Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 16:22 Bereits mehr als 50.000 Corona-Todesfälle in Deutschland +++

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 hat in Deutschland die Marke von 50.000 überschritten. Das geht aus den Meldedaten der Bundesländer hervor, die ntv.de täglich auswertet. Demnach steigt die Zahl der Corona-Toten auf zuletzt 50.178. Der Großteil davon - mittlerweile mehr als 30.000 - wurde seit dem 01.12.2020 gemeldet.

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+++ 16:02 In Garmisch-Partenkirchen gefundene Virusvariante bereits bekannt +++
Bei der nach einem Corona-Ausbruch im Klinikum Garmisch-Partenkirchen gefundenen Virusvariante handelt es sich um keine gänzlich neue. Vielmehr handele sich um eine bereits zuvor identifizierte Variante, teilte das Klinikum mit. Das habe eine Untersuchung der Charité in Berlin ergeben. Die Variante sei bereits zuvor in 102 Patientenproben weltweit festgestellt worden - erstmals Ende März 2020. Den letzten Nachweis vor dem Fund im Klinikum Garmisch-Partenkirchen habe es Mitte September vergangenen Jahres gegeben. Zur klinischen Relevanz der Variante könnten aufgrund der geringen Datenlage keine Angaben gemacht werden. Dem Bericht der Charite zufolge gibt es bisher keinen Hinweis auf einen veränderten Phänotyp, es seien also keine Auswirkungen der Mutation auf Eigenschaften des Virus bekannt.

+++ 15:37 Merkel zu Öffnungsschritten: "Müssten bald die Friseure rannehmen" +++
Welcher Weg führt aus dem Lockdown? Kanzlerin Merkel warnt davor, die Fehler Großbritanniens zu wiederholen. Dort habe eine zu frühe Öffnung die unkontrollierte Ausbreitung der Virus-Mutation ermöglicht. Dann führt Merkel aus, wo es voraussichtlich die ersten Lockerungen geben wird - mehr dazu sehen Sie im Video:

+++ 15:12 Merkel schließt Grenzkontrollen als "Ultima ratio" nicht aus - Kritik kommt aus der SPD +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich erneut zur Möglichkeit von Grenzkontrollen in der Corona-Pandemie geäußert: Deutschland suche einen "kooperativen Einsatz", schließe Kontrollen als "Ultima ratio" aber nicht aus, sagte die CDU-Politikerin vor den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs. Beim Koalitionspartner SPD kommt diese Haltung nicht gut an: "Anstatt unseren europäischen Partnern mit Grenzkontrollen zu drohen, muss Kanzlerin Merkel beim Gipfel heute mit aller Kraft für mehr europäische Koordinierung in der Pandemiebekämpfung werben", ließ der stellvertretenden Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Achim Post, mitteilen. Drohungen würden in dieser Lage nicht weiterhelfen - es brauche mehr denn je "europäisches Teamplay", so Post.

+++ 15:01 Mehr als 4000 neue Corona-Todesfälle in den USA +++
Die Virus-Lage in den USA bleibt prekär: Zuletzt verzeichneten die Behörden mindestens 4357 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus - der zweithöchste Wert. Das geht aus den Zählungen der "New York Times" (NYT) hervor, auf die sich ntv.de täglich seit Beginn der Pandemie bezieht. Die Gesamtzahl der US-Todesopfer beträgt demnach nun 406.180. Am 12. Januar war der bisherige Tageshöchstwert von 4406 Sterbefällen registriert worden. Die Zahl der binnen 24 Stunden nachgewiesenen Ansteckungsfälle in den Vereinigten Staaten stieg laut NYT um mindestens 184.453 neue Infektionen auf insgesamt mehr als 24,4 Millionen.

+++ 14:33 Scholz: Infektionszahlen stimmen hoffnungsvoll +++
"Die Zahlen, die wir jetzt bekommen, stimmen durchaus hoffnungsvoll", sagt Vize-Kanzler Olaf Scholz mit Blick auf die jüngsten Rückgänge bei den Infektionszahlen. Die Corona-Mutationen seien aber eine große Sorge. "Wir müssen vorsichtig bleiben."

