Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:43 Kasseler Forscher: Elektrische Spannung zerstört Coronaviren +++

Forscher der Universität Kassel haben mit Computer-Simulationen herausgefunden, dass Coronaviren bereits durch ein schwaches Spannungsfeld unschädlich gemacht werden können, berichtet der Hessische Rundfunk. Es sei danach unproblematisch, die Coronaviren einzuatmen, sagt Physiker Martin Garcia. Luftfilter könnten künftig ohne großen Aufwand mit einem Spannungsfeld aufgerüstet werden, das zudem nicht viel Energie benötige. Die Umsetzbarkeit wird derzeit an der Uni Kassel erforscht. Ob die Methode auch funktioniert, muss in der Praxis jedoch noch überprüft werden.

+++ 15:17 Australien erlebt bislang schlimmste Infektionswelle +++
Australien erlebt unter dem Einfluss der Delta-Variante seine bisher schlimmste Infektionswelle. Bevor man jedoch die No-Covid-Strategie des Landes für gescheitert erklärt, ist zu berücksichtigen, dass das Fallaufkommen im Vergleich zu den europäischen Ländern äußerst niedrig ist. So bedeuten 1687 Neuinfektionen pro Tag, dass landesweit etwa 65 Fälle auf 100.000 Einwohner kommen (nicht zu verwechseln mit der Sieben-Tage-Inzidenz). Zum Vergleich: In Deutschland sind es aktuell mehr als 100 Fälle pro 100.000 Einwohner. Während Deutschland in den vergangenen Monaten viele Todesfälle zu beklagen hatte und das öffentliche Leben nur mit starken Einschränkungen aufrechterhalten konnte, lebten die Australier abwechselnd in großer Freiheit und strengen Lockdowns.

+++ 14:49 Bayerns Gesundheitsminister hält nichts von "Freedom Day" +++
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hält nichts von Überlegungen zu einem sogenannten Freedom Day zur Beendigung der Corona-Beschränkungen auch in Deutschland. "Wer jetzt einen 'Freedom Day' fordert, der hat den Ernst der Lage nicht begriffen", sagt er. Ziel müsse es weiterhin sein, möglichst viele Menschen vor Infektionen und lebensbedrohlichen Krankheitsverläufen zu schützen. "So etwas wie einen 'Tag der Freiheit' kann man für sich persönlich bereits jetzt erreichen: indem man sich impfen lässt", betont der Minister. So würden auch Mitmenschen geschützt, die sich selbst nicht impfen lassen können. Die Diskussion um ein Ende aller Beschränkungen hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, ausgelöst. Er hatte dies zum 30. Oktober gefordert.

+++ 14:24 Positivrate bei PCR-Tests geht zurück +++
Der Verband der Akkreditieren Labore in der Medizin (ALM) hat seine neue Teststatistik für die Kalenderwoche 37 vorgelegt. Demnach wurden zwischen dem 13. und 19. September 859.231 PCR-Proben ausgewertet. Davon fielen 67.901 Tests positiv aus. Das entspricht einer Positivrate von 7,9 Prozent. In der Vorwoche lag der Anteil der positiven Tests bei 8,39 Prozent - und das bei einem etwas höheren Testaufkommen. Damit bestätigen die Testzahlen den positiven Trend bei den Neuinfektionen. Die Dunkelziffer ist nicht gestiegen.

+++ 13:50 Dresden setzt verstärkt auf 2G-System +++
Sachsen setzt künftig verstärkt auf das 2G-System. Die Möglichkeit, nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu gewähren, soll für die Innengastronomie, Veranstaltungen in Innenräumen, Events von bis zu 5000 Personen, Hallenbäder und Saunen sowie Diskotheken und Clubs gelten. Die Regelung ist in der nun vom Kabinett beschlossenen neuen Corona-Schutzverordnung als Optionsmodell formuliert. Niemand sei verpflichtet, jeder könne das für sich selbst abwägen, sagt Sozialministerin Petra Köpping. Wenn die Einrichtungen 2G nutzen, fallen Beschränkungen wie Maskenpflicht und das Abstandsgebot weg, allerdings muss eine Einlasskontrolle erfolgen. Für Kinder unter 16 Jahren gilt das 2G-Modell nicht.

