Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:00 Merkel will Corona-Kurs für Herbst bis Dienstag festzurren +++

Die Bundesregierung will bei den Beratungen mit den Ländern in der kommenden Woche mögliche Maßnahmen gegen eine neue größere Corona-Welle im Herbst und Winter festlegen. Die steigenden Infektionszahlen seien "eine Warnung", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch im Berlin. Der Umgang damit solle in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag abschließend behandelt werden. "Unser aller Ziel muss es ja sein, einen weiteren harten Lockdown zu verhindern", sagte Demmer. Unter anderem mit Basismaßnahmen wie Abstand und Masken hätten es alle in der Hand, den Pandemieverlauf zu beeinflussen. Zu möglichen weiteren Maßnahmen äußerte sie sich nicht.

+++ 14:30 China erschwert Auslandsreisen +++
Wegen steigender Corona-Zahlen schränkt China Auslandsreisen wieder stark ein. Wie die Einwanderungsbehörde in Peking bekanntgab, werden vorübergehend keine normalen Reisepässe und "andere Ein- und Ausreisedokumente" für nicht unbedingt notwendige Auslandsreisen mehr ausgestellt. Anträge von Studierenden und Geschäftsreisenden, die dringend ins Ausland reisen müssen, werden aber weiter genehmigt, wie der Behördenvertreter Liu Haitao sagte. Trotz strikter Lockdowns in mehreren Städten melden die Gesundheitsbehörden neue Höchststände bei der Zahl der Neuinfektionen. Demnach wurde das Virus binnen eines Tages bei 71 Menschen nachgewiesen.

+++ 13:57 Deutschland spendet alle Astrazeneca-Lieferungen an Entwicklungsländer +++
Deutschland spendet ab sofort alle noch ausstehenden Impfstofflieferungen des britischen Herstellers Astrazeneca direkt an die internationale Impf-Initiative Covax, die Entwicklungsländer mit Vakzinen versorgt. Das kündigt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), an. In einem ersten Schritt werden nach seinen Angaben 1,3 Millionen Dosen des Vakzins ohne Umweg über Deutschland an Covax geliefert. Laut Spahn verzichtet Deutschland außerdem zugunsten von anderen EU-Staaten, die noch Bedarf haben, im August auf die nach den EU-Verträgen zustehenden Impfstoffdosen des Herstellers Johnson & Johnson. Je nach Bedarf in Deutschland könne die vertraglich vereinbarte Menge entweder später geliefert werden oder dann ebenfalls an Drittstaaten abgegeben werden. Dabei geht es um 1,7 Millionen Dosen.

+++ 13:42 Bund: Wollen keine Impfpflicht, auch nicht durch die Hintertür +++
Ein harter Lockdown soll einer Regierungssprecherin zufolge im Herbst und Winter verhindert werden. "Wir können den Pandemieverlauf beeinflussen", sagt sie in Berlin. Impfen sei dafür wichtig, es werde aber keine Impfpflicht in Deutschland geben. "Wir wollen keine Impfpflicht, auch nicht durch die Hintertür." Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums ergänzt, auf Dauer könnten die bislang noch kostenlosen Corona-Tests, die für Ungeimpfte etwa für Restaurant- oder Friseurbesuche Voraussetzung sind, aber nicht von der Allgemeinheit finanziert werden. Mitte Oktober sei ein guter Zeitpunkt, bis dahin werde es für wirklich jeden ein Impfangebot gegeben haben.

+++ 13:30 Ungarn lockert Maßnahmen zum Nationalfeiertag +++
Ungarn lockert aus Anlass des Nationalfeiertages am 20. August und anderer Massen-Ereignisse die wenigen noch geltenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen. Das beschließt die rechtsnationale Regierung mit einer Verordnung. Vom 18. bis zum 22. August sollen die Zugangsbeschränkungen zu Massenveranstaltungen wegfallen. Dasselbe gilt für die Zeit der Pferde-Vierspänner-Europameisterschaft vom 2. bis 5. September in Budapest sowie für den 52. Internationalen Eucharistischen Kongress vom 5. bis zum 12. September, zu dem auch Papst Franziskus in Ungarns Hauptstadt erwartet wird. Außerhalb dieser Zeiträume dürfen Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern nur mit Immunitätsnachweis besucht werden. Bereits seit Anfang Juli gelten in Ungarn Maskenpflicht und Abstandsregeln nur noch in Krankenhäusern, Altenheimen und Apotheken. Die Regierung hat in diesem Jahr Lockerungsmaßnahmen ausschließlich vom Impf-Fortschritt abhängig gemacht. Derzeit haben 56 Prozent der Ungarn den vollen Impfschutz. Allerdings wurde auch der russische Impfstoff Sputnik sowie das als wenig effizient geltende chinesische Vakzin Sinopharm eingesetzt. Derzeit gibt es nur sehr wenige Neuansteckungen in dem Land.