+++ 14:18 Russischer Impfstoff "Sputnik V" erhält Notzulassung in Ungarn +++
Die ungarische Arzneimittelbehörde (OGyEI) hat dem russischen Anti-Corona-Impfstoff "Sputnik V" eine Notzulassung für den Gebrauch in Ungarn erteilt. Die Erlaubnis gelte sechs Monate und könne danach um weitere sechs Monate verlängert werden, berichtete das Nachrichtenportal "portfolio.hu" unter Berufung auf die Behörde. Ungarns rechtsnationaler Ministerpräsident Viktor Orban hatte zuletzt beklagt, dass sein Land zu wenig Impfstoff von der EU erhalten würde.

+++ 14:00 Mobilität sinkt: Kaum Reisen über 30 Kilometer +++
Die Deutschen sind in der ersten Januarhälfte deutlich weniger unterwegs gewesen. In der ersten Woche des Jahres sank die Mobilität um 19,7 Prozent im Vergleich zur Mobilität im Januar des Vorkrisenjahres 2019, wie eine vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Sonderauswertung von Mobilfunkdaten zeigt. In der zweiten Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 Prozent etwas schwächer aus. Vor allem gab es auffallend weniger Reisen über längere Distanzen als vor der Pandemie. In der ersten Januarwoche wurden 37 Prozent weniger Reisen mit einer Distanz von mehr als 30 Kilometern unternommen als im Januar 2019. Weniger deutlich war der Rückgang der Mobilität auf kürzeren Strecken zwischen fünf und 30 Kilometern.

+++ 13:32 Weniger Covid-Patienten müssen beatmet werden +++
Die Zahl der Covid-19-Erkrankten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, sinkt weiter leicht. Nach aktuellem Divi-Intensivregister werden in Deutschland 4787 Patienten auf Intensivstationen versorgt (49 weniger als am Vortag). Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, sank im Vergleich zum Mittwoch um 52 auf 2725. Rund 4235 Intensivbetten sind derzeit den Angaben zufolge in den deutschen Kliniken noch frei, das entspricht einem Rückgang von 88 Betten im Vergleich zum Vortag.

+++ 13:10 Israel ermutigt zur Impfung: Grüner Pass soll Vorzüge bringen +++
In dem Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel haben bereits knapp 2,4 Millionen Menschen eine erste und knapp 700.000 Menschen auch eine zweite Impfdosis erhalten. Nach der zweiten Spritze erhält jeder ein Zertifikat, das diese bescheinigt. Online kann anschließend ein sogenannter Grüner Pass beantragt werden. Dieser soll neu eingeführt werden und sowohl im In- als möglicherweise auch im Ausland gelten. Er ersetzt aber nicht den normalen, dunkelblauen Reisepass des Landes. Geklärt werden muss neben offenen medizinischen Fragen wie einer möglichen Ansteckungsgefahr durch bereits Geimpfte unter anderem, welche Erleichterungen oder Vorzüge mit dem Pass verbunden sein sollen.

+++ 12:47 Sachsen mit Jahrzehnte-Höchststand an Todesfällen in einem Monat +++
Mit der Corona-Pandemie hat Sachsen einen Höchststand an Todesfällen binnen eines Monats verzeichnet. Fast 9700 Menschen seien im Dezember in dem Bundesland gestorben, teilte das Statistische Landesamt mit. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat in den vergangenen 40 Jahren und fast doppelt so viele wie im Dezember 2019. Monatsdaten zu Sterbefällen liegen in Sachsen seit 1980 elektronisch vor. Sachsen gehört zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern in Deutschland. Inwieweit andere Faktoren zu dem Höchstwert beigetragen haben, konnten die Fachleute noch nicht sagen. Die abschließende Statistik zu den Todesursachen liege voraussichtlich im Sommer vor, heißt es. Insgesamt starben den Angaben nach 2020 fast 61.800 Menschen in Sachsen (2019: knapp 55.000), im Schnitt 169 pro Tag (2019: 151). Vier von fünf Verstorbenen seien 75 Jahre und älter gewesen.

