Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 13:31 Lambrecht empört über Mietzahl-Stopp großer Firmen +++

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD hat sich empört über den Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Firmen geäußert. "Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel", sagte sie in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage. Es gelte weiterhin: "Mieter müssen selbstverständlich ihre Miete zahlen. Falls sie tatsächlich infolge der Krise in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten, kann ihnen lediglich für einen begrenzten Zeitraum nicht gekündigt werden." Zuvor hatten bekannte Handelsunternehmen wie Deichmann und H&M wegen der angeordneten Ladenschließungen die Mietzahlungen für ihre Filialen in Deutschland eingestellt.

+++ 13:02 Premier Johnson in der Kritik: Zu laxer Umgang mit Virus? +++
Nach Bekanntwerden der Covid-19-Erkrankung des britischen Premierministers Boris Johnson und seines Gesundheitsministers Matt Hancock wächst die Kritik am Umgang der britischen Regierung mit dem Coronavirus-Ausbruch. John Ashton, ein ehemaliger Regionaldirektor des Nationalen Gesundheitsdiensts NHS, warf der Regierung Trägheit vor. Das gelte sowohl für die Maßnahmen im Land als auch für deren persönliches Verhalten, beide seien "zu langsam" gewesen. Noch am Mittwoch stellte sich Johnson im beengten Parlament den Fragen von Abgeordneten. "Ich war überrascht, dass die Fragestunde abgehalten wurde - es war eindeutig unnötig", sagte Ashton dem "Guardian".

+++ 12:49 Corona-Patienten aus Frankreich werden in Berlin behandelt +++
Berlin nimmt sechs schwerkranke Corona-Patienten aus Frankreich auf. Sie sollen an diesem Samstag in die Charité kommen, teilte eine Sprecherin des Senats mit. Die Infizierten werden den Angaben zufolge per Flugzeug von der Uniklinik Straßburg nach Berlin gebracht, um im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt zu werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller von der SPD hatte sich am Mittwoch mit dem Chef der Charité, Professor Heyo K. Kroemer, darauf verständigt, Corona-Patienten aufzunehmen. Auch aus Italien werde aktuell ein Transport vorbereitet.

+++ 12:43 Iran registriert Tausende neue Infektionen in kurzer Zeit +++
Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Teheran. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35.408.

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+++ 12:20 Spanien meldet mehr als 800 Corona-Tote in 24 Stunden +++
Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde. Insgesamt liegt die Zahl der Todesfälle damit bei 5690. Heute wurden zudem 72.248 Infektionen gemeldet nach 64.059 am Freitag, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Unterdessen setzt nach Italien jetzt auch Spanien das Militär beim Transport der Leichen ein. Dies teilte das Gesundheitsministerium im Amtsblatt mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt.

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+++ 12:18 Hessen bekommt 2,8 Millionen Atemschutzmasken aus China +++
Etwa 2,8 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken sind für Hessen am Frankfurter Flughafen angekommen. Das bestätigte das hessische Sozialministerium. Zuvor hatten die Logistikdienstleister DB Schenker und Lufthansa Cargo eine entsprechende Lieferung mitgeteilt. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Sozialminister Kai Klose, beide von den Grünen, nahmen demnach am Freitag insgesamt rund 12,7 Tonnen medizinisches Material in Empfang. Die rund 6000 Kartons waren mit einer Passagiermaschine aus Shanghai in Deutschland angekommen. Das Wirtschaftsministerium will die Güter nun weiterverteilen.

+++ 12:10 Mecklenburg-Vorpommern meldet ersten Corona-Todesfall +++
Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch aufgrund einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der sich Anfang März im Skiurlaub in Österreich aufgehalten habe, teilte das Gesundheitsministerium mit.

+++ 12:04 Deutscher Corona-Patient stirbt auf Zypern +++
Ein 67-Jähriger Deutscher Tourist ist auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Dies habe das Krankenhaus im türkischen besetzten Nordteil der Insel mitgeteilt, berichtete das zyprische Staatsfernsehen (RIK). Vor zwei Tagen war auf der griechischen Insel Kreta ein 42 Jahre alter deutscher Mathematikprofessor an einer Lungenembolie als Folge einer Infektion mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben.

