Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:02 ​Mit striktem Sicherheitskonzept: Ischgl startet in Wintersaison +++

Der österreichische Wintersportort Ischgl startet am 25. November in die diesjährige Wintersaison - begleitet von umfangreichen Anti-Corona-Maßnahmen. "Ziel ist und bleibt es, eine der sichersten Destinationen im Alpenraum für unsere Gäste zu sein", sagte Alexander von der Thannen vom Tourismusverband Paznaun-Ischgl. Die Seilbahnkabinen würden mit Kaltvernebelungsgeräten desinfiziert. Dieselbe Methode werde auch in den Skibussen sowie in Sportshops, Skidepots, WC-Anlagen, Aufzugskabinen und den Erste-Hilfe-Stationen täglich angewendet, hieß es. Kamerasysteme sollen die Wartezeiten an den Kassen und Liften mittels Dichtemessungen und Mobilitätsanalysen optimieren. Ischgl war in der ersten Corona-Welle im März 2020 in die internationalen Schlagzeilen geraten. Die Behörden sollen auf deutliche Hinweise, dass im Ort das Coronavirus grassiert, zu spät reagiert haben.

+++ 14:39 Russland meldet erneut Höchstwert bei Covid-Todesfällen +++
Russland verzeichnet angesichts steigender Infektionszahlen mit 1015 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus erneut einen Höchstwert. Erst am Samstag hatte die täglich gemeldete Totenzahl die Schwelle von 1000 überschritten. Zudem registrieren die Behörden binnen 24 Stunden 33.740 Neuinfektionen. Das sind rund 600 weniger als am Montag, als mit 34.325 den fünften Tag in Folge ein neuer Höchstwert verzeichnet worden war. Russland weist nach den USA, Brasilien und Indien weltweit die viertmeisten Corona-Todesfälle auf, bei den Infektionen liegt Russland auf Platz fünf.

+++ 14:14 Auch beim Friseur: Hamburg weitet 2G-Regel aus +++
Hamburg weitet die 2G-Regelung auf Friseure, andere körpernahe Dienstleistungen und Teile des Einzelhandels aus. Corona-Geimpfte und Genesene können teilnehmende Einrichtungen von Samstag an ohne Maske nutzen, Ungeimpfte haben dann keinen Zutritt, wie Vize-Senatssprecherin Julia Offen sagte. So könnten die Betreiber selbst entscheiden, ob sie künftig nach 2G ohne Maske oder weiter auch ungeimpfte Kunden, dann aber mit Maske, bedienen wollen. Ausgenommen von der Wahlmöglichkeit sind Läden für den täglichen Bedarf wie der Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Apotheken. Dort sollen auch künftig Ungeimpfte einkaufen können. Die neue Corona-Verordnung tritt am Samstag in Kraft.

+++ 13:49 FDP-Politiker sind wie Spahn für Ende der epidemischen Lage +++
Der FDP-Gesundheitsexperte und Infektiologe Andrew Ullmann hat sich der Auffassung von Gesundheitsminister Jens Spahn angeschlossen, die Corona-Notlage in Deutschland nicht noch einmal zu verlängern. Dafür habe sich die FDP wiederholt ausgesprochen, sagte Ullmann im Deutschlandfunk. "Verordnungen durch die Exekutive alleine sollten nicht mehr fortgesetzt werden." Bei Twitter schrieb er: "Die epidemische Lage von nationaler Tragweite kann enden, hätte längst beendet sein können. Wichtig sind jetzt Boosterimpfungen bei vulnerablen Personen." Die "epidemische Lage" ist Grundlage für Verordnungen und zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland.

