Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:33 Zahl der Passagiere im zweiten Corona-Sommer verdoppelt +++

Deutschlands Flughäfen ziehen ein positives Fazit des zweiten Feriensommers mit der Corona-Pandemie. In der Sommerferienzeit vom 19. Juni bis zum 12. September hätten 28,6 Millionen Reisende einen deutschen Airport als Start- oder Zielpunkt genutzt, 14,9 Millionen mehr als im vergangenen Sommer, wie der Flughafenverband ADV mitteilte. Im Vergleich zum Sommer 2019 waren es allerdings nur halb so viele (52 Prozent).

+++ 14:59 Demonstrationen in den Niederlanden gegen Corona-Pass +++
In den Niederlanden protestieren Hunderte gegen die Einführung eines "Corona-Passes". Sie ziehen in Den Haag, dem Regierungssitz, durch die Straßen und halten Schilder mit Aufschriften wie "Medizinische Apartheit. Stoppt Impfpässe" in die Höhe. In den Niederlanden ist seit Samstag ein Corona-Pass mit dem Nachweis über eine Impfung oder ein negativer Test Voraussetzung für einen Besuch im Restaurant, Bars, Theater oder anderen Veranstaltungsorten. Im Gegenzug wurden Abstandsregeln und Maskenpflicht weitgehend aufgehoben. In öffentlichen Verkehrsmitteln muss weiterhin eine Maske getragen werden, in Schulen aber nicht mehr. 72 Prozent der Bevölkerung haben zumindest eine Impfdosis erhalten.

+++ 14:26 Schnelltests für Kitas verzögert an Kommunen ausgeliefert +++
Bei der Versorgung von Kommunen mit Corona-Schnelltests für Kita-Kinder gibt es erhebliche Verzögerungen. "Die Verzögerungen bei der Belieferung betreffen nahezu alle Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen", sagt eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover nach dem Bericht der "Oldenburgischen Volkszeitung" und der "Münsterländischen Tageszeitung". Der Lieferant habe die vereinbarten Lieferzeitpunkte nicht eingehalten, die Lieferungen seien mehrfach kurzfristig verschoben worden und die Schnelltests "deutlich verspätet" im Zentrallager des Landes eingetroffen. Zusätzlich seien wegen veränderter Packmaße mehr Fahrzeuge zur Auslieferung nötig gewesen, sagt die Sprecherin. Die Auslieferungen erfolgten grundsätzlich mit Unterstützung von Fahrern der Hilfsorganisationen, die aber "im Auslieferungszeitraum nicht immer in ausreichender Zahl zur Verfügung standen". Dem Bericht zufolge spitzte sich die Lage zuletzt im Landkreis Vechta zu, der Bestand an Lolli-Tests sei in einigen Betreuungseinrichtungen so knapp geworden, dass die Tests "zeitlich gestreckt wurden und die Vorgabe des Landes nicht eingehalten werden konnte", sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung. Mit einer neuen Lieferung, die am Freitag eingetroffen sei, könne wieder dreimal wöchentlich getestet werden.

+++ 13:54 Flughäfen: Passagierzahl im Feriensommer 2021 verdoppelt +++
In Deutschland sind dieses Jahr wieder deutlich mehr Menschen mit dem Flugzeug in den Sommerurlaub gereist als 2020 - das Vorkrisenniveau ist aber längst noch nicht erreicht. In dem zwölfwöchigen Zeitraum dieses Jahres mit zeitversetzten Sommerferien in den Bundesländern nutzten 28,6 Millionen Reisende einen deutschen Flughafen als Start- oder Zielpunkt in die Ferien. Das teilt der Flughafenverband ADV mit. Dies entspreche zwar einem Plus von 14,9 Millionen Passagieren gegenüber der Sommerferienzeit 2020. Vom Vorkrisenniveau 2019 ist die Zahl aber mit gerade einmal gut der Hälfte weit entfernt. "Die Menschen wollen wieder Flugreisen wahrnehmen, trotz der sich häufig verändernden Reisebestimmungen, die die Pandemielage mit sich bringt", sagt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. "Anhand der Buchungszahlen ist davon auszugehen, dass sich das aktuell gute Niveau im Oktober fortsetzt. Mit dem Ende der Urlaubszeit kommt auch die Geschäftsreisenachfrage wieder zurück."

