Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 13:40 EU-Rechnungshof warnt: Corona-Hilfsgeld nicht missbrauchen +++

Der Europäische Rechnungshof warnt vor einem möglichen Missbrauch der milliardenschweren Corona-Hilfsgelder. Die über öffentliche Schulden finanzierten Hilfen für die Mitgliedstaaten in Höhe von 750 Milliarden Euro stellten "einen bedeutenden Wendepunkt für die EU-Finanzen dar", erklärt Rechnungshof-Präsident Klaus-Heiner Lehne bei der Vorstellung des Jahresberichts. "Deshalb müssen wir genau prüfen, wie die EU-Gelder ausgegeben werden und ob die angestrebten Ergebnisse erreicht werden." Der EU-Wiederaufbaufonds soll die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft abfedern. Deutschland stehen daraus knapp 26 Milliarden Euro an Zuschüssen zu, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Mittel sollen unter anderem in Förderprämien für Elektroautos oder die Gebäudesanierung fließen. Größter Nutznießer unter den EU-Staaten ist das besonders von der Pandemie betroffene Italien mit fast 70 Milliarden Euro.

+++ 13:30 In Tschechien wieder mehr als 1000 Covid-Patienten im Krankenhaus +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien nimmt weiter zu. Nachdem das Land zwischen Mai und September nur geringe dreistellige Zahlen von Neuinfektionen verzeichnet, gehen die Zahlen zuletzt deutlich in die Höhe. Aktuell melden die Behörden 4262 Neuinfektionen. Dieser Wert liegt deutlich über dem aktuellen Sieben-Tage-Schnitt von 3321 Neuinfektionen. Die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern steigt zudem erstmals seit Mai wieder über die Tausendermarke gestiegen. Von den 1055 Patienten waren 156 in einem ernsten Zustand oder müssen beatmet werden. Tendenziell nehmen auch die Todesfälle wieder zu. Über die Sommermonate sterben nur vereinzelt Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus, aktuell ist der Sieben-Tage-Schnitt bei 10. Ganz aktuell werden sieben Todesfälle gemeldet. Allerdings nimmt die Zahl der Todesfälle mit deutlichem Verzug zu den Zahlen der Neuinfektionen zu.

+++ 13:20 Zahl freier Betten sinkt enorm - 333 weitere Intensivbetten belegt +++

Die Zahl der freien Intensivbetten, für die auch Personal zur Verfügung steht, sinkt binnen 24 Stunden erheblich. Aktuell sich 333 Betten mehr belegt als am Vortag. Der Anteil freier Betten fällt von 15,1 Prozent auf 14 Prozent.

Die Zahl der Covid-Erkrankten unter den Intensivpatienten steigt um 21 auf 1707. Am Vortag werden 904 von ihnen beatmet, aktuell sind es 884. Der Rückgang steht möglicherweise im Zusammenhang mit einer hohen Zahl an Todesfällen. Das RKI meldet aktuell 128 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Das ist der höchste Tagesstand seit viereinhalb Monaten.

+++ 13:10 Quote steigt erheblich - Jeder neunte Corona-Test aktuell positiv +++
ALM, der größte Verband der Labore in Deutschland meldet, dass die Positivrate von Covid-19-Tests einen erheblichen Sprung macht. In der Kalenderwoche 41 werden 792.286 Corona-Tests durchgeführt, davon sind 66.583 positiv. Die Quote beträgt damit 8,41 Prozent. In der Kalenderwoche 42 werden mit 848.234 deutlich mehr Tests durchgeführt. 94.253 von ihnen fallen positiv aus. Damit ergibt sich eine Quote von 11,11 Prozent.

+++ 13:00 74,5 Prozent aller Impffähigen vollständig geimpft +++
74,5 Prozent der impffähigen Bevölkerung (Menschen ab zwölf Jahren) sind mittlerweile vollständig geimpft. 77,8 Prozent dieser Gruppe hat mindestens eine Impfung erhalten. 22,2 Prozent der Altersgruppe, die sich impfen lassen könnte, ist bisher gänzlich ungeimpft.