+++ 13:24 Vor Sessionseröffnung: Fastnachter und Karnevalisten sind optimistisch +++
Nach einem Jahr Zwangspause aufgrund der Pandemie hofft der Bund Deutscher Karneval (BDK) für die bevorstehenden Session auf eine närrische Jahreszeit wie vor der Pandemie. "Ich bin tatsächlich guter Hoffnung, dass es wieder so sein wird wie vor Corona", sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess. Die Fastnachter oder Karnevalisten stünden bundesweit schon in den Startlöchern. "Sie freuen sich, dass es am 11.11. endlich wieder los geht." Bei den Außenveranstaltungen - auch zur Sessionseröffnung am 11.11. - würden die 3G-Regeln gelten: Es dürfen also nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete teilnehmen. Bei Indoor-Veranstaltungen empfehle der BDK die 2G-Regel (Zutritt für Geimpfte und Genesene) oder 3Gplus. In diesem Fall müssten Getestete einen PCR-Test mitbringen, der nicht älter als 24 Stunden sei.

+++ 13:00 Epidemische Lage: Patientenschützer kritisieren Spahns Vorstoß +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zum Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite scharf kritisiert. Das Ende der Notlage müsse auf Fakten beruhen, sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. "Schließlich haben Bund und Länder anderthalb Jahre erklärt, dass es eine bundesweite Rechtsgrundlage für Corona-Schutzmaßnahmen braucht." Zudem würden aktuell dreimal mehr über 80-jährige Infizierte im Krankenhaus behandelt als vor einem Jahr, betonte Brysch. Seien es vor gut einem Jahr noch 176 Patienten gewesen, seien es nun 475 - obwohl 84,9 Prozent dieser Altersgruppe doppelt geimpft seien. Ähnliche Entwicklungen zeigten sich auch bei anderen Altersgruppen.

+++ 12:44 Deutschland droht Ziel von 100 Millionen Impfdosen-Spenden zu verfehlen +++
Deutschland wird in diesem Jahr womöglich nicht die versprochenen 100 Millionen Impfdosen an ärmere Ländern spenden können - und macht den Herstellern der Impfstoffe deshalb schwere Vorwürfe. In einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Brief an die neue EU-Gesundheitsbehörde Hera wird davor gewarnt, dass bürokratische Hürden, Preisfestsetzungen und wenig planbare Liefermengen dafür sorgen, dass die Spenden nicht wie gewünscht abfließen könnten. "Während sich in vielen Mitgliedstaaten derzeit Impfstoff-Überschüsse aufbauen, zeichnet sich global eine Notfallsituation bei den Verteilungen ab - bei der einigen Ländern droht, große Mengen an wertvollen Impfstoffen wegwerfen zu müssen, während diese in anderen Teilen der Welt dringend gebraucht werden", warnt Staatssekretär Thomas Steffen in dem Brief.

+++ 12:11 RKI erweitert Datenspende-App - Anwendung ohne Fitnessarmband möglich +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen pseudonymisiert an Studien zu den Folgen der Pandemie beteiligen, wie das RKI mitteilt. Seit dem Start im April 2020 haben nach Angaben des RKI mehr als 500.000 Menschen ihre Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches über die App zur Verfügung gestellt. Dazu gehören Vitaldaten wie die Pulsfrequenz, aber auch Aktivitätsdaten wie die Zahl der gelaufenen Schritte. Diese Daten werden unter anderem auf mögliche Fiebersymptome analysiert und im deutschlandweiten Fiebermonitor zusammengefasst. Mit der neuen App-Version können künftig auch Menschen mitmachen, die nicht über ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch verfügen. Die Nutzer werden in den Studien gebeten, regelmäßig kurze Fragebögen zu beantworten. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage zur App.

+++ 11:51 Corona-Totimpfstoff könnte Skeptiker überzeugen +++
Die in Deutschland bisher zugelassenen Vakzine sind Vektor- oder RNA-Impfstoffe. Die recht neuen Verfahren lösen bei vielen Unsicherheiten und Ängste aus. Jetzt steht ein neuer Impfstoff vor der Zulassung, der auf einer etablierten Technologie basiert. ntv-Reporterin Janine Bleker berichtet.

