Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:32 Umfrage: Mehrheit für Freiheiten von Geimpften in Gastro- und Kulturbereich +++

Eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Bundesbürger fände es richtig, wenn Hotels, Gaststätten, Theater oder Kinos für vollständig gegen Corona Geimpfte und Genesene wieder öffnen dürften. Das ergibt eine Forsa-Umfrage in Auftrag von RTL/ntv. 48 Prozent gehen davon aus, dass solche Freiheiten den Zusammenhalt in der Gesellschaft etwas gefährden könnte, während 19 Prozent dadurch überhaupt keine Folgen für das gesellschaftliche Zusammenleben erwarten.

+++ 12:02 Merkel berät mit Experten zu mRNA-Verfahren +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel lädt am Montagabend zu einer virtuellen Gesprächsrunde über moderne Medizin- und Biotechnologien ein. Gemeinsam mit Wissenschaftlern sei ein Austausch über die im Zuge der Covid-19-Pandemie bekannt gewordenen mRNA-Verfahren, über Nanotechnologien und Gentherapien geplant, teilt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. An der nicht-presseöffentlichen Runde nehmen auch weitere CDU-Kabinettsmitglieder teil, konkret Kanzleramtschef Helge Braun, Forschungsministerin Anja Karliczek, Gesundheitsminister Jens Spahn und Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Ziel sei, das Potenzial dieser Technologien künftig noch stärker zu nutzen und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Versorgung und Industrie weiterzuentwickeln.

+++ 11:33 Abstand zwischen erster und zweiter Astrazeneca-Dosis kann verkürzt werden +++
In der kommenden Woche sollen eine Million Astrazeneca-Dosen an die Arztpraxen in Deutschland geliefert werden, die dann ohne Priorisierung vergeben werden. Das kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an. Am Vortag hatten Bund und Länder die Priorisierung mit einer festen Vorrangliste für diesen Impfstoff aufgehoben. Künftig ist es dem Arzt in Absprache mit dem Impfling auch freigestellt, den Abstand für eine Astrazeneca-Zweitimpfung von zwölf auf bis zu vier Wochen zu verkürzen. Spahn betont: "Die Wirksamkeit ist umso höher, desto länger der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung ist." Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liegt laut Studien bei 50,4 Prozent, bei zwölf und mehr Wochen bei bis zu 82,4 Prozent.

+++ 11:15 Laschet: Geimpfte sollen mit Lockerung verantwortungsvoll umgehen +++
Angesichts der Lockerung von Corona-Regeln für vollständig Geimpfte und Genesene ruft NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. "Jetzt befinden wir uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie, eine Phase, in der dieser Zusammenhalt leicht gefährdet werden könnte", sagt der CDU-Chef im Bundesrat in Berlin. "Dazu brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit dem eigenen Glück", fordert der Unions-Kanzlerkandidat von vollständig Geimpften. Wenn sie Menschen begegnen, "die noch auf die Impfung hoffen", sollten sie ihnen mit einer "Geste des Respekt" begegnen und nicht mit "triumphalistischem Überschwang".

+++ 11:10 Briten veröffentlichen Urlaubsländer-Liste +++
Das britische Verkehrsministerium will laut einem Bericht der Zeitung "Sun" noch im Laufe des Tages (18 Uhr MESZ) eine Liste mit Ländern veröffentlichen, für die bei Reisen keine Quarantäne-Einschränkungen mehr gelten.

+++ 10:53 Spahn: Impfstoff-Patente sind nicht das Hauptproblem +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält nichts von der Aufweichung von Impfstoff-Patenten. Die Produktion und weltweite Verfügbarkeit seien die größten Probleme, sagt der CDU-Politiker. Erst wenn alle Menschen auf der Welt geimpft seien, sei die Welt auch sicher. "Deswegen exportieren wir." Die USA sollten auch Impfstoffdosen exportieren.

+++ 10:29 RKI-Chef Wieler: Virusausbreitung erst ab Impfquote von 80 Prozent gestoppt +++
RKI-Chef Wieler erklärt in der Bundespressekonferenz, dass die Ausbreitung des Coronavirus erst bei einer hohen Impfquote gestoppt wird. Die müsse bei 80 Prozent liegen. So werde sich Corona nicht weiter verbreiten und nicht wieder aufflammen.

