Panorama

Update Coronavirus-Liveticker +++ 13:06 Hotline völlig überlastet - holpriger Start bei Impfterminvergabe in Niedersachsen +++

"Diese Nummer ist nicht vergeben" - seit dem Morgen bekommen viele Anrufer in der Hotline des Bundeslandes Niedersachsen diese Ansage zu hören, wenn sie Termine für die Corona-Impfung vereinbaren wollen. Zum Start sei die Hotline komplett überlastet gewesen, bestätigte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums. Allein in der ersten Stunde seien mehr als 700.000 Anrufversuche eingegangen. Man bitte Impfwillige um Geduld. Das Internetportal www.impfportal-niedersachsen.de, auf dem auch Impftermine vereinbart werden können, ist zwar erreichbar. Wer allerdings auf dem Portal nach Terminen etwa in und um Hannover gesucht hat, wurde nicht fündig: Wie der NDR berichtet, konnten am Morgen lediglich 18 der 50 Impfzentren Termine anbieten, die innerhalb von eineinhalb Stunden vergeben waren. In etlichen Landkreisen wird der vorhandene Impfstoff wie in der Region Hannover zunächst noch für die Alten- und Seniorenheime gebraucht. Insgesamt leben in Niedersachsen rund 550.000 Menschen, die älter als 80 Jahre sind und jetzt die Impfung bekommen können. Im Lauf des Tages will das Ministerium über die genaue Nachfrage nach den Impfterminen informieren.

+++ 12:38 Charité-Chef: Leichte Entspannung bei Intensivpatienten +++
Die Lage bei Corona-Intensivpatienten hat sich an der Charité in Berlin nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Heyo Kroemer leicht entspannt. Zum Jahreswechsel habe man noch 156 Intensivpatienten gehabt, nun seien es 130, sagt er. Mittlerweile seien 3000 von 19.000 Mitarbeitern des Klinikums geimpft.

+++ 12:08 Studie: Neuseeland hat bestes Corona-Management - Deutschland auf Platz 55 +++
Neuseeland hat einem australischen Thinktank zufolge das weltweit beste Management der Corona-Krise bewiesen. Gefolgt wird der Pazifikstaat von den asiatischen Ländern Vietnam, Taiwan und Thailand. Deutschland rangiert in der Liste nur auf Platz 55. Das 2003 gegründete Lowy Institute mit Sitz in Sydney hatte zuvor 98 Länder bezüglich ihres Umgangs mit der Pandemie analysiert. Speziell ging es um die 36 Wochen, nachdem in einem Land der einhundertste Infektionsfall bestätigt worden war. Die USA stehen auf Platz 94, während Brasilien das Schlusslicht bildet. Auch afrikanische Staaten wie Ruanda (Platz 6) und Togo (Platz 15) liegen weit vor den meisten EU-Ländern. Die Denkfabrik hatte unter anderem die Infektionszahlen, die Zahl der Todesopfer und die Tests pro 1000 Einwohner untersucht. Besonders Länder in der Asien-Pazifik-Region waren demnach sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus. China wurde "wegen des Fehlens öffentlich verfügbarer Testdaten" nicht in das Ranking aufgenommen.

+++ 11:52 Berlin will eigene Impfstoffproduktion starten +++
Berlin will als erstes Bundesland eine eigene Impfstoffproduktion starten. "Berlin steht bereit, bei der Impfstoff-Produktion mitzuhelfen", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci in der Aktuellen Stunde im Abgeordnetenhaus. Das Pharmaunternehmen Berlin-Chemie mit Sitz in Adlershof sei bereit, in Berlin eine Impfstoffproduktion aufzubauen, schrieb die Senatsverwaltung auf Twitter. "Ich finde das ist eine gute Nachricht, so die SPD-Politikerin.

