Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:49 Ärzte warnen vor Selbsttests und Superspreadern +++

Die niedergelassenen Ärzte warnen vor dem Gebrauch von Selbsttests durch medizinische Laien. Dadurch steige das Risiko fehlerhafter Negativ-Ergebnisse und damit die Gefahr durch Superspreader, die sich dann "in trügerischer Sicherheit wiegen", erklärt der NAV-Virchowbund in Berlin. Er wendet sich damit gegen eine durch Gesundheitsminister Jens Spahn vorgenommene Neuregelung. "Abstriche auf das Coronavirus können nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die hohe Sensitivität, die den Antigen-Schnelltests bescheinigt wird, auch tatsächlich erreicht wird", erklärt der Virchowbund. Fehlerhafte Selbstabstriche "gefährden Menschenleben, anstatt sie zu schützen".

+++ 12:35 Mehr als 1,5 Millionen Tote weltweit +++
Weltweit haben sich nachweislich mehr als 65 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine ntv.de-Zählung auf Basis offizieller Daten. Über 1,5 Millionen Menschen starben nach einer Infektion mit Sars-CoV-2. Seit der Erreger im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan bekannt geworden ist, hat es sich in mehr als 210 Ländern und Territorien ausgebreitet. Die mit Abstand meisten Infektionsfälle verzeichnen die USA, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland und Frankreich.

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+++ 12:19 Ministerpräsident sieht bei Infektionszahlen Etappenziel erreicht +++
Ministerpräsident Stephan Weil freut sich über die sinkende Zahl von Neuinfektionen in Niedersachsen und ruft die Bevölkerung zu einer weiteren Kraftanstrengung auf. "Das erste Etappenziel ist erreicht", schreibt Weil auf Twitter zum Absinken der Infektionen in den beiden Hotspots, den Kreisen Cloppenburg und Vechta, auf weniger als 200 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Kein Landkreis in Niedersachsen liege damit mehr über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200. "Jetzt haben wir den Ehrgeiz, alle miteinander unter 100 zu kommen und dann unter 50", so Weil. "Das schaffen wir nur gemeinsam. Bitte mitmachen!"

+++ 11:55 Die ersten Briten werden ab Dienstag geimpft +++
Der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will nach dem Eintreffen der ersten Impfdosen im Land am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen. Das sagt NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson spricht von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens. Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat. Bereits in der kommenden Woche wird mit einer Lieferung von 800.000 Impfdosen gerechnet. Millionen weitere sollen bis Jahresende hinzukommen.

+++ 11:28 Zahl der Lehrer und Schüler in Quarantäne wächst +++
Immer mehr Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler befinden sich wegen Corona-Fällen an ihrer Schule in Quarantäne. Wie aus Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) hervorgeht, waren in der vergangenen Woche (KW 48) 12.891 Lehrkräfte und 210.637 Schülerinnen und Schüler davon betroffen. In KW 47 waren es noch 11.598 respektive 199.932 gewesen. Die gute Nachricht: Die Zahl der Infizierten in Bildungseinrichtungen nahm ab. In der vergangenen Woche galten 2831 Lehrkräfte (Vorwoche: 3169) sowie 18.240 Schülerinnen und Schüler (20.185) als infiziert. Insgesamt kann derweil in 88 Prozent der Schulen der Betrieb uneingeschränkt durchgeführt werden. Auffällig ist hierbei, dass in Berlin der Anteil der in der KMK-Auswertung einbezogenen Schulen, an denen es aktuell nur einen eingeschränkten Präsenzbetrieb gibt, mit 38,9 Prozent besonders hoch ist. Der bereinigte Gesamtschnitt der untersuchten Bundesländer beträgt knapp 15 Prozent.

+++ 11:04 Virologe Kekulé: Lockdown-Verlängerung nicht sinnvoll +++
Der Virologe Alexander Kekulé hält die Verlängerung des Teil-Lockdowns für nicht sinnvoll. Maßnahmen gegen das Virus wirkten am stärksten, wenn sie gerade beschlossen würden, sagt Kekulé im Podcast von MDR-Aktuell. Durch das Aufrechterhalten der gleichen Maßnahme würde man in der Regel keine stärkere Bremsung hinkriegen. Nach Ansicht Kekulés kam die Entscheidung für die Verlängerung bis zum 10. Januar überraschend. Für ihn hätte es zwei Optionen gegeben: entweder ein Abwarten bis kurz nach Silvester oder ein sofortiges Nachjustieren. "Dann muss man aber jetzt schärfere Maßnahmen ergreifen und nicht bis 11. Januar warten", sagt er.

