Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 12:50 Zahl der täglichen Impfungen auf Rekordhoch +++

Die Zahl der verabreichten Covid-19-Impfdosen in Deutschland ist auf mehr als 6,6 Millionen gestiegen – nach einem Rekordtag mit insgesamt 199.354 durchgeführten Impfungen. Das geht aus dem aktuellen Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach liegt die Quote der Erstimpfungen nun bei knapp 5,28 Prozent, die der Zweitimpfungen bei 2,66 Prozent – das entspricht mehr als 2,2 Millionen voll geimpften Personen. Ein vollständiger Impfschutz besteht bei den aktuell verimpften Prapäraten erst nach zwei Impfungen. Dazu muss die zweite Dosis etwa drei Wochen nach der ersten gespritzt werden. Je nach Bundesland variiert der Impffortschritt deutlich: Laut RKI haben in Rheinland-Pfalz bereits 3,4 Prozent eine Zweitimpfung erhalten, in Niedersachsen 2,2 Prozent.

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+++ 12:36 Biontech und Pfizer üben Rückruf von Impfstoffen +++
Die Unternehmen Biontech und Pfizer üben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seit Dienstag den weltweiten Rückruf von Impfstoff. Die Bundesländer seien darüber informiert worden, teilt das Ministerium mit. "Die Impfungen vor Ort sind durch den Test nicht beeinträchtigt. Die Impfstoffzentren werden nur virtuell und nicht real in die Übung einbezogen", erklärt ein Ministeriumssprecher mit Blick auf die laufenden Impfungen gegen das Coronavirus.

+++ 12:24 Türkei: Sinovac-Impfstoff hat Wirksamkeit von 83,5 Prozent +++
Der Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac hat einem türkischen Medienbericht zufolge eine Wirksamkeit von 83,5 Prozent. Dies gehe aus Zahlen eine finalen Phase-3-Studie hervor, berichtet die Agentur Anadolu unter Berufung auf die Universität Hacettepe. Der Impfstoff verhindere zudem einen Krankenhausaufenthalt in 100 Prozent der Fälle. Mitte Januar hatten Studienergebnisse aus Brasilien Zweifel an dem Sinovac-Vakzin geschürt.

+++ 12:03 Blick auf Inzidenz nach Alter zeigt: Impfen wirkt +++

+++ 11:50 Landkreistag fordert Ladenöffnungen schon ab Montag +++
Die deutschen Landkreise haben vor den Bund-Länder-Beratungen rasche Lockerungen und Geschäftsöffnungen schon ab Montag gefordert. "Es braucht beim Bund-Länder-Treffen die Ansage, dass Geschäfte dort, wo die Corona-Lage im Griff ist, ab Montag wieder Kunden begrüßen dürfen", sagt der Präsident des Landkreistags, Reinhard Sager, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Voraussetzung seien Maske und Abstand - die Läden hätten aber die Wirksamkeit ihrer Hygienekonzepte bereits nachgewiesen.

+++ 11:32 Mehr als 57.700 neue Fälle in den USA +++
In den USA deutet sich eine zarte Entspannung der Virus-Lage an: Binnen eines Tages verzeichneten die Behörden mindestens 57.789 neu erkannte Infektionen mit dem Coronavirus – den niedrigsten Dienstagswert seit Mitte Oktober vergangenen Jahres. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten wuchs demnach auf mehr als 28,7 Millionen an. Zudem registrierten die US-Behörden laut NYT 1306 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Das bedeutet den niedrigsten Dienstagswert seit Anfang November 2020. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 516.282. Die Halbe-Million-Marke war vor einer Woche überschritten worden.

+++ 11:18 SPD dringt auf Tests durch Arbeitgeber +++
Arbeitgeber sollten ihre Beschäftigten im Betrieb nach Worten des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD, Carsten Schneider, "mindestens einmal pro Woche" testen und dafür auch die Kosten tragen. Dies sei der organisatorische und finanzielle Beitrag der Arbeitgeber. Von einer Testpflicht will Schneider nicht sprechen. "Ich gehe davon aus, dass die Unternehmensverbände (…) das mit ihren Mitgliedsunternehmen einmal pro Woche auch darstellen können", sagt Schneider. "Da brauche ich gar nicht mit einer Pflicht zu drohen."