+++ 12:57 Immunologe Watzl ordnet Lambda-Variante ein +++
Auch nach einer Veröffentlichung aus Japan sieht ein deutscher Immunologe in der sogenannten Lambda-Variante des Coronavirus noch keinen Grund zur Besorgnis. Er glaube, die Daten aus Japan würden derzeit überinterpretiert, teilt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, mit. Die Daten zeigten, dass Lambda in Labor-Versuchen (in vitro) etwas ansteckender sei als das ursprüngliche Virus, aber nicht ansteckender als die Delta-Variante. Lambda könnte demnach auch dem Immunschutz "etwas entkommen, aber nicht so stark wie Delta". Insofern beunruhige ihn diese Variante anhand der aktuell vorliegenden Daten noch nicht, erklärt Watzl. Vor einigen Tagen hatte ein japanisches Team ein sogenanntes Pre-Print über Lambda veröffentlicht, mit dem Titel "Lambda-Variante weist eine höhere Infektiosität und Immunresistenz auf". Die Publikation ist bisher weder von externen Fachleute begutachtet worden noch in einem Fachblatt erschienen. Watzl teilt mit, der Begriff Immunresistenz im Titel sei "bezogen auf die gezeigten Daten schlicht falsch". Lambda zählt bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den unter Beobachtung stehenden Varianten, die Variante ist bislang nicht als besorgniserregend eingestuft. In Deutschland ist sie nach Daten des Robert-Koch-Instituts zwar schon mehrfach gefunden worden, zuletzt aber nur in Einzelfällen. Nachweise kommen vor allem aus Lateinamerika.

+++ 12:31 Bayern unterstützt Ende von Gratis-Tests für Ungeimpfte +++
Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests - will dafür aber noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen. "Ich unterstütze den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen", sagt Holetschek. Er betont aber: "Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein." Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde.

+++ 12:09 Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf Höchststand +++
Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Die Stadt registriert binnen 24 Stunden 4166 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind das 989 mehr Infektionen. Obwohl sich Tokio im nunmehr vierten Notstand befindet, der auch anderen Gebieten vorerst bis zum 31. August angesetzt ist, tut sich die Hauptstadt schwer, die Infektionswelle in den Griff zu bekommen. Um einen drohenden Mangel an Krankenhausbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen beziehungsweise solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgt für einen Sturm der Empörung.

+++ 11:43 Regierung geht strikter gegen Betrug mit Corona-Tests vor +++
Die Bundesregierung will effizienter gegen Betrug bei der Abrechnung von Corona-Tests vorgehen. Das Kabinett beschließt dazu Änderungen der sogenannten Mitteilungsverordnung, wie das Bundesfinanzministerium auf Anfrage mitteilt. Dadurch werden die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, Zahlungen für die kostenlosen Bürgertests auch den Finanzbehörden mitzuteilen. Die Regierung reagiert damit auf Falschabrechnungen und Betrugsfälle von Teststellen. Die Finanzverwaltung soll künftig besser überprüfen können, ob Einnahmen in Steuererklärungen vollständig und richtig angegeben werden. Der Bund übernimmt seit Anfang März die Kosten für die Tests. Teilweise werden die Teststellen von Personen betrieben, die bislang mit dem Gesundheitswesen nichts zu tun hatten, etwa Veranstalter oder Künstler, die in der Corona-Pandemie besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Bundesregierung hatte im Frühjahr nach mehreren Betrugsfällen bereits schärfere Kontrollen angekündigt und die Kassenärztliche Vereinigung aufgefordert, die Abrechnungen der Testzentren genauer zu überprüfen.

