Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 13:05 Regierung will Deutschland auf hohe Infektionszahlen vorbereiten +++

Die Bundesregierung will Deutschland organisatorisch auf das rasante Wachstum der Omikron-Welle mit erwarteten Hunderttausenden Infizierten pro Tag vorbereiten. Neben einer Priorisierung der besonders sicheren PCR-Tests wird dafür auch eine weitere Konzentration der Kontaktnachverfolgung auf wichtige gesellschaftliche Bereiche erwogen, wie ein Sprecher von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in Berlin mit Blick auf die bevorstehende Ministerpräsidentenkonferenz sagt. Bund und Länder wollen an diesem Montag weitere Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten.

+++ 12:46 Sieben-Tage-Inzidenz in Italien über Schwelle von 2000 +++
In Italien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter leicht gestiegen. Stand Donnerstag registrieren die Behörden in den zurückliegenden sieben Tagen landesweit durchschnittlich 2011 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner, wie das Oberste Gesundheitsinstitut (ISS) mitteilt. In der Vorwoche lag die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 1988 Fällen. Nach Ansicht der Experten stabilisiert sich der Wert damit etwas. Die Lage auf den Intensivstationen sei mit einer Belegung durch Covid-19-Patienten von etwa 17 Prozent verglichen mit dem Vorwochenwert etwa gleich geblieben. Auf den Klinik-Stationen stieg die Rate dagegen leicht auf 31 Prozent an.

+++ 12:17 Baden-Württemberg will reguläres Stufensystem wieder in Kraft setzen +++
Baden-Württemberg will schon nächste Woche das reguläre Stufensystem der Corona-Beschränkungen wieder in Kraft setzen. Die grün-schwarze Landesregierung reagiert damit auch auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs, das das Einfrieren der Alarmstufe II mit harten Einschränkungen für Ungeimpfte für teilweise rechtswidrig erklärt hatte. Das Land wolle aber das Bund-Länder-Treffen am nächsten Montag abwarten, um die Beschlüsse in die neue Verordnung einarbeiten zu können, teilt das Staatsministerium in Stuttgart mit.

+++ 11:55 Niedersachsen verlängert tägliche Testpflicht an Schulen +++
Schülerinnen und Schüler müssen sich in Niedersachsen auch im Februar noch täglich auf Corona testen. Die bisher bis Ende Januar befristete Testpflicht werde zu Beginn des neuen Schulhalbjahrs fortgeführt, kündigt das Kultusministerium an. "Das Sicherheitsnetz wird beibehalten", sagt ein Sprecher in Hannover. "Wir glauben, dass das ein wichtiger Beitrag ist, um die Schulen offen zu halten."

+++ 11:39 Internorga wird verschoben +++
Die Hamburger Gastronomie-Leitmesse Internorga wird wegen der stark steigenden Corona-Zahlen um rund sechs Wochen verschoben. Statt vom 18. bis 22. März soll die Messe nun vom 30. April bis 4. Mai auf dem Messegelände der Hansestadt Entwicklungen um die Gastro- und Hotelleriebranche präsentieren.

+++ 11:16 Rekordwert in Polen: Mehr als 36.000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen erreicht einen Rekordwert. Innerhalb von 24 Stunden kommen 36.665 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 248 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Etwa 30 Prozent der Neuinfektionen seien auf die Omikron-Variante zurückzuführen, sagt Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska am Freitag dem Sender Radio Plus.

+++ 10:45 Rund 75 Prozent der deutschen Bevölkerung mindestens einmal geimpft +++
75,3 Prozent der deutschen Bevölkerung haben sich bisher impfen lassen. Die Bundesregierung strebt bis zum Ende des Monats eine Impfquote von mindestens 80 Prozent an. Dazu fehlen aber noch gut 3,87 Millionen Impfungen. Mehr als 20 Millionen Menschen in Deutschland sind noch ungeimpft. Die Zahl umfasst knapp 4 Millionen Kleinkinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Verbleiben noch etwa 16,5 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die geimpft werden könnten, wenn aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht (Schwangeren im ersten Trimester zum Beispiel wird oft geraten, noch abzuwarten).

+++ 10:13 Virologe Stöhr: Brauchen Neubewertung der Corona-Maßnahmen +++
Der Virologe Klaus Stöhr hält eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen im Lichte der Omikron-Variante für nötig, warnt aber vor zu weitgehenden Lockerungen. "Also jetzt alles zu öffnen, hört sich für mich ein bisschen so an wie vom rechten Straßengraben in den linken Straßengraben reinzufahren. Irgendwo ist die Fahrbahn ja in der Mitte und die finden, glaube ich, andere Länder besser", sagt Stöhr im Sender RBB.

