Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 15:57 "Sie können jetzt planen": Spanien hofft auf 45 Millionen Urlauber +++

Spanien erwartet für dieses Jahr bis zu 45 Millionen ausländische Touristen. Das wäre mehr als die Hälfte des vor Ausbruch der Pandemie erreichten Niveaus, sagte Tourismusministerin Reyes Maroto, bei der Präsentation einer Werbekampagne, die Besucher im Sommer anlocken soll. "Spanien wird bereit sein, sich der Welt sehr bald wieder zu öffnen", sagte Maroto. "Internationale Touristen können jetzt mit der Planung ihres Spanien-Urlaubs beginnen." Spanien war vor Ausbruch der Pandemie nach Frankreich das am zweithäufigsten besuchte Land der Welt. Wegen Corona brach die Zahl der ausländischen Touristen im vergangenen Jahr um 80 Prozent ein, nachdem 2019 noch 83,5 Millionen Besucher gezählt worden waren. Angesichts der Impffortschritte in Ländern wie den USA, Deutschland und Großbritannien hoffen tourismusabhängige Nationen wie Spanien, zumindest einen Teil der wirtschaftlich wichtigen Sommersaison zu retten.

+++ 15:43 Für Corona-Pillen: Pharmafirmen können sich um millionenschweren Fördertopf bewerben +++
Ab diesem Freitag können sich Firmen an einem Pharma-Förderprogramm für neue Arzneimittel gegen Covid-19 bewerben. Das neue Programm habe einen Umfang von 300 Millionen Euro, teilten das Bundesministerium für Gesundheit und das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit. Ziel sei, dass in den beiden ersten klinischen Phasen erfolgreich getestete Therapeutika-Kandidaten schnellstmöglich bei Patienten in Deutschland ankommen. Es gehe in dieser dritten Phase um Studien mit tausenden Probanden, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Wirkungsvolle Therapien könnten der Covid-19-Erkrankung ihren Schrecken nehmen. In der Pandemie stünden bisher nur wenige Medikamente zur Behandlung von Covid-19 zur Verfügung, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. Eine "Wunderpille" werde es wahrscheinlich auch so schnell nicht geben.

+++ 15:26 NRW will beim Impfen vorerst an Priorisierung festhalten +++
Nordrhein-Westfalen will Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann zufolge zunächst an der Reihenfolge bei Corona-Impfungen festhalten. "Wir wollten bei dem Fahrplan bleiben", sagt Laumann. In der Priorisierungsgruppe drei befänden sich bereits weite Teile der Bevölkerung. Wenn die Betriebsärzte aber Impfstoff erhielten, sehe die Lage anders aus. Zuvor hatten Bayern und Baden-Württemberg angekündigt, die Impf-Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten ab Montag aufzuheben.

Ein Foto einer Videoaufnahme zeigt die verheerenden Zustände in Indien. Von mehr als 70 angespülten Leichen an den Ufern des Ganges ist die Rede.

Ein Foto einer Videoaufnahme zeigt die verheerenden Zustände in Indien. Von mehr als 70 angespülten Leichen an den Ufern des Ganges ist die Rede.

(Foto: AP)

+++ 15:11 Netz im Ganges gespannt - wegen angespülter Leichen +++
Nachdem dutzende Leichen mutmaßlicher Covid-19-Todesopfer an die Ufer des Ganges gespült wurden, ist im Norden von Indien ein Netz durch den Fluss gespannt worden. Dies teilte der Minister für Wasserressourcen im Bundesstaat Bihar, Sanjay Kumar, auf Twitter mit. Das Netz sei im Ganges an der Grenze von Bihar zum Bundesstaat Uttar Pradesh platziert worden. Es gebe zudem Kontrollen am Fluss. Der Fund von mehr als 70 Leichen an den Ufern des Ganges in Bihar hatte Befürchtungen verstärkt, dass das Coronavirus vielfach unbemerkt in den ländlichen Regionen Indiens wütet, wo zwei Drittel der Bevölkerung leben. Kumar erklärte, die Regierung des verarmten Bundesstaates sei sowohl über die Tragödie der Menschen als auch über den Schaden für den Ganges betrübt. Die Obduktionen hätten bestätigt, dass die am Ufer entdeckten Leichen bereits vier bis fünf Tage tot waren.

