Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:06 Bundesregierung nicht besorgt wegen Überschuldung von Firmen +++

Die Bundesregierung schätzt die Gefahr einer Überschuldung von Unternehmen infolge der Pandemie als gering ein. Zwar spiegele sich die Krise auch in den vorhandenen Daten zur Eigenkapitalsituation der Betriebe wider. "Gleichzeitig zeigt sich nach Einschätzung der Bundesregierung jedoch, dass die umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen zahlreichen Unternehmen geholfen haben und die überwiegende Mehrheit der Unternehmen keine Eigenkapitalrückgänge zu berichten hat", heißt es in einer Antwort der Regierung auf eine Anfrage der FDP, über die das "Handelsblatt" berichtet. "Dementsprechend dürfte auch nur eine Minderheit der Unternehmen von einer Überschuldung bedroht sein, was wiederum mögliche Gefahren beschränkt."

+++ 15:49 Gesundheitsminister planen "Impfzentren 2.0" +++
Die Gesundheitsminister der Länder planen nach Worten des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek von der CSU "Impfzentren 2.0". In zwei Wochen soll ein Konzept vorgelegt werden, wie Impfzentren über die bisher geplante Schließung Ende September weiter geöffnet bleiben können, sagt Holetschek. Dabei geht es auch um die Frage, ab wann Nachimpfungen etwa bei Älteren nötig werden. Ein Streitpunkt zwischen Bund und Ländern ist derzeit noch die Finanzierung der Zentren.

+++ 15:28 Automesse IAA wohl mit FFP2-Masken-Pflicht +++
Die Besucher der neuen Automesse IAA im September werden voraussichtlich FFP2-Masken tragen müssen. Noch stehe es nicht fest, doch er gehe davon aus, dass dies Teil der Konzepte sein werde, sagt Messechef Klaus Dittrich bei einer Pressekonferenz zum Neustart der Messen in Bayern ab September. Daneben setzt die Messe unter anderem auf Lüftungsanlagen, Besuchernachverfolgung und Abstände, um die Veranstaltung sicher zu machen. Zudem sollen nur geimpfte, genesene oder getestete Besucher auf das Gelände dürfen.

+++ 15:05 Frankreich hebt Ausgangssperre und Maskenpflicht im Freien auf +++
Frankreich lockert in dieser Woche weitere Corona-Maßnahmen. Das Tragen von Masken im Freien ist ab morgen nur noch bei Menschenansammlungen verpflichtend, wie Premierminister Jean Castex verkündete. Die nächtliche Ausgangssperre ab 23 Uhr entfällt demnach ab Sonntag. Eigentlich sollte die Regelung noch bis Ende des Monats gelten. Castex sagte, die Situation habe sich schneller verbessert als erwartet. In keinem Département auf dem Festland gebe es eine besorgniserregende Entwicklung. Auch in den Überseegebieten verbessere sich die Lage.

Zuletzt lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen innerhalb einer Woche bei etwa 40. Mit den sinkenden Corona-Zahlen war in den vergangenen Wochen immer wieder ein Ende der Maskenpflicht im Freien diskutiert worden, einige Gebiete preschten vor. Castex betonte nun, dass eine Pflicht weiterhin gelte, wenn es eng werde oder viele Menschen aufeinander träfen - etwa in Warteschlangen oder im Stadion. Das Ende der Ausgangssperre kommt in Frankreich pünktlich zur Fête de la Musique am 21. Juni.

+++ 14:50 Biontech fährt Impfstoff-Lieferungen zurück +++
Der Impfstoffhersteller Biontech wird im Juli für Deutschland deutlich weniger Impfstoff liefern als noch im Juni. Die wöchentlichen Lieferungen reduzieren sich von wöchentlich knapp 5,7 Millionen Dosen Ende Juni auf 3,2 Millionen in der ersten Juli-Woche, wie aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Für die zweite Juli-Woche werden sogar nur drei Millionen Dosen vorhergesagt. Das Bundesgesundheitsministerium verwies drauf, dass Biontech Lieferungen auf das zweite Quartal vorgezogen habe, um mehr Impfungen im Juni zu ermöglichen.

+++ 14:34 J&J verfehlt Impfstoff-Lieferziel im zweiten Quartal +++
Die Europäische Kommission erwartet, dass der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson seine Lieferziele an die EU für das zweite Quartal nicht einhalten kann. Grund dafür ist eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, wonach 17 Millionen Dosen des Vakzins aus Sicherheitsgründen nicht in der EU verwendet werden dürfen, nachdem es in einem US-Werk zu Fällen von Kontaminationen kam. Der US-Konzern dürfte daher sein Lieferziel von 55 Millionen Dosen bis Ende Juni nicht erreichen, sagt ein Kommissionssprecher. Bislang seien lediglich rund zwölf Millionen Dosen ausgeliefert worden. J&J bekräftigte nur, die von der EU insgesamt bestellten 200 Millionen Dosen ausliefern zu wollen.

+++ 14:16 Kanzleramtschef Braun kündigt Ende der Homeoffice-Pflicht an +++
Mit dem Auslaufen der sogenannten Bundesnotbremse endet in zwei Wochen auch die darin geregelte Homeoffice-Pflicht. Darauf weist Kanzleramtschef Helge Braun in der "Wirtschaftswoche" hin. "Die gesetzliche Homeoffice-Pflicht ist Teil des Infektionsschutzgesetzes, besser bekannt als Notbremse, und wird Ende Juni auslaufen." Der CDU-Politiker verweist in diesem Kontext auf die sinkenden Infektionszahlen in Deutschland.

