Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:14 Fast 100 Fälle von mutierten Corona-Varianten in Schweden registriert +++

Die zunächst in England aufgetretene mutierte Variante des Coronavirus ist in Schweden mittlerweile fast 100 Mal nachgewiesen worden. Bislang seien 95 Fälle der britischen Variante registriert worden, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell auf einer Online-Pressekonferenz. Von der aus Südafrika stammenden Virus-Variante gebe es bisher drei Fälle in Schweden. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese mutmaßlich schneller übertragbaren Mutanten häufiger auftreten werden, sei hoch. Insgesamt sei die Zahl der Neuinfektionen im Land deutlich niedriger als zu den schlimmsten Zeiten, sagte Tegnell.

+++ 15:43 Zwei Prozent der Deutschen gegen Corona geimpft +++
Rund einen Monat nach dem Start der Corona-Impfkampagne haben zwei Prozent der Einwohner in Deutschland die erste Dosis erhalten. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurde nun mehr als 1,6 Millionen Menschen das Mittel einmal verabreicht. Je nach Bundesland variiert die Impfquote deutlich.

*Datenschutz

+++ 15:15 Wetzlar: Tod von Seniorin hatte wohl keinen Zusammenhang mit Impfung +++
Der Tod einer 91-jährigen Frau aus Wetzlar, die vergangene Woche nach einer Impfung gegen das Coronavirus verstorben ist, kann nach Angaben des Lahn-Dill-Kreises mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf die Impfung zurückgeführt werden. "Wie mir die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hat, besteht kein Grund zur Annahme, dass das Versterben der Frau mit der Impfung zusammenhängt", erklärte Landrat Wolfgang Schuster. So ergäben laut Bericht weder die Vorgeschichte noch die Obduktionsbefunde einen Anlass zur Annahme einer Impfreaktion.

+++ 14:51 Gerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel in Bayern +++
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Verbot von touristischen Tagesausflügen über einen Umkreis von 15 Kilometern hinaus in Bayern vorläufig gekippt. Die textliche Festlegung eines solchen Umkreises sei nicht deutlich genug und verstoße gegen den Grundsatz der Normenklarheit, entschied das Gericht. Gegen den Beschluss zu einem Eilantrag eines Antragstellers aus Passau gibt es keine Rechtsmittel.

+++ 14:22 Seehofer prüft massive Einschränkung des Flugverkehrs +++
Innenminister Horst Seehofer hat nach Informationen der "Bild"-Zeitung Bundeskanzlerin Angela Merkel Pläne präsentiert, wie man Reisen nach Deutschland drastisch einschränken könnte, um eine weitere Einschleppung der Corona-Mutation zu verhindern. Merkel hatte Seehofer am Wochenende gebeten, mögliche Szenarien zu erarbeiten. In einer internen Schaltkonferenz mit den Landesfraktionschefs der CDU hatte Merkel gesagt: "Ich habe immer wieder gefragt: Warum können wir Reisen nicht verbieten?" Seehofer sagte nach Angaben der "Bild": "Die Gefährdung, die von den Virus-Mutationen ausgeht, verlangt von uns, dass wir auch drastische Maßnahmen prüfen und in der Bundesregierung diskutieren. Dazu gehören deutlich schärfere Grenzkontrollen, besonders an den Grenzen zu Hochrisikogebieten, aber auch die Reduzierung des Flugverkehrs nach Deutschland auf nahezu null, so wie Israel das derzeit auch macht, um die Einschleppung der Virus-Mutation zu verhindern." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 14:10 Söder: Es ist jetzt nicht die Zeit für Lockerungen +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat vor dem Hintergrund sinkender Corona-Zahlen vor überstürzten Lockdown-Lockerungen gewarnt. Die Tendenz bei den Zahlen sei positiv, sagte Söder nach einer Videoschalte des Kabinetts in München. Unter Verweis auf das mutierte Virus warnte Söder "toxisch" wäre eine Verbreitung der Mutation parallel zu einer überstürzten Lockerung. "Wir dürfen jetzt nicht nachlassen, es ist noch nicht vorbei", betonte er. "Es ist nicht die Zeit für Lockerungen." Die Strategie sei komplett richtig, die Maßnahmen wirkten, sagte Söder mit Blick auf die deutlich gesunkene Zahl bayerischer Landkreise und Städte, die noch über den kritischem Wert an Neuinfektionen lägen. Söder mahnte aber, es gebe keinen Anlass zur Entwarnung, man sei noch zu weit vom Zielwert bei den Zahlen entfernt. Niemand wolle einen "Jo-Jo-Effekt".