+++ 12:30 Immunologe: Zweimal Infizierter eine Seltenheit +++
Bei einem zweimal infizierten und gestorbenen Coronakranken im Schwarzwald handelt es sich nach Überzeugung von Experten um einen sehr seltenen Fall. "Das ist ein Ausnahmefall, nach dem ich keine Alarmglocken läuten lassen würde", sagte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der dpa. Reinfektionen seien zwar selten. Sie zeigten aber auch, dass Infizierte bei einer ersten Erkrankung nicht in allen Fällen eine ausreichende Immunität aufbauten und anfällig sein könnten für eine weitere Ansteckung, sagte der Immunologe vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. Abhängig sei das auch von der Schwere des Verlaufs der ersten Infektion. Weltweit sind bislang nur einige Dutzend Fälle von Reinfektionen bekannt.

+++ 11:58 Es brennt beim weltgrößten Impfstoffproduzenten +++
In einem Gebäude des weltgrößten Impfstoffproduzenten in Indien ist ein Feuer ausgebrochen. Wie auf Fernsehbildern zu sehen, brennt es in einem Gebäude des Serum Institutes. Dieses befinde sich zurzeit im Bau, berichtet der örtliche Fernsehsender NDTV. Der Impfstoffproduzent in der Stadt Pune stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astrazeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield her. Die Produktion des Corona-Impfstoffs sei nicht betroffen, sagte ein Sprecher des Serum Institute. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar.

+++ 11:40 Anteil der positiven Tests in Deutschland sinkt +++

Die Zahl der positiven Corona-Tests in Deutschland ist weiter leicht gesunken. Bei einer ebenfalls leicht rückläufigen Anzahl an durchgeführten Sars-CoV-2-Tests betrug die Positivenquote in der zweiten Kalenderwoche 10,5 Prozent. In der ersten Woche des neuen Jahres hatte sie bei 12,76 Prozent gelegen. Das geht aus dem wöchentlichen Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Insgesamt wurden demnach in der Woche vom 11. bis 17. Januar rund 1,15 Millionen Corona-Tests durchgeführt. Mehr zu den jüngsten Testzahlen lesen Sie hier.

+++ 11:11 Studie zu Psyche: "Bis zu gewissem Grad sind wir alle Patienten in der Pandemie" +++
Die Corona-Pandemie belastet die Mehrheit der Bevölkerung stark, das bestätigt jetzt eine Studie der Universität Duisburg-Essen. 65 Prozent der Befragten gaben an, unter psychisch belastendem Stress zu leiden, 59 Prozent an Corona-bezogener Furcht. Fast 25.000 Menschen nehmen an dieser Studie teil, wie die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) berichtet. "Man könnte sagen: Bis zu einem gewissen Grad sind wir alle Patienten in der Pandemie", erklärte Martin Teufel vom Universitätsklinikum Tübingen und DGPM-Experte. Besonders betroffen sind Frauen und jüngere Menschen. Bei Frauen könnte dies an der häufigen Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling liegen. Heranwachsenden wiederum setzen vermutlich Bildungssorgen und die fehlenden Kontakte mit Gleichaltrigen zu.

+++ 11:00 Merkel mahnt zur Vorsicht +++

+++ 10:46 Malta engagiert sich für einheitliches Impf-Zertifikat in der EU +++

Im Vorfeld des Corona-Gipfels mit Kanzlerin Angela Merkel und ihren EU-Kollegen macht sich Maltas Regierungschef Robert Abela für einen einheitlichen EU-Impfpass stark. "Die Zeit ist reif für die EU, ein interoperables Impf-Zertifikat zu entwickeln", heißt es in einem Brief des Sozialdemokraten an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Vor allem mit Blick auf grenzüberschreitendes Reisen seien derlei Ausweise ein wichtiges Instrument.

+++ 10:22 Umfrage: Mehrheit befürwortet verlängerten Lockdown +++
Eine Mehrheit der Deutschen unterstützt laut einer aktuellen Umfrage die Entscheidung von Bund und Ländern, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern. 69 Prozent der Befragten halten die Maßnahme für angemessen, wie aus einer Yougov-Umfrage hervorgeht. Etwa ein Viertel (24 Prozent) sprach sich gegen die Verlängerung aus. Einen kleinen Unterschied bei der Akzeptanz des verlängerten Lockdowns gibt es zwischen Ost und West: Während Westdeutsche ihn zu 70 Prozent unterstützen, halten ihn in Ostdeutschland 65 Prozent für angemessen. Zudem finden ihn Männer häufiger angemessen (72 Prozent) als Frauen (67 Prozent).