+++ 14:01 784 Covid-Patienten müssen in deutschen Kliniken beatmet werden +++
Die Lage auf deutschen Intensivstationen entspannt sich zusehends. Doch noch immer befindet sich eine vierstellige Zahl an Patienten in Behandlung. Wie aus dem aktuellen DIVI-Register hervorgeht, werden aktuell 1134 an Covid-19 Erkrankte behandelt. Das ist im Vergleich zum Vortag ein Rückgang um 76. Von den Betroffenen werden 784 invasiv beatmet (minus 41 im Vergleich zu Dienstag). Momentan gelten 16,8 Prozent der zur Verfügung stehenden Intensivbetten als frei. Das entspricht knapp 4400 Betten.

+++ 13:48 Moskaus Bürgermeister ordnet Impfpflicht für Berufsgruppe an +++
Angesichts der anhaltenden Krise in Russland ordnet Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin eine Impfpflicht für Beschäftigte des Dienstleistungssektors an. "Wir müssen einfach alles tun, um so schnell wie möglich Massenimpfungen durchzuführen und diese schreckliche Krankheit zu stoppen", teilt Sobjanin mit. Er verwies auf einen "dramatischen" Anstieg der Neuinfektionen. Die branchenbezogene Impfpflicht in Moskau ist die erste in Russland. Präsident Wladimir Putin hat seine Landsleute zwar aufgefordert, sich impfen zu lassen, lehnt jedoch eine Pflicht dazu ab.

+++ 13:35 1,7 Milliarden Euro für Bürgertests ausgegeben +++
Seit dem Start der kostenlosen Bürgertests in Deutschland hat der Bund dafür rund 1,7 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus Zahlen des Bundesamts für Soziale Sicherung und des Gesundheitsministeriums hervor. Damit bewegen sich die Ausgaben in der zuvor angenommenen Größenordnung. Erwartet hatte die Regierung im Februar auf vier Monate gerechnet zwischen 1,7 und 2,6 Milliarden Euro. Allein von Mitte Mai bis Mitte Juni wurden laut den neuen Angaben 1,2 Milliarden Euro für Corona-Tests ausgegeben, darin sind etwa PCR-Tests für Kontaktpersonen enthalten.

+++ 13:24 Brandenburg korrigiert Fallzahlen - nach unten +++
Die Zahl der Fälle in Brandenburg ist auf 108.605 gesunken. Das ist ein Rückgang um 17 im Vergleich zum Vortag. Wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilt, hängt das Minus mit einer Datenkorrektur zusammen. In einigen Land- und Stadtkreisen werden demnach zurzeit umfangreiche "Bereinigungen" durchgeführt, bei denen etwa doppelt gezählte Fälle zusammengeführt werden. Aus diesem Grund sei wiederholt unter anderem für den Kreis Oberspreewald-Lausitz eine negative Fallzahl berichtet worden. Dort sind es den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 47 Infektionen weniger. "Da es sich um Infektionsfälle handelt, die länger zurückliegen, ist die 7-Tage-Inzidenz hiervon nicht beeinflusst", heißt es vom Ministerium. Der Wert liegt für das Bundesland aktuell bei 6,0.

+++ 13:15 Aktuelle Pandemie-Lage: Zahl der Todesfälle steigt auf insgesamt 90.000 +++
Wie hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen entwickelt? Wie ist die Lage auf den Intensivstationen? Mit aktuellen Fakten zum Infektionsgeschehen ordnen das ntv-Moderatorenteam Daniel Schüler und Doro Steitz zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs die Corona-Lage in Deutschland und der Welt ein.

+++ 13:09 Studie: Sars-CoV-2 trat bereits im Dezember 2019 in den USA auf +++
Das Coronavirus ist einer neuen Studie zufolge bereits im Dezember 2019 in den USA aufgetreten und damit Wochen vor der ersten bestätigten Infektion im Januar 2020. Die ersten Fälle gab es in den US-Bundesstaaten Illinois und Massachusetts, wie aus einer in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie der US-Gesundheitsbehörde National Institutes of Health (NIH) hervorgeht. Für ihre Untersuchung analysierten die Wissenschaftler 24.000 Blutproben, die zwischen dem 2. Januar und dem 18. März 2020 freiwilligen Probanden entnommen wurden. Bei neun von ihnen wurden Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen, die erst zwei Wochen nach einer Infektion auftreten.

+++ 12:48 Ausbrüche in chinesischen Hafenstädten bedrohen globalen Handel +++
Die Zahl der neuen Fälle in China ist sehr überschaubar: Die Behörden meldeten zuletzt nur 21 Neuinfektionen. Doch 15 davon geben Anlass zur Sorge: Sie wurden in der industriell geprägten Provinz Guangdong registriert. Wie der britische "Guardian" berichtet, gelten seit einigen Wochen in der Region strenge Maßnahmen, um einen Virus-Ausbruch unter Kontrolle zu bringen, der mit der ansteckenderen Delta-Variante im Zusammenhang stehen soll. Inzwischen gebe es 150 Delta-Fälle. Die Betroffenen lebten hauptsächlich in der Millionenmetropole Guangzhou. Durch den dortigen Lockdown werde aktuell auch der Hafen beeinträchtigt. Auch der Handel im nahegelegenen Shenzhen sei durch das Virus gestört. Die beiden Häfen gehören zu den größten der Welt. Als Folge hätten sich bereits die Frachtkosten erhöht, berichtet die Zeitung. Zusammen mit weiteren Faktoren - etwa notorisch knappen Schiffscontainern - könnten die Geschehnisse in Südchina nun die globalen Lieferketten erheblich beeinträchtigen, schlussfolgert der "Guardian".