+++ 11:06 Tourismusverband: Bund-Länder-Pläne sind "Schlag ins Gesicht" +++
Der Tourismusverband BTW kritisiert den Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen mit scharfen Worten. "Es ist nicht nur unbefriedigend, sondern auch inakzeptabel, dass die Politik unserer Branche weiterhin jegliche Perspektiven verweigert", sagt BTW-Präsident Michael Frenzel. Dies sei ein Schlag ins Gesicht, der fassungslos mache. "Den Tourismus sicher gestalten, statt plump zu verhindern, muss endlich die Maxime sein."

+++ 10:44 Hamburger Kitas gehen am 15. März in den Regelbetrieb +++
Die Hamburger Kindertagesstätten gehen am 15. März aus dem Notbetrieb. Parallel mit dem Wiederanfahren des Schulbetriebs werde nach Ende der Frühjahrsferien auch in den Kitas wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten, sagt ein Sprecher der Sozialbehörde.

+++ 10:36 Länder sollen Hilfen aus Härtefallfonds zur Hälfte übernehmen +++
Beim geplanten Härtefallfonds sollen sich Bund und Länder die Kosten jeweils zur Hälfte teilen. Das geht aus dem aktuellen Entwurf für die Corona-Beratungen von Bund und Ländern am heutigen Mittwoch hervor. Dieser soll Unternehmen und Selbstständigen helfen, die bisher durch das Raster anderer Hilfsprogramme fallen. Ein genaues Volumen wird in dem Entwurf nicht genannt.

+++ 10:19 EU will Kapazität zur Impfstoff-Produktion deutlich ausbauen +++
Die EU wird nach den Worten ihres Industriekommissars Thierry Breton ihre Kapazität für die Produktion von Covid-19-Impfstoffen deutlich ausbauen. Ziel sei, bis Ende 2021 Kapazitäten für die Produktion von zwei bis drei Milliarden Dosen jährlich zu haben, sagt er der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".

+++ 10:05 Frei: Inzidenzwert von 100 für Lockerungen zu hoch +++
Der stellvertretende Unions-Fraktionschef Thorsten Frei warnt davor, bei Lockerungen zu weit zu gehen. Öffnungen schon bei einem Inzidenzwert von 100 dürfe es nicht geben. "100 ist eindeutig zu viel", sagt der CDU-Politiker im "ntv Frühstart". Dann sei eine individuelle Nachverfolgbarkeit nicht mehr möglich. Man müsse aber auch sehen, dass die Menschen "pandemiemüde" seien. "Wir können die Pandemie nicht allein mit Gesetzen und Verordnungen bekämpfen. Wir brauchen die Solidarität und die Überzeugung der Menschen." In dieser Hinsicht sei Deutschland im aktuellen Lockdown nicht so erfolgreich wie beim vorangegangenen im Frühjahr 2020. Es brauche jetzt einen Mittelweg, um die Bürger mitzunehmen.

+++ 09:53 Studie: Homeoffice-Potenzial "bei Weitem" nicht ausgeschöpft +++
In Deutschland könnten einer Studie des Ifo-Instituts zufolge deutlich mehr Menschen in der Corona-Krise im Homeoffice arbeiten. Demnach waren im Februar nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus tätig, wie die Münchner Forscher zu ihrer Untersuchung mitteilen. "Das Potenzial liegt bei 56 Prozent. Die Firmen und die Mitarbeiter schöpfen es bei Weitem nicht aus", sagt Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. "Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft." Der Anteil der Firmen, die Heimarbeit nutzten, lag den Angaben nach im Februar bei 81 Prozent.

+++ 09:40 Müller fordert "aggressive" Test- und Impfstrategie +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller fordert ein deutlich höheres Tempo bei Tests und Impfungen. Dafür brauche es eine "aggressive" Strategie, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Dazu zählten "zusätzliche Instrumente", etwa die niedergelassenen Ärzte, die in Zukunft bei Impfungen unterstützen müssten. "Und ich kann es tatsächlich nicht verstehen, warum es nicht schon die Verständigung mit den niedergelassenen Ärzten gibt." Deshalb erwarte er auch, dass es dazu von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn heute beim Bund-Länder-Treffen "harte Aussagen" gebe, an denen man sich orientieren könne.

+++ 09:28 Laschet zu Lockerungen: "Digitale Möglichkeiten" einsetzen +++
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet fordert auch den Einsatz von "digitalen Möglichkeiten", um zu Lockerungen zu kommen. Dazu zähle etwa eine App, mit der man in Restaurants einchecken könne, sagt er in der ARD. "Und falls etwas passiert, ist die Infektionskette lückenlos nachzuverfolgen." Darüber habe man bislang viel zu wenig geredet. "Und den Schritt werden wir heute gehen", sagt der CDU-Politiker mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen.