+++ 11:38 Kaum noch Bewegung bei Zweitimpfungen +++
Die Impfquote in Deutschland steigt weiterhin nur langsam. Die Quote der mindestens einmal Geimpften klettert von 68,8 auf 68,9 Prozent. Die Quote der Komplettgeimpften bewegt sich nur noch unterhalb der Rundungsschwelle: Gestern waren 65,8 Prozent der Einwohner vollständig geimpft, mit den Daten von heute sind es unverändert 65,8 Prozent.

Im Lauf des gestrigen Tages wurden den offiziellen Daten aus dem RKI-Impfquoten-Monitoring zufolge bundesweit insgesamt nur 82.053 Impfungen verabreicht. Die Impfdosen verteilen sich auf knapp 22.300 Erstimpfungen, rund 33.100 Zweitimpfungen sowie 26.654 Auffrischungsimpfungen.

Das deutsche Impftempo lässt weiter nach: Im Schnitt kommen derzeit weniger als 125.000 Impfungen pro Tag hinzu.

+++ 10:48 Erwischt: Betrüger wollen falschen Impfausweis an Zivilpolizist verkaufen +++
Bei dem Versuch, einem Zivilpolizisten einen gefälschtem Impfpass zu verkaufen, sind zwei Betrüger in Essen festgenommen worden. Der 29-Jährige und sein 21 Jahre alter Komplize boten dem Beamten auf einem Supermarktparkplatz zwei Impfausweise mit Covid-Aufklebern an, wie die Polizei berichtet. Durch einen Zeugen waren die Einsatzkräfte auf ein entsprechendes Online-Angebot der Männer aufmerksam geworden und zu dem Parkplatz gefahren. Um die Qualität der Pässe zu beweisen, habe der 29-Jährige dort Chat-Verläufe von vermeintlich zufriedenen Kunden gezeigt, hieß es weiter. Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. In deren Auto und Wohnungen entdeckten Beamte unter anderem weitere gefälschte Impfausweise und auch einen Stempel mit der Aufschrift "Impfzentrum Essen". Nach dem Einsatz durften die Männer den Polizeigewahrsam wieder verlassen.

+++ 10:20 Elternvertreter fordern Impfpflicht für Lehrpersonal +++
Elternvertreter und Patientenschützer fordern angesichts steigender Infektionszahlen strengere Maßnahmen in den Herbst- und Wintermonaten. Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. Diese müsste von der Bundesregierung "bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden", sagte sie der Funke Mediengruppe. Die Quarantäne ganzer Klassenverbände oder gar Schulschließungen müssten unbedingt verhindert werden.

+++ 09:58 Ärztevertreter sind für Abschaffung von Massentests an Schulen +++
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. "Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr", sagte Fischbach der "Bild". Denn Kinder erkrankten selten schwer an Covid-19. "Was uns aktuell wirklich Sorgen bereitet: Die Kinderstationen sind voll mit ganz jungen Patienten, die an Atemwegserkrankungen durch das RSV leiden", so Fischbach. Corona-Fälle seien die Ausnahme. Der riesige logistische Aufwand der Schnelltests lohne sich nicht und führe nicht selten zu falschen Ergebnissen.

+++ 09:23 96 Prozent der NBA-Profis sind geimpft +++
Ungeachtet der Diskussionen um Basketball-Star Kyrie Irving sind in der amerikanischen Profiliga NBA nach Aussage von Liga-Chef Adam Silver etwa 96 Prozent der Spieler geimpft. Demnach seien nur etwa 20 Profis, also im Durchschnitt weniger als einer pro Team, nicht geimpft. Die Brooklyn Nets berücksichtigen Irving wegen seines unklaren Impfstatus vorerst nicht mehr.

+++ 08:50 Der Kreis mit der niedrigsten Inzidenz liegt in Bayern +++
Das niedrigste Fallaufkommen in Deutschland verzeichnet aktuell der Landkreis Tirschenreuth in Bayern. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort bei 11,2.

