Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:22 EU exportiert über eine Milliarde Corona-Impfdosen in Drittländer +++

Die Europäische Union hat binnen zehn Monaten mehr als eine Milliarde Corona-Impfstoffdosen an andere Länder weltweit exportiert. "Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyenin Brüssel. Der Impfstoff sei seit Dezember 2020 in mehr als 150 Länder geliefert worden - unter ihnen Japan, die Türkei, Großbritannien und Brasilien. Etwa 87 Millionen Dosen seien über die UN-Initiative Covax an Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen gegangen. "Wir haben unsere Impfstoffe stets fair mit dem Rest der Welt geteilt", betonte von der Leyen. "Wir haben genauso viel exportiert, wie wir für die Bürgerinnen und Bürger der EU bereitgestellt haben."

+++ 11:51 Handelsverband fordert Investitionen für deutsche Innenstädte +++
Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der künftigen Bundesregierung eine Investitionsoffensive für deutsche Innenstädte. Die Innenstädte seien hart getroffen von den Auswirkungen der Corona-Krise, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. In der neuen Legislaturperiode müssten die Innenstädte deshalb in den Fokus der Politik rücken. Der HDE forderte ein steuerliches Abschreibungsprogramm für Investitionen in städtebauliche Maßnahmen in Innenstädten. Der Investitionsbedarf sei groß, doch viele Händlerinnen und Händler seien durch die Pandemie finanziell geschwächt.

+++ 11:13 Valneva vermeldet positive Ergebnisse aus Studie mit Corona-Impfstoff +++
Der französisch-österreichische Konzern Valneva hat "positive erste" Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie für seinen Impfstoffkandidaten gegen das Coronavirus bekannt gegeben. Im Vergleich zum Astrazeneca-Impfstoff sei bei den Probanden ein höherer mittlerer Wert an neutralisierenden Antikörpern festgestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Das Mittel sei zudem "im Allgemeinen gut verträglich". An der Studie hatten den Angaben zufolge 4012 Menschen ab 18 Jahren in Großbritannien teilgenommen. Valneva-Geschäftsführer Thomas Lingelbach teilte mit, dass das Unternehmen seinen Impfstoffkandidaten "so schnell wie möglich" zur Zulassung bringen wolle, um "den Menschen, die noch nicht geimpft sind, eine alternative Impfstofflösung anzubieten".

+++ 10:27 Britischen Clubs fehlen nach Lockdowns die Türsteher +++
Der britischen Club-Branche fehlen derzeit die Türsteher. "Wenn der Mangel größer wird, kann das zu einer Bedrohung für die öffentliche Sicherheit werden", sagte der Chef der Night Time Industries Association, Michael Kill, wie der Sender Sky News berichtete. Während der Pandemie, als Clubs und Bars für viele Monate geschlossen blieben, hätten viele die Branche verlassen und sich Jobs mit angenehmeren Arbeitszeiten gesucht. "Auch der Brexit hat nicht geholfen, auch wenn er nicht der einzige Faktor ist, der hier eine Rolle spielt", sagte Kill. Viele Arbeitskräfte aus der EU haben das Vereinigte Königreich während der Pandemie verlassen. Neue Brexit-Visaregeln führen nun dazu, dass die wenigsten zurückkehren.

+++ 09:45 Rumäniens Krankenhäuser wegen Covid-Patienten am Limit +++
Rumänien gehört EU-weit zu den Ländern mit der dramatischsten Corona-Lage. Nur rund 30 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1500. Die Lage ist mittlerweile derart kritisch, dass die Regierung gebeten hat, dass Covid-Intensivpatienten im Ausland behandelt werden. Ungarn hat bereits die ersten zehn Patienten in kritischem Zustand übernommen.

+++ 09:07 Keine Maskenpflicht mehr auf Flügen innerhalb Skandinaviens +++
Bei Flügen innerhalb Skandinaviens muss seit heute kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Die Fluggesellschaften SAS, Norwegian, Widerøe und Flyr einigten sich darauf, von Reisenden zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden den Infektionsschutz nicht mehr zu verlangen. "Der norwegische Leitfaden zur Infektionskontrolle verlangt von Passagieren im Inland nicht mehr, Gesichtsmasken zu tragen, daher entfällt diese Anforderung an Bord von Widerøes Flügen", sagte die Sprecherin Silje Brandvoll jüngst dem norwegischen Rundfunk. Bei Flügen in andere Länder im Ausland müsse jedoch weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Auf dem Flughafen Gardermoen bei Oslo wurde die Maskenpflicht bereits am Freitag aufgehoben.