+++ 14:48 Kinder dürfen in MV nun doch mit Eltern in eigene Ferienwohnung +++
Das Unverständnis über Mecklenburg-Vorpommern war bundesweit groß, als dort vollständig geimpfte Ferienwohnungsbesitzer aus anderen Bundesländern ihr Eigentum ab 1. Mai nutzen konnten - aber ohne ihre minderjährigen Kinder, die noch gar nicht geimpft werden können. Pünktlich zum Himmelfahrtswochenende macht Schwerin einen Rückzieher: Die Kinder können nun doch mit in den familieneigenen Zweitwohnsitz kommen. Ab einem Alter von sechs Jahren ist dafür jedoch ein negativer Schnelltest nötig, wie das Wirtschaftsministerium nach einer Kabinettssitzung mitteilte. Am Donnerstag soll die neue Regelung in Kraft treten.

+++ 14:15 Johnson will Umgang mit Krise unabhängig untersuchen lassen +++
Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt für 2022 eine umfassende öffentliche und unabhängige Untersuchung zum Umgang mit der Corona-Krise an. Er bespreche derzeit mit den Chefs der Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland die Bedingungen, teilt Johnson dem Parlament mit. Das Ganze kommt als Antwort darauf, weil ihm vorgeworfen worden ist, die Krisenbewältigung viel zu zögerlich in Angriff genommen und die Gefahren runtergespielt zu haben. Mittlerweile hat seine Regierung Umfragen zufolge in der Gunst der Bevölkerung aber wieder Boden gut gemacht, da die Impfkampagne in Großbritannien im Vergleich zu vielen anderen Ländern deutlich schneller vorangekommen ist.

+++ 13:41 Digitaler Impfpass soll mehr als nur eine Bescheinigung des Impfschutzes werden +++
Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland soll nicht nur als Bescheinigung eines vollständigen Impfschutzes dienen, sondern auch offizielle negative Corona-Testergebnisse anzeigen können. So verlautet es aus Regierungskreisen. Außerdem soll die Smartphone-App, die unter dem Namen "CovPass" veröffentlicht werden soll, auch für Genesene zum Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung dienen. Das Projekt liegt dem Vernehmen nach zeitlich im Plan und soll noch vor den Sommerferien der Bevölkerung zur Verfügung stehen. "CovPass" soll den Betroffenen die Möglichkeit geben, schnell und fälschungssicher nachzuweisen, dass sie wieder bestimmte Grundrechte in Anspruch nehmen können, etwa bei Urlaubsreisen. Die App soll nicht nur den Nachweis des Smartphone-Besitzers speichern können, sondern von mehreren Personen. Ähnlich wie bei digitalen Boarding-Pässen im Flugverkehr könne beispielsweise ein Elternteil die Nachweise für die gesamte Familie von einem Smartphone aus vorlegen können.

+++ 13:19 Corona-Folgen sind kein Versicherungsfall +++
Die Corona-Pandemie und die in ihrer Folge erlassenen Verordnungen sind kein Versicherungsfall - das entschied das Oberlandesgericht in Schleswig in einem ersten Urteil (Az.: 16 U 25/21) aus dem Versicherungsrecht im Zusammenhang mit dem Virus. Demnach hat ein Gaststättenbetreiber keinen Anspruch auf Ersatz des Ertragsausfallschadens aus einer Betriebsschließungsversicherung. Geklagt hatte ein Gaststättenbetreiber gegen eine Versicherung. Bei dieser hatte er eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen, die ihm einen schließungsbedingten Ertragsausfallschaden bis zu einer Dauer von 30 Tagen ersetzen sollte. Aufgrund der zum 18. März 2020 erlassenen Landesverordnung musste der Kläger das Lokal schließen. Die Versicherung lehnte danach die angemeldeten Entschädigungsansprüche ab.