+++ 10:11 Moskau lockert Corona-Beschränkungen +++
Angesichts gesunkener Infektionszahlen lockert die russische Hauptstadt Moskau einige Corona-Beschränkungen. So dürften in Kinos, Theatern und Konzertsälen von morgen an die Hälfte aller Plätze belegt werden, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin in seinem Blog. Bislang galt eine maximale Auslastung von 25 Prozent. Zudem dürfen Museen, Bibliotheken und Zentren für Kinder wieder öffnen, wenn 50 Prozent der zulässigen Besucherzahl nicht überschritten wird. Ein nächtliches Bewirtungsverbot etwa in Restaurants und Bars bleibt demnach weiter bestehen - ebenso wie eine Homeoffice-Pflicht für ein Drittel der Mitarbeiter in Unternehmen.

+++ 09:40 Braun: Gefahr für Deutschland groß - Nachbarstaaten müssen dringend handeln +++
In der Debatte um Grenzschließungen in der EU angesichts der Gefahr durch neue Coronavirus-Mutationen hat Kanzleramtsminister Helge Braun entschlossene Eindämmungsmaßnahmen von allen Mitgliedstaaten gefordert. Alle Länder müssten die Infektionszahlen nun durch geeignete Maßnahmen "deutlich" senken, sagte Braun im ARD-"Morgenmagazin". Falls ein Nachbarland dies nicht tue, seien "noch strengere Einreiseregeln an unseren Binnengrenzen nicht vermeidbar". Wenn sich die deutlich ansteckendere britische Mutation auch im kontinentalen Europa verbreite, sei das Infektionsgeschehen "nicht mehr zu beherrschen", sagte Braun. Falls ein Nachbarland keine Maßnahmen ergreife, könne sich auch Deutschland vor der Mutation "kaum schützen". Die Regierung werde dann handeln, kündigte er an.

+++ 09:18 Spahn fordert Test-Strategie für Grenzpendler +++
Vor dem EU-Sondergipfel zum Umgang mit der Corona-Pandemie hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für ein europaweit abgestimmtes Vorgehen bei Corona-Tests von Grenzpendlern ausgesprochen. Man sehe in vielen Grenzregionen, dass das Infektionsgeschehen oft auf beiden Seiten hoch sei und es sich immer wieder gegenseitig "hochschaukeln" würde, sagte Spahn dem SWR. Auf der anderen Seite würden aber die Pendler gebraucht, auch im Gesundheitswesen. Spahn sprach daher von "einem Dilemma". Als Ausweg plädierte der Minister für eine abgestimmte Test-Strategie. "Dann braucht es eben verbindlich Tests."

+++ 08:58 Tourismusbranche leidet - mehr Besucher auf Campingplätzen +++
Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben tiefe Löcher in die Umsatzbilanz der Tourismusbranche in Deutschland gerissen. Das Statistische Bundesamt bezifferte den Umsatzrückgang von Reisebüros, Veranstaltern und Reservierungsdienstleistern in den ersten neun Monaten 2020 auf 61 Prozent. Besonders heftig war der Einbruch im zweiten Quartal (minus 91 Prozent), in das ein großer Teil des ersten Lockdowns fiel, wie die Wiesbadener Behörde mitteilt. Besonders stark vom Ausbleiben der Gäste betroffen waren im Sommerhalbjahr Hotels, Gasthöfe und Pensionen mit einem Rückgang der Übernachtungen um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Anbieter von Ferienhäusern und -wohnungen verzeichneten im Sommerhalbjahr dagegen ein leichtes Plus von einem Prozent. Auf Campingplätzen wurden von Mai bis Oktober sogar sechs Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum gezählt.

