Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 14:19 Menschen protestieren trotz Verbot gegen Corona-Maßnahmen +++

Trotz des Verbots einer Veranstaltung sind in Kassel kleinere Gruppen von Gegnern der Corona-Maßnahmen zusammengekommen. Laut Angaben der Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen liegt deren Anzahl am Nachmittag im unteren dreistelligen Bereich. Zwei Personen wurden wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsverbot und des Platzverweises festgenommen. Im Vorfeld hatte die Stadt eine geplante Veranstaltung von Gegnern der Corona-Politik mit etwa 3000 angekündigten Teilnehmern verboten.

+++ 13:51 Impfquote von 50 Prozent rückt in Deutschland näher +++
In den nächsten Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 12.40 Uhr). Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517.470 Dosen gespritzt. Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,7 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,3 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,5 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,3 Prozent).

+++ 13:26 Täglich testen statt Quarantäne: Großbritannien lockert Regeln für weitere Berufe ++++
Wegen massiver Personalausfälle in vielen Bereichen hat die britische Regierung die Corona-Quarantäne-Regeln für weitere Berufsgruppen gelockert. So dürfen in England auch Zugführer, Grenzbeamte oder Feuerwehrleute, die Kontakt zu Corona-Infizierten hatten, sich nun täglich testen, statt in Quarantäne zu gehen. Dies gab die Regierung bekannt. Zunächst hatten diese Sonderregeln nur für Beschäftigte des Gesundheitsdienstes und später auch für Beschäftigte der Lebensmittelversorgung gegolten. Weil in Großbritannien derzeit so viele mit dem Coronavirus infiziert sind und noch deutlich mehr Menschen mit diesen in Kontakt gekommen sind, hapert es an vielen Stellen des öffentlichen Lebens: Züge fallen aus, Supermarktregale bleiben zeitweise leer und Mülltonnen werden nicht geleert. Millionen Briten müssen sich zu Hause isolieren. Mitte August sollen die Quarantäne-Regeln in England für alle vollständig Geimpften gelockert werden.

+++ 12:48 Zahl der Neuinfektionen in Russland sinkt leicht ++++
In Russland steigt die Zahl der Corona-Toten weiter im Rekord-Tempo. Die Behörden melden 799 neue Todesfälle binnen 24 Stunden, die Zahl der Neuinfektionen habe um knapp 24.000 zugelegt. Das sind allerdings rund fünf Prozent weniger als vor einer Woche. In der Hauptstadt Moskau sei die Zahl gar um rund ein Viertel auf 3376 gesunken. Der Moskauer Bürgermeister war am Freitag mit den Worten zitiert worden, die Behörden hofften, dass der Höhepunkt in Moskau damit überschritten sei.

+++ 12:02 Bund weiß bei vielen Beatmungsgeräten nicht, wo sie sind ++++
Am Anfang der Pandemie sind Beatmungsgeräte Mangelware gewesen. Die Bundesregierung hat deswegen im vergangenen Jahr mit sechs Herstellern Verträge über den Kauf von 26.281 Beatmungsgeräten abgeschlossen - 14.205 der bestellten Geräte wurden noch abbestellt, als sich abzeichnete, dass so viele gar nicht gebraucht werden. Der "Spiegel" berichtet jetzt, dass die Bundesregierung keine Informationen darüber hat, was die Bundesländer mit den vom Bund beschafften Beatmungsgeräten machen und zitiert aus einer Kleinen Anfrage der FDP. Darin heißt es: "Ab dem Zeitpunkt der Lieferung bzw. des Gefahrübergangs liegt dies in der Verantwortung des jeweiligen Landes."

+++ 11:26 Island kehrt zu neuen Beschränkungen zurück +++
Wegen steigender Corona-Zahlen führt Island wieder neue Beschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab Sonntag müssen Bars und Clubs ab Mitternacht schließen, bei Veranstaltungen sind dann maximal 200 Teilnehmer erlaubt, wie die Regierung laut Berichten des isländischen Senders RUV mitteilte. Außerdem sollen die Isländer wieder mindestens einen Meter Abstand halten und in Innenräumen Masken tragen. Island hatte sich erst vor vier Wochen von seinen Corona-Maßnahmen verabschiedet. Nach 15 Monaten Abstand halten, Maske tragen und weiteren Maßnahmen wurden alle Beschränkungen aufgehoben. Zuvor war eine Woche lang kein neuer Corona-Fall mehr auf der Nordatlantik-Insel gemeldet worden. Rund 90 Prozent aller Isländer über 16 Jahren sind mindestens einmal gegen Corona geimpft. Seit einigen Tagen hat sich der Trend aber wieder gedreht.