+++ 12:36 Laschet hält ab September Volksfeste für möglich +++
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hält ab September größere Veranstaltungen für möglich. "Schon heute ist klar, wenn die Infektionszahlen niedrig bleiben, sind ab September auch wieder größere Veranstaltungen möglich", sagt der CDU-Chef im Düsseldorfer Landtag. Als Beispiele nennt er Musikfestivals, Sportfeste und Volksfeste. Die aktuelle Corona-Schutzverordnung in NRW sieht Feste ab September mit maximal 1000 Teilnehmern vor.

+++ 12:21 Kinderarzt: "Zunahme an Angststörungen und Adipositas" +++
"Sie müssen neu lernen, wie Leben geht", so lautet das erschütternde Fazit von Dr. Thomas Buck zu einigen seiner jungen Patienten. Der Kinder- und Jugendarzt erklärt, warum viele Minderjährige große Probleme mit dem zurückkehrenden Alltag haben und welche Symptome gehäuft auftreten.

+++ 12:01 In fünf Bundesländern ist die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft +++
Das Tempo, in dem in Deutschland geimpft wird, stagniert: Die tägliche Impfleistung, also die Anzahl der binnen eines Tages verabreichten Impfdosen, hat sich im Vergleich zum Niveau der Vorwoche sogar leicht verringert. Im Laufe des gestrigen Dienstags wurden laut RKI-Impfquoten-Monitoring 945.674 Impfdosen verabreicht. Am Dienstag vergangener Woche waren es - inklusive Nachmeldungen - 1,019 Millionen Impfdosen. Gestern entfielen insgesamt 593.315 Dosen auf Zweit- oder Komplettimpfungen. 40,707 Millionen Menschen sind aktuell mindestens einmal geimpft. Komplett geimpft sind laut Robert-Koch-Institut aktuell rund 22,968 Millionen Menschen. Das entspricht einer Impfquote von 27,6 Prozent (Vortag: 26,8). Die Quote der mindestens einmal Geimpften steigt von 48,7 auf 48,9 Prozent. In fünf Bundesländern liegt dieser Anteil sogar bei über 50 Prozent: Bremen (54,7 Prozent), Saarland (52,5), Schleswig-Holstein (52,1), Nordrhein-Westfalen (51,5) und Mecklenburg-Vorpommern (50,3).

+++ 11:38 Spahn will Apotheken-Vergütung für digitalen Impfnachweis senken +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Vergütung der Apotheken fürs Erstellen digitaler Corona-Impfnachweise zum 1. Juli senken. Je Zertifikat sollen es statt jetzt 18 Euro noch sechs Euro pro Zertifikat sein, teilt der CDU-Politiker bei Beratungen mit seinen Länderkollegen mit. Die höhere Vergütung zu Beginn sollte demnach dazu dienen, Anlaufkosten etwa für Schulungen, IT-Ausstattung und Registrierungen zu finanzieren und an möglichst vielen Stellen ein Angebot für die Bürger zu schaffen. Die Zahlen der ersten zwei Tage in den Apotheken zeigten, dass dies gelungen sei. Insgesamt seien über alle Ausgabestellen inzwischen mehr als zehn Millionen digitale Impfnachweise erstellt worden, berichtet Spahn den Angaben zufolge weiter.

+++ 11:26 Sputnik-Zulassung in der EU verzögert sich +++
Die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V in der EU verschiebt sich deutschen Regierungskreisen zufolge "voraussichtlich auf September, vielleicht sogar auf Ende des Jahres". Der Grund sei, dass der russische Hersteller bislang nicht die nötigen Daten der klinischen Studien bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht habe. Das klinische Dossier habe eigentlich bis zum 10. Juni vorliegen sollen. Der russische Staatsfonds RDIF, der Sputnik V vertreibt, bezeichnete die Information dagegen als falsch. Alle nötigen Daten über die Klinikstudien seien vorgelegt und hätten eine positive Kommentierung bekommen. Von der EMA war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.

+++ 10:57 Nächste Variante macht auf sich aufmerksam: WHO beobachtet "Lambda" +++
Eine bisher vor allem in Lateinamerika auftretende Virus-Variante steht nun unter besonderer Beobachtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aufgrund ihrer Mutationen könnte die Virus-Version mit dem Namen Lambda möglicherweise ansteckender sein oder vom menschlichen Immunsystem schlechter bekämpft werden, berichtet die Genfer UN-Behörde. Belastbare Studien und gesicherte Erkenntnisse dazu lägen jedoch noch nicht vor. Die Variante wurde erstmals im August 2020 in Peru identifiziert.

  • Corona-Varianten werden von der WHO in zwei Kategorien einteilt: Varianten unter Beobachtung ("variants of interest"), die zu gehäuften Fällen führen oder in mehreren Ländern auftreten. Dazu gehört Lambda.
  • Eine Stufe höher stehen die besorgniserregenden Varianten ("variants of concern"). Sie sind nachweislich ansteckender, schwerer bekämpfbar oder führen zu schwereren Erkrankungen. Darunter fällt etwa die Delta-Variante.

