Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:45 Notstand für Tokio und Osaka erklärt +++

Japan erklärt wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio. Ministerpräsident Yoshihide Suga gibt die Entscheidung drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen. Außer Tokio ordnete Suga den von Sonntag bis zum 11. Mai geltenden Notstand auch für Osaka sowie Kyoto und die Präfektur Hyogo an. In diesen Zeitraum fällt die sogenannte "Goldene Woche", eine Aneinanderreihung nationaler Feiertage, in der normalerweise Millionen Japaner auf Reisen gehen. "Wir müssen gezielt Maßnahmen ergreifen, während viele Menschen während der Goldenen Woche in der Pause sind, um das Virus unter Kontrolle zu bringen", sagt Suga.

+++ 12:29 Spahn bietet #allesdichtmachen Gespräch an +++
Nach der Internet-Aktion mehrerer Künstler gegen die Corona-Politik der Bundesregierung macht Gesundheitsminister Jens Spahn den Initiatoren ein Dialogangebot. Er könne sich gut vorstellen, das Gespräch miteinander zu führen, sagt Spahn. "Dass es Kritik und Fragen gibt an den Maßnahmen und den Hintergründen, das finde ich nicht nur normal, das finde ich in einer freiheitlichen Demokratie wünschenswert." Er habe sich zwar noch nicht alles anschauen können, sagte der Minister. Er fände es aber schade, "wenn der Eindruck da wäre, dass es nicht auch kontroverse, abwägende Diskussionen gibt". Dies habe im Übrigen auch im Bundestag stattgefunden. "Es waren ja sehr kontroverse Diskussionen, gesellschaftlich, politisch, in ganz vielen Bereichen."

+++ 12:25 Rheinland-Pfalz: Schulen in sechs Städten und zwei Kreisen schließen +++
In sechs rheinland-pfälzischen Städten und zwei Kreisen müssen die Schulen aufgrund der "Notbremse" von Montag an schließen. Betroffen sind alle Schulen in Speyer, Frankenthal, Ludwigshafen, Mainz, Worms und Pirmasens sowie in den Kreisen Mayen-Koblenz und Donnersberg.

+++ 12:21 RKI: Keine Herdenimmunität im Herbst +++
RKI-Vizepräsident Lars Schaade sieht nicht, dass wir in Deutschland im Herbst bereits über Herdenimmunität sprechen. "Ich glaube nicht, dass wir eine Herdenimmunität in dem Sinne erreichen werden, dass das Virus dann weg ist.“ Erreicht werden könne aber eine Hintergrundimmunität in der Bevölkerung. Auch diese werde die Viruszirkulation deutlich verringern. "Wir werden aber weiter Gruppen haben, die nicht geimpft werden können", betonte Schaade. Zudem werde es Menschen geben, die sich nicht impfen lassen wollen und Gruppen, bei denen die Impfungen zum Beispiel wegen bestimmter Vor- oder Grunderkrankungen nicht den gewünschten Effekt zeigen würden. Das Infektionsgeschehen insgesamt werde aber deutlich geringer sein.

+++ 12:04 Auch Richy Müller steigt bei #allesdichtmachen aus +++
Nach Heike Makatsch geht auch Tatort-Schauspieler Richy Müller auf Distanz zur Aktion #allesdichtmachen. Zwar äußerte er sich bisher nicht öffentlich oder auf den einschlägigen Social-Media-Kanälen. Sein Video-Beitrag zur Kampagne wurde aber gelöscht. Schauspielerin Makatsch, die zunächst auch bei #allesdichtmachen dabei war, hatte bereits am Morgen erklärt, sie habe an einem "kritischen Diskurs" teilnehmen wollen: "Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst." Auch ihr Video ist nicht mehr verfügbar.

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Richy Müller (l) als Tatort-Kommissar mit seinem Kollegen Felix Klare, der bei der Aktion ebenfalls mitmacht.

(Foto: SWR/Benoît Linder)

+++ 11:39 Ärzte mahnen: Krebspatienten bringen sich in Gefahr +++
Ärzte beobachten mit Sorge, dass Patienten mit schweren und lebensbedrohlichen Krebserkrankungen immer noch viel zu oft dringend notwendige Klinikbehandlungen vermeiden. Dadurch können die Krankheiten fortschreiten und die Betroffenen bringen sich mitunter in Lebensgefahr, warnen nun Mediziner des Asklepios Tumorzentrums Hamburg. "Bei allen immer noch notwendigen Maßnahmen gegen die Corona-Infektion dürfen wir nicht die anderen schwer erkrankten Patienten aus dem Blick verlieren", sagt Prof. Dr. Dirk Arnold, Medizinischer Vorstand des Tumorzentrums. "Wer aus Angst vor einer Infektion oder um vermeintlich Ressourcen der Kliniken zu schonen, eine dringend notwendige stationäre Behandlung vermeidet oder auch nur verzögert, bringt sich in große Gefahr", so der renommierte Krebsarzt.