+++ 10:10 Spahn: 31,5 Prozent der Deutschen bereits mit Erstimpfung +++
"Die Impfkampagne nimmt weiter Fahrt auf", sagt Gesundheitsminister Jens Spahn während einer Pressekonferenz in Berlin. 31,5 Prozent hätten bereits die Erstimpfung erhalten, 8,8 Prozent hätten den vollen Schutz. Rückblickend sei ein weiterer Tag vergangen, an dem mehr als 1 Prozent der Bevölkerung (932.495 Impfungen) geimpft werden konnte. Zugleich warnte Spahn vor vorschnellen Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Die Briten hätten erst bei deutlich niederigeren Inzidenzen mit Lockerungen begonnen.

+++ 09:47 Corona-Regeln werden für Geimpfte und Genesene gelockert +++
Für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene werden die Corona-Regeln gelockert. Einen Tag nach dem Bundestag passierte die entsprechende Verordnung auch den Bundesrat.

+++ 09:22 Altmaier stimmt aus Versehen für Patentfreigabe von Impfstoffen +++
Als einziges Mitglied seiner Fraktion und der Bundesregierung stimmt der CDU-Abgeordnete und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für die Patentfreigabe bei Impfstoffen - und damit gegen eine Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses. Wie Altmaier auf Twitter mitteilt, handelt es sich dabei um ein Versehen. "Richtigstellung: Es handelt sich offenbar um einen Irrtum. Ich teile in dieser Frage die einhellige Haltung meiner Fraktion", schreibt der Bundeswirtschaftsminister auf Twitter. Anträge der Linken lehne er grundsätzlich ab. "Möglicherweise habe ich eine falsche Karte in die Urne geworfen", schreibt Altmaier weiter. Er werde den Vorgang klären.

+++ 09:02 Insgesamt mehr als 15 Millionen Infektionen in Brasilien +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 73.380 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf über 15 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 2550 auf mehr als 416.949 zu.

+++ 08:39 Tourismusbeauftragter macht Deutschen Hoffnung auf Sommerurlaub +++
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht gute Chancen, dass mit dem Anziehen der Impfkampagne Sommerurlaub in Deutschland möglich sein wird. An Pfingsten werde es in vielen Regionen "wahrscheinlich noch etwas schwierig werden", aber er hoffe, dass in den Wochen und Monaten danach die Urlaubsregionen wieder öffnen können, sagt der CDU-Politiker im ZDF. "Wir haben 80 Millionen Impfdosen dann im Juni zur Verfügung stehen, das heißt auch, dass fast jeder Deutsche fast einmal geimpft sein könnte. Insofern hoffe ich da auch, dass wirklich im Juni sehr, sehr viel passiert und der Sommerurlaub auf alle Fälle dann auch möglich sein wird." Er denke, dass für viele Menschen der Deutschland-Urlaub im Mittelpunkt stehen werde "und die große Fernreise ausfallen wird".

+++ 08:10 Stundung von Steuerschulden wird ausgiebig genutzt +++
Die erleichterte Stundung von Steuerschulden in der Corona-Krise wird ausgiebig genutzt. Das Volumen der bis Jahresende bewilligten und noch nicht getilgten Stundungen von Besitz- und Verkehrsteuern hat sich zwischen 2019 und 2020 mehr als verdoppelt - von 3,27 auf fast 6,87 Milliarden Euro, wie der "Spiegel" unter Berufung auf eine Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken berichtet. Besonders stark nahmen demnach Stundungen der Umsatzsteuer zu: von 94 Millionen Euro 2019 auf 2,74 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Bei der Einkommensteuer sei der Umfang der Stundungen von knapp 2,44 auf 3,21 Milliarden Euro gestiegen.

+++ 07:44 Lauterbach: Drei Wochen durchhalten für den "vollen Genuss" +++
Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor zu schnellen Lockerungen. Ab einer Impfquote von 40 Prozent würden die Fallzahlen exponentiell runtergehen, erläutert der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Diesen Kipppunkt werde Deutschland "spätestens" Ende Mai erreichen. "Wir haben ein Jahr und vier Monate durchgehalten. Wollen wir nicht auch noch diese drei Wochen durchhalten, und dann den vollen Genuss haben?!". Aktuell liegt die Impfquote in Deutschland bei 30,6 Prozent, was die erste Dosis angeht.

+++ 07:30 Handel fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte +++
Angesichts sinkender Corona-Inzidenzzahlen und einer wachsenden Zahl an Geimpften fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) eine rasche Wiedereröffnung aller Geschäfte. Es gebe keinen Grund mehr für weitere Einschränkungen oder Schließungen im Einzelhandel, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt machen und den Einzelhandel wieder komplett öffnen." In Gebieten, in denen sich in sieben Tagen weniger als 100 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, müsse zudem die Testpflicht vor dem Einkauf entfallen. Der HDE verweist darauf, dass zahlreiche Händler ums Überleben kämpften.

