Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 13:34 Knapp 15 Prozent ohne Maske im ÖPNV - Hamburg führt Strafe ein +++

In Hamburg werden Verstöße gegen die Maskenpflicht im ÖPNV künftig kostenpflichtig. Wer keine Maske oder diese nur lustlos unter der Nase oder gar am Kinn trägt, muss 40 Euro zahlen. Verstärkte Kontrollen nach den Sommerferien hätten ergeben, dass die Maskendisziplin im öffentlichen Nahverkehr abnehme, teilten die Verkehrsbehörde und die Unternehmen im Verkehrsverbund HVV mit. Am Wochenende seien in U-Bahnen der Hamburger Hochbahn knapp 15 Prozent Nicht-Maskenträger angetroffen worden. Daher werde wie bei Schwarzfahrern und bei Alkohol- und Tabakkonsum nun eine Vertragsstrafe erhoben, die mit den Nachbarländern abgestimmt sei.

+++ 13:16 Giffey bringt "Corona-Kita-Rat" und "Kita-Register" an den Start +++
Noch immer ist es Gegenstand vieler Diskussionen - im Privaten wie in der Fachwelt - welche Rolle Kinder und Jugendliche bei der Ausbreitung des Coronavirus spielen. Familienministerin Franziska Giffey will das nun durch die Einberufung eines "Corona-Kita-Rates" zum 31. August begleiten. Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege sollen sich in dem Gremium einmal im Monat über Erfahrungen und Konzepte in den Kitas austauschen. An diesem Dienstag soll zudem ein bundesweites "Kita-Register" online gehen. Kitas und Tagesmütter sollen auf der Internetplattform regelmäßig unter anderem Informationen zum Infektionsgeschehen und den Kapazitäten in ihrer Einrichtung eintragen können. "Wir hoffen auf eine hohe Beteiligung, die uns einen guten Überblick über die bundesweite Situation in der Kindertagesbetreuung verschafft", sagte der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach. Ziel ist es, Futter für die "Corona-Kita-Studie" zu gewinnen. Diese wird vom Familien- und Gesundheitsministerium finanziert und vom Deutschen Jugendinstitut umgesetzt.

+++ 12:55 Bayerns Corona-Pläne: Testzentren, Rückkehrer, Masken in der Schule +++
Markus Söder hat nicht nur gemahnt (s.u.), sondern auch Entscheidungen verkündet: So soll es künftig flächendeckende Testzentren geben - je Landkreis und kreisfreier Stadt eines. Insgesamt wären das rund 100 Zentren. Für Tests müsse man dann nicht mehr zum Arzt gehen. Die Testkapazitäten in Bayern sollen weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag". Die bisherigen Corona-Testzentren an der Grenze sollen weiter professionalisiert werden, damit Testergebnisse schneller als bisher ermittelt werden und schneller übertragen werden könnten. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten sich zwei Mal testen lassen - einmal bei der Einreise und einmal fünf bis sechs Tage später. Söder schlägt zudem vor, weitere Gebiete zu Risikogegenden zu erklären. Im Kabinett war auch die Rede von der Frage nach Masken in Schulen. Darüber soll aber erst kurz vor Ferienende in Bayern Anfang September entschieden werden.

+++ 12:31 Söder: "Corona wird jeden Tag gefährlicher" +++
CSU-Chef Markus Söder übt sich in seiner Rolle als Mahner: "Corona wird jeden Tag gefährlicher", sagte Bayerns Ministerpräsident nach einer außerplanmäßigen Kabinettssitzung via Video. Corona sei in ganz Europa auf dem Vormarsch. Zugleich nähmen Leichtsinn und Unvernunft zu, wie Söder es formulierte. Daher müssten die Menschen zu der Vorsicht zurückkehren, die in den vergangenen Wochen ein guter Schutz gewesen sei. Immer mehr Infizierte klagten auch nach Monaten noch über Spätfolgen wie fehlenden Geruchssinn. Das zeige, dass Corona viel heimtückischer und gefährlicher sei als bislang angenommen. Daher müsse mit Umsicht reagiert werden, sagte der CSU-Chef.