+++ 11:25 Schuldenbremse weicht Rekordneuverschuldung +++
Der Bundestag setzt für die in diesem Jahr geplante Rekordneuverschuldung von rund 240 Milliarden Euro erneut die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse aus. In namentlicher Abstimmung gibt es 370 Ja- und 78 Nein-Stimmen. 184 Abgeordnete enthalten sich. Damit ist der Weg frei, die Neuverschuldung nochmals zu erhöhen um rund 60 Milliarden Euro auf gut 240 Milliarden Euro. Die Aussetzung der Schuldenbremse ist laut Grundgesetz-Artikel 115 möglich in einer "außergewöhnlichen Notsituation", die von der Koalition mit der Corona-Pandemie begründet wird.

+++ 11:16 Geimpfte sollen Rechte zurückbekommen +++
Müssen Geimpfte wieder ihre Rechte zurückbekommen? Kann man Bürgerinnen und Bürger, die bereits zwei Impfdosen erhalten haben, mit Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren belegen? Darüber will die Bundesregierung mit den Ländern am 26. April beraten. Zudem arbeitet die Bundesregierung laut Gesundheitsminister Jens Spahn daran, die Einreiseverordnung für Geimpfte zu ändern. Ziel sei es auch, die Testauflagen für Personen mit Impfschutz zu reduzieren.

+++ 10:56 Spahn: Betriebsärzte ab Juni mit dabei +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Betriebsärzte ab Juni in die Impfkampagne einbeziehen. Wegen der verfügbaren Menge an Impfstoffen komme Deutschland dann in eine neue Phase, so der CDU-Minister. Ziel sei, das für alle "betriebliches Impfen im Alltag niedrigschwellig erreichbar" sei. Spahn verspricht: "Von Juni an werden die Betriebsärzte in die Impfkampagne mit eingebunden."

+++ 10:53 Cichutek: J&J und Astrazeneca sichere Impfstoffe +++
Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, betont, der neue Impfstoff der Firma Johnson & Johnson sei sicher und wirksam, vor allem bei Personen im Alter von über 60 Jahren. "Wir freuen uns auf vier zugelassene Impfstoffe", so Cichutek. Die Melderate von ungewöhnlichen Thrombosen beim Vakzin von Astrazeneca sei weiter "sehr gering" und noch geringer bei J&J. Cichutek betont, dass er es sehr vernünftig findet, dass Astrazeneca auf persönlichen Wunsch und nach medizinischer Beratung auch an Menschen unter 60 Jahre verimpft wird. Es gebe viele Menschen, die ein Impfangebot mit dem Astrazeneca-Impfstoff sofort annehmen würden.

+++ 10:40 RKI: Jede Woche 1000 Tote +++
"Wir haben alle das Virus etwas gebremst", sagt RKI-Vizepräsident Lars Schaade. Inzwischen habe die Mobilität und hätten die Kontakte aber wieder zugenommen. Daher bestehe durchaus die Gefahr eines Wiederanstiegs der Fallzahlen. "Für Entwarnung ist es also zu früh." Pro Woche stürben in Deutschland 1000 Menschen an Covid-19. In den Krankenhäusern stiegen die Zahlen vor allem bei den 35- bis 59-Jährigen. Schaade rief zur Solidarität mit den noch ungeimpften jüngeren Gruppen in der Bevölkerung auf. Viele jüngere Menschen hätten sich in der Pandemie stark eingeschränkt und so gefährdete Ältere und Risikopatienten geschützt. "Wir müssen uns bitte noch weiter einschränken, damit auch diese Personen eine Chance haben, sich impfen zu lassen, bevor das Virus sie erwischt." Auch für die Jüngeren und Gesunden sei das Virus nicht harmlos. Auch sie könnten schwere Verläufe erleiden; zudem drohten Langzeitfolgen.

+++ 10:16 Spahn: Es liegt kein Impfstoff auf Halde +++
Aussagen, wonach fast fünf Millionen Impfdosen in den Regalen schlummern, widerspricht Jens Spahn entschieden. "Das tun sie nicht", sagt der Bundesgesundheitsminister. Es seien aktuell vier Millionen Dosen unverimpft, die nächsten Dosen würden aber erst Anfang nächster Woche verteilt. "Und bis dahin werden bis zu zwei Millionen Dosen verimpft."

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+++ 10:06 Spahn: Nicht alle bekommen Impftermin im Juni +++
Gesundheitsminister Jens Spahn warnt die Bürgerinnen und Bürger auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz vor überzogenen Erwartungen. Zwar laufe der Impfstoff-Nachschub gut und daher werde man Stand heute die Impfpriorisierung im Juni aufheben können. Man werde aber nicht jeder Bürgerin und jedem Bürger schon in Juni einen Termin anbieten können, so Spahn. Bis Anfang Mai sei in Deutschland voraussichtlich aber bereits jeder vierte Mensch geimpft, im Laufe des Monats Mai könne dann die Priorisierungsgruppe drei geöffnet werden. Ende Mai sei dann voraussichtlich jeder Dritte geimpft. Der Rest folge "im Sommer".

+++ 09:58 606.000 Impfungen am Donnerstag +++
18,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben inzwischen mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. 5,8 Millionen von ihnen erhielten bereits die zweite Dosis und verfügen über einen Vollschutz. Gestern wurden insgesamt 606.000 Impfdosen verabreicht, davon waren 545.000 Erstimpfungen. Rund 12 Millionen Impfdosen gehen dabei auf das Vakzin von Biontech zurück, rund 5 Millionen auf Astrazeneca.

+++ 09:45 Pokalfinale wird Geisterspiel +++
Das DFB-Pokalfinale in Berlin wird als Geisterspiel ausgetragen. Aufgrund der derzeit gültigen Corona-Verordnungen sei ein Antrag auf Zulassung von Zuschauern für das Endspiel am 13. Mai im Berliner Olympiastadion nicht mehr rechtzeitig möglich, teilte der DFB mit. Daher gelten für das Pokalfinale wie in der Fußball-Bundesliga die Bedingungen des Sonderspielbetriebs ohne Zuschauer. Die Halbfinals des laufenden Wettbewerbs sind für die kommende Woche angesetzt.

+++ 09:25 360 Kreisen droht die Notbremse, nur 41 unter Inzidenz 100 +++
Morgen tritt die Corona-Notbremse in Kraft. Die Mehrheit der Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland muss dann handeln, denn nur 61 von 401 Landkreisen und kreisfreien Städte liegen unter der kritischen 7-Tage-Inzidenz von 100. Die Notbremse muss betätigt werden, wenn die Inzidenz in einem Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Die Folge: Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren zwischen 22 und 5 Uhr, Einschränkungen für den Einzelhandel und eine Homeoffice-Pflicht für Unternehmen. Ab einer Inzidenz von 165 in einem Landkreis müssen die Schulen wieder in den Distanzunterricht wechseln.

+++ 09:10 Braun: Es gibt Wartezeiten beim Impfen +++
Kanzleramtsminister Helge Braun dämpft die Erwartungen, dass im Juni alle Bürgerinnen und Bürger geimpft werden. Zwar werde die Impf-Priorisierung ab Anfang Juni vermutlich aufgehoben, so Braun. Und Deutschland bekomme "wirklich von Woche zu Woche mehr Impfstoff". Es werde dennoch Wartezeiten geben. Braun schränkt deshalb ein, die Aufhebung der Impfpriorisierung heiße nicht, dass "schon Anfang Juni für alle genug Impfstoff vorhanden sein wird".

+++ 08:37 Heike Makatsch distanziert sich von #allesdichtmachen +++
Heike Makatsch, die zunächst auch bei #allesdichtmachen dabei war, rudert zurück. Ihr Video ist gelöscht. Auf Instagram veröffentlichte sie eine Erklärung. Sie erkenne die Corona-Gefahr durchaus an und wolle auch das Leid der Opfer nicht relativieren. Sie habe an einem "kritischen Diskurs" teilnehmen wollen: "Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst."

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+++ 08:15 Palmer: "Warum machen es nicht alle wie wir?" +++
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer kritisiert die Einfallslosigkeit der Corona-Politik in Deutschland. Außer Verboten und Lockdowns würde den Beteiligten nichts mehr einfallen. "Traurig" sei er über das Ende des Modellprojekts in Tübingen, sagt Palmer im "ntv-Frühstart". Er könne dafür auch "keinen Grund" erkennen. "Unsere Zahlen haben sich besser entwickelt, als die der Kreise in der Notbremse und viele Leute in der Stadt sind jetzt auch enttäuscht." Palmer benannte nicht den Föderalismus als das Problem, sondern kritisierte vielmehr die Einfallslosigkeit der Corona-Politik im Allgemeinen: "Wir haben ein Strategieproblem. Wir hätten mit Digitalisierung mit Impfung, mit Testung, mit Schutz der Risikogruppen sehr viel besser durch die Krise kommen können."

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+++ 07:57 Sylt wird im Mai Corona-Modellregion +++
Die Gemeinde Sylt will Modellprojekt werden. Das Vorhaben war auf der Nordseeinsel in den vergangenen zwei Wochen teils hitzig diskutiert worden. Sylt hatte beim Land zunächst eine eigene Bewerbung eingereicht, um den regionalen und infrastrukturellen Besonderheiten, wie zum Beispiel der Marschbahnstrecke, gezielt Rechnung zu tragen. Dieser Antrag wurde zurückgenommen. Daher mussten die Verantwortlichen nun entscheiden, ob sie bei der Modellregion auf Grundlage des Kreiskonzeptes dabei sein wollen. In vier Modellregionen in Schleswig-Holstein sollen die Tourismusbetriebe eine schrittweise Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen erproben. Das Modellprojekt auf Sylt startet am 1. Mai und ist zunächst bis zum 31. Mai vorgesehen.

+++ 07:30 NRW steuert auf Notbremsung zu +++
Fast alle Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen liegen über der Corona-Wocheninzidenz von 100 - und müssen damit schon bald mit den verschärften Maßnahmen der bundesweiten Notbremse rechnen. Nur noch Coesfeld (92,9) und Höxter (73,4) liegen unter der Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz klettert auf 181. Am Donnerstag hatte der Wert bei 173,4 gelegen. Spitzenreiter bei der Wocheninzidenz ist die Ruhrgebietsstadt Herne, die als einzige NRW-Stadt die Schwelle von 300 überschritten hat. Allein 16 weitere Regionen liegen über dem Wert von 200.

+++ 07:00 Erneuter Rekord-Zuwachs in Indien - Lage dramatisch +++
In Indien melden die Behörden den zweiten Tag hintereinander einen weltweiten Rekordwert an neuen Corona-Fällen. Demzufolge wurden in 332.730 weiteren Fällen Menschen positiv auf das Virus getestet. Weitere 2263 Menschen starben. Auch dies ist ein Höchstwert. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 186.920. Die Gesamtzahl der Positiv-Tests liegt in dem Land mittlerweile über 16 Millionen. Das Gesundheitssystem Indiens kommt kaum noch hinterher. Die Lage in den ländlichen Gebieten, aber auch in den Metropolen wird als dramatisch beschrieben.

+++ 06:25 #allesdichtmachen sorgt für heftige Reaktionen +++
Die Aktion #allesdichtmachen von rund 50 populären Künstlerinnen und Künstlern löst eine wilde Debatte aus. Die Kommentare reichen von begeisterter Zustimmung bis strikter Ablehnung. "Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben", twittert Moderator Tobias Schlegl, der auch Notfallsanitäter ist. Schauspieler Marcus Mittermeier kommentierte: "Niemand hat mich gefragt, ob ich bei #allesdichtmachen mitmachen will. Gott sei Dank!". Medienjournalist Stefan Niggemeier schrieb von "ekliger Ironie" und einem "Dammbruch", der zugleich der "größte Erfolg der Querdenkerzene bisher" sei. Satiriker Jan Böhmermann hielt der Aktion bei Twitter entgegen, das einzige Video, das man sich ansehen solle, "wenn man Probleme mit Corona-Eindämmungsmaßnahmen hat", sei die ARD-Doku aus der Berliner Charité mit dem Titel "Station 43 - Sterben". Beifall gab es dagegen vom früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der die Aktion "großartig" nannte. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sprach von einem "Meisterwerk", das "uns sehr nachdenklich machen" sollte.

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+++ 06:01 Großbritannien: 168 Blutgerinnsel-Fälle mit Astrazeneca, 32 Tote +++
In Großbritannien sind nach vorläufigen Erkenntnissen insgesamt 168 Fälle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit der Corona-Impfung des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca aufgetreten. 32 der Fälle seien tödlich verlaufen, teilt die britische Arzneimittelbehörde MHRA nach einer Auswertung von Daten bis einschließlich 14. April mit. Die Behörde blieb bei ihrer bisherigen Empfehlung für das Impfen mit Astrazeneca - die Risiken durch das Vakzin seien geringer als sein Nutzen. Laut MHRA waren bis 14. April 21,2 Millionen Menschen in Großbritannien mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden. Zehn der insgesamt registrierten Todesfälle infolge von Blutgerinnseln ereigneten sich demnach zwischen dem 5. und dem 14. April.

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+++ 05:45 RKI meldet 27.543 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut meldet binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle auf 81.158. Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden am Freitag letzter Woche 247 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, die 7-Tage-Inzidenz, liegt bundesweit bei 164,0. Am Vortag hatte sie bei 161,1 gelegen.

+++ 5:09 Zooverband: "Größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg" +++
Deutsche Zoos haben seit Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 Millionenverluste gemacht. "Wenn man jetzt weiß, dass die täglichen Kosten für Zoos sehr hoch sind, kann man sicherlich nachvollziehen, dass dies die größte Krise für die deutschen Zoos seit dem Zweiten Weltkrieg ist", sagt der Pressesprecher des Verbandes der Zoologischen Gärten.

+++ 5:00 Tirol verlängert Ausreisetests +++
Wegen nach wie vor steigender Infektionszahlen verlängert Tirol die Pflicht zu Corona-Ausreisetests ein weiteres Mal bis zum 5. Mai. Der Schritt sei auch wegen einer in Tirol aufgetretenen Coronavirus-Mutante beschlossen worden, die mit der britischen Virus-Variante verwandt sei, erklärt die Landesregierung. Seit Ende März darf man Tirol nur mit einem negativen Testergebnis verlassen. Die Regel hätte am Samstag auslaufen sollen.

+++ 03:48 Hausärzteverband: Ende der Impf-Priorisierung im Juni ist "niederschmetternd" +++
Aus Sicht des Deutschen Hausärzteverbands kommt das für den Frühsommer angekündigte Ende der Impfpriorisierung enttäuschend spät. Es sei "eine niederschmetternde Nachricht für alle, die gehofft hatten, schneller aus der Pandemie herauszukommen", sagt der Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Berthold Dietsche, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Wäre frühzeitig und vor allem in größeren Mengen Impfstoff bestellt worden, dann hätte Deutschland das "Schneckentempo beim Impfen" längst hinter sich gelassen. Denn sobald genug Impfstoff vorhanden sei, erledige sich eine Priorisierung ohnehin.

+++ 02:45 Neuer Rekord an Todesfällen in Argentinien +++
Zu Beginn des Herbstes auf der Südhalbkugel trifft die zweite Corona-Welle Argentinien hart: Mit 537 Toten innerhalb von 24 Stunden verzeichnet das südamerikanische Land den Tag mit den meisten Covid-19-Opfern seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr, wie das Gesundheitsministerium in Buenos Aires mitteilt. Zeitgleich werden 27.216 Neuinfektionen gemeldet - einer der höchsten Werte des vergangenen Jahrs. Insgesamt haben sich in Argentinien rund 2,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 60.000 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

+++ 01:44 Bericht: Infektionsschutzgesetz bedeutet Nachreiseverbot für Luft-, Schienen- und Straßenverkehr +++
Laut einem Medienbericht hat der Deutsche Bundestag mit dem neuen Infektionsschutzgesetz nach Ansicht seiner Hausjuristen ein faktisches Nachreiseverbot erlassen. Das berichtet die Zeitung "Bild" unter Berufung auf eine "Kurzinformation" des Wissenschaftlichen Dienstes des Parlaments. Daraus folge, dass eine Durchreise durch Gebiete, in denen die Ausgangssperre gilt, nur dann gestattet sei, wenn Ausnahmen vorlägen, heißt es in dem Dokument. "Es droht heilloses Chaos", sagt FDP-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki der "Bild". Wer keine Ordnungswidrigkeit begehen wolle, darf während der Ausgangssperre die betroffenen Landkreise weder im Auto, mit der Bahn oder sogar dem Flugzeug durchqueren. Das Ganze sei ein "weder für die Bürger noch die Behörden einzuhaltender Irrsinn".

+++ 00:25 Ärzteschaft fordert Auflösung von Reserven bei Impfdosen +++
Die Bundesärztekammer fordert mehr Schnelligkeit beim Impfen gegen das Coronavirus. "Es ist nicht hinnehmbar, dass in Deutschland mehr als fünf Millionen Impfdosen ungenutzt gelagert werden, während sich täglich Tausende Menschen neu mit Corona infizieren", sagt Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das Ziel müsse es sein, schnellstmöglich viele Menschen gegen das Virus zu immunisieren. "Dafür müssen die in den Impfzentren zurückgehaltenen Reserven für die Zweitimpfung so weit wie möglich aufgelöst werden. Das ist aufgrund der erwartbaren Liefermengen im zweiten Quartal vertretbar."

+++ 23:56 Schauspieler kritisieren Corona-Politik mit ironischen Posts +++
Zahlreiche prominente Film- und Fernsehschauspieler sorgen mit einer großangelegten Internetaktion unter dem Motto #allesdichtmachen für Aufsehen. Künstler wie Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Richie Müller, Heike Makatsch, Jan Josef Liefers und viele weitere verbreiteten bei Instagram und auf der Videoplattform Youtube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements zur Coronapolitik der Bundesregierung. Wie die Aktion koordiniert wurde, war zunächst nicht bekannt. "Schließen Sie ausnahmslos jede menschliche Wirkungsstätte und jeden Handelsplatz", fordert etwa Tukur die Bundesregierung auf. "Nicht nur Theater, Cafés, Schulen, Fabriken, Buchhandlungen, Knopfläden nein, auch alle Lebensmittelläden, Wochenmärkte und vor allem auch all die Supermärkte." In den sozialen Medien stieß die Aktion auf begeisterte Zustimmung bis vehemente Ablehnung.

+++ 23:26 Indische Corona-Mutante erstmals in Belgien entdeckt +++
Zum ersten Mal ist die neue indische Variante des Coronavirus in Belgien aufgetaucht. Die Variante B.1.617 sei bei einer Gruppe von 20 indischen Studenten nachgewiesen worden, die Mitte April nach der Landung in Paris per Bus nach Belgien gekommen seien, berichten die belgischen Behörden. Sie stehen demnach in Aalst und Leuven unter Quarantäne. Dort wollten sie eine Ausbildung als Krankenpfleger beginnen. Vor ihrem Abflug nach Europa mussten sich die Studenten einem PCR-Test und dann bei der Ankunft erneut einem Schnelltest unterziehen. Fünf Tage nach ihrer Busfahrt zeigten sie dann erste Symptome von Covid-19.

+++ 22:12 US-Seuchenbehörde: 282 Millionen Dosen ausgeliefert +++
Die US-Seuchenbehörde CDC gibt die Auslieferung von inzwischen insgesamt 282,2 Millionen Impfdosen bekannt. Verimpft worden seien bislang 218,9 Millionen Dosen der Konzerne Pfizer/BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson, heißt es weiter. Bei 89,2 Millionen Amerikanern sei die Impfung abgeschlossen. In den USA leben etwa 328 Millionen Menschen.

+++ 21:58 Großbritannien: 168 Blutgerinnsel-Fälle im Zusammenhang mit Astrazeneca +++
In Großbritannien sind nach vorläufigen Erkenntnissen insgesamt 168 Fälle von Blutgerinnseln im Zusammenhang mit der Corona-Impfung des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca aufgetreten. 32 der Fälle seien tödlich verlaufen, teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA nach einer Auswertung von Daten bis einschließlich 14. April mit. Die Behörde blieb bei ihrer bisherigen Empfehlung für das Impfen mit Astrazeneca - die Risiken durch das Vakzin seien geringer als sein Nutzen. Laut MHRA waren bis 14. April 21,2 Millionen Menschen in Großbritannien mit dem Astrazeneca-Vakzin geimpft worden. Zehn der insgesamt registrierten Todesfälle infolge von Blutgerinnseln ereigneten sich demnach zwischen dem 5. und dem 14. April.

+++ 21:30 Deutschland meldet mehr als 28.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.229.435 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 28.243 neue Fälle hinzu. Das ist der höchste Wert im ganzen laufenden Jahr. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 239 auf 81.032, im Vergleich zur Vorwoche ein leichtes Minus. Als aktuell infiziert gelten rund 303.000 Personen. Zuletzt hatte der Wert am 18. Januar über der 300.000er Marke gelegen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,81 angegeben (Vortag: 0,88). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,01 (Vortag: 0,94). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5049 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, das sind 62 mehr als am Vortag. 2840 davon werden beatmet, ein Plus von 68. Rund 3736 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP/rts

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