+++ 13:35 Ein Covid-Intensivpatient mehr im Vergleich zum Vortag +++
Die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Covid-19-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt werden müssen, bleibt stabil. Laut aktuellem Divi-Intensivregister sind es 1435 Patientinnen und Patienten in deutschen Kliniken. Im Vergleich zum Vortag ist das eine Person mehr. Von den Betroffenen werden 824 invasiv beatmet. Dem Report zufolge wurde 67 Personen neu auf einer Intensivstation aufgenommen. 21 Menschen starben.

+++ 13:13 Oberbürgermeister warnen vor zunehmender Radikalisierung in Deutschland +++
Nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellenwart in Idar-Oberstein warnen mehrere Oberbürgermeister vor einer zunehmenden Radikalisierung in der Gesellschaft. "Wir erleben eine Verrohung, wie wir sie bisher nicht kannten", sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung dem "Tagesspiegel" in einem gemeinsamen Interview mit weiteren Städte-Chefs. Dies habe 2015 mit der Flüchtlingsdebatte begonnen und sich in der Pandemie fortgesetzt, von den Reichsbürgern bis zu den Corona-Leugnern. Es gebe eine "zunehmende Aggression und Spaltung" in Deutschland, sagt auch der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke. Die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner fordert darüber hinaus, klar zu benennen, dass die Tat von Idar-Oberstein "in einem gewissen Sinne ein politisch motivierter Mord war, ausgeübt von einem Täter mit rechtem, verschwörungstheoretischem Hintergrund und Netzwerk".

+++ 12:48 Bericht: Bundesweit Angriffe auf Impfzentren +++
Seit Beginn der Impfungen gab es in nahezu allen Bundesländern Angriffe gegen Impfzentren oder Störungen von Impfaktionen, besonders viele in Bayern und Sachsen. Das berichtet "tagesschau.de" unter Berufung auf eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Ministerien, Landeskriminalämtern und einer Kassenärztlichen Vereinigung. Es handelte sich dabei meistens um Sachbeschädigungen, vor allem Schmierereien. Darüber hinaus soll es aber auch Drohungen, Beleidigungen, körperliche Angriffe und in Sachsen eine Brandstiftung gegeben haben.

+++ 12:22 79 Prozent der Covid-Intensivpatienten ohne Impfschutz +++
Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser bleibt der Anteil von nicht oder nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpften Covid-19-Patienten hoch. Er betrage aktuell 79 Prozent, teilt das Sozialministerium in Wiesbaden mit. 14 Prozent der Patienten seien vollständig geimpft, bei 6 Prozent sei der Status unbekannt. Am Vortag hatte der Anteil der nicht oder nicht vollständig geimpften Covid-19-Patienten bei 80 Prozent gelegen.

+++ 11:51 STIKO-Chef ist mit deutscher Impfkampagne nicht zufrieden +++
Angesichts der nur langsam voranschreitenden Impfkampagne in Deutschland zeigt sich der Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, unzufrieden. Im Interview mit dem BR nennt er es betrüblich, dass sich gerade die entscheidende Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen momentan nicht so impfen lasse, wie die STIKO das gerne sehen würde. Doch gerade diese Altersgruppe werde nach Ansicht Mertens voraussichtlich entscheidend für den Verlauf der vierten Welle sein. Es müssen viel Überzeugungsarbeit bei den Impfunwilligen geleistet werden, so Mertens. Restriktionen, wie zum Beispiel in Italien, könnten dabei ein probates Mittel sein.