+++ 10:53 Infektionen schnellen wegen Nachmeldungen in Brasilien nach oben +++
Aufgrund Zehntausender Nachmeldungen hat Brasiliens Gesundheitsministerium innerhalb eines Tages mehr als 100.000 Corona-Infektionen registriert. Bei der Veröffentlichung der täglichen Fallzahlen am Freitagabend nannte das Ministerium in Brasília 108.732 neue Fälle. Der plötzliche Anstieg kam dadurch zustande, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul seine über 500 Tage gesammelten Corona-Daten aktualisiert und mehr als 64.000 neue Fälle auf einmal übermittelt hatte. Am Vortag hatte Brasilien etwa 50.000 neue Fälle registriert. Insgesamt haben sich im größten Land Lateinamerikas damit bislang mehr als 19,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Im Juli meldete Brasilien die niedrigste Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen seit Januar.

+++ 10:21 Heil beziffert Gesamtausgaben für Kurzarbeitergeld +++
Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil belaufen sich die Gesamtausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise seit Anfang 2020 auf 38 Milliarden Euro. "Das ist verdammt viel Geld. Die Alternative Massenarbeitslosigkeit wäre aber für unser Land sehr viel teurer", sagt Heil der Düsseldorfer Rheinischen Post einem Vorabbericht zufolge. Dem Bundesarbeitsminister zufolge habe der Bund 26 Milliarden Euro an Rücklagen aus guten Arbeitsmarktzeiten gehabt und die Bundesagentur für Arbeit habe schnell und unbürokratisch geholfen. "Ich will nicht ausschließen, dass es in Einzelfällen Fehler gegeben hat. Das wird zu gegebener Zeit nach Recht und Gesetz kontrolliert werden", räumt der SPD-Politiker ein.

+++ 09:17 Klinikdirektor erwartet mehr Infizierte - aber weniger schwere Fälle +++
Der Direktor der Frankfurter Uniklinik erwartet steigende Corona-Fallzahlen, aber keine neue Überlastung der Intensivstationen. Derzeit sei die Lage in den hessischen Kliniken bei den Covid-19-Patienten "ziemlich entspannt", sagte Prof. Jürgen Graf. Man habe landesweit konstant rund 50 Patienten auf Intensivstationen und 100 auf Normalstationen. "Alle liegen schon länger in den Kliniken, es kommen nur vereinzelt Patienten dazu." Die Frage sei allerdings, wie lange das so bleibe. Die Entwicklung in den Nachbarländern sei beunruhigend, auch die umfangreiche Lockerung in Großbritannien findet Graf "nicht nachvollziehbar". Dazu komme die Saisonalität des Erregers, der im Herbst und Winter aktiver sei. Dennoch bestehe Hoffnung, dass die Situation in diesem Jahr eine andere sein könnte als im vergangenen: "Was sich geändert hat, ist der Anteil der Hospitalisierten an den Infizierten", erklärte Graf. Will heißen: Auch wenn mehr Menschen sich mit dem Virus anstecken, werden weniger von ihnen schwer krank.

+++ 08:32 Karliczek: Erwachsene sollen sich aus Solidarität zu Kindern impfen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek fordert Erwachsene auf, sich gegen Corona impfen zu lassen - auch aus Solidarität gegenüber Kindern und Jugendlichen. "Gerade jetzt, wo die Infektionszahlen wieder ansteigen, sollten sich möglichst alle Erwachsenen mit den Kindern und Jugendlichen solidarisch zeigen, indem nicht geimpfte Personen die Impfangebote wahrnehmen", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die Solidarität der Erwachsenen wäre ein ganz wichtiger Beitrag, um nach den Sommerferien einen regulären Schulbetrieb zu ermöglichen." Karliczek argumentierte: "Für die jüngeren Kinder ist kein Impfstoff zugelassen, für die Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren wird keine Impfung empfohlen. Darum: Je weniger das Virus unter den Erwachsenen zirkuliert, desto weniger kann es auch für die Jüngeren zu einer Gefahr werden. Auch Kinder und Jugendliche können schwer erkranken, und wir wissen auch noch zu wenig über Long Covid bei Kindern und Jugendlichen."

+++ 08:08 Dreyer fordert neue Warnwerte +++
Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. "Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen", sagte sie der "Rheinischen Post". "Dennoch sagt die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, sagte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. "Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen." Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, vorgeschlagenes System als "sehr kluges Ampelsystem". "Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit."