+++ 08:19 Für künftige Krisen: Priesemann plädiert für Pandemierat +++
Die Göttinger Physikerin Viola Priesemann würde sich bei künftigen Pandemien eine "deutlichere Trennung von politischer Abwägung und wissenschaftlicher Expertise" wünschen. In einem Interview in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" sagte die Forscherin: "Dazu könnte ein Pandemierat beitragen, der Wissen, Unsicherheiten und Szenarien zusammenträgt und all das kommuniziert: Was passiert, wenn wir einen Freedom Day wagen?"

+++ 07:37 NBA-Brüder Wagner: Schwierige Impf-Diskussion in USA +++
Die Berliner Basketball-Brüder Moritz und Franz Wagner von den Orlando Magic halten die Diskussion in den USA um Impfungen vor dem Saisonstart in der Profi-Liga NBA für kompliziert. "Ich finde, es ist generell schwierig, wie das Thema angegangen wird, weil es so politisch aufgezogen wird manchmal", sagte der 20-jährige Franz Wagner in einer Online-Medienrunde. Sie kämen aus Deutschland und Europa, "wo wir anders aufgewachsen sind und anders solche Themen angehen als manche hier". Man müsse jedem zuhören, betonte der NBA-Neuling. "Jeder hat eine andere Herkunft, andere Einstellung zu gewissen Sachen", meinte Franz Wagner weiter. "Für mich ist die Impfung eine gute Option, um mich und die Leute um mich herum zu schützen. Teamintern jemandem meine Meinung aufzudrücken? Nichts liegt mir ferner."

+++ 06:55 Neuseeland meldet Rekord bei Neuinfektionen +++
Das Corona-Vorzeigeland Neuseeland hat am Dienstag 94 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Der bisherige Rekord lag bei 89 neuen Fällen innerhalb eines Tages und wurde im April 2020 verzeichnet. "Es ist wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass wir nicht machtlos sind. Wir haben die Fähigkeit, die Fallzahlen so niedrig wie möglich zu halten", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Sie forderte die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben, damit anderen das Leben zu retten und sich impfen zu lassen.

+++ 06:23 RKI registriert 6771 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 6771 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 1800 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche als 4971 gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 75,1 von 74,4 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 88 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.716. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,38 Millionen Corona-Tests positiv aus.

+++ 06:05 Ärztepräsident fordert 2G für Gastgewerbe, Sport und Veranstaltungen +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine deutschlandweite 2G-Regelung (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) in bestimmten Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. "Ich plädiere dafür, dass alle Bundesländer 2G ohne Maske und Abstand als Option für das Gastgewerbe, für den Sport und die Veranstaltungsbranche einführen", sagte Reinhardt der Funke Mediengruppe. Sollte 2G kombiniert werden mit der Aufhebung von Maskenpflicht und Abstandsregeln, sei dies "ein guter Weg", um wieder "mehr Normalität zulassen, wo dies ohne Gefahr für die Gesundheit möglich ist". Dies sollte aber nicht für Angebote gelten, auf die die Menschen zwingend angewiesen seien, wie etwa der öffentliche Nah- und Fernverkehr. "Hier käme eine 2G-Regelung einer Impfpflicht durch die Hintertür gleich."

+++ 05:07 Krankenhausgesellschaft begrüßt geplantes Ende der Notlage +++
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Corona-Impfquote in Deutschland keine Bedenken dagegen, die sogenannte epidemische Lage nationaler Tragweite auslaufen zu lassen. "Ich kann den Schritt nachvollziehen und halte das auch für unproblematisch", sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die "epidemische Lage" ist Grundlage für zentrale Corona-Maßnahmen in Deutschland. CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Montag bei Beratungen mit seinen Länderkollegen dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November auslaufen zu lassen.

