Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 14:02 Bund und Länder streiten um Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen +++

Vor den Gesprächen von Bund und Ländern zur Verlängerung und Verschärfung der Corona-Maßnahmen zeichnet sich ein Streit um mögliche Ausgangsbeschränkungen ab. Eine entsprechende Passage in einer Beschlussvorlage des Bundes steht in einer neueren Version nur noch in Klammern. Dasselbe gilt für die "grundsätzliche" Schließung von Kitas und Schulen bis zum 15. Januar. In beiden Punkten hatte sich Widerstand aus den Ländern abgezeichnet. Unklar ist auch noch, wie Bund und Länder mehr Menschen ins Homeoffice bringen wollen.

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+++ 13:51 2020 starben in Frankreich 7,3 Prozent mehr Menschen als 2019 +++
Die Corona-Pandemie hat in Frankreich großen Einfluss auf die Sterblichkeit. 2020 starben in Frankreich 658.000 Menschen - das sind 7,3 Prozent mehr als 2019, wie das Statistikamt Insee mitteilt. Besonders signifikant sei der Anstieg mit 8,3 Prozent bei den Über-65-Jährigen. Zwar sei die Zahl der Sterbefälle in den vergangenen Jahren tendenziell immer gestiegen, aber der Anstieg im Jahr 2020 stehe dazu in keinem Verhältnis. Zudem hat die Pandemie demnach zu einem Verlust von fast fünf Monaten bei der statistischen Lebenserwartung von Frauen und von sechs Monaten bei Männern geführt. Dieser Rückgang sei deutlich größer als 2015, als die Wintergrippe eine bedeutende Todesursache war.

+++ 13:26 Gericht kippt bayerisches Alkoholverbot im öffentlichen Raum +++
Der bayerische Verwaltungsgerichtshof kippt das von der Landesregierung für ganz Bayern verhängte Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Nach dem Infektionsschutzgesetz sei nur an bestimmten öffentlichen Plätzen ein Alkoholverbot vorgesehen, entscheidet das Gericht in München und gibt damit dem Eilantrag einer Privatperson aus Regensburg Recht. Mit dem pauschalen Alkoholverbot in ganz Bayern habe die Landesregierung die Verordnungsermächtigung des Bundesgesetzgebers überschritten.

+++ 13:20 NRW-SPD fordert kostenlose FFP2-Masken +++
Die SPD-Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag will alle Bürger des Bundeslandes mit FFP2-Masken auf Staatskosten ausstatten. Die SPD werde am Donnerstag beantragen, dafür eine halbe Milliarde Euro bereit zu stellen, kündigt SPD-Fraktionsvizechefin Lisa-Kristin Kapteinat an. Die Gesundheitsversorgung dürfe nicht vom Einkommen abhängen. "Wir wollen, dass alle Menschen in NRW FFP2-Masken kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Das muss die Landesregierung jetzt sicherstellen - unabhängig davon, ob eine Maskenpflicht für NRW kommt oder nicht."

+++ 12:57 Russischer Impfstoff soll zu 100 Prozent wirksam sein +++
Der zweite russische Impfstoff "EpiVacCorona" erreicht nach Angaben der Gesundheitsbehörden eine 100-prozentige Wirksamkeit. Das zeigten die Ergebnisse klinischer Studien, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass. Russland hat im November mit Massentests begonnen. Das Vakzin wurde vom sibirischen Vector-Institut entwickelt. Der erste zugelassene russische Impfstoff "Sputnik V" hat nach offiziellen Angaben laut Zwischenergebnissen eine Wirksamkeit von 92 Prozent.

In Russland verzeichnen die Behörden 21.734 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Allein in Moskau sind es 3281 nachgewiesene Ansteckungsfälle. Insgesamt steigt die Zahl der Fälle damit auf mehr als 3,61 Millionen. Das ist weltweit der vierthöchste Wert nach den USA, Indien und Brasilien. Binnen eines Tages starben 586 infizierte Menschen. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt nun bei 66.623.

