", sagt Söder in München. Sie sei "eines der ganz wenigen Instrumente" gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die CSU habe sich am Morgen dazu "nochmal mit der CDU abgestimmt", sagte Söder. Die Politik dürfe jetzt nicht "ein falsches Signal" senden und den Eindruck erwecken, es bestehe keine Gefahr mehr. "Man hat manchmal den Eindruck, dass nicht jeder die Verantwortung in gleicher Weise wahrnimmt, wie wir das in der Situation bräuchten", so Söder.

+++ 10:11 Russland meldet 135 Todesfälle +++
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Russland ist um 6611 auf 687.862 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien zudem 135 Menschen gestorben, teilen die Behörden mit. Damit starben insgesamt 10.296 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei der Zahl der Ansteckungsfälle liegt Russland weltweit inzwischen auf Platz vier nach den USA, Brasilien und Indien.

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+++ 09:57 Tourismus-Beauftragter: Gute Chancen für Türkei-Öffnung +++
Die Türkei gilt als Corona-Risikogebiet - seit Wochen besteht eine Reisewarnung für das bei Deutschen beliebte Urlaubsland. Nun aber scheinen die Chancen für eine Aufhebung zu steigen: Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, macht im "ntv Frühstart" Hoffnung.

+++ 09:09 Spahn: Maskenpflicht im Handel weiter wichtig +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor der in einigen Bundesländern erwogenen Aufhebung der Maskenpflicht im Handel. Er verstehe den Wunsch nach einer Rückkehr zum Alltag, sagt er dem Deutschlandfunk. Maske tragen sei nicht immer angenehm. Insbesondere in geschlossenen Räumen, wo ein Mindestabstand nicht immer gewährleistet werden kann, könnten Alltagsmasken aber einen Unterschied machen, so Spahn. "Deswegen halte ich sie weiter für wichtig."

+++ 08:05 Kreis Gütersloh nur noch knapp über "Obergrenze" +++
Die Infektions-Karte für Deutschland weist weiterhin einen roten Fleck auf: Dem neuesten RKI-Datenstand zufolge überschreitet der Kreis Gütersloh nur noch knapp die zwischen Bund und Ländern vereinbarte "Obergrenze" von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Der Wert für den schwer von den Fällen in der Causa Tönnies betroffenen Kreis in Nordrhein-Westfalen wird mit 50,5 angegeben.

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+++ 07:20 Indien überholt Russland bei Infektionszahl +++
Indien hat Russland als das Land überholt, das nach den USA und Brasilien am schwersten von der Corona-Pandemie betroffen ist. Nach Angaben der indischen Gesundheitsbehörden ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen nun auf insgesamt 697.413 angewachsen. Seit Beginn der Krise sind demnach 19.693 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

+++ 05:26 Studie: Ein Drittel trinkt in der Krise mehr Alkohol +++
Der Alkoholkonsum ist bei rund einem Drittel der Erwachsenen in Deutschland seit der Coronakrise gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim in Kooperation mit dem Klinikum Nürnberg durchgeführt hat. 35,5 Prozent der mehr als 3000 an der Studie Teilnehmenden gaben bei der anonymen Online-Umfrage an, während der Pandemie mehr oder viel mehr Alkohol getrunken zu haben als zuvor. Die Erhebung ist nicht repräsentativ, liefert aber erste Erkenntnisse über die Konsumgewohnheiten während der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen. Die Bundesregierung hatte jüngst in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion auf die Studie verwiesen.

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+++ 04:50 Betrug bei Corona-Hilfen: Immer mehr Verdachtsfälle +++
Im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen untersuchen Ermittler bundesweit Tausende Verdachtsfälle. Insgesamt befassen sie sich mit mindestens 5100 Fällen wegen des Verdachts auf Subventionsbetrug, Geldwäsche, Fälschung beweiserheblicher Daten oder des Ausspähens von Daten, wie Recherchen der dpa von Anfang Juli ergaben. Ende Mai waren es noch etwa 2200 Fälle gewesen. Von zahlreichen Behörden hieß es, die Zahlen änderten sich quasi täglich. Um wie viel Geld die Länder in den Fällen betrogen wurden, ist noch nicht ganz klar. Nach dpa-Recherchen könnte es bundesweit mindestens um knapp 22 Millionen Euro gehen.