+++ 08:25 Lage von Gastgewerbe entspannt sich etwas +++
Der Umsatz im Gastgewerbe ist angesichts der zunehmenden Lockerung der Corona-Beschränkungen auch im August weiter gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, legte der Umsatz gegenüber dem Vormonat Juli kalender-, saison- und preisbereinigt um 5,9 Prozent zu. Weiterhin lag er damit aber noch 16,5 Prozent unter dem Niveau des Februars 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Die Restaurants und Bars machten 1,7 Prozent mehr Umsatz als im Juli und blieben damit 19 Prozent unter Vorkrisenniveau, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Die Hotels und Pensionen steigerten den Umsatz im August um 13,2 Prozent im Vergleich zum Juli - dennoch lag ihr Umsatz noch rund elf Prozent unter Vorkrisenniveau.

+++ 07:33 Experten: Grippeimpfung für Schwangere wegen gelockerter Corona-Regeln wichtig +++
Nach der quasi ausgefallenen Welle vergangene Saison sei in diesem Jahr wieder mit mehr Erkrankten zu rechnen, sagte Cornelia Hösemann aus dem Vorstand des Berufsverbands der Frauenärzte der Deutschen Presse-Agentur. "Denn das Immunsystem muss erst wieder trainiert werden. Außerdem fällt bei 2- oder 3G-Regelungen die Pflicht zum Tragen der Maske weg, sodass Infektionen, die über Tröpfchen verbreitet werden, generell wieder mehr vorkommen werden." Schwangere könnten sich durchaus überlegen, ob sie zum eigenen Schutz unabhängig von geltenden Vorgaben einen Mund-Nase-Schutz tragen möchten.

+++ 06:46 Australien will noch vor Weihnachten wieder Touristen empfangen +++
Australien könnte nach Auffassung von Handels- und Tourismusminister Dan Tehan nun doch bereits vor Weihnachten seine internationalen Grenzen öffnen und wieder Urlauber empfangen. "Natürlich ist es unsere Priorität, Australier nach Hause zu bringen", sagte Tehan dem Sender Sky News Australia. "Aber meiner Meinung nach können wir vor Weihnachten damit beginnen, auch alle anderen - darunter internationale Touristen - hereinzulassen." Voraussetzung sei aber, dass mindestens 80 Prozent der Bevölkerung im Alter von über 16 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft seien. Bis zum Wochenende hatten in Australien etwa 68 Prozent der erwachsenen Bevölkerung doppelten Impfschutz. Fast 85 Prozent hatten eine erste Impfdosis erhalten.

+++ 06:12 Hamburgs Schulen kehren zum Präsenzunterricht zurück +++
Mit Präsenz-, Masken- und Testpflicht beginnt in Hamburg nach zweiwöchigen Herbstferien heute wieder die Schule. Reiserückkehrer aus dem Ausland müssen - sofern sie nicht geimpft oder vollständig genesen sind - einen negativen Corona-Test vorlegen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Um einen reibungslosen Schulbeginn zu ermöglichen, würden in allen Schulen Schnelltests zu Unterrichtsbeginn angeboten. Im vergangenen Herbst hatte in Hamburg nach dem Ferienende die zweite Corona-Welle begonnen. Nach rund zehnmonatiger pandemiebedingter Aussetzung gilt ab sofort auch wieder die Präsenzpflicht. Bislang konnten Eltern oder volljährige Schüler selbst entscheiden, ob sie beziehungsweise ihre Kinder in den Schulen oder digital zu Hause am Unterricht teilnehmen.

+++ 05:31 Umfrage: Pandemie senkt Optimismus und verstärkt Stress +++
Nach einer repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm. Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen. Das Stressempfinden stieg im Laufe der Pandemie: 26 Prozent sagten, dass sie sich oft unter Druck fühlten. Das waren erheblich mehr als in beiden Vorjahren: 2019 hatten 15 Prozent geantwortet, dass sie sich gestresst fühlten, im Frühjahr 2020 13 Prozent. Laut Umfrage ist auch die finanzielle Zuversicht gesunken: 43 Prozent der Befragten bewerteten ihre finanziellen Aussichten für das Alter positiv, 2020 waren es noch 63 Prozent gewesen.