+++ 07:01 Neuer Höchstwert in Indien - mehr als 414.000 Infektionen an einem Tag +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Indien erreicht mit 414.188 einen neuen Rekordstand. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 3915 weitere Todesfälle bekannt. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Menschen sind damit insgesamt knapp 21,5 Millionen Fälle und 234.083 Tote verzeichnet.

+++ 06:26 Lindner: Patentfreigabe schwächt Impfstoffentwicklung +++
FDP-Chef Christian Lindner warnt vor der Aufhebung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe. "Das beseitigt die weltweite Knappheit an Impfstoff nicht - und schon gar nicht kurzfristig", sagt er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eher gelte es, alle Kraft in die Produktion zu stecken, denn es fehle an Rohstoffen, Fachpersonal, Produktionsstätten. "Wer in den Schutz geistigen Eigentums eingreift, der schwächt die Entwicklung künftiger, modifizierter Impfstoffe und Medikamente. Das wäre das Ende von Startups wie Biontech", warnt Lindner zudem. "Nachdem seitens der Grünen deren segensreiche Technologie über Jahre dämonisiert wurde, folgt mit der Relativierung geistigen Eigentums der nächste Schlag. So wird man Gründertum in Deutschland nicht fördern."

+++ 05:57 Frankreich blockiert wohl Biontech-Bestellung der EU +++
Frankreich blockiert einer Zeitung zufolge eine Bestellung der EU-Kommission von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen der Hersteller Biontech/Pfizer. Die Mitgliedsstaaten befürchteten nun, die EU könne mit ihrer Bestellung zu spät kommen und einen Teil des Kontingents verlieren, berichtete "Welt" vorab unter Berufung auf EU-Diplomaten. "Das wäre eine Katastrophe, für die Frankreich verantwortlich wäre", zitierte das Blatt einen von ihnen. Über die Motive der Regierung in Paris werde spekuliert. Offenbar gehe es darum, Produktionskapazitäten für den Biontech-Impfstoff nach Frankreich zu holen und heimische Unternehmen stärker in die Fertigung einzubinden.

+++ 05:31 RKI registriert 18.485 neue Fälle +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 18.485 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5:10 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Freitag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.329 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 125,7 (Vortag: 129,1; Vorwoche: 153,4). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:56 Zulassung für Astrazeneca und Moderna in Japan ab 20. Mai +++
Japans Regierung könnte einem Bericht zufolge ab dem 20. Mai die Impfstoffe von Astrazeneca und Moderna zulassen. Etwa dann werde ein Treffen der Gesundheitsbehörden erwartet, berichtet "Nikkei". Bislang ist in Japan nur der Biontech/Pfizer-Impfstoff zugelassen.

+++ 04:13 Städtetag sieht Rücknahmen von Beschränkungen entspannt +++
Der Deutsche Städtetag blickt möglichen Kontrollen der Corona-Beschränkungen infolge der geplanten Rücknahmen für vollständig Geimpfte und Genesene entspannt entgegen. "Mit der neuen Verordnung gelten zwar neue Regeln, die kontrolliert werden müssen. Das ist aber keine völlig neue Situation", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Helmut Dedy, auf dpa-Anfrage. So hätten die Städte in den vergangenen Monaten etwa das Personal aufgestockt. "Ordnungsbehörden und Polizei nehmen ihre Kontrollpflicht sehr ernst."

+++ 03:31 US-Forscher schätzen Corona-Todesfälle weltweit auf 6,9 Millionen +++
Forscher der Universität Washington im gleichnamigen US-Bundesstaat gehen von erheblich mehr Corona-Toten weltweit aus als offizielle Zahlen wiedergeben. Schätzungen des Uni-Instituts IHME hätten ergeben, dass weltweit 6,9 Millionen Menschen durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben sein dürften, erklärte dessen Direktor Christopher Murray. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab die Zahl der weltweiten Coronatoten am selben Tag mit rund 3,2 Millionen an. In fast jedem Land der Welt gebe es signifikante Lücken bei der Erfassung der Todesfälle, es gebe aber deutliche Unterschiede zwischen den Ländern, erklärte das Institut.

+++ 02:43 Japans Regierung will Notstand bis Ende Mai verlängern +++
Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen will die japanische Regierung den Notstand in Tokio und drei weiteren Regionen bis zum 31. Mai verlängern. Zudem solle er in den Präfekturen Fukuoka und Aichi neu ausgerufen werden, sagt Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura.