+++ 08:36 Beer: Man sollte Corona-Auflagen für Geimpfte aufheben +++
Die FDP-Europapolitikerin Nicola Beer fordert für Geimpfte eine möglichst rasche Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Voraussetzung sei, dass es ausreichend Impfstoffe für alle gebe und Geimpfte andere nicht mehr anstecken könnten, sagte die Vizepräsidentin des Europaparlaments der Deutschen Presse-Agentur. "Für Bürger, die sich für das Impfen entscheiden, sollte unter diesen Bedingungen schnellstmöglich wieder das selbstbestimmte Leben ohne staatliche Einschränkung gelten." Die Einführung eines einheitlichen europäischen Corona-Impfnachweises und womöglich damit verbundenen Vorteilen beim Reisen sind am Abend Thema eines Videogipfels der EU-Staats- und Regierungschefs. "Impfen sollten wir als Chance auf eine schrittweise Rückkehr in eine gewisse Normalität begreifen", sagte Beer. "Es handelt sich hier nicht um Vorrechte, sondern um unveräußerliche Freiheitsrechte der Bürger, deren Ausübung in Abwägung der Risiken für sich und andere eingeschränkt wurde."

+++ 08:04 Hildburghausen ist weiter Spitzenreiter der Super-Hotspots +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist der thüringische Landkreis Hildburghausen die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (21. Januar, 0.00 Uhr) weist der Landkreis einen Wert von 398,8 (Vortag: 425,7) neuen Fällen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf. Hildburghausen hatte bereits von Mitte November bis Mitte Dezember die Liste der Super-Hotspots angeführt, zeitweise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 600. Hinter Hildburghausen folgen den aktuellen RKI-Angaben zufolge zwei ebenfalls in Thüringen liegende Landkreise: Saalfeld-Rudolstadt (373,1) und das Altenburger Land (360,2). Dabei ist zu beachten, dass es laut RKI in einigen Gesundheitsämtern Brandenburgs "zu einem Rückstau bei der Dateneingabe" gekommen sei. Die Rangliste der Super-Hotspots ist deshalb womöglich verzerrt. Der niedersächsische Landkreis Lüneburg liegt laut RKI bei 31,0 und weist somit den bundesweit niedrigsten Sieben-Tage-Inzidenzwert auf.

+++ 07:32 Studie: Viele Kommunen wollen wegen Krise die Steuern erhöhen +++
Viele größere Städte und Gemeinden in Deutschland werden einer Umfrage zufolge noch lange mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben. Laut "Kommunenstudie 2020/21" des Beratungsunternehmens EY rechnen sie mit sinkenden Einnahmen und steigenden Schulden - und nicht wenige wollen mit höheren Steuern und Gebühren darauf reagieren. Nur ein knappes Drittel beispielsweise geht davon aus, in diesem Jahr wieder im selben Umfang Gewerbesteuern einnehmen zu können wie vor der Corona-Krise. Fast zwei Drittel der befragten Städte und Gemeinden wollen Steuern und Abgaben erhöhen.

+++ 07:07 Bislang kein EU-Zulassungsprozess für Antikörper-Therapien +++
In den USA bereits zugelassene Antikörper-Therapien gegen Covid-19 lassen in der EU weiter auf sich warten. Bislang läuft für keines der Mittel ein Zulassungsprozess bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA, wie aus Angaben auf der Behörden-Webseite hervorgeht. In den USA haben zwei solcher Therapien seit November eine Notfall-Zulassung. Sie basieren auf sogenannten monoklonalen Antikörpern, die im Labor hergestellt werden und das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Die Mittel der Firmen Regeneron und Eli Lilly dürfen in den USA zur Behandlung von Patienten ab zwölf Jahren eingesetzt werden, bei denen das Risiko besteht, dass sie schwere Covid-19-Symptome entwickeln. Am stärksten profitieren Regeneron zufolge Probanden, deren Immunsystem noch keine eigenen Antikörper gegen das Virus gebildet hat. Regeneron plant, gemeinsam mit dem Pharmakonzern Roche als Partner, auch in der EU Zulassungen zu beantragen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Eli Lilly und andere Firmen dürften folgen.

+++ 06:47 KMK-Präsidentin: Abitur 2021 soll gleichwertig sein +++
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, hält Abschlussprüfungen an Schulen trotz der Verlängerung des Corona-Lockdowns weiter für realistisch. Nach jetzigem Stand wollten alle Bundesländer an Abiturprüfungen und mittleren Schulabschlüssen festhalten, sagte die Brandenburger Bildungsministerin im rbb-Inforadio. "Stand heute (...) ist die Durchführung realistisch. Die KMK wird sich auf Eckpunkte verständigen, sodass wir die Schülerinnen und Schüler etwas unterstützen. Aber unser Ziel ist, dass das auch ein mit dem vergangenen und dem Folgejahr gleichwertiges Abitur 2021 ist." Die SPD-Politikerin begrüßte, dass für Abschlussklassen auch Präsenzunterricht möglich bleibe. Es sei richtig, dass die Länder hier je nach Infektionszahlen unterschiedlich vorgingen.

