Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:39 Spahn: Prioritäten bei Impfungen werden nach Tests festgelegt +++

Die Prioritäten für Bevölkerungsgruppen bei Impfungen werden nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn erst festgelegt, wenn die Ergebnisse der dritten Phase der klinischen Erprobung vorliegen. Denn dabei könne sich zeigen, ob ein Impfstoff etwa besser verträglich für bestimmte Altersgruppen sei, sagt der CDU-Politiker. Spahn erklärt mit Blick auf die Debatte über mögliche Gefahren durch Impfstoffe: "Ich bin natürlich sofort bereit mich impfen zu lassen."

+++ 15:26 Zahl der Positiv-Tests in der Schweiz sinkt unter 3000 pro Tag +++
In der Schweiz hat sich die Situation bei den neuen Fällen am Wochenende weiter entspannt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) meldet 8782 weitere Positiv-Tests seit Freitag. Im Schnitt steckten sich damit pro Tag 2927 Menschen mit dem Erreger an, womit die Zahl der täglichen Neuinfektionen erstmals seit 15. Oktober wieder unter die 3000er-Marke sank. Am 5. November war mit 10.128 Positiv-Tests binnen 24 Stunden ein Höchststand erreicht worden. Weitere 195 Personen beziehungsweise 65 pro Tag starben seit Freitag an oder mit dem Virus. Insgesamt gibt es seit Beginn der Pandemie 4445 Todesfälle. Das BAG veröffentlicht die Zahlen von Montag bis Freitag täglich sowie für einen 72-stündigen Zeitraum am Wochenende.

+++ 15:04 Intensivmediziner beklagen "absolute Ausnahmesituation" in Kliniken +++
Intensivmediziner appellieren eindringlich an die Bevölkerung, die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten. "Wir sind in einer absoluten Ausnahmesituation, die wir in der Geschichte der Intensivmedizin so noch nie erlebt haben", sagt Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin. Jede Gruppe, die sich aktuell nicht treffe, trage vielleicht dazu bei, dass ein paar mehr Menschen überlebten. Die vereinbarten Lockdown-Maßnahmen hätten aus der Sicht von Marx noch schärfer ausfallen müssen. Denn die Corona-Pandemie führe ihn und seine Kollegen derzeit an die Belastungsgrenze.

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+++ 14:45 Immer mehr Covid-19-Patienten in Kliniken +++
Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten in Deutschland steigt weiter kontinuierlich an. Laut dem aktuellen Tagesreport des Divi-Intensivregisters werden derzeit 3926 Infizierte (+25) intensivmedizinisch behandelt, 2319 davon (+19) werden beatmet. Noch vor einer Woche hatte der Wert bei 3742 (2161 beatmet) gelegen. Rund 5905 Intensivbetten sind derzeit den Angaben zufolge in den deutschen Kliniken noch frei, das entspricht einem Plus von 36 Betten im Vergleich zum Vortag.

+++ 14:26 Überlebende berichtet von Langzeitfolgen +++
Offiziell gilt Ute M. nach ihrer Corona-Infektion als geheilt. Doch auch Monate danach geht es ihr schlechter als während der eigentlichen Krankheit. Von ihren Beschwerden erzählt sie im Video.

+++ 14:04 Apothekerverbände warnen vor Lieferengpässen bei Arzneimitteln +++
Immer mehr Patienten in Europa sind von Lieferengpässen bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln betroffen. Im ersten Halbjahr hat sich allein in Deutschland die Zahl der nicht verfügbaren Arzneimittel, die Krankenkassen per Rabattvertrag für Versicherte vorgesehen hatten, auf 12,1 Millionen Packungen erhöht. Das zeigt eine Auswertung im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Das sind fast so viele Ausfälle wie in den Jahren 2017 und 2018 zusammen. Der ABDA spricht von "Lieferengpässen bei Arzneimitteln auf Höchststand". Die erste Welle der Pandemie habe gezeigt, wie sensibel die Arzneimittelversorgung auf Produktionsausfälle, Exportstopps oder Logistikprobleme in Asien reagierte, konstatiert ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold.

+++ 13:29 Spahn: Eine Milliarde Euro für Nationale Gesundheitsreserve +++
Der Bund stellt nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn 2021 eine Milliarde Euro für den Aufbau einer Nationalen Gesundheitsreserve mit Schutzausrüstung zur Verfügung. Nach dem Start werde der jährliche Aufwand in einem "höheren dreistelligen Bereich" liegen, sagt Spahn. "Vorsorge kostet. Aber Vorsorge schützt in Krisen." Man werde mit der EU, den Ländern und auch Akteuren im Gesundheitssystem über die künftige Verteilung der Kosten sprechen.