+++ 10:31 EU will strenge Beschränkungen für Einreise aus den USA aufheben +++
Menschen aus den Vereinigten Staaten und mehreren anderen Ländern können künftig wieder leichter in die Europäische Union einreisen. Das bestätigt die portugiesische Ratspräsidentschaft nach Beratungen der ständigen Vertreter der EU-Staaten in Brüssel. Die Erleichterungen gelten dem Vernehmen nach auch für nicht Geimpfte.

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+++ 10:27 Deutlich weniger Biontech-Impfstoff im Juli +++
Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland im Juli deutlich reduzieren. Das wurde der dpa aus Kreisen der Gesundheitsministerkonferenz bestätigt, die per Videokonferenz tagt. Eine Reduzierung der Biontech-Lieferungen war für das dritte Quartal bereits vor längerer Zeit angekündigt worden, allerdings nur ein leichter Rückgang. Das Bundesministerium prognostiziert nun für die erste volle Juliwoche (KW 27) 3,2 Millionen Biontech-Dosen - nach 5,7 Millionen für die letzte Juniwoche. Einem Bericht des Magazins "Business Insider" zufolge soll die Impfstoffmenge in der zweiten Juliwoche auf drei Millionen Dosen reduziert werden. Im Internet nennt das Bundesministerium für die zweite bis vierte Juliwoche diese Zahl auch offiziell, allerdings in Klammern gesetzt.

Update 12:20: Das Gesundheitsministerium widerspricht den Angaben zu Impfstoff-Lieferkürzungen von Biontech im Juli. Das Unternehmen habe Lieferungen aus späteren Quartalen auf Juni vorgezogen, sagt ein Sprecher. Es sei immer klar gewesen, dass deren Liefermenge im dritten Quartal mit rund 40,2 Millionen Impfdosen niedriger liegen würde als die rund 50 Millionen im zweiten Quartal. Bisher gebe es nur eine klare Lieferzusage für die erste Juli-Woche mit 3,235 Millionen Dosen. Im Wochenschnitt für das dritte Quartal rechne man danach mit rund 3,3 Millionen Dosen - das sei den Bundesländern auch mitgeteilt worden. Auf der Homepage des Gesundheitsministeriums wird für die zweite bis vierte Juli-Woche derzeit in Klammern jeweils eine Liefermenge von drei Millionen Dosen angegeben.

+++ 10:21 Indien meldet mehr als 62.000 neue Fälle und 2500 weitere Tote +++
In Indien sind binnen 24 Stunden 62.224 neue Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2 festgestellt worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, stieg die Zahl der Toten im gleichen Zeitraum um 2542 auf nunmehr knapp 380.000. Damit hält der positive Trend in dem südasiatischen Land der offiziellen Statistik zufolge an. In der schlimmsten Phase der zweiten Welle gab es Anfang Mai mehr als 400.000 Neuinfektionen pro Tag.

+++ 10:15 US-Republikaner fordern Entlassung von Top-Berater Fauci +++
Mehrere republikanische US-Abgeordnete drängen auf die Entlassung des renommierten Virus-Experten Anthony Fauci. Die Gruppe unter Führung der umstrittenen Kongressabgeordneten Marjorie Taylor Greene brachte am Dienstag einen Entwurf für ein "Fire Fauci Act" (Feuert-Fauci-Gesetz) ein. Sie werfen dem Immunologen vor, die Bürger mit seinen Äußerungen in die Irre geführt und widersprüchliche Empfehlungen zur Notwendigkeit von Masken und Abstand gegeben zu haben. Zudem beschuldigten sie Fauci, über den Ursprung des Virus im chinesischen Wuhan, wo der Erreger Ende 2019 erstmals auftrat, gelogen zu haben. Der Gesetzentwurf hat im von den Demokraten kontrollierten Kongress keine Chance auf Umsetzung. Fauci gehörte dem Corona-Krisenstab des früheren Präsidenten Donald Trump an. Dessen Nachfolger Joe Biden machte den Experten zu seinem obersten medizinischen Berater.

+++ 09:57 Hamburg bekommt Astrazeneca aus Schleswig-Holstein +++
Schleswig-Holstein gibt einen Teil des von Dänemark überlassenen Impfstoffs Astrazeneca an Hamburg ab. Durch die Lieferung könnten mindestens 8000 neue Termine im Impfzentrum vergeben werden, sagt der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Das benachbarte Bundesland schaffe es nicht, die Dosen aus dänischem Lagerbestand rechtzeitig vor Ablauf der Haltbarkeit Ende Juni zu nutzen. Um die zusätzlichen Termine könnten sich alle über 60-jährigen Hamburger ab 12 Uhr bemühen. Das städtische Impfzentrum halte sich strikt an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, Astrazeneca nur an Menschen dieses Alters zu verimpfen. Zugelassen ist der Stoff Vaxzevria allerdings für alle Erwachsenen. Arztpraxen könnten das Produkt des schwedisch-britischen Herstellers auch an Jüngere abgeben. Dafür sei aber ein eingehendes Aufklärungsgespräch erforderlich, das im Massenbetrieb des Impfzentrums nicht möglich sei, erklärte Helfrich.