Bei den Bundesländern ist insgesamt nach wie vor Bremen Spitze. Dort sind 89,2 Prozent der Erwachsenen bis 59 Jahre und 92,1 Prozent der Menschen über 60 Jahre vollständig geimpft. In der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen impft Schleswig-Holstein besonders erfolgreich. 53,9 Prozent dieser Altersgruppe sind dort bereits vollständig geimpft.

+++ 12:50 Hospitalisierungsinzidenz in Thüringen knapp dreimal so hoch wie im Bund +++
Nach steigenden Corona-Fallzahlen und einer zunehmenden Auslastung von Klinikbetten mit Covid-Patienten herrscht auch im Ilm-Kreis Alarmstufe Rot bei der Pandemiesituation. Der Kreis erreicht am heutigen Dienstag die dritte und damit höchste Stufe im Corona-Frühwarnsystem, wie das Thüringer Gesundheitsministerium mitteilt. Im Ilm-Kreis liegt die Inzidenz bei Neuinfektionen bei 330,5. Die Zahl bei Corona-Krankenhausfällen in den vergangenen sieben Tagen je 100.000 Einwohner (Hospitalisierungsinzidenz) liegt bei 12,3. In der höchsten Warnstufe befindet sich seit einigen Tagen bereits der Kyffhäuserkreis. In den meisten anderen Kreisen und kreisfreien Städten gilt die Warnstufe zwei. Die durchschnittliche Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz liegt im gesamten Bundesland aktuell bei 8,35 und damit knapp dreimal so hoch wie der Bundesschnitt.

Coronavirus7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz

+++ 12:37 Höchststand seit Anfang Juni: RKI meldet 128 Todesfälle+++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 10.473 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche liegt der Wert bei 6771. Das ist ein Anstieg von knapp 55 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner steigt leicht von 110,1 am Vortag auf 113. Vor einer Woche liegt der Wert noch bei 75,1. Die Zahl der Todesfälle steigt deutlich um 128 auf 95.245. Dies ist der höchste Tageswert seit Anfang Juni. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt das RKI mit 2,95 an (Vortag 2,77).

+++ 12:21 Pandemie trifft Mittelstand weniger hart als befürchtet +++
Die Corona-Pandemie trifft den deutschen Mittelstand nach Aussage der KfW mit Wucht - dennoch sind die Unternehmen insgesamt glimpflich durch das Krisenjahr 2020 gekommen. Wie das KfW-Mittelstandspanel 2021 zeigt, müssen die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im vergangenen Jahr Umsatzverluste in Höhe von 277 Milliarden Euro hinnehmen. Das ist ein Minus von 6 Prozent und damit deutlich weniger als von den Unternehmen selbst befürchtet (minus 12 Prozent). "Der Mittelstand hat sich gut an die Krisensituation angepasst, oft über die Nutzung digitaler Betriebswege", sagt KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Vor allem der rasche Auf- und Ausbau digitaler Vertriebswege habe sich für viele Unternehmen als Rettungsanker erwiesen: Allein 302 Milliarden Euro werden demnach über digitale Vertriebswege erlöst, ein Zuwachs von 24 Prozent. Über 850.000 KMU erzielen laut KfW Umsätze über digitale Kanäle, rund 200.000 mehr als im Jahr zuvor.

+++ 12:02 Ministerpräsidenten für einheitliche Regelungen +++
Aus den Reihen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten kommen erneut Forderungen nach bundeseinheitlichen Vorgaben für die weitere Bekämpfung der Corona-Pandemie. "Wir brauchen weiterhin einen belastbaren und deutschlandweiten Regelungsrahmen, der sicherstellt, dass auch 2G, 3G, Abstands- und Maskengebot durchgesetzt werden können", sagt die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer dem Portal "t-online.de". Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher fordert im Gespräch mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" eine Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite bis Jahresende. Alternativ müsse es ansonsten "Übergangslösungen" geben, die den Bundesländern erlaubten, Maßnahmen wie 2G, 3G, Maskenpflicht oder Abstandsregeln "gerichtsfest" zu ermöglichen.

