Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 14:08 Kulturrat begrüßt Einreiseerleichterungen für Künstler +++

Die neue ab Sonntag geltende Corona-Einreiseverordnung bringt nach Darstellung des Deutschen Kulturrats Verbesserungen für Künstlerinnen und Künstler mit sich. So werde die Einreise aus Hochrisikogebieten erleichtert. Dafür sei eine Ausnahme von der Quarantäne festgelegt worden für nicht vollständig geimpfte berufstätige Künstlerinnen und Künstler. Die Regelung sei längst überfällig gewesen, erklärt Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann. "Die Veränderung der Einreiseverordnung ist eine wichtige Maßnahme, um den internationalen Kulturaustausch wieder zu beleben." Leider sei eine vollständige Gleichstellung mit dem Sport noch nicht erreicht worden, bemängelt Zimmermann. Bei denen gäbe es noch eine Ausnahme mehr.

+++ 13:42 Eine Million in Corona-Selbstisolation: Britische Wirtschaft fordert Ende der "Pingedemie" +++
Angesichts Hunderttausender Beschäftigter in verpflichtender Corona-Quarantäne fordert die britische Wirtschaft eine rasche Änderung der Regeln zur Selbstisolation. Der Chef des Industrieverbands CBI, Tony Danker, sagte der Zeitung "Daily Telegraph", Premierminister Boris Johnson müsse die Vorschriften zur Selbstisolation für vollständig geimpfte Corona-Kontakte "morgen" beenden. "Massen-Isolation" müsse durch Massentests ersetzt werden, sagte Danker. Derzeit sind in Großbritannien weit mehr als eine Million Menschen in häuslicher Quarantäne, weil sie von der britischen Corona-App als Kontaktpersonen von Infizierten "gepingt" wurden. Wegen dieser "Pingedemie", wie britische Medien das Phänomen nennen, blieben zuletzt zahlreiche Supermarktregale leer, Kneipen geschlossen, Produktionsbänder standen still. Erst am 16. August ändern sich die Regeln, dann dürfen zumindest vollständig Geimpfte trotz "Pings" mit einem negativen Test das Haus verlassen.

+++ 13:18 Frankreich: 160.000 auf Demos gegen Verschärfung der Corona-Regeln erwartet +++
Das dritte Wochenende in Folge werden in Frankreich Großdemonstrationen gegen eine Verschärfung der Corona-Regeln erwartet. Die Behörden rechnen für Samstag erneut mit etwa 160.000 Demonstrierenden im ganzen Land, wie französische Medien berichten. Erneut gehen sie auf die Straßen, um ihren Unmut über eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal und eine Ausweitung des sogenannten Gesundheitspasses kund zu tun. Als Gesundheitspass wird in Frankreich der Nachweis über einen negativen Corona-Test, eine Genesung oder eine vollständige Impfung bezeichnet. Diesen neuen strengeren Hygienevorschriften, die Frankreichs Präsident Macron angestoßen hat, steht nur noch eine Hürde entgegen, wenn der von Premierminister Jean Castex ob der heftigen Kritik einberufene Verfassungsrat am Donnerstag dazu Stellung bezieht.

+++ 12:46 Digitalstudie in Pandemiezeiten: Mehrheit der Jugendlichen wünscht sich Präsenzunterricht +++
Gut jeder zweite Jugendliche in Deutschland wünscht sich wieder ausschließlich Präsenzunterricht, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Jugend-Digitalstudie der Postbank berichtet. Demnach sind nur 14 Prozent für überwiegenden Fernunterricht. 35 Prozent plädieren für einen Wechsel zwischen digitalem und analogem Unterricht. Befragt wurden der Zeitung zufolge 1000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren.

+++ 12:16 Bremen überschreitet als erstes nächste Impfmarke +++
In Bremen sind mittlerweile 3 von 5 Einwohnern komplett geimpft. Damit hat das Bundesland als erstes die Impfmarke von 60 Prozent überschritten. Deutschlandweit gelten momentan 52 Prozent der Menschen als komplett geimpft. In vier Bundesländern (Bayern, Brandenburg, Hamburg und Sachsen) sind es noch weniger als die Hälfte der Einwohner, wobei sich Bayern mit 49,9 Prozent unmittelbar vor der Schwelle zur 50-Prozent-Marke bei den komplett Geimpften befindet.