+++ 11:14 Studie: Infektionsrisiko bei vollständig Geimpften um zwei Drittel niedriger +++
Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte haben laut einer britischen Studie ein deutlich geringeres Risiko, sich mit dem Coronavirus anzustecken als Ungeimpfte. Der Studie zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Geimpfter positiv auf das Coronavirus getestet wird, bei einem Drittel gegenüber Ungeimpften. Geringer war demnach auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Corona-Infizierter mit vollständigem Impfschutz weitere Menschen ansteckt. Die Forscher vom Imperial College London untersuchten zwischen Ende Juni und Mitte Juli insgesamt knapp 100.000 Proben von englischen Studienteilnehmern. Ihrer Analyse zufolge infizierte sich im Untersuchungszeitraum einer von 160 Probanden mit dem Coronavirus. Die sogenannte Prävalenzrate lag demnach bei den Ungeimpften bei 1,21 Prozent, bei vollständig Geimpften bei 0,4 Prozent.

+++ 10:48 Arzt nach Drohungen von Impfgegnern unter Polizeischutz +++
Ein Hausarzt, der Corona-Impfgegner nicht mehr in seiner Praxis behandeln will, muss nach Hassnachrichten und Drohungen von der Polizei geschützt werden. "Wir nehmen die Bedrohung ernst, so dass wir zum Schutz des Arztes und seines Teams Maßnahmen eingeleitet haben", sagt eine Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück. Den Angaben zufolge hatten den Arzt aus Wallenhorst (Landkreis Osnabrück) eine Vielzahl von Nachrichten von strafrechtlicher Relevanz erreicht - unter anderem Beleidigungen und Drohungen. Gegen die Verfasser der Nachrichten seien von Amts wegen Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. "Wir warnen ausdrücklich davor, sich dieser Form der Hasskriminalität anzuschließen. Das ist keine Form der Meinungsfreiheit", sagt die Sprecherin.

+++ 10:32 Unternehmen rechnen auch nach Corona mit deutlich mehr Homeoffice +++
Die Corona-Pandemie verändert die Arbeitswelt nachhaltig: Einer aktuellen ZEW-Umfrage zufolge rechnen sehr viele Unternehmen in der Informationswirtschaft und im Verarbeitenden Gewerbe mit deutlich mehr Homeoffice nach Corona. "Dabei ist nicht nur der Anteil an Unternehmen mit langfristigen Homeoffice-Plänen gewachsen, sondern auch der Anteil an Beschäftigten, die solche Angebote in der Zeit nach Corona voraussichtlich in Anspruch nehmen werden", erklärt Daniel Erdsiek vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der Umfrage zufolge planten im Juni vergangenen Jahres 64 Prozent der Betriebe in der Informationswirtschaft, ihren Mitarbeitern auch nach der Pandemie die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen - im Juni 2021 sind es bereits 74 Prozent. Aktuell rechnen demnach rund die Hälfte der Unternehmen in der Branche damit, dass nach der Pandemie 20 Prozent ihrer Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich von zu Hause aus arbeiten werden. Im Juni 2020 war davon lediglich jedes dritte Unternehmen ausgegangen.

+++ 09:58 53 Prozent in Deutschland vollständig geimpft +++
Anhand der heute vom RKI veröffentlichten Zahlen ergibt sich, dass jetzt 53 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner komplett geimpft sind. 8,9 Prozent warten noch auf ihren zweiten Termin. Etwa 38 Prozent haben noch gar keine Impfung erhalten - und können dies aus diversen Gründen vielleicht auch (noch) gar nicht, zum Beispiel, weil sie zu jung sind, schwanger oder chronisch krank. Umfragen zufolge lehnt nur eine Minderheit der im Prinzip "impffähigen" Deutschen eine Impfung aus nicht medizinischen Gründen ab.

Beim Blick auf die Bundesländer ergibt sich folgendes Bild: Bremen könnte bis zum Herbst eine Impfquote von 65 Prozent erreichen, aber selbst dort wird es knapp. Vor allem die östlichen Bundesländer haben Schwierigkeiten, wenigstens die Hälfte ihrer Bevölkerung durchzuimpfen.

