Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 14:34 Mallorca schließt nach illegalen Partys Lokale am "Ballermann" +++

Wegen illegaler Partys am "Ballermann" beschließt Mallorca die Zwangsschließung aller Lokale der vor allem von deutschen Touristen gern besuchten "Bier-" und "Schinkenstraße". Diese Anordnung gelte zunächst für zwei Monate und trete am Mittwoch mit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt sofort in Kraft, teilt der balearische Tourismusminister Iago Negueruela in Palma mit.

Die Regionalregierung ordnet aus demselben Grund auch die Schließung aller Lokale der Straße Puerto Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf westlich der Inselhauptstadt an. Das Verhalten einiger weniger Urlauber und Lokalbesitzer dürfe nicht die riesigen Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, so Negueruela.

+++ 12:58 Skiurlaub und Feste befeuerten Corona-Ausbreitung in Tirschenreuth +++
Eine Untersuchung des Robert Koch-Institutes (RKI) zur Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Landkreis Tirschenreuth im Nordosten Bayerns hat einen Zusammenhang von Infektionen und bestimmtem Freizeitverhalten der Betroffenen festgestellt. 33 von 98 Befragten waren entweder kurz zuvor im Skiurlaub in Österreich oder Italien gewesen, hatten an einem Starkbierfest in der Stadt Mitterteich (Kreis Tirschenreuth) oder an einem zweiten Bierfest ("Zoigl") teilgenommen. "Ein Zusammenspiel dieser drei Faktoren, zu einem Zeitpunkt, als noch kein einziger Fall aus dem Landkreis gemeldet worden war, scheint wahrscheinlich als Ursache für die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Stadt Mitterteich und daraufhin im gesamten Landkreis", heißt es in der Studie des RKI.

+++ 12:07 Verkäufer in Drogerien und Supermärkten nur selten infiziert +++
Bei der Arbeit in Supermärkten und Drogerien könnten sich laut "Zeit" weniger Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert haben als zu Beginn der Pandemie befürchtet. Die Wochenzeitung beruft sich auf eine Recherche unter den großen deutschen Supermarkt- und Drogerieketten. Demnach wurden bei der Drogeriekette dm nur 0,1 Prozent der etwa 41.000 Mitarbeiter positiv getestet. Eine ähnliche Bilanz ziehe Konkurrent Rossmann mit 36 Fällen bei 33.400 Mitarbeitern. Davon hätten sich nur zwei eindeutig bei der Arbeit infiziert. Auch die Supermarktketten Rewe und Kaufland hätten angeben, der Anteil der infizierten Mitarbeiter liege unter dem Bevölkerungsdurchschnitt.

+++ 11:41 Reisewarnung für Norwegen aufgehoben +++
Das Auswärtige Amt hat nun auch die Reisewarnung für Norwegen aufgehoben. Das teilte die Behörde am Mittag mit. Zuvor hatte das norwegische Außenministerium eine Liste mit Ländern veröffentlicht, aus denen die Einreise von heute an wieder gestattet ist. Darunter war auch Deutschland. Damit sei nun die Einreise aus Deutschland für alle Zwecke wieder erlaubt, teilte das Auswärtige Amt mit. Sie sei quarantänefrei entweder direkt oder über Dänemark beziehungsweise Finnland möglich, über Schweden nur in direktem Transit.

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+++ 11:30 Virologin befürwortet lokale Ausreisesperren +++
Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hat die angedachten Ausreisesperren zur Eindämmung lokaler Corona-Ausbrüche als "sehr vernünftige Maßnahme bezeichnet. Vorbild sei Japan, dort habe man die Pandemie auf diese Weise sehr gut in den Griff bekommen, erklärte die Expertin der Technischen Universität München dem Radiosender Bayern 2. "Damit ist man einfach schneller, als wie wenn man zuerst testet, auf das Ergebnis wartet», sagte Protzer. «In der Zwischenzeit haben sich vielleicht neue angesteckt und dann laufe ich immer hinterher."

+++ 11:14 In NRW gelten neue Lockerungen der Corona-Regeln +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Kennziffern zum Infektionsgeschehen ordnet ntv-Moderator Daniel Schüler zusammen mit Nina Lammers und dem Epidemiologen Timo Ulrichs die aktuelle Coronavirus-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 10:30 Proteste in Israel gegen die Regierung +++
Ob in den USA, Asien oder Europa: Gleich mehrere Länder sind von einer zweiten Corona-Welle betroffen und deswegen zurück im Lockdown. Besonders ernst ist die Lage in Israel. Hier kommt es mittlerweile bei Protesten gegen die Regierung zu Krawallen.

+++ 10:11 Infektionsbrennpunkt verschiebt sich von NRW nach Bayern +++
Der Brennpunkt im deutschen Infektionsgeschehen hat sich am gestrigen Tag von Kanzlerin Merkels Besuch bei Ministerpräsident Söder von NRW nach Bayern verschoben. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen weist nach einer Zählung von ntv.de nun den bundesweit höchsten Wert bei der Anzahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern aus.