+++ 11:42 900 Tote pro Woche - England 100 Tage nach dem "Freedom Day" +++
100 Tage nach dem "Freedom Day" in England sehen die Zahlen der Pandemie schlecht aus. Zuletzt liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei rund 485, Tendenz steigend. Auch die Impfkampagne stottert, obwohl England zu Beginn eines der Musterländer schnellen Impfens ist. Zwar haben bereits sechs Millionen Engländer eine Auffrischungsimpfung erhalten, aber zum aktuellen Zeitpunkt müssten dies bereits deutlich mehr sein. Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen zuletzt ein wenig sinkt, liegt der Sieben-Tage-Schnitt aktuell bei 45.000. Im Sieben-Tage-Schnitt versterben momentan 135 Menschen täglich, also mehr als 900 pro Woche. Trotz der Mahnung vieler Experten, wenigstens Abstandsgebote und Maskenpflicht in stark gefüllten Innenräumen wieder einzuführen, weigert sich die Regierung von Premierminister Boris Johnson bisher.

+++ 11:21 Seit Langem wieder weniger Neuinfektionen in Russland - Neuer Rekord bei Todesfällen +++
Erstmals seit längerer Zeit sinkt die Zahl der Neuinfektionen in Russland wieder. Aktuell melden die Behörden 36.446 neue Fälle. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt allerdings bei 36.467, und damit leicht darüber. Aufgrund der zuletzt außer Kontrolle geratenen Pandemie verfügt Präsident Wladimir Putin am gestrigen Montag neue Einschränkungen. Zudem beginnen bereits gestern in ersten Provinzen arbeitsfreie Tage. Die Zahl der Todesfälle wächst dagegen zunächst weiter. Aktuell melden die Behörden einen neuen Rekordstand von 1106 Toten. Der Sieben-Tage-Schnitt liegt bei 1064.

+++ 11:03 Deutschland verliert seit Jahresbeginn 4000 Intensivbetten +++
Deutschland verliert seit Jahresbeginn nach Angaben von Medizinern etwa 4000 Intensivbetten. Grund dafür sei, dass viele Pflegekräfte wegen der Belastungen ihren Beruf beendet oder ihre Arbeitszeit reduziert hätten, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, bei "MDR Aktuell". Man werde zwar alle Covid-19-Patienten versorgen können. "Aber wenn die Zahlen wieder deutlich nach oben gehen, werden wir wieder Operationen absagen. Das ist natürlich nicht das, was wir wollen." Mit etwa 1600 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sei die Lage derzeit bewältigbar, sagt Marx weiter. Man wisse aber, dass sich das Virus im Herbst und Winter wieder ausbreiten wird.

+++ 10:44 Hygienebeirat in Berlin: Maskenpflicht für höhere Klassenstufen soll bleiben +++
An den Berliner Schulen soll die Maskenpflicht für die höheren Klassen zunächst bestehen bleiben. Dafür spricht sich der Hygienebeirat aus, wie die "Berliner Morgenpost" berichtet. In den Klassen eins bis sechs gilt sie seit Anfang Oktober nicht mehr. In der Überlegung war, sie nach den Herbstferien auch für die älteren Schüler und Schülerinnen aufzuheben. "Die Zahlen lassen eine Lockerung zum jetzigen Zeitpunkt einfach nicht zu", sagt Arnd Niedermöller, Sprecher der Vereinigung der Oberstudiendirektoren in Berlin (VOB), der "Berliner Morgenpost". Niedermöller plädiert dafür, in den nächsten Wochen auf Vorsicht zu setzen.