+++ 13:07 RKI warnt vor Ungeduld und zu frühen Öffnungen: Pandemie ist nicht vorbei +++
Trotz bundesweit sinkender Inzidenz-Zahlen in der Pandemie hat das Robert-Koch-Institut zur Geduld gemahnt und vor zu frühen Öffnungen gewarnt. "Bei aller Zuversicht dürfen wir bitte eines nicht vergessen: Diese Pandemie ist ja nicht vorbei", so RKI-Präsident Lothar Wieler. Es erkrankten nun vor allem die Jüngeren, darunter viele Schülerinnen und Schüler sowie junge Erwachsene. Und es gebe noch immer rund 1000 Todesfälle pro Woche. Die Situation sei weiterhin ernst, auch wenn erfreuliche Fortschritte zu erkennen seien: "Die Inzidenzen sinken in allen Altersgruppen und in allen Bundesländern", sagt Wieler. "Die Impfquote allein reicht aber noch nicht aus", betont er. Um die Pandemie zu beenden, müssten 80 Prozent der Bevölkerung die Infektion entweder durchgemacht haben oder geimpft sein. "Wenn wir zu früh öffnen, wird sich das Virus wieder verbreiten."

+++ 12:36 Frankreich stimmt dem Corona-Gesundheitspass nun doch zu +++
Alles anders: Nach einer überraschenden Ablehnung erhält der Corona-Gesundheitspass doch noch Zustimmung in Frankreichs Nationalversammlung. In der Nacht zu Mittwoch votierten 208 Abgeordnete in zweiter Beratung für die geplanten Regelungen zum Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand und 85 dagegen. Der Corona-Pass war Teil des Pakets. Der entsprechende Artikel des Gesetzesentwurfs war bei der Abstimmung zunächst an der Fraktion Mouvement Démocrate (MoDem) gescheitert. Macron hatte den Gesundheitspass als ein zentrales Instrument bei den Corona-Lockerungen bezeichnet. Als Reaktion auf die Niederlage des Vorhabens am Abend machte Frankreichs Regierung in der Nacht Zugeständnisse. Sie soll nun nur noch bis Ende September Freiheiten im Zuge der Pandemiebekämpfung einschränken können. Trotz der Kritik, dass die Regelungen zum Gesundheitspass zu schwammig sind, wurde der Gesetzesentwurf an dieser Stelle nicht weiter verändert. Nach der Nationalversammlung muss nun noch der Senat als zweite Kammer des Parlaments über das Vorhaben abstimmen. Mehr hier.

+++ 12:14 Corona-Pandemie hätte verhindert werden können +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Regierungen in aller Welt reagierten zu langsam auf erste Alarmzeichen einer möglichen Gesundheitsbedrohung - dieses Fazit zieht eine von der WHO bestellte unabhängige Expertenkommission. "Die Kommission kommt zu dem Schluss, dass das System, wie es zurzeit besteht, nicht geeignet ist zu verhindern, dass sich mit einem neuen und hochansteckenden Erreger, der jeden Augenblick auftauchen könnte, eine Pandemie entwickelt", heißt es in dem Bericht. Die Expertinnen und Experten legen zahlreiche Empfehlungen vor, wie die Welt sich besser auf eine neue Bedrohung einstellen kann. Darunter ist ein Milliardenfonds, den reiche Länder finanzieren sollen, um Vorkehrungen gegen eine neue Pandemie treffen zu können.