+++ 11:59 Zahl der Infizierten in Deutschland steigt auf mehr als 50.000 +++
Nach Berechnungen von ntv.de ist die Zahl der Infizierten in Deutschland auf 51.124 gestiegen. 356 Menschen sind an dem Coronavirus bisher gestorben. Die meisten Infektionen verzeichnet Nordrhein-Westfalen mit 12.744 Fällen, gefolgt von Bayern (11.150) und Baden-Württemberg (9.781). Die Daten basieren auf Angaben des Robert-Koch-Instituts und der Behörden der Bundesländer.

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+++ 11:26 Türkei schränkt Zugverkehr und Inlandsflüge massiv ein +++
Die Türkei stoppt Zugverbindungen zwischen den Städten und schraubt den inländischen Flugverkehr herunter. Von Mitternacht an würden nur noch größere Städte angeflogen, twittert der Chef von Turkish Airlines Bilal Eksi. Nach Angaben der Eisenbahnbehörde ist der Zugverkehr zwischen den Städten von Samstag an bis auf Weiteres ausgesetzt.

+++ 11:02 EU-Kommission plant schrittweises Ende der Beschränkungen +++
Die Europäische Kommission arbeitet an einer gemeinsamen Exit-Strategie aller EU-Staaten zur schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Mit Experten prüfe sie, "wann wir nach und nach die Maßnahmen der 'sozialen Distanz' wieder lockern könnten", sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen. "Das Entscheidende ist: Das darf nicht zu früh passieren, weil sonst das Risiko ist, dass das Virus wieder aufflackert", sagte von der Leyen. "Andererseits muss es so schnell wie möglich gehen, damit unsere Wirtschaft nicht unnötig weiter leidet. Wir vertrauen auf den Rat von Medizinern, aber auch von Wirtschaftsfachleuten, die sich mit Lieferketten auskennen."

+++ 10:37 Merkel bedankt sich "von ganzem Herzen" bei Bürgern +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einem auf der Internetseite der Bundesregierung veröffentlichten Podcast bei den Bürgern bedankt. "Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen danke." Niemand könne sagen, wie lange diese schwere Zeit anhalte. Daher bitte sie: "Seien Sie geduldig." Noch signalisiere die Zahl der täglichen Neuinfektionen noch nicht, die Regeln zu lockern.

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+++ 10:27 Irland hofft, Beschränkungen bald zu reduzieren +++
Irland könnte schon in knapp zwei Wochen die Alltagsbeschränkungen wegen des Coronavirus abmildern. Wie Reuters berichtet, hofft der irische Gesundheitsminister Simon Harris, am 12. April einige der Beschränkungen komplett fallenzulassen oder zu reduzieren. Voraussetzung dafür sei ein Rückgang der Zahl neuer Patienten in der Intensivpflege. Eine Rückkehr zur Normalität sei bis zum 12. April aber nicht abzusehen. "Lasst uns ehrlich miteinander sein, das sind Maßnahmen, mit denen wir weiterhin arbeiten müssen", sagte Harris.

+++ 10:04 Russland setzt Doping-Kontrollen vorerst aus +++
Russland lässt offen, wann die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzten Doping-Kontrollen bei Sportlern wieder aufgenommen werden. Darüber werde man die Öffentlichkeit noch informieren, sagte der Chef der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, Juri Ganus. Trotz des sich weiter ausbreitenden Virus setze Rusada ihre Arbeit aber weiter fort. "Sie können sich voll und ganz auf uns verlassen." Allerdings halte sich seine Agentur an die Auflagen der russischen Regierung und setze die Kontrollen aus, sagte Ganus. Präsident Wladimir Putin hatte als Maßnahme gegen die Corona-Pandemie eine arbeitsfreie Woche angeordnet.

+++ 09:40 Thailand registriert mehr als 100 neue Infizierte +++
In Thailand haben die Behörden 109 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus und einen Toten registriert. Damit steigt die Zahl der Infizierten in dem Land auf 1245, sechs Menschen sind gestorben. 17 der neu gemeldeten Ansteckungen seien wahrscheinlich eingeschleppt worden, erklärten die Behörden. In Thailand hatte die Regierung in dieser Woche den Notstand ausgerufen, der bis zum 30. April andauert.