+++ 09:16 Testauflagen für Betriebe sollen bis Ende der Woche stehen +++
Bund und Länder wollen mit der Wirtschaft bis Ende der Woche klären, wie weit die Betriebe sich an der geplanten massiven Ausweitung der Corona-Tests beteiligen sollen. Das geht aus einem ntv.de vorliegenden neuen Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen hervor. "Für einen umfassenden Infektionsschutz ist es erforderlich, dass die Unternehmen in Deutschland als gesamtgesellschaftlichen Beitrag ihren in Präsenz Beschäftigten pro Woche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest machen. Soweit möglich soll eine Bescheinigung über das Testergebnis erfolgen", heißt es nun. In einem ersten Entwurf war von einer Testpflicht die Rede.

+++ 09:09 Neuer Entwurf: Öffnungsschritte auch unter Inzidenz von 100 möglich +++
Ein neuer Entwurf für die Bund-Länder-Beratungen sieht vor, dass Öffnungsschritte künftig unter Auflagen auch unter einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 möglich sein sollen. Diese Regelung sei ergänzend zu der bisher vorgesehenen Inzidenz von 35 vorgesehen, heißt es in dem ntv.de vorliegenden Entwurf von Mittwochmorgen. Das könnte frühere Öffnungen etwa von Einzelhandel und Außengastronomie möglich machen, wird aber etwa an Voranmeldungen und vermehrtes Testen geknüpft. Die Schwelle von 100 soll zugleich eine "Notbremse" sein: Wenn die Neuinfektionszahlen darüber steigen, soll die für den 8. März vorgesehene Lockerung der Kontaktbeschränkungen wieder zurückgenommen werden müssen, heißt es. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 09:03 Spahn will Impfgeschwindigkeit erhöhen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn möchte die Geschwindigkeit bei den Impfungen gegen das Coronavirus weiter erhöhen. "Wir haben jetzt fünf Prozent der Deutschen erstgeimpft. Aber klar: Es braucht mehr Tempo", sagt Spahn in der ARD. Dazu solle in den Impfzentren nun mit einem "prinzipiengeleiteten Pragmatismus" flexibler entschieden werden, wer geimpft werden kann. Dabei sollten die Zentren aber weiterhin der festgelegten Einordnung in Impfgruppen folgen.

+++ 08:54 Grütters: Kultur bei Öffnungen stärker berücksichtigen +++
Vor dem Treffen von Bund und Ländern zu weiteren Maßnahmen in der Pandemie und möglichen Lockerungen macht sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters für eine Berücksichtigung der Kulturszene stark. Bei Diskussionen über Öffnungsszenarien müsse die Kultur von Anfang an mitgedacht werden, sagt die CDU-Politikerin. "Öffnungen dürfen nicht einer rein marktwirtschaftlichen Logik folgen." Grütters erinnert daran, dass Kultureinrichtungen die ersten gewesen seien, die schließen mussten. "Sie dürfen nicht die letzten sein, die wieder öffnen."

+++ 08:43 Zahl der Regionen unterhalb der Obergrenze steigt leicht +++
Bei den Bemühungen zur Eindämmung der Ansteckungswelle deutet sich nach einer Schwächephase Ende Februar eine Trendwende mit Blick auf die kommunalen Fallaufkommen an: In Deutschland ist die Anzahl der Regionen leicht gestiegen, in denen sich laut Robert-Koch-Institut das Fallaufkommen unter 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegt. Den RKI-Daten zufolge weisen nun 161 Städte und Landkreise (gestern: 154, vorgestern: 150, vorvorgestern: 160) eine Sieben-Tage-Inzidenz unter der sogenannten Obergrenze auf. Zugleich liegen nun 251 Regionen mit ihrem Fallaufkommen über diesem Schwellenwert.

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+++ 08:31 Intensivmediziner: "Extreme Disziplin" bei Öffnungen nötig +++
Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gewarnt. Die Intensivmediziner treibe die große Sorge um, "dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt", sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin im WDR. "Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst so was wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin." Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden.

+++ 08:14 Spahn will Abstand zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von Astrazeneca nach zwölf Wochen, sagt er in der ARD. "Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei Astrazeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher." Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. "Wenn wir die über 65-Jährigen mit Astrazeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen." Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.