+++ 11:39 Auch Bayern hebt Impf-Priorisierung auf +++
Bayern will ab kommendem Montag die Priorisierungen für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigt Ministerpräsident Markus Söder nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

+++ 11:18 Im Livestream: Spahn, Wieler und Karliczek informieren zur Corona-Lage +++

+++ 11:10 Baden-Württemberg hebt Impf-Priorisierung auf +++
Das Sozialministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württembergs beschließen gemeinsam, die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe in Hausarztpraxen aufzuheben. Die Regelung gelte ab kommendem Montag. Dann könnten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte also theoretisch alle Personen über 16 beziehungsweise 18 Jahren impfen, sofern Impfstoff verfügbar ist. Zugleich werde in den Impfzentren die gesamte in der Coronaimpfverordnung aufgeführte Prioritätengruppe 3 geöffnet, heißt es beim SWR. Dazu zählen auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen eine Impfberechtigung erhalten.

+++ 10:35 Aktuelles zur Bundes-Notbremse +++
Wo die Bundes-Notbremse noch gilt, wo sie droht und wo sie aufgehoben werden kann:

+++ 10:27 Ältere Gasthörer bleiben Universitäten fern +++
Angesichts überwiegender Online-Veranstaltungen bleiben an den Hochschulen vor allem ältere Gasthörer weg. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, haben im laufenden Wintersemester 26.300 Menschen als Gast Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen besucht. Das sind 29 Prozent weniger als im Wintersemester 2019/2020. Sogenannte Gasthörer können auch ohne Hochschulreife an einzelnen Lehrveranstaltungen teilnehmen, aber nicht an Abschlussprüfungen. Besonders ältere Menschen verzichten: Bei den Gasthörern ab 65 Jahren ist die Zahl der Teilnehmer im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent geringe. Der Wegfall des Campusbesuchs sowie die zusätzlichen technischen Hürden machen das Gaststudium für viele weniger attraktiv. Entgegen diesem Trend steigt die Zahl der Gaststudierenden unter 50 Jahren leicht an.

+++ 10:00 Der aktuelle Stand bei der ALM-Quote +++
Wie hoch ist der Anteil der positiven Coronavirus-Tests an der Zahl der analysierten Proben? Die Entwicklung der vom Verein der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM e.V.) berechneten Positivenquote nach Kalenderwochen sehen Sie in der Grafik.

+++ 09:35 Impfmotivation in Tschechien +++
Die konservative Zeitung "Lidove noviny" aus Tschechien schreibt zur Frage der Impfmotivation: "Die Corona-Impfung wird für immer jüngere Jahrgänge verfügbar - und damit zu einem Thema für Motivationsexperten. Eine Rolle spielen dabei die eigene Informiertheit und die eigenen Befürchtungen vor einer Ansteckung, vor Hospitalisierung und Tod. Doch was ist mit den 40-Jährigen? Werden sie überhaupt zur Impfung gehen? Das ist ein Problem für jeden Staat. Die Regierungen setzen nicht auf Drohungen, sondern auf Anreize. Warum gewährt Deutschland Geimpften und Genesenen Vorteile, nicht aber Getesteten? Offiziell handelt es sich nicht um Diskriminierung, aber das Wort liegt jedem auf der Zunge. Das Versprechen der Regierenden lautet: Wer sich impfen lässt, dem wird es besser gehen, der wird sich freier fühlen und nicht diskriminiert werden. Doch wer kauft ihnen das ab?"

+++ 09:14 Ökumenischer Kirchentag findet fast ausschließlich digital statt +++
Eigentlich sind 100.000 Teilnehmer geplant, doch der dritte ökumenische Kirchentag in Frankfurt am Main wird ab Donnerstag wegen der andauernden Corona-Pandemie fast ausschließlich digital und dezentral stattfinden. Die Organisatoren raten von der Fahrt nach Frankfurt ab. Bis Sonntag können Laien der katholischen und evangelischen Kirche stattdessen online an Gottesdiensten, Podien oder Workshops teilnehmen. Bisher gab es zwei dieser Treffen - 2003 in Berlin und 2010 in München. Bei der Premiere in Berlin nahmen nach Angaben der Veranstalter mehr als 200.000 Menschen teil. Höhepunkt damals war der Besuch des Dalai Lama. Alle Veranstaltungen werden live gestreamt, Gottesdienste wird es in Frankfurt nur vereinzelt geben. So soll beispielsweise der Schlussgottesdienst am Sonntag an der Weseler Werft am Mainufer unter Corona-Bedingungen stattfinden.