+++ 11:40 Hessen öffnet alle Impfzentren am 9. Februar +++
Bislang sind nur sechs Impfzentren in Hessen geöffnet. Am 9. Februar sollen auch die restlichen 22 Impfzentren den Betrieb aufnehmen. Termine für die Corona-Impfung vergibt das Bundesland vom kommenden Mittwoch (3. Februar) an. Wie Hessens Innenminister Peter Beuth von der CDU in Wiesbaden mitteilte, können dann zunächst weitere Impfberechtigte der Priorisierungsgruppe 1 den Zeitpunkt für die Schutzimpfung in einem der regionalen Impfzentren vereinbaren. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Seniorinnen und Senioren, die mindestens 80 Jahre alt sind. "Angesichts der aktuell und perspektivisch geringen Menge an Impfdosen, die der Bund uns zur Verfügung stellt, werden wir noch viele Wochen für die höchstpriorisierte Gruppe benötigen", erklärte Beuth.

+++ 11:19 Umfrage: Jeder dritte englische Polizist mit Virus als Waffe bedroht +++
In der Pandemie setzen zahlreiche Menschen in England und Wales das Virus als Waffe gegen Polizisten ein. Einer Umfrage zufolge wurde rund ein Fünftel der Beamten (21 Prozent) im Dienst von einem mutmaßlich Infizierten angespuckt, knapp ein Viertel (24 Prozent) wurden angehustet oder angeatmet. Sogar fast ein Drittel der Polizisten wurde mit Spucken, Husten oder Anatmen bedroht. Der Anteil der Corona-Fälle innerhalb der Polizei ist demnach sehr hoch. So war etwa jeder Vierte (26 Prozent) infiziert, knapp die Hälfte der Betroffenen (46 Prozent) vermutet, sich im Dienst angesteckt zu haben. An der Umfrage beteiligten sich etwa 12.500 der mehr als 125.000 Mitglieder. "Die Verwendung des Virus als Waffe, stellt eine traurige Anklage gegen die Gesellschaft dar, in der wir leben", sagte Gewerkschaftschef John Apter. Er forderte die Regierung auf, Polizisten den Schutz zuzuteilen, der ihnen gebühre. Dazu zähle auch, sie bevorzugt gegen das Coronavirus zu impfen. Die Londoner Polizei hatte jüngst mitgeteilt, dass in den vergangenen zwei Wochen insgesamt fünf Beamte an oder mit Covid-19 gestorben seien.

+++ 11:02 Regierung: Über Planungen für Impfgipfel wird noch heute abgestimmt +++
Die Planungen für ein rasches Spitzentreffen zur Lösung der Corona-Impfmisere werden immer konkreter. "Die Bundesregierung ist für einen solchen Impfgipfel. Die Planungen dafür laufen und werden noch heute mit den Ländern abgestimmt", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Gesundheitsminister Jens Spahn von der CDU hatte sich offen für einen solchen Impfgipfel gezeigt, wie er etwa von SPD-Politikern gefordert wird. Auf Twitter schlug Spahn ein gesondertes Treffen mit den Ministerpräsidenten vor, an dem auch Vertreter der Pharmahersteller teilnehmen sollten. Inhaltlich muss es nach seinen Worten darum gehen, wie das weitere Vorgehen gegen die Pandemie aussehen kann.

+++ 10:43 Rheinland-Pfalz verschiebt Start des Wechselunterrichts an Grundschulen +++
Wegen Virusmutationen im Nachbarland Baden-Württemberg will Rheinland-Pfalz den Start des ab Montag geplanten Wechselunterrichts an Grundschulen verschieben. "Da die Art und die Bedeutung dieser Virusvarianten im Moment nicht bekannt sind, haben uns die Experten zunächst zur Vorsicht bei weiteren Öffnungen geraten", erklärte Bildungsministerin Stefanie Hubig von SPD. Der Distanzunterricht für Grundschüler werde daher zunächst fortgesetzt. Sobald "generell belastbare" Informationen vorlägen, könne die Situation neu bewertet werden. Die Notbetreuung werde unter den geltenden Hygienekonzepten weiter angeboten. Für den Kitabereich kündigte die Ministerin "erweiterte Testmöglichkeiten" an. Im Nachbarland Baden-Württemberg war zuletzt eine mutierte Variante des Coronavirus in einer Freiburger Kindertagesstätte aufgetreten. Eine zeitnahe Grundschul- und Kitaöffnung wurde daraufhin abgesagt.