+++ 09:51 Berichte: Impfpflicht für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen +++
Für Beschäftigte in englischen Pflegeheimen soll es Berichten zufolge bald eine Impfpflicht geben. Das Personal solle einen Zeitraum von 16 Wochen bekommen, um sich impfen zu lassen oder ansonsten die eigene Anstellung verlieren, wie unter anderem der "Guardian" und die "Times" unter Berufung auf Regierungsquellen berichten. Möglicherweise könnte die Impfpflicht später auch auf medizinisches Personal im englischen Gesundheitsdienst ausgeweitet werden. Gesundheit ist in Großbritannien Ländersache. Dem "Times"-Bericht zufolge sollen rund zehn Prozent der medizinischen Beschäftigten und sogar 16 Prozent des Personals in Pflegeheimen noch nicht gegen Corona geimpft sein, obwohl die Gruppen gleich zu Beginn der mittlerweile weit fortgeschrittenen Impfkampagne immunisiert wurden.

+++ 09:45 Lebenssituation junger Europäer durch Pandemie verschlechtert +++
Die Lebenssituation junger Menschen in Europa hat sich durch die Pandemie offenbar deutlich verschlechtert. Laut der in Berlin vorgestellten fünften TUI-Jugendstudie "Junges Europa" veränderte sich das Leben für 52 Prozent der unter 26-Jährigen in der Krise zum Schlechteren. In Deutschland stimmten dieser Aussage 46 Prozent der Befragten zu, in Griechenland waren es sogar 65 Prozent. In den vergangenen Monaten verloren demnach vier von zehn jungen Europäern zwischen 16 und 26 Jahren ihren Job oder erlitten finanzielle Einbußen. In Deutschland gaben 29 Prozent der Befragten an, von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen gewesen zu sein. Der Studie zufolge beschreibt fast jeder zweite der unter 26-Jährigen seinen derzeitigen Gefühlszustand als "müde", "unsicher", "genervt" oder "gestresst". Die Befragten fühlten sich in allen Lebensbereichen stark belastet. Am schwierigsten fänden junge Menschen jedoch die Beschränkungen im öffentlichen und sozialen Leben.

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+++ 09:33 Zehn deutsche Kreise und Städte sind Corona-frei +++
Die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 konnte in nunmehr zehn deutschen Regionen vorerst gestoppt werden. Wie aus den morgendlichen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, ist das ein leichter Zuwachs im Vergleich zum Vortag (+ 1). Zu den besagten Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 0,0 zählen die Landkreise und Städte Flensburg, Helmstedt, Lüchow-Dannenberg, Ammerland, Friesland, Wesermarsch, Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens, Donnersbergkreis und Bayreuth.

+++ 09:20 Ex-Familienministerin Giffey fordert mehr Werbung um Impfskeptiker +++
Die Berliner SPD-Spitzenkandidatin und ehemalige Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert mehr Anstrengungen, um bislang skeptische Bürger davon zu überzeugen, sich impfen zu lassen. Im Moment warteten zwar noch viele Impfwillige auf Termine, bald aber würden sie alle geimpft sein. "Und dann kommen wir an den Punkt, wo wir auch diejenigen noch stärker ansprechen müssen, die noch überlegen, die noch eher ablehnend sind oder die sagen, ich bin da noch nicht so richtig informiert drüber", sagt Giffey im "Frühstart" von ntv. Es sei jetzt Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit nötig.

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+++ 08:58 Lauterbach erwartet Probleme durch Delta-Variante im Herbst +++
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass die sogenannte Delta-Variante im Herbst wieder für mehr Ansteckungen in Deutschland sorgen wird. "Ich bin ganz sicher, dass wir in Deutschland auch noch die Delta-Variante bekommen werden", sagte Lauterbach am Dienstagabend in der Fernsehsendung "rbb Spezial". Bisher tritt die aus Indien stammende Variante in Deutschland nur in geringem Maße auf. Eine neue Studie der Oxford-Universität zeige, dass die Saisonalität dieser Variante deutlich ausgeprägter sei als ursprünglich angenommen: Im Sommer sei das Risiko, sich damit anzustecken, viel geringer, erklärte Lauterbach. Sie sei aber deutlich ansteckender, führe zu einem schwereren Verlauf, und sei zum Teil resistent gegen die Erstimpfung. "Aber ich hoffe, dass dann bei uns eben schon so viele doppelt geimpft sein werden, dass es keine so große Welle mehr gibt."

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+++ 08:40 Nur noch drei deutsche Regionen reißen Obergrenze +++
Die Infektionslage in Deutschland entspannt sich zusehends: Nach dem aktuellen Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) befinden sich nur noch drei Regionen über der Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Dazu zählen die bayerische Stadt Schweinfurt (Inzidenz: 84,2), der Landkreis Lindau am Bodensee (58,6) und Tuttlingen in Baden-Württemberg (57,5). Am gestrigen Dienstag lagen noch 5 der 412 vom RKI ausgewiesenen Regionen über der 50er Grenze.

+++ 08:17 Furcht vor Virus-Varianten: Einreise-Regeln bleiben noch Monate bestehen +++
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen die Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland bis Mitte September beibehalten. Das geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Beschlussvorlage für die Beratungen im Tagesverlauf hervor. "Diese Regelung soll mindestens bis zum Ende der Sommerferien in allen Ländern, also bis Mitte September, beibehalten werden", heißt es mit Blick auf die Urlaubssaison. Hintergrund ist vor allem die Sorge vor dem Einschleppen von Virus-Varianten. Die unterschiedlichen Quarantäneregeln für Einreisen aus Risikogebieten, Hochrisikogebieten und Virus-Variantengebieten werden bestätigt. Zudem wird eine zweite negative Testung nach fünf bis sieben Tagen nach der Einreise erwähnt. Im Straßenverkehr und bei Bahn-Verbindungen aus ausländischen Risikogebieten soll es im Sommer "im grenznahen Bereich verstärkt stichprobenhafte Kontrollen" geben. Grenz-Bundesländer sollen Testmöglichkeiten an Bahnhöfen und Raststätten anbieten, für die der Bund die Kosten übernimmt.

