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Unter Einfluss des IS? 15-jährige Dänin ersticht Mutter

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Mit 20 Messerstichen tötete Lisa Borch ihre eigene Mutter. Nun wurde sie verurteilt.

(Foto: Instagram/lisaborch)

"Bitte kommt, hier ist Blut überall!" Mit diesen Worten ruft Lisa Borch vor etwa einem Jahr die Polizei in ihr Elternhaus. Was die Beamten noch nicht wissen: Es ist die 15-Jährige selbst, die ihre eigene Mutter brutal ermordet hat.

Ein Jahr ist es her, dass sich das Leben einer dänischen Familie für immer verändern sollte. Tine Rømer Holtegaard und ihre 15-jährige Tochter Lisa Borch sind alleine auf dem alten Hof in der kleinen dänischen Ortschaft Kvissel. Der Vater ist verreist, Lisas Zwillingsschwester lebt nicht mehr bei der Familie, weil sie die Streitereien zwischen Mutter und Schwester nicht erträgt. Rømer Holtegaard schläft bereits, als Borch sie mit 20 Messerstichen ermordet.

Nach ihrer blutigen Tat alarmiert Borch die Polizei. "Ich habe meine Mutter schreien gehört", erklärt sie. "Im Garten lief ein weißer Mann herum. Bitte kommt, hier ist Blut überall!" Als die Beamten eintreffen, finden sie das Mädchen entspannt im Wohnzimmer sitzen. Auf ihrem Smartphone schaut sie sich Youtube-Videos an, die brutale Morde durch die Terrororganisation Islamischer Staat zeigen. Die Polizisten beachtet sie kaum.

Liebe zu radikalem Moslem

Es war Borchs Desinteresse am Tod ihrer Mutter, das der Polizei verdächtig vorkam. Fast ein Jahr nach der Tat am 8. Oktober 2014 fiel nun das Urteil gegen die mittlerweile 16 Jahre alte Borch und ihren 29-jährigen Komplizen Bakhtiar Mohammed Abdulla wegen gemeinschaftlichen Mordes.

"Dieser Mord wurde kaltblütig, eiskalt und auf bestialische Weise durchgeführt," befand Staatsanwältin Karina Skou während ihres Plädoyers. Wie dänische Medien berichten, muss Borch neun Jahre in Haft - die ersten Jahre wird sie in einer geschlossenen Jugend-Einrichtung verbringen, dann kommt sie ins Gefängnis. Abdulla bekam eine Haftstrafe von 13 Jahren. Weiterhin müssen die beiden den Hinterbliebenen Schmerzensgeld zahlen.

Borch stammt aus schwierigen Familienverhältnissen. Während des Prozesses kam heraus, dass sie sich in der Zeit vor ihrer Tat mit einigen älteren arabischen Männern aus einer Asylbewerberunterkunft in der Nähe angefreundet hatte. Sie verliebte sich in einen der Männer, einen offenbar radikalen Moslem. Zeitweise wollte Borch sogar nach Syrien gehen. Ihre Mutter wünschte sich, dass die Tochter die Beziehung beendet.

"Jung sein ist nicht immer gut"

Tatsächlich war es der Mann, der Borch verließ. Es stellte sich heraus, dass er in Schweden Frau und Kinder hatte. Trost fand das Mädchen daraufhin bei ihrem späteren Komplizen Abdulla aus dem Irak. Während des Prozesses beschuldigten die beiden sich gegenseitig der Tat. Weiterhin beteuerten sie, es habe sich bei ihrem Verhältnis nur um ein freundschaftliches gehandelt.

Der Instagram-Account von Borch bietet einen kleinen Einblick in ihr Leben vor der Tat. Sie postete viele Bilder und Videos von sich - oft läuft arabische Musik im Hintergrund, das Mädchen raucht Shisha. Unter einem Bild schrieb Borch: "Jung sein ist nicht immer gut. Denn du wirst mit vielen Gefühlen konfrontiert, mit denen man nie leicht umgehen können wird." Außerdem schrieb sie viel von dem Erfolg, den sie einmal haben würde. Sie schrieb: "Ich werde nicht einfach ein normales Leben führen." Damit sollte sie leider recht behalten.

Quelle: n-tv.de, ame

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