+++ 11:36 Spahn: Jeder fünfte Jugendliche mindestens einmal geimpft +++
Jeder fünfte Jugendliche in Deutschland zwischen 12 und 17 Jahren hat mittlerweile eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das twitterte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In absoluten Zahlen sind es 900.000. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna.

+++ 11:11 Ende der Corona-Ausnahme: Millionen US-Bürgern droht Zwangsräumung +++
In den USA droht Millionen Menschen die Obdachlosigkeit, weil am Sonntag eine Maßnahme zum Schutz vor Zwangsräumungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ausläuft. US-Präsident Joe Biden drängte den Kongress kürzlich, das Moratorium zu verlängern, nachdem der Supreme Court kürzlich eine geplante Verlängerung bis September durch das Weiße Haus untersagt hatte. Ob das funktioniert, ist fraglich, da eine Verlängerung selbst unter Bidens demokratischen Parteigenossen umstritten ist. Laut Volkszählungsbüro waren in der ersten Juli-Woche von 51 Millionen befragten Mietern noch 7,4 Millionen im Zahlungsrückstand. Die Hälfte von ihnen sagte demnach, ihnen drohe in den kommenden zwei Monaten die Zwangsräumung.

+++ 10:46 52 Prozent der Menschen in Deutschland voll geimpft bei weiter sinkendem Impftempo +++
Mittlerweile sind 52 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit ist gegenüber gestern (51,5 Prozent) noch einmal ein halber Prozentpunkt hinzugekommen. Es zeigt sich, dass das Impftempo in Deutschland weiter recht beständig abnimmt und sich der Marke von 400.000 verimpften Dosen im Schnitt annähert. Nach dem langsam anlaufenden Beginn der Impfmöglichkeiten hatte dieser Schnitt das erste Mal am 8. April die 400.000er-Schwelle geknackt, war dann bis Mitte Juni tendenziell angestiegen. Danach ließ er wieder nach.

+++ 10:01 Corona-Hilfen: Scholz will Verlängerung mindestens bis Jahresende +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen. "Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen sind bis 30. September befristet", äußert der SPD-Kanzlerkandidat gegenüber den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern." Scholz fügt hinzu: "Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

+++ 09:36 Inzidenz-Debatte: Scholz für stärkeren Blick auf Hospitalisierung +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz schaltet sich in die Inzidenz-Debatte ein und ist für eine stärkere Betrachtung der Hospitalisierung zur Einschätzung des Pandemiegeschehens. "Viele Fachleute verweisen richtigerweise darauf, dass wir neben den Inzidenzen auch die Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen im Blick behalten müssen", so der Finanzminister im Gespräch mit den Zeitungen der "Funke"-Mediengruppe. "Die Infektionszahlen steigen wieder, damit müssen wir umgehen. Aber es ist schon ein großer Unterschied zum Winter und zum Frühjahr, weil so viele jetzt geimpft und damit geschützt sind." Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt schon seit längerem auf die Berücksichtigung auch anderer Kennzahlen. Aus Sicht des Robert Koch-Instituts bleibt diese Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche aber der wichtigste Frühwarnwert.

+++ 09:25 Bericht: GroKo-Einigung bei Kostenpflichtigkeit von Schnelltests +++
Die "Bild" berichtet unterdessen mit Berufung auf Regierungskreise von einer grundsätzlichen Einigung der großen Koalition zur Kostenpflichtigkeit bei Schnelltests von Ungeimpften. Dem Vernehmen nach soll es Ende September oder Anfang Oktober so weit sein - wenn alle Bürger die Chance hatten, sich zweimal impfen zu lassen.

+++ 09:12 Ministerpräsident Günther fordert baldige Test-Kostenpflichtigkeit mit konkretem Datum +++
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther fordert, dass Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig werden. "Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen", so der CDU-Politiker gegenüber der "Welt". Dieses Datum könnte der 20. September sein, erklärt er. "Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen."

+++ 08:19 Umfrage: Mittelständler knapp für Impfpflicht +++
Eine knappe Mehrheit von Mittelständlern in Deutschland ist einer Umfrage zufolge für eine allgemeine Impfpflicht - wenn dadurch ein erneuter Lockdown verhindert werden könnte. Das geht aus einer Blitzumfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) hervor. Gestellt wurde folgende Frage: "Würden Sie einer allgemeinen Impfpflicht zustimmen, wenn dadurch ein erneuter Lockdown und Schulschließungen verhindert und die Einschränkungen der Freiheitsrechte wieder aufgehoben werden könnten?" Mit Ja antworteten knapp 54 Prozent der Firmen, mit nein 45 Prozent, keine Meinung hatte knapp ein Prozent. An der Umfrage beteiligten sich rund 2950 Firmen.