+++ 08:06 Corona-Warn-App feiert einjährigen Geburtstag +++
Kurz nach ihrem Debüt entlastet sie die völlig überforderten Gesundheitsämter. Als sie gerade in Vergessenheit zu geraten droht, kommt der Impfpass. Seit einem Jahr ist die Corona-Warn-App als Allzweckwaffe gegen die Pandemie im Einsatz. Doch nach wie vor gibt es Bedenken.

+++ 07:57 Mehr Gewalt gegen Bahnbeschäftigte im Krisen-Jahr 2020 +++
Die Gewalt gegen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter hat im Corona-Jahr 2020 zugenommen. Es gab 2070 Gewaltdelikte gegen Zugbegleiter und andere Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter - 421 mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Im Jahr 2021 waren es allein in den ersten vier Monaten bereits 744 Gewalttaten. Die Antwort beruht auf Daten der Bundespolizei. "Gewalt gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn ist vollkommen inakzeptabel", sagt die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte. 2020 habe die Gewaltneigung bei Fahrgästen trotz sinkenden Fahrgastaufkommens zugenommen. "Den Bahnbeschäftigten wurden mit der Durchsetzung der Maskenpflicht faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet."

+++ 07:36 Stürmer: "Öffnen Delta-Variante Tür und Tor" - Streeck befürwortet Lockerungen +++
Ohne Maske durch die Einkaufspassagen bummeln, am Abend mit Freunden tanzen gehen - was klingt wie Freizeitgestaltung von 2019, ist nun mancherorts wieder möglich. Aufgrund der niedrigen Inzidenzen treten immer mehr Lockerungen in Kraft. Hendrik Streeck begrüßt den Schritt.

+++ 07:07 Landkreise wollen Impfzentren behalten +++
Der Deutsche Landkreistag kann sich eine Beibehaltung der Impfzentren vorstellen. "Derzeit haben die Impfzentren die wichtige Aufgabe einer breiten Impfung der Bevölkerung. Daher sollte man sie nicht schließen, bevor wir ein ordentliches Impfniveau erreicht haben", sagt Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages, "Rheinischen Post". "Bislang können wir noch nicht genau absehen, ob wir die Zentren nicht möglicherweise doch über den 30.9.2021 hinaus brauchen." Die Entscheidung liegt bei den Ländern, der Landkreistag mahnt eine rasche Entscheidung an: "Wenn man tatsächlich Ende September schließen will, dann müssen rechtzeitig die Bedingungen dafür feststehen", so Sager. Die Kommunen bräuchten schnellstmöglich Klarheit, um die Verträge entsprechend zu gestalten.

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+++ 06:58 Zahl der Neuinfektionen in den USA geht weiter zurück +++
In den USA sinkt die Zahl der an einem Tag erfassten Neuinfektionen weiter. Mit 10.889 neuen Fällen am Dienstag meldeten die Behörden rund 4000 weniger als vor genau einer Woche, wie aus den Daten der "New York Times" hervorgeht. Fast 44 Prozent der Bevölkerung sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC bisher vollständig geimpft. Auch die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion sank in den vergangenen 14 Tagen um rund zehn Prozent. Zuletzt wurden 389 weitere Todesopfer gemeldet. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang knapp 33,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, knapp 600.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen - aber nicht relativ zur Bevölkerung - sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

+++ 06:35 Ärztevereinigung: Impfung auch bei Hitze möglich +++
Hitze ist kein Hinderungsgrund für eine Corona-Impfung. Das erklärt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Hessen auf Anfrage. Es gebe keine Studien, die darauf hinweisen würden, dass die Impfung zu Kreislaufproblemen führe, sagt KV-Sprecher Karl Matthias Roth. Auch die Lagerung und Kühlung der Impfstoffe sei sichergestellt. Das für die Impfkampagne in Hessen zuständige Innenministerium verweist auf die Möglichkeit zur ärztlichen Beratung auch in den Impfzentren, bei der Fragen zum Thema Hitze geklärt werden könnten. Zudem könne man dort nach der Spritze zunächst im Wartebereich Platz nehmen, um sich zu erholen und sicherzustellen, alles gut verkraftet zu haben.

+++ 06:04 Ministerpräsident Hans: "Als Erstes eine Erleichterung für Kinder und Jugendliche auf den Weg bringen" +++
Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans setzt bei der Lockerung der Maskenpflicht als Erstes bei Minderjährigen an. "Uns war wichtig, als Erstes eine Erleichterung für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen, die derzeit bei heißen Temperaturen mit Masken im Unterricht sitzen", sagt Hans dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Im Saarland sind die Schülerinnen und Schüler ab Donnerstag von der Maskenpflicht im Unterricht befreit. Durch die bestehende Testpflicht sei eine zusätzliche Sicherheit gegeben, betont Hans. Zu weiteren möglichen Lockerungen sagt der CDU-Politiker: "Bei weiter sinkenden Infektionszahlen wird es in verschiedenen Bereichen, insbesondere im Außenbereich, zu Lockerungen der Maskenpflicht kommen. Solange aber die Pandemie nicht stärker unter Kontrolle ist, kann noch nicht überall gelockert werden, denn insbesondere auf engem Raum, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, sowie in geschlossenen Räumen ist die Maske weiterhin ein wichtiges Hilfsmittel, um andere und sich selbst zu schützen."