+++ 09:06 Verkehrsminister Scheuer will Fernfahrer unterstützen +++
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will den Lkw-Fahrern helfen, wie er den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte. "Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen, sorgen für eine stabile Versorgung. Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren", sagte der CSU-Politiker. Daher wolle man gemeinsam mit der Logistikwirtschaft Wasch- und WC-Container aufstellen, wo sie benötigt werden, aber derzeit nicht vorhanden seien.

+++ 08:31 Neuinfektionen in Tokio erreichen Höchstwert +++
In Tokio sind an einem Tag 50 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie der Sender NHK berichtet. An keinem anderen Tag seien bisher so viele neue Fälle in der japanischen Hauptstadt gemeldet worden. Die Gouverneurin Yuriko Koike hatte die mehr als zehn Millionen Menschen in Tokio und Umgebung dazu aufgefordert, bis zum 12. April das Haus nicht zu verlassen, wenn es nicht unbedingt nötig sei.

+++ 07:49 Pandemie zwingt Krabbenfischer zum Fangstopp +++
Gerade erst in die Saison gestartet, müssen Krabbenfischer an der deutschen Nordseeküste eine Zwangspause wegen der Corona-Krise einlegen. "Die Lage aktuell ist, dass wir nächste Woche liegen bleiben. Fangstopp", sagte der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Kai-Arne Schmidt. "In Marokko haben sie auch das Virus. In Marokko werden ja die Krabben gepult, da bricht die Produktion gerade zusammen." Das Pulen in Marokko ist nicht das einzige Problem, wie der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Küstenfischer der Nordsee, Günter Klever, erklärte. "Die Nachfrage stagniert dadurch, dass die Restaurants geschlossen haben."

+++ 07:24 Bundeswehr fliegt italienische Covid-19-Patienten aus +++
Ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist am Morgen von Köln in Richtung Bergamo gestartet, um sechs italienische Covid-19-Patienten nach Deutschland auszufliegen. "In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. "Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten."

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+++ 07:15 China meldet weitere "importierte Fälle" +++
In China ist die Zahl "importierter Fälle" mit dem Coronavirus erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission mitteilte, wurden 54 weitere Erkrankungen bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist waren. Insgesamt zählt China damit bereits mehr als 600 solcher Fälle. Darüber hinaus starben drei weitere Menschen an Covid-19. Bisher hat China insgesamt 81.394 Coronavirusinfektionen gemeldet, darunter 3295 Todesfälle und 74.971 geheilte Patienten.

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+++ 06:31 Südkorea meldet mehr als 100 neue Infektionen +++
Südkorea meldet 146 Neu-Infektionen. Die Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen liegt damit jetzt bei 9478, wie die Zentren für Seuchekontrolle mitteilen.

+++ 06:05 Kanzleramtschef Braun: Corona-Beschränkungen bleiben bis 20. April +++
Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es in der Corona-Pandemie vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel". "Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen." Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen. "Eines ist allen Modellen gemein, egal, wie wir uns entscheiden: dass die älteren und vorerkrankten Menschen in unserer Gesellschaft wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gibt", so Braun.

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+++ 05:41 Karliczek hat Quarantäne produktiv genutzt +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat in ihrer neuntägigen häuslichen Quarantäne die Erfahrung gemacht, dass man das Ministerium auch von zu Hause aus leiten kann. "Ich habe mich digital voll eingerichtet - und bin von Telefonkonferenz zu Videoformat geeilt", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich habe den halben Tag Stöpsel im Ohr gehabt. Am Ende habe ich genauso viel geschafft, als wenn ich im Ministerium gewesen wäre." Manches gehe am Telefon sogar schneller und strukturierter als am Konferenztisch. Karliczek hatte sich in häusliche Quarantäne begeben, weil sie an einer Veranstaltung mit einer Person teilgenommen hatte, die später positiv auf Corona getestet worden war.