+++ 10:10 Gesundheitsminister Spahn erwartet "noch mindestens zehn Wochen" Impfstoff-Knappheit +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn von der CDU rechnet damit, dass in Deutschland die Engpässe bei der Impfstofflieferung noch länger andauern werden und bittet in der Debatte um Geduld. "Denn wir gehen bei der Knappheit des Impfstoffes noch durch mindestens zehn harte Wochen", schreibt er auf Twitter in Anspielung auf die Lieferungen von Biontech-Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

+++ 09:51 Britische Regierung pocht auf Lieferung bestellter Impfstoffe +++
Die britische Regierung pocht auf die Lieferung der von ihr bestellten Impfdosen. "Wir müssen sicherstellen, dass die Impfstoffe geliefert werden, die wir gekauft haben", sagt Kabinettsminister Michael Gove. "Wir wollen, dass Großbritannien all das bekommt, was geplant war." Dass Großbritannien so viele Dosen erhalten habe, liege daran, dass die Regierung so früh bestellt habe. "Wir werden auch daran arbeiten, unseren Freunden in der EU zu helfen." Diese streitet mit dem britischen Pharmakonzern Astrazeneca über die Lieferung von Impfstoffen und fordert, dass sie mit mehr Dosen seines Vakzins aus Werken aus Großbritannien versorgt wird.

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+++ 09:26 RKI: Inzidenz in Deutschland erstmals seit drei Monaten unter 100 +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland liegt erstmals seit drei Monaten wieder unter der Marke von 100. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sank der Wert heute auf 98. Zuletzt hatte die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieses Zeitraums - am 29. Oktober unter 100 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab von Bund und Ländern für die Verhängung und Lockerung von Corona-Restriktionen. Ziel der Bundesregierung ist es, den Wert auf unter 50 zu drücken. Zuletzt unter 50 gelegen hatte der Wert am 20. Oktober. Der bisherige Höchstwert wurde mit 197,6 am 22. Dezember erreicht.

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+++ 08:55 Innenministerium bestätigt Vorbereitung von Einreisesperren +++
Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigt Pläne für die Vorbereitung von Einreisesperren für Reisende aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika. Eine entsprechende Vorlage werde derzeit in der Bundesregierung abgestimmt, sagt ein Sprecher. Hintergrund ist, dass in diesen Ländern hochansteckende Virus-Mutationen festgestellt wurden. Die Bundesregierung hatte vor einer Ausbreitung auch in Deutschland gewarnt. Denkbar ist, dass es Einreisesperren auch für andere Länder geben könnte, in denen sich Virus-Mutanten bereits stärker ausgebreitet haben.

+++ 08:28 Nach Ausbruch bei Skilehrerkurs: Fast jeder zweite Teilnehmer positiv +++
Die Zahl der Infizierten ist nach dem am vergangenen Donnerstag bekannt gewordenen Corona-Cluster bei einem Skilehrerkurs bei Salzburg mittlerweile auf 76 Fälle angestiegen. Das habe ein erneuter PCR-Test bei den 172 Kursteilnehmern, Ausbildern und dem Personal in der Unterkunft ergeben. Das berichtet der österreichische Rundfunk ORF. Die angehenden Skilehrer stammen demnach aus Großbritannien, Dänemark, Deutschland, Österreich und den Niederlanden und befinden sich alle in Quarantäne. Als Folge des Ausbruchs wurden alle Skilehrerkurse in Salzburg abgesagt. Einen Hinweis auf die britische Mutation des Virus gibt es bislang nicht. Da es sich bei den Kursen der Wintersportler um eine Berufsausbildung handelt, durften diese in Österreich bislang auch im harten Lockdown stattfinden.

+++ 08:10 Südafrika-Variante in Behinderteneinrichtung in NRW nachgewiesen +++
In einer Behinderteneinrichtung im Kreis Viersen in Nordrhein-Westfalen ist die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 nachgewiesen worden. 11 Bewohner und 13 Mitarbeiter seien mit dem Virus infiziert, teilte der Kreis mit. Es habe sich auffallend schnell verbreitet, heißt es in einer Mitteilung. Bei zwei Proben wurde das mutierte Virus nachgewiesen, doch ist davon auszugehen, "dass alle 24 Infizierten des Clusters die Mutante in sich tragen", wie der Kreis mitteilte. Weitere der Proben gezielt auf die Mutation hin zu untersuchen, sei nicht nötig. Alle 17 Bewohner sind demnach seit dem 23. Januar in ihren Einzelzimmern in Quarantäne. Für negativ getestet Mitarbeiter sei eine Arbeitsquarantäne angeordnet worden. Sie dürfen sich von zu Hause zum Arbeitsplatz bewegen, um den Betrieb der Einrichtung aufrecht zu halten.