+++ 11:29 Brasiliens First Lady lässt sich in USA impfen - Kritik +++
Die brasilianische First Lady Michelle Bolsonaro steht in der Kritik, weil sie sich in den USA statt in Brasilien impfen ließ. Der Senator Omar Aziz warf Bolsonaro im Online-Medium G1 unter anderem mangelnden "Patriotismus" vor. Der Epidemiologe Pedro Hallal sprach ebenfalls auf G1 von einer "Verachtung" des öffentlichen Gesundheitssystems in Brasilien. Die Präsidentengattin verdiene Beifall, weil sie sich zu der Impfung entschlossen habe, sagte Aziz. Zugleich wies er darauf hin, dass das in den USA verimpfte Vakzin "das gleiche" sei wie das in Brasilien. "Also hätte sie sich hier impfen lassen können." Damit hätte sie den Brasilianern "ein gutes Beispiel" gegeben. Michelle Bolsonaro hatte sich in dieser Woche am Rande der UN-Generalversammlung in New York gegen das Coronavirus impfen lassen.

+++ 11:03 Hamburg lässt die Masken fallen +++
Nach langen Einschränkungen in der Pandemie lässt Hamburg die Masken fallen: In Clubs, Bars, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen, die am sogenannten 2G-Modell teilnehmen, gibt es seit 0 Uhr auch keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der Besucher oder Teilnehmer einer Veranstaltung. Wo also nur Geimpfte und Genesene hineindürfen, kann abstandslos und ohne Maske bis auf den letzten Platz gefeiert, getanzt, können Filme und Theater geschaut oder bei sportlichen Wettkämpfen mitgefiebert werden. Allerdings müssen weiter Kontaktdaten erhoben und Hygienekonzepte eingehalten werden. Eine entsprechende Eindämmungsverordnung des Senats war am Freitag erlassen worden. Auf Wochenmärkten entfällt zudem die Maskenpflicht für Verkäufer. Für Kunden gilt sie aber wie in Supermärkten weiter.

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+++ 10:36 Schwaches Impftempo in Deutschland - erhebliche Unterschiede zwischen Bundesländern +++
In Deutschland sind nunmehr 53,13 Millionen Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, entspricht das einer Quote von 63,9 Prozent. Bezogen auf die Bevölkerung im impffähigen Alter (ab 12 Jahren) liegt die Quote bei 71,9 Prozent. Durchschnittlich werden pro Tag rund 188.000 Impfdosen verabreicht - Tendenz sinkend.

Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es teils erhebliche Unterschiede. Während in Bremen bereits 74,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger immunisiert sind, sind es beim Schlusslicht Sachsen lediglich 54,4 Prozent.

+++ 10:11 Tschechiens Regierungschef Babis lässt sich zum dritten Mal impfen +++
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis lässt sich zum dritten Mal gegen das Coronavirus impfen. Er werde die Auffrischspritze am 7. Oktober im Prager Militärkrankenhaus erhalten, sagte der 67-Jährige in einer Fernsehdebatte. Das ist einen Tag vor dem Beginn der zweitägigen Parlamentswahl in dem EU-Mitgliedstaat, in die der Gründer der populistischen Partei ANO Umfragen zufolge als Favorit geht. In der TV-Debatte musste Babis indes scharfe Kritik an seiner Corona-Politik einstecken. Sein Herausforderer Ivan Bartos von der Piratenpartei warf ihm vor, das Vertrauen der Bürger verspielt zu haben. "Das ist die größte Niederlage der tschechischen Regierung", sagte der 41-Jährige im Sender CT. Hunderttausende Senioren seien noch immer nicht geimpft. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind in Tschechien nach aktuellem Stand 65,5 Prozent der Erwachsenen vollständig geschützt.