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+++ 12:39 Bartsch: Schärfere Freiheitsbeschränkungen "so nicht hinzunehmen" +++
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch ist gegen bundesweite Ausgangssperren, wie sie für den heutigen Bund-Länder-Gipfel im Gespräch sind. "Bundesweite Ausgangssperren lehne ich grundsätzlich ab. Alleine die Diskussion schadet uns", sagt er ntv. Im Regionalen sei das möglich, "bei total hohen Inzidenzwerten kann das Sinn geben", so Bartsch. Die derzeit debattierten schärferen Freiheitsbeschränkungen seien "so nicht hinzunehmen" und "undurchsetzbar". Zur möglicherweise geplanten FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr äußert Bartsch "große Sorgen, wie das dann für diejenigen mit geringen Einkommen wird". Man müsse dann entsprechende Masken kostenlos zur Verfügung stellen.

+++ 12:24 Montgomery fordert Lockdown bis Ende Februar +++
Der Präsident des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, kritisiert die geplante zweiwöchige Verlängerung des Lockdowns als zu kurz. "Ich persönlich bin für klare Kante und würde sagen, das wird mit Sicherheit bis Ende Februar gehen", sagt er ntv. Es sei eine politische Frage, "ob man alle zwei Wochen über Verlängerung diskutiert oder ob man einmal sagt: 4 Wochen oder 6 Wochen". Die Mitarbeit der Bevölkerung werde umso schwieriger, je öfter man ihnen verspricht, bald ist es vorbei, um es dann doch wieder zu verlängern.

Montgomery spricht sich zudem dafür aus, Firmen zu bestrafen, die ihren Mitarbeitern Homeoffice verweigern, obwohl das möglich wäre. "Ich weiß, dass manche Firmen inzwischen ihren Mitarbeitern Unabkömmlichkeitserklärungen vorlegen und versuchen zu verhindern, dass diese ins Homeoffice gehen." Das sei dumm "und deswegen muss man diese Dummheit bestrafen und muss dagegen vorgehen, wenn es dafür Möglichkeiten gibt".

+++ 12:06 Apotheker erwarten steigende Preise für FFP2-Masken +++
Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände rechnet mit steigenden Preisen für FFP2-Masken, sollten Bund und Länder eine flächendeckende Tragepflicht beschließen. "Eine denkbare FFP2-Maskenpflicht für alle Bundesbürgerinnen und -bürger würde eine stark erhöhte Nachfrage bedeuten, die im Markt zu erhöhten Preisen führen könnte", sagt Verbands-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening der "Rheinischen Post". Zugleich stellen sich die Apotheken laut Overwiening auf eine wachsende Maskennachfrage ein. "Bislang haben es die Apotheken in einem großen Kraftakt geschafft, viele Millionen FFP2-Masken für weit mehr als 30 Millionen ältere und chronisch kranke Menschen mit Berechtigungsschein zu beschaffen - und sind zuversichtlich, dies auch weiterhin zu bewältigen", sagt Overwiening.

+++ 11:53 Tourismuswirtschaft fordert Öffnungsperspektive +++
Die Tourismuswirtschaft fordert von Bund und Ländern eine Öffnungsperspektive, wie der Branchenverband BTW erklärt. "Wir erwarten, dass die Politik Bürgern wie Unternehmen schon jetzt Orientierung dazu gibt, wie und unter welchen Bedingungen das öffentliche Leben und damit auch die Freizeit- und Tourismusangebote in Deutschland wieder hochgefahren werden", betont BTW-Generalsekretär Michael Rabe. Er schlägt einen bundesweit verbindlichen Strategieplan vor, in dem die Politik klären soll, ab welchem Inzidenzwert welche Bereiche geschlossen oder wiedereröffnet werden dürfen. "Sie sollte darin aber auch eine verlässliche und umfassende Schnelltest-Strategie vorsehen, durch die man ein Maximum an öffentlichem Leben, Freizeit und Reisen ermöglichen kann."