+++ 10:28 Experten: Pandemie zeigt kaputte, gespaltene Welt +++
Die Corona-Pandemie entlarvt nach Expertenmeinung eine ungerechte, kaputte und gespaltene Welt. Die Länder seien gemeinsam weder in der Lage, die Corona-Pandemie in naher Zukunft zu beenden, noch eine ähnliche Pandemie zu verhindern, schreiben die unabhängigen Experten des Gremiums zur Überwachung der Bereitschaftsplanung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie legen ihren Bericht im Rahmen der Gesundheitskonferenz "World Health Summit" in Berlin vor. "Covid-19 hat eine kaputte Welt entlarvt, die ungerecht, ohne Rechenschaftspflicht und gespalten ist", heißt es darin. Während die Corona-Pandemie weltweit Hunderttausende Menschenleben kostet, seien die Länder nicht in der Lage gewesen, eine gemeinsame Lösung zu finden. Ob jemand die Chance hat, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, hänge nicht vom Bedarf, sondern davon ab, ob das Heimatland für den Impfstoff zahlen könne. Es gebe ein grundlegendes Missverständnis, wonach Solidarität allein etwas mit Wohlwollen und Hilfe für Schwächere zu tun habe, heißt es in dem Bericht. Dabei gehe es viel mehr um eine faire Behandlung und die gemeinsamen Interessen der Erdenbewohner.

+++ 10:07 Nach landesweit 29 Neuinfektionen: China stellt Millionenstadt unter Quarantäne +++
Im Kampf gegen eine neue Corona-Infektionswelle stellt China die Millionenstadt Lanzhou unter Quarantäne. Die vier Millionen Einwohner der Stadt im Nordwesten des Landes dürften ihre Wohnungen nur noch in Notfällen verlassen, erklärt die Stadtverwaltung am heutigen Dienstag. Zuvor sind in ganz China 29 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Bereits am Vortag werden in der Hauptstadt Peking gut hundert Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele neue Corona-Beschränkungen verhängt. Die Bewohner Pekings werden aufgefordert, die Stadt nur noch in dringenden Fällen zu verlassen und auf größere Menschenansammlungen zu verzichten. Der für kommenden Sonntag geplante Marathon in Peking ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Mehrere Wohnkomplexe sind abgeriegelt.

+++ 09:51 Rekordwerte in Bulgarien: Knapp 6000 Neuinfektionen und 243 Tote +++
Bulgarien verzeichnet einen Höchstwert bei den täglichen Corona-Todeszahlen und Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden klettert die Zahl der Toten um 243 auf nunmehr 23.316, wie aus offiziellen Daten hervorgeht. Zudem werden innerhalb eines Tages 5863 weitere Ansteckungen mit dem Virus registriert. Auf Corona-Stationen liegen aktuell mehr als 7100 Patienten, 608 von ihnen befinden sich in Intensivbetreuung. Mehr als 90 Prozent der Patienten sind nicht geimpft.

+++ 09:29 Karliczek: Masken im Unterricht belasten Kinder +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagt den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, sie könne es nachvollziehen, dass vielerorts an den Schulen die Maskenpflicht aufgehoben worden sei oder nun aufgehoben werde. Das Tragen von Masken beeinträchtige den normalen Unterricht und sei für die Schüler belastend. "Allerdings sollte bei einer Lockerung der Maskenpflicht weiter oder sogar vermehrt in den Schulen getestet werden", mahnt auch Karliczek. "Das gilt gerade in der Zeit nach den Herbstferien." Wenn die Inzidenz wieder deutlich steige, "könnte vor Ort über eine Wiedereinführung der Maskenpflicht in den Schulen nachgedacht werden".