+++ 07:50 Unternehmen schreiben Brandbrief an Merkel +++
Vor dem Bund-Länder-Treffen dringt der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Gipfel über einen Ausstieg aus dem Lockdown. "Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel", heißt es in dem Schreiben, aus dem die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" berichten. Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. Sie dringen auf einen Maßnahmenkatalog zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme, einen Ausstiegsplan und eine Post-Corona-Agenda. "Sonst droht uns ein Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen", mahnen die Unternehmer.

+++ 07:34 Schleswig-Holstein am deutlichsten unter 50er-Schwelle +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es bei zwei Bundesländern, die sich mit ihrem Fallaufkommen unter der Obergrenze von 50 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner bewegen. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegt nun Schleswig-Holstein (46,4) am deutlichsten unter der 50er-Schwelle, gefolgt von Rheinland-Pfalz (48,0). Das höchste Fallaufkommen im Ländervergleich weist den RKI-Daten zufolge weiterhin Thüringen auf. Dort ist der Wert von 125,2 auf 124,5 gesunken. Der Freistaat liegt somit weiter als einziges Bundesland noch über der 100er-Marke. Besser sieht es in Baden-Württemberg und Niedersachsen aus, die sich im 50er-Bereich bewegen.

+++ 07:13 Intensivmediziner begrüßen geplante Lockdown-Verlängerung +++
Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". "Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit", erklärt der Aachener Medizinprofessor. "Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation."

+++ 06:56 Haseloff wirbt für russischen Impfstoff in Deutschland +++
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V, um den Impfstoffmangel in Deutschland zu beheben. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen", sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff. Er selbst sei schon als Kind mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden, während im Westen noch kein Impfstoff zur Verfügung stand. Er würde sich daher jederzeit mit Sputnik V impfen lassen. Auch eine Impfpflicht schließe er nicht grundsätzlich aus. Es könnte "ein Thema für den Ethikrat sein", sagt der CDU-Politiker den Zeitungen. "Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt."

+++ 06:41 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf knapp 64 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken, bleibt jedoch deutlich über der 60er-Schwelle. Laut aktuellem RKI-Datenstand nahm sie am Dienstag von 65,4 auf 63,9 ab. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:28 "Katastrophale Bildungskrise": 168 Millionen Kinder können nicht zur Schule +++
Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer "katastrophalen Bildungskrise" wegen des weltweiten Lockdowns. Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:12 WHO meldet Covid-Anstieg nach wochenlangem Rückgang +++
In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. Demnach wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die UN-Behörde in Genf gemeldet. Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Varianten zu tun haben, schreibt die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit. Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent). Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:32 RKI meldet 9019 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 9019 Neuinfektionen und 418 Todesfälle binnen eines Tages. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 64,0 von 65,4. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 70.881 Personen starben dem RKI zufolge bislang in Verbindung mit dem Virus. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:11 Karliczek: Schulen noch weit von normalem Betrieb entfernt +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen zu einzelnen Lockerungen der Corona-Maßnahmen fordert Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eine Priorisierung der Schulen. Weitere Möglichkeiten zur Lockerung für Schulen müssten "bei der gegenwärtigen Diskussion mit an erster Stelle stehen", sagt Karliczek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Eine Erweiterung des Präsenz-Unterrichts sei nur möglich, wenn Lockerungen in anderen Bereichen "mit Umsicht und Vorsicht" vorgenommen würden. "Die Schulen sind derzeit noch weit von einem normalen Betrieb entfernt. Dies darf nicht vergessen werden", sagt Karliczek.

+++ 04:08 Paul-Ehrlich-Institut verteidigt Astrazeneca-Vakzin +++
Der zugelassene Covid-19-Impfstoff von Astrazeneca ist hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung oder mildert bei einer Erkrankung die Symptome", sagt der Chef der Paul-Ehrlich Instituts, Klaus Cichutek, der "Rheinischen Post". Er sei besorgt, dass Menschen ihre Impftermine wegen Vorbehalten nicht wahrnehmen. Bislang seien keine auffälligen Nebenwirkungen festzustellen. "Die Fälle von Krankmeldungen durch grippeähnliche Symptome bei Pflege- und Krankenhauspersonal stellen kein Risikosignal dar. Sie entsprechen den Impfreaktionen, was nach den klinischen Prüfungen zu erwarten war." In allen berichteten Fällen seien die Symptome nach zwei bis maximal drei Tagen abgeklungen. Die Reaktion zeige, dass das Immunsystem arbeite.