+++ 08:38 B.1.617 in über 40 Ländern nachgewiesen +++
Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante B.1.617 ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Mehr als 4500 analysierte Gensequenzen aus 44 Ländern seien B.1.617 zugeordnet worden, zudem lägen Meldungen über Nachweise aus fünf weiteren Ländern vor, teilt die Behörde in Genf mit. Am Montag hatte die UN-Behörde die Variante als "besorgniserregend" eingestuft. Zuvor hatte die WHO nur zunächst in Großbritannien, Südafrika und Brasilien erfasste Varianten so bezeichnet. In Indien stecken sich derzeit täglich Hunderttausende mit Sars-CoV-2 an. Außerhalb Indiens meldete demnach bislang Großbritannien die höchste Anzahl an Infektionen mit der Variante B.1.617.

+++ 08:22 Schleswig-Holsteiner als Erste unter 50er-Inzidenz
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist unter die 50er-Marke gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 49,0 (Gesundheitsministerium Kiel). Damit ist das nördlichste Bundesland als erstes in Deutschland wieder im "orangen Bereich". Letzte Woche lagen auch dort die Werte noch deutlich über 50.

+++ 07:18 Lateinamerikaner fliegen zum Impfen nach Miami +++
Wohlhabende aus Lateinamerika reisen zur Corona-Impfung in die USA - aus Ecuador, El Salvador, Venezuela und anderen Ländern fliegen Menschen nach Miami, wenn sie es sich leisten können. In ihrem Land laufe es aus dem Ruder und es gäbe keine große Chance, bald Zugang zu der Impfung zu haben, sagen Vakzin-Touristen aus Honduras. Und auch aus Mexiko kommen sie angereist, denn dort sei gerade erst damit begonnen worden, ältere Menschen zu impfen. Der Ansturm auf die Corona-Impfungen in den USA, die dort schon seit dem 19. April allen Bürgern ab 16 Jahren offenstehen, schlägt sich auch in den Flugpreisen nieder: für einen Flug von Buenos Aires nach Miami beispielsweise zahlt man im Mai doppelt so viel wie vorher, rund 2000 Dollar (1644 Euro).

+++ 06:53 Französische Nationalversammlung stimmt gegen Corona-"Gesundheitspass" +++
Die französische Nationalversammlung stimmt überraschend gegen den von der Regierung geplanten Corona-"Gesundheitspass". Der entsprechende Abschnitt des Gesetzentwurfs für einen schrittweisen Ausstieg aus dem Gesundheitsnotstand wurde am Dienstagabend mit 108 zu 103 Stimmen abgelehnt. Der Pass war ein wichtiger Bestandteil des Lockerungsplans von Präsident Emmanuel Macron. Darin sollten nach Vorstellung der französischen Regierung neben Negativ-Tests auch Impfungen oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung verzeichnet werden. Der Pass sollte Reisen außerhalb Frankreichs und den Besuch von Sportveranstaltungen und anderen Veranstaltungen mit großen Menschenmengen ermöglichen. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:33 RKI meldet 14.909 Neuinfektionen, Inzidenz unter 108 +++
Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 14.909 weitere Corona-Infektionen gemeldet. Der deutliche Abwärtstrend hält somit an, vor einer Woche waren es noch 18.034 Neuansteckungen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 107,8, gegenüber 115,4 am Vortag. Die Zahl der Toten bleibt allerdings auf hohem Niveau: 268 weitere Todesfälle registriert das RKI, nur etwas weniger als am letzten Mittwoch mit 285 Toten.