+++ 04:59 Winzer stellen auf digitale Weinproben um +++
Auch - und vielleicht gerade - in Zeiten der Isolation wissen Weinfreunde einen guten Tropfen zu schätzen. Weil Weinproben vor Ort gerade schwierig sind, kommt der Winzer in etlichen Weinregionen jetzt virtuell vorbei. Ansgar Schmitz, Geschäftsführer des Vereins Moselwein, erklärt das Prinzip: Grundsätzlich bestellen die Kunden Probierpakete und verabreden sich zu einer bestimmten Uhrzeit virtuell mit ihrem Winzer. Dieser stellt dann die Weine per Livestream übers Internet vor. "Jeder probiert in seinen vier Wänden, aber dennoch gemeinsam mit anderen Weinfreunden und dem Winzer", sagt Schmitz. Einen Vorteil hat das Ganze auf jeden Fall: Die Frage, wer danach noch Auto fährt, erübrigt sich.

+++ 04:24 Bundeswehrkrankenhäuser stocken Intensivbetten auf +++
Die Bundeswehr verdoppelt in ihren fünf Krankenhäusern die Kapazitäten für Intensivbehandlungen. Außerdem würden im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus auch Reservisten mit medizinischer Ausbildung aufgerufen, sich freiwillig zu melden, sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, Eberhard Zorn, dem "Mannheimer Morgen". "Wir haben bereits 5000 Antworten." Er könne sich vorstellen, dass Soldaten im Wege der Amtshilfe auch Aufgaben übernehmen, wo zivile Leistungen bereits ausgeschöpft sind. So könne eine Kaserne als Umschlagplatz für medizinisches Material dienen oder es könnten Transporte übernommen werden, sagte Zorn.

+++ 03:31 Schnelltest liefert Ergebnis in fünf Minuten +++
In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und könne damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller mit. Nach fünf Minuten ist demnach ersichtlich, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert ist, ein gesichertes negatives Ergebnis soll nach 13 Minuten vorliegen. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei im Rahmen eines Dringlichkeitsverfahrens bis auf Widerruf zugelassen worden. Der Hersteller erklärte, innerhalb eines Monats rund fünf Millionen Tests produzieren zu wollen.

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+++ 02:52 Hunderttausende stellen Antrag auf Soforthilfe +++
Die von der Bundesregierung beschlossenen Milliarden-Hilfen für Firmen im Zuge der Corona-Krise sind schwer gefragt. Wie eine Umfrage der "Bild"-Zeitung unter den Bundesländern ergab, gingen bei den zuständigen Stellen binnen weniger Tage mindestens 360.000 Anträge auf Soforthilfe von Selbstständigen und Kleinunternehmern ein. 138,5 Millionen Euro wurden demnach bereits zur Zahlung angewiesen. Den Großteil machten Zahlungen aus Bayern aus.

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+++ 02:11 Trump hält sich nicht an eigene Regeln +++
Die Richtlinien von US-Präsident Donald zur Bekämpfung des Coronavirus sehen vor, dass Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen. Im Weißen Haus sieht man das offenbar nicht so eng. Insgesamt 15 Kabinettsmitglieder, Berater, Kongressmitglieder und Senatoren umringten den Präsidenten dicht gedrängt im Oval Office, als der gestern ein Gesetz unterzeichnete, mit dem rund zwei Billionen US-Dollar in die kriselnde US-Wirtschaft gepumpt werden sollen. Den von der US-Gesundheitsbehörde CDC vorgeschlagenen Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Personen hielt bei der Zeremonie keiner der Anwesenden ein.

+++ 01:36 Wuhan kehrt zur Normalität zurück +++
Während weltweit Kontaktverbote eingeführt oder Ausgangssperren verschärft werden, kehrt Wuhan allmählich wieder zum Alltag zurück: Die Isolation der Millionenmetropole ist beendet und die Einreise wieder erlaubt. Das Ausreiseverbot gilt allerdings noch bis zum 8. April. Auch ist der U-Bahnverkehr am Samstag wieder angerollt und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen. In den vergangenen Tagen waren bereits die Banken in Wuhan wiedereröffnet worden und auch die Linienbusse in der Stadt nahmen ihren Betrieb auf. Die Bewohner sind aber weiterhin aufgerufen, keine unnötigen Fahrten anzutreten und ältere Menschen sollen den Nahverkehr meiden.