+++ 13:47 Spahn bekräftigt Forderung nach Exportbeschränkung für Impfstoffe +++
Im Streit um die möglichen Verzögerungen bei der Auslieferung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca (Konzern rudert womöglich zurück, siehe Eintrag 12.57 Uhr) hat Jens Spahn seine Forderung nach einer Exportbeschränkung für in der EU produzierte Impfstoffe bekräftigt. Er sei dafür, "dass Impfstoffe, die die EU verlassen, eine Genehmigung brauchen, damit wir zumindest mal wissen, was hergestellt wird, was Europa verlässt - und wenn es Europa verlässt, ob es dann eine faire Verteilung gibt", sagte der Gesundheitsminister im ZDF. Zu den von Astrazeneca angekündigten Verzögerungen bei der Auslieferung seines Vakzins in die EU sagte Spahn, er könne durchaus verstehen, dass es bei einem solch "komplexen Prozess wie der Impfstoffproduktion auch mal zu Problemen" kommt. Dies müsse dann aber "alle fair und gleich betreffen". Es gehe nicht um "EU First, sondern um Europe's Share, also den fairen Anteil". Spahn betonte, dass die EU Verträge mit Astrazeneca geschlossen habe und den Aufbau von weiteren Produktionskapazitäten bereits vorfinanziert habe.

+++ 13:18 WHO: Moderna-Impfstoff nicht an Schwangere verabreichen +++
Die Weltgesundheitsorganisation hat ihre Empfehlungen für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs des US-Konzerns Moderna veröffentlicht. Demnach sollen zwei Dosen im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden. Unter besonderen Umständen könne der Abstand auch 42 Tage betragen. Nicht eingesetzt werden solle das Vakzin bei Schwangeren - es sei denn, sie arbeiteten im Gesundheitswesen oder seien besonderen Risiko-Bedingungen ausgesetzt.

+++ 12:57 Astrazeneca bietet offenbar schnellere Impfstoff-Lieferung in die EU an +++
Überraschende Wende, womöglich auf Druck der EU? Astrazeneca bietet nach Informationen aus EU-Kreisen an, die Staatengemeinschaft eine Woche früher als bislang geplant mit seinem Impfstoff zu beliefern. Die Lieferungen sollten am 7. Februar beginnen und nicht erst am 15. Februar, sagen EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Keine Klarheit gebe es in der Frage, ob Impfstoff aus Großbritannien in die EU umgleitet werden könne, um hier mehr Vakzin verfügbar zu haben.

+++ 12:38 Von der Leyen: Hersteller von Corona-Impfstoffen "müssen liefern" +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die Hersteller von Corona-Impfstoffen aufgefordert, ihre Lieferverpflichtungen auch zu erfüllen. Europa habe "Milliarden investiert, um die Entwicklung der weltweit ersten Covid-19-Impfstoffe zu unterstützen", sagte sie in ihrer per Video übertragenen Rede für das Weltwirtschaftsforum in Davos. "Und jetzt müssen die Firmen liefern, sie müssen ihre Verpflichtungen einhalten."

