Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:12 Schweiz setzt Nicht-Schengen-Staaten auf Risiko-Liste +++

Die Schweiz hat die Liste der Risiko-Länder und -Regionen ausgeweitet. Mit wenigen Ausnahmen müssen sich ab Samstag Personen, die aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums zurückkehren, für zehn Tage in Quarantäne begeben. Ausgenommen von dieser Regelung sind 20 Staaten - darunter Australien, Japan und Thailand. Bereits am Vortag hatte die Schweiz Spanien und einige andere Länder auf die Quarantäne-Liste gesetzt.

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+++ 14:45 Niederländischer Experte empfiehlt deutschen Weg +++
Der Groninger Gesundheitsökonom Jochen Mierau empfiehlt, die deutschen Corona-Regeln testweise auch im Norden der Niederlande anzuwenden. In Deutschland könnten sich Menschen schneller und öfter an ihrem Wohnort auf das Coronavirus testen lassen, auch wenn sie keine Beschwerden hätten, so Mierau im "Dagblad van het Noorden". In Geschäften gebe es eine Maskenpflicht, Restaurantpersonal müsse beim Bedienen Mundschutz tragen und Gäste müssten ihre Kontaktdaten hinterlassen - alle diese Regeln, die in den Niederlanden derzeit nicht angewendet werden, böten Klarheit und Sicherheit.

+++ 14:24 L.A. stellt Partyveranstaltern Strom und Wasser ab  +++
Die US-Metropole Los Angeles will Veranstaltern illegaler großer Hauspartys von Freitag an Strom und Wasser abstellen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Damit reagieren die Behörden auf vermehrte Berichte über große Feiern, die während der Pandemie eigentlich verboten seien, so Bürgermeister Eric Garcetti.

+++ 14:02 Moskau geht mit Geldstrafen gegen Maskenverweigerer vor +++
Im Kampf gegen das Coronavirus greifen die Behörden in der russischen Hauptstadt Moskau bei Verstößen gegen die Maskenpflicht wieder härter durch. Zahlreiche Geschäfte und Supermärkte seien schon geschlossen worden, weil sich dort Kunden ohne Mund-Nasen-Schutz aufhielten, berichtet der TV-Sender Moskwa-24 aus der Millionenmetropole. Insgesamt hätten rund 6000 Geschäfte hohe Geldstrafen zahlen müssen. Auch in der Metro werde stärker kontrolliert und Maskenverweigerer erhielten Geldstrafen von bis zu 5000 Rubel (rund 60 Euro).

+++ 13:40 Berlin: Menschen wollen am 29. August erneut gegen Auflagen demonstrieren +++
Gegner der Corona-Politik wollen am 29. August erneut in Berlin auf die Straße gehen. Für eine Demonstration unter dem Titel "Versammlung für die Freiheit" wurden 17.000 Teilnehmer angemeldet, wie ein Polizeisprecher sagt. Bei einer anschließenden Kundgebung erwartet die Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" insgesamt 22.500 Teilnehmer. Am vergangenen Samstag kamen zu einer ähnlichen Kundgebung 20.000 Menschen. Bei der Demonstration wurden die Auflagen bewusst missachtet: Der Mindestabstand wurde nicht eingehalten, kaum jemand trug eine Maske. Neben Corona-Leugnern und Impfgegnern waren auch viele Teilnehmer mit eindeutig rechtsgerichteten Fahnen oder T-Shirts in der Menge.

+++ 13:13 Mecklenburg-Vorpommern erwartet Ansturm von Touristen +++
An den Stränden der Ostsee und den vielen Seen in Mecklenburg-Vorpommern wird an diesem Wochenende mit einem Ansturm von Touristen gerechnet. "Die Buchungslage ist gut, wir sind fast ausgebucht", sagt die Geschäftsführerin des Verbands Mecklenburgischer Ostseebäder, Anett Bierholz. Aktuell sei allerdings in den Orten zu spüren, dass wegen des Ferienendes die Tagestouristen aus Mecklenburg-Vorpommern selbst nicht mehr da seien. Das werde sich aber am Wochenende bei dem erwarteten Hochsommerwetter wieder ändern. Bierholz erinnerte daran, dass auch an den Stränden das Abstandhalten wegen der Pandemie zu beachten ist. Es lohne sich, auch mal links und rechts der Hotspots nach weniger vollen Strandabschnitten zu schauen. Sie appellierte auch an die Besucher, wenn möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Fahrrädern an die Küsten zu kommen.