+++ 09:45 Hausärzte raten zur Grippeimpfung: "Immunsystem nicht mehr so trainiert" +++
Der Hausärzteverband Rheinland-Pfalz beklagt eine sinkende Impfbereitschaft gegen die normale Wintergrippe. "In diesem Jahr ist die Grippeimpfung noch viel wichtiger als im vergangenen Jahr", sagt die Landesvorsitzende des Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, Barbara Römer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Unser Immunsystem ist wegen der zahlreichen Corona-Schutzmaßnahmen nicht mehr so trainiert", betont sie. So sei im vergangenen Winter die Grippewelle ausgefallen. Doch die Bereitschaft, sich gegen die Grippe zu immunisieren, habe etwas nachgelassen, warnt Römer. "Letztes Jahr gab es eine riesige Kampagne, die die Menschen zum Impfen motiviert hat. Die gibt es jetzt nicht", kritisiert sie. Dadurch würden die Menschen nicht mehr so proaktiv auf die Hausärzte zukommen wie noch im vergangenen Jahr.

+++ 09:19 Deutlich weniger Regionen mit Sieben-Tage-Inzidenz über 100 +++
In Deutschland registrieren 31 Landkreise und kreisfreie Städte eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. Wie aus den Angaben des Robert-Koch-Instituts hervorgeht, sind das deutlich weniger Regionen als in den Tagen zuvor. Am 11. September befanden sich noch 111 Regionen über 100, vor einer Woche waren es noch 61. Von den 412 vom RKI ausgewiesenen Regionen (Kreise, Städte und die Berliner Bezirke) weisen aktuell 96 ein Fallaufkommen zwischen 0 und 35 auf.

+++ 08:51 Ex-Verfassungsrichter Papier warnt vor "Freedom Day" +++
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, spricht sich dagegen aus, an einem bestimmten Stichtag sämtliche Schutzmaßnahmen zu beenden. "Im Augenblick halte ich es für nicht sinnvoll, ein fixes Datum zu nennen, ab dem für alle Personen jegliche Freiheitsbeschränkungen durch infektionsschutzrechtliche Schutzmaßnahmen des Staates von Rechts wegen aufgehoben werden müssen", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Stellungnahme Papiers. Denn dabei blieben "verschiedene rechtlich wesentliche Umstände unberücksichtigt". Dazu zählten die jeweils aktuelle Infektionslage und die Belastung des Gesundheitssystems. Auch die aktuelle Impfquote bliebe außer Acht. Papier hebt hervor, dass geimpfte und nicht geimpfte Personen "in sehr unterschiedlichem Maße krankheits- und ansteckungsverdächtig" seien. Maßnahmen gegenüber Geimpften und Genesenen seien "regelmäßig schon jetzt nicht mehr zulässig". Dagegen könnten nicht geimpfte Personen aus Gründen des Gemeinwohls weiterhin mit staatlichen Grundrechtseingriffen belastet werden, betont der ehemals höchste Richter Deutschlands.

+++ 08:32 Bremerhaven und Pforzheim führen Hotspot-Liste an +++
Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 267,7 und 207,9 sind Bremerhaven und der Stadtkreis Pforzheim aktuell die am stärksten betroffenen Regionen in Deutschland. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts sind die beiden die einzigen Gebiete mit einem Fallaufkommen über 200. Auf Platz drei folgt der bayerische Landkreis Traunstein mit 196,1 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche.