+++ 13:29 Hamburg lockert 2G-Modell: Maskenpflicht entfällt in Stadien und Clubs +++
In Hamburg können Fußballstadien ab dem kommenden Wochenende unter 2G-Bedingungen wieder bis zum letzten Platz besetzt werden. Auch in den Hamburger Clubs dürfen Geimpfte und Genesene ab Samstag wieder ohne Maske und abstandslos tanzen, sagt die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 12:52 Söder: Jede Woche muss "Impfwoche" sein +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hofft auf einen neuen Impfschub, wenn ab 11. Oktober die Corona-Tests nicht mehr kostenlos sind. Das sagt der CSU-Politiker nach der Sitzung des Landeskabinetts. Die jüngste "Impfwoche" habe nur einen marginalen Erfolg gebracht, räumt er ein. "Jetzt muss jede Woche eine Impfwoche sein." Die hohen Inzidenzen im Süden Bayerns korrelierten mit den verhältnismäßig niedrigen Impfquoten in der Region.

+++ 12:30 Solo-Selbstständige leiden besonders unter Pandemie +++
Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben einer neuen Studie zufolge Selbstständige besonders hart getroffen. Mehr als ein Drittel von ihnen habe im Verlauf der Krise Einkommen eingebüßt, berichtet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Insbesondere Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter, die ohnehin oft unter prekären Bedingungen arbeiteten, habe die Krise schwer belastet. Während sich an der Einkommensverteilung bei den Arbeitnehmern wenig verändert habe, sei bei den Selbstständigen eine klare Verschiebung nach unten festzustellen, heißt es. Der Anteil derjenigen mit weniger als 1500 Euro netto im Monat habe sich verdoppelt. Am stärksten betroffen seien solo-selbstständige Frauen.

+++ 12:13 Frankreich und Italien liegen bei Impfquote vor Deutschland +++
Die beiden europäischen Länder, die den Druck auf Ungeimpfte zuletzt deutlich erhöht haben - Frankreich und Italien - stehen bei der Impfquote nun etwas besser da als Deutschland. In Frankreich sind 63,7 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft (Stand: 15. September), in Italien 65,6 Prozent (Stand: 19. September). In Deutschland sind es aktuell 63,3 Prozent. Besonders auffällig ist, dass in Frankreich die Quote der nur Erstgeimpften deutlich höher ist als hierzulande.

+++ 11:43 Baerbock und Ziemiak beklagen Radikalisierung von Maskengegnern +++
Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock reagiert erschüttert auf einen tödlichen Angriff, der durch einen Streit um die Maskenpflicht ausgelöst wurde. "Die Radikalisierung des Querdenkermilieus bereitet mir große Sorgen", schrieb Baerbock auf Twitter. "Wir sind alle gefordert, uns gegen den zunehmenden Hass zu stellen." Im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein war am Wochenende ein Tankstellen-Kassierer nach einem Streit mit einem Kunden um die Maskenpflicht erschossen worden. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak schrieb ebenfalls auf Twitter von einem "unfassbaren Maß an Radikalisierung".

+++ 11:11 Erhöhte Ansteckungsgefahr in Gesundheits- und Reinigungsberufen +++
Das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus ist nicht nur in Gesundheitsberufen erhöht. Wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, ist die Ansteckungsgefahr in den medizinischen und nichtmedizinischen Gesundheitsberufen um 35 Prozent höher. Aber auch in Reinigungsberufen besteht eine um 18 Prozent erhöhte Infektionsgefahr, in Sicherheitsberufen liegt das Risiko knapp acht Prozent höher. Bei den Reinigungsberufen spielt der Studie zufolge vor allem der Kontakt mit infizierten Oberflächen und Gegenständen eine entscheidende Rolle, und bei den Sicherheitsberufen der Umgang mit infizierten Menschen. Aber auch in den sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen, zu denen Lehrer und Erzieher gehören, sowie den Handelsberufen besteht durch den Umgang mit Menschen eine um rund fünf Prozent beziehungsweise knapp drei Prozent erhöhte Ansteckungsgefahr.