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+++ 08:53 US-Behörde: Maskentragen könnte Pandemie binnen Wochen unter Kontrolle bringen +++
Die Ausbreitung des Coronavirus in den USA könnte nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörde CDC mit dem Tragen von Masken innerhalb weniger Wochen unter Kontrolle sein. "Wenn wir jeden dazu bringen könnten, jetzt sofort eine Maske zu tragen, denke ich, könnten wir diese Pandemie in vier, sechs, acht Wochen unter Kontrolle bringen", sagte CDC-Direktor Robert Redfield in einem Interview mit dem Fachmagazin "Journal of the American Medical Association". Die USA sind das weltweit mit Abstand am stärksten von der Corona-Pandemie getroffene Land. Eine landesweite Maskenpflicht gibt es nicht. In einer Pressemitteilung des CDC vom Dienstag hieß es, eine Gesichtsbedeckung sei eine der wirkungsvollsten Waffen, um das Ausbreiten des Virus zu verlangsamen und zu stoppen.

+++ 07:58 Jungunternehmer warnen vor Corona-Schuldenlast +++
Die Jungen Unternehmer warnen angesichts von steigenden Staatsschulden durch die Corona-bedingten Rettungs- und Konjunkturpakete vor untragbaren Lasten für künftige Generationen. "Es stellt sich die Frage, ob wir gerade vor dem Corona-Hintergrund aktuell über unsere Verhältnisse leben", sagt die Bundesvorsitzende des Verbands, Sarna Röser, dem "Handelsblatt". "Die Bürde, die zukünftige Generationen zu tragen haben, wird durch die Schuldenlast immer schwerer."

+++ 07:05 Kommunen erwarten keinen normalen Schulbetrieb nach Sommerferien +++
Der Städte- und Gemeindebund rechnet für das neue Schuljahr noch nicht mit einem Unterricht im Normalbetrieb. "Es wird nach den Sommerferien keinen Schulbetrieb wie vor der Corona-Pandemie geben können", sagte der Hauptgeschäftsführer des Kommunalverbandes, Gerd Landsberg, der "Passauer Neuen Presse". Besondere Hygienemaßnahmen seien weiter erforderlich. "Dazu gehören kleinere Lerngruppen, gute Durchlüftung der Räume, mehr Raumkapazität und möglicherweise auch zusätzliches Personal", sagte Landsberg.

+++ 05:34 RKI meldet 351 Neuinfektionen +++
In Deutschland steigt die Zahl der festgestellten Infektionen um 351 auf 199.726, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 3 auf 9071 zu.

+++ 05:08 Mittelstand: Mehrheit schätzt Mehrwertsteuersenkung negativ ein +++
Der Mittelstand in Deutschland erwartet wenig von der seit Monatsanfang geltenden vorübergehenden Absenkung der Mehrwertsteuer. Nur wenige Mittelstandsverbünde aus Branchen wie Schuhe und Textil oder dem Bauhandwerk rechnen mit positiven Auswirkungen, wie aus einer Umfrage des Mittelstandverbunds ZBV hervorgeht: Rund 17 Prozent erwarten einen positiven Effekt und einen Konjunkturimpuls. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen schätzen die vorübergehende Absenkung als negativ ein und beklagen zusätzlichen Aufwand und Kosten.

Der Hauptgeschäftsführer des Mittelstandverbunds, Ludwig Veltmann, sagt, die Senkung sei gut gemeint, aber schlecht umgesetzt. "Für den Mittelstand ist durch die extrem kurze Zeit, die zur Umsetzung blieb, ein hoher Verwaltungsaufwand entstanden - etwa weil stationäre Händler ihre Auspreisungen verändern und ihre Kassensysteme umstellen mussten." Da sich zum Jahresanfang bei Rücknahme der Absenkung Aufwand und Kosten wiederholten, drohe sich der Wettbewerbsnachteil gegenüber dem Onlinehandel in vielen Branchen weiter zu verschärfen, sagte Veltmann. Schon im Vorfeld hatte der Mittelstand die vorübergehende Senkung kritisiert.

+++ 04:11 Städtetag sieht lokale Ausreisesperre skeptisch +++
Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, steht Ausreisesperren zur Eindämmung lokaler Corona-Ausbrüche skeptisch gegenüber. Zwar seien Regeln sinnvoll, um einen Ausbruch an der Quelle eindämmen, sagt der Leipziger Oberbürgermeister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ob Ausreisesperren dazugehören, wenn nichts anderes hilft, müssen wir diskutieren. Die Hürden dafür sind hoch", betont Jung. Ausreiseverbote müssten zeitlich eng begrenzt werden, vor Ort müsse umfassend getestet werden, damit solche Ausreisesperren schnellstmöglich wieder aufgehoben werden könnten, so Jung weiter. "Dabei müssen die Grenzen nach dem Maßstab 'so eng wie möglich, so weit wie nötig' gezogen werden."