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+++ 00:57 Mercedes bietet 3D-Drucker für Medizintechnik an +++
Mercedes-Benz bietet seine Unterstützung bei der Produktion von medizinischem Equipment an. Mit Hilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die in der Medizintechnik dringend benötigt werden, teilt die Daimler-Tochter mit. Dazu sei man auch in Kontakt mit der Landesregierung von Baden-Württemberg.

+++ 00:08 Airbnb stellt Marketing ein +++
Abgeriegelte Grenzen, abgesagte Flüge – dies ist nicht die Zeit, um über Reisen nachzudenken. Der Einbruch der Tourismusaktivitäten trifft auch Airbnb hart. Die Vermittlungsplattform stellt deshalb sämtliche Marktingaktivitäten ein. Zudem sollen ein Großteil der Neueinstellungen gestoppt und Bonuszahlungen für Mitarbeiter zurückgehalten werden, berichtet das Portal "The Information" unter Berufung auf Insider. Airbnb wolle angesichts eines Rückgangs bei den Buchungen Barreserven bewahren.

+++ 23:39 Iren müssen ab Mitternacht zu Hause bleiben +++
Auch Irland schränkt die Bewegungsfreiheit seiner Bürger ein. Von Mitternacht an müssten alle zu Hause bleiben, sagt Ministerpräsident Leo Varadkar. Ausnahmen gelten nur für diejenigen, deren Arbeit unerlässlich ist, für Beschäftigte im Gesundheitswesen und in der Sozialfürsorge. Nur zum Einkaufen von Lebensmitteln, zu kurzen sportlichen Betätigungen und zwingend erforderlichen Familienbesuche darf die Wohnung verlassen werden. Alle Zusammenkünfte im Freien sind außerhalb der Familie untersagt. Der öffentliche Personenverkehr darf nur noch von Beschäftigten genutzt werden, deren Arbeit unerlässlich ist. Die Maßnahmen gelten bis zum 12. April. In Irland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle seit gestern von 1819 auf 2121 gestiegen, insgesamt gibt es 22 Virus-Tote.

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Der Eiffelturm wird dieser Tage besonders beleuchtet.

(Foto: imago images/PanoramiC)

+++ 22:58 Eiffelturm dankt mit "Merci" +++
Aus Solidarität mit den Helferinnen und Helfern im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist der Eiffelturm in Paris am Abend erstmals mit besonderem Licht und dem Schriftzug "Merci" (Danke) erstrahlt. Künftig soll immer um 20 Uhr das Wort "Merci" an das Pariser Wahrzeichen projiziert werden, teilte die Stadt Paris am Freitag mit. Von 20.30 bis 23.00 wird der Turm die Pariserinnen und Pariser daran erinnern, zu Hause zu bleiben. Abwechselnd sollen auf dem Turm die Worte "Restez chez vous" und "Stay at Home" (Bleibt zu Hause) zu lesen sein. Zuletzt hatte der Eiffelturm aus Dank für das Krankenhauspersonal abends schon länger geglitzert als gewöhnlich.

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+++ 22:25 Tirol droht Sammelklage im Ischgl-Skandal +++
Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.

+++ 22:05 USA überspringen 100.000er Marke +++
In den USA sind 100.040 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist nach Reuters-Daten weiterhin weltweit die höchste Infektionszahl. In China, wo die Pandemie ihren Anfang nahm, wurden nach offiziellen Angaben 81.340 Infektionen bestätigt, in Italien sind es 86.498. Kurz zuvor unterzeichnete US-Präsident Donald Trump das 2,2 Billionen Dollar schwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise.

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt am Main.

(Foto: imago images/Dirk Sattler)

+++ 21:53 EZB rät Banken zum Dividenden-Verzicht +++ Die Europäische Zentralbank hat die Banken im Euroraum gebeten, während der Corona-Pandemie keine Dividenden an ihre Aktionäre zu zahlen. Die Empfehlung gelte mindestens bis zum 1. Oktober 2020 und betreffe Ausschüttungen für die Geschäftsjahre 2019 und 2020, teilte die Notenbank am Freitag mit. In diesem Zeitraum sollten die Kreditinstitute auch keine eigenen Aktien zurückkaufen. Ziel der Empfehlung sei es, die Fähigkeit der Banken zu stärken, Verluste zu verkraften sowie die Kreditvergabe an private Haushalte und an Unternehmen zu unterstützen. Der Bundesverband deutscher Banken nannte die EZB-Empfehlung in der aktuellen Krisensituation "vertretbar".