+++ 11:29 SPD-Länder fordern Änderungen am Gipfel-Entwurf +++
Der Entwurf liegt vor, beschlossen ist das Papier aber noch lange nicht, denn zwischen Bund und Ländern gibt es erhebliche Unstimmigkeiten über die schärferen Corona-Maßnahmen. Die Deutsche Presse-Agentur zitiert aus Teilnehmerkreisen, dass die SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an der Beschlussvorlage angemeldet haben. Diskussionen werden vor allem zum Thema Ausgangssperren erwartet. Laut Reuters sehen sie auch die Festlegung von Schulschließungen bis zum 15. Februar kritisch.

Die AfD-Fraktionen in Bundestag und Landesparlamenten fordern derweil ein umgehendes Ende des Lockdowns. Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sagte: "Wir müssen die Alten schützen und nicht die Existenz von Millionen Bürgern zerstören. Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis." Sie bezeichnete sie als "rein willkürlich, unverhältnismäßig und wirklichkeitsfremd". Vor allem ältere und besonders gefährdete Menschen gehörten in den Fokus der Schutzmaßnahmen, hieß es weiter.

+++ 11:11 Deutschland erhält mehr Impfdosen aus EU-Bestellung +++
Der deutsche Anteil aus der ersten EU-Impfstoff-Charge der Hersteller Biontech/Pfizer steigt weiter. Das Bundesgesundheitsministerium teilt bei der Beantwortung der SPD-Nachfragen mit, dass Deutschland 64 Millionen Impfdosen erhält. Zunächst war von 55, dann von 60 Millionen Dosen die Rede gewesen. Dies erklärt sich daraus, dass andere EU-Staaten nicht alle ihnen zustehenden Dosen abnehmen. Aus der zweiten Bestellung der EU bei den Unternehmen werde Deutschland "mindestens 35 Millionen" Dosen bekommen. Zudem bemühe sich die Bundesregierung, die bestehende bilaterale Absichtserklärung über eine spätere Lieferung von weiteren 30 Millionen Dosen umzusetzen.

+++ 11:01 Spahn beantwortet SPD-Fragenkatalog +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verteidigt erneut das Vorgehen bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen. Im Sommer habe in Hinblick auf den damaligen Stand der klinischen Studien davon ausgegangen werden können, dass nicht das Präparat von Biontech, sondern der Impfstoff der Firma AstraZeneca bereits 2020 eine Zulassung erhalten könnte, schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einer Antwort auf einen Fragenkatalog der SPD. "Tatsächlich war bis November 2020 nicht absehbar, dass die Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffes erst deutlich später als die Zulassung für den Biontech/Pfizer-Impfstoff erfolgen würde", heißt es in dem 30-seitigen Schreiben des Ministeriums. "Deshalb war das Interesse vieler anderer Mitgliedstaaten an dem Impfstoff der Firma Biontech/Pfizer anfangs eher gering ausgeprägt." Um vor diesem Hintergrund überhaupt einen Vertrag für die EU in ausreichender Höhe zu erreichen, habe Deutschland garantiert, bis zu 100 Millionen Impfdosen abzunehmen für den Fall, dass andere Mitgliedstaaten auf ihren Anteil verzichten würden.

+++ 10:46 Grüne kritisieren fehlende Corona-Forschung +++
Der forschungspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Kai Gehring, wirft der Bundesregierung vor, zu wenig für die Erforschung des Coronavirus zu tun. Mit Blick auf die heutigen Beratungen von Bund und Ländern sagt er der Deutschen Presse-Agentur, wenn dort nicht auf Basis eines breitmöglichen Forschungswissens entschieden werden könne, liege das an den wissenschaftspolitischen Versäumnissen der letzten Monate. "Wir wissen nach wie vor noch zu wenig, zum Beispiel über Infektionswege, Ansteckungsrisiken, Mutationen und die Wirksamkeit von Maßnahmen", sagt Gehring. Es verweist auch auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Grünen-Anfrage im Dezember, wonach bisher so gut wie keine Forschungsergebnisse zum Ansteckungsrisiko im öffentlichen Nahverkehr vorliegen.