+++ 04:14 Uber und Lyft bringen Amerikaner kostenlos zur Impfung +++
Die Taxi-Konkurrenten Uber und Lyft werden in den USA kostenlose Fahrten zu Corona-Impfterminen anbieten. Das Angebot werde in den kommenden zwei Wochen beginnen und bis 4. Juli gelten, um der Impfkampagne neuen Schwung zu geben, erklärte das Weiße Haus. "Wir müssen es für alle Amerikaner einfacher und bequemer machen, sich impfen zu lassen", sagte Präsident Joe Biden.

+++ 03:42 EMA konzentriert sich auf Zulassung von Corona-Medikamenten +++
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) vereinfacht einige Zulassungsverfahren für Nicht-Corona-Medikamente, um mehr Ressourcen im Kampf gegen die Pandemie einsetzen zu können. Es würden vorübergehend einige Zusatzprüfungen ausgesetzt, teilt die Behörde mit Sitz in Amsterdam mit. Hintergrund sei die "sehr aktive Pipeline" an Mitteln, die gegen Corona eingesetzt werden sollen.

+++ 02:54 Scholz will verbindliche Aussage zu Sommerurlaub im Mai +++
Vizekanzler Olaf Scholz will noch im laufenden Monat verbindlich klären, ob Sommerurlaub möglich ist. "Bis Ende Mai sollten wir (die Bundesregierung) den Bürgerinnen und Bürgern eine klare Ansage machen, ob sie in den Schul-Sommerferien wieder in den Urlaub fahren können, damit sie die Ferien noch planen können", sagte Scholz der "Rheinischen Post". "Aus meiner Sicht spricht vieles dafür, dass dank dem wachsenden Impftempo und der sinkenden Infektionszahlen zumindest Ferien im Inland und einigen anderen Ländern wieder möglich werden", so der SPD-Kanzlerkandidat.

+++ 01:58 Ärztevertreter beklagen Druck durch Impfdrängler +++
Deutsche Ärztevertreter sehen wachsende Spannungen durch aggressive Impfdrängler. "Der Druck auf die Impfzentren und die Arztpraxen wächst. Die Impfdrängler werden fordernder", sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Anke Richter-Scheer, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Stimmung werde aggressiv. Da die Priorisierung immer weiter ausgeweitet werde, sei es für viele Menschen immer weniger nachvollziehbar, warum der eine schneller an der Reihe sein solle als der andere.

+++ 01:15 Nächtliche Ausgangssperre in Hamburg aufgehoben +++
40 Tage nach Beginn der Ausgangsbeschränkung dürfen die Menschen in Hamburg nun wieder nachts auf die Straße gehen. Eine entsprechende Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung ist um Mitternacht in Kraft getreten. Demnach gelten in der Hansestadt aber weiterhin Kontaktbeschränkungen und an vielen Orten Maskenpflicht und Alkoholverbot. Innensenator Andy Grote hat angekündigt, dass die Hamburger Polizei weiterhin die Einhaltung der Corona-Regeln überprüfen wird.

+++ 00:24 Öffnungsplan für Rheinland-Pfalz steht +++
Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat einen dreistufigen Öffnungsplan beschlossen. Ab Mittwoch kann der Einzelhandel in Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 generell wieder unter Auflagen öffnen, kündigt Ministerpräsidentin Malu Dreyer an. Dies betreffe derzeit 16 Kommunen. Auch Hotels und Ferienwohnungen sollen in Kombination mit Testauflagen wieder öffnen dürfen. Ab dem 21. Mai sind dann auch Kulturveranstaltungen wieder möglich. Ab dem 2. Juni soll dann etwa auch die Innengastronomie in Kommunen mit einer Inzidenz unter 50 aufmachen können. Die Außengastronomie ist in dem Bundesland bereits erlaubt.

+++ 23:46 Pfizer will Impfstoff auch in Großbritannien ab zwölf Jahre zulassen +++
Pfizer hat die britischen Behörden formell um eine Zulassung seines mit Biontech entwickelten Impfstoffes für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren gebeten. Das berichtet der "Telegraph" unter Berufung auf einen Sprecher des Konzerns. Die US-Behörden haben bereits eine entsprechende Zulassung erteilt, für die EU rechnet die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen.