+++ 10:41 Deutschland: 63,3 Prozent sind vollständig geimpft +++
In Deutschland sind 63,3 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Vortag: 63,1 Prozent). 67,3 Prozent sind mindestens einmal geimpft (Vortag: 67,2 Prozent). Die tägliche Impfleistung ist zuletzt leicht gestiegen. Das geht jedoch auch aufs Konto der Auffrischungsimpfungen. Davon gab es laut RKI-Daten gestern mehr als 22.000.

Im Nordwesten Deutschlands sind die Impfquoten der Länder deutlich höher als im Süden und Osten.

+++ 10:24 Braun weist Kritik an seinen Prognosen zurück +++
Kanzleramtsminister Helge Braun hat Vorwürfe von "Horror-Prognosen" in der Pandemie zurückgewiesen. Seine Warnung aus dem Juli, dass die Inzidenz bis zur Bundestagswahl auf 850 steigen könnte, sei vielmehr der Grund für eine folgende Politikänderung gewesen, schreibt der CDU-Politiker in der "Bild"-Zeitung. Bund und Länder hätten dann die bundesweite Einführung der 3G-Regeln und teilweiser 2G-Optionen beschlossen. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn hatte auf Berechnung der damaligen Infektions-Dynamik vor sehr hohen Sieben-Tage-Inzidenzen im September und Oktober gewarnt.

+++ 10:08 Für Impfstoff-Forschung: Biontech-Trio erhält Paul-Ehrlich-Preis +++
Die Menschen hinter dem Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech werden mit dem Paul-Ehrlich- und Ludwig-Darmstaedter-Preis 2022 geehrt. Die drei Preisträger erhalten die Auszeichnung "für ihre Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken", wie der Stiftungsrat bekannt gab. Das Preisgeld in Höhe von 120.000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci und Ugur Sahin, und die Biochemikerin Katalin Karikó, die sich 2013 dem Unternehmen anschloss. Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung.

+++ 09:58 Köln setzt zum Karnevalsauftakt auf 3G-Regel +++
Zum traditionellen Karnevalsauftakt am 11. November will die Stadt Köln Teile der Altstadt und rund um die bei Jecken beliebte Zülpicher Straße zu einer 3G-Zone machen: Zutritt hätte damit nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, wie nach einem Runden Tisch mit den Karnevalsverantwortlichen mitgeteilt wurde. Per Allgemeinverfügung solle es eine "Zutrittsregelung" geben, die unter anderem rund um den Heumarkt gilt. Auf dem Platz selbst - wo es wie gewohnt eine Bühne geben soll - setzt der Veranstalter sogar auf die 2G-Regel: Dort darf nur rein, wer geimpft oder genesen ist.

+++ 09:22 Zahl der Fahrgäste in Bussen und Bahnen geht deutlich zurück +++
Die Corona-Krise hat zu einem deutlichen Rückgang der Fahrgäste in Bussen und Bahnen geführt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war das Fahrgastaufkommen im ersten Halbjahr 2021 mit knapp 3,5 Milliarden Fahrten um 18 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau zeigt sich ein noch deutlicherer Rückgang: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 betrug das Minus 42 Prozent. Vom Fahrgastrückgang besonders betroffen ist nach Angaben des Bundesamtes der Fernverkehr.

+++ 08:43 Proteste gegen Impf-Regeln für Baubranche in Australien +++
In der australischen Millionenstadt Melbourne ist es erneut zu Protesten gegen die Pandemie-Politik der Regierung gekommen. Hunderte Bauarbeiter demonstrierten zunächst vor dem Gebäude der Gewerkschaft CFMEU (Construction, Forestry, Mining and Energy Union). Ihre Wut richte sich gegen die obligatorischen Impfungen für die Baubranche, berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP. Anschließend zog die Menge in Richtung Regionalparlament weiter, bevor sie eine Schnellstraße blockierte. Dabei sei es auch zu kleineren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.