+++ 07:28 Biontech-Impfstoff wirkt auch gegen Mutanten +++
Der Impfstoff von Biontech und seinem US-Partner Pfizer gegen das Coronavirus wirkt nach einer vorläufigen Studie des US-Pharmakonzerns Pfizer auch gegen die in Großbritannien und Südafrika entdeckten Varianten. Eine Laboruntersuchung habe gezeigt, dass die beiden Mutanten nur geringe Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Antikörper hätten, die durch den Impfstoff erzeugt werden, erklärte Pfizer. Allerdings habe man festgestellt, dass bei der südafrikanischen Variante die Antikörper geringer ausfielen. Die Ergebnisse von Pfizer stimmen mit anderen vorläufigen Ergebnissen überein, die in den letzten Wochen von mehreren Forschungsgruppen anderer Pharmakonzerne berichtet wurden, die die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe gegen die neuen Varianten untersucht haben.

+++ 07:16 SPD-Vize Midyatli fordert Impfstoff-Gipfel auf europäischer Ebene +++
Angesichts der akuten Knappheit an Impfstoffen hat SPD-Bundesvize Serpil Midyatli einen europäischen Impfstoff-Gipfel gefordert. "Es müssen alle Hersteller und Zulieferer an einen Tisch mit der Europäischen Kommission, um schnellstmöglich zu klären, wer noch welche Kapazitäten hat und wer schnell Produktionsstätten, Logistik und andere Dinge zur Verfügung stellen kann", sagte Midyatli. Die "Impfstoffkrise" lasse sich nur im Schulterschluss bewältigen. "Dieses Hickhack um Verträge und wer woran Schuld ist, bringt niemanden weiter", sagte Midyatli. Sie zeigte Verständnis für die Hersteller, die zunächst hauptsächlich Länder beliefern, die viele Monate vor der EU Impfstoffe bestellt und auch einen viel höheren Preis bezahlt hätten. "Zusätzliche Produktionsstätten errichtet man nun mal nicht von heute auf morgen." Die teilweise sehr kurzfristigen Ankündigungen einiger Hersteller seien aber kein Ausweis großer Zuverlässigkeit.

+++ 06:58 Friseursalons und Fitnessstudios fordern klare Perspektive für Wiedereröffnung +++
Angesichts der in den vergangenen Wochen gesunkenen Infektionszahlen fordern das Friseurhandwerk und die Fitnessbranche klare Perspektiven für die Wiedereröffnung ihrer Betriebe. "In einer ersten Stufe sollten Kitas und Schulen wieder öffnen. In der nächsten Stufe sollten die Friseure wieder öffnen können", sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Harald Esser, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Auch die Präsidentin des Arbeitgeberverbands deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen, Birgit Schwarze, forderte einen Stufenplan für die Wiedereröffnung der Betriebe ihrer Branche. Die Fitnessstudios hätten im vergangenen Jahr umfassende Hygienekonzepte erarbeitet, die "gut funktioniert" hätten, betonte Schwarze. Vielen Betrieben drohe nun der Ruin, nachdem sie erst in Hygienemaßnahmen investiert hätten, danach schließen mussten "und jetzt die versprochenen Hilfszahlungen nicht erhalten", kritisierte sie. Schwarze unterstrich auch, dass die Schließung von Trainingseinrichtungen massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung habe.

+++ 06:42 China meldet geringsten Anstieg bei Infektionen seit 8. Januar +++
China verzeichnet nach Behördenangaben den niedrigsten Tages-Anstieg bei den Neuinfektionen seit fast drei Wochen. Gestern seien 54 neue Fälle gemeldet worden, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Das sei der niedrigste Wert seit dem 8. Januar, als 33 Fälle gemeldet wurden. Insgesamt sind in Festland-China bislang 89.326 Infektionen bestätigt worden. 4636 Menschen starben.