Die tägliche Impfleistung aus Erst- und Zweitimpfung sackt weiter ab. In den zurückliegenden sieben Tagen wurden im Schnitt nur 86.678 Erstimpfungen pro Tag durchgeführt. Selbst wenn das Impfangebot für Jugendliche oder Aktionen wie das "Bratwurst"-Impfen mehr Menschen mobilisieren konnten - die Wirkung ist nicht groß genug, um in den bundesweiten Zahlen eine Trendwende der allgemeinen "Impfmüdigkeit" erkennen zu lassen.

+++ 09:32 Schulleiter erwarten heftige Konflikte an Schulen wegen Kinder-Impfungen +++
Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagt die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen". Die Gesundheitsministerkonferenz hatte beschlossen, den 12- bis 17-Jährigen mehr Angebote für eine Corona-Impfung zu machen. Auch im Zusammenhang mit angeordneten Quarantänen könnten sich Konflikte aufbauen, befürchtet die Verbandschefin. "Wenn es künftig einen positiven Corona-Fall in der Klasse gibt, müssen diejenigen in Quarantäne, die nicht doppelt geimpft sind. Die anderen dürfen hingegen im Präsenzunterricht bleiben und können sich weiterhin an schulischen Aktivitäten beteiligen. Das wird zu Spannungen führen", sagt Wolters-Vogeler.

+++ 09:11 Von der Leyen fordert von USA Aufhebung von Corona-Einreiseverboten +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert von den USA eine zügige Aufhebung der weitreichenden Corona- Einreiseverbote für Menschen aus Europa. "Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten", sagt sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die epidemiologische Lage in den USA und in der EU sei heute sehr ähnlich. "Wir müssen das Problem so schnell wie möglich lösen und sind mit unseren amerikanischen Freunden im Kontakt", betont von der Leyen. "Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen." Die EU hatte die Vereinigten Staaten bereits im Juni auf die Liste derjenigen Drittstaaten gesetzt, für die im Normalfall keine strengen Einreisebeschränkungen mehr gelten sollen. Andersherum gilt allerdings weiterhin ein weitreichendes US-Einreiseverbot für Personen aus der EU. Ausgenommen sind lediglich US-Staatsangehörige und einige andere Personengruppen wie zum Beispiel enge Verwandte von US-Bürgern, Diplomaten oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

+++ 08:37 Saarland passt Corona-Verordnung an +++
Mehr Zuschauer im Kino, keine Masken im Bus: Die saarländische Landesregierung passt die Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie "leicht redaktionell" an, wie das Sozialministerium mitteilt. Die am Dienstag beschlossene Verordnung tritt am 6. August in Kraft und gilt bis 19. August. "Ab diesen Freitag kann auch in Kinos das bereits in Theatern und Opern angewandte Schachbrettmuster bei der Sitzanordnung angewandt werden", heißt es. "Bei Busreisen besteht darüber hinaus am festen Platz keine Maskenpflicht mehr." Diese beiden Änderungen seien Teil der Hygienerahmenverordnung. Gesundheitsministerin Monika Bachmann bittet alle Saarländerinnen und Saarländer "trotz der bestehenden Lockerungen und der Ferienzeit um Vorsicht und um die Einhaltung der bestehenden Regeln".

+++ 08:14 Biden zählt Florida und Texas an: "Für ein Drittel aller Fälle im Land verantwortlich" +++
Die Infektionszahlen in den USA ziehen wieder kräftig an und US-Präsident Joe Biden hat bereits zwei schwarze Schafe in der Pandemiebekämpfung ausgemacht: die US-Bundesstaaten Texas und Florida. "Nur zwei Staaten, Florida und Texas, sind für ein Drittel aller neuen Covid-19-Fälle im ganzen Land verantwortlich", prangert Biden die republikanischen Gouverneure Greg Abbott und Ron DeSantis an. "Wir brauchen Führungsstärke von allen. Und einige Gouverneure sind nicht bereit, das Richtige zu tun, um diese Pandemie zu bekämpfen." Texas und Florida hatten sich zuletzt besonders laut gegen eine Maskenpflicht in ihren Staaten ausgesprochen und diese gar verboten. Im Juni war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA im Durchschnitt auf rund 10.000 pro Tag gesunken. Seither ist die Zahl aber wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf gut 80.000 pro Tag angestiegen.