+++ 03:42 Lettland vor Lockdown - Weniger als Hälfte der Menschen voll geimpft +++
Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen plant die Regierung Lettlands einen erneuten Lockdown. "Es gibt immer noch zu viele ungeimpfte Menschen, die sich mit Corona infizieren und im Krankenhaus sterben", sagte der lettische Ministerpräsident Krisjanis Karins nach einer Kabinettssitzung. Weniger als die Hälfte der 1,9 Millionen Einwohner Lettlands sind bislang vollständig geimpft. Der Lockdown soll vom 21. Oktober bis 15. November gelten und umfasst unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr. Kinos, Theater und Konzerthallen müssen schließen, Restaurants dürfen nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Nur Geschäfte für den täglichen Bedarf dürfen offen bleiben. Für die meisten Arbeitnehmer gilt erneut eine Homeoffice-Pflicht. Die meisten Schulen wechseln wieder in den Distanzunterricht. Die Regelung muss noch am Mittwoch vom Parlament beschlossen werden.

+++ 02:10 GEW fordert kostenlose Tests und Masken für Studierende und Dozenten +++
Zum Start des Wintersemesters an den Hochschulen fordert die Bildungsgewerkschaft GEW, dass Studierenden und Beschäftigten kostenlose Corona-Tests und medizinische Schutzmasken angeboten werden. Gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender und zuständig für Hochschulen, Hygieneregeln, die das 3G-Prinzip einschlössen, seien weiterhin erforderlich. Armbänder für Studierende, die den Impfstatus zeigten, oder entsprechende Einträge in den Studierendenausweis lehne die GEW jedoch ab. "Praktikabel erscheinen stichprobenartige Kontrollen beim Zutritt zu den Gebäuden oder Räumen der Lehrveranstaltungen", so Keller.

+++ 00:24 Dramatische Lage: St. Petersburg beschränkt Freiheiten Ungeimpfter +++
Angesichts dramatisch angestiegener Corona-Infektionszahlen führt die russische Ostsee-Metropole St. Petersburg zahlreiche Einschränkungen im öffentlichen Leben ein. Ab dem 1. November müssen Erwachsene etwa bei Sport-Großveranstaltungen nachweisen können, dass sie geimpft oder genesen sind. Ab Mitte November ist ein entsprechender Nachweis per QR-Code demnach auch beim Besuch von Fitnessstudios, Theatern, Kinos und Museen notwendig. Ab Dezember soll die Regelung zudem auf Gastronomie und Einzelhandel ausgeweitet werden. Wie in vielen anderen Regionen ist die Infektionslage in St. Petersburg seit Wochen sehr angespannt. Im größten Land der Erde, das über mehrere eigene Vakzine verfügt, ist die Impfskepsis weiterhin groß. Jüngsten Zahlen zufolge ist erst knapp ein Drittel der 146 Millionen Russen vollständig geimpft.

+++ 23:20 Staat soll Krankenkassen in 2022 weitere sieben Milliarden Euro Zuschüsse zahlen +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen zusätzlichen Zuschuss von sieben Milliarden Euro für die gesetzlichen Krankenkassen für das kommende Jahr auf den Weg gebracht. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt. Das Gesundheitsministerium führt das Loch bei den Krankenkassen auf die "Wirtschaftskrise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat", zurück, wie RND aus dem Entwurf zitierte. "Ohne zusätzliche Finanzmittel des Bundes für das Jahr 2022 wären erhebliche Zusatzbeitragssteigerungen zu Lasten der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten." Mit den zusätzlichen sieben Milliarden Euro steigt der Zuschuss des Bundes für die Krankenkassen auf insgesamt 28 Milliarden Euro im Jahr 2022.