+++ 13:01 Moderna will Zulassung für Impfstoff in der EU beantragen +++
Der US-Pharmakonzern Moderna will als erstes Unternehmen die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Antrag auf eine bedingte Zulassung solle noch heute bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur Ema gestellt werden, teilte das Unternehmen mit.

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+++ 12:47 Landeschef Weil warnt vor Gewöhnung an hohe Infektionszahlen +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat davor gewarnt, in den Bemühungen zur Eindämmung der Pandemie nachzulassen. "Wir dürfen uns niemals an solche Infektionszahlen gewöhnen, wir dürfen sie nicht akzeptieren", sagte der SPD-Politiker in einer Regierungserklärung im Landtag in Hannover. Deswegen sei es richtig, den Teil-Lockdown im Dezember zu verlängern und teils sogar auszuweiten. "Bevor die Infektionszahlen nicht wieder deutlich abgesenkt sind, wären Lockerungen nicht vertretbar, das muss klar sein."

+++ 12:14 Fantastische Vier bringen Corona-App heraus +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wo gibt es Infektionsherde? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen die ntv-Moderatorinnen Anne-Kathrin Cyrus und Doro Steitz mit dem Sänger und Corona-App-Entwickler Smudo die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 11:35 CSU will dauerhaft niedrige Mehrwertsteuer für Gastwirte +++
Die Landesregierung in Bayern fordert eine dauerhaft niedrige Mehrwertsteuer für Gaststätten und Festwirte. Der ermäßigte Satz, der in der Corona-Krise auf fünf Prozent gesenkt wurde und zum Jahreswechsel wieder auf sieben Prozent steigt, solle für die Gastronomie auch künftig gelten. "Die Gastwirte brauchen eine Perspektive für die Zeit nach Corona, um sich finanziell wieder erholen zu können", erklärt Bayerns CSU-Finanzminister Albert Füracker. Bis zur Krise mussten Gaststätten für servierte Speisen und Getränke den normalen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent und für den Außerhausverkauf den ermäßigten Satz von sieben Prozent abrechnen.

+++ 10:59 Merkel kritisiert Hotelöffnungen über Weihnachten +++
Kanzlerin Angela Merkel hat Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, über Weihnachten in Großstädten Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben. Merkel habe sich in einer virtuellen Sitzung des CDU-Präsidiums zu dem Beschluss von Bund und Ländern bekannt, die strengen Kontaktbeschränkungen über die Festtage zu lockern, berichteten Teilnehmer der dpa. Zugleich wurde sie mit der Bemerkung zitiert, es habe ihr die Fantasie gefehlt, zu ahnen, dass besonders betroffene Länder die Hotels öffnen wollten. Es sei nicht kontrollierbar, ob nur Gäste in den Hotels übernachteten, die tatsächlich Verwandte in der Region besuchten, begründete Merkel demnach ihre Kritik. Nach Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Berlin hatte am Samstag auch Mecklenburg-Vorpommern angekündigt, über die Festtage Hotelübernachtungen für Familienbesuche zu erlauben - entgegen einer Empfehlung aus dem Kanzleramt.

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+++ 10:23 Scholz: Überbrückungshilfen mindestens bis Juni +++
Die Überbrückungshilfen der Bundesregierung wird es für die Wirtschaft noch "mindestens bis zum Juni des nächsten Jahres geben", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz im ZDF. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Deutschland wirtschaftlich gut durch die Corona-Krise kommen wird. Man sei "gut vorbereitet". Die Bundesregierung habe bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Krise damit begonnen, die Wirtschaft zu unterstützen. Insgesamt käme der wirtschaftlichen Erholung eine zentrale Bedeutung zu. "Das Wichtigste ist immer Wachstum. So war es nach der letzten Krise, und so wird es jetzt auch wieder sein", sagte Scholz.

+++ 09:39 Keine Lockerungen zwischen den Jahren in Baden-Württemberg +++
In Baden-Württemberg werden die Corona-Maßnahmen unmittelbar nach den Weihnachtstagen wieder verschärft. Die grün-schwarze Landesregierung will die Kontaktbeschränkungen lediglich vom 23. bis zum 27. Dezember aufweichen, bestätigte ein Regierungssprecher der dpa. Darauf habe sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit seinen Kabinettskollegen verständigt. Über die Weihnachtstage sollen aber Hotelübernachtungen für Familienbesuche in Baden-Württemberg ermöglicht werden.