+++ 08:00 Brinkhaus-Appell: Brauchen höhere Impfquote +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus will derzeit keine Debatte über die Einführung einer Impfpflicht gegen Corona führen. Eine solche Pflicht wäre ein Eingriff in Freiheitsrechte und müsse verfassungsrechtlich begründet sein, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Momentan setze man auf andere Wege, den Druck auf die Ungeimpften zu erhöhen. Jetzt gelte es, "noch mal besser zu werben". Hier sei das Bundesgesundheitsministerium gefordert. "Wir müssen eine höhere Impfquote kriegen, sonst gefährden wir auch den Schulunterricht", mahnt Brinkhaus. Zur Frage einer Verlängerung der Corona-Hilfen für Unternehmen sagt er, man müsse dies im Herbst differenziert beurteilen. "Ob das bis 2022 gehen muss, das weiß ich nicht", ergänzt Brinkhaus.

+++ 07:43 Säumige US-Mieter bekommen noch mal Corona-Aufschub +++
In den USA gibt es eine neue Regelung, die verhindern soll, dass säumige Mieter in der Corona-Krise aus ihren Wohnungen geworfen werden. Ein solches Moratorium gegen Zwangsräumungen hat die Gesundheitsbehörde CDC erlassen. Es gilt für 60 Tage und für Regionen mit einer hohen Zahl an Corona-Fällen. Begründet wird der Schritt mit der Ausbreitung der als hochansteckend geltenden Delta-Variante. Eine frühere Regelung war vor Kurzem zum Monatsende abgelaufen.

+++ 07:25 Thailand meldet Höchststände bei Neuinfektionen und Todesfällen +++
Thailand verzeichnet offiziellen Angaben zufolge mit 20.200 Neuinfektionen und 188 weiteren Todesfällen binnen 24 Stunden die höchsten täglichen Zuwächse während der Pandemie. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle steigt auf 672.385. Insgesamt starben bislang in dem Land 5503 Menschen, die positiv getestet wurden, wie aus den Daten auf der Website des Gesundheitsministeriums hervorgeht.

+++ 06:52 Biontech-Impfstoff bis Anfang September mit vollständiger Zulassung +++
Die US-Arzneimittelbehörde FDA strebt einem Medienbericht zufolge eine vollständige Zulassung des Covid-19-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bis Anfang September an. Der inoffizielle Termin der Behörde für die endgültige Genehmigung sei der 6. September, der Tag der Arbeit, berichtet die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Präsident Joe Biden sprach vergangene Woche davon, dass er die FDA-Entscheidung bis zum Frühherbst erwarte. Die FDA hatte dem Vakzin Ende vergangenen Jahres die Notfallzulassung erteilt. Eine vollständige Zulassung könnte die Ängste der Bevölkerung hinsichtlich der Sicherheit der Impfung verringern.

+++ 06:25 Viele Schulen unzureichend auf Corona vorbereitet +++
Der Bundeselternrat sieht viele Schulen in Deutschland nicht ausreichend auf ein neues Schuljahr unter fortgesetzten Corona-Pandemiebedingungen aufgestellt. Es gebe zwischen Schulen, Kommunen, Städten und Landkreisen aber große Unterschiede, sagt Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats. Manche Schulen seien sehr gut ausgestattet, bei anderen blieben nur die Hygieneregeln, Desinfektionen und Mund-Nasen-Schutz. Gerade an Lüftungsanlagen fehle es. Weber fordert Lernstandserhebungen zum Schuljahresbeginn, um so zu sehen, wo die Schülerinnen und Schüler nach dem vielen Unterrichtausfall stehen. Und es brauche Konzepte, wie Rückstände aufgeholt werden. Die Elternvertreterin mahnt zudem eine Überarbeitung von Bildungsplänen unter Mitwirkung der Eltern an.

+++ 06:04 EU stockt Impfstoffreserven weiter auf +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut gerüstet für mögliche dritte Impfungen. "Wir haben bei Biontech 1,8 Milliarden Dosen bis zum Jahr 2023 bestellt", sagt von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virusvarianten."

+++ 05:31 Von der Leyen: Zu wenig Daten für Sputnik-Zulassung +++
Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das werfe Fragen auf. Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und Slowakei auch ohne Zulassung der EMA.

