Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:10 Moskau öffnet Eislaufbahnen +++

Trotz massiv steigender Corona-Zahlen in Russland sind in der Hauptstadt Moskau Schlittschuhbahnen in die Wintersaison gestartet. Mehr als 20.000 Quadratmeter groß ist die Eisfläche etwa auf dem riesigen Ausstellungsgelände WDNCh, wie die Veranstalter mitteilten. Auch in vielen anderen Parks der Metropole können die Moskauer in den nächsten Wochen Eislaufen. Wegen der Corona-Pandemie seien die Regeln aber verschärft worden, hieß es. So können Tickets nur noch online gekauft werden, um einen Andrang vor den Kassen zu vermeiden und die Zahl der Schlittschuhläufer zu steuern. Vor Betreten der Eisbahn wird die Temperatur gemessen. Wer Fieber hat, wird nicht aufs Eis gelassen. Mund-Nasen-Schutz muss demnach aber nur in der Umkleidekabine getragen werden. Am Samstag meldeten die russischen Behörden 27 100 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. In Moskau waren es 7320. Innerhalb eines Tages starben landesweit 510 Menschen mit dem Virus.

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Nach dem Fiebermessen offen: Eisstadion in Moskau.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 15:35 Mehr als 1300 Briten bekommen falsch positives Ergebnis +++
In Großbritannien ist mehr als 1300 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnis ausgestellt worden. 1311 Bürgern aus mehr als 100 Kommunen, die sich zwischen dem 19. und 23. November hätten testen lassen, sei ein positives Ergebnis ausgestellt worden, das jedoch ungültig sei, teilte die britische Gesundheitsbehörde mit. Es habe Probleme mit den verwendeten Chemikalien gegeben. Die Betroffenen würden benachrichtigt und sollten sich einem weiteren Test unterziehen. Es ist nicht die erste Panne des britischen Test- und Nachverfolgungssystems: Im Oktober waren Tausende positive Fälle zunächst nicht in die Statistik eingegangen, da sie nicht korrekt in eine Excel-Tabelle übertragen worden waren. Mittlerweile zählt Großbritannien mehr als 1,5 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Bei mehr als 72.000 Todesfällen ist Covid-19 auf dem Totenschein vermerkt.

+++ 14:50 Klinik in Neukölln vor Aufnahmestopp +++
Eines der größten Krankenhäuser Deutschlands steht wegen hoher Corona-Auslastung vor einem Aufnahmestopp. Laut "Tagesspiegel" soll das Vivantes-Krankenhaus in Berlin-Neukölln, dessen hochfrequentierte Notaufnahme zu den wichtigsten der Hauptstadtregion zählt, bei den Rettungsdiensten abgemeldet werden - Feuerwehr und Krankentransporter müssten dann andere Kliniken anfahren. Die Zeitung berief sich dabei auf Klinikkreise. Eine Sprecherin des landeseigenen Vivantes-Konzerns bestätigte dem Blatt, dass ein Stopp der Patientenaufnahme erwogen werde. Insgesamt stünden in Berlin, auch in anderen Vivantes-Kliniken, aber noch Intensivbetten zur Verfügung, hieß es. In der Neuköllner Vivantes-Klinik seien etwa 85 Prozent der 1200 Betten belegt, berichtete der "Tagesspiegel" aus der Ärzteschaft. Wegen Dutzenden vom Coronavirus betroffenen Patienten lasse sich das Krankenhaus aber kaum "voller" machen, hieß es.

*Datenschutz

+++ 14:15 Streit um Impf-Reihenfolge: Irritation über Merkel +++
Die Aussicht auf die ersten Corona-Impfstoffe heizt die Debatte darüber an, wer in Deutschland zuerst geimpft werden soll. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warf Gesundheitsminister Jens Spahn vor, falsche Erwartungen zu wecken. Irritierend seien zudem Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die geplante Reihenfolge zu ändern, sagte Vorstand Eugen Brysch am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission hatten am 9. November empfohlen, dass Ältere und Vorerkrankte in die vorrangig zu priorisierende Personengruppe gehören sollen. Dies solle besonders in Pflegeheimen mit vielen Kontakten gelten. Zu einer zweiten bevorzugten Gruppe sollen demnach Gesundheits- und Pflegebeschäftigte gehören. Darüber hinaus seien unter anderem Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrer prioritär zu schützen. Erwartet wird, dass es zunächst zu wenige Impfdosen gibt. Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag nun aber gesagt: "Wir haben verabredet, dass diese Impfstoffe dann den Menschen angeboten werden, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten, und sie als Erste Zugriff darauf haben."