+++ 09:16 Kurzarbeit steigt wieder an +++
Die neuen Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie haben die Kurzarbeit in Deutschland wieder ansteigen lassen. Der Anteil der Unternehmen mit Kurzarbeit sei im November von 24,8 Prozent im Vormonat auf 28,0 Prozent gestiegen, teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Die Forscher beziehen sich auf eigene Umfragen. Besonders deutliche Anstiege verzeichneten laut Ifo Hotels (62,9 auf 91 Prozent), die Gastronomie (53,4 auf 71,7 Prozent) sowie Reisebüros und Reiseveranstalter (von 88,0 auf 91,1 Prozent). In der Industrie war dagegen ein leichter Rückgang von 31,9 auf 30,5 Prozent zu verzeichnen.

+++ 08:41 Unterschiedliche Pläne: Verwirrung um Berliner Impfzentrum +++
Bereits in zwei Wochen könnten die ersten Impfungen verabreicht werden. In Berlin sind dafür sechs Impfzentren geplant, eines davon im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel im Bezirk Reinickendorf. Aufbau und Einrichtung soll heute beginnen - ob der Zeitplan zu halten ist, weiß aber selbst der Amtsarzt des Bezirks, Patrick Larscheid, nicht. Im "Corona Podcast" des Berliner Radiosenders Starfm sagte er, dass er Impfungen ab dem 14. Dezember "noch nicht sehe". Die Vorbereitungen seien "im Wesentlichen unsichtbar ", erzählte er auf Nachfrage. Ihm seien am vergangenen Mittwoch "zwei völlig verschiedene Raumpläne" mit verschiedenen Inneneinrichtungen vorgelegt worden. Welcher Plan umgesetzt wird, weiß Larscheid nach eigenen Angaben nicht. Das Gesundheitsamt könne damit nicht sagen, ob die "riesige medizinische Einrichtung so betrieben werden kann oder nicht". Für den Aufbau der Berliner Impfzentren ist Albrecht Broemme verantwortlich, der frühere Chef des THW. Er hatte im Frühjahr bereits die Einrichtung des provisorischen Corona-Notfall-Krankenhauses in der Hauptstadt beaufsichtigt.

+++ 08:07 Umfrage: Mehr Hausarbeit durch Pandemie +++
Mehr als 40 Prozent der Menschen in Deutschland klagen über eine Zunahme der Hausarbeit durch die Pandemie. Das geht aus einer veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Minijob-Zentrale hervor. Es gebe mehr schmutziges Geschirr, da häufiger zu Hause gegessen werde, und es müsse auch häufiger geputzt werden, klagten viele Befragte. Besonders belastet durch die Pandemie waren demnach Familien mit Kindern. Hier klagten sogar drei Viertel der Befragten über Mehrarbeit - nicht zuletzt wegen der häufigeren Kinderbetreuung in den eigenen vier Wänden.

+++ 07:26 Vergleichsportal: Höhere Heizkosten durch Homeoffice +++
Arbeit im Homeoffice kann die private Heizkostenrechnung nach oben treiben. Wer in den Wintermonaten statt ins Büro zu fahren komplett von zu Hause aus arbeitet, muss nach Berechnungen des Vergleichsportals Verivox mit einem um rund 4 Prozent höheren Heizbedarf rechnen. Je nach Heizsystem könnten dadurch Mehrkosten von bis zu 45 Euro anfallen. Verivox macht folgende Rechnung auf: Bleibe ein Arbeitnehmer von Oktober bis einschließlich März durchgehend im Homeoffice, müsse er an etwa 120 Tagen mehr heizen als üblich. Werde die Wohnung bei einem achtstündigen Arbeitstag drei Grad wärmer beheizt, ergebe sich unter dem Strich ein Heizmehrbedarf von 4 Prozent. Beim Heizen mit Gas mache das bei einen Durchschnittsverbrauch Mehrkosten von 45 Euro aus. Bei einer Ölheizung müsse eine Steigerung in Höhe von rund 33 Euro eingeplant werden.