+++ 05:13 Bundesweite Inzidenz sinkt auf 13,2 +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken und liegt nun bei 13,2 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 1455 Neuinfektionen sowie 137 Todesfälle gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche waren noch 3254 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 21.

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Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:35 Sars-CoV-2 wird nicht mehr verschwinden - Experten fordern dauerhaftes Überwachungssystem +++
Das Coronavirus Sars-CoV-2 wird bleiben, selbst wenn einmal der Großteil der Weltbevölkerung geimpft sein sollte - davon geht inzwischen die Mehrheit der Experten aus. Darum wird es wichtig sein, den Erreger dauerhaft zu überwachen - um Impfstoffe anpassen zu können und Ausbreitungswellen früh zu bemerken. Da es sich um ein globales Problem handle, sei eine internationale Struktur nötig, sagt Isabella Eckerle, Leiterin der Forschungsgruppe Emerging Viruses an der Universität Genf. "Besonders jene Regionen, in denen der Zugang zu Impfstoffen limitiert ist und die noch lange auf eine Durchimpfung der Bevölkerung warten müssen und in denen gleichzeitig weitgehend unkontrollierte Viruszirkulation stattfindet, stellen Risikogebiete für neue Varianten dar." In die Überwachung müssten auch Nutz- und Wildtierpopulationen eingeschlossen werden. Ein Vorbild könne das Influenza-Überwachungssystem für die jährlichen Grippewellen sein, sagt Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel. "Hier besteht seit Jahren ein globales Netzwerk, das Influenzaviren sammelt und Inzidenzen misst." Alle sechs Monate gebe es eine Empfehlung für die Zusammensetzung des Grippe-Impfstoffs.

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+++ 03:50 Schon 52 Corona-Fälle bei der Copa América +++
Zwei Tage nach dem Auftakt der Copa América gibt es bei dem südamerikanischen Kontinentalturnier bereits Dutzende Corona-Fälle. 52 Fußballspieler und Mitarbeiter seien positiv getestet worden, berichtete die Sportzeitung "Lance" unter Berufung auf das brasilianische Gesundheitsministerium. Allein in der venezolanischen Delegation hatten sich zuletzt rund ein Dutzend Spieler und Mitarbeiter infiziert. Das südamerikanische Kontinentalturnier war erst von wenigen Wochen nach Brasilien verlegt worden, nachdem Argentinien wegen der zweiten Corona-Welle als Ausrichter abgesprungen war.

+++ 03:03 Grönland stellt Flugverkehr ein +++
Nach neuen Infektionen im relativ coronafreien Grönland sind alle Flüge aus der Hauptstadt Nuuk eingestellt worden. Schiffe dürfen den Hafen nicht mehr verlassen. Zuvor waren auf der weltweit größten Insel mindestens sechs neue Fälle entdeckt worden. Bis zu 200 Menschen, die mit den Infizierten Kontakt hatten, sollen nun getestet werden. Grönland zählt zum dänischen Königreich, ist aber weitgehend autonom. Monatelang hatten es die Menschen dort geschafft, das Virus bis auf wenige Fälle fernzuhalten. Wie lange Flugzeuge nun aufs Neue am Boden bleiben müssen, ist noch unklar. Nach Regierungsangaben wurden seit Beginn der Pandemie auf Grönland 49 Infektionen nachgewiesen. Niemand starb daran.

+++ 02:09 Slowenien beendet den Notstand +++
Slowenien lässt nach acht Monaten am Donnerstag den Notstand auslaufen. Damit werden auch die meisten verbliebenen Einschränkungen entfallen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Das Land mit zwei Millionen Einwohnern meldete zuletzt 112 Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle. Etwa 45 Prozent der Erwachsenen haben mindestens eine Impfdosis erhalten, bei 32 Prozent ist die Impfung abgeschlossen.

+++ 00:57 EU nimmt die ersten 20 Milliarden Euro über Corona-Anleihe auf +++
Für die europäischen Corona-Hilfen hat die EU-Kommission die ersten 20 Milliarden Euro am Kapitalmarkt aufgenommen. Dafür wurden zehnjährige Anleihen platziert, teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. "Ich freue mich, dass dies sehr großes Interesse geweckt hat. Die Anleihe war sieben Mal überzeichnet." Die Konditionen seien mit weniger als 0,1 Prozent Zinsen sehr günstig. Insgesamt würden dieses Jahr 100 Milliarden Euro aufgenommen. Die EU hatte im vergangenen Jahr ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro beschlossen. Das Geld soll helfen, die wirtschaftlichen Schäden durch die Pandemie zu bewältigen. Finanziert wird dies über Schulden, die bis 2058 gemeinsam getilgt werden sollen.