+++ 08:48 Lage eskaliert - Massenbegräbnis auf Papua-Neuguinea geplant +++
Papua-Neuguinea steuert nach Ansicht von Experten auf eine Corona-Katastrophe zu. Die Infektionszahlen in dem Pazifikstaat sind zuletzt dramatisch gestiegen - während gleichzeitig weniger als ein Prozent der neun Millionen Einwohner vollständig gegen das Virus geimpft ist. Im Port Moresby General Hospital sei die Leichenhalle mittlerweile restlos überfüllt, berichtet der Sender Radio New Zealand. Dort stapeln sich rund 300 Leichen, während die Räumlichkeiten nur für maximal 60 Tote angelegt seien. Der Chef der Pandemiebekämpfung in Papua-Neuguinea, David Manning, habe nun ein Massenbegräbnis von 200 Leichen gestattet, um die Situation zu entschärfen. Trotz der eskalierenden Lage wollten die Behörden aber derzeit noch keinen Lockdown anordnen und setzten stattdessen auf "eine wirksame medizinische Reaktion" und die Impfkampagne, so die örtliche Zeitung "The National".

+++ 08:31 Kurz vor Öffnung gehen Neuinfektionen in Thailand zurück +++
Wenige Tage vor der Öffnung für den internationalen Tourismus verzeichnet Thailand erstmals seit Monaten weniger als 8000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Behörden melden am Dienstag 7706 neue Fälle - das ist der niedrigste Wert seit dem 8. Juli. 66 Menschen sterben in Zusammenhang mit Covid-19. Voraussetzung für die Einreise sind ein PCR-Test vor der Abreise, ein PCR-Test nach der Ankunft, die Buchung eines spezialisierten Hotels für die erste Nacht und eine Krankenversicherung, die Reisende im Covid-Fall abdeckt. Zudem müssen sich Urlauber vor der Abreise mindestens 21 aufeinanderfolgende Tage in einem der 46 berechtigten Staaten aufgehalten haben und für den neuen "Thailand Pass" registrieren, der das komplizierte bisherige Verfahren des "Certificate of Entry" ersetzen wird. Ungeimpfte müssen weiterhin zehn Tage in Hotelquarantäne.

+++ 08:19 Kommt die Zulassung für Impfung von unter Zwölfjährigen in den USA? +++
Ein Beratergremium der US-Zulassungsbehörde FDA diskutiert eine mögliche Notfallzulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren. Beantragt ist diese Zulassung auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Für Deutschland hält sich die Städnige Impfkommission STIKO mit einer Empfehlung bisher zurück. Die Datenlage, die in den USA als Grundlage dient, sei zu dünn, so STIKO-Chef Thomas Mertens.

+++ 08:08 Lauterbach: Maskenpflicht besser als Schulschließung +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einem Ende der Maskenpflicht an Schulen in Nordrhein-Westfalen. "NRW sollte die Maskenpflicht an Schulen angesichts der steigenden Inzidenzen beibehalten", sagt Lauterbach der "Rheinische Post". "Wenn man auf Masken in der Schule verzichten will, muss dreimal pro Woche vor dem Unterricht getestet werden, sonst droht Schulausfall wegen zu hoher Fallzahlen." Masken seien aber die bessere Lösung. "Schulschließungen sind für die Kinder und Jugendlichen ein Problem, nicht aber die Masken."

+++ 07:48 Plötzlicher Anstieg der Todesfälle in Indien +++
Die täglichen Neuinfektionen in Indien gehen zurück. Aktuell gibt es im Sieben-Tage-Schnitt täglich 15.393 Fälle. Anfang September liegt dieser Wert noch bei deutlich über 40.000. Auch die Zahl der Todesfälle im Sieben-Tage-Schnitt sinken zuletzt sehr deutlich. Allerdings springt der Wert in den letzten drei Tagen von 175 auf 306 Todesfälle täglich. Der Grund ist, dass in den letzten beiden Tagen 666 bzw. 561 neue Todesfälle gemeldet werden. Ob es sich dabei um Nachmeldungen oder andere Verzerrungen handelt, ist unklar.