+++ 08:08 Bangkok will erst im November wieder Touristen empfangen +++
Thailands Hauptstadt Bangkok wird sich voraussichtlich erst im November wieder für internationalen Tourismus öffnen. Um wieder Besucher zu empfangen, müssten mindestens 70 Prozent der Einwohner der Metropole vollständigen Impfschutz haben, zitiert die Zeitung "Bangkok Post" den örtlichen Gouverneur Aswin Kwanmuang. Derzeit seien erst 42 Prozent der Bürger doppelt geimpft. Schätzungen zufolge hat die Stadt mehr als zehn Millionen Einwohner. Wenn die Impfkampagne fortschreite wie bisher, dann könnte Bangkok in der ersten oder zweiten Novemberwoche geöffnet werden, so die Stadtverwaltung. Weitere Bedingungen seien aber, dass die Infektionszahlen weiter sinken und die Krankenhäuser nicht überfüllt sind.

+++ 07:40 VdK: Verdienstausfall muss unabhängig von Impfstatus gezahlt werden +++
Der Sozialverband VdK lehnt die Pläne mehrerer Bundesländer ab, Ungeimpften in Quarantäne keinen Lohnersatz mehr zu zahlen. "Der Verdienstausfall muss bei einer Quarantäne unabhängig vom Impfstatus gezahlt werden", sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele. Sie appelliere an die Gesundheitsminister der Länder, bei ihren Beratungen am Mittwoch eine einheitliche Regelung zu finden. Es gebe zu Recht keine allgemeine Impfpflicht. Dann dürfe es aber auch keine existenzgefährdenden Folgen haben, wenn sich ein Mensch mit angeschlagener Gesundheit aufgrund einer chronischen Erkrankung gegen eine Impfung entscheide. "Wenn wegen einer Quarantäne ein halber Monatsverdienst wegfällt, werden gerade ärmere Menschen unverhältnismäßig stark darunter leiden", sagt Bentele.

+++ 07:10 Bremerhaven verzeichnet höchsten Inzidenz-Wert +++
Bremerhaven ist der derzeit die einzige Region in Deutschland mit einer Inzidenz von über 200, gefolgt von mehreren bayerischen Landkreisen.

+++ 06:51 Vietnamese verwandelt negativen Test in positiven +++
In Vietnam hat ein Mann einen negativen Corona-Test in einen positiven verwandelt - und muss nun wegen Verbreitung falscher Informationen 7,5 Millionen Vietnamesische Dong (280 Euro) Strafe zahlen. Der 41-Jährige wollte die Arbeit schwänzen, wie die örtliche Zeitung Vnexpress unter Berufung auf die lokale Polizei berichtete. Der Angestellte einer Telekommunikationsfirma habe am 21. August in einem Krankenhaus einen Antigen-Test gemacht, der negativ ausgefallen sei. Daraufhin habe er das Resultat auf dem Zertifikat verändert und eine Kopie des vermeintlich positiven Ergebnisses an seinen Arbeitgeber und an mehrere Angehörige geschickt, hieß es. Ein medizinisches Zentrum im Bezirk Cu Jut habe von einer Schwester des Vietnamesen von dem positiven Test erfahren und Mitarbeiter entsandt, um das Ergebnis durch einen weiteren Test zu bestätigen. Dabei sei der Schwindel aufgeflogen, so das Blatt.

+++ 06:11 Gastronomie leidet nach Lockdowns weiter unter Personalmangel +++
Dem deutschen Gastgewerbe fehlen auch Monate nach den pandemiebedingten Lockdowns zahlreiche Arbeitskräfte. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. Die Situation führe teilweise zur Ausdünnung des Service in den Betrieben bis hin zu Schließungen, beklagt der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Den Zahlen der Bundesagentur zufolge hat sich die Zahl der offenen Stellen in der Gastronomie seit April praktisch verdoppelt. Im August hätten Gastwirte deutschlandweit 20.686 offene Stellen gemeldet, Hoteliers weitere 7678 offene Stellen. Im April hatte die Zahl in der Gastronomie noch bei 10.977 und bei 4138 in den Hotels gelegen.