+++ 12:32 Masken-Verweigerer greifen Polizisten an +++
Ein Streit über die Einhaltung der Corona-Auflagen zwischen Polizisten und Feiernden ist in der Erfurter Innenstadt in der Nacht zum Samstag eskaliert. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben sieben Verdächtige in Gewahrsam. Sie erstattete Anzeigen wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Verstoßes gegen die Corona-Auflagen. Die Verdächtigen gehörten demnach zu einer Gruppe von rund 25 Menschen, die am Abend an einer Straße ohne Masken und ohne Einhaltung des Abstands gefeiert und Alkohol getrunken hatten. Als Einsatzkräfte die Feiernden über die "einzuhaltenden Schutzmaßnahmen belehren" wollten, seien sie aus der Gruppe heraus angegriffen worden. Es hätten weitere Polizeibeamte hinzugezogen werden müssen. Ein Großteil der Gruppe habe flüchten können, hieß es weiter. Die sieben Festgehaltenen seien zwischen 18 und 37 Jahre alt. Sie seien allesamt bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

+++ 11:45 Belgien kritisiert geplante Lockerungen zu Weihnachten +++
Belgiens Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke kritisiert die in Deutschland geplanten Lockerungen der Corona-Regeln über Weihnachten. "Wenn es etwas gibt, was das Virus mag, dann sind das Feste, vor allem mit wechselnden Teilnehmern, das müssen wir unbedingt vermeiden", sagte Vandenbroucke am Freitagabend nach einem Bericht der Agentur Belga. "Deshalb finde ich, dass unsere Nachbarländer nicht das tun, was angebracht wäre."

Ministerpräsident Alexander De Croo hatte von Reisen in rote Zonen im Ausland abgeraten und Kontrollen an den belgischen Grenzen angekündigt, ob Einreisende das vorgeschriebene Formular ausgefüllt haben. Anschließend soll stichprobenartig geprüft werden, ob die geforderte Quarantänezeit eingehalten wird. "Wir sehen, dass sich die Zahlen in unserem Land gut entwickeln", sagte De Croo. "Das Letzte, was wir wollen, ist, das Virus wieder nach Belgien zu importieren."
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+++ 11:08 Merkel: "Haben ein großes Stück des Weges zurückgelegt" +++
Kanzlerin Angela Merkel spricht den Bürgerinnen und Bürgern Mut zu. "Wir haben ein großes Stück des Weges zurückgelegt", sagt die CDU-Politikerin in ihrem wöchentlichen Video-Podcast zur Corona-Krise. Seit dem Beginn der Verbreitung des Coronavirus habe sich viel getan, so Merkel. Noch zu Jahresanfang habe man es mit einem völlig unbekannten Virus zu tun gehabt. "Heute wissen wir so viel mehr über die Wege der Infektion, über die Möglichkeiten sich zu schützen, über Symptome und Behandlungswege." Impfstoffe würden in Rekordzeit entwickelt. "Wir können annehmen, dass ein oder mehrere Impfstoffe nicht am Sankt Nimmerleinstag, sondern in absehbarer Zeit zur Verfügung stehen können." Das liege am "großartigen Forschergeist" der Menschen.

+++ 10:37 Inzidenz-Wert im Kreis Hildburghausen fällt unter 600 +++
Im Thüringer Corona-Hotspot-Landkreis Hildburghausen fällt der Inzidenz-Wert wieder unter die Marke von 600. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche bei 595 (Vortag: knapp 630). Der Wert ist damit erstmals seit längerem nicht weiter gestiegen, sondern hat sich etwas abgeschwächt. Dennoch leuchtet der Südthüringer Kreis an der bayerischen Landesgrenze auf der Corona-Karte des RKI weiterhin als einzige Region in Deutschland pink.