+++ 07:19 Einreise in USA: Kein Impfnachweis für Kinder nötig +++
Kinder und Jugendliche sind von der Pflicht eines Corona-Impfnachweises bei Einreise in die USA ausgenommen. "Für Kinder unter 18 Jahren gibt es eine einheitliche Befreiung von der Impfpflicht", sagt ein hochrangiger US-Beamter, wenige Wochen vor der Öffnung der US-Grenzen für internationale Reisende. Er begründet dies damit, dass in vielen Ländern kein Corona-Impfstoff für Minderjährige zugelassen oder verfügbar sei. Auch Reisende aus Ländern mit einer Impfquote unter zehn Prozent sind demnach von der verpflichtenden Impfung ausgenommen. Dies trifft unter anderem auf viele afrikanische Staaten zu. Allerdings müssen alle Reisenden unabhängig von ihrem Impfstatus einen negativen Coronavirus-Test nachweisen. Bei Geimpften kann der Test innerhalb von drei Tagen nach Einreise vorgenommen werden, bei Ungeimpften muss er innerhalb eines Tages erfolgen.

+++ 06:57 Bayerische Klinik schließt Station nach Covid-Fällen - Nur Notfälle aufgenommen +++
Eine Station der Romed Klinik in Wasserburg am Inn nimmt nach drei positiven Corona-Tests vorsorglich nur noch Notfall-Patienten auf. Wie die Romed-Kliniken mitteilen, ist der Aufnahmestopp in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bereits am letzten Samstag in Kraft getreten. Zwei Mitarbeiter der Station und eine entlassene Patientin seien zuvor positiv auf Corona getestet worden. Derzeit würden alle Patienten und Mitarbeiter der Station mit PCR-Tests mehrfach untersucht. Bislang sei keine weitere Infektion festgestellt worden.

+++ 06:42 DIVI-Chef zu "Freedom Day": Wir verstehen die Signale nicht +++
Kurz vor der Konstituierung des neuen Bundestags weisen die Intensivmediziner auf die steigende Corona-Gefahr und die zunehmende Belastung der Krankenhäuser hin. "Wir Intensivmediziner können die Diskussionen um einen Freedom Day oder deutliche Signale an die Bevölkerung 'es ist vorbei' nicht verstehen. Corona ist nicht vorbei. Die Inzidenzen steigen wieder", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". "Wir haben eine aggressive und sehr virulente Delta-Variante - das ist fast wie ein eigener, neuer Virus. Und wir haben immer noch 16 Millionen Bürger ab 18 Jahren, die nicht geimpft sind." Die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen steige seit zwei Wochen kontinuierlich an.

+++ 06:15 Youtube und Facebook schränken Bolsonaros Accounts ein +++
Als Reaktion auf ein Video von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro haben die Online-Netzwerke Facebook und Youtube dessen Nutzerkonten eingeschränkt. Facebook löscht das fragliche Video, Youtube verhängt eine einwöchige Sperre für den Präsidenten, wie die Onlineplattform am gestrigen Montag (Ortszeit) mitteilt. In dem fraglichen Video hatte der Präsident von negativen Auswirkungen der Corona-Impfstoffe für HIV-Infizierte gesprochen. "Wir haben ein Video von Jair Bolsonaros Kanal entfernt, weil es gegen unsere medizinischen Desinformationsrichtlinien zu Covid-19 verstößt", begründet Youtube den Schritt. Der Präsident habe behauptet, dass "Impfstoffe das Risiko einer Ansteckung mit der Krankheit nicht verringern und andere Infektionskrankheiten verursachen" würden. Im Rahmen seiner wöchentlichen Live-Ansprache auf Facebook zitierte der rechtsextreme Staatschef "offizielle Berichte" der britischen Regierung, wonach vollständig Geimpfte schneller ein Immunschwächesyndrom entwickeln würden. "Ich empfehle Ihnen, den Artikel zu lesen", sagte Bolsonaro in dem Video, ohne zu sagen, woher die Informationen stammen. Die Behauptung wurden mittlerweile widerlegt.