+++ 10:13 Gericht: Jobcenter muss Schülerin Computer zur Verfügung stellen +++
Einer Schülerin aus einer sozial benachteiligten Familie stehen wegen der Schulschließungen im Lockdown ein Computer und ein Drucker zu. Das entscheidet das Thüringer Landessozialgericht in einem in Erfurt veröffentlichten Urteil. Das Gericht verpflichtet das Jobcenter zur Beschaffung der Geräte, damit die Achtklässlerin während der Pandemie von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen kann. Die Mutter der Schülerin, die Hartz-IV-Leistungen bezieht, hatte beim Jobcenter die Übernahme der Kosten für einen Computer sowie Drucker nebst Zubehör für den Schulunterricht beantragt. Das Jobcenter lehnte dies ebenso ab wie das Sozialgericht Nordhausen.

+++ 09:52 Bund bessert Finanzhilfen nach - mehr Geld, weniger Bürokratie +++
Finanzministerium und Wirtschaftsministerium einigen sich auf Nachbesserungen bei Finanzhilfen für Firmen und Selbstständige. Vorgesehen sind laut Deutscher Presse-Agentur höhere Zuschüsse und einfachere Bedingungen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier sagt dazu im "ntv Frühstart": "Wir werden in den nächsten Wochen, weil es vielen auch schlecht geht und sie verzweifelt auf die Hilfen warten, nochmal in einer zweistelligen Milliardenhöhe helfen müssen und wir wollen, dass es unbürokratischer geschieht. Wir wollen, dass es schneller geschieht." Die Bundesregierung reagiert mit den Nachbesserungen auch auf zunehmende Kritik von Wirtschaftsverbänden, die dem Bund eine schleppende Umsetzung der Hilfen und zu viel Bürokratie vorgeworfen hatten.

+++ 09:29 Entwurf für Bund-Länder-Gipfel: Lockdown bis 15. Februar +++
Die Vorschläge zum heutigen Bund-Länder-Gipfel werden konkreter. So soll der derzeit bestehende Lockdown bis zum 15. Februar verlängert werden, wie aus einem Entwurf des Bundes zu dem Treffen hervorgeht. Kitas und Schulen sollen demnach "grundsätzlich" geschlossen bleiben, Regelungen zum Homeoffice sollen ausgeweitet werden. Zudem ist in dem Papier, das ntv.de vorliegt, von einer Pflicht zum Tragen medizinischer Masken in bestimmten Bereichen die Rede - damit sind OP-Masken und FFP2-Masken gemeint. "Deshalb wird die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften verbindlich auf eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken konkretisiert", heißt es in dem Entwurf. Im Verlauf der Gespräche kann es noch Änderungen geben.

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+++ 08:56 Länder wollen Präsenzpflicht im Büro aufheben +++
Im Mittelpunkt des Bund-Länder-Gipfels stehen laut Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller Maßnahmen zur Durchsetzung von mehr Homeoffice. Nachgeschärft werden müsse deutlich im Wirtschaftsleben, sagt der SPD-Politiker im ZDF, der derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. "Das tut richtig weh, weil wir natürlich auch wissen, in welcher Situation die Unternehmen sind." Dass beim ersten Lockdown im März und April deutlich weniger Menschen auf den Straßen gewesen seien als jetzt, zeige aber, dass es noch Spielraum gebe. Die Länder würden vorschlagen, die sogenannte Präsenzpflicht "umzudrehen": Arbeitgeber müssten also begründen, warum ihre Mitarbeiter ins Büro kommen sollen. Bundesweit einheitlichen Ausgangssperren sowie einer Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken erteilt Müller dagegen eine Absage. Die Länder wollten Ausgangssperren je nach Infektionszahlen individuell regeln, und OP-Masken böten auch schon mehr Schutz als einfache Stoffmasken.