+++ 04:52 RKI meldet 3571 Neuinfektionen +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut 3571 Neuinfektionen gemeldet, das sind 803 mehr als am letzten Mittwoch. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist von gestern 17,9 auf 18,5 gestiegen. Durch das Virus gestorben sind 25 Menschen. Die Zahl der Toten liegt in Deutschland nun bei offiziell 91.704.

+++ 04:02 Schottland hebt Großteil der Maßnahmen am Montag auf +++
Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können. Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben. Allerdings geht man in Schottland trotzdem nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht.

+++ 03:48 Lindner warnt vor Druck auf Eltern +++
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner warnt in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern. "Entscheiden müssen das die Familien selber", sagte Lindner dem "Südkurier". Er halte ein "niedrigschwelliges, schnell zu erreichendes Impfangebot für Kinder und Jugendliche" für richtig, "es muss sich aber um ein Angebot handeln". Es dürfe keinen sozialen Druck zur Impfung geben. Eine Impfpflicht für Erwachsene lehnte Lindner ab, "weil sie der Selbstbestimmung widerspricht". Für Geimpfte und Genesene dürfe es keinerlei Freiheitseinschränkungen mehr geben. Auch Ungeimpfte müssten aber die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

+++ 03:16 Wenig Verstöße gegen Einreise-Testpflicht +++
Obwohl die neue Testpflicht kurzfristig eingeführt wurde, halten sich die meisten Reisenden daran. Das Bundespolizeipräsidium in Potsdam zieht eine erste positive Zwischenbilanz. Lediglich in 616 Fällen habe die Bundespolizei die Gesundheitsbehörden der Länder über fehlende oder fehlerhafte Nachweise informieren müssen. Bei insgesamt 155.000 kontrollierten Einreisenden entspricht das einem Anteil von 0,4 Prozent. Seit Sonntag gelten neue Regeln, die am Freitagnachmittag von der Bundesregierung offiziell bekannt gegeben worden waren. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nach Deutschland nachweisen können, dass sie entweder negativ auf das Coronavirus getestet, gegen Covid-19 geimpft oder genesen sind.

+++ 02:32 Patientenschützer fordern Impfangebote für Altenpflegekräfte +++
Patientenschützer fordern, bei den ab September geplanten Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen die Pflegekräfte mit einzubeziehen. "Wenn Pflegeheimbewohner und Hochbetagte optimal geschützt werden sollen, dann müssen ab September auch alle 1,3 Millionen Altenpflegekräfte endlich ein gezieltes Impfangebot bekommen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der "Rheinischen Post". "Direkt in den Diensträumen wäre die Chance groß, dort auch die letzten Skeptiker zu überzeugen", sagte Brysch. "Keine Extra-Bratwurst und keine Kino-Freikarte wird die noch zögernden Altenpflegekräfte zu einer Impfung bewegen. Nur das niederschwellige, leicht erreichbare Impfangebot wird zum Erfolg führen", betonte Brysch.

+++ 01:46 Bangladesch startet Massenimpfung +++
Bangladesch will binnen einer Woche mindestens zehn Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen. Wie der Minister A.K.M Mozammel Haque bekannt gab, sollen die Impfungen ab Samstag in 14.000 Impfzentren im ganzen Land erfolgen. Alte Menschen, Arbeiter und Ladenbesitzer sollen demnach bevorzugt geimpft werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verfügt das Land über ausreichend Impfstoff, um zwölf Millionen Menschen zu impfen. Die Impfdosen hat die Regierung in Dhaka demnach aus China und den USA über die internationale Covax-Initiative erhalten.

+++ 01:08 Biden: "Virus verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter Ungeimpften" +++
US-Präsident Joe Biden fordert alle Amerikaner erneut mit Nachdruck auf, sich rasch impfen zu lassen. Es gebe immer noch rund 90 Millionen Menschen, die impfberechtigt seien, aber noch keine einzige Spritze bekommen hätten. Das Coronavirus verbreite sich in den "wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften", sagte Biden im Weißen Haus. In den Bundesstaaten mit geringerer Impfquote sei die Rate der Infektionen "zehn bis zwanzig Mal so hoch" wie in den Staaten mit der höchsten Impfquote.