+++ 03:36 Biden: Vorgezogene Impfungen für Lehrer +++
US Präsident Joe Biden will Lehrer schneller durchimpfen. Die US-Bundesstaaten sollen die Impfungen für Lehrer priorisieren, um sicherzustellen, dass Kinder schnell und sicher in die Schule zurückkehren können, sagt Biden in einer TV-Übertragung aus dem Weißen Haus. Jeder Pädagoge soll bis Ende März mindestens eine Impfung erhalten.

+++ 02:16 Ärztepräsident warnt vor falscher Sicherheit bei Selbsttests +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt warnt davor, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten. "Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen", sagt der Präsident der Bundesärztekammer. Auch bei einem negativen Testergebnis müssten Abstand, Maskenschutz und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei einem positiven Befund müsse schnellstmöglich eine Kontrolluntersuchung mittels PCR-Test veranlasst und strikte Quarantäne eingehalten werden. Für die von geschultem Personal vorgenommenen Schnelltests fordert Reinhardt ein unbürokratisches Meldeverfahren. Eine zentrale Erfassung von Ergebnissen liefere Erkenntnisse über das tatsächliche Infektionsgeschehen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 00:56 Orban verteidigt Alleingang Ungarns +++
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban rechtfertigt den Alleingang seines Landes innerhalb der EU mit russischem und chinesischem Impfstoff mit dem Versagen der EU-Kommission. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagt Orban: "Die EU hatte und hat ihre Chance, die Europäer schnell und effektiv mit Impfstoff zu versorgen und ihre Bürger zu schützen. Diese Chance hat sie nicht wahrgenommen. Deshalb muss ich gemäß unserer Verfassung zum Schutz meiner Bürger verantwortlich handeln." Ungarn unterstütze die Europäische Kommission weiterhin. "Aber wir erkennen auch: USA, Großbritannien, Israel, auch Serbien sind uns EU-Mitgliedern weit voraus. Deshalb suche ich für mein Land Impfstoff dort, wo er verfügbar ist, auch in China oder Russland, solange unsere Behörden die Wirkstoffe geprüft und freigegeben haben." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 23:32 Riad macht Impfung zur Bedingung für Hadsch +++
Zwei Millionen Menschen nehmen normalerweise an der Hadsch teil, der muslimischen Pilgerfahrt. Das ist in Corona-Zeiten nicht möglich. Saudi-Arabien stellt nun eine konkrete Bedingung für die diesjährige Teilnahme auf: eine Corona-Impfung. Die Zeitung "Okaz" zitiert eine entsprechende vom Gesundheitsminister unterzeichnete Erklärung. Im vergangenen Jahr begrenzte das Königreich die Zahl der Teilnehmer wegen der Pandemie auf etwa 1000.

+++ 22:24 51 Regionen liegen unter Inzidenz von 35 +++
Kurz vor dem Bund-Länder-Gipfel liegen laut Länderangaben 51 Regionen in Deutschland unter der Zielmarke von 35 Neuinfektionen aus den zurückliegenden sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. 98 weitere Regionen bewegen sich mit ihrer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 35 und 50.

+++ 21:58 Deutlich mehr Neuinfektionen als in der Vorwoche +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland steigt auf 2.454.612. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kommen 5581 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion steigt um 422 auf 70.677. Als aktuell infiziert gelten rund 119.672 Personen.

Der aktuelle Tageszuwachs an Infektionen liegt deutlich über dem Niveau von Dienstag vergangener Woche. Am 23. Februar hatten die Landesbehörden in der Summe 4873 neue Fälle gemeldet. Vor zwei Wochen waren es 4994 Fälle.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,91 angegeben (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 91 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,94 (Vortag: 1,01).

+++ 21:17 Italien verlängert Maßnahmen bis nach Ostern +++
Die italienische Regierung verlängert zentrale Corona-Beschränkungen bis nach Ostern, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mitteilt. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb ein entsprechendes Dekret. Damit bleibt es in der ersten großen Reisezeit zu Ostern - mit Ausnahmen - verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Da die Ausbreitung der britischen Variante die jüngere Generation stark betreffe, habe Rom die Verschärfungen für Schulen beschlossen - in Hochrisiko-Gebieten müssen diese schließen. Laut Speranza ist die Mutation mit deutlich mehr als 50 Prozent der Fälle vorherrschend. Die Behörden melden derweil etwa 17.600 neue Infektionen binnen 24 Stunden - die Infektionskurve zeigt nach oben.

Lesen Sie die Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, jpe/chf/rts/dpa/AFP