+++ 04:13 RKI meldet 4056 neue Fälle +++
Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4056 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.07 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3111 Ansteckungen gelegen.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden.

Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 01:34 2523 Neuinfektionen in Polen +++
In Polen breitet sich das Virus wieder vermehrt aus: Die Behörden melden 2523 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 1527 neue Fälle.

+++ 23:51 Russland meldet knapp 1000 Tote in 24 Stunden +++
Russlands Behörden melden erneut knapp 1000 registrierte Todesfälle in 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Wie aus den Daten hervorgeht, starben 997 Menschen. Am Vortag waren es 1002 Menschen, die mit einer Corona-Infektion gestorben sind - Höchststand seit Beginn der Pandemie. Zudem haben sich 34.303 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.

+++ 22:10 In zwölf Bundesländern steigt die 7-Tage-Inzidenz +++
Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den Bundesländern: In 12 von 16 Bundesländern (Vortag: 10 von 16) ist der Wert im Vergleich zum Vortag gestiegen. Die größten Zuwächse gab es in Sachsen und Thüringen. Mit Schleswig-Holstein liegt nur noch ein Bundesland unter der alten Obergrenze von 50 aus dem Mai 2020.

+++ 21:21 Zahl der Neuinfektionen steigt dritte Woche in Folge +++
Die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche ist das dritte Mal in Folge gestiegen. In der heute beendeten Kalenderwoche 41 gab es von Montag bis Sonntag 63.938 neue Fälle (Vorwoche: 58.364) und 415 weitere Todesfälle (Vorwoche: 419). Dabei fällt der Anstieg in der Wochenbilanz nun deutlicher aus als in der Vorwoche.

+++ 20:52 Deutschland meldet 7048 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.375.664 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7048 neue Fälle hinzu. Das sind 1001 neu gemeldete Fälle mehr als am Sonntag der Vorwoche (+16,6 Prozent). Damals (am 10.10.) waren es insgesamt 6047 neu registrierte Fälle gewesen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 15 auf 94.611. Am Sonntag der Vorwoche waren es insgesamt 21 neu registrierte Todesfälle gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 138.006 Personen.

Die Ansteckungsrate wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,12). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1420 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind 10 Patienten mehr als am Vortag gemeldet worden waren. 790 von ihnen werden beatmet. Rund 4007 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 18:58 Schüler im Norden müssen erstmal weiter Maske tragen +++
Auch zum Schulstart nach den Herbstferien am Montag bleibt die Maskenpflicht in den Schulen in Schleswig-Holstein zunächst bestehen. Wegen der vielen Reiserückkehrer bestehe ein erhöhtes Infektionsrisiko, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums. Nach Ende der Ferien waren bundesweit die Infektionszahlen meist gestiegen, hieß es weiter. Daher gilt in Klassenräumen und Gängen im Schulgebäude in den ersten zwei Wochen nach den Herbstferien die Maskenpflicht weiterhin. Auf dem Schulhof muss niemand Maske tragen. Regelmäßige Tests sollen ebenfalls für Sicherheit sorgen. Die Regierung will die Corona-Zahlen in den ersten Wochen beobachten und die Regeln an das Infektionsgeschehen anpassen.

+++ 17:05 In Klinken werden 790 Corona-Patienten beatmet +++
Deutschlandweit liegen 1420 Corona-Patienten in Krankenhäusern auf der Intensivstation. 790 von ihnen werden künstlich beatmet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der gemeldeten Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden, um 10 an.

+++ 15:46 Pilger können in Mekka wieder ohne Abstandsregeln beten +++
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat in der Großen Moschee von Mekka in Saudi-Arabien wieder ein Gebet ohne Abstandsregeln stattgefunden. Nach entsprechenden Lockerungen fänden die Gebete dort jetzt wieder "normal" statt, teilte das staatliche Kommunikationszentrum mit. Auf Fotos waren Hunderte Pilger in weißen Gewändern zu sehen, die beim Gebet Schulter an Schulter im Hof der Moschee stehen. Auch Aufkleber am Boden zur Einhaltung von Abstandsregeln wurden entfernt. Die berühmte Moschee darf seit diesem Sonntag wieder bei voller Kapazität öffnen.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: hny/ino/hul/als/dpa/AFP/rts

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