+++ 08:37 Altmaier: "Werden noch eine Schippe drauflegen müssen" +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fordert vor dem heutigen Bund-Länder-Gipfel verschärfte Corona-Maßnahmen. "Klar ist: Wir werden noch eine Schippe drauflegen müssen, damit wir die jetzigen ersten Erfolge auch ins Ziel bringen", sagt der CDU-Politiker im "ntv Frühstart". Man habe "alle Maßnahmen auf dem Tisch" - auch Ausgangssperren, wie sie es in Frankreich gebe. Auf die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Ausgangssperren, sagt Altmaier: "Es gibt immer wieder Unverantwortliche, die die Anstrengungen aller übrigen konterkarieren und deshalb muss es möglich sein, dass man auch denen in die Quere kommt und sie daran hindert." Der Minister betont aber, dass noch nicht klar sei, welche weiteren Regeln heute beschlossen würden. Bei den Konferenzen zwischen Bund und Ländern werde "um jede einzelne Maßnahme gerungen".

+++ 08:22 Israel meldet Höchstwerte bei Neuinfektionen und Impfungen +++
Israel, das derzeit die dritte Corona-Welle erlebt, meldet neue Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen. Erstmals gibt es mehr als 10.000 neue Corona-Fälle - laut Gesundheitsministerium sind es 10.021. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Menschen dürfen die eigenen Häuser oder Wohnungen nur in einem Umkreis von 1000 Metern verlassen. Laut Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilt, wurden 186.000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Laut Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422.000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden.

+++ 08:04 Lindner lehnt pauschales Ausgangsverbot ab +++
FDP-Chef Christian Lindner ist gegen ein pauschales Ausgangsverbot im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. "Ausgangssperren könnten ein Instrument sein, dort wo wir massiv steigende Fallzahlen haben, die Situation vollkommen aus der Kontrolle ist", sagt er im ARD-"Morgenmagazin". In anderen Regionen, wo die Corona-Fallzahlen niedrig sind, sei das Mittel der Ausgangssperre unverhältnismäßig. "Ich halte die Ausgangssperre, die wirkliche Einschränkung der Freiheit, für ein unverhältnismäßig scharfes Mittel."

+++ 07:46 Japan will keine Impfpflicht für Olympia +++
Japans Regierung will auch ohne Impfungen gegen das Coronavirus die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer durchziehen. "Wir erwägen umfassende Maßnahmen, um sichere und geschützte Spiele zu veranstalten, auch ohne dass Impfstoffe zur Bedingung werden", erklärt Regierungssprecher Katsunobu Kato. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, hatte eine Impfpflicht für Athleten schon mehrere Male ausgeschlossen. Die Organisatoren werben aber dafür, dass sich möglichst viele Sportler und andere Tokio-Reisende impfen lassen. An den Spielen ab 23. Juli sollen rund 11.000 Athleten aus aller Welt teilnehmen, hinzu kommen Funktionäre, Helfer und Medienvertreter. Weiterhin offen ist die Frage, ob auch Zuschauer zugelassen werden.

+++ 07:29 Lehrerverbands-Präsident fordert Stufenplan für Schulen +++
Vor den Bund-Länder-Beratungen über weitere Corona-Maßnahmen fordert der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, klare Pläne für die Schulen. Er erwarte, "dass endlich ein an Infektionszahlen gebundener Hygienestufenplan für den Schulbetrieb vorgelegt wird", sagt er der "Rheinischen Post". Dieser müsse regeln, ab welchem Infektionsgeschehen welche Unterrichtsform für welche Altersgruppe möglich sei. Zur Auswahl stünden Präsenzunterricht, Wechselbetrieb oder Distanzunterricht, so Meidinger. "Bei der Rückkehr an die Schulen sollten die Abschlussklassen und die Primarstufe bevorzugt berücksichtigt werden", fordert er. Lehrkräfte müssten zudem frühzeitig geimpft werden.

+++ 06:56 Sollte der Lockdown verschärft werden? +++
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprechen sich 40 Prozent sogar für eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind für eine Beibehaltung der bisherigen Beschränkungen. Nur 13 Prozent plädieren für ein Ende des Lockdowns, 17 Prozent für eine Lockerung. 8 Prozent machen keine Angaben. Die Zahl der Lockdown-Gegner nimmt damit im Vergleich zu Anfang Januar leicht zu. Damals waren 11 Prozent für eine Abschaffung aller Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent für eine Entschärfung.