+++ 10:14 Niedersachsens Finanzminister lehnt Corona-Soli ab +++
Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers spricht sich gegen einen Corona-Soli aus. Er halte dies "nicht für zielführend", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Dagegen plädiert Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil von der SPD für einen Corona-Soli, um zusätzliche Gesundheitskosten in der Pandemie abzufedern. Hilbers äußert sich auch skeptisch zum Vorstoß von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus, dass ab Januar die Länder sich an den Kosten für Schließungen etwa der Gastronomie beteiligen müssten. "Wir zahlen erheblich. ... Auch wir Länder engagieren uns." Keine Ebene dürfe sich auf Kosten einer anderen sanieren.

+++ 08:54 Strenge Ausgangsbeschränkungen in Passau gelten +++
Angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen gelten in Passau nun strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper am Freitag angekündigt hatte. Passauer dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Die Stadt verordnet Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist. Passau hatte am Freitag einen Corona-Inzidenzwert von knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Frühestens bei dem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten die Beschränkungen wieder gelockert werden, sagte Dupper.

+++ 08:20 Ukraine überschreitet Marke von 700.000 Infektionen +++
In der Ukraine übertrifft die Zahl der nachgewiesenen Infektionen die Marke von 700.000. Binnen 24 Stunden seien 16.294 Neuinfektionen gemeldet worden, teilt Gesundheitsministers Maksym Stepanow mit. Insgesamt seien damit 709.701 Fälle registriert. Die Zahl der Menschen, die mit oder an dem Virus starben, steigt um 184 auf 12.093.

+++ 06:36 Zusammenkünfte in L.A. für mindestens drei Wochen untersagt +++
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen untersagen die Behörden in der US-Großstadt Los Angeles vorübergehend Zusammenkünfte von Menschen aus verschiedenen Haushalten. Die Anordnung trete ab Montag für mindestens drei Wochen in Kraft und betreffe öffentliche wie auch private Versammlungen, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Bis zum 20. Dezember werde den Anwohner empfohlen, "so viel wie möglich zu Hause zu bleiben", hieß es in einer Erklärung. Demnach sind Gottesdienste und Demonstrationen von dem Verbot jedoch ausgenommen, da es sich dabei um "verfassungsmäßig geschützte Rechte" handele. Los Angeles überschritt in dieser Woche die Marke von 4.500 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Insgesamt starben in der zweitgrößten Stadt der USA mehr als 7.600 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

+++ 05:35 Brinkhaus zweifelt an Lockerungen zu Silvester +++
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus befürchtet, dass die jüngsten Beschlüsse zur Eindämmung des Coronavirus noch einmal verschärft werden müssen. "Da steckt viel Gutes drin. Aber ich habe Zweifel, dass sie ausreichen, um die Corona-Welle nachhaltig zu brechen", sagte er der "Passauer Neuen Presse". So sei es zum Beispiel sehr ehrgeizig, schon jetzt für Weihnachten und Silvester Lockerungen zu versprechen. Fraglich sind aus Sicht von Brinkhaus vor allem, ob die geplanten Lockerungen über die Feiertage auch für Silvester gelten sollten. "Silvester ist vor allem Party - das ist auch wichtig, aber nicht so wichtig wie Weihnachten. Wir dürfen nicht durch eine ausgelassene Partynacht einreißen, was zwei Monate lang hart erarbeitet wurde", sagte er. Auch bei der Strategie für die Schulen sei noch Luft nach oben: "Womöglich muss man im Dezember noch einmal nachschärfen."

+++ 05:02 Altmaier hält längeren Lockdown für möglich +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält eine Verlängerung des Lockdowns bis ins Frühjahr des kommenden Jahres für möglich. "Wir haben drei bis vier lange Wintermonate vor uns", sagte er der "Welt". "Deshalb kann man leider keine Entwarnung geben: Es kann sein, dass die Beschränkungen auch in den ersten Monaten 2021 bestehen bleiben." Solange man in großen Teilen Deutschlands einen Inzidenzwert von über 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner sehe, sei die Pandemie nicht unter Kontrolle. "Für mich war aber von Anfang an klar, dass es so lange Einschränkungen geben muss, wie die Zahl der Neuinfektionen über einem zumutbaren Niveau liegt", so der Minister weiter. "Das ist keine willkürliche Entscheidung, sie orientiert sich an der Leistungsfähigkeit der Gesundheitsbehörden und Krankenhäuser."