+++ 06:23 Müller: Corona verschärft Problem der Kinderarbeit +++
Entwicklungsminister Gerd Müller geht davon aus, dass die Corona-Pandemie das Problem der Kinderarbeit drastisch verschärfen wird. "Die Corona-Krise ist eine Katastrophe für viele Kinder", sagte der CSU-Politiker anlässlich des Starts des von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Jahres gegen Kinderarbeit. Derzeit könnten 320 Millionen Kinder nicht zur Schule. Nach Schätzungen der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) werden laut Müller 24 Millionen Kinder nach Corona nicht in die Schulen zurückkehren, weil sie dann für das Überleben ihrer Familien arbeiten müssten. Schon vor der Pandemie habe die Zahl der unter ausbeuterischen und gefährlichen Bedingungen arbeitenden Kinder bei mehr als 70 Millionen gelegen. "Das ist moderne Sklaverei", sagte Müller. Er forderte erneut, das sogenannte Lieferkettengesetz zügig auf den Weg zu bringen, um Kinderarbeit zu stoppen und Menschenrechtsstandards für deutsche Produkte sicherzustellen.

+++ 05:56 RKI: 7-Tage-Inzidenz sinkt auf niedrigsten Wert seit November +++
Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Morgen mit 119,0 an - das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI zudem 20.398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Außerdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.088.400 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 21.01., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 49.783.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 05:23 Krankenhausärzte sehen Gefahr durch Mutationen nicht gebannt +++
Krankenhausärzte schließen nicht aus, dass wegen der in Großbritannien entdeckten Corona-Mutation noch härtere Einschränkungen in Deutschland nötig werden. "Wenn die Mutation so schlimm ist, wie Angaben aus England es vermuten lassen, dann Gnade uns Gott. Dann könnte es sein, dass wir alles noch mal neu bedenken müssen", sagte Michael Weber, Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Weber verwies auf regional noch sehr hohe Infektionszahlen. Sachsen sei "absolut am Limit", in Südbrandenburg und Thüringen sei die Lage kritisch, in Bayern gebe es trotz bereits verschärfter Regeln noch zu viele Neuinfektionen. Ein Einschleppen der Mutante könnte daher ein schnelles Nachschärfen des Lockdowns erforderlich machen, etwa mit Ausgangssperren.

+++ 04:19 Impfbereitschaft in Deutschland leicht gestiegen +++
Seit dem Start der Corona-Impfungen kurz nach Weihnachten ist die Impfbereitschaft in Deutschland leicht gestiegen. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 67 Prozent, dass sie sich impfen lassen wollen. 40 Prozent wollen das so schnell wie möglich tun. Weitere 27 Prozent haben das zwar fest vor, wollen aber noch mögliche Folgen der Impfung anderer abwarten. Kurz vor dem offiziellen Start der Impfkampagne in der gesamten EU am 27. Dezember hatten 32 Prozent angegeben, sich so schnell wie möglich impfen lassen zu wollen, weitere 33 Prozent wollten das erst später tun.

+++ 03:17 Minister Müller richtet Impfstoff-Appell an US-Konzerne +++
Entwicklungsminister Gerd Müller hat global agierende Unternehmen dazu aufgerufen, arme Länder bei der Beschaffung von mehr Corona-Impfstoffen zu unterstützen. "Mein Appell richtet sich insbesondere an die Corona-Krisengewinner wie Amazon, Facebook, Google: Engagiert Euch für mehr Impfstoff für die Ärmsten!", sagte Müller der "Rheinischen Post". Die Pandemie treffe die Ärmsten der Armen am härtesten. Dagegen bleibe die weltweite Krisenreaktion noch weit hinter dem Notwendigen zurück. "Es geht - beispielsweise in der Sahelzone - um die Gefahr, dass wegen der Corona-Krise staatliche Strukturen zusammenbrechen. Das kann zu unkontrollierten Flüchtlingsbewegungen führen", warnte der CSU-Politiker.