+++ 01:55 Australische Grenzen möglicherweise erst Mitte 2022 komplett offen +++
Australiens Handelsminister Dan Tehan hält es für möglich, dass die internationalen Grenzen erst Mitte kommenden Jahres wieder komplett geöffnet sein werden. Er hoffe, dass weitere Öffnungsvereinbarungen - sogenannte "Reiseblasen" - zwischen Staaten getroffen werden können wie sie bereits zwischen seinem Land und Neuseeland existieren, sagt Tehan dem Sender Sky News.

+++ 00:54 Intensivmediziner: Urlaubsregionen benötigen gute Konzepte +++
Intensivmediziner zeigen sich angesichts der Öffnung des Tourismus in einigen Bundesländern verhalten optimistisch, mahnen jedoch Sorgfalt an. "Wenn Urlaubsregionen gute Konzepte haben, kann es klappen bei bereits niedrigen Inzidenzen mehr Menschen aufeinandertreffen zu lassen, ohne steigende Infektionszahlen befürchten zu müssen", sagt der Präsident der Interdisziplinären Vereinigung für Intensivmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland zufolge.

+++ 00:05 108,9 Millionen US-Bürger komplett geimpft +++
In den USA sind der Seuchenbehörde CDC zufolge inzwischen 108,9 Millionen Menschen komplett geimpft und damit rund ein Drittel der Bevölkerung. Es seien insgesamt 251,9 Millionen Dosen verimpft worden, hieß es weiter. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 23:01 Impf-Patente: Merkel widerspricht US-Präsident Biden +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat skeptisch auf den Vorstoß der USA reagiert, die Patente für Impfstoffe befristet freizugeben, um deren globale Verteilung zu beschleunigen. "Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben", sagte eine Regierungssprecherin der Süddeutschen Zeitung. "Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen sind die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente", betonte die Sprecherin der Kanzlerin. Sie sagte, der US-Vorschlag habe "erhebliche Implikationen für die Impfstoffproduktion insgesamt". Die Bundesregierung arbeite "in vielerlei Hinsicht daran, wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen".

+++ 22:14 Zahl der Alkoholtoten in England seit Corona auf Rekordhoch +++
In der Corona-Pandemie ist die Zahl der Alkoholtoten in England und Wales auf ein Rekordhoch gestiegen. 2020 seien 7423 Menschen in den beiden britischen Landesteilen an Alkoholmissbrauch gestorben, ein Plus von fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Stand seit Beginn der Statistik vor 20 Jahren. Das teilte das britische Statistikamt in Newport mit. Einen direkten Zusammenhang zur Corona-Krise zogen die Statistiker zwar nicht. Sie wiesen aber auf Daten der Gesundheitsbehörde hin, denen zufolge sich das Trinkverhalten seit Beginn der Pandemie geändert habe. Der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung könne ein weiterer Grund für den Anstieg der Sterbefälle sein, erklärte Boniface. "Diese Todesfälle waren nicht unvermeidlich, aber leider eine von vielen indirekten Folgen der Pandemie", erklärte die Leiterin des britischen Instituts für Alkoholstudien (IAS), Sadie Boniface.

+++ 21:52 Vierjährige aus Münster stirbt mit Covid-19 +++
Ein vierjähriges Mädchen aus Münster ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Demnach habe das Kind schon länger unter gravierenden Vorerkrankungen gelitten und sich dann mit Covid-19 angesteckt. Es starb bereits am 1. Mai in einer Klinik. "Mein Mitgefühl gilt dem Kind und den Angehörigen", sagte CDU-Oberbürgermeister Markus Lewe laut "Bild". Der tragische Vorfall zeige, wie gefährlich die Pandemie immer noch sei "und mahnt uns alle, unsere Mitmenschen mit großer Sorgfalt vor dieser schrecklichen Seuche zu schützen."

+++ 21:15 Bundesländer melden 20.079 Neuinfektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.480.188 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.079 neue Fälle hinzu. Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 4406 Fälle unter dem Niveau von Donnerstag vergangener Woche (29. April: 24.485 Neuinfektionen). Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent. Bei der Zahl der neu übermittelten Todesfälle zeigt sich dagegen noch keine Entspannung. Sie stiegen um 253 auf 84.209. Vor einer Woche hatten die Landesbehörden in der Summe 285 neu registrierte Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 285.789 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,78 angegeben (Vortag: 0,83). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,88 (Vortag: 0,83).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4768 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2836 davon werden beatmet. Rund 3733 Intensivbetten (14 Prozent) sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die vorangegangenen Entwicklungen des 6. Mai 2021 lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, lri/ino/hek/dpa/AFP/rts

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