+++ 12:05 Gesundheitsministerium stellt Berichte über Astrazeneca klar +++
Das Bundesministerium für Gesundheit kann aktuelle Medienberichte über eine geringere Wirksamkeit des Astrazeneca-Impfstoffs nicht bestätigen. Auf den ersten Blick scheint es vielmehr so, dass in den Berichten zwei Dinge verwechselt wurden, sagte ein Sprecher des Ministerium gegenüber ntv: Rund acht Prozent der Probanden der Astrazeneca Wirksamkeitsstudie waren zwischen 56 und 69 Jahren, nur drei bis vier Prozent über 70 Jahre (MHRA Zulassung Public Assessment Report). Daraus lasse sich laut des Ministeriums aber nicht eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei Älteren ableiten. Derzeit wertet die Europäische Arzneimittelagentur die Studien aus. Bekannt ist laut Ministerium bereits seit dem Herbst, dass in den ersten eingereichten Studien von Astrazeneca weniger Ältere beteiligt waren als bei den Studien anderer Hersteller. Mit dem Ergebnis der Auswertung durch die EMA ist Freitag zu rechnen.

+++ 11:31 Wegen Astrazeneca: Briten wundern sich über deutsche Medienberichte +++
In Großbritannien ist allerdings der Ärger über deutsche Medienberichte groß, denen zufolge das Mittel von Astrazeneca (siehe Eintrag zuvor und Eintrag um 8.23 Uhr) bei Menschen über 65 Jahren nur eine Wirksamkeit von acht Prozent habe. "Keine Ahnung, wo die Zahl herkommt", zitierte das Online-Portal "Politico" aus Regierungskreisen in London. Vielleicht sei die Zahl vertauscht worden: "Acht Prozent ist der Anteil der über 65-Jährigen, die an der Studie teilgenommen haben, aber nicht die Wirksamkeit", so "Politico" weiter. Ein anderer ranghoher Mitarbeiter des Regierungsapparats nannte die Berichte demnach "unbegründet und falsch", eine dritte Quelle betonte, solche Angaben seien eher von der russischen Propaganda erwartet worden als von deutschen Medien. Astrazeneca wies die Berichte als "komplett falsch" zurück.

+++ 10:58 Trotz EU-Ankündigung: London plagen keine Impf-Liefersorgen +++
Trotz der Ankündigung der Europäischen Union, alle Ausfuhren von Corona-Impfstoffen zu erfassen und zu genehmigen, hat die britische Regierung keine Angst vor Lieferengpässen. "Ich bin zuversichtlich, dass der Pfizer-Impfstoff geliefert wird", sagte der zuständige britische Staatssekretär Nadhim Zahawi bei Sky News. Der US-Konzern, der zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech einen Impfstoff entwickelt hat, habe die vereinbarten Lieferungen immer eingehalten. "Sie werden dies auch weiterhin tun", sagte Zahawi. Das Unternehmen habe die gerechte Versorgung der ganzen Welt versprochen. "Ich bin sicher, dass sie an die Europäische Union, das Vereinigte Königreich und an den Rest der Welt liefern werden." Großbritannien hat bei mehreren Unternehmen insgesamt 367 Millionen Impf-Dosen bestellt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen und bis Herbst die gesamte erwachsene Bevölkerung geimpft haben werden", sagte Zahawi. Hintergrund der EU-Ankündigung ist ein Streit mit dem Hersteller Astrazeneca, der vorerst weniger Impfstoff an die EU liefern will als zugesagt.

+++ 10:23 Burgenlandkreis führt Super-Hotspot-Liste an +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bleibt der Burgenlandkreis die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (26. Januar, 0.00 Uhr) weist der Landkreis in Sachsen-Anhalt einen Wert von 389,7 (Vortag: 452,3) neu registrierten Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Dahinter folgen den aktuellen RKI-Angaben zufolge der Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (347,0) und der brandenburgische Landkreis Ostprignitz-Ruppin (323,7). Dabei ist weiterhin zu beachten, dass es laut RKI in einigen Gesundheitsämtern Brandenburgs "zu einem Rückstau bei der Dateneingabe" gekommen sei. Die Rangliste der Super-Hotspots ist deshalb womöglich verzerrt. Den bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert gibt es laut RKI aktuell im ostfriesischen Emden (28,0).

