Panorama

Halbbruder im Schlaf erstochen 15-Jährige wegen Mordes verurteilt

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Die Tat ereignete sich im November vergangenen Jahres.

(Foto: picture alliance/dpa)

Während er schläft, sticht sie 28 Mal auf ihn ein. Im November vergangenen Jahres stirbt ein Dreijähriger in Detmold. Als tatverdächtig gilt schnell seine 15-jährige Halbschwester. Nun spricht ein Gericht das Urteil gegen die Jugendliche.

Für den Mord an ihrem dreijährigen Halbbruder ist eine 15-Jährige aus Detmold zu siebeneinhalb Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Detmold blieben damit unter der Höchststrafe des Jugendstrafrechts, weil das Mädchen voll geständig war, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Der Prozess fand komplett hinter verschlossenen Türen statt. Der dreijährige Junge war laut Obduktionsergebnis im November 2019 mit 28 Stichen im Schlaf getötet worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das Motiv für die Tat sahen die Richter in Rivalitäten zwischen den Geschwistern, sagte der Sprecher. Sie sahen zudem das Mordmerkmal Heimtücke als erfüllt an. Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer acht Jahre Jugendstrafe gefordert, die Verteidigung sechs bis sieben Jahre.

Die Eltern waren nicht in der Wohnung, als die Tat passierte. Angehörige fanden schließlich die Leiche des Jungen und alarmierten die Polizei. Die 15-Jährige wurde einen Tag später im etwa neun Kilometer entfernten Lemgo festgenommen. Ein Zeuge hatte sie auf ihrer Flucht entdeckt und die Einsatzkräfte gerufen. Als ein Beamter die 15-Jährige festnahm, leistete sie keinen Widerstand und war nach Angaben der Detmolder Staatsanwaltschaft in "ruhiger Verfassung".

Quelle: ntv.de, fzö/dpa