+++ 06:51 Braun rechnet mit schweren Schäden für Wirtschaft +++
Kanzleramtschef Helge Braun rechnet trotz der milliardenschweren Staatshilfen mit großen Schäden für die deutsche Wirtschaft. "Die Coronakrise wird erhebliche Spuren in der Wirtschaft hinterlassen", sagte Braun dem "Handelsblatt". Der Staat könne zwar helfen, damit ein Großteil der Unternehmen die Krise durchsteht. "Aber folgenlos wird sie nicht bleiben." Ein weiteres Konjunkturpaket im kommenden Sommer hält Braun für möglich. "Bei Bedarf müssen wir neue Impulse setzen". Indes könne ein milder Verlauf der Pandemie im Winter sowie ein Impfstoff im Frühjahr "die Wirtschaft beflügeln".

+++ 06:16 Virologe Kekulé für privates Meldesystem +++
Der Virologe Alexander Kekulé hat ein privates Corona-Meldesystem für Veranstaltungen ab 20 Personen vorgeschlagen. "Alle Veranstalter, auch die privaten, sollten in die Pflicht genommen werden, die Teilnehmer zu registrieren", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sei ein Teilnehmer positiv, könne der Veranstalter alle anderen warnen. "Dadurch könnte man ein paralleles Meldesystem einziehen, das auf privater Ebene viel, viel schneller ist und das eine höhere Bereitschaft zur Mitwirkung hätte", sagte Kekulé. Mit Blick auf Weihnachten sagte Kekulé, es gebe "die ernstzunehmende besondere Gefahr, dass sich viele Menschen infizieren, die über 70 Jahre alt sind. Und diese haben, wenn sie sich infizieren, ein Sterberisiko von fast zehn Prozent."

+++ 05:44 Hausärzte klagen über hohe Nachfrage nach Schnelltests +++
Die Hausärzte beklagen die zahlreichen Wünsche von Patienten nach einem Corona-Schnelltest in der Vorweihnachtszeit. "Wir erleben derzeit in den Praxen, dass die Patienten die Testungen oft anlasslos einfordern. Das verbrennt unnötig Ressourcen", sagt Oliver Funken, Präsident des Hausärzteverbands Nordrhein, der "Rheinischen Post". Die Tests seien derzeit noch knapp und würden viel dringender in Einrichtungen mit hilfsbedürftigen Personengruppen benötigt. Testungen ohne Anlass nehmen nach Ansicht von Funke das Praxispersonal unnötig in Anspruch, welches spätestens mit Anlaufen der Impfzentren ohnehin knapp werde.

+++ 05:23 RKI meldet über 11.000 Neuinfektionen +++
Das Robert-Koch-Institut meldet einen Anstieg der Positiv-Tests in Deutschland um 11.169 auf über 1,053 Millionen. Tags zuvor waren 14.611 gemeldet worden. Die Zahl der gestorbenen Menschen, die positiv getestet wurden, erhöht sich um 125 auf 16.248.

+++ 05:11 Karliczek sagt höchste Sorgfalt bei Impfstoff zu +++
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht in der Bevölkerung beim Thema Corona-Impfungen noch viel Aufklärungsbedarf. "Dazu gehört, immer wieder zu verdeutlichen, dass die Zulassungsbehörden keinerlei Abstriche an den Standards machen, die für die Zulassung eines Impfstoffes gelten", sagt Karliczek. Sie versichert: "Die zugelassenen Impfstoffe werden daher wirksam und vor allem sicher sein." Es sei erfreulich, dass sich rund die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen wollten. "Es wäre allerdings schön, wenn die Bereitschaft noch etwas steigen würde." Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung nötig, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Karliczek bekräftigt aber, dass es keinen Impfzwang geben werde. "Es bleibt dabei: Die Impfung wird freiwillig sein."

+++ 04:51 Französisches Gericht kippt Gottesdienst-Obergrenze +++
Das oberste französische Verwaltungsgericht hat die coronabedingte Maximalzahl von 30 Gläubigen bei religiösen Veranstaltungen gekippt. Nach Auffassung des Staatsrats in Paris soll die Obergrenze bei 30 Prozent der Auslastung des Ortes liegen, wie die katholische Kirche Frankreichs mitteilt. Die bisher geltende Regelung ist demnach nicht verhältnismäßig und stellt den Versuch einer schwerwiegenden Einschränkung der Freiheit der Religionsausübung dar. Wie französische Medien berichten, hat die Regierung drei Tage Zeit, um die Vorgabe zu überarbeiten. Seit Samstag gelten in Frankreich erste Lockerungen der strikten Corona-Regeln. Auch nichtlebensnotwendige Geschäfte dürfen wieder öffnen, für Sport und Spazieren im Freien wird mehr Zeit eingeräumt. Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen in einer Fernsehansprache verkündet - darunter auch, dass Messen wieder mit maximal 30 Gläubigen stattfinden können. Die französische Bischofskonferenz hatte sich daraufhin an die Justiz gewandt.