+++ 07:34 Entscheidung für oder gegen Maske: Vorbilder ausschlaggebend +++
Einer Studie zufolge entscheidet in der Pandemie weniger die eigene Persönlichkeit oder die gefühlte Angst als vielmehr das Verhalten anderer, ob eine Maske getragen oder ein Impftermin wahrgenommen wird. Forscher der Universitäten Koblenz-Landau und Mannheim haben herausgefunden, dass soziale Normen den stärksten Einfluss darauf haben, ob sich Menschen an Regeln halten oder nicht. "Ausschlaggebend ist, wie ich das Verhalten nahestehender Personen wahrnehme, weniger die eigene Persönlichkeit oder die subjektive Bedrohung", bilanzieren Selma Rudert (Koblenz-Landau) und ihr Kollege Stefan Janke (Mannheim) in der Studie.

+++ 06:52 RKI meldet 2400 Neuinfektionen, Inzidenz bei 16,9 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2400 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 16,9 - am Vortag betrug der Wert 16,5, am Samstag der Vorwoche 13,6. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1919 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

+++ 05:59 21 neue Corona-Fälle bei den Olympischen Spielen +++
Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio sind 21 weitere Corona-Fälle registriert worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele bekannt. Der Höchstwert war am Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Athleten sind dieses Mal nicht betroffen. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 241. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 23 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Einen weiteren prominenten Fall gab es mit dem positiv getesteten Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks aus den USA.

+++ 05:13 Sieben Delta-Fälle: Ausgangssperre in drittgrößter Stadt Australiens verhängt +++
Die Behörden haben in Australiens drittgrößter Stadt Brisbane nach einem Corona-Ausbruch eine strenge Ausgangssperre verhängt. Wie der stellvertretende Ministerpräsident des australischen Bundesstaates Queensland, Steven Miles, mitteilte, werden Millionen von Einwohnern der Stadt und einiger anderer Gebiete ab Samstagnachmittag für drei Tage zu Hause bleiben müssen. Zuvor waren insgesamt sieben Ansteckungen mit der Delta-Variante des Coronavirus verzeichnet worden.

+++ 04:06 Scholz: Menschen sollten untereinander für Impfung werben +++
Vizekanzler Olaf Scholz ruft die Bürger auf, untereinander für Impfung zu werben. "Wir alle sollten bei der Arbeit oder im Sportverein sagen: Ich habe mich impfen lassen, das war gut." Wer sich so verhalte, leiste einen Beitrag, auch diejenigen zu überzeugen, die skeptisch seien, sagt Scholz der Funke Mediengruppe. Zusätzlich sollten Inzidenzen nicht mehr als Hauptrichtwert in der Pandemie gelten. Die Situation in Krankenhäusern und auf Intensivstationen müsse auch betrachtet werden. Scholz: "Die Infektionszahlen steigen wieder, damit müssen wir umgehen. Aber es ist schon ein großer Unterschied zum Winter und zum Frühjahr, weil so viele jetzt geimpft und damit geschützt sind."

+++ 02:46 Saudi-Arabien öffnet Grenzen für geimpfte Touristen +++
Saudi-Arabien öffnet nach 17 Monaten seine Grenzen für gegen das Coronavirus geimpfte Touristen. Die wegen der Pandemie verhängte Einreisesperre für ausländische Reisende werde ab dem 1. August aufgehoben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Tourismusministerium. Demnach können Reisende mit Tourismusvisum, die mit den von Saudi-Arabien zugelassenen Impfstoffen (Pfizer/Biontech, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson) vollständig geimpft sind, einreisen und müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Vor der Einreise muss ein negativer PCR-Test vorliegen.

+++ 01:57 Rio impft Bewohner von Armenviertel für Corona-Studie +++
In einem Modellprojekt sollen Tausende Bewohner eines Armenviertels in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro gegen das Coronavirus geimpft werden. Bei dem Feldversuch soll die Wirksamkeit des Impfstoffs von Astrazeneca unter besonderer Berücksichtigung der Lebensbedingungen in dem Armenviertel Maré und neuer Covid-19-Varianten studiert werden, hieß es zum Auftakt der Kampagne in einer Mitteilung der Stadtverwaltung Rios. Das Armenviertel Maré ist mit rund 130.000 Bewohnern einer der größten Favela-Komplexe Rio de Janeiros. Bis Sonntag sollen mehr als 30.000 Bewohner im Alter von 18 bis 33 Jahren geimpft werden.