+++ 03:17 Tokio ruft höchste Alarmstufe infolge steigender Infektionszahlen aus +++
In Tokio wird einem Medienbericht zufolge die höchste von vier Alarmstufen im Zusammenhang mit Coronaviren ausgerufen. Hintergrund sind steigende Fallzahlen vor allem bei jungen Arbeitern in den Zwanzigern und Dreißigern in den Rotlichtvierteln der Metropole. Die höchste Stufe deute darauf hin, dass sich "Coronavirus-Infektionen sehr wahrscheinlich ausbreiten", schreibt die Zeitung "Asahi". Die täglichen Fälle überstiegen in vier der vergangenen sechs Tage 200 Neuinfektionen und erreichten am vergangenen Freitag ein Allzeithoch von 243.

+++ 02:22 Studie: Impfstoffkandidat erzielt gewünschte Ergebnisse +++
US-Forscher bestätigen in einer Studie die Wirksamkeit eines Impfstoffkandidaten des Pharmakonzerns Moderna. Bei allen 45 gesunden Teilnehmern habe der Impfstoff eine gewünschte Immunabwehr hervorgerufen, berichtet die Wissenschaftler im "New England Journal of Medicine". Bei keinem der Probanden traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf, aber mehr als die Hälfte berichtete über leichte oder mäßige Reaktionen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen oder Schmerzen an der Injektionsstelle. Die US-Regierung unterstützt den Impfstoff von Moderna mit fast einer halben Milliarde Dollar und hat ihn als einen der ersten an großangelegten Studien am Menschen zugelassen.

+++ 01:29 US-Notenbanker warnt vor steigenden Infektionszahlen +++
Ein führender Notenbanker der US-amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed) warnt vor steigenden Infektionszahlen. Die Zunahme der Coronavirus-Fälle in den USA könne die Konjunktur abwürgen und das Verbrauchervertrauen schädigen, sagt der Chef des US-Notenbank-Ablegers von Philadelphia, Patrick Harker. Der Anstieg der Fallzahlen habe direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft, da Geschäfte schließen müssten. Das Coronavirus hat die USA fest im Griff. Die Lage spitzt sich dort mit rund 60.000 Neuinfektionen pro Tag weiter zu.

+++ 00:34 Brasilien meldet mehr als 74.000 Tote +++
Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 41.857 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 1,926 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1300 auf 74.133 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 23:52 FC Zürich verliert Ligaspiel nach Corona-Fällen +++
Der Schweizer Fußball-Erstligist FC Zürich schlägt sich nach dem Bekanntwerden mehrerer Corona-Fälle achtsam. Der Club durfte bei der 0:4 (0:2)-Niederlage beim FC Basel aufgrund der Infektionen nur sechs Profis der ersten Mannschaft einsetzen, die weiteren Spieler kamen aus der U21. An der Seitenlinie stand statt des früheren Bundesliga-Profis Ludovic Magnin der U21-Trainer Marinko Jurendic. Die Tore zum 0:3 und 0:4 kassierte Zürich erst in der Nachspielzeit. Vor der Partie hatte der Verein mitgeteilt, dass sich "alle positiv getesteten FCZ'ler" weiterhin in häuslicher Isolation befänden. "Zudem befinden sich alle Personen, welche im Bus (zum Auswärtsspiel, d. Red.) nach Neuenburg waren, bis mindestens am 17. Juli 2020 in Quarantäne." Die sechs am Dienstag spielberechtigten Profis waren "nicht in Neuchâtel beim Spiel gegen Xamax dabei" und hatten "nachweislich keinen engen Kontakt zu infizierten Personen", so der Club.

+++ 23:15 CDC-Chef: Acht Wochen Maske und Ausbruch ist unter Kontrolle +++
Die USA könnten einem führenden Mediziner zufolge den Ausbruch in vier bis acht Wochen unter Kontrolle bringen - "wenn wir alle dazu bringen könnten, jetzt Masken zu tragen", wie der Direktor der Seuchenzentren CDC, Robert Redfield, bei einer Veranstaltung des "Journal of the American Medical Association" erklärt. Dann könnte die Kontrolle in "vier, sechs, acht Wochen" erlangt sein.

+++ 22:22 Mexiko will Grenze zu USA geschlossen halten +++
Mexiko schlägt den USA vor, die gemeinsame Grenze länger für nicht unbedingt notwendige Reisen geschlossen zu lassen. Die Maßnahme sollte angesichts des Verlaufs der Pandemie um 30 Tage auf den 21. August verlängert werden, erklärte das Außenministerium auf Twitter. Sie gilt seit dem 21. März.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, bad/jpe/dpa/rts/AFP