+++ 12:48 Kein Test nach Griechenland-Reise: SPD kritisiert Laschet +++
Die SPD in Nordrhein-Westfalen kritisiert Ministerpräsident Armin Laschet nach dessen Griechenland-Reise, weil der laut Regierung keinen Corona-Test hat machen lassen. Die Landesregierung hatte einem Facebook-Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, in dem sozialen Netzwerk geantwortet, es bestehe "kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind". SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty sagte der "Neuen Westfälischen", er hätte "von einem Ministerpräsidenten mit Vorbildfunktion erwartet, dass er sich nach seiner Rückkehr sofort testen lässt. Er hätte damit ein wichtiges Zeichen setzen können".

+++ 12:38 Lockdown im australischen Victoria: "Das ist ein schwerer Schlag" +++
Der australischen Wirtschaft drohen wegen des erneuten strikten Lockdowns im Bundesstaat Victoria nach Darstellung von Premierminister Scott Morrison deutliche Einbußen. Die Wirtschaftsleistung werde durch die strengen regionalen Beschränkungen des öffentlichen Lebens im dritten Quartal landesweit um sieben bis neun Milliarden australische Dollar (4,2 bis 5,5 Milliarden Euro) zurückgehen, sagt Morrison. "Das ist ein schwerer Schlag - ein schwerer Schlag." Zudem werde erwartet, dass die Arbeitslosenquote mit etwa zehn Prozent einen neuen Höhepunkt erreicht. "Die effektiven Arbeitslosenzahlen werden zwischen 250.000 und 400.000 liegen", so Morrison. Während andere Teile Australiens recht erfolgreich bei der Eindämmung des Virus sind, gibt es in Victoria derzeit 7000 aktive Fälle. 500 Menschen liegen in Zusammenhang mit Covid-19 im Krankenhaus.

+++ 12:21 Russland registriert 5267 Neuinfektionen +++
In Russland bleibt die Zahl der Neuinfektionen stabil über der Marke von 5000. Die Behörden melden 5267 Ansteckungen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen steigt auf 871.894. Das sind nach den USA, Brasilien und Indien die viertmeisten weltweit. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich um 116 auf 14.606. Im Vergleich zu anderen Staaten ist die Zahl eher niedrig.

+++ 11:56 Virologin empfiehlt Impfungen zur Vorbereitung auf Herbst +++
Im Herbst stehen Ärztinnen und Ärzte vor der Herausforderung Grippe, Covid-19 und banale Erkältungen schnell voneinander unterscheiden zu müssen, wenn Menschen Symptome wie Husten zeigen. Patienten, die eine Grippeimpfung vorweisen können, entlasten so die Mediziner, sagt die Direktorin des Instituts für Virologie der TU München, Ulrike Protzer im Interview mit RTL und ntv. Eine Pneumokokken-Impfung reduziere überdies das Risiko einer Überinfektion: "Wenn man Corona hat, dann kann es zu Überinfektionen mit Pneumokokken kommen und die können sehr schwer verlaufen, können sogar tödlich sein und davor kann ich mich schützen, wenn ich mich vor Pneumokokken impfen lasse." Gerade für ältere Menschen sei das "absolut empfehlenswert", aber sie empfehle das auch Jüngeren - auch sie selber habe sich impfen lassen.