+++ 09:43 Virologe Schmidt-Chanasit rechnet mit Ende der Welle in zwei Monaten +++
Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit macht leichte Hoffnung auf eine Entspannung der derzeitigen Corona-Lage. Für eine sichere Beurteilung sei der Verlauf der derzeitigen Welle in den nächsten ein bis zwei Wochen entscheidend, sagt der Mediziner vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin der "Hamburger Morgenpost". "Momentan gehe ich davon aus, dass wir in den nächsten ein bis zwei Monaten aber damit durch sind." Seiner Meinung nach müsse dann diskutiert werden, wie es weitergehe und ob die Phase der Endemie erreicht sei. Chanasit geht davon aus, dass es nach Omikron keine weitere Coronavirus-Variante geben wird, die schlimmere Auswirkungen als die bisherigen haben könnte. "Das ist sehr unwahrscheinlich."

+++ 09:14 Kinderanteil bei Neuinfektionen gestiegen +++
Der Anteil der Kinder (5 bis 14 Jahre) an den neu gemeldeten Infektionen ist von knapp 18 Prozent in der Vorwoche auf rund 23 Prozent gestiegen. Das Infektionsgeschehen an den Schulen nimmt offenbar zu. Die Kleinkinder unter 5 Jahren machen jetzt mehr als 5 Prozent der neuen Fälle aus. In der Vorwoche waren es noch 3,7 Prozent. Der Anteil der Hochaltrigen (Über 80 Jahre) ist von rund 1,6 auf 1,4 Prozent gesunken. Am stärksten gesunken ist die Beteiligung der größten Altersgruppe von 15 bis 34 Jahre am Infektionsgeschehen. Hier spielen möglicherweise eine größere Vorsicht der Erwachsenen (z.B. weniger Kontakte durch Homeoffice etc.) sowie die Kinderimpfung eine Rolle.

Insgesamt ist das Fallniveau deutlich angestiegen: 140.160 heute im Vergleich zu 93.052 neu gemeldeten Fällen am 14.1. (+51 Prozent)

+++ 08:42 Lauterbach rechnet mit täglich 400.000 Neuinfektionen im Februar +++
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet für Mitte Februar mit mindestens 400.000 Corona-Neuinfektionen pro Tag - im optimistischen Szenario. Sollten die Auffrischungsimpfungen keine lange Schutzwirkung haben, könnte die Zahl sogar auf mehr als 600.000 pro Tag steigen, hatte der SPD-Politiker nach Reuters-Informationen in einer Schalte mit den Staatskanzleichefs von Bund und Ländern am Donnerstag gesagt.

+++ 08:10 Weil: Müssen Corona-Strategie anpassen +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil spricht sich vor neuen Spitzenberatungen von Bund und Ländern gegen Lockerungen in der Corona-Pandemie aus - aber auch gegen Verschärfungen. Die massiv steigenden Inzidenzen spielten "schon eine Rolle, aber wir müssen ein Stück weit umdenken gegenüber den früheren Infektionswellen", sagt der SPD-Politiker im ARD-"Morgenmagazin". Die Infektionszahlen seien hoch, die Kliniken aber weniger belastet. "Wir haben es mit einem neuen Gegner zu tun, deswegen muss man insoweit auch seine Strategie anpassen."

+++ 07:40 Virologin Ciesek warnt vor absichtlichem Anstecken +++
Wenn schon, denn schon, dann jetzt - diese Einstellung bezüglicher einer Infektion mit dem Coronavirus kann laut Virologin Sandra Ciesek gefährlich sein. Von Versuchen sich absichtlich mit dem Virus zu infizieren, rät sie dringend ab. "Es ist einfach für mich absurd, dass man überlegt, sich extra anzustecken", sagte Ciesek im NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". "Man steckt sich ja auch nicht absichtlich mit Hepatitis C an, nur weil man es gut behandeln kann. Das ist einfach nicht der richtige Weg." Bei Omikron gebe es noch viele Unsicherheiten, was den Verlauf angeht. Zudem bleibe die hohe Belastung für das Gesundheitssystem.