+++ 10:40 Spahn lehnt deutschen Alleingang bei Impfstoff-Kauf ab +++
Deutschland lehne Alleingänge bei der Besorgung von Impfstoffen ab, sagt Gesundheitsminister Jens Spahn mit Blick auf Großbritannien. "Wir haben von Anfang an gesagt, wir machen das zusammen mit allen 27 (EU-Staaten)", sagt er im ZDF. Damit sei sichergestellt, dass alle zur selben Zeit die ersten Dosen bekämen. Zudem habe sich Deutschland an internationalen Initiativen beteiligt, um über Europa hinaus solidarisch zu sein.

+++ 10:18 Russland beklagt nun mehr als 42.000 Tote +++
In Russland melden die Behörden 27.403 Neuinfektionen. Knapp 7000 davon entfallen auf die Hauptstadt Moskau. Die Zahl der Ansteckungen seit Ausbruch der Seuche steigt damit auf 2.402.949. Von den Infizierten starben in den vergangenen 24 Stunden 569. Damit verlief für über 42.000 Menschen die Ansteckung tödlich.

+++ 09:57 Nord-Süd-Gefälle verfestigt sich in Deutschland +++
Die nördlichen Bundesländer sind nach wie vor weniger stark von der Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 betroffen als der Süden. Die 14 Regionen (plus zwei im Vergleich zum Vortag), die zurzeit eine 7-Tage-Inzidenz zwischen 5 und 24,9 aufweisen, befinden sich allesamt in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Nach aktuellen Daten des Robert-Koch-Instituts sind demgegenüber Kreise und Städte in Bayern, Baden-Württemberg sowie Sachsen besonders stark von der Pandemie betroffen. In letzterem Bundesland liegen 9 von 13 Regionen über der Marke von 200. Berlin hat diesen hohen Inzidenzwert zwar inzwischen hinter sich gelassen (aktuell 156,8). Doch die Lage in der Hauptstadt ist immer noch angespannt. Hier sind es vor allem die nordwestlichen Bezirke Spandau (262,7) und Reinickendorf (209,9), die in den vergangenen sieben Tagen besonders viele Fälle pro 100.000 Einwohner aufweisen.

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+++ 09:31 Mützenich nennt Söder "theatralisch und selbstverliebt" +++
SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich wirft dem bayerischen Regierungschef Markus Söder unangemessene Selbstinszenierung in der Corona-Krise vor. "Ich bin überrascht, wie theatralisch und selbstverliebt der bayerische Ministerpräsident nach der Ministerpräsidentenkonferenz schon wieder aufgetreten ist", sagt Mützenich der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Er verweist darauf, dass Bayern mit die höchsten Infektionszahlen in Deutschland habe. Söders ständige Forderungen an den Bund und seine Vorschläge in der Krise änderten nichts daran. "Ich rate ihm sehr, sich mehr um die Dinge in seinem Bundesland zu kümmern, anstatt die gemeinsamen Beschlüsse zu konterkarieren und von bundesweit unausgegorenen Maßnahmen zu fabulieren."

+++ 09:15 Warteschlangen zum Auftakt der Massentests in Österreich +++
Die Corona-Massentests in Österreich stoßen auf reges Interesse. Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen. In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150.000 Tests pro Tag. Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen. Ziel ist es, besonders auch die symptomfreien Infizierten zu entdecken, um so die Infektionsketten zu durchbrechen.

+++ 08:56 Spahn: In manchen Regionen Verschärfung der Einschränkungen nötig +++
Gesundheitsminister Jens Spahn plädiert für eine Verschärfung der Einschränkungen je nach örtlicher Lage. "Wir haben noch zu viele Landkreise und Regionen, wo es zusätzliche Maßnahmen noch braucht", sagt er im ZDF. Eine pauschale, bundesweite Verschärfung des derzeit geltenden Teil-Lockdowns lehnt er ab. Mit Blick auf Weihnachten appelliert der CDU-Politiker erneut, sich mit Kontakten zurückzuhalten. "Natürlich soll Weihnachten in der engeren Familie möglich sein." Für große Treffen sei aber nicht die richtige Zeit. Alles, was erlaubt sei, auszunutzen, sei nicht das, was sicher durch die Krise bringe.