*Datenschutz

+++ 09:51 Zahl der Corona-Toten in den USA steigt auf knapp 421.000 +++
In den USA sind an einem Tag 147.254 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dies geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Der bislang höchste Wert wurde am 2. Januar mit 300.372 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet. Die Zahl der erfassten infizierten Toten binnen 24 Stunden lag am Montag bei 1758. Der Höchstwert war am 12. Januar mit 4462 Toten registriert worden. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 25 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 420.900 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die meisten Infektionsfälle sind bislang im Bundesstaat Kalifornien im Bezirk Los Angeles aufgetreten, zu der auch die gleichnamige Metropole gehört. Dort haben sich nach Angaben der JHU mehr als eine Millionen Menschen mit dem Virus infiziert, 15.200 sind nach einer Infektion gestorben.

+++ 09:24 Altmaier verteidigt sich gegen Kritik wegen schleppender Auszahlung +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat sich gegen Kritik wegen der stockenden Auszahlung der Corona-Hilfen für die Wirtschaft verteidigt. "Wenn wir, wie von mir ursprünglich gewollt, von Anfang an höhere Abschlagszahlungen bei den November- und Dezemberhilfen vorgesehen hätten, hätten wir noch schneller und wirksamer helfen können", sagte er in einem gemeinsamen Interview des "Handelsblatts" mit FDP-Chef Christian Lindner. Aber dagegen habe es Widerstand im Kabinett gegeben. Er verstehe, dass unter Druck stehende Unternehmen Kritik daran übten, dass die Bewilligung von Hilfsgeldern oft einige Wochen dauere. "Von Chaos kann aber nicht die Rede sein", sagte Altmaier. Seit Beginn der Pandemie seien 80 Milliarden Euro an Hilfen an die Wirtschaft geflossen. "Dass es trotzdem Fälle gibt, in denen Hilfe sehr spät kommt, ist ärgerlich und ärgert mich als Wirtschaftsminister am meisten." Lindner übte derweil scharfe Kritik an der verzögerten Auszahlung der Hilfen. In den Ländern gebe es große Unzufriedenheit über das Bundeswirtschaftsministerium, weil die digitale Plattform für die Antragstellung und das Fachverfahren mit Verzug umgesetzt worden seien.

+++ 08:58 Spahn: An diesen Faktoren hängen mögliche Lockerungen +++
Laut Bundesgesundheitsminister Spahn hängt die Frage einer Lockerung der Beschränkungen an vielen Faktoren. Es gebe mehrere Aspekte, die berücksichtigt werden müssten bei der Entscheidung, "ob und wie es mit den Maßnahmen weitergeht", sagt Spahn im ZDF auf die Frage, ob von einer Lockerung ab dem 14. Februar auszugehen sei. So müsse die Zahl der Patienten weiter sinken. Zudem müssten die Fallzahlen in eine Größenordnung gebracht werden, bei der die Gesundheitsämter gut Kontakte nachverfolgen könnten. Auch müsse es gelingen, alle Personen, die in Quarantäne müssten, auch tatsächlich in Quarantäne zu bringen und dies auch zu kontrollieren, "damit da nicht neue Ausbruchsherde entstehen".

+++ 08:23 Astrazeneca: Berichte über schwachen Impfschutz bei Senioren falsch +++
Der Pharmahersteller Astrazeneca hat Berichte über eine sehr geringe Wirksamkeit seines Impfstoffs bei Senioren zurückgewiesen. Berichte, dass das Mittel bei Menschen über 65 nur eine Wirksamkeit von acht Prozent habe, seien "komplett falsch", teilte ein Sprecher mit. Astrazeneca verwies unter anderem darauf, dass die Notfallzulassung der britischen Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) ältere Menschen mit einschließe. Eine Studie habe gezeigt, dass der Impfstoff auch bei Senioren eine starke Immunantwort auslöse. Allerdings heißt es in dieser Studie auch, dass es wegen geringer Fallzahlen noch zu wenig Daten zur Wirksamkeit bei älteren Menschen gebe. Laut einem Bericht des "Handelsblatts" soll der Impfstoff eine Wirksamkeit von nur acht Prozent bei älteren Menschen haben. Die Zeitung bezieht sich dabei auf Koalitionskreise.