+++ 08:10 Corona wirbelt Harris-Interview in US-Sendung durcheinander +++
Corona hat für eine bizarre Szene in einer bekannten US-Talkshow gesorgt: Eigentlich sollte in der Sendung "The View" Vize-Präsidentin Kamala Harris live im New Yorker Studio interviewt werden. Inmitten der Sendung wurden die beiden Moderatorinnen Sunny Hostin und Ana Navarro aber plötzlich gebeten, das Set zu verlassen. Die beiden Frauen standen auf und verschwanden. Später stellte sich heraus, dass sowohl Hostin als auch Navarro vor der Sendung auf das Coronavirus getestet wurden - und diese Tests waren positiv. Medienberichten nach hatte Harris keinen Kontakt zu den Moderatorinnen. Sie wurde schließlich aber zum Interview nur in das Studio zugeschaltet. "Sunny und Ana sind starke Frauen, und ich weiß, dass es ihnen gut geht", sagte Harris dann im Interview. Aber es sei auch gut zu wissen, dass sie geimpft seien. "Denn andernfalls würden wir uns Sorgen über Krankenhausaufenthalte und Schlimmeres machen."

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+++ 07:51 Niederlande schaffen 1,5 Meter-Abstandsregel ab +++
Ab heute wird in den Niederlanden der verpflichtete Sicherheitsabstand von 1,5 Metern abgeschafft - nach gut 18 Monaten. "Damit machen wir einen deutlichen Schritt in Richtung einer Gesellschaft ohne einschränkende Corona-Maßnahmen", erklärte die Regierung am Freitag in Den Haag. Allerdings können die Niederländer noch keinen "Vrijheidsdag" (Freiheitstag) feiern. Denn an die Stelle der 1,5 Meter-Regel tritt der heftig umstrittene Corona-Pass. Fortan muss jeder ab 13 Jahre vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport nachweisen, dass er geimpft, getestet oder genesen ist. Angesichts sinkender Infektions- und Patientenzahlen sowie einer relativ hohen Impfquote hält es die Regierung für verantwortlich, Maßnahmen zu lockern. So sind volle Stadien und Kneipen wieder erlaubt und Restaurants, Geschäfte und Theater können wieder unbegrenzt Besucher zulassen - allerdings erst nach Vorlage des Corona-Passes.

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+++ 07:25 Nord-Süd-Gefälle: Deutlich mehr Fälle in südlichen Bundesländern +++
Was einst als Ost-West-Gefälle erkennbar war, ist nun zu einem Nord-Süd-Gefälle mutiert: Die nördlichen Bundesländer weisen aktuell im Vergleich zu den südlichen Staaten ein deutlich geringeres Fallaufkommen auf. Das Robert-Koch-Institut gibt die Sieben-Tage-Inzidenz für Mecklenburg-Vorpommern mit 30,6 und für Schleswig-Holstein mit 30,7 an. Die angrenzenden Flächenbundesländer ordnen sich dagegen zwischen 35 und 50 ein. Nordrhein-Westfalen und die südlichen Bundesländer registrieren dagegen mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche.

+++ 06:52 Bundespolizei: Rund 230.000 Maskenpflicht-Verstöße im Bahnverkehr +++
Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut "Welt am Sonntag" bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtet die Zeitung. In rund 11.300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert. 745-mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt - die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42.300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23.000.

+++ 06:19 RKI meldet 7211 Neuinfektionen - Inzidenz sinkt auf 60,6 +++
Das Robert-Koch-Institut meldet 7211 neue Positiv-Tests. Das sind 1690 weniger als am Samstag vor einer Woche, als 8901 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter auf 60,6 von 62,5 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 62 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 93.365. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,18 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:36 Britischer Corona-Experte: Mehrheit der Kinder wird sich anstecken +++
Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in britischen Schulen geht ein Experte davon aus, dass sich die meisten Kinder im Winter mit dem Virus anstecken werden oder schon angesteckt waren. "Ich denke, dass sich in sechs Monaten die Mehrheit infiziert haben wird", sagt der Public-Health-Experte Azeem Majeed vom Imperial College London. Seit Ende der Schulferien in England sind die Fallzahlen unter den 5- bis 14-Jährigen enorm gestiegen. Die Inzidenz liegt mehr als doppelt so hoch wie in anderen Altersgruppen, wie etwa in einer Auswertung der "Financial Times" zu erkennen ist.