+++ 06:36 RKI meldet fast 1000 neue Todesfälle - Zahl kann Nachmeldungen enthalten +++
Die deutschen Gesundheitsämter melden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 11.369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem werden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgibt. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12.802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.052.028 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der infizierten Menschen, die gestorben sind, steigt auf 47.622. Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit etwa 1.716.200 an.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bei 131,5. Die Zahl sinkt seit einigen Tagen wieder. Die aktuellen Zahlen können Nachmeldungen enthalten - am Vortag hatten manche Bundesländer ihre Daten nur unvollständig oder gar nicht übermittelt.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20:00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 06:22 108-Jährige überlebte Infektion - und bekommt nun Impfung +++

Sie hat eine Corona-Infektion überlebt, nun wurde eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Fatima Negrini erhielt die Impfung zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand. Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner "einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag", sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo. Wie die 108-Jährige erhielt auch der 90-jährige Holocaust-Überlebende Sami Modiano am Montag in Rom seine erste Impfdosis. Der Regionalpräsident im Latium und Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Nicola Zingaretti, veröffentlichte ein Foto von Modiano bei Twitter. Es sei "ein Bild des Vertrauens und der Hoffnung für alle", so Zingaretti.

+++ 05:58 Infektiologe: "Noch nicht da, wo wir es uns wünschen" +++
Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner hält einen strengen Lockdown trotz leicht sinkender Fallzahlen weiter für nötig. "Wir sind noch nicht da, wo wir es uns wünschen", sagt der Chefarzt für Infektiologie in der München Klinik Schwabing. "Erfreulich ist, dass die Fallzahlen - auch stationär - leicht rückläufig sind. Ich gehe davon aus, dass es ein erster Effekt des Lockdowns ist. Aber wir kommen von einem sehr hohen Niveau." Auch bei sehr optimistischer Schätzung könne die Sieben-Tage-Inzidenz maximal binnen etwa sieben bis zehn Tagen halbiert werden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner müsse unter 50 liegen, die aus seiner Sicht anzustrebende Zielmarke sei 25. "Meine Einschätzung ist, dass wir dafür noch vier bis sechs Wochen brauchen und Mitte oder Ende Februar ein Resümee ziehen können", Wendtner.

+++ 05:05 EU-Kommission strebt 70-prozentige Impfquote bis Sommer an +++
Bis zum Sommer sollen laut der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Bis März lautet das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren. Die Ziele sind Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll.

+++ 04:14 Marburger Bund dringt auf längeren Lockdown +++
Der Ärzteverband Marburger Bund dringt auf eine weitere Verlängerung des Lockdowns, um schwere Corona-Fälle nicht nur auf Intensivstationen abzuwenden. "Die derzeitigen Kontaktbeschränkungen scheinen mehr und mehr zu wirken", sagt die Vorsitzende Susanne Johna. Der eingeschlagene Weg sollte daher vorerst weiter beschritten werden, bis die Infektionszahlen ein beherrschbares Niveau erreicht hätten. "Wir brauchen in den Kliniken weiter dringend eine Entlastung." Gingen die Covid-19-Fälle zurück, helfe das Ärzten, aber auch Patienten mit verschobenen Eingriffen. "Es gibt Tausende von Patienten, die auf Normalstationen und in Ambulanzen behandelt werden und erhebliche Krankheitssymptome aufweisen", so Johna.

+++ 03:43 IW-Chef: "Homeoffice-Pflicht ist Scheindebatte" +++
Der Direktor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, hält nichts von einer Homeoffice-Pflicht. "Dies ist eine Scheindebatte", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dass Menschen weiterhin im Büro arbeiten, hänge nicht nur mit den Arbeitsprozessen zusammen, "sondern ebenso mit den Bedingungen der Beschäftigten zu Hause und dem Wunsch nach geordneten Arbeitsmöglichkeiten", sagt er. Die Unternehmen müssten bereits seit langem die Corona-Arbeitsschutzbedingungen beachten. Viele hätten "weitreichend das Homeoffice ermöglicht", so Hüther.