+++ 00:51 Moskau schafft Handschuh-Pflicht ab +++
Nach mehr als einem Jahr hat Russlands Hauptstadt Moskau die als Corona-Schutzmaßnahme eingeführte Handschuh-Pflicht im öffentlichen Raum aufgehoben. Unter anderem Busse, Bahnen und Geschäfte dürfen künftig wieder ohne Handbedeckung betreten werden, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin mitteilt. Die Handschuh-Pflicht war in Europas größter Metropole im Mai vergangenen Jahres eingeführt worden, vielerorts wurde sie allerdings nicht konsequent umgesetzt. Sobjanin sprach von einer "deutlich verbesserten" Lage. Weil allerdings viele Menschen mit einer Impfung zögerten, hat Russlands Hauptstadt außerdem eine Impfpflicht für Angestellte zahlreicher Berufsgruppen verhängt.

+++ 23:50 Ärzteverband: Unabhängigkeit der Impfkommission mit Reform absichern +++
Angesichts des politischen Drucks auf die Ständige Impfkommission (STIKO) hat der Verband der Amtsärzte angeregt, die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Einrichtung organisatorisch abzusichern. "Man müsste überlegen, wie die STIKO künftig aufgehängt ist, um ihre Neutralität und Unabhängigkeit zu sichern", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der "Ärzte Zeitung" (Online). Derzeit ist die Stiko am Robert Koch-Institut angesiedelt, einer Bundesbehörde. Damit gerate die STIKO aber "in den Bereich Politik und Politikberatung", erklärte Teichert. Auch brauche die Kommission hauptamtliche Strukturen, die die professionelle Arbeit der ehrenamtlich tätigen Kommissionsmitglieder unterstütze.

+++ 23:10 Auch New Yorker Broadway will Impf-Nachweise verlangen +++
Die Theater am New Yorker Broadway wollen bei der Wiedereröffnung im September nach rund anderthalbjähriger Pause während der Corona-Pandemie nur Zuschauer mit Impf-Nachweis zulassen. Auch alle Mitarbeiter und Schauspieler an den insgesamt 41 Theatern müssten geimpft sein, teilt der Branchenverband Broadway League mit. Ausnahmen gebe es nur für Kinder unter zwölf Jahren, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist, und für Menschen, bei denen medizinische Gründe oder religiöse Überzeugungen eine Impfung verhinderten - diese müssten einen negativen Test vorzeigen. Zudem müssten Zuschauer im Theater Masken tragen und dürften diese nur zum Essen und Trinken abnehmen.

+++ 22:27 WHO sieht keine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante +++
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können die hart erkämpften Erfolge der Bekämpfung der Pandemie verloren gehen, da sich die hoch ansteckende Delta-Variante weiter ausbreitet. Die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove gab aber bekannt, dass es bislang keine Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit durch die Delta-Variante gibt.

+++ 22:10 Englischen Corona-Experten belästigt: Acht Wochen Haft auf Bewährung +++
Weil er gemeinsam mit einem Kumpel den medizinischen Chefberater der britischen Regierung, Chris Whitty, belästigt hat, ist ein 24-Jähriger zu acht Wochen Haft verurteilt worden. Die Strafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt, wie ein Gericht in London entschied. Der Mann, der wegen des Vorfalls seinen Job als Immobilienmakler verloren hatte, hatte sich zuvor der Körperverletzung schuldig bekannt. Er muss zudem rund 300 Pfund (350 Euro) Strafe und Gebühren zahlen. Whitty wurde bei dem Übergriff nicht verletzt. Der 24-Jährige hatte zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund vor gut einem Monat versucht, den Professor in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen. Die beiden Betrunkenen hielten Whitty, der oft mit Premierminister Boris Johnson bei Pressekonferenzen auftritt, fest und grölten triumphierend.