+++ 22:16 "Kelly Family": Patricia Kelly trotz Impfung in Klinik - offenbar mit schwerem Verlauf +++
Die Sängerin der "Kelly Family", Patricia Kelly, liegt zur Zeit wegen einer Corona-Erkrankung im Krankenhaus. Wie ihr Social-Media-Team über Instagram bestätigte, infizierte sich die 51-Jährige "trotz abgeschlossener Impfung" und einer bereits zuvor überstandenen Infektion mit dem Virus, nach Informationen der "Bild" soll Kelly einen schweren Verlauf durchgemacht haben, ihr Zustand inzwischen aber wieder stabil sein. Zur Sicherheit solle sie dennoch einige Tage in der Düsseldorfer Klinik bleiben. Ein für den 25.10. geplantes Konzert in Hannover wurde abgesagt, ebenso wie ihr Auftritt am kommenden Samstag in Florian Silbereisens ARD-Show "Schlagerboom".

+++ 21:50 Fast 50.000 neue Fälle in UK, zweithöchster Wert seit Januar - Experte "besorgt" +++
Großbritannien verzeichnet mit 49.156 neu gemeldeten Infektionen innerhalb von 24 Stunden den höchsten Tageswert an neuen Fällen seit der letzten großen Welle Mitte Juli und den zweithöchsten Wert seit Januar 2021. Die Neuninfektionszahlen liegen nun seit fast einer Woche täglich über 40.000. Außerdem kamen weitere 45 Todesfälle binnen 24 Stunden hinzu. Die Regierung zeigt sich angesichts der Entwicklung "besorgt". Es bestehe "riesiges Potenzial", dass das Gesundheitssystem NHS diesen Winter unter "großen Druck" geraten könne, warnte der Regierungsberater und Epidemiologe Andrew Hayward. Er sagt, es sei nicht nur besorgniserregend, dass Großbritannien hohe Infektionsraten habe, sondern auch, dass die Hospitalisierungs- und Sterblichkeitsrate höher sei als in vielen anderen europäischen Ländern. Er vermutet, ein Grund für die Entwicklung sei der mit der Zeit nachlassende Impfschutz.

+++ 21:11 Südafrikanische Behörde: Sputnik-Impfstoff könnte HIV-Risiko steigern +++
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V wird vorerst nicht in Südafrika zum Einsatz kommen. Die medizinische Zulassungsbehörde (Sahpra) begründete ihre Entscheidung mit einem möglicherweise höheren HIV-Infektionsrisiko für männliche Sputnik-Geimpfte und verwies auf die hohe HIV-Prävalenz in Südafrika. Das Unternehmen hinter Sputnik V habe die Sicherheit seines Mittels in einer Bevölkerung mit vielen HIV-positiven Menschen bislang nicht dargelegt, erklärte die Behörde. Sahpra stützt sich dabei auf frühere Studien, in denen die Sicherheit einer modifizierten Virusart, die Infektionen der Atemwege verursacht, getestet wurde. Dieses Adenovirus vom Typ Ad5 ist in Sputnik V enthalten. Den Angaben zufolge bleibt das Zulassungsverfahren für den russischen Impfstoff offen, die fehlenden Sicherheitsdaten könnten also noch eingereicht werden. Das russische Gamaleja-Institut, welches Sputnik V entwickelt hat, kündigte an, es werde entsprechende Informationen liefern und aufzeigen, dass die Bedenken von Sahpra "völlig unbegründet" seien.

+++ 20:33 Bundesländer melden 4287 neue Infektionen +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.379.951 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4287 neue Fälle hinzu. Damit ziehen die deutschen Fallzahlen im Wochenvergleich weiter an: Der aktuelle Tageszuwachs bei den gemeldeten Ansteckungsfällen liegt 24,8 Prozent über dem Niveau von Montag vergangener Woche. Am 11. Oktober hatten die Landesbehörden in der Summe 3436 neue Fälle verzeichnet. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 34 auf 94.645. Hier ist die Anzahl der zu Wochenbeginn übermittelten Verstorbenen weitgehend stabil: Am Montag vor einer Woche hatten die Bundesländer insgesamt 31 Tote gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 132.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,03 angegeben (Vortag: 1,09). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 1456 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 794 davon werden beatmet. Rund 4000 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: dbe/mra/dpa/AFP/rts

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