+++ 02:45 Südafrika-Mutante nicht tödlicher, aber ansteckender +++
Die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante ist offenbar nicht tödlicher als die ursprüngliche Form des Virus. Entwarnung gibt es aber nicht: Die neue Variante sei 50 Prozent ansteckender als das ursprüngliche Virus, sagt der südafrikanische Epidemiologe Salim Abdool Karim, der als Mitglied eines Expertengremiums die Regierung berät. Es gebe jedoch "keine Beweise" dafür, dass die mutierte Form auch tödlicher sei, fügt er hinzu. Eine Analyse der landesweit verbreiteten Virus-Cluster ergab, dass sich die Rate der Todesfälle in den Krankenhäusern im Vergleich zur ersten Welle nicht verändert hat. Es wurden aber mehr Menschen eingewiesen. Die mutierte Form des Virus gilt mittlerweile als der dominante Stamm in Südafrika.

+++ 02:01 Verkehrsminister gegen Herunterfahren des ÖPNV +++
Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) spricht vor den Bund-Länder-Beratungen eine deutliche Empfehlung gegen das Herunterfahren von Öffentlichem Nahverkehr und Fernverkehr aus. "Mobilität ist auch in der Corona-Krise ein hohes Gut der Daseinsvorsorge, von daher sehen wir ein Herunterfahren des ÖPNV oder Fernverkehrs kritisch", sagt die VMK-Vorsitzende, Bremens Senatorin Maike Schaefer von den Grünen, nach einer Sonderkonferenz. Auf eine Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken konnten sich die Länderminister nicht einigen. Zu viele Dinge seien ungeklärt. Dazu gehöre die Frage, wie lange man die Masken tragen könne und ob es genügend gäbe.

+++ 01:12 Corona-Maßnahmen: FDP will Gesetz für Parlamentszustimmung +++
Die FDP will die Bundesregierung offenbar per Gesetz dazu verpflichten, die Zustimmung des Bundestags für Corona-Maßnahmen vor Beratungen mit den Bundesländern einzuholen. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland zitiert aus einem entsprechenden Gesetzentwurf der FDP-Bundestagsfraktion: "Kann eine Zustimmung wegen Gefahr im Verzug nicht erlangt werden, ist unverzüglich die nachträgliche Genehmigung durch den Deutschen Bundestag einzuholen", heißt es unter anderem. Die Beschlussvorschläge für die Bund-Länder-Koordination seien gerade in der Corona-Pandemie von größter Bedeutung für das Land und die Grundrechte der Bürger.

+++ 00:32 Südafrika-Mutation im Kreis Gütersloh nachgewiesen +++
In Nordrhein-Westfalen ist erneut die aus Südafrika stammende mutierte Variante B.1.351 des Coronavirus nachgewiesen worden. Betroffen sei eine Familie, die sich bei privatem Kontakt zu Reiserückkehrern aus Südafrika angesteckt habe, teilt der Kreis Gütersloh mit. Die Südafrika-Variante war in der vorigen Woche erstmals in Nordrhein-Westfalen bei einer Familie aus Bottrop nachgewiesen worden. Der Kreis betont, die infizierten Personen seien keine Reiserückkehrer. Die Betroffenen befänden sich in Isolation. Bisher seien keine weiteren Fälle bekannt. Alle Kontaktpersonen seien getestet worden. Der Kreis stehe in Kontakt mit ihnen. Wie viele Menschen sich angesteckt haben, wird nicht mitgeteilt.