+++ 12:03 Schule ohne Abstand in Berlin hält juristischer Prüfung stand +++
Ist es rechtens, dass in Berliner Schulen die Abstandsregel außer Kraft gesetzt wird? Ja, sagt das Berliner Verwaltungsgericht in einer Eilentscheidung. Der Unterricht an öffentlichen Schulen könne effektiv nur als Präsenzunterricht erfolgen, so das Gericht. Und dies sei aufgrund personeller und räumlicher Zwänge nur in voller Klassenstärke zu gewährleisten. Das sei nur unter Verzicht auf den Mindestabstand möglich. Am Montag begann das neue Schuljahr in Berlin. Zwei Berliner Schülerinnen und ihre Eltern hatten geltend gemacht, dass als Schutz vor einer Corona-Ansteckung auch in der Schule der Mindestabstand einzuhalten sei. Das Land Berlin habe aber "eine ausreichende Anzahl anderer Maßnahmen" vorgesehen, entschied das Gericht.

+++ 11:49 Brandenburg beginnt mit Schuljahr und Stichprobentests der Kinder +++
In Brandenburg startet nach den Ferien die Schule im Regelbetrieb. Und zugleich beginnt das Bundesland mit der systematischen Testung einer Stichprobe von Kita- und Schulkindern. Ein Prozent der Kinder sollen bis Ende August auf das Coronavirus getestet werden, wie das Gesundheits- und das Bildungsministerium mitteilten. Die freiwilligen Tests betreffen rund 2900 Schüler und 1100 Kita-Kinder aus 72 Schulen und 12 Kitas. "Mit den Stichproben möchten wir mehr über die Ausbreitung des Virus in dieser Altersgruppe in Brandenburg erfahren", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher von den Grünen. Die Ergebnisse sollen bei der Anordnung von Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. Ähnliche Testreihen gibt es auch in anderen Bundesländern.

+++ 11:11 Berliner Senatorin droht Alkoholverbot in Kneipen an +++
In Berlin sind die Kneipen wieder voll. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci macht das Sorgen. Die SPD-Politikerin kündigte in der "Berliner Morgenpost" an, dass es wieder strengere Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter geben soll. Auch über ein Alkoholverbot müsse man nachdenken, "wenn sich die Disziplin in den Gaststätten nicht verbessert", sagte Kalayci. "In den Gaststätten kommen oft viele Menschen eng zusammen, wenn dann noch viel Alkohol getrunken wird, dann wird es schwierig." Oft würden Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten und die Dokumentationspflicht vernachlässigt. "Das aber geht gar nicht. Die Kontaktdaten müssen von den Gastronomen eingeholt und natürlich auch von den Gästen korrekt angegeben werden."

+++ 10:52 Schule mit Maske: Ruf nach schnellerem Hitzefrei +++
Am Mittwoch startet Nordrhein-Westfalen ins neue Schuljahr und in dem Bundesland herrscht die Maskenpflicht auch im Unterricht. Die Temperaturen von über 30 Grad machen das zu einer besonderen Herausforderung. Der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, fordert daher praxistaugliche Erleichterungen: "An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitzefrei-Entscheidungen", sagt er. Die Landesschülervertretung forderte zudem, dass Hitzefrei dann auch für Oberstufenschüler gelten müsse.

+++ 10:12 Im Mai weniger Firmenpleiten als im Vorjahr +++
Trotz der Corona-Krise sind auch im Mai weniger Firmen in die Pleite gerutscht als ein Jahr zuvor. 1504 Fälle meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes. Das waren 9,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Ein wichtiger Grund für den Rückgang ist, dass die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit dem 1. März 2020 ausgesetzt ist. Die wirtschaftliche Not durch die Corona-Krise spiegele sich somit bislang nicht wider, folgerten die Statistiker. Ökonomen rechnen im Gesamtjahr allerdings mit einem deutlichen Anstieg der Firmenpleiten. Wirtschaftsverbände fordern, die Insolvenzantragspflicht über Ende September hinaus auszusetzen.

+++ 09:36 Lehrer sind für Maske auch im Unterricht +++
Der Deutsche Lehrerverband spricht sich für eine flächendeckende Maskenpflicht im Schulunterricht aus. "Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Weder Lehrer noch Schüler seien Fans einer solchen Vorschrift, "aber das ist wohl das Opfer, das wir zumindest vorübergehend bringen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern".