+++ 08:02 Eltern von NFL-Legende Brady erkrankten "hundeelend" an Corona +++
Quarterback-Superstar Tom Brady hat zu Saisonbeginn wegen der Corona-Infektionen seiner Eltern sehr gelitten. Das verriet der Vater des 43 Jahre alten Amerikaners, der mit den Tampa Bay Buccaneers den zehnten Einzug in den Super Bowl der National Football League geschafft hat. Ihr Sohn hätte zu der damaligen Zeit vor und nach dem Training per Video mit ihnen telefoniert, schilderte Tom Brady Senior in einem Interview des Senders ESPN. Bradys Vater war nach eigenen Angaben sogar wegen einer Covid-19-Erkrankung für drei Wochen im Krankenhaus gewesen, ihm und seiner Frau sei es "hundeelend" gegangen. Die beiden 76-Jährigen hatten dadurch auch die ersten beiden Saisonspiele ihres berühmten Sohnes für dessen neues Team verpasst. "Es hat mich nicht mal interessiert, ob sie spielen. Es ging um Leben und Tod." Jetzt seien sie gesund, sie seien glücklich und es gehe ihnen gut.

+++ 07:24 US-Demokraten: Corona-Hilfen notfalls per Sonderverfahren durchsetzen +++
Die US-Demokraten wollen versuchen, das angepeilte 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Hilfspaket von Präsident Joe Biden bei Widerstand der Republikaner zumindest in großen Teilen in einem beschleunigten Verfahren durchzubringen. Der Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sagt dem Sender MSNBC, sollten die Republikaner das Vorhaben im Kongress blockieren, werde er auf das Reconciliation-Verfahren zurückgreifen. Dadurch würde die Redezeit im Senat begrenzt und damit die Möglichkeit der Blockade. Außerdem könnten große Teile des Gesetzespakets mit einfacher Mehrheit verabschiedet werden.

+++ 06:39 Städte- und Gemeindebund fordert Perspektive für Lockerung +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine klare Perspektive für eine Lockerung der Corona-Beschränkungen. Nötig sei eine "abgestufte Exit-Strategie aus dem Lockdown", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Infektionszahlen seien zwar noch zu hoch, aber sie gingen zurück. Deshalb sei die Politik gefordert, klarzumachen, ab welchen Werten welche Lockerungen gelten sollten. Das werde regional unterschiedlich sein. Im Vordergrund müssten aber überall die Perspektiven für Kitas und Grundschulen stehen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuletzt erklärt, dass nach dem Lockdown zuerst Schulen und Kitas wieder geöffnet werden müssten. Zugleich warb sie aber trotz der sinkenden Corona-Zahlen eindringlich für den längeren Lockdown, der bisher bis Mitte Februar befristet ist. Man dürfe nicht warten, bis sich neue, besonders ansteckende Varianten des Coronavirus ausbreiteten. "Dann wäre es zu spät, um eine dritte Welle der Pandemie und gegebenenfalls eine noch heftigere als jemals zuvor zu verhindern", warnte sie.

+++ 06:17 Britische Hotelbranche offen für Quarantäne in Hotels +++
In der Debatte um Quarantäne in Hotels für Einreisende aus dem Ausland hat sich die britische Hotelbranche offen für eine solche Regelung gezeigt. Das Gastgewerbe habe sich durch die Krise immer wieder als hilfsbereit erwiesen, etwa bei der Errichtung von Impfzentren oder der Versorgung von systemrelevanten Arbeitskräften, sagte die Chefin des Verbands Hospitality UK, Kate Nicholls, der Deutschen Presse-Agentur. "Auch jetzt sind wir bereit, unseren Part in der nationalen Anstrengung zu übernehmen, diese Krise zu bekämpfen." Angesichts der Bedrohung durch verschiedene Mutationen, die unter anderem in Südafrika und Brasilien aufgetaucht waren, wird in Großbritannien derzeit über eine Verschärfung der Einreise- und Quarantäneregeln diskutiert. Viele Unternehmen der Gastronomie- und Hotelbranche, die im harten Lockdown fast vollständig geschlossen bleiben müssen, kämpfen ums Überleben. Eine Zusammenarbeit mit dem Staat könnte ihnen Erleichterung verschaffen. Teile der Regierung sind Berichten zufolge skeptisch, da ein solches Vorhaben hohe Kosten verursachen würde.