+++ 23:51 Neuer Lieferplan: Ab kommende Woche weniger Impfstoff +++
Biontech und Pfizer liefern vorübergehend weniger Impfdosen nach Deutschland aus als ursprünglich geplant. Jetzt liegen genauere Angaben dazu vor. Für diese Woche ist noch eine größere Menge vorgesehen, in der kommenden Woche dann aber weniger. Statt 801.450 entnehmbare Dosen pro Ampulle kommen dann nur 485.550 an. Auch in den Wochen danach soll weniger geliefert werden. Das geht aus einem Lieferplan von Biontech hervor, der der Gesundheitsministerkonferenz der Länder vorgestellt wurde. Für die Woche vom 22. Februar stellt Biontech dann aber insgesamt mehr Impfstoff in Aussicht als bisher geplant. Hintergrund sind Umbauten im belgischen Pfizer-Werk Puurs, die höhere Produktionskapazitäten schaffen sollen.

+++ 23:07 Brasilien startet Impfkampagne zwei Tage früher als geplant +++
In Brasilien läuft die landesweite Impfkampagne an. Nach Beratungen mit den Gouverneuren sei entschieden worden, zwei Tage früher als geplant mit den Impfungen zu beginnen, sagt Gesundheitsminister Eduardo Pazuello. Alle 27 Bundesstaaten würden nun mit Impfstoff versorgt und könnten dann sofort mit der Verabreichung des Mittels beginnen. Zwei Impfstoffe hatten am Sonntag in Brasilien eine Notfallzulassung erhalten. Die Aufsichtsbehörde Anvisa gab grünes Licht für das vom chinesischen Hersteller Sinovac in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Institut Butantan entwickelte Mittel Coronavac und das Vakzin des britisch-schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca. Vorerst ist aber nur der Coronavac-Impfstoff in Brasilien verfügbar.

+++ 22:29 Kommission liest China und WHO die Leviten +++
Eine unabhängige Untersuchungskommission zur weltweiten Reaktion auf die Pandemie kritisiert die anfänglichen Maßnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schleppend. Die Regierung in Peking hätte im Januar 2020 entschlossener Maßnahmen ergreifen können, erklärt die Expertengruppe, die von der ehemaligen neuseeländischen Ministerpräsidentin Helen Clark und Liberias Ex-Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf geleitet wird. Die WHO hätte demnach ihrerseits nicht bis zum 30. Januar warten sollen, bis sie einen internationalen Notfall ausruft. Ein endgültiger Bericht soll im Mai folgen.

+++ 22:04 Bericht: Expertenrunde warnt Bund und Länder eindringlich vor Mutationen +++
Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten sind am Abend von Experten eindringlich vor der Gefahr der Coronavirus-Mutationen gewarnt worden. Nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen warnen etwa die Braunschweiger Virologin Melanie Brinkmann sowie der Helmholtz-Infektionsforscher Michael Meyer-Hermann davor, dass sich die Mutationen auch in Deutschland schnell ausbreiten würden. Deshalb müssten die Infektionszahlen mit harten Maßnahmen schnell nach unten gedrückt werden. Ähnlich argumentiert Rolf Apweiler, Direktor des European Bioinformatics Institute Cambridge. Er warnt, dass die in Großbritannien festgestellte Virus-Variante für sechs- bis achtmal mehr Corona-Fälle im Monat sorge als das herkömmliche Virus. Er fordert einen "scharfen Lockdown", schnelles Impfen und breite Gensequenzierungen zur Erkennung der Virus-Varianten, um die Infektionszahlen schnell zu senken.

+++ 21:38 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 7569 neue Fälle gemeldet - Aussagekraft fragwürdig +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.050.940 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 7569 neue Fälle hinzu. Das ist der niedrigste Wert seit dem 20. Oktober. Ob die geringe Zahl auf Meldeverzögerungen oder einen größeren Wochenendeffekt zurückzuführen ist, lässt sich derzeit nicht bewerten. In mehreren Bundesländern meldeten einzelne Kreise überhaupt keine neuen Infektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 465 auf 47.286. Als aktuell infiziert gelten rund 302.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,01 angegeben (Vortag: 1,07). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 101 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,89 (Vortag: 0,93). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5003 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2869 davon werden invasiv beatmet. Rund 4865 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, mli/ino/rts/dpa/AFP