+++ 05:45 Rollinger schlägt unterschiedliche Versicherungstarife für Geimpfte und Ungeimpfte vor +++
Der Vorstandsvorsitzende der genossenschaftlichen R+V-Versicherung, Norbert Rollinger, schlägt vor, unterschiedliche Versicherungstarife für Geimpfte und Ungeimpfte einzuführen. "Das sind schließlich Kosten der Gemeinschaft: Wenn jemand wegen Corona auf der Intensivstation landet, ist das deutlich teurer als eine Impfung", sagt Rollinger in einem Interview mit t-online. Schon jetzt dürften Krankenkassen beim Tarif zwischen Rauchern und Nicht-Rauchern unterscheiden. Dies könne man auch bei der Corona-Impfung machen.

+++ 04:40 Melbourne schließt alle Baustellen +++
Die australischen Behörden schließen alle Baustellen in der Fünf-Millionenstadt Melbourne für zwei Wochen. Hunderte Menschen hatten am Wochenende trotz eines strengen Lockdowns gegen eine Impfpflicht für Bauarbeiter protestiert. Die nicht genehmigte Demonstration schlug in Gewalt um, die sich auch gegen Gewerkschaftsvertreter richtete. Die größten australischen Städte Sydney, Melbourne und die Hauptstadt Canberra befinden sich schon seit Wochen im Lockdown, um einen Ausbruch der hochansteckenden Delta-Variante einzudämmen.

+++ 04:21 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 68,5 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht zurückgegangen. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilt, liegt der Wert bei 68,5. Am Vortag hatte die Inzidenz bei 71,0 gelegen. Vor einer Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 81,1. Laut den jüngsten Zahlen des RKI wurden binnen 24 Stunden 4664 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 4.150.516. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland steigt um 81 auf nunmehr 93.052. Die Zahl der Genesenen liegt laut RKI bei etwa 3.909.300.

+++ 04:00 Ärztegewerkschaft kritisiert Forderungen nach "Freedom Day" +++
Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, hat die Forderungen nach einem Enddatum für alle Corona-Schutzmaßnahmen scharf kritisiert. Ein sogenannter "Freedom Day", wie ihn Kassenärztechef Andreas Gassen gefordert hatte, könne eine Belastung der Kliniken durch mehr Corona-Patienten zur Folge haben, warnte Johna im Interview mit den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Ich finde es nicht kollegial, solche zusätzlichen Belastungen einfach zu ignorieren, weil man das Maskentragen leid ist." Laut Johna muss zunächst mehr geimpft werden. "Die Impfquote ist viel zu niedrig, um beispielsweise Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Innenräumen aufzuheben", betonte sie. Großbritannien könne mit seinem "Freedom Day" nicht als Vorbild für Deutschland dienen.

+++ 02:16 Gesundheitsausschuss rechnet erst im März 2022 mit Ende der Beschränkungen +++
Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Bundestags, Erwin Rüddel, erwartet ein Ende der Corona-Beschränkungen ab dem kommenden Frühjahr. "Ich rechne mit vollständiger Normalität ab März 2022", sagt Rüddel den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Bis dahin müssen die Ungeimpften abwägen, was ihnen wichtig ist", betont er. Eine Art "Freedom Day" nach britischem Vorbild, wie ihn Kassenärzte-Chef Andreas Gassen für den 30. Oktober vorgeschlagen hatte, schließt der CDU-Politiker dagegen aus. "Ich halte den Vorschlag für nicht hilfreich in der aktuellen Situation, kurz vor einer möglichen vierten Welle", so Rüddel.