+++ 05:39 RKI meldet 6412 Neuinfektionen und 903 Todesfälle +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Morgen 6412 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 903 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekannt gab. Vergangenen Dienstag hatte das RKI 11.369 Neuinfektionen und 989 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Allerdings enthielten die beiden Werte Nachmeldungen aus Rheinland-Pfalz.


Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 04:27 Zahl der Toten in Mexiko auf mehr als 150.000 gestiegen +++
Als viertes Land der Welt hat Mexiko die Marke von 150.000 bestätigten Todesfällen infolge der Coronavirus-Pandemie überschritten. Nach Statistiken, die das Gesundheitsministerium des Landes meldete, stieg die Gesamtzahl auf 150.273. Den bisherigen Höchststand an Covid-19-Todesopfern, die innerhalb von 24 Stunden gemeldet wurden, hatte das Land vergangenen Donnerstag erreicht: es waren 1803. Viele Krankenhäuser in Mexiko sind derzeit voll.

+++ 03:21 China meldet Rückgang bei Neuinfektionen +++
Chinas Behörden verzeichnen einen Rückgang bei den Neuinfektionen. Insgesamt 82 Fälle seien am Montag bestätigt worden nach 124 am Sonntag, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Insgesamt wurden in Festland-China demnach bisher 89.197 Infektionen registriert. Die Zahl der Todesfälle stieg um eins auf 4.636.

+++ 02:16 Wirtschafts-Lockdown in Irland bis März angepeilt +++
Irlands stellvertretender Ministerpräsident Leo Varadkar plädiert für eine Verlängerung des Lockdowns von weiten Teilen der Wirtschaft bis zum 5. März. Das werde er dem Kabinet am heutigen Dienstag raten, sagt er in einem Gespräch mit dem Sender RTE. Auch Schulen sollen vorerst geschlossen bleiben, wobei diese unter bestimmten Bedingungen im Februar und März nach und nach wieder öffnen könnten. Jede andere Lockerung von Beschränkungen müsse aber "sehr, sehr, sehr langsam" vorgenommen werden.

+++ 01:08 Großbritannien will Plattform zur Erkennung von Mutationen schaffen +++
Zur frühen Erkennung und effektiven Bekämpfung von Virus-Mutationen will Großbritannien eine internationale Plattform schaffen. Die sogenannte New Variant Assessment Platform unter der Federführung der Gesundheitsbehörde Public Health England solle Länder mit geringerer Expertise bei der genetischen Untersuchung positiver Corona-Proben unterstützen, wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock mitteilte.

+++ 23:49 Mexikos kranker Präsident spricht mit Putin über Impfstoff +++
Nach seiner Covid-19-Diagnose hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert und ihn nach Mexiko eingeladen. Bei dem Telefonat ging es vor allem um eine Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch Mexiko. Er habe Putin für die Zusage gedankt, in den kommenden zwei Monaten 24 Millionen Dosen zu schicken, schrieb López Obrador auf Twitter. Am Sonntagabend hatte Mexikos Staats- und Regierungschef bekannt gegeben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war, leichte Covid-19-Symptome habe und medizinisch behandelt werde.

+++ 22:33 Israelischer Dienstleister: Erste Pfizer-Impfergebnisse sehr ermutigend +++
Ein israelischer Gesundheitsdienstleister bezeichnet die ersten Ergebnisse der Pfizer/Biontech-Impfungen als "sehr ermutigend". Von etwa 128.600 Menschen, die beide Impfungen erhalten hätten, seien 20 später an Covid-19 erkrankt, teilt Maccabi unter Berufung auf eigene Experten mit. Das sind weniger als 0,02 Prozent. In Israel leben neun Millionen Menschen. Mehr als 2,6 Millionen von ihnen haben bislang eine Impfdosis erhalten und etwa 1,2 Millionen auch die zweite.

Lesen Sie weitere Entwicklungen des Vortages hier.

Quelle: ntv.de, kst/ara/jpe/tno/rts/dpa/AFP