+++ 07:07 Expertin: Keine Hinweise zu Omikron bei Haustieren +++
Auch Haustiere können sich mit dem Coronavirus infizieren - das haben bereits einige Fälle auch in Deutschland gezeigt. Das verunsichert manche Haustierbesitzer. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit gibt aber nun Entwarnung, was eine Übertragung von Tier zu Mensch angeht. Es gebe keine Hinweise auf relevante Übertragungen des Coronavirus Sars-CoV-2 von Haustieren auf den Menschen in Deutschland, teilt Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), auf dpa-Anfrage mit. Zuvor war bekannt geworden, dass die Behörden in Hongkong etwa 2000 Hamster und andere Kleintiere aus Sorge vor Corona einschläfern lassen wollen. "Wie Omikron sich in Haustieren verhält, wissen wir noch nicht genau", so Reinking. Die Fähigkeit zur Bindung an Rezeptoren beim Menschen allein erlaube keine Schlussfolgerung zur Schwere einer Erkrankung oder der Infizierbarkeit von Haustieren. Über Infektionen von Haustieren in Deutschland mit der sich rasch ausbreitenden Omikron-Variante ist demnach bislang nichts bekannt. "Wie Omikron sich in Haustieren verhält, wissen wir noch nicht genau", so Reinking. Die Fähigkeit zur Bindung an Rezeptoren beim Menschen allein erlaube keine Schlussfolgerung zur Schwere einer Erkrankung oder der Infizierbarkeit von Haustieren.

+++ 06:32 RKI-Expertin: Zu früh für Entwarnung in Grippesaison +++
Eine Schutzimpfung gegen Grippe kann aus Expertensicht auch in diesen Tagen noch ratsam sein - trotz bislang relativ niedriger Infektionszahlen. Der weitere Verlauf der Influenzasaison sei noch mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, für Entwarnung sei es aber in jedem Fall zu früh, sagt Grippe-Expertin Silke Buda vom Robert-Koch-Institut (RKI) auf dpa-Anfrage. Bislang seien die wissenschaftlichen Kriterien für den Beginn der Grippewelle in Deutschland zwar nicht erfüllt. Dass sich der Erreger aber in den kommenden Wochen noch verstärkt ausbreitet, ist Buda zufolge nicht ausgeschlossen. "Es ist noch nicht zu spät für Impfwillige, sich die Grippeschutzimpfung geben zu lassen. Im Gegenteil, in der derzeit unklaren Situation wäre es sogar besonders gut." In der Regel beginnen saisonale Grippewellen nach dem Jahreswechsel, der Höhepunkt wird häufig Ende Februar, Anfang März erreicht.

+++ 05:49 Biontechs Impfstoff für Kinder erhält in Japan Sonderzulassung +++
Wie das Pharmaunternehmen Pfizer mitteilt, hat der von Pfizer und Biontech entwickelte Impfstoff für Kinder von fünf bis elf Jahren in Japan eine Sonderzulassung erhalten. Das mRNA-Vakzin der beiden Unternehmen ist der bisher in Japan am häufigsten verwendete Impfstoff zum Schutz gegen das Coronavirus.

+++ 04:40 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 706,3 +++
Der Inzidenzwert und die Corona-Neuinfektionen in Deutschland haben die nächsten Höchstwerte erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 706,3 an. Am Vortag hatte der Wert noch bei 638,8 gelegen, vor einer Woche waren es noch 470,6. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden beträgt nach Daten der Gesundheitsämter 140.160 - nach 133.536 am Vortag und 92.223 vor einer Woche. Es ist bereits der achte Tag in Folge mit einer neuen Rekordinzidenz und der dritte Tag mit einem neuen Höchstwert bei den Neuinfektionen. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Weiterhin wurden 170 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:08 Kretschmer fordert von Bundesregierung Vorschlag zur Impfpflicht +++
In der Diskussion um eine allgemeine Impfpflicht fordert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer einen Vorschlag der Bundesregierung. "Die Impfpflicht einzuführen, ist eine Aufgabe für die Koalition in Berlin", sagt der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Daher müsse die Regierung jetzt mit einem Vorschlag kraftvoll vorangehen, für ihren Vorschlag werben und andere mitnehmen. "Es kann nicht sein, dass bei dieser Pandemie alle unangenehmen Themen an die Bundesländer, das RKI oder das Paul-Ehrlich-Institut weggewichtelt werden."

+++ 02:53 CSU dringt auf Omikron-Check der Corona-Regeln +++
Vor den Spitzenberatungen von Bund und Ländern fordert die CSU, die Corona-Maßnahmen mit Blick auf die Omikron-Variante auf den Prüfstand zu stellen. "Wahr ist, mit Omikron ändern sich die Grundlagen. Wir brauchen einen Omikron-Check für das Corona-Management in Deutschland", sagt CSU-Generalsekretär Markus Blume der "Welt". "Die kommende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu reden." Bund und Länder wollen am Montag auf Spitzenebene über weitere Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten.

+++ 01:30 Mittelstandsverband für Einschränkungen bei Impfverweigerern +++
Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) spricht sich dafür aus, dass Beschäftigten in Quarantäne, die ohne medizinischen Grund eine Corona-Impfung verweigern, die Lohnfortzahlung gekürzt wird. Diese Beschäftigten gefährdeten die "Betriebsgesundheit", sagt der Bundesgeschäftsführer des Verbandes, Markus Jerger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bereits jetzt würden viele Unternehmen Aufträge verlieren, weil Mitarbeiter fehlen. "Ein erhöhter Ausfall von Mitarbeitern bei bleibenden Lohnkosten kann das wirtschaftliche Aus bedeuten - und damit den Verlust aller Arbeitsplätze im Unternehmen."