+++ 00:10 Dritte Welle rollt an: Südafrika verschärft Restriktionen +++
Als Reaktion auf ein deutliches Anziehen der Infektionszahlen verschärft Südafrika erneut seine Restriktionen. Präsident Cyril Ramaphosa kündigt in einer TV-Rede an die Nation eine Heraufstufung auf die Alarmstufe drei an. Sie sieht Beschränkungen bei Versammlungen, beim Alkoholverkauf sowie nächtliche Ausgangsbeschränkungen vor. "Wir müssen schnell und entschlossen handeln", warnt Ramaphosa. Südafrika verzeichnet seit Pandemie-Beginn mehr als 1,76 Millionen Corona-Fälle, mehr als 58.000 Infizierte starben. Das Land kämpft zudem mit Problemen bei der Impfkampagne. Am Wochenende erklärte die Regierung, zwei Millionen Dosen des Johnson&Johnson-Vakzins nicht zur Verimpfung freizugeben. Hintergrund ist eine Produktionspanne in einem US-Werk.

+++ 23:08 Viele Hamburger können Impfzertifikat direkt herunterladen +++
In Hamburg stellen Apotheken seit dieser Woche bei Vorlage der schriftlichen Impfbestätigung das digitale Impfzertifikat aus. Wer im Impfzentrum geimpft wurde, muss den Weg in eine Apotheke aber nicht antreten, sondern kann sich das Zertifikat direkt herunterladen, teilt die Sozialbehörde der Hansestadt mit. Dafür wurde ein Online-Service eingerichtet, der ab sofort zur Verfügung steht. Über die Internetseite www.panex-impfzertifikat.de können Hamburger ihr Impfzertifikat herunterladen. Das gilt sowohl für bereits erfolgte Schutzimpfungen wie auch für noch anstehende Termine. Zur Identifikation müssen neben den Angaben zur Person die Nummer der Impfbestätigung sowie die Chargen-Nummer des Impfstoffes eingegeben werden.

+++ 22:20 NRW: Keine Hinweise auf Intensivbetten-Betrug +++
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat bislang keine Belege dafür gefunden, dass Krankenhäuser falsche Angaben zur Auslastung der Intensivbetten gemacht haben, um höhere Ausgleichszahlungen zu erhalten. 70 Krankenhäuser, bei denen sich "Auffälligkeiten im Meldeverfahren" gezeigt hätten, seien überprüft worden, sagte ein Ministeriumssprecher dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Nach dem aktuellen Stand der Auswertung sei "kein systematisches Fehlverhalten von Krankenhäusern festgestellt" worden. Der Bundesrechnungshof hatte in einem Bericht "eine massive Überkompensation aus Steuermitteln" bei Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser festgestellt.

+++ 21:50 Mallorca verlegt Sperrstunde auf zwei Uhr +++
Die Party-Insel Mallorca nähert sich im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer mehr der Normalität. Die Sperrstunde für Gastronomiebetriebe und Nachtlokale wird ab Samstagabend auf der spanischen Insel und den anderen Balearen Ibiza, Menorca und Formentera von bisher Mitternacht auf zwei Uhr morgens verlegt. Die neuen Regeln wolle man am Freitag offiziell beschließen, sagte der Sprecher der Regionalregierung, Iago Negueruela. Zudem werden ab Samstag andere Einschränkungen gelockert: In den Außenbereichen von Restaurants, Bars und Cafés dürfen statt wie bisher zehn künftig zwölf Personen an einem Tisch Platz nehmen.

+++ 21:20 Alle Altersklassen mit sinkenden Werten +++
Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut in allen Altersgruppen. Bei den Über-80-Jährigen liegt sie mittlerweile bei 5,7 gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in der letzten Woche besonders niedrig. Am höchsten sind die Werte in der Gruppe der Kinder bis 14 Jahren (26,8) und der 15- bis 34-Jährigen (24,6).

+++ 20:50 Fünf Bundesländer mit nur einstelliger Inzidenz +++
In allen 16 Bundesländern ist die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner weiter gesunken. Fünf Bundesländer melden nur noch einstellige Inzidenzen: Am niedrigsten ist sie in Mecklenburg-Vorpommern (4,3), Brandenburg (6,2), Sachsen-Anhalt (6,7), Schleswig-Holstein (7,0) und Niedersachsen (8,5). Die höchsten Raten weisen das Saarland (20,5), Hessen (19,0) und Baden-Württemberg sowie Bayern auf (beide 18,8).

+++ 20:20 Deutschland meldet 900 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.716.903 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 899 neue Fälle hinzu. Das ist rechnerisch ein Rückgang von 959 Fällen im Vergleich zur Vorwoche, was einem Minus von 51,6 Prozent entspricht. Allerdings wird die Anzahl der Neuinfektionen durch eine Datenkorrektur aus Brandenburg leicht nach unten verzerrt. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 121 auf 90.000. Das sind genauso viele wie am vergangenen Dienstag. Als aktuell infiziert gelten rund 41.200 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,65 angegeben (Vortag: 0,83). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,72 (Vortag: 0,77). Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in Deutschland sinkt weiter deutlich. Wie aus dem aktuellen DIVI-Intensivregister hervorgeht, werden in deutschen Kliniken derzeit 1210 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Im Vergleich zum Vortag ist das ein Rückgang um 70 Patienten. 825 Menschen müssen invasiv beatmet werden, das sind 44 weniger als am Tag zuvor. Insgesamt sind den Angaben zufolge noch 4467 Betten in den deutschen Kliniken frei. Der Anteil freier Kapazitäten liegt derzeit bei 18,2 Prozent.

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Quelle: ntv.de, fzö/ino/dpa/AFP/rts

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