+++ 04:24 US-Gesundheitsbehörde CDC meldet über 140.000 Neuinfektionen +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 143.333 neue Positiv-Tests und 1210 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt mehr als 13,14 Millionen Infektionen und 265.166 Tote verzeichnet.

+++ 04:03 Tschechien lockert und senkt Risiko-Stufe +++
Die tschechische Regierung lockert die Beschränkungen des öffentlichen Lebens, da die tägliche Zahl der Neuinfektionen zurückgeht. Von Donnerstag an dürften Restaurants und Geschäfte, die keine Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, wieder öffnen, teilt Gesundheitsminister Jan Blatny mit. Die Risikostufe wird von vier auf drei gesenkt, der höchste Wert ist fünf. Das heißt, dass alle Geschäfte öffnen dürfen, aber die Anzahl der Kunden begrenzen müssen, damit ausreichend Abstand gehalten werden kann. Die nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben, sportliche Aktivitäten dürfen eingeschränkt wieder aufgenommen werden.

+++ 03:22 Mehr als 1000 Schüler in Halle in Quarantäne +++
In Halle sind derzeit mehr als 1000 Schüler in Quarantäne. Insgesamt gebe es in der knapp 240.000 Einwohner großen Stadt mehr als 30.700 Kinder und Jugendliche in den Schulen, sagte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand. Das bedeute, dass fast 97 Prozent aller Schüler den Unterricht weiter besuchen könnten. "Das ist eine gute Zahl", so Wiegand. Die Entscheidung, die Schulen weiterhin geöffnet zu lassen, sei richtig gewesen. Insgesamt wurden in Halle 25 Neuinfektionen gemeldet. Der Corona-Kennwert lag weiterhin im hohen Bereich von 84,82 Infizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage.

+++ 02:50 Laschet fordert neues Konzept ab Januar +++
Zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie tritt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet für grundlegend neue Konzepte ab Januar ein. "Wir können nicht auf Dauer alles schließen und der Staat bezahlt Monat für Monat Milliarden-Ausfälle. Ab dem neuen Jahr wird ein neues Modell nötig sein. Dauerhafte Schließungen und anschließende Ausgleichszahlungen machen den Staat auf Dauer kaputt", sagt Laschet der "Rheinischen Post". Mit der Zulassung eines Impfstoffs müssten kluge Konzepte langfristige Perspektiven für ein Leben mit der Pandemie ermöglichen. "Noch ein weiteres Jahr wie dieses halten Gesellschaft und Wirtschaft nicht durch."

+++ 02:12 New York will Grundschulen wieder öffnen +++
Trotz steigender Corona-Zahlen sollen die öffentlichen Grundschulen in der US-Ostküstenmetropole New York bald wieder öffnen dürfen. Bürgermeister Bill de Blasio teilt mit, dass der Plan ab dem 7. Dezember umgesetzt werde. Damit lässt die Metropole nach Kritik von ihrer selbst gesetzten Schwelle von drei Prozent positiver Corona-Tests ab, ab der die Schulen eigentlich geschlossen bleiben müssten. Lehranstalten für ältere Kinder bleiben zunächst aber zu. De Blasio hatte erst Mitte des Monats wegen Überschreiten des Grenzwertes bekannt gegeben, die Schulen bis auf weiteres dicht zu machen, gab nun aber offenbar dem Druck von Kritikern nach. Diese hatten sich unter anderem daran gestört, dass Schulen schließen mussten, Restaurants für den Verzehr im Innenbereich aber nicht. New York war im Frühjahr zum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden und hatte Mitte März alle Schulen schließen müssen. Über den Sommer hatte sich das Infektionsgeschehen wieder stabilisiert, eine erneute Öffnung war jedoch immer wieder verschoben worden. Die ersten Schulen konnten schließlich erst ab Ende September wieder aufgemacht werden. Zuletzt hatte sich die Covid-19-Lage jedoch wieder angespannt.