+++ 11:37 Patienten sterben bei Brand in Krankenhaus in Indien +++
Bei einem Brand auf einer Intensivstation eines Krankenhauses in Indien sind mindestens acht Corona-Patienten gestorben. Feuerwehrleute hätten 41 weitere Patienten retten und in ein anderes Krankenhaus bringen können, sagt ein Polizeisprecher. Die verstorbenen Patienten seien erstickt, berichtet die Zeitung "Times of India". Einige Feuerwehrleute hätten laut örtlichen Medien nach dem Einsatz in Quarantäne gemusst. Das Feuer in der westindischen Millionen-Stadt Ahmedabad brach mitten in der Nacht aus und wurde laut ersten Erkenntnissen von einem Kurzschluss ausgelöst.

+++ 11:20 Spahn: Corona in Schach halten ist ein "Langstreckenlauf" +++
Gesundheitsminister Jens Spahn appelliert an das Durchhaltevermögen der Bevölkerung. Das Coronavirus in Schach zu halten, sei ein "Langstreckenlauf" und gehe nur im Team. "Es kommt auf uns alle an", sagt der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz. Nach all den Wochen und Monaten mit der Pandemie sei bei manchen eine gewisse Müdigkeit festzustellen. Er könne das nachvollziehen, so Spahn. Doch eine Maske zu tragen, Abstand zu halten und die Hygieneregeln zu beachten, sei ein kleiner Preis für eine große Wirkung - nämlich die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

+++ 11:05 Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten tritt Samstag in Kraft +++
Menschen, die aus Risikogebieten nach Deutschland kommen, müssen sich künftig bei der Einreise auf das Coronavirus testen lassen. "Ich habe angeordnet, dass für Rückkehrer aus Risikogebieten ab Samstag eine Testpflicht gilt", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dies sei "ein zumutbarer Eingriff", hob er hervor. Dafür soll es insbesondere an den Flughäfen Teststationen geben, auch bei der Einreise mit Bahn oder Auto sollen Testmöglichkeiten bereitgestellt werden. Bereits jetzt gibt es die Möglichkeit für alle Einreisenden, sich binnen 72 Stunden nach der Ankunft in Deutschland kostenlos testen zu lassen.

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+++ 10:34 Polen steht vor Trendwende +++
Polen muss nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums mit einem Trend steigender Neuinfektionszahlen rechnen. Am Wochenende und danach könnten es bis zu 700 Neuinfektionen pro Tag werden. Am Dienstag verzeichnete Polen mit 680 nachgewiesenen Ansteckungsfällen den bislang höchsten täglichen Anstieg.

+++ 10:06 Bericht: London plant Quarantäne für Reisende aus Belgien +++
Großbritannien will einem Medienbericht zufolge auch eine Quarantäne-Pflicht für Einreisende aus Belgien verhängen. Grund sei der starke Anstieg der Coronavirus-Fälle dort, berichtet die Zeitung "Daily Mail". Ein Beschluss der Regierung dazu sei in Kürze zu erwarten. Das Verkehrsministerium wollte sich nicht dazu äußern. Großbritannien hat bereits eine 14-tägige Quarantäne für Ankömmlinge aus Spanien und Luxemburg verhängt.

+++ 09:42 Immer mehr Landkreise melden Infektionen +++
Die Zahl der Kreise und kreisfreien Städte (inklusive der Berliner Bezirke), die in den vergangenen sieben Tagen keine neuen Fälle gemeldet haben, ist auf 65 gesunken (nach 68 am Mittwoch). Weniger Kreise waren es zuletzt am 20. Mai gewesen. Der Landkreis Dingolfing-Landau ist nach wie vor am stärksten betroffen. Er reißt die Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen deutlich: Derzeit steht die sogenannte Inzidenz bei 231,8 (Mittwoch: 120,6). Hintergrund für die zahlreichen Fälle ist ein Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming und in einer nahe gelegenen Konservenfabrik.