+++ 06:00 Lauterbach für mehr Booster-Impfungen bei Risikiogruppen +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts der erneut steigenden Corona-Inzidenzen in Deutschland eine deutliche Ausweitung der Auffrischungsimpfungen bei Risikogruppen. "In Anbetracht der steigenden Fallzahlen auch bei Älteren ist eine neue Impfkampagne zur Nutzung der Booster-Impfungen in dieser Altersgruppe jetzt unbedingt nötig", sagt Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

+++ 05:46 Deutschland gibt alle Astrazeneca-Dosen an ärmere Länder ab +++
Deutschland stellt einem Medienbericht zufolge bislang 7,6 Millionen Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca bilateral anderen Ländern zur Verfügung. Hinzu kommen noch einmal zehn Millionen Dosen, die der Bund im Rahmen der Impfstoffinitiative "Covax" der Weltgesundheitsorganisation (WHO) übergibt, berichtet das "Redaktionsnetzwerk Deutschland". "Damit sind seitens des Bundes keine Bestände an Astrazeneca mehr auf Lager", sagt ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums dem RND. Die meisten Dosen habe demnach Vietnam auf direktem Wege erhalten (2,6 Millionen), es folgen die Ukraine (1,5), Ägypten, Ghana (beide 1,5) und Namibia (0,2).

+++ 22:04 EMA lässt Moderna-Auffrischungsimpfung für Erwachsene zu +++
Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat Auffrischungsimpfungen mit dem Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna genehmigt. "Die Daten zeigten, dass eine dritte Dosis Spikevax, die sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis verabreicht wurde, zu einem Anstieg der Antikörperspiegel bei Erwachsenen führte, deren Antikörperspiegel abgenommen hatte", begründete die Behörde ihre Entscheidung. Die zuständigen Gesundheitsbehörden der EU-Länder könnten nun "unter Berücksichtigung der lokalen epidemiologischen Situation" offizielle Empfehlungen für die Verabreichung von Auffrischungsdosen abgeben, erklärte die EMA weiter.

+++ 21:39 In zwölf Bundesländern steigt die Inzidenz +++
In 12 von 16 Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag gestiegen. Den mit Abstand größten Zuwachs gab es in Sachsen (+18,80), das jetzt dicht vor der 200er-Schwelle liegt.

+++ 21:13 USA-Reisen für Geimpfte bald wieder möglich +++
Ab dem 8. November können jene Ausländer wieder in die USA einreisen, die mit bislang international anerkannten Präparaten vollständig geimpft sind. Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weiße Haus mit. Dies gilt derzeit für die Präparate von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac.

+++ 20:55 FC Bayern will keinen Druck auf ungeimpfte Profis ausüben +++
Die Vereinsführung des FC Bayern München will keinen öffentlichen Druck auf ungeimpfte Fußball-Profis wie Nationalspieler Joshua Kimmich ausüben. Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainen betonten aber zugleich die klare Corona-Position des deutschen Rekordmeisters. "Zunächt einmal ist es wichtig, dass wir eine klare Haltung haben, dass wir es allen nur empfehlen können, sich zu impfen. Das haben wir unterstrichen durch mehrere Aktionen", sagte Kahn vor der Premiere der Doku-Serie "FC Bayern - Behind The Legend", die vom 2. November an exklusiv bei Prime Video zu sehen ist, in einem Münchner Kino.

+++ 20:22 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 6581 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.475.921 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 6581 neue Fälle hinzu. Im Vergleich zur Vorwoche ist das ein Anstieg um rund 54 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 48 auf 95.146. Am vergangenen Montag waren 34 Todesfälle gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 168.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,17 angegeben (Vortag: 1,26).

Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1686 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 904 davon werden beatmet. Rund 3750 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: als/mra/dpa/AFP/rts

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