+++ 07:46 Seit Pandemiebeginn mehr als 40 Millionen Fälle in Lateinamerika und Karibik +++
In Lateinamerika und der Karibik sind seit dem Beginn der Pandemie mehr als 40 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Toten stieg auf 1.353.335 Menschen, wie eine Zählung ergab. In zahlreichen Ländern stiegen die Inzidenzen zuletzt wieder an, unter anderem befeuert durch die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Weltweit wurden bisher rund 193 Millionen Menschen positiv getestet. 4.143.687 Menschen starben.

+++ 07:21 Rio warnt vor Ausbreitung der Delta-Variante +++
Nach den ersten Todesfällen durch die Delta-Variante des Coronavirus hat die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro vor deren weiteren Ausbreitung gewarnt. "Es wird erwartet, dass die Delta-Variante in der Stadt bald vorherrschend sein wird", sagte der Gesundheitssekretär Rios, Daniel Soranz, bei der Pressekonferenz zur Situation der Corona-Pandemie in der brasilianischen Millionenmetropole. Demnach dominiert in Rio de Janeiro noch die Variante Gamma. Am Vortag waren im Bundesstaat Rio de Janeiro die ersten vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Delta-Variante B.1 617.2 des Coronavirus bekanntgeworden. Die vier außerhalb der Hauptstadt Rio Verstorbenen waren noch nicht komplett gegen Corona geimpft gewesen.

+++ 06:57 Weil: Impfen zentraler Schlüssel für Rückkehr zur Normalität +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sieht in der Pandemie das Impfen gegen das Virus als zentralen Schlüssel für eine Rückkehr zur Normalität. "Ein Leben in Normalität wird sich dann ergeben, wenn eine sehr große Mehrheit in der Gesellschaft vollständig geimpft ist", sagte Weil. Die verfügbaren Impfstoffe schlügen auf die bisher bekannten Mutationen gut an. "Ich verstehe nicht, dass gerade jetzt, in dem Moment, wo wir genug Impfstoff haben, die Bereitschaft in der Bevölkerung deutlich an Schwung verliert", sagte Weil. "Wenn man bedenkt, dass zum Beispiel für die Kinder derzeit noch kein Impfstoff zugelassen ist, dann müssen sich vom Rest der Gesellschaft weitaus mehr Menschen als die 80 Prozent impfen lassen." Auf dieser Grundlage könnte dem Regierungschef zufolge die Gesellschaft mit Corona zu einem ähnlichen Umgang wie mit dem Influenza-Virus gelangen. Auch dieses habe man nicht ausrotten können und man werde im Zweifel auch Corona nicht ausrotten können. "Aber mit einem wirksamen Impfschutz in unserer Gesellschaft können wir damit leben", sagte Weil.

+++ 06:33 Tschentscher verteidigt Maskenpflicht an Schulen +++
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat die weiterhin relativ harten Auflagen an den Schulen verteidigt. "Wir wollen einen Rückfall in der Pandemie und Einschränkungen im Präsenzunterricht unbedingt vermeiden", sagte Tschentscher. Deshalb beginne der Unterricht nach den Sommerferien am 5. August so, wie es vor den Ferien gewesen sei: "Präsenzunterricht in allen Klassenstufen, aber mit Schnelltests, Hygienekonzepten, regelmäßigem Lüften und dem Tragen von Masken in Innenräumen." Einem späteren Schulbeginn, etwa generell erst um 9.00 Uhr, erteilte Tschentscher eine Absage. "Wenn Eltern morgens pünktlich zur Arbeit müssen, ist ein später Unterrichtsbeginn organisatorisch schwierig", sagte Tschentscher. Für Familien sei es aber wichtig, dass Kinder verlässlich in Kita und Schule betreut würden.

+++ 06:17 Patientenschützer: Jüngere sollen Impfbereitschaft beweisen +++
Patientenschützer werfen den jüngeren Generationen eine mangelnde Impfbereitschaft vor. "Obwohl mittlerweile Impfstoff für täglich zwei Millionen Menschen bereitsteht, werden nur 500.000 Dosen abgerufen, denn der Impffortschritt dümpelt in der jungen und mittleren Generation vor sich hin", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Es sei allerhöchste Zeit, "dass jetzt auch die Jüngeren ihre Impfsolidarität in der Pandemie unter Beweis stellen." Immer wieder sei beklagt worden, die Jungen müssten zugunsten Älterer auf ihre Freiheit verzichten, sagte Brysch der Zeitung. Dass die Impfbereitschaft bei ihnen nun so gering sei, zeige, "dass an dem Vorwurf nichts dran war". Die über 60-Jährigen hingegen würden "mit erwartbarer fast 90-prozentiger vollständiger Impfquote ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen". Schon jetzt hätten 85 Prozent dieser Altersgruppe das Impfangebot angenommen.