+++ 04:33 Schäuble: Wird keine Impfpflicht geben +++
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble schließt eine Impfpflicht aus. "Wir brauchen die Bereitschaft der Menschen, sich impfen zu lassen", sagt der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" laut Vorabbericht. "Aber eine Impfpflicht wird es nicht geben. Das will niemand, der Verantwortung trägt." Schäuble zeigt sich zuversichtlich, dass schon bald verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. "Und so werde ich wie viele andere vermutlich relativ bald in Abwägung der Risiken und möglicher Nebenwirkungen sagen können: Ja, ich bin froh, wenn ich die Impfung bekommen kann."

+++ 03:50 Österreich will Milliarden für geschlossene Skigebiete +++
Österreich pocht auf Kompensationszahlungen, sollte die EU-Kommission einen europaweiten Verzicht auf Skiurlaub empfehlen. Für eine Schließung von Skigebieten bis zum 10. Januar setzt sich etwa die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ein. "Der aktuelle Vorschlag bedeutet für Österreich empfindliche wirtschaftliche Einbußen", sagte der österreichische Finanzminister Gernot Blümel der "Welt". "Ausgehend vom Umsatzersatz, wie er bei uns bereits in Auszahlung ist, sind das zwei Milliarden Euro. Wenn die EU eine Vorgabe macht, dass die Skigebiete geschlossen bleiben müssen, erwarten wir uns Kompensationszahlungen. Das kann entweder eine Reduktion des österreichischen Mitgliedsbeitrages um diesen Betrag oder mehr Geld aus dem Wiederaufbaufonds sein."

+++ 02:55 Bischof Bätzing regt Corona-Gedenktag an +++
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, plädiert für einen bundesweiten Corona-Gedenktag. "Es wäre ein Tag für das Gedenken an die vielen Corona-Toten. Aber vor allem ein Zeichen der Zuversicht dafür, dass wir die Pandemie und andere Krisen mit vereinten Kräften überwinden können", sagte der Limburger Bischof der Funke Mediengruppe. Als denkbaren Termin nannte er den Beginn der geplanten Impfungen gegen das Coronavirus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte Anfang September eine offizielle Gedenkstunde für die Corona-Opfer in Deutschland ins Gespräch gebracht, um die Hinterbliebenen in ihrer Trauer nicht alleinzulassen.

+++ 02:25 Montgomery fordert fünftägige Quarantäne für Urlauber +++
Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat in der Debatte um Skiurlaube strenge Regeln für alle Reiserückkehrer angemahnt. "Wer jetzt noch meint, trotz hoher Infektionszahlen in den Skiurlaub fahren zu müssen, sollte ganz klar wissen, dass er danach in Quarantäne gehört", sagte er der "Rheinischen Post". Weiter sagte er: "Alle Reiserückkehrer aus EU-Ländern und Drittstaaten sollten in jedem deutschen Bundesland zu einer mindestens fünftägigen Quarantäne verpflichtet werden". Nun helfen "nur noch allgemeine und harte Regeln, ohne Ausnahmen in einzelnen Ländern. Und natürlich muss man das auch kontrollieren und testen."

+++ 01:50 Los Angeles verschärft Teil-Lockdown +++
Für die rund zehn Millionen Einwohner des Bezirks Los Angeles im US-Westküstenstaat Kalifornien werden mit Beginn der neuen Woche noch strengere Corona-Auflagen gelten. Alle Bürger werden aufgefordert, "so viel wie möglich zuhause zu bleiben", wie es in einer Verfügung vom Freitag hieß. Wer sein Haus verlasse, müsse jederzeit eine Maske tragen, die Mund und Nase abdecke. Alle öffentlichen und privaten Versammlungen mit Menschen aus einem anderen Haushalt sind verboten. Ausnahmen gelten nur für Gottesdienste und Demonstrationen, die von der Verfassung besonders geschützt sind. Die neuen Auflagen sollen zunächst für drei Wochen gelten. Restaurants und Bars dürften auch weiterhin nur Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten, hieß es. In Geschäften gelten zudem Obergrenzen für die Auslastung. In Supermärkten etwa dürfen demnach nur gut ein Drittel der normalerweise maximal zugelassenen Kunden einkaufen, in Einkaufszentren sogar nur ein Fünftel. Der Bezirk Los Angeles, zu dem auch die gleichnamige Stadt gehört, meldete zuletzt pro Tag im Schnitt 4750 Corona-Neuinfektionen. Knapp 1900 Menschen seien derzeit wegen Covid-19 im Krankenhaus in Behandlung, ein Viertel davon auf Intensivstationen, hieß es.