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+++ 09:23 Ausbildungsprämie: Heil wehrt Kritik aus Wirtschaft ab +++
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verteidigt die Hilfen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen in der Krise gegen Kritik aus der Wirtschaft. Es kämen deswegen nur Betriebe mit maximal 249 Mitarbeitern in den Genuss der Ausbildungsprämie, weil die Bundesregierung gezielt kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen wolle, die besonders von der Krise gebeutelt seien, sagt der SPD-Politiker in der ARD. Es gehe nicht darum, Steuergeld mit der Gießkanne auszugeben. Zudem hätten kleine und mittelständische Firmen bisher überproportional ausgebildet und die großen Unternehmen leider nicht so viel. "Es gilt jetzt, ein Signal zu setzen." Die Wirtschaft müsse trotz Corona ausbilden, um nach der Krise nicht über einen Fachkräftemangel zu jammern.

+++ 08:55 Dengue-Fieber belastet Singapur zusätzlich zu Corona +++
Singapur ist mit dem bislang größten Dengue-Fieber-Ausbruch seiner jüngeren Geschichte konfrontiert - zusätzlich zur Corona-Pandemie. Bis Dienstag habe der südostasiatische Stadtstaat 22.403 Erkrankungen verzeichnet, teilt die Nationale Umweltbehörde (NEA) mit. Der bisherige Rekord war 2013 mit 22.170 Fällen registriert worden. Die Behörde warnt zudem, dass das Schlimmste noch nicht überstanden sei, da die Dengue-Fieber-Hochsaison traditionell bis Oktober dauere. Die tropische Viruserkrankung wird durch die tagaktive Aedes-Mücke übertragen und klingt meist nach einigen Tagen wieder ab. Symptome sind unter anderem hohes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Die Krankheit kann aber auch zu schweren Komplikationen oder sogar zum Tod führen.

+++ 08:33 USA: Mehr als 55.000 neue Infektionen binnen 24 Stunden +++
Nach einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters steigt in den USA die Zahl der Fälle binnen 24 Stunden um mindestens 55.323 auf 4,84 Millionen. Mindestens 1241 weitere Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben. Die Zahl tödlich verlaufender Ansteckungen klettert den Daten zufolge auf 158.561.

+++ 08:15 Gewerkschaft fordert kostenlose Tests für Polizisten +++
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW fordert regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Polizisten. Das Land müsse seine bisherigen Schutzmaßnahmen ergänzen "und allen Beschäftigten im 14-tägigen Rhythmus einen Corona-Test mindestens anbieten", heißt es in einem Schreiben an die GdP-Mitglieder. Die GdP verweist auf die Ankündigung der Landesregierung, dass sich Lehrer zum Start des neuen Schuljahrs alle 14 Tage testen lassen können. Das Land trägt die Kosten. Das gilt auch für Kita-Personal. "Das Ansteckungsrisiko ist aber auch für Polizeibeschäftigte hoch", so die Gewerkschaft: "Da immer wieder größere Teile der Belegschaft engen Kontakt zu möglicherweise infizierten Mitmenschen nicht vermeiden können."

+++ 07:51 Nordkorea beschließt Soforthilfe für abgeriegelte Stadt +++
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ordnet nach der Abriegelung der Großstadt Kaesong wegen eines Corona-Verdachtsfalls eine Spezialversorgung für die Bewohner an. Bei einer Parteisitzung unter Vorsitz Kims seien neben Organisationsfragen auch epidemiologische Schutzmaßnahmen und die Lage in Kaesong besprochen worden, berichten die Staatsmedien. Bei der Sitzung des Politikbeirats des Zentralkomitees sei am Mittwoch beschlossen worden, sofort Nahrungsmittel und Gelder für die Stadt bereitzustellen, "um das Leben ihrer Bürger zu stabilisieren". Wie kritisch die Situation für die Bewohner der Stadt an der innerkoreanischen Grenze ist, bleibt unklar. In Kaesong leben nach Schätzungen etwa 300.000 Menschen.