+++ 00:21 Nachtclubs in Frankreich dürfen ab 16. Februar wieder öffnen +++
In Frankreich dürfen ab dem 16. Februar die Nachtclubs wieder öffnen. Das teilt Ministerpräsident Jean Castex mit und verweist auf den Beginn der Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

+++ 22:26 Inzidenz bei 15- bis 34-Jährigen am höchsten +++
Das durch die Omikron-Welle stark ansteigende Fallaufkommen spiegelt sich auch in den 7-Tage-Inzidenzen in allen Altersgruppen wider. Das geht aus den Daten des Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts hervor. Demnach sind besonders Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 34 Jahren mit einer durchschnittlichen Inzidenz von 944,22 stark betroffen. Am niedrigsten ist der Wert in der ältesten Gruppe der Menschen über 80 Jahre (117,9).

+++ 22:05 Laborverband: Mit Booster und wenig Symptomen genügt Schnelltest +++
Der Vorstandsvorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, fordert, dass angesichts der hohen Auslastung der Test-Labore vermehrt Schnelltests als Nachweis zum Einsatz kommen. Müller sagte zu "Bild": "Wer geboostert ist und nur milde Symptome hat, sollte sich überlegen, ob ein PCR-Test wirklich nötig ist. In der jetzigen Lage mit einer hohen Virusverbreitung ist ein qualitativ guter, richtig angewendeter Antigen-Schnelltest ein ausreichend gutes Mittel, um Infektionen zu finden." Entscheidend sei, dass positiv Getestete die Infektion meldeten, Kontaktpersonen informierten und sich selbstständig isolierten.

+++ 21:41 RKI: Maximaler Ausschlag der Omikron-Welle nicht exakt zu bemessen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. "Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt", schreibt das RKI im Corona-Wochenbericht. Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es heißt.

+++ 21:01 Omikron ist dominante Virusvariante in Deutschland +++
Die Omikron-Variante breitet sich in allen Bundesländern weiter aus. Wie aus den IfSG-Meldedaten hervorgeht, liegt der bundesweite Anteil in der zweiten Kalenderwoche bei 89,3 Prozent (erfasst bis 16. Januar; KW 1: 76 Prozent). Regional gibt es große Unterschiede: In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Anteil demnach bei 16,2 Prozent, in Bremen mit der aktuell höchsten Inzidenz bei 96,2 Prozent. Neben Mecklenburg-Vorpommern liegt nur noch in Sachsen (65 Prozent) der Wert unter 80 Prozent.

Die Schwankungen und Unterschiede ergeben sich unter anderem aus der unterschiedlichen Intensität von varianten-spezifischen Testungen in den einzelnen Bundesländern, den Verzögerungen in der labordiagnostischen Erfassung sowie der Ausbreitung ausgehend von Ballungsräumen. Die Daten decken sich etwa mit den Angaben des Wochenberichts des Robert-Koch-Instituts (RKI). Laut Genomsequenzdaten ist der Anteil in der ersten Kalenderwoche auf 62,4 Prozent gestiegen, für die zweite Kalenderwoche liegen noch keine Daten vor. Damit ist Omikron auch im RKI-Datensatz erstmals die dominante Variante in Deutschland.

+++ 19:55 Bundesländer melden mehr als 133.000 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 8.361.688 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 133.506 neue Fälle hinzu. Das ist das mit Abstand höchste Meldeaufkommen auf Basis der Länderdaten seit Beginn der Pandemie. Der zuvor höchste Tageswert von gestern (19. Januar 2022) mit 115.936 neuen Fällen wird um mehr als 17.570 Fälle übertroffen.

CoronavirusTäglich gemeldete Neuinfektionen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 208 auf 116.358. Als aktuell infiziert gelten rund 1.096.819 Personen. Vor einer Woche waren es 309.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,09 angegeben (Vortag: 1,07). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2447 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1513 davon werden invasiv beatmet. Rund 4099 Intensivbetten (16,3 Prozent) sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

+++ 19:46 Tageshöchstwerte in 9 Bundesländern +++
9 von 16 Bundesländern verzeichnen einen Fallrekord: Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland - in all diesen Ländern haben die Gesundheitsämter so viele Neuinfektionen an die zuständigen Landesministerien gemeldet wie noch nie. Das geht aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervor.

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Quelle: ntv.de, mba/jpe/dpa/AFP/rts

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