+++ 01:05 Barmer: 53 Prozent wollen sich impfen lassen +++
53 Prozent der Deutschen wollen sich gegen das Coronavirus impfen lassen, wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Umfrage der Krankenkasse Barmer berichtet. Demzufolge geben 15 Prozent der Befragten an, sich vielleicht impfen zu lassen. Neun Prozent äußern, dies "eher nicht" zu tun. 13 Prozent wollen sich "sicher nicht" impfen lassen. Zehn Prozent der Befragten zeigen sich unentschieden. 42 Prozent äußern die Absicht, ihre Kinder impfen zu lassen.

+++ 23:50 Rotterdams Bürgermeister lässt Geschäfte schließen +++
Rotterdams Bürgermeister Ahmed Aboutaleb hat wegen Überfüllung des Stadtzentrums Geschäfte vorzeitig schließen lassen. Das sei am Abend in Absprache mit den Ladenbesitzern geschehen, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP. Wegen der Verkaufsaktion "Black Friday" seien viele Menschen zum Shoppen gekommen. Appelle, nicht das Zentrum der niederländischen Hafenmetropole aufzusuchen, hätten nicht geholfen. Wie der Sender NOS berichtete, dürfen Geschäfte unter den Corona-Bestimmungen in der Regel bis 20 Uhr geöffnet haben. Die niederländische Regierung hatte Mitte des Monats die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig gelockert. Seit Mitte Oktober gilt ein Teil-Lockdown.

+++ 23:13 Brasilien meldet weitere 514 Corona-Tote +++
In Brasilien steigt die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Corona-Virus um 34.130 auf insgesamt 6,2 Millionen. Das Gesundheitsministerium gibt zudem 514 weitere Todesfälle - damit insgesamt 171.974 - bekannt.

+++ 22:21 Slowakei verlangt Tests von allen Einreisenden +++
Angesichts zuletzt wieder leicht steigender Neuinfektionszahlen will die Slowakei ihre Einreisebestimmungen nachschärfen. Wie Gesundheitsminister Marek Krajci vor Journalisten erklärte, sollen ab 7. Dezember alle Einreisenden einen negativen Test vorweisen oder verpflichtend in Quarantäne gehen müssen. Die Infektionszahlen seien in allen Nachbarländern höher als in der Slowakei, führte Krajci zur Begründung an. Grundsätzlich galt diese Vorschrift zwar schon seit 16. November, doch waren bisher unter anderem Pendler und Studenten ausgenommen, auf die ein großer Teil der täglichen Grenzübertritte entfällt.

+++ 21:28 EU-Kommission genehmigt Finanzhilfen für Jugendherbergen +++
Deutschland darf Jugendherbergen und ähnlichen Einrichtungen in der Corona-Krise finanziell unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte die deutschen Hilfen. Mit dem Geld sollen bis zu 60 Prozent der Einnahmeverluste ausgeglichen werden, die im Zeitraum zwischen dem Beginn des Lockdowns im Frühjahr und dem 31. Juli 2020 entstanden sind. Insgesamt hält der Bund laut Kommission etwa 75 Millionen Euro bereit, allerdings nicht ausschließlich für dieses Hilfsprogramm. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) rechnete im Herbst mit einem Rückgang bei Umsatz und Übernachtungen von 80 bis 90 Prozent für das laufende Jahr.

+++ 20:55 Zahl der Neuinfektionen in Spanien gesunken +++
In Spanien hat sich die Zahl der Neuinfektionen abgeschwächt. Das Gesundheitsministerium meldete 10.853 neue Fälle nach mehr als 12.000 am Vortag. Insgesamt sind nun mehr als 1,63 Millionen Ansteckungen bestätigt. Die 14-Tage-Inzidenz fiel auf 307 pro 100.000 Einwohner und damit auf den niedrigsten Stand seit drei Wochen. Die Zahl Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 294 auf 44.668.

+++ 20:14 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 22.683 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 1.018.226 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 22.683 Neuinfektionen neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 380 auf 15.796. Als aktuell infiziert gelten rund 308.600 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,82 angegeben (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 82 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,90). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 3854 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2301 davon werden beatmet. Rund 5300 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, jpe/jug/bad/rts/dpa/AFP