+++ 07:24 Maskenpflicht: GDL fordert mehr Rechte für Zugbegleiter +++
Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) fordert mehr Rechte für die Zugbegleiter zur Durchsetzung der Maskenpflicht. Gewerkschaftschef Claus Weselsky beklagt in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung", dass zwar einerseits die Maskenpflicht in den Zügen gelte, andererseits aber die Deutsche Bahn das Tragen eines Atemschutzes bislang nicht in ihren Beförderungsbedingungen festgeschrieben habe. Da die Maskenpflicht somit nicht zum Hausrecht des Unternehmens gehöre, sei die "Ausgangsposition" für die Zugbegleiter schlecht. Dem Personal seien dadurch bei der Durchsetzung der Maskenpflicht "in letzter Instanz die Hände gebunden".

+++ 07:02 Auch Ägypten will Ende der Reisewarnung für seine Urlaubsgebiete +++
Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt auch Ägypten von der Bundesregierung eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, verweist auf sinkende Infektionszahlen in seinem Land und weitgehende Sicherheitsvorkehrungen für Touristen. "Es ist sehr frustrierend, dass ich keine Antwort darauf bekomme, warum die Reisewarnung nicht aufgehoben wird", sagt er. "Wir bitten nicht um einen Gefallen. Was wir sagen, ist: Schaut Euch die Lage an und trefft eine rationale und angemessene Entscheidung. Alles deutet darauf hin, dass die Reisewarnung nicht gerechtfertigt ist." Die Bundesregierung hatte am Dienstag die Reisewarnung für Urlauber für vier der beliebtesten Regionen in der Türkei aufgehoben: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Dafür müssen Rückkehrer nun in den 48 Stunden vor ihrer Ausreise einen Corona-Test machen und dafür 15 bis 30 Euro bezahlen.

+++ 06:40 Niedersachsen fordert neue Konjunkturhilfen für Autobranche +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert neue Hilfen der Bundesregierung für die Autobranche. "Ich befürchte, dass wir bis zum Herbst noch viele schlechte Nachrichten aus der Automobilindustrie hören werden - und zwar ganz unabhängig davon, ob es eine zweite große Infektionswelle geben wird", sagt der SPD-Politiker der "Wirtschaftswoche". Die Nachfrage sei auf einem erschreckend niedrigen Niveau. Sorgen machten ihm vor allem kleinere und mittlere Zulieferer. Weitere Hilfen für diese Schlüsselindustrie seien dringend nötig.

+++ 06:19 Fast 50.000 Tote in Mexiko +++
In Mexiko steigen die Coronavirus-Fälle binnen 24 Stunden nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 6139 auf 456.100. Das Land meldet weitere 829 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt sind offiziellen Angaben zufolge 49.698 Personen an den Folgen des Virus verstorben. Mexiko verzeichnet nach den USA und Brasilien die dritthöchste Zahl an Infektionen und Todesopfern.

+++ 05:38 RKI: Mehr als 1000 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 1045 neue Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 213.067 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus infiziert, wie das RKI angibt (Datenstand 6.8., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9175. Bis zum Morgen hatten 195.200 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

+++ 05:05 Schauspielerin Alyssa Milano: "Ich dachte, ich würde sterben" +++
US-Schauspielerin Alyssa Milano hat auf Instagram schwere Symptome einer Covid-19-Erkrankung beschrieben. Die 47-Jährige postete ein Foto von Anfang April, auf dem sie eine medizinische Gesichtsmaske trägt. Sie sei niemals zuvor so krank gewesen, schreibt Milano. Alles habe weh getan, sie habe nicht atmen können, dazu schreckliche Kopfschmerzen, Übergeben, Fieber und Verlust des Geruchssinns. "Ich dachte, ich würde sterben." Sie habe praktisch jedes Covid-19-Symptom gehabt, aber zwei Corona-Tests und ein Antikörpertest seien negativ ausgefallen. Erst ein weiterer Antikörpertest sei nun positiv gewesen. Nach vier Monaten habe sie immer noch Beschwerden, wie Schwindel, Kurzatmigkeit und Magenprobleme.