+++ 06:04 RKI registriert 1919 Neuinfektionen +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 13,6 - am Vortag betrug der Wert 13,2 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1919 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.35 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1608 Ansteckungen gelegen. Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 22 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.754.511 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.644.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.520.

+++ 05:29 Hans für Einschränkungen für Impfverweigerer +++
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans spricht sich angesichts einer drohenden vierten Corona-Welle dafür aus, Impfverweigerern auf Dauer nicht die gleichen Freiheiten zurückzugeben wie Geimpften. "Von vollständig Geimpften geht eine wesentlich geringere Ansteckungsgefahr aus als von Nicht-Geimpften. Man kann daher von ihnen auf Dauer nicht die gleichen Einschränkungen erwarten", sagt Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Mehrheit der geimpften Menschen werde nicht zugunsten der Minderheit der Impfverweigerer auf Freiheiten verzichten wollen. "Dann wird es so sein, dass Impfverweigerer mehr Einschränkungen haben: Sie müssen zum Beispiel für Schnelltests zahlen oder können nicht an jeder Veranstaltung teilnehmen. Es kann nicht sein, dass sich für Geimpfte nichts ändert, nur weil die Gesellschaft dauerhaft Rücksicht auf die Verweigerer nehmen muss."

+++ 04:42 Olympia meldet 17 neue Fälle +++
Bei den Olympischen Spielen in Tokio melden die Organisatoren 17 weitere Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der positiven Tests seit Beginn der Erfassung am 1. Juli auf insgesamt 123. Wie das Organisationskomitee in dem Tagesbericht bekanntgibt, gehört zu den Betroffenen eine Athletin oder ein Athlet, die oder der nicht aus Japan kommt. Tags zuvor hatte die deutsche Olympia-Mannschaft ihren ersten Corona-Fall bekanntgegeben. Der Radsportler Simon Geschke war positiv auf das Virus getestet worden.

+++ 03:56 Dreyer fordert neues Warnsystem in Corona-Politik +++
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert ein neues Warnsystem für die Corona-Politik jenseits der reinen Inzidenzwerte als Hauptkriterium. "Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen", sagt Dreyer der "Rheinischen Post". Dennoch sage "die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden". Die Inzidenz bleibe wichtig, sagt die Ministerpräsidentin der Zeitung. Sie müsse aber mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden.

+++ 03:04 Montgomery warnt vor Infektionsanstieg durch Reiserückkehrer +++
Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnt vor einer steigenden Corona-Inzidenz durch Reiserückkehrer. "Spanien und Italien sind beliebte Urlaubsländer vor allem bei jüngeren Menschen, die oft noch nicht zweimal geimpft sind. Der Viren-Eintrag nach Deutschland aus diesen Ländern wird durch die Reiserückkehrer ganz klar steigen", sagt Montgomery der "Rheinischen Post". Der Ärztefunktionär fordert, mit konsequenter Quarantäne für ungeimpfte Reiserückkehrer und Einhaltung der Corona-Regeln dafür zu sorgen, dass aus der vierten Welle kein "Tsunami" werde.

+++ 02:10 GEW fordert Luftfilter in allen Klassenräumen +++
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert die Anschaffung von Luftfiltern für alle Klassenräume in Deutschland. "Wenn die Schulen krisenfest werden sollen und es nach den Sommerferien wieder regelmäßigen Präsenzunterricht geben soll, dann sind Luftfilter - neben einem Hygienekonzept inklusive regelmäßiger Tests - in allen Klassenräumen erforderlich", sagt GEW-Chefin Maike Finnern der "Rheinischen Post". Der Bund habe zwar endlich ein Förderprogramm auch für mobile Luftfilter aufgesetzt. "Die Förderung ist aber auf die Schulräume der Kinder und Jugendlichen bis zwölf Jahre beschränkt. Das reicht nicht aus, da die hohen Zahlen besonders Jugendliche und junge Erwachsene betreffen", sagt Finnern. "Jetzt müssen die Länder und Kommunen schnell reagieren und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, damit alle Schulen flächendeckend mit Luftfiltern ausgestattet werden können."