+++ 01:58 Hausärzteverband fordert Festpreise für OP- und FFP2-Masken +++
Der Deutsche Hausärzteverband hat vor überhöhten Preisen für OP- und FFP2-Masken im Onlinehandel gewarnt und Festpreise gefordert. "Sinnvoll wäre, sicherzustellen, dass die Masken zu fairen Preisen verkauft werden", sagte der Vorsitzende Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es müsse verhindert werden, dass es - wie beim ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr bei Schutzmasken, Desinfektionsmitteln und Toilettenpapier - zu Wucherpreisen komme. "Hierzu könnte beispielsweise ein Festpreis festgelegt werden, der nicht überschritten werden darf", sagte Weigeldt.

+++ 00:14 Stiftung: Todesfälle durch Sepsis oft zu verhindern +++
Viele Corona-Patienten sterben nach Auskunft der deutschen Sepsis-Stiftung an einer unerkannten Blutvergiftung. Ein solcher Verlauf könne durch eine bessere Früherkennung und eine angepasste Behandlung oft verhindert werden. Nach wie vor gebe es eine weit verbreitete Unkenntnis über das Thema Sepsis in der Bevölkerung, aber zum Teil auch beim medizinischen oder pflegerischen Personal, sagte der Stiftungs-Vorsitzende Konrad Reinhart dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Ein großes Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankung zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis übergeht", erläuterte Reinhart.

+++ 22:29 Israel gewährt nun auch Schwangeren bevorzugt Impfungen +++
Israel gewährt nun auch Schwangeren vorrangig Zugang zu Covid-Impfungen. Laut dem nationalen Pandemie-Koordinator ist die Entscheidung mit der Einschätzung verbunden, dass keine Risiken für die Frauen und den Fötus bestünden. Israel hatte am 19. Dezember mit seiner Impfkampagne begonnen und dabei einen Fokus auf Ältere, Personen mit erhöhten Gesundheitsrisiken und medizinischem Rettungspersonal gelegt. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung haben laut den Gesundheitsbehörden bereits den Impfstoff von Pfizer erhalten.

+++ 21:59 Hamburg schränkt Präsenz in Schulen und Kitas ein +++
Hamburg verschärft nach den Bund-Länder-Beschlüssen die Regeln für Schulen und Kitas. Der noch bestehende Präsenzunterricht an Schulen soll bis zum 14. Februar deutlich eingeschränkt werden, entscheidet der Senat. Eine "pädagogische Betreuung" der Kinder in Schulen soll es nur noch für Eltern geben, die keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Schulen, in denen es bisher eine hohe Anmeldequote gibt, sollen "aktiv" auf Eltern zugehen. Bei Kitas soll ab dem 25. Januar statt der bisherigen "eingeschränkten Regelbetreuung" eine "erweiterte Notbetreuung" angeboten werden. Die Zahl der Kinder, die in Kitas gebracht werden, soll deutlich reduziert werden.

+++ 21:25 Mann in Baden-Württemberg stirbt nach zweiter Corona-Infektion +++
In Baden-Württemberg ist ein registrierter Corona-Patient nach einer zweiten Infektion mit dem Virus gestorben. Es ist der erste derartige Fall im Südwesten, der bekannt geworden ist, und womöglich auch in Deutschland. Der Mann habe im Landkreis Freudenstadt gelebt, teilt das Landesgesundheitsamt mit. Im April 2020 sei erstmals eine Corona-Infektion bei ihm nachgewiesen worden. Ende Dezember 2020 habe sich der Mann erneut angesteckt, was Anfang Januar festgestellt worden sei. "Der Patient verstarb im weiteren Verlauf an einer Covid-19-Pneumonie (Lungenentzündung) und Sepsis mit Multiorganversagen." Zuerst hatte der Rechercheverbund von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" darüber berichtet. Demnach handelt es sich um einen 73 Jahre alten Mann.

+++ 20:52 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 18.008 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.080.865 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 18.008 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 1066 auf 49.515. Als aktuell infiziert gelten rund 282.300 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,79 angegeben (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 79 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,87 (Vortag: 0,87). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4836 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2777 davon werden beatmet. Rund 4323 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ara/jpe/rts/dpa/AFP