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+++ 05:05 Schüler in NRW brauchen in den Herbstferien aktuellen Corona-Test für 3G +++
In den Herbstferien benötigen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen für die Teilnahme an 3G-Veranstaltungen einen aktuellen negativen Corona-Test. Das hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf klargestellt. An 3G-Veranstaltungen dürfen nur gegen das Coronavirus Geimpfte, Genesene oder Getestete teilnehmen. Eigentlich gelten Schüler laut Coronaschutzverordnung "aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen". Dieser Passus werde in den Ferien nun ausgesetzt, da die regelmäßigen Schultests in dieser Zeit wegfallen, erklärt ein Sprecher.

+++ 04:04 Niedersachsens Gesundheitsministerin kritisiert zu niedrige Impfquote in der Pflege +++
Nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens haben sich bislang zu wenig Beschäftigte in Pflegeberufen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfquote unter den Beschäftigten in der Pflege variiere sehr stark, sagt die SPD-Politikerin. "Insgesamt sind die Impfquoten gerade für diesen so sensiblen Bereich aber noch zu niedrig." Sie appellierte, sich impfen zu lassen. Von Oktober an würde in den Landkreisen und kreisfreien Städten flächendeckend mit den Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen begonnen. Dies biete dann allen Beschäftigten, die bisher noch nicht geimpft sind, noch einmal die Möglichkeit, die Corona-Schutzimpfungen nachzuholen.

+++ 03:03 Weißes Haus: Staatsbedienstete müssen bis Anfang Dezember geimpft sein +++
Wie das Weiße Haus in Washington mitteilt, sind Millionen von Staatsbediensteten und Mitarbeitern von US-Unternehmen mit Regierungsaufträgen verpflichtet, sich bis zum 8. Dezember gegen das Coronavirus impfen zu lassen. US-Präsident Joe Biden unterzeichnete Anfang September dazu bereits ein entsprechendes Gesetz, nun gibt das Weiße Haus die formelle Anweisung bekannt. Die US-Regierung will auch eine entsprechende Klausel in zukünftige Arbeitsverträge aufnehmen, die Impfungen vorschreibt.

+++ 02:04 Zeitung: Mitnahme von Schutzmasken im Auto wird bald Pflicht +++
Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll nach einem Zeitungsbericht zur Pflicht werden. Wie die Düsseldorfer "Rheinische Post" berichtet, sollen Fahrzeugführer auch nach der Corona-Pandemie künftig zwei Mund-Nase-Bedeckungen dabeihaben müssen. Dies habe eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums der Zeitung bestätigt. Demnach sollen die Masken dem vorgeschriebenen Inhalt des Verbandkastens in Pkw, Lkw und Bussen hinzugefügt werden. Es sei beabsichtigt, die Vorgabe mit der nächsten Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung umzusetzen - greifen solle sie voraussichtlich im nächsten Jahr. Wer den Verbandkasten dann nicht um zwei Masken ergänzt, muss dem Bericht zufolge mit einem Bußgeld rechnen.

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+++ 00:25 Gewerkschaft kritisiert mögliche Impf-Abfrage von Schulbeschäftigten +++
Eine mögliche Impfstatus-Abfrage von Schulbeschäftigten in Niedersachsen stößt auf Kritik bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). "So etwas würde den Datenschutz aushebeln und ist angesichts der schon bekannten Impfquote von mehr als 95 Prozent bei den Schulbeschäftigten völlig überflüssig", sagt die GEW-Landesvorsitzende Laura Pooth in einer Mitteilung. Das Kultusministerium in Hannover wies auf Anfrage darauf hin, dass es keine Pflicht zu dieser Abfrage gibt, sondern die Möglichkeit. Diese sei ausdrücklich nur für Schulen vorgesehen, an denen vulnerable Schüler unterrichtet würden.

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Quelle: ntv.de, fzö/mau/dpa/AFP/rts

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