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+++ 04:30 Schülervertreter schlagen Notenbonus für Prüfungen vor +++
Schülervertreter haben einen Notenbonus für den Fall von coronabedingtem Unterrichtsausfall ins Gespräch gebracht. "Sollte es zu Unterrichtsausfall kommen, wäre es eine mögliche Lösung, den betroffenen Schülern einen Nachteilsausgleich zu geben", sagte Torben Krauß, Sprecher der Bundesschülerkonferenz, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei oft nicht möglich, kurzfristig die Prüfungsaufgaben zu ändern. "Lehrer sollten aber in solchen Fällen mehr Freiraum beim Korrigieren haben", verlangte Krauß. Das neue Schuljahr werde definitiv kein normales Schuljahr werden. Schulen, Lehrer und Bildungspolitiker sollten zusammen mit Schülervertretern am Runden Tisch nach guten Lösungen für Unterricht in der Pandemie suchen.

+++ 04:11 Rio will Silvester wegen Corona über Stadt verteilt feiern +++
Nach der Absage der Silvesterparty an der Copacabana wegen der Corona-Pandemie soll der Jahreswechsel in Rio de Janeiro über die Stadt verteilt gefeiert werden. Mit Veranstaltungen an verschiedenen Orten der Stadt wie der Christus-Statue solle die Kontrollmöglichkeit erhöht und das Verbreitungsrisiko verringert werden, berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Feuerwerk und Konzerte sollen in diesem Jahr im Internet übertragen werden. Auch soll es eine Schweigeminute für Covid-19-Opfer und eine Ehrung für das Gesundheitspersonal geben.

+++ 03:33 Fauci rechnet Ende des Jahres mit Impfstoff +++
Der Seuchenexperte der US-Regierung geht von der Zulassung eines sicheren und effektiven Corona-Impfstoffes gegen Ende des laufenden Jahres aus. Anthony Fauci sagte, er hoffe, die Pandemie werde Ende 2021 unter Kontrolle sein. Der Immunologe geht davon aus, dass Pharma-Firmen im kommenden Frühjahr Millionen von Impfeinheiten herstellen werden. Die Produktion werde hochgefahren, so dass am Ende des kommenden Jahres eine Milliarde Einheiten produziert sein würden. Er warnte, werde das Tragen eine Mund- und Nasenschutzes zu einer politischen Frage gemacht, sei dies schädlich für den Kampf gegen das Coronavirus. Fauci versicherte, es gebe keinen politischen Druck die Entwicklung eines Impfstoffs kurz vor dem 3. November bekannt zu geben. Dann wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Die Beliebtheitswerte von Amtsinhaber Trump haben unter der Coronakrise gelitten. Die USA sind das Land mit weltweit den meisten Infizierten. Ein Impfstoff könnte die Wiederwahlchancen Trumps erhöhen.

+++ 02:43 Brasilianischer Häuptling an Covid-19 gestorben +++
Der brasilianische Häuptling und Umweltschützer Aritana Yawalapiti ist durch das Coronavirus gestorben. Das etwa 70-jährige Oberhaupt des Yawalapiti-Volks sei am Mittwoch der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 erlegen, sagte sein Neffe Iano Yawalapiti. Der Häuptling war für seinen Einsatz für die Rechte indigener Völker und für den Schutz des Regenwaldes bekannt. Vor zwei Wochen war er mit Atemproblemen in ein Krankenhaus im brasilianischen Bundesstaat Goias eingeliefert worden.

+++ 02:04 Frankreich meldet Zwei-Monats-Hoch bei Neuinfektionen +++
In Frankreich erreicht die Pandemie mit 1695 Neuinfektionen ein Zwei-Monats-Hoch. Damit haben sich insgesamt 194.029 Menschen angesteckt. Die Zahl der tödlichen Erkrankung steigt von 30.296 auf 30.305.