+++ 01:04 Kinderärzte-Chef greift STIKO scharf an +++
In der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder greift der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, die Ständige Impfkommission (STIKO) scharf an. "Ich ärgere mich über die intransparente Art, wie da im Moment gearbeitet wird", sagt Fischbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es wird gesagt, dass man die Datenlage nicht für ausreichend hält, aber nicht warum man das so einschätzt und auch nicht, wann es denn ausreichend wäre." In anderen Ländern, so der Kinderarzt, würden Millionen Kinder über 12 Jahren geimpft. "Es muss inzwischen Daten geben." Die STIKO orientiere sich nur daran, ob für das Individuum Nutzen oder möglicher Nachteil einer Impfung überwiege. "Faktoren wie Herdenimmunität oder soziale Auswirkungen wie eine Zunahme von Kindeswohlgefährdungen, wenn es wieder zu Einschränkungen für Kinder kommen sollte, werden nicht berücksichtigt", sagt er den Funke-Zeitungen.

+++ 00:02 Lauterbach: Disko-Besuche nur mit Maske +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Corona-Fälle in Diskotheken strenge Maßnahmen. "Derzeit haben wir die Herdenimmunität noch nicht erreicht, deshalb rate ich, weiter vorsichtig zu sein", sagt Lauterbach dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das bedeute auch: "Diskothekenbesuche nur für Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind und nur mit Maske." Lauterbach mahnt zudem schnelle Entscheidungen an, welche Lockerungen zurückgenommen werden sollten. Er unterstütze Bemühungen, die Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage mit Kanzlerin Angela Merkel vorzuziehen: "Je eher die Ministerpräsidenten-Runde zusammenkommt, desto besser.

+++ 23:05 In England infizieren sich vor allem junge Erwachsene +++
Junge Erwachsene sind in der jüngsten Infektionswelle in England am stärksten betroffen. Das geht aus neuen Zahlen der Gesundheitsbehörde Public Health England hervor. Demnach lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Menschen innerhalb einer Woche in dieser Altersgruppe bei zuletzt knapp 1155 - der höchste je festgestellte Wert seit Ausbruch der Pandemie im vergangenen Jahr. Insgesamt wurde die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien zuletzt mit 488 angegeben. Grund für die hohe Ansteckungsrate dürfte unter anderem sein, dass die Impfrate bei jüngeren Menschen niedriger ist als bei den Älteren.

+++ 22:18 Behörde gibt nach Infektion im Hamburger Club "Molotow" Entwarnung +++
Nach einem Corona-Fall im Hamburger Musikclub "Molotow" auf St. Pauli hat die Gesundheitsbehörde Entwarnung gegeben. Bei den 56 Konzertbesuchern, die zur Reihentestung erschienen seien, habe es keinen weiteren positiven Befund gegeben, sagte Behördensprecher Martin Helfrich. Anfang der Woche hatten die Gesundheitsämter wegen eines möglichen Kontakts mit einer Corona-infizierten Person für 90 Besucher des "Molotows" Quarantäne angeordnet. Zuvor war eine Person, die in der vergangenen Woche ein Konzert in dem Club am Nobistor besucht hatte, positiv getestet worden. Die Vielzahl der Quarantäne-Anordnungen war der Behörde zufolge wegen einer "unübersichtlichen Kontaktsituation" in dem Lokal nötig gewesen.

+++ 21:50 Neuinfektionen in Türkei erreichen höchsten Stand seit Mai +++
In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldet 11.094 neue Fälle - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr. Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft.

+++ 21:26 Impfgegner belagern slowakisches Parlament +++
In der slowakischen Hauptstadt Bratislava haben Impfgegner das Parlament belagert, um gegen ein Gesetz zu protestieren, das Nachteile für Ungeimpfte vorsieht. Berichten zufolge skandierten sie "Verrat" und bewarfen das Gebäude mit Eiern, als die Abgeordneten im Plenum die Gesetzesvorlage diskutierten. Diese sieht unter anderem vor, dass der Einlass in Restaurants und andere gastronomische Einrichtungen nur noch geimpft oder mit einem negativen PCR-Test erlaubt ist. Mehrere Oppositionsparteien sind gegen die Regelung, darunter die Partei des früheren slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico, der bereits angekündigt hat, sich nicht impfen zu lassen.

+++ 21:02 Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen springt auf 67,8 +++
Angesichts der steigenden Infektionszahlen weisen mehr und mehr Landkreise eine Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 35 auf. An der Spitze liegt die kreisfreie nordrhein-westfälische Stadt Solingen mit 67,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 20:46 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 1968 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.753.324 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 1968 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 18 auf 91.500. Als aktuell infiziert gelten 18.888 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,26 angegeben (Vortag: 1,23). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 356 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 198 davon werden beatmet. Rund 4372 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen. Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, chr/mba/ino/dpa/AFP/rts

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