+++ 06:10 Studie: Wenige hoffen auf Reisebeginn vor Pfingsten +++
Die Pandemie hat die deutsche Reisebranche weiter fest im Griff. Das Geschäft mit Pauschalreisen im Winter ist wegen der Lockdowns in vielen Ländern praktisch verloren. Der Umsatz mit Vorausbuchungen für die Sommersaison lag Ende Dezember um 68 Prozent unter dem noch von der Krise unbeeinflussten Vorjahreszeitraum. Das geht aus einer Auswertung von Travel Data + Analytics (TDA) hervor. Mit Buchungen für die Osterferien Ende März/Anfang April hielten sich die Menschen den Angaben zufolge zurück. Nur wenige glaubten im Dezember, dass Reisen zu diesem Zeitpunkt wieder möglich sein werden, erklärte das Analysehaus. Erst für die Zeit ab Pfingsten steigt die Nachfrage in Reisebüros und bei klassischen Online-Reiseportalen. Gebucht wurden vor allem Sommerurlaube in der Ferienzeit Juli und August 2021. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen Griechenland und die Kanaren.

+++ 05:02 Australien schickt Reisende aus Neuseeland in Quarantäne +++
Australien setzt die Regelung zur quarantänefreien Einreise aus Neuseeland für weitere 72 Stunden aus. Es handle sich um eine Maßnahme zum Schutz der australischen Bevölkerung, begründen die Behörden den Schritt. In Neuseeland waren kürzlich zwei Menschen positiv auf die südafrikanische Variante des Coronavirus getestet worden.

+++ 04:35 Lauterbach kritisiert IOC-Chef für "stures Durchhalten" +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat das Festhalten des Internationalen Olympischen Komitees an den Olympia-Plänen und namentlich auch IOC-Chef Thomas Bach kritisiert. Dass dieser weiterhin fest davon ausgehe, dass die Spiele in Tokio in diesem Sommer stattfinden, nannte Lauterbach "sehr problematisch". Dieses "sture Durchhalten mit der Einstellung, der Spitzensport sei von der Pandemie quasi ausgenommen, halte ich für sehr schwer vermittelbar und frustriert auch sehr viele Fans", sagte Lauterbach in einem Sport1-Interview. Bach hatte zuvor Kritik an den Bemühungen um eine Austragung der Olympischen Spiele zurückgewiesen.

+++ 03:43 Russischer Impfstoff wird verzögert geliefert +++
Russland wird den Sputnik-V-Impfstoff nach Lateinamerika mit bis zu drei Wochen Verspätung ausliefern. Als Gründe werden die hohe Nachfrage und Produktionsengpässe genannt. Die staatliche Private Equity-Gesellschaft RDIF und das Gamaleya-Institut wollen die Produktionskapazitäten ausweiten. Sputnik-V haben unter anderem Argentinien, Bolivien und Mexiko geordert.

+++ 02:54 Ministerpräsidenten fordern Impfgipfel +++
Nach Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fordert auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer einen Impfgipfel. "Überall in Deutschland stehen Impfstraßen weitgehend leer, denn die zugesagten Impfstoffe werden nicht wie versprochen geliefert", sagte die SPD-Politikerin dem "Spiegel". Auf dem Gipfel sollten verbindliche Absprachen über die Lieferung der Corona-Impfstoffe getroffen werden. "Wir brauchen einen klaren und transparenten Impfstoffplan für die kommenden Monate", sagte Dreyer. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsitzt, hatte einen Gipfel mit Akteuren aus der Pharmabranche angeregt.

+++ 01:51 Grobe Leitlinie: Niedersachsen hat Lockerungsplan +++
Die niedersächsische Landesregierung hat einen Plan zur Lockerung der Corona-Beschränkungen erarbeitet - allerdings nur als grobe Leitlinie und für den Fall weiter sinkender Infektionszahlen. Der Plan reiche von Stufe 1 (geringes Infektionsgeschehen), wo fast alles wieder möglich ist, bis zur Stufe 6 (eskalierendes Infektionsgeschehen), in der so gut wie gar nichts mehr geht, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung". Öffentliche und private Zusammenkünfte ohne Personenbegrenzungen, Abstand und Masken wären demnach erst wieder möglich, wenn die 7-Tage-Inzidenz unter zehn liegt. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen will das Land dem Bericht zufolge aber erst nach der nächsten Ministerpräsidenten-Runde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Februar treffen.