+++ 00:13 Iran verzeichnet Höchstwert an Neuinfektionen +++
Im Iran ist eine Rekordzahl von mehr als 39.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden in den vergangenen 24 Stunden 39.019 Menschen positiv getestet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. 378 weitere Menschen seien an Covid-19 gestorben. Der Iran ist das am schlimmsten von der Pandemie betroffenen Land der Region, nach offiziellen Angaben starben bereits mehr als 91.000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Allerdings räumen selbst die iranischen Gesundheitsbehörden ein, dass die Dunkelziffer vermutlich viel höher liegt.

+++ 23:34 Israel verschärft Corona-Beschränkungen +++
Mit neuen Beschränkungen will Israel die steigenden Infektionszahlen in den Griff bekommen. Bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als hundert Teilnehmern gilt ab Sonntag wieder Maskenpflicht. In Innenräumen muss auch beim Zusammentreffen von weniger als hundert Menschen jeder Teilnehmer mit dem "grünen Pass" eine vollständige Impfung oder eine Genesung nachweisen. Außerdem müssen sich israelische Einreisende aus den meisten Ländern der Welt wieder in Quarantäne begeben. Für deutsche und andere ausländische Touristen gilt unterdessen weiterhin ein Einreiseverbot nach Israel.

+++ 22:47 EU-Kommission startet mit Hilfsfonds-Auszahlungen +++
Die Europäische Kommission hat erste Gelder aus dem EU-Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ausgezahlt. Belgien, Luxemburg und Portugal erhielten als erste Mitgliedstaaten eine Vorfinanzierung. Die drei Länder bekommen einen Betrag von 13 Prozent der ihnen jeweils zugesprochenen Gesamtsumme im Rahmen des Corona-Hilfsfonds. Nach Angaben der Kommission gingen 770 Millionen Euro an Belgien, 12,1 Millionen Euro an Luxemburg und 2,2 Milliarden Euro an Portugal. Die Reihenfolge der Auszahlungen an die Mitgliedstaaten hänge von der Geschwindigkeit ab, mit der die jeweiligen Regierungen ihre Vereinbarungen umsetzen könnten, hieß es.

+++ 22:00 Rasanter Anstieg der Fallzahlen in MV +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Mecklenburg-Vorpommern sprunghaft angestiegen. Wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) berichtete, wurden 80 neue Fälle registriert. Am Montag waren es noch 8, am Dienstag vergangener Woche 40 Neuinfektionen gewesen. Dementsprechend stieg landesweit die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen um 2,2 am Montag auf nunmehr 10,6. Mit den Landkreisen Nordwestmecklenburg (21,6), Ludwigslust-Parchim (15,6) und Vorpommern-Greifswald (11,9) sind nun drei Kreise ebenso wie die Stadt Schwerin (11,5) in den gelben Bereich mit einer Inzidenz von höher als 10 gerutscht. Experten erklärten den Anstieg mit Reiserückkehrern. Vermehrte Einweisungen in Intensivstationen gebe es nicht.

+++ 21:30 In zehn Bundesländern steigt die Inzidenz +++
Die höchste Sieben-Tage Inzidenz unter allen 16 Bundesländern weist Hamburg mit 35,8 auf. Unverändert kommen derzeit sechs Länder über dem Wert von 20 neuen Fällen im Wochenschnitt: Das sind neben Hamburg noch Berlin (27,6), Bremen (25,1), Nordrhein-Westfalen (25,4), das Saarland (22,5) und Schleswig-Holstein (27,5). Zehn Länder melden steigende Inzidenzen, in fünf Ländern sinken die Werte, in Niedersachen bleiben die Zahlen unverändert.

+++ 21:01 Aktuelle Datenlage: 2336 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.775.020 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 2336 neue Fälle hinzu. Das sind 421 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche (+ 22,0 Prozent). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 24 auf 91.683. Am vergangenen Dienstag waren es 38 neu gemeldete Todesfälle gewesen. Als aktuell infiziert gelten rund 26.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,00 angegeben (Vortag: 1,06). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 377 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 194 davon werden beatmet. 4535 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Die Entwicklungen des vergangenen Tages lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, mba/ino/dpa/AFP/rts

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