+++ 01:12 Mehr US-Bürger an Corona gestorben als durch die Spanische Grippe +++
Infolge der Corona-Pandemie sind mittlerweile mehr US-Bürger gestorben als durch die Spanische Grippe. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität starben in den USA mehr als 675.700 in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1919 wütete, kostete laut US-Gesundheitsbehörde CDC 675.000 Menschen in den USA das Leben. Damit hat die Spanische Grippe, zumindest in absoluten Zahlen, ihren Titel als schwerste Pandemie der jüngeren US-Geschichte verloren. Weltweit starben durch die Spanische Grippe laut Historikern mindestens 50 Millionen Menschen.

+++ 23:55 Ungeimpfter Bolsonaro muss Pizza auf dem Bürgersteig essen +++
Mutmaßlich wegen seiner fehlenden Corona-Impfung hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Rande der UN-Generaldebatte in New York eine Pizza auf dem Bürgersteig gegessen. "Luxusdinner in New York" schreibt ein Mitglied der brasilianischen Delegation bei Twitter unter einem Foto, das Bolsonaro mit einem Stück Pizza im Freien zeigt. Die Restaurants in der US-Metropole dürfen in den Innenräumen nur Gäste bedienen, die mindestens eine Corona-Impfdosis erhalten haben. Bolsonaro, der wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie in Brasilien stark kritisiert wird, gibt selbst an, bisher keine Corona-Impfung erhalten zu haben. Er wolle als "letzter Brasilianer" geimpft werden.

+++ 22:52 Neuinfektionen in Frankreich auf tiefsten Stand seit Mitte Juli +++
Frankreich verzeichnet einen anhaltenden Abwärtstrend bei den Neuinfektionen. Die Behörden melden zuletzt 1515 neue Fälle. Damit sinkt der Sieben-Tage-Schnitt auf rund 7100 Neuinfektionen pro Tag. Das ist der niedrigste Stand seit etwa Mitte Juli. Auch bei den Todesfällen ist der Trend leicht rückläufig: Zuletzt werden binnen eines Tages 20 neue Tote gemeldet. Der Sieben-Tage-Schnitt sinkt damit auf 64.

+++ 22:13 Großbritannien meldet mehr als 36.000 Neuinfektionen +++
Großbritannien mit seinen etwa 67 Millionen Einwohnern verzeichnet täglich immer noch vergleichsweise viele Neuinfektionen. Zuletzt melden die Behörden 36.100 weitere Fälle binnen 24 Stunden. Der Sieben-Tage-Schnitt der Neuinfektionen steigt damit auf knapp über 30.000 - fast viermal so hoch wie in Deutschland, das deutlich mehr Einwohner (83 Millionen) hat. Außerdem werden auf den britischen Inseln 49 neue Todesfälle gemeldet, der Sieben-Tage-Schnitt liegt bei 142.

+++ 21:26 Inzidenz sinkt in den meisten Bundesländern - in zwei hingegen steigt sie spürbar +++
Beim Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigen die von ntv.de ausgewerteten Daten der Landesbehörden eine zum Teil unterschiedliche Entwicklung. Während in 10 Bundesländern die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag sinkt, steigt sie in den 6 übrigen an - am deutlichsten in Sachsen und Thüringen. Trauriger Spitzenreiter ist Bremen, das als einziges Bundesland eine Inzidenz von über 100 aufweist. Den niedrigsten Wert verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern mit rund 30.

+++ 20:57 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4004 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 4.147.287 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 4004 neue Fälle hinzu. Das sind 8,3 Prozent neu gemeldete Fälle weniger als am Montag vor einer Woche (4368). Damit hält der Abwärtstrend an - bereits den neunten Tag in Folge wurden weniger Fälle im Vergleich zur Vorwoche gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 160.500 Personen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 23 auf 92.978. Auch am Montag vor einer Woche waren 23 Todesfälle gemeldet worden.

Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,88 angegeben (Vortag: 0,94). Laut DIVI-Register werden in Deutschland derzeit 1541 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 831 davon werden beatmet. Rund 4400 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

Alle früheren Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, hny/mbe/chf/dpa/AFP/rts

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