+++ 03:07 Bundeswehr-Hunde sollen Corona-Infektion erschnüffeln +++
Diensthunde der Bundeswehr sollen das Erschnüffeln einer Corona-Infektion erlernen. Die Streitkräfte und die Stiftung Tierärztliche Hochschule (TiHo) Hannover testen diese Möglichkeit in einem Projekt, an dem zehn Vierbeiner der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr bei Ulmen in der Vulkaneifel teilnehmen. Beteiligt sind Schäferhunde, Spaniel und Retriever, wie die Dienststelle der Streitkräfte mitteilte. Spürhunde können an der molekularen Zusammensetzung eines Geruchs nicht nur Sprengstoffe oder Drogen wahrnehmen, sondern auch verschiedene Krebserkrankungen und die drohende Unterzuckerung von Diabetikern riechen. Auf dieser Grundlage ist auch die Idee für das Corona-Projekt entstanden. "Mit einer Trefferquote von derzeit etwa 80 Prozent sind die Forscher in Ulmen auf dem besten Weg, das Projekt erfolgreich weiterzuführen", erklärte die Diensthundeschule. In wenigen Wochen sollen belastbare Ergebnisse vorliegen.

+++ 02:01 SPD-Chef gegen Ende der Maskenpflicht +++
Der SPD-Parteivorsitzende Norbert Walter-Borjans lehnt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel ab und liegt damit nach eigener Aussage auf einer Linie mit Kanzlerin Angela Merkel. "Ich habe heute noch mit der Bundeskanzlerin darüber gesprochen und wir sind uns einig, dass das Maskentragen in Geschäften eine Zumutung ist, aber eine zumutbare Zumutung", sagte Walter-Borjans am Sonntagabend auf "Bild live". Der SPD-Chef sprach sich dafür aus, in der Corona-Pandemie weiter Vorsicht walten zu lassen. "Im Geschäft werde ich eine Maske anziehen. Und wenn das alle tun, haben wir einen großen Teil von Infektionsmöglichkeiten eingedämmt", sagte Walter-Borjans. Die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel war am Wochenende ins Rollen geraten, nachdem sich Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe gegenüber der "Welt am Sonntag" für einen solchen Schritt in seinem Land ausgesprochen hatte.

+++ 00:48 Corona-Alarm an Bord: Militärmaschine bricht Flug nach Lettland ab +++
Ein kanadisches Militärflugzeug hat einen Flug nach Lettland wegen Corona-Alarms abgebrochen. Es habe die Sorge geherrscht, dass sich Soldaten an Bord der Maschine mit dem Virus infiziert haben könnten, teilte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Ottawa mit. Nach ihren Angaben drehte das Flugzeug um, nachdem die Armee erfahren hatte, dass an der Trenton-Militärbasis in der kanadischen Provinz Ontario jemand positiv auf das Virus getestet worden war. Vom diesem Stützpunkt war das Flugzeug gestartet. Es sei möglich, dass die insgesamt 70 Passagiere und Crew-Mitglieder mit dem infizierten Patienten in Kontakt gewesen seien, sagte die Sprecherin. Für die Soldaten an Bord der Maschine wurde den Angaben zufolge eine 14-tägige Quarantäne auf der Basis Trenton angeordnet. In Lettland sind rund 540 kanadische Soldaten stationiert.