+++ 23:04 Tschechien: Todeszahlen im März weit über dem Durchschnitt +++
In März dieses Jahres sind in Tschechien so viele Menschen gestorben wie in keinem anderen Monat seit 1947. Das teilt die Statistikbehörde CSU mit. Nach vorläufigen Angaben waren rund 16.000 Todesfälle zu beklagen. Das waren rund 60 Prozent mehr als im Schnitt der Monate März der Jahre 2015 bis 2019. Gemessen an der Bevölkerung war die Region um Usti (Aussig) an der Grenze zu Sachsen am stärksten betroffen. Im März befand sich Tschechien auf dem Höhepunkt der dritten Corona-Welle. Um dem Einhalt zu gebieten, verbot die Regierung wochenlang Fahrten zwischen den Bezirken. Nach früheren Angaben des Gesundheitsministeriums starben im dem Monat 5779 Menschen, die zuvor positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden waren.

+++ 22:22 Schleswig-Holstein unterschreitet 50er Wert +++
Bevor die 100er-Notbremse kam, galt die 50 als Grenzwert für eine wirksame Pandemie-Kontrolle. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist nun unter diesen Wert gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 49,0, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging. Am Montag hatte sie bei 50,2 gelegen, vor einer Woche bei 54,5. Die Regionen mit den höchsten Inzidenzwerten sind Kiel (87,1) und Herzogtum Lauenburg (79,3). Am niedrigsten liegen die Werte in Flensburg (21,1) und Schleswig-Flensburg (25,9).

+++ 21:50 Buchen ab sofort: MV lässt im Juni Touristen rein +++
Die Gastronomie in Mecklenburg-Vorpommern darf von Pfingstsonntag an wieder öffnen - außen und innen. Das sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Abend nach einer Sitzung des Kabinetts. Der Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Ab sofort könne gebucht werden, sagte Schwesig. Der Druck auf die Landesregierung für rasche Öffnungen in der Corona-Krise war an den vergangenen Tagen zunehmend gewachsen.

+++ 21:30 Inzidenz in allen Bundesländern fällt +++
In allen 16 Bundesländern sinkt derzeit die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner. Da Berlin inzwischen wieder unter die 100er Marke gefallen ist (93,7 -7,1), liegen 8 Länder unter dem 100er-Notbremsen-Wert und 8 darüber.

Gemessen an der Einwohnerzahl weist Baden-Württemberg die meisten neuen Fälle je 100.000 Einwohner aus. Dahinter folgen Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem auch Sachsen unter die 400er Schwelle gefallen ist, weist aktuell kein Bundesland mehr als 400 aktive Fälle je 100.000 Einwohner auf. Im Bundesschnitt dürfte der Wert morgen unter 300 fallen.

+++ 21:05 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 8800 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.538.326 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 8807 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 2240 Fällen im Vergleich zur Vorwoche und damit ein Minus von 20 Prozent. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 307 auf 85.198. Das sind 27 weniger als am vergangenen Mittwoch. Als aktuell infiziert gelten rund 253.500 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,80 angegeben (Vortag: 0,98). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,83 (Vortag: 0,88). Die Zahl der in Krankenhäusern registrierten Covid-19-Intensivpatienten ist wieder gesunken: Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) ging sie auf 4461 zurück, das waren 138 weniger als am Vortag. 2716 Patienten müssen invasiv beatmet werden, 31 Patienten weniger als am Vortag. Allerdings steigt die Belegung. Derzeit sind den Angaben des Registers zufolge noch 3709 Intensivbetten in den deutschen Kliniken frei, 273 Patienten kamen hinzu. Damit sinkt der prozentuale Anteil freier Betten an der Gesamtkapazität von 15,1 auf 14,0 Prozent.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Quelle: ntv.de, ino//dpa/AFP/rts

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