+++ 08:51 In 51 Kreisen gibt es aktuell kein Infektionsgeschehen +++
Die ntv.de Infektionskarte liefert einen aktuellen Überblick über die Lage in den Landkreisen: Lediglich der Kreis Dingolfing-Landau ist rot, überschreitet also die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage. Insgesamt liegen 51 Kreise in dieser Kategorie bei 0, haben also in der vergangenen Woche keine Infektionen zu verzeichnen. Hier die Übersicht als Karte und Tabelle:

*Datenschutz

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+++ 08:34 Giffey beschwichtigt Angst vor kompletten Kita-Schließungen +++
Kitas und Schulen gehen in die Zeit nach den Sommerferien und die Sorge um neue Infektionen und damit verbundene Schließungen sind allgegenwärtig. Familienministerin Franziska Giffey will Letzteres unbedingt vermeiden. "Die komplette Schließung ist das allerletzte Mittel", sagte die SPD-Politikerin dem ZDF. Dafür müssten jedoch alle nötigen Maßnahmen ergriffen werden. "Hygiene ist das A und O, Lüftungsverhalten ist ganz wichtig." Zudem solle es möglichst feste Gruppen geben - ist das nicht möglich, sollen die Kitas zumindest sicherstellen, dass das Infektionsgeschehen im Zweifelsfall nachvollzogen werden kann. Auf die Frage nach bundesweiten Regelungen sagte Giffey, dass die Länder durchaus den Wunsch hätten, ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Diese Zuständigkeit der Länder müsse man respektieren. "Der Bund begleitet und unterstützt." Eine Maskenpflicht für Kitas hält Giffey für "nicht praktikabel".

+++ 08:12 USA: 97.000 infizierte Kinder in nur zwei Wochen +++
In den USA wurden alleine in den letzten beiden Juli-Wochen 97.000 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet. Das geht aus einer Studie der American Academy of Pediatrics und der Children's Hospital Association hervor. Damit seien mehr als ein Viertel aller Fälle bei Kindern innerhalb dieses kurzen Zeitraums festgestellt worden. Insgesamt gebe es knapp 339.000 Fälle bei US-Kindern, das sind 8,8 Prozent aller Fälle im Land.

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Anders Tegnell steht für den Sonderweg der Schweden.

(Foto: imago images/TT)

+++ 07:26 Tegnell zweifelt Nutzen von Masken an +++
Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell zweifelt am Nutzen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Das Resultat, das man durch die Masken erzeugen konnte, ist erstaunlich schwach, obwohl so viele Menschen sie weltweit tragen." Er sei überrascht, "dass wir nicht mehr oder bessere Studien darüber haben, welchen Effekt die Masken tatsächlich herbeiführen". Und weiter: "Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können, ist jedenfalls sehr gefährlich." In vielen Ländern wie Spanien oder Belgien, in denen die Bevölkerung Masken tragen musste, seien die Infektionszahlen hochgegangen.

+++ 06:56 Sommerboom kann Jahr für Tourismusbranche nicht retten +++
Auf den Lockdown folgte in Deutschland die Reiselust. Viele Menschen verbrachten oder verbringen die Ferien im Inland - und das tut der Tourismusbranche gut. Doch trotz des Sommerreisebooms in vielen Urlaubsregionen kann der Deutschland-Tourismus die Einbrüche durch die Corona-Krise nach Einschätzung der Branche nicht aufholen. "Von einem Boom im Deutschland-Tourismus wird man in diesem Jahr unter dem Strich kaum sprechen können. Dazu waren die Verluste während des Lockdowns zu groß", sagte Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes. Aktuell müssen Urlauber in besonders beliebten Regionen für Übernachtungen tiefer in die Tasche greifen. Kunz spricht von Preiserhöhungen von bis zu maximal 10 Prozent. Besonders gefragt sind nach seinen Angaben aktuell die Nord- und Ostsee sowie die Voralpen.

+++ 06:07 RKI meldet 436 Neuinfektionen am Sonntag +++
Sie kennen das schon: Das Robert-Koch-Institut meldet in der Nacht die neuen Coronavirus-Fallzahlen, und sie weichen von dem ab, was Sie bei ntv.de in Grafiken und vielen Bericht ablesen können. Der Grund: ntv.de berechnet die täglichen Zahlen abseits der offiziellen Meldewege an das RKI auf Basis der gemeldeten Zahlen aus den Ländern. Dennoch ist der Wert des RKI wichtig, entlang dieser Zahlen bewegt sich zumeist die politische Debatte. Also, nach langer Vorrede, hier die RKI-Zahlen: Innerhalb eines Tages kamen demnach 436 neue Infektionen hinzu. Insgesamt sind demnach 216.327 Menschen infiziert worden (Datenstand: 0 Uhr). Es kam ein Todesfall hinzu. Als genesen gelten 197.400 Personen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit nur halb so hoch wie die Werte in der vergangenen Woche. Allerdings fehlen einige Angaben, nicht alle Gesundheitsämter übermitteln am Wochenende die aktuellen Fälle.