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+++ 01:32 Kolumbiens Ex-Präsident Uribe mit Coronavirus infiziert +++
Der unter Hausarrest stehende Ex-Präsident von Kolumbien, Álvaro Uribe, ist mit dem Coronavirus infiziert. Der 68-Jährige sei einen Tag vor Anordnung des Hausarrests durch das Oberste Gericht des Landes positiv auf das Virus getestet worden, teilte Uribes Partei mit. Der frühere Staatschef sei trotz der Infektion bei "guter Gesundheit". Uribe befindet sich seit Dienstag im Hausarrest. Das Gericht begründete die Maßnahme damit, dass der Ex-Staatschef versuchen könnte, die Ermittlungen zu einer politischen Affäre aus dem Jahr 2012 zu behindern. Uribe wird Zeugenmanipulation und Bestechung vorgeworfen.

+++ 00:32 Brasilien meldet mehr als 57.000 Neuinfektionen+++
Brasilien meldet nach Angaben des Gesundheitsministeriums 57.152 bestätigte Coronavirus-Infektionen sowie weitere 1437 Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie registriert das lateinamerikanische Land mehr als 2,85 Millionen Fälle, die Zahl der Todesopfer steigt offiziellen Angaben zufolge auf 97.256. Brasilien ist nach den USA das am stärksten betroffene Land weltweit.

+++ 23:29 Italien droht Ryanair wegen Corona-Verstößen mit Flugverbot +++
Ryanair drohen in Italien gravierende Konsequenzen wegen Verstößen gegen Sicherheitsregeln zum Schutz vor dem Coronavirus. Wie die italienische Flugsicherheitsbehörde Enac mitteilte, könnte deswegen ein Flugverbot gegen den irischen Billigflieger für den italienischen Luftraum verhängt werden. Vorgeworfen werden Ryanair laut Enac "wiederholte Verletzungen der Covid-19-Gesundheitsbestimmungen", die von der Regierung zum Schutz der Passagiere angeordnet worden seien. Dabei gehe es sowohl um Distanzvorschriften als auch um Ausnahmeregeln für Situationen, in denen die Distanz nicht eingehalten werden kann. Wenn Ryanair sein Verhalten nicht ändere, würden "alle Luftfahrtaktivitäten an den Flughäfen des Landes suspendiert", hieß es weiter. Passagiere mit gültigen Tickets müssten dann entsprechend umgebucht werden.

+++ 22:42 WHO-Experte: "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?" +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut junge Menschen ermahnt, "ihre Verantwortung" im Kampf zur Eindämmung des Coronavirus zu übernehmen. Je mehr junge Menschen sich wieder in Gesellschaft begeben würden, desto mehr würden sie als Überträger agieren, sagte WHO-Notfallkoordinator Michael Ryan. "Die Jungen haben eine große Chance, die Übertragungen durch ihr Verhalten zu reduzieren", sagte Ryan. An Orten, an denen während der Sommerferien junge Menschen in Bars, Nacht-Clubs oder Feiern im Freien zusammengekommen waren, hatte es zuletzt vermehrt Corona-Hotspots gegeben. "Sie können entscheiden, diese Dinge nicht zu tun", sagte Ryan. "Fragen Sie sich: Muss ich wirklich zu dieser Feier gehen?", sagte der irische Epidemiologe. WHO-Corona-Expertin Maria Van Kerkhove wies auf Studien hin, die gezeigt hätten, dass nur ein kleiner Teil der Infizierten für die meisten Übertragungen verantwortlich sei. Etwa 80 Prozent der Ansteckungen seien auf 10 bis 20 Prozent der Infizierten zurückzuführen.

+++ 21:59 Fauci: Kein neuer Lockdown in USA notwendig +++
Der Seuchenexperte der US-Regierung, Anthony Fauci, geht nicht davon aus, dass in den USA ein neuer Lockdown im Zuge der Pandemiebekämpfung nötig sein wird. "Wir können das viel besser, ohne alles herunterzufahren", sagt er bei einer Veranstaltung an der Universität Harvard. Amerikaner sollten Gesichtsmasken tragen, Abstand halten, Bars schließen, ihre Hände waschen und Aktivitäten im Freien bevorzugen, um das Virus zu stoppen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, fzö/hul/jug/rts/dpa/AFP