+++ 01:41 US-Virologe Fauci warnt vor Explosion der Corona-Fallzahlen +++
Der renommierte US-Virologe Anthony Fauci warnt vor einem drastischen Anstieg der Corona-Infektionszahlen nach Thanksgiving. Wegen der regen Reiseaktivitäten rund um den wichtigsten US-Feiertag werde sich die Verbreitung des Coronavirus höchstwahrscheinlich nochmals beschleunigen, sagt Fauci dem Sender CNN. In zwei oder drei Wochen sei mit einem sprunghaften Anstieg der Infektionsfälle zu rechnen. "Wir wollen die Menschen nicht verängstigen, aber das ist die Realität", sagte Fauci.

+++ 00:55 Brinkhaus besteht auf Länderbeitrag +++
Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus besteht trotz Kritik einiger Landesregierungen darauf, dass sich die Bundesländer künftig an den Entschädigungen für Corona-Auflagen für Firmen beteiligen. "Das kann nicht so bleiben, das muss neu zugeschnitten werden", sagt der CDU-Politiker der ARD. Er sehe, dass die Länder auch einen Beitrag leisteten. "Aber das ist aus der Balance geraten." Im Bund sehe man, was die Länder leisteten - und was nicht.

+++ 00:19 Berlin will Hotels für Quarantäne nutzen +++
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kündigt an, dass Berlin Hotels und Pensionen nutzen will, um die strikte Einhaltung von Quarantäne durchzusetzen. Damit solle auch sichergestellt werden, dass anders als in beengten Wohnverhältnissen weniger Ansteckungen stattfinden, sagt der SPD-Politiker in der ARD.

+++ 23:43 Bericht: GroKo einigt sich auf Homeoffice-Pauschale +++
Finanzpolitiker der Großen Koalition einigen sich nach einem Medienbericht auf eine Entlastung für Arbeitnehmer, die in der Coronavirus-Pandemie viel von zu Hause aus arbeiten müssen. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll es eine Steuerpauschale von fünf Euro pro Tag geben, höchstens jedoch von 600 Euro pro Jahr. Unklar ist demnach allerdings noch, ob sie neben dem Arbeitnehmer- Pauschbetrag von 1000 Euro gewährt wird. Wenn sie wie andere Werbungskosten behandelt würde, könnten nur diejenigen profitieren, die auf mehr als 1000 Euro Werbungskosten kommen. Das Finanzministerium setzt sich nach einem aktualisierten Konzept, aus dem das Blatt zitiert, für diesen Weg ein. "Würde die Homeoffice-Pauschale unabhängig, also zusätzlich zum Werbungskosten-Pauschbetrag gewährt, wäre dies eine übermäßige (und damit verfassungsmäßig zweifelhafte) Begünstigung."

+++ 23:13 Söder will Kontrolle für aus Österreich kommende Skifahrer +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt an, dass Bayern stichprobenartig aus Österreich zurückkehrende Skifahrer überprüfen wird. Hintergrund ist der Plan, dass Personen, die im Ausland Ski fahren, künftig nach der Rückkehr 14 Tage in Quarantäne müssen. Es dürfe kein zweites Ischgl geben, sagt der CSU-Vorsitzende der ARD in Anspielung auf den österreichischen Skiort, der Anfang des Jahres als Corona-Hotspot galt.

+++ 22:52 Türkei kämpft mit vielen Todesopfern +++
Die Zahl der neuen Virus-Toten in der Türkei steigt den siebten Tag in Folge auf ein Rekordhoch. In den vergangenen 24 Stunden seien 185 Personen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl steige damit auf 13.558. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt hingegen leicht auf 29.281 nach dem Rekordhoch von 30.103 am Samstag.

+++ 22:05 Scholz verspricht Corona-Hilfen bis Juni +++
Auch nach dem Auslaufen der staatlichen Hilfen für November und Dezember im Teil-Lockdown können Firmen auf Unterstützung des Staates setzen, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Es sei richtig, Gastronomie, Kultur und Sport jetzt besonders unter die Arme zu greifen. "Klar ist, ab dem nächsten Jahr gilt das normale Regime der Überbrückungshilfen", sagt der SPD-Politiker in der ZDF-Sendung Berlin Direkt. Diese sollten bis mindestens Juni 2021 gelten und seien umfassender und großzügiger als bisher. Scholz zeigt sich zuversichtlich, dass Deutschland die durch die Corona-Krise erhöhten Schulden wieder abbauen könne. Wichtig sei dabei vor allem Wirtschaftswachstum. "Deutschland ist das am geringsten verschuldete G7-Land." Deutschland werde weniger Schulden im Verhältnis zur Wirtschaftskraft haben als in der Finanzkrise vor zehn Jahren.

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Quelle: ntv.de, jpe/bad/rts/dpa/AFP