+++ 23:33 Trump kündigt weitere große Wahlkampfveranstaltung an +++
Trotz der Zuspitzung der Corona-Pandemie in Teilen der USA hält Präsident Donald Trump an Großveranstaltungen für seinen Wahlkampf fest. Er werde am Samstag im Freien auf dem Flughafen des Ortes Portsmouth im nordöstlichen Bundesstaat New Hampshire vor Anhängen sprechen, erklärte seine Kampagne. Alle Gäste müssen bei der Anmeldung einwilligen, dass sie "freiwillig alle Risiken" übernehmen, die aus einer Corona-Infektion resultieren könnten. Trumps Kampagne übernimmt dafür keine Haftung. Teilnehmer würden "stark ermuntert", bereitgestellte Masken zu tragen, hieß es. Der Auftritt wird Trumps zweite große Wahlkampfveranstaltung seit der Zuspitzung der Corona-Krise in den USA im März sein. Die erste Veranstaltung in einem geschlossenen Stadion im Bundesstaat Oklahoma vor rund drei Wochen war eher missglückt: In der Halle in Tulsa blieben Tausende Sitze leer, obwohl Trump erklärt hatte, dass sich rund eine Million Menschen kostenlose Tickets gesichert hätten.

+++ 22:27 Frankreich rechnet mit etwas schnellerer Erholung +++
Die französische Wirtschaft könnte sich nach dem corona-bedingten Abschwung etwas besser entwickeln als erwartet. Notenbank-Gouverneur Francois Villeroy de Galhau sagte dem Sender LCI, "es läuft zumindest so gut wie Anfang Juni gedacht, vielleicht sogar etwas besser". Im Juni hatte die Notenbank einen Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal von 15 Prozent prognostiziert. Villeroy zufolge könnte die Zahl "etwas besser" ausfallen.

+++ 22:01 London vor Impfstoff-Deal mit Sanofi +++
Großbritannien steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Abschluss eines Kaufvertrags für 60 Millionen Einheiten eines potentiellen Covid-19-Impfstoffs. Dabei gehe es um eine noch zu entwickelnde Arznei des Pharmafirmen Sanofi und GlaxoSmithKline, berichtete die "Sunday Times". Die Vereinbarung habe ein Volumen von rund 550 Millionen Euro. Klinische Tests mit dem Impfstoff-Kandidaten sollen im September beginnen. Die beiden Unternehmen hatten bereits erklärt, die Zulassung für das Mittel könne schon in der ersten Hälfte 2021 erteilt werden - statt wie zunächst avisiert im zweiten Halbjahr. Derzeit sind mehr als 100 potenzielle Impfstoffe weltweit in der Entwicklung. Viele Regierungen sind mit Pharmafirmen schon Kaufverträge eingegangen, obwohl offen ist, ob die jeweiligen Mittel wirksam sein werden. Dahinter steht die Sorge, für die eigenen Bürger keinen Impfstoff zu haben, weil es nach einer erfolgreichen Entwicklung zunächst wohl nicht gelingen wird, nahezu zeitgleich genügend von der Arznei für die Weltbevölkerung zu produzieren.

+++ 21:30 Drei Bundesländer ohne Neuinfektionen +++
Trotz verlangsamter Meldetätigkeit zum Wochenende bringt der Tagesstand für Deutschland gute Nachrichten: Drei Bundesländer verzeichnen keine einzige Neuinfektionen: Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland. Während vier Länder erst wieder am Montag ihre neuen Fälle melden – Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern – verzeichnen weitere vier Länder ebenfalls nur geringfügige Zuwachsraten: Bremen (plus 1), Rheinland-Pfalz (plus 2), Niedersachsen und Thüringen (plus 3). Spitzenreiter ist weiterhin Nordrhein-Westfalen mit 137 neuen Fällen.

Nach Berechnungen von ntv.de kommt Deutschland damit insgesamt auf 196.304 bestätigte Infektionen. Das sind 200 mehr als am Vortag. 9016 Todesfälle sind zu beklagen, zwei mehr als am Vortag. Akut infiziert sind 6471 Menschen, genesen 180.817.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, cri/jpe/dpa/rts/AFP