+++ 21:35 Trump aktiviert Kriegswirtschaftsgesetz gegen GM +++
US-Präsident Donald Trump hat in der Coronavirus-Krise ein Kriegswirtschaftsgesetz aktiviert, um den Autobauer General Motors zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. General Motors (GM) habe "Zeit verschwendet", erklärte Trump. Er setze deswegen den sogenannten "Defence Production Act" ein, mit dem Unternehmen zur Herstellung gewisser Güter verpflichtet werden können. Zuvor hatte Trump das Unternehmen auf Twitter wüst beschimpft.

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Freiwillige Quarantäne, sonst wird es strikter: Erdogan wendet sich an alle Türken.

(Foto: AP)

+++ 21:15 Erdogan schickt alle Türken in Quarantäne +++
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft seine mehr als 80 Millionen Landsleute auf, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Die Menschen sollten ihre Häuser nicht verlassen, es sei denn zum Einkauf dringend benötigter Dinge. Sie sollten sich an die Auflagen halten, wenn sie striktere Maßnahmen vermeiden wollten. Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus würden zudem alle internationalen Flüge gestrichen, kündigt Erdogan an. Alle 30 Großstädte im Land würden Pandemie-Räte einrichten, um notfalls weitere Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen.

+++ 21:05 Bolsonaro ändert Krisenkurs +++

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Jetzt doch die Krise ernst nehmen: Brasiliens Präsident Bolsonaro.

(Foto: REUTERS)

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Milliardenhilfen für von der Corona-Krise betroffene kleine und mittelständische Unternehmen angekündigt. Seine Regierung werde 40 Milliarden Real, umgerechnet sieben Milliarden Euro für solche Betriebe zur Verfügung stellen, sagte Bolsonaro bei einer Konferenz mit dem Chef der brasilianischen Notenbank. Bolsonaro war in dieser Woche landesweit in die Kritik geraten, weil er die von Gouverneuren mehrerer Bundesstaaten verhängten Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Der Staatschef warf den Gouverneuren vor, Brasilien in den Ruin zu treiben und "soziales Chaos" zu verursachen.

+++ 20:45 LKA warnt Firmen vor falschen Soforthilfeanträgen +++
Cyberkriminelle Umtriebe im Gefolge der Corona-Epidemie nennt das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg "besonders abscheulich": Die Behörde warnt Unternehmen im Südwesten vor Betrügern im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Im Internet seien Seiten aufgetaucht, auf denen in Bedrängnis geratene Unternehmen aufgefordert würden, ein vermeintliches Formular dafür auszufüllen und hochzuladen, teilte das LKA mit. Die Firmen seien teils gezielt telefonisch kontaktiert und auf die Internetseiten hingewiesen worden. Dabei habe sich der Anrufer als Angehöriger der offiziellen Stellen zur Abwicklung der Soforthilfe ausgegeben. Die Polizei warnte davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben. Stattdessen sollten Unternehmen für die Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen - wie etwa Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern - nutzen.

+++ 20:31 Italiens Staatspräsident klagt Europas Solidarität ein +++
Italiens Präsident Sergio Mattarella ruft die Europäer zu neuen Initiativen gegen die Bedrohung durch das Coronavirus auf. Die Europäische Union müsse reagieren, bevor es zu spät sei, sagt der Präsident in einer seiner seltenen Fernsehansprachen an die Bevölkerung. Neue Initiativen seien unerlässlich. Alte Wege des Denkens, die angesichts des dramatischen Zustands des Kontinents den Bezug zur Realität verloren hätten, müssten überwunden werden. "Ich hoffe, dass jeder die Schwere der Bedrohung Europas vollkommen begreift, bevor es zu spät ist."

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, mau/mba/dpa/AFP/rts/sid