+++ 08:31 Höchststand an Neuinfektionen und Toten in USA +++
Die USA verzeichnen mit mehr als 216.500 Neuinfektionen und 2857 weiteren Todesfällen neue Höchststände. Das geht aus einer Erhebung der "New York Times" auf Basis offizieller Daten hervor. Das ist ein Anstieg um acht Prozent im Vergleich zum Donnerstag vor zwei Wochen. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern stieg auf über 100.000.

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+++ 08:17 Wenig Entgegenkommen von Gewerbevermietern in Krise +++
Zahlreiche Vermieter von Gewerberäumen sind einem Zeitungsbericht zufolge nicht zu Erleichterungen für Mieter in der Corona-Krise bereit. Das berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Umfrage des Handelsverbands HDE unter 245 Einzelhändlern. Demnach sei der Versuch der Einzelhändler, mit ihren Vermietern Gespräche über eine Anpassung ihres Mietvertrags zu führen, in zwei Dritteln der Fälle erfolglos gewesen. Entweder hätten die Vermieter Verhandlungen von vornherein komplett abgelehnt (25 Prozent), auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet (12 Prozent) oder die Verhandlungen seien ergebnislos verlaufen (28 Prozent). Nur in gut einem Drittel der Fälle hätten Einzelhändler eine Anpassung des Mietvertrags erreichen können.

+++ 07:58 Stiftung Patientenschutz: "Brauchen keine Ratschläge für die Altenpflege" +++
Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz fordert mehr praktische Hilfe für das Personal in Pflegeheimen zur Bewältigung der Pandemie. "Wir brauchen keine Ratschläge für die Altenpflege, wir brauchen tatsächlich praktische Hilfe", sagt Eugen Brysch im ZDF-"Morgenmagazin". Es müsse dringend geklärt werden, wo Schnelltests zu bekommen sind, wer die Qualität der Tests sicherstelle und wer die Tests vornehme - sowohl bei Besucherinnen und Besuchern als auch beim Personal. Brysch spricht sich dafür aus, Pflegeheimen spezielle "Taskforces" an die Seite zu stellen. Die Bundeswehr und freiwillige Sanitätsdienste könnten hier aushelfen. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz vertritt die Interessen von schwerkranken, pflegebedürftigen und sterbenden Menschen.

+++ 07:37 Altmaier: Jede Steuererhöhung wäre Gift in der Krise +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier spricht sich trotz hoher Kosten in der Pandemiebewältigung gegen Steuererhöhungen aus. "Jegliche Steuererhöhung wäre Gift in der Krise", sagt der CDU-Politiker der "Wirtschaftswoche". "Daher lehne ich das entschieden ab. Weder eine Vermögensteuer noch eine andere Verbrauchsteuer darf die Last der Unternehmen in der Krise erhöhen." Debatten über höhere Steuersätze oder die Wiedereinführung der Vermögensteuer verunsicherten den Mittelstand und hemmten Investitionen. "Deshalb brauchen wir Planbarkeit über die nächste Wahl hinaus."

+++ 07:10 Moderna-Impfstoffkandidat könnte längerfristig Immunität verleihen +++
Der US-Pharmakonzern Moderna teilt mit, dass sein Covid-19-Impfstoff das Potenzial habe, längerfristig Immunität zu verleihen. Der Konzern geht davon aus, bis Ende dieses Jahres 20 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten in den USA produzieren zu können. Laut dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases hatten die Teilnehmer einer früheren klinischen Impfstoffstudie auch noch drei Monate nach ihrer ersten Impfung - beziehungsweise zwei Monate nach ihrer zweiten Impfung - "hohe Werte an neutralisierenden Antikörpern". In der Studie hieß es, der Impfstoff habe "das Potenzial, eine dauerhafte" Immunität zu verleihen. Nach den zwei Monaten seien keine ernsthaften unerwünschten Wirkungen aufgetreten. "Diese vorläufigen Phase-1-Daten deuten darauf hin, dass mRNA-1273, unser Impfstoffkandidat gegen Covid-19, dauerhafte neutralisierende Antikörper in allen Altersgruppen, auch bei älteren Erwachsenen, erzeugen kann", teilt Moderna mit.