+++ 21:51 Fallzahlen in Italien steigen deutlich +++
In Italien sind die täglichen Corona-Infektionszahlen zuletzt weiter gestiegen. In beinahe allen Regionen und Autonomen Provinzen hätten die Behörden wachsende Fallzahlen in allen Altersgruppen verzeichnet, heißt es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des italienischen Gesundheitsamtes. Zuletzt meldete das Land 6613 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle. Die Delta-Mutation hat in Italien innerhalb eines Monats fast alle anderen Varianten des Coronavirus verdrängt. Stand 20. Juli sei Delta für knapp 95 Prozent aller Neuinfektionen verantwortlich, gibt das Nationale Gesundheitsinstitut (ISS) bekannt. Ein Monat zuvor habe der Anteil noch bei fast 23 Prozent gelegen.

+++ 21:28 US-Studie: Mehrheit von Infizierten nach Großevents waren geimpft +++
Einer US-Studie zufolge waren drei Viertel der Infizierten nach mehreren Großereignissen im Bundesstaat Massachusetts eigentlich komplett geimpft. Dies deute auf eine hohe Übertragbarkeit der Delta-Variante hin, teilt die Seuchenbehörde CDC mit. Nach den Veranstaltungen im Landkreis Barnstable waren 469 Fälle verzeichnet worden, von denen 74 Prozent eine abgeschlossene Impfung aufwiesen. Bei 133 genauer Untersuchten sei in 90 Prozent der Fälle Delta gefunden worden. Offenbar könnte die Mutation im Gegensatz zu anderen Varianten auch durch komplett Geimpfte übertragen werden. CDC-Chefin Rochelle Walensky nannte die Studie besorgniserregend und verwies auf neue Empfehlungen der Behörde, dass auch komplett Geimpfte in Gebieten mit hoher Inzidenz Masken tragen sollen.

+++ 21:06 Nur noch sieben Kreise mit Inzidenz von 0 +++
Nur noch sieben Kreise melden eine Sieben-Tage-Inzidenz von 0. Gestern waren das noch neun, vor einer Woche noch über ein Dutzend. Vor gut einem Jahr am 15. Juni traf das laut RKI-Daten sogar auf 158 Regionen zu. Die Mehrheit der Regionen kann dennoch weiter Inzidenzen unter 25 melden. Drei Kreise melden eine Inzidenz von über 50: Lüneburg, die Stadt Wolfsburg und das Berchtesgadener Land.

+++ 20:42 Frankreich meldet einen Fall von Herzmuskelentzündung bei Jugendlichen nach Impfung +++
Rund sechs Wochen nach Beginn der Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren in Frankreich ist in dem Land nur ein Fall von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach einer Corona-Impfung gemeldet worden. Dies gibt die französische Arzneimittelbehörde ANSM bekannt. Bei fast 2,4 Millionen Geimpften in dieser Altersgruppe seien insgesamt 66 Fälle schwerer Nebenwirkungen registriert worden. Bisher wurde in Frankreich in dieser Altersgruppe ausschließlich der Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht, seit Mittwoch ist auch das Vakzin von Moderna für Kinder und Jugendliche zugelassen.

+++ 20:15 EU genehmigt Bahn-Hilfen in Milliarden-Höhe +++
Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben von der Bundesregierung beschlossene Corona-Hilfen für Bahnunternehmen genehmigt. Wie die Brüsseler Behörde mitteilt, geht es um Unterstützung im Gegenwert von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Sie wird in Form einer Senkung der Entgelte gewährt, die Unternehmen im Güter- und im Personenfernverkehr für den Zugang zur Schieneninfrastruktur entrichten. "Die heute genehmigten Maßnahmen werden Unternehmen des Schienengüter- und des Schienenpersonenverkehrs in Deutschland dabei helfen, die durch die Corona-Pandemie verursachte schwierige Lage zu bewältigen", teilt die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager mit. Sie sollten zudem auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs mit anderen Verkehrsträgern zu wahren, um europäische Umwelt- und Klimaschutzziele zu erreichen.

+++ 19:51 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 2557 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.767.693 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2557 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 29 auf 91.638. Die Zahl der neu registrierten Todesfälle steigt im Wochenvergleich leicht: Letzten Freitag wurden 28 Tote neu gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 25.128 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,13). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 350 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 181 davon werden beatmet. Rund 4326 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Im Wochenvergleich liegt der aktuelle Tageszuwachs bei den Neuinfektionen 589 Fälle über dem Niveau von Freitag vergangener Woche (23. Juli: 1968 Neuinfektionen). Das ents<pricht einem Anstieg um 29,9 Prozent.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des Vortags lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mpe/cls/dpa/AFP/rts

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