+++ 01:09 Schwere Ausschreitungen nach Lockdown-Verlängerung im Libanon +++
Im Libanon ist es am dritten Abend in Folge bei Protesten gegen die Corona-Beschränkungen zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der Hafenstadt Tripoli im Norden des Landes lieferten sich Demonstranten am Mittwoch Straßenschlachten mit der Polizei. Nach Angaben der libanesischen Nachrichtenagentur NNA wurden dabei 226 Menschen verletzt. Seit die Regierung Anfang des Monats einen landesweiten Lockdown verhängt hat, haben viele Einwohner der Stadt kein Einkommen mehr. Tripoli gehörte bereits vor der Corona-Pandemie und ihren wirtschaftlichen Auswirkungen zu den ärmsten Gegenden des Landes. Der Lockdown war ursprünglich bis zum 25. Januar angesetzt und wurde zuletzt bis zum 8. Februar verlängert. In dem Mittelmeerstaat mit sechs Millionen Einwohnern breitet sich das Coronavirus derzeit stark aus.

+++ 00:23 "Bild"-Zeitung: Seehofer soll Einreisesperren vorbereiten +++
Eine drastische Einschränkung des Flugverkehrs nach Deutschland könnte bereits nächste Woche umgesetzt werden. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat das Kabinett Innenminister Horst Seehofer beauftragt, eine entsprechende Verfügung vorzubereiten. Einreisesperren soll es demnach für Flüge aus Risikoländern geben, in denen es bereits Virus-Mutanten gibt. Dazu gehören Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Portugal. Ebenfalls treffen könnte es dem Bericht zufolge die Niederlande und Dänemark.

+++ 23:32 1,24 Prozent positiv bei Massentest in Slowakei +++
Die Slowakei hat erneut einen großen Teil der über zehn Jahre alten Bevölkerung einem Corona-Massentest unterzogen. 2,95 Millionen der insgesamt 5,5 Millionen Einwohner nahmen an den Antigen-Schnelltests teil, bilanzierte Ministerpräsident Igor Matovic. Von den Testergebnissen seien 1,24 Prozent positiv gewesen. Die innerhalb von neun Tagen im ganzen Land durchgeführten Testungen waren zwar formell freiwillig. Wer aber kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf bis 7. Februar nicht einmal mehr zur Arbeit gehen. Sogar für Spaziergänge in der Natur ist ein negativer Test nachzuweisen. Die Polizei hatte schon im Voraus strenge Kontrollen ab Mittwoch angekündigt.

+++ 22:15 Impfstoff-Streit: EU und Astrazeneca beenden Krisengespräch vorerst ohne Lösung +++
Ein Online-Krisengespräch am Abend hat keinen Durchbruch im verfahrenen Streit zwischen der EU und Astrazeneca gebracht. Große Mengen Impfstoff für Deutschland und andere EU-Länder werden somit wohl Wochen oder Monate später kommen. Astrazeneca teilte mit, es habe ein "konstruktives und offenes Gespräch" über die Komplexität der Erhöhung bei der Impfstoff-Produktion und die Schwierigkeiten stattgefunden. Das Unternehmen habe eine noch engere Zusammenarbeit zugesagt, "um gemeinsam einen Weg für die Auslieferung unseres Impfstoffs in den kommenden Monaten aufzuzeichnen". EU-Gesundheitskommissarin Kyriakides schrieb auf Twitter: "Wir werden mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden und die Impfstoffe rasch für die EU-Bürger zu liefern."

+++ 21:50 Bundeswehr schickt Erkundungsteam nach Portugal +++
Die Bundeswehr hat ein Erkundungsteam nach Portugal geschickt, um Hilfsmöglichkeiten im Kampf gegen die Pandemie zu auszuloten (Eintrag 17.43 Uhr). Die Experten sollten klären, welche Unterstützung vor Ort benötigt werde und machbar sei, bestätigt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin einen "Spiegel"-Bericht.

+++ 21:15 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 15.272 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.171.235 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.272 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 875 auf 54.519. Als aktuell infiziert gelten rund 240.833 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,76 angegeben (Vortag: 0,85). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 76 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,88). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4501 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2503 davon werden beatmet. Rund 4204 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, joh/ino/rts/dpa/AFP