+++ 05:08 Mehr Geld für Corona-Detektive +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt mehr Geld für die Nachverfolgung von Infektionsketten bereit. Gesundheitsämter sollten für sechs weitere Monate Hilfe von sogenannten Containment-Scouts bekommen, berichtet die "Augsburger Allgemeine". Das Robert-Koch-Institut erhält dafür demnach 10,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Damit könnten die Gesundheitsämter bis ins nächste Jahr hinein bei der Nachverfolgung von Kontakten zu Corona-Infizierten unterstützt werden.

+++ 04:04 Corona-Krise schlägt sich im Duden nieder +++
Eine Reihe häufig benutzter Wörter aus der Corona-Krise ist in den Duden aufgenommen worden. "Coronavirus" steht bereits seit dem Sars-Ausbruch 2002/03 in dem Wörterbuch. Neu sind unter anderem Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown.

+++ 03:51 Verbraucherschutz-Chef will Druck auf Lufthansa erhöhen +++
Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen schleppender Rückzahlung von Tickets mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa gefordert. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

+++ 02:40 Rund 23.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
In Brasilien ist die Zahl der bekannten Infektionen um 23.010 auf insgesamt knapp 3,04 Millionen gestiegen. Das Gesundheitsministerium hat zudem 572 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt zählt das Land nun 101.049 Covid-19-Tote.

+++ 01:44 Hamburgs Bürgermeister will Fußballfans wieder ins Stadion lassen +++
Vor dem Gespräch der Länder-Gesundheitsminister hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für Bundesliga-Spiele mit Fans in den Stadien ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild-Zeitung": "Warum soll es nicht möglich sein, ein Fußballstadion mit einigen Tausend Zuschauern aufzumachen?" Es müsse um die Verhältnismäßigkeit gehen. In Hamburg sei es in der Elbphilharmonie bereits möglich, Konzerte mit bis zu 750 Personen auch live zu verfolgen. Der Ärzteverband Marburger Bund hat indes vor einer Fan-Rückkehr in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt. "Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real. Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus", sagte die Vorsitzende Susanne Johna.

+++ 00:50 Innenstaatssekretär für Anzeigepflicht vor Reisen in Risikogebiete +++
Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. "Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und kommen selbst für die Kosten auf. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

+++ 00:17 Fast jede zweite Firma beantragte Staatshilfen +++
Viele Firmen verdanken ihr Überleben in der Krise der staatlichen Corona-Hilfe. Laut einer Umfrage der Universität Mannheim und des ZEW-Instituts haben 44 Prozent der Betriebe eine derartige Maßnahme beantragt. Zwei Drittel der 8500 teilnehmenden Firmen beanspruchten irgendeine Form staatlicher Unterstützung. In 40 Prozent der Fälle hatten die Firmen mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes verloren.

+++ 23:49 Pflichttests an NRW-Flughäfen starten problemlos +++
An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln sind die Corona-Pflichttests von Rückkehrern aus Risikogebieten am Wochenende zügig angelaufen. Der Großteil der Rückkehrer komme aus der Türkei, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Bei den Teststellen hätten sich auch am Sonntag kaum Schlangen gebildet, hieß es weiter. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

+++ 22:00 Vier Rostocker Schüler positiv auf Coronavirus getestet +++
Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt am Abend mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert. Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten. Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. Insgesamt seien 67 Personen betroffen.

+++ 21:15 Neuinfektionen fallen unter Schwelle von 1000 +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Konkret melden die Länder 463 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, allerdings fehlen die aktuellen Zahlen aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die meisten Neuinfektionen stammen aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die Zahl der Todesfälle steigt zum Vortag um eine Person auf 9199. Bis Sonntag haben laut RKI-Schätzung 196.167 Menschen die Infektion überstanden.

+++ 20:13 Paul-Ehrlich-Institut erwartet ab Jahresende erste Corona-Impfungen +++
Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff weiter zuversichtlich. "Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek einem RND-Bericht vom Sonntag zufolge. Positiv sei insbesondere, "dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus 2 hervorrufen". Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, "die sich als verträglich erweisen"

+++ 19:33 R-Wert sinkt, aber noch über kritischer Marke +++
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,17 (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, ebenfalls bei 1,17 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/jog/rts/dpa/AFP