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+++ 06:56 Fünfter Tag in Folge weniger als 40.000 Neuinfektionen in Indien +++
Indien verzeichnet den fünften Tag in Folge weniger als 40.000 Neuinfektionen. Die Zahl der bestätigten Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 36.595 auf 9,57 Millionen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind weltweit die zweitmeisten Fälle nach den USA, wo fast 14 Millionen Infektionen registriert sind. Anders als in den USA gehen in Indien allerdings die Neuinfektionen seit den Höchstständen von August und September inzwischen zurück. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 540 auf 139.188.

+++ 06:38 Umfrage: Mittelstand oft unzufrieden mit Corona-Politik +++
Unbürokratisch und unkompliziert sollen die Hilfen der Bundesregierung in der Krise sein - sind sie nach Einschätzung des Mittelstands aber nicht. Nur 3,7 Prozent geben in einer Umfrage von rund 1200 antwortenden Unternehmen an, die November-Hilfen als unbürokratisch und unkompliziert zu empfinden. 18,4 Prozent sagen das Gegenteil. Knapp 78 Prozent haben diese noch nicht beantragt. "Die versprochenen Corona-Hilfen kommen bisher bei den meisten mittelständischen Unternehmen nicht an", sagt Markus Jerger vom Mittelstandsverband BVMW, der die Umfrage bei seinen Mitgliedsunternehmen durchführen ließ. Ähnlich sieht das der Verband der Familienunternehmer: Präsident Reinhold von Eben-Worlée verweist auf Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Finanzminister Olaf Scholz, die schnelle Auszahlungen versprochen hätten. "Das Gegenteil war und ist der Fall."

+++ 06:14 Biden will sich öffentlich impfen lassen +++
Zur Stärkung des Vertrauens in der Bevölkerung will sich der designierte US-Präsident Joe Biden öffentlich impfen lassen. Damit wolle er Sicherheit des Vakzins demonstrieren, sagt Biden dem TV-Sender CNN. Wenn ein Impfstoff zur Verfügung stehe, werde er dies tun. Zuvor hatten auch die drei Ex-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama erklärt, sich öffentlich impfen zu lassen, um das Vertrauen in die Sicherheit des Mittels zu stärken.

+++ 05:39 RKI meldet über 23.400 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für die letzten 24 Stunden 23.449 neue Ansteckungsfälle in Deutschland. Das sind rund 640 mehr als am Freitag vor einer Woche, als die Gesundheitsämter dem RKI 22.806 Neuinfektionen gemeldet hatten. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 432 auf 18.034. Etwa 820.600 Menschen gelten als genesen.

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+++ 04:48 Kalifornien erlässt "Stay at home"-Order +++
Kalifornien führt härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. In Regionen mit einer drohenden Überfüllung der Intensivstationen werden Ausgangsbeschränkungen und andere Auflagen verschärft, kündigte Gouverneur Gavin Newsom an. Mit Blick auf steigende Krankenhauseinweisungen verhängt der Staat in weiten Teilen Kaliforniens eine Anordnung zum Zuhausebleiben (Stay at home order). Kontakt mit anderen Haushalten soll vermieden werden. Viele nicht lebensnotwendige Geschäfte müssen schließen, darunter Friseure und Bars. Restaurants dürfen nur Essen zum Abholen anbieten. In den betroffenen Regionen soll die Anordnung zunächst drei Wochen lang gelten.

+++ 03:57 Infektionen in Kitas sind rückläufig +++
Die Corona-Infektionszahlen in den Kindertagesstätten gehen laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey zurück. In der Altersgruppe von null bis fünf Jahren liege die Zahl der Neuinfektionen "im bundesweiten Durchschnitt bei 59 pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Tendenz sei rückläufig. In mehr als 90 Prozent der Kitas laufe der Betrieb. Nach den aktuellsten Zahlen seien lediglich 5,8 Prozent der Kitas aufgrund von Infektionen ganz oder teilweise geschlossen gewesen. "Es war richtig, dass wir darauf gesetzt haben, Kitas offenzuhalten", sagt Giffey. "Kitas sind keine Infektionstreiber."

+++ 03:15 EU-Kommission prüft Modelle für Corona-Hilfen ohne Polen und Ungarn +++
Im EU-Haushaltsstreit mit Polen und Ungarn prüft die EU-Kommission konkrete Modelle, um den milliardenschweren Corona-Aufbaufonds ohne die beiden Länder zu starten. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, das bevorzugte Modell orientiere sich an der neuen Kurzarbeiterhilfe SURE. Der Corona-Fonds könnte demnach durch freiwillige Garantien der EU-Staaten abgesichert werden statt über den EU-Haushalt. Das Geld könnte nach diesem Modell genauso schnell fließen wie vorgesehen, schrieb die FAZ. Aus Kommissionskreisen hieß es aber, eine Entscheidung über einen bestimmten Weg sei noch nicht gefallen. Polen und Ungarn blockieren das Haushaltspaket mit den Corona-Hilfen, weil sie eine neue Klausel zur Kürzung von EU-Mitteln bei bestimmten Rechtsstaatsverstößen ablehnen.

+++ 02:40 Südkorea meldet meiste Neuinfektionen seit neun Monaten +++
Südkorea meldet mit 629 Neuinfektionen die höchste Zahl seit neun Monaten. Allein 295 neue Ansteckungen seien binnen 24 Stunden in der Hauptstadt Seoul nachgewiesen worden, teilen die Gesundheitsbehörden mit.

+++ 01:48 Pflegebeauftragter: Komplette Abschottung ist zu streng +++
Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung warnt vor zu harten Corona-Auflagen in Senioren- und Pflegeheimen. "Es gibt sehr gute Konzepte. Es gibt zum Teil aber auch Regeln, die nach heutigem Wissensstand zu streng sind", sagte Andreas Westerfellhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Selbst wenn es zu einem begrenzten Ausbruch kommt, darf eine Einrichtung nicht wieder reflexhaft für Besucher geschlossen werden." Nach mehreren schweren Corona-Ausbrüchen waren Pflegeheime in Deutschland beim ersten Lockdown im Frühjahr stark abgeschottet worden. Dies hatte im Rückblick auch Kritik ausgelöst, weil viele Bewohner unter der Isolation litten.

+++ 00:54 Biden will Fauci zum obersten medizinischen Berater machen +++
Der US-Corona-Experte Anthony Fauci soll oberster medizinischer Berater von Joe Biden werden. Das hat der gewählte US-Präsident dem Sender CNN angekündigt. Der Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten gehört im Moment noch dem Corona-Krisenstab des abgewählten Präsidenten Donald Trump an. Mit seinen ungeschminkten Einschätzungen zur Corona-Pandemie erwarb sich der 79-jährige Fauci in der Öffentlichkeit große Anerkennung. Trump war auf den Immunologen dagegen oft weniger gut zu sprechen.

+++ 00:10 Rosenmontagszug in Düsseldorf endgültig abgesagt +++
Der traditionelle Rosenmontagszug in Düsseldorf wird im kommenden Jahr wegen der Pandemie nicht stattfinden. Das Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) hat den für den 15. Februar geplanten Zug nun endgültig abgesagt. Es bleibe wegen der Krise keine andere Wahl, erklärt die Karnevalsgesellschaft. "Jedem Karnevalisten blutet das Herz, wenn er den Höhepunkt einer Session ersatzlos streichen muss", erklärt CC-Präsident Michael Laumen. Die Gesundheit der Menschen habe aber absoluten Vorrang.

+++ 23:36 Facebook löscht Falschinformationen zur Corona-Impfung +++
Facebook will Impfgegnern keine Plattform geben: Falsche Informationen über Corona-Impfstoffe sollen künftig gelöscht werden. Dabei gehe es unter anderem um von Experten widerlegte Behauptungen zur Sicherheit und Effizienz der Impfungen, teilte das Unternehmen mit. Auch Verschwörungstheorien werden betroffen sein - etwa dass Mittel an bestimmen Bevölkerungsgruppen ohne deren Zustimmung getestet würden oder Microchips enthielten. Die härtere Gangart sei die Fortsetzung der Linie des Online-Netzwerks, Beiträge zu löschen, die Menschen in der realen Welt schaden könnten, hieß es.

+++ 22:47 Fauci korrigiert Aussagen zur britischen Impfstoff-Zulassung +++
Der US-Experte Anthony Fauci hat seine Bemerkungen über die vergleichsweise schnelle Zulassung des Pfizer/Biontech-Impfstoffs in Großbritannien revidiert. Er habe sagen wollen, dass eine übereilte Zulassung in den USA schlecht wäre, weil es dort viele Impfskeptiker gebe, erklärt er dem Sender BBC. Keinesfalls unterstelle er den britischen Zulassungsbehörden schlampige Arbeit.

+++ 22:26 Pfizer halbiert wohl Auslieferungsmenge seines Impfstoffs +++
Pfizer hat einer Zeitung zufolge wegen Problemen bei der Lieferkette seine Auslieferungsziele für seinen Impfstoff gekappt. Nun werde mit der Hälfte der ursprünglichen Menge gerechnet, berichtet das "Wall Street Journal". Hintergrund sei eine unzureichende Qualität der Ausgangsstoffe. Eine Stellungnahme des US-Pharmakonzerns lag zunächst nicht vor. Pfizer entwickelt den Impfstoff zusammen mit Biontech aus Deutschland.

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+++ 22:04 Italien macht Skigebiete bis 6. Januar dicht +++
Mit einem neuen Dekret und weiteren Einschränkungen für die Menschen will die Regierung in Italien eine weitere Corona-Welle verhindern. Alle Skigebiete blieben bis zum 6. Januar geschlossen, teilt Ministerpräsident Giuseppe Conte mit. Zwischen dem 21. Dezember und dem 6. Januar müssen Italiener, aber auch Touristen, die aus dem Ausland nach Italien einreisen, demnach in Quarantäne. Zur Länge der Quarantäne machte der Anführer der Mitte-Links-Regierung allerdings keine Angaben. Die landesweit geltende Ausgangssperre bleibt Conte zufolge weiter bei 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Eine Ausnahme sei die Silvesternacht: Dann werde die Sperre von 22 Uhr am 31. Dezember bis 7 Uhr am Neujahrstag verlängert. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 21:46 Kurz: Migranten "importierten" Corona-Fälle durch Heimatbesuche +++
Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seine viel kritisierte Aussage wiederholt, dass das Corona-Virus im Sommer durch Auslandsreisen von Menschen mit Migrationshintergrund "eingeschleppt" worden sei. Die Alpenrepublik habe durch Reiserückkehrer, vor allem vom Balkan, ein Drittel des Infektionsgeschehens im Sommer "importiert", sagte Kurz der "Bild". "Das ist einfach ein Faktum, das ist keine Schuldzuweisung, sondern schlicht und ergreifend die Realität", so Kurz. Österreichs Regierung verkündete am Mittwoch eine zehntägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden aus Risikogebieten rund um Weihnachten und Neujahr. Das gilt praktisch für alle Nachbarstaaten und speziell auch für den Balkan, hieß es. An Kurz' Wortwahl gab es heftige Kritik.

+++ 21:34 Acht Bundesländer melden vierstellige Zuwächse an Neuinfektionen +++
In ihren Tagesberichten verzeichnen acht Bundesländer vierstellige Zuwächse: Nordrhein-Westfalen führt das Länderfeld mit 4960 neu registrierten Ansteckungen an. In der Liste der Länder mit den höchsten Tageswerten folgen Bayern (4680), Baden-Württemberg (3063), Sachsen (2685), Hessen (1520), Niedersachsen (1312), Berlin (1244) und Rheinland-Pfalz (1047). Gemessen an der Einwohnerzahl ist Sachsen an diesem Donnerstag das Land mit dem größten Tageszuwachs an Neuinfektionen: Der Freistaat verzeichnet 65,9 neue Fälle je 100.000 Einwohner.

+++ 21:13 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 23.268 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.119.609 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 23.268 Neuinfektionen hinzu. Der aktuelle Tageszuwachs liegt deutlich über dem Donnerstagswert von vor sieben Tagen (26.11.: 22.222 Neuinfektionen) sowie leicht über dem Niveau von vor 14 Tagen (19.11.: 23.151).

Wie ernst die Lage drei Wochen vor Heiligabend ist, zeigt zudem der Blick auf die Sterbefälle. Erst am Mittwoch hatten die Bundesländer mit insgesamt 512 Todesfällen den bislang höchsten Tageszuwachs gemeldet. Nun erreichte die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Toten in Deutschland den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie: Insgesamt wurden an diesem Donnerstag weitere 453 Fälle registriert, sodass hierzulande insgesamt 17.865 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben sind. Der aktuelle Donnerstagswert übersteigt das Niveau von vor einer Woche (26.11.: 431 Corona-Tote) und liegt noch deutlicher über dem Wert von vor 14 Tagen (19.11.: 268). Als aktuell infiziert gelten rund 304.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,83 angegeben (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 83 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 0,89). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3980 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2381 davon werden beatmet